Sextoys in Genitalien bzw. an Genitalien Kunst oder Pornografie? 122

5 months ago
sorry, ingo. ich hatte das so aufgefasst, weil die beiden postings unmittelbar aufeinander folgten.
#62
Für mich ist das keine Fotokunst wenn so ein Sextoy in den Genitalien steckt ...


Wenn man es als Pornart bezeichnet und entsprechend labelt, dann isses doch Kunst?
5 months ago
Wenn man Kunsthandwerk für Kunst hält, weil das Wort Kunst in Kunsthandwerk steckt, dann ist, wenn man der Argumentation folgt, Pornart auch Kunst.
Wobei dann noch zu klären wäre, wo der Begriff Pornart herkommt.
Ist Pornart erotische Kunst? Oder ist es Pornografie, die als Kunst getarnt werden soll?
Ich bin ja generell kein Freud von Schubladendenken und eher der Meinung, daß es immer auf das Bild / Werk ankommt, nicht auf das Etikett.
5 months ago
ttp://www.model-kartei.de/fotos/foto/17009094/

seit über ein Jahr online, das es jetzt Kunst ?

Das finde ich ausgesprochen gute, gekonnte Kunst. Ja.
Schon allein deshalb, weil man zweimal hingucken muss, oder sogar dreimal.

Es sei denn, man gehörte zu den Leuten, die überall Mösen und Schwänze erblicken, egal was tatsächlich zu sehen ist...

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Kommt ein Mann zum Psychiater.
"Herr Doktor, Sie müssen mir helfen! Ich kann nicht mehr, ich weiß nicht mehr weiter! Ich sehe überall nur nackte Frauen!"

"Gut", sagt der Psychiater. "Wir machen zuerst mal einen kleinen Test. Ich zeige Ihnen ein Bild, und Sie sagen mir, was Sie darauf sehen."
Der Psychiater zeigt dem Patienten das Bild von einem Baum.
"Was sehen Sie hier?"
"Eine nackte Frau!"
Ein Bild von einem Auto.
"Eine nackte Frau!"
Ein Bild von einem Haus.
"Eine nackte Frau!"
Ein Berg, ein See, eine Lokomotive - immer kommt die Antwort: "Eine nackte Frau!"

"Ah ja", sagt der Psychiater, "ich merke, Sie sind ein schwerer Fall."

"Wieso denn ich???" blafft der Patient den Psychiater an. "SIE zeigen mir doch all diesen Schweinkram!!!"
5 months ago
Wenn man Kunsthandwerk für Kunst hält, weil das Wort Kunst in Kunsthandwerk steckt, dann ist, wenn man der Argumentation folgt, Pornart auch Kunst.

Selbstverständlich ist PornArt Kust.

PornArt nutzt Pornographie als Darstellungsmittel für Kunst.
http://thesensualeye.tumblr.com/ - geniale Kunst. Und verdammt pornographisch. Aber zweifellos Kunst.

Darf deshalb hier auch verlinkt werden.
5 months ago
Darf deshalb hier auch verlinkt werden.

ja klar, man muss sich ja auch erstmal registrieren, um was zu sehen. *lol*

btw: wer bestimmt eigentlich, was pornart ist und damit kunst? bzw. was kunst ist?
5 months ago
Der Tom ist wieder da und gleich zum richtigen Thema ... :)

Schon lange nichts mehr gehört, wie geht es Dir so ... ;) ...?
5 months ago
Hi,
Ihr verwechselt da irgendetwas. Klassische Fotografie hat mit so etwas nichts zu tun. Toys, Erektion etc., das ist Pornografie, ohne wenn und aber. Diese Diskussion mit Grenzen, wo und wann beginnen sie?...völliger Nonsens!
Wenn ich mich bei einem Model vorstelle, dann stelle ich mich als Fotograf vor, ohne Hintergedanken, mit dem Anspruch auf gute Fotos. Aber ihr könnt Euch gerne als Pornograf vorstellen, denn das seit Ihr, wenn Ihr Euch über so ein Thema unterhaltet.
Gute Fotografen sollten Ihr Grenzen kennen und die auch jederzeit definieren können.
Mr. Magoo
#70
5 months ago
Zitat: "Aber ihr könnt Euch gerne als Pornograf vorstellen, denn das seit Ihr, wenn Ihr Euch über so ein Thema unterhaltet."

