Original von Patrick Michael Weber
ist die Perspektive. So leicht von oben herab, als ob Gottvater selbst auf das Geschehen hinabschauen würde.
Mit dieser Aussage wirst Du bei allen Lutheranern auf Eisenholz beissen.
Dass Gott auf einer Ebene ist wie die Menschen, dass man
mit ihm direkt kommunizieren kann - und nicht via Bischöffen, Kardinälen und Päbsten
Irgendwo in der Bibel steht: Du sollst Dir kein Bildnis schaffen.
Immer wenn man mit Heiligenbildern zu tun hat in der christlichen Tradition -
und das sind wir Europäer alle, müssen wir uns auch mit diesem Satz beschäftigen.
Pater Bannwart, Mönch im Kloster Einsiedeln und Professor für Gregorianik
an der Uni Zürich, leider verstorben, erläutere an einem Kaffe einmal seine
sehr praxisorientierte Auslegung. In etwa nacherzählt:
Jeder Mensch hat in seinem Glaubensleben seine Bilder. Diese Bilder braucht der Mensch -
um sich seinen Glauben vorstellen zu können - und ich denke nicht, dass Gott damit Mühe
hätte, wenn es ihn, was ich glaube, vertraue und hoffe, wirklich gibt.
Was damit gemeint ist, sind sendungsbewusste Leute, die ihr Gottesbild als das Allein-
seeligmachende anpreisen und quasi mit Gotteshilfe diese Sichtweise durchsetzen.
Anarchisten, Trotzkisten, Maoisten aber auch in anderen "Glaubensrichtungen" sind
Märtyrer, wie im christlichen Glauben, sehr wichtig und zentral. Diese sind
gestorben für Ihre Ziele. Wie es auch Jesus getan hat. Aber auch Figuren wie Ghadaffi
oder im Irak Saddam Hussein werden als Märthyrer in der näheren und je nach
Entwicklung auch ferneren Zukunft einen Stellenwert haben, der ihnen nicht zukommt.
Heiner