Modelbezahlung - Warum lassen wir uns ausnehmen?! 325

3 months ago
In der MK gibt's nun wirklich keinen Grund sich ausnehmen zu lassen... gut, wenn man lediglich Akt oder super glattgebügelte Playboymodels auf dem Plan hat muß man sich nicht wundern daß da Geld im Spiel ist, aber ansonsten kommt man hier doch super ohne Kommerz durch. Ich fürchte ja, daß das was mit persönlichem Geschmack und überzogenen Vorstellungen zu tun hat, man bekommt halt nicht das Playmate des Jahres vor die Linse nur weil man in eine Mittelklassekamera investiert und das Blitzen gelernt hat. Bin froh daß mich natürliche Amateure mehr interessieren, musste noch nie Geld in die Hand nehmen um genau das zu machen was ich möchte. Also jedenfalls nicht für Modelle...
#321Report
3 months ago

Modelbezahlung - Warum lassen wir uns ausnehmen?!

Wer diese Frage so stellt und die Frage deswegen so stellt, weil er das Gefühl hat, von Models "ausgenommen" zu werden, muss sich die Frage gefallen lassen, weshalb verhält er sich so, dass er das Gefühl hat ausgenommen zu werden?

"Ausgenommen" fühle ich mich von der Einzugszentrale für den Rundfunkbeitrag - die zwingt mich, etwas zu bezahlen, das ich nicht abbestellen kann.
Auf einem freien Markt kann jeder den Preis fordern oder das Entgelt anbieten, das er/sie fordern oder anbieten möchte.
Und dann kommt zusammen, was zusammen gehört - oder eben nicht.
Von mir aus können Models auch 100.000 Euro pro Stunde fordern. Völlig okay. Ich werd's aber definitiv nicht bezahlen... Da kommen wir dann eben nicht zusammen.

Aber die Sache mit der Marktwirtschaft ist in Deutschland im Moment mal wieder im Niedergang - kein Wunder, mit einer DDR-sozialisierten Sozialistin als CDU-Kanzlerin, einer sozialdemokratischen CDU und einer "grünen" Partei, die staatstheoretisch mittlerweile ungefähr im Absolutismus angekommen ist...
#322Report
3 months ago
pam.meier
@Tom:
"In Deutschland haben Selbständige dieselben Einkommenssteuersätze wie Angestellte, im Vereinigten Königreich meines Wissens auch ..."

Nach Aussage einer Freundin, die lange Jahre in GB selbstständig war, ist der EK-Steuersatz von 25 % in GB bis 250.000 Pfund Jahresumsatz gleich.

Es ging mir darum, daß der Einkommenssteuersatz im Vereinigten Königreich nicht danach unterscheidet, ob man sein Einkommen angestellt oder durch selbständige Tätigkeit verdient.

Du schriebst "Wenn man vergleicht ist die Einkommensteuer in DE insgesamt zu hoch für Selbstständige, in GB ist sie wesentlich niedriger."

Man mag die Einkommenssteuer in Deutschland generell für zu hoch halten - aber das hat nichts mit angestellt oder selbständig zu tun. Selbständige mit niedrigeren Steuersätzen zu belasten als angestellt Beschäftigte wäre verfassungsrechtlich unzulässig und auch hochgradig ungerecht.

In der Praxis sieht es übrigens eher genau umgekehrt aus: die Möglichkeiten von angestellt Beschäftigten, Kosten steuerlich geltend zu machen, die sie im Zusammenhang mit ihrer Arbeit haben, sind wesentlich schlechter als selbige bei Selbständigen...

Wenn ich zu einem Kunden fahre und dort meiner Tätigkeit nachgehe, dann sind das betriebliche Kosten, die ich zu 100 Prozent steuerlich geltend machen kann. Wenn der Arbeitnehmer zu seiner Arbeitsstätte fährt, sind seine Möglichkeiten, das steuerlich geltend zu machen, deutlich geringer.
Und ich rede jetzt noch gar nicht von den durchaus vorhandenen Möglichkeiten, so einige durchaus eigentlich private Ausgaben erfolgreich zu Betriebsausgaben zu deklarieren...
#323Report
3 months ago
Ich bin keine Expertin für Steuerrechtsfragen, aber es fällt mir schwer, Selbstständige und Angestellte zu vergleichen. Da wäre z.B. die Zwangsmitgliedschaft in der gesetzlichen Renten-/Krankenversicherung auf der einen Seite, da wäre der bezahlte Urlaub/Lohnfortzahlung auf der anderen Seite. Ohne jetzt Leistungen von Arbeitgebern mit Zwangssozialabgaben vermischen zu wollen, sind die Vor- und Nachteile von Selbstständigkeit und Angestelltsein schwer gegeneinander aufzurechnen. Eins ist jedoch sicher, unser Staat muss Unternehmer unterstützen, die Arbeitsplätze schaffen und Einzelunternehmer davon abhalten, scheinselbstständig zu sein.

Letztlich kann jeder Angestellte genauso nebenbei schwarzarbeiten wie ein Unternehmer Steuern hinterziehen kann.
#324Report

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