Ich habe bis jetzt zwar noch nichts zum Thema beigetragen, aber nach dieser Logik bin ich nun ein Pornograf. Beruhigend zu wissen, dass Mr. Magoo auch einer ist, er hat ja ebenfalls was dazu geschrieben. Ich mag Leute, die verbindliche Grenzen für die Allgemeinheit definieren :-)
5 months ago
Lustig welche Freigeister manche Fotografen sind und sich selbst dann gleich ne Grube graben, gell Mr.Magoo ;-ppp

Nur nochmals zum Thema, es geht nicht um Fotografen oder Pornografen, sondern:
"Sextoys in Genitalien bzw. an Genitalien Kunst oder Pornografie?"

Ich würd mich jedenfalls davor hüten, einen Kollegen für seine Fotoambition zu verurteilen oder in eine "schmutzige" Ecke zu stellen. Das gehört sich nicht und zeugt von keiner guten Kinderstube...
Toleranz unter kreativen Fotografen geht anders...
5 months ago
Ich bedanke mich erstmal für die guten Tipps hier und die tollen links. Hatte ich bis jetzt noch nicht gefunden.

Zur Diskussion: Mir ist es eigentlich egal, was wer wie wo fotografiert. Ein wenig mehr Toleranz hätte ich hier schon erwartet, als daß in schöner Regelmässigkeit Diskussionen wegen zuviel Sex und Gewalt losgetreten werden, wie armselig.
Einige halten hier ja wenigstens dagegen und das ist auch gut so.

Tja, der zitierte 'Klassische Fotograf'. Wenn ich mir so bildliche, gemalte oder gemeißelte , Werke der Menschheitsgeschichte ansehe, wage ich zu vermuten, daß das zweite oder dritte Bild welches mit einer Plattenkamera aufgenommen wurde, irgenwas mit Sex zu tun hatte.

Was Kunst in erster Linie schonmal braucht, ist der Mut zum Freidenken und nicht zum Schubladendenken. Das damit einige nicht zurechtkommen ist leider schon immer so gewesen.

In einem Interview(*1) hat Paul Verhoeven sinngemäss gesagt: " In der Welt dreht sich alles um Sex, Gewalt und Religion - und verdammt, warum soll man darüber keine Filme machen?"
Er wurde mit seinen ersten Werken auch verkannt von den Moralaposteln(*2) - Heute Kultfilme.
Sogar Degas wurde seinerzeit angefeindet wegen seiner Darstellungen ... kauft Euch mal heute einen Degas.
Aber das heißt ja trotzdem nicht, das einem das Zeug unbedingt gefallen muss.

Also lasst doch die Leute einfach mal ihre Fotos machen! Wie auch immer. Was Kunst ist und was nicht, stellt sich eh erst später heraus und der Müll verschwindet sowieso in der Versenkung.
Tom

*1 : Die Doku über Verhoeven hatte ich mal in irgend ner Mediathek von Arte oder Phönix gefunden. Hochinterressant
*2 : Tipp für Moralapostel: Google eignet sich zum Finden von Muschis und Dildos wesentlich besser als die Mk oder die FC.
5 months ago
Manch ein Argument empfinde ich schon als irgendwo zwischen Abgrenzung und Schutzbehauptung. Das ist Kunst weil ich mache eben Kunst und könnte nichts anderes mit mir vereinbaren als Kunst zu machen.

Solange das Bild fair entstanden ist, bleibt es ein Geschmacksurteil. Sauber ausgeführt sieht vieles nach Kunst aus, was mit weniger technischer Qualität sofort den Haken Porno kriegt. Als doch wieder macht das "Können" die Kunst?

Irgendwo ist eine Grenze. Eine unscharfe Grenze, die auf Seiten für Kreative irgendwie in Regeln codifiziert werden. Wo man dann eben ein Auge zudrückt, wenn das Werk auf der unscharfen Linie landet oder eben nicht.
5 months ago
Ich habe mir gerade mal wieder den Startbeitrag durchgelesen - und stelle mir nun die Fragen:

Geht es überhaupt darum, ob etwas Kunst ist?
Oder geht es darum, ob ein Bild in die MK gehört?

Ich habe hier viele geistreiche Statements (keine Ironie) gelesen, wie man Kunst definieren könnte. Mit Schönheit und Ästhetik hat Kunst jedenfalls auch bei großen Meistern nicht unbedingt etwas zu tun. Das ist nicht nur in der Fotografie so. Ich möchte mir keinen Picasso ins Wohnzimmer hängen und auch keine Fettecke dort einrichten. Nun tut ein Bild in der MK mir nicht weh, zumal ich mir fast nur Sedcards von Modellen ansehe und nicht im Stream herumlungere.

Leider schauen die Modelle vermutlich mehr die Sedcards von Fotografen an und leider sind viele Frauen so gestrickt, dass sie alle Fotografen über einen Kamm scheren. Wenn die also ein Pornart-Bild sehen, dann kann es sein, dass sie nicht nur den entsprechenden Fotografen meiden (das wäre ja schön für die anderen), sondern die ganze MK. Ich habe übrigens auch schon Absagen bekommen, die beispielsweise so aussahen: "Ich glaube Dir ja, dass Du mit mir keine Aktfotos machen willst, ich möchte aber nicht, dass ein Portrait von mir NEBEN einem Aktfoto (eines anderen Modells) zu sehen ist."

So denken viele Frauen. Und deswegen wäre es nach meiner Ansicht besser, wenn Pornart (unabhängig von der Qualität) auf den MK18-Bereich beschränkt wäre.
5 months ago
@ Eckis
Frauen waren uns Männern schon immer ein Rätsel.
Vllt. hatte sie den Gedenkanegang, daß wenn ein Portrait von ihr neben einem Aktfoto ist, daß dann der betrachter impliziert, daß sie mit dir auch Akt gemacht hat bzw. wenns ein annonymer Akt ist, daß das sie sein könnte.
Meiner Meinung nach völlig abwegig, aber wer versteht schon die Frauen ;)

PS: das konsequente verlinken der Modelle würde da vllt. Abhilfe schaffen .... aber das wollt ihr ja nicht, weil es könnte ja sein, das jemand anderes euch das Model klaut (*lol*)

Zum MK-18:
Ich hab mal einen Thread in einer Gruppe gemeldet, wo lauter Schwänze in Nahaufnahme waren - alle natürlich Bilder auf der MK - und da Nahaufnahmen von Genitalien hier verboten sind ...
Ich bekam als Antwort:
"Sind alle vorschriftsmäßig als MK-18 markiert"
= "Wieso sehe ich sie dann? Ich bin kein VIP und kann folglich die MK-18 Funktionalität nicht nutzen"
= "Du bist über 18"
.... ;)

Ich sehe es durchaus als Vorteil alle Bilder hier zu sehen. Wenn ich nach einem sehr aufgeschlossenem Fotografen suchen möchte und ich müßte dafür VIP sein würde ich es bleiben lassen oder einfach blind anschreiben - beides ist nicht im Sinne dieser Platform ;)
5 months ago
@ t.spors
Was Kunst in erster Linie schonmal braucht, ist der Mut zum Freidenken und nicht zum Schubladendenken. Das damit einige nicht zurechtkommen ist leider schon immer so gewesen


.... JEP, voll zustimm!

PS: Insofern bin ich zumindest auf dem richtigen Weg :p (Für alle Nörgler: heißt nicht das ich das Ziel schon erreicht habe bzw. je erreichen werde)
4 months ago
@Seekworld,
genau ich halte das wie mit der Gross und Kleinschreibung :
"Helft notleidenden Vögeln"
4 months ago
Mr.Magoo
Ihr verwechselt da irgendetwas. Klassische Fotografie hat mit so etwas nichts zu tun. Toys, Erektion etc., das ist Pornografie, ohne wenn und aber. Diese Diskussion mit Grenzen, wo und wann beginnen sie?...völliger Nonsens!

Ach ja? Nun