die FC 51

Also bei mir ist das recht einfach zu beantworten (auch für die MK): Anerkennung, Seelenbürsterei und Leute, die mich toll finden.

Wenn wir ehrlich sind, machen wir das alles deswegen. Wer glaubt, dass die Bilder Kunst sind (auch meinen wurde das schon von offizieller Seite nachgesagt), der hat den Begriff Kunst nicht verstanden.
Wir kokettieren damit, dass wir Fotografen sind und wir zeigen gerne, dass wir mehr können, als diese Handyknipser. Deswegen regt es uns auch auf, dass diese Teile mehr können, als uns lieb sein kann und besonders, wenn wir Leute treffen, die es wirklich gut können.
#42
1 week ago
Also ich bin tatsächlich in der fc, um konstruktives Feedback zu erhalten, was früher auch sehr gut geklappt hat. Momentan ist das eher mau. Also liebe Bildkritiker hier, die sich darüber ärgern, wenn ihre auch so konstruktiven Anmerkungen hier gelöscht werden: Dort könnt Ihr mir es so richtig geben. Ich bin noch bis zum Ende des Monats zahlendes Mitglied in der fc. Selbstverständlich schaue ich mir auch die Fotos der anderen an, um Anregungen zu holen. In der MK bin ich, um Modelle zu finden.
1 week ago
Konstruktives Feedback habe ich im Internet kaum je gesehen,
ganz unabhängig von der jeweiligen Plattform. Es gibt lediglich
hin und wieder mal ein paar brauchbare Hinweise (10%) und der
Rest (90%) ist Müll.
1 week ago
Kritik hin oder her. Ist eh alles Geschmackssache und außerdem ist das Foto schon fotografiert und man kann eh nix mehr ändern am Bild.Da jedes Bild einzigartig ist.
1 week ago
Ich denke, durch die unüberschaubare Menge an Fotos, die täglich veröffentlicht werden, sinkt das Qualitätsniveau im Durchschnitt. Nach wie vor gibt es aber immer noch ganz wunderbare Arbeiten (und ich gestehe, ich lege mir die Links zu diesen Fotografen in meine Lesezeichen), es wird nur langwieriger, diese zu entdecken. Aber tatsächlich hab ich auch schon mit dem Gedanken gespielt, das Genre zu wechseln. Weg von Studiofotografie. Unsere Arbeit, unser Hobby bietet noch so große Freiräume ...
1 week ago
@Michael Gundelach - With Design In Mind

Du hast die digitale Technik als Mittel zur Qualitätverbesserung genannt. Die Technik hat doch überhaupt nichts mit Qualität zu tun. Wer gut mit seiner Lochkamera ist, kann auch damit großartige Bilder schaffen.

Schaut euch mal die Modestrecken in der aktuellen Vogue an (1/2018; übrigens sehr Aktlastig). Mit dem Kriterium Technik [Technikmöglichkeiten im Jahr 2018] müsste man ein Großteil der dort abgedruckten Bilder als wenig gelungen bezeichnen. Aber es sind klasse Bilder, viele davon analog aufgenommen.

Oder ihr habt euch die gerade zu Ende gegangenen Ausstellung des 2017 verstorbenen Aktfotografen Ren Hang im Museum für bildende Künste in Leipzig angesehen. Hang hat viel mit analogen und sehr einfachen Minolta Kompaktkameras mit eingebauten Blitz gearbeitet und damit Meisterwerke geschaffen, die von vielen hier auf der MK mit ihrer Technikversessenheit gar nicht als solche erkannt werden.

Eine unbedingte Technikfixierung und das Schlecht machen anderer fotografischer Ansätze hier auf der MK ist möglicherweise manchmal ein Zeichen von mangelnder Kreativität und Imagination, von fehlenden Ideen, die (unbewusst?) mit einer Konzentration auf teure (digitale) Kameras und Blitzanlagen ausgeglichen werden sollen. [Das ist jetzt ein allgemeines Statement und bezieht sich nicht auf Dich Michael! Nicht, dass da jetzt etwas falsch verstanden wird.]
#48
6 days ago
Da ich eine falsch gemachte Angabe in meinem Post von vorhin nicht mehr über die Ändern-Funktion verbessern kann (wieso eigentlich nicht?), korrigiere ich sie hier. Es handelt sich nicht um die Vogue-Ausgabe 1/2018 sondern um die Nummer 2/2018 (die in der Tat schon am Donnerstag, den 11.1. im Handel war).
Du hast die digitale Technik als Mittel zur Qualitätverbesserung genannt. Die Technik hat doch überhaupt nichts mit Qualität zu tun. Wer gut mit seiner Lochkamera ist, kann auch damit großartige Bilder schaffen.
...

Ich fürchte hier liegt ein kleines Mißverständnis vor. Natürlich hat eine echte Qualität nichts mit der Technik an sich zu tun, sondern das, was wir als Qualität erachten. Geben wir einem Hobbyknipser eine technisch hochgerüstete Kamera an die Hand und lassen ihn nur ein einziges Bild machen, so wird es sicherlich kein Kunstwerk werden. Legt man aber einen Fotostandard von 1980 an, so wird man mindestens die Qualität loben und daraus ein Kunstwerk machen wollen.

Unser Verständnis ist grundsätzlich an die vorherrschende Qualität gebunden (vergleiche auch 4K -> HD -> SD), das heißt wenn sich nun die Qualität durch erschwingliche Preise der Technik angleicht und man "nur" noch aus der Bildaussage und -komposition heraus glänzen kann und muss, wird es eng.

Die Masse der Bilder hingegen wird nun austauschbar...
6 days ago
Die Diskussion um Qualität ist mal wieder so eine typisch absurde MK-Forumsdiskussion. Alle benutzen das Wort, alle haben unterschiedliche Vorstellungen davon, was "fotografische Qualität" bedeutet, und jeder beharrt darauf, dass seine (nur beispielhaft angesprochene Definition) die Wahre ist.

Um mal den Satz "Wer gut mit seiner Lochkamera ist, kann auch damit großartige Bilder schaffen" ad absurdum zu führen: Sicherlich kann er das. Aber eben nicht in jeder SItuation, in der ein Fotograf mit moderner Digitalkamera großartige Bilder schaffen kann.
Lass mal so einen Lochkamerafotografen mit seiner Lochkamera auf einer Sportveranstaltung (Fussballspiel, Skater-Wettbewerb, etc.) Bilder für den Sportteil einer Zeitung machen. Glaubt ihr, der Chefredakteur wird dann sagen "großartige Bilder, die nehmen wir, weil sie viel besser sind als das, was unser Standard-Fotograf mit seiner DSLR fabriziert hat"?
Wohl kaum.

Es gibt bestimmte Formen der Bilder, die qualitativ hochwertig sind -- Idee, Realisierung, Abstimmung, Effekt auf den Zuschauer, Stimmung, Detailtreue, Farbgefühl -- die Digitaltechnik notwendig machen. Die aufwendigen Composings von Pavel Kaplun oder Aki Moosmann gehört dazu. Es ist nicht die einzige Qualität, aber es ist eine bestimmte Form der Qualität, die vor 60 Jahren schwer möglich wäre. Das wertet die Bilder von Man Ray nicht ab.

Wenn man mal akzeptiert, dass andere Leute einfach eine andere Zielsetzung und andere Vorstellungen von guter Fotografie haben, dann kommt man auch von dem "ich habe Recht, weil nur meine Vorstellung die Richtige ist"-Trip runter.

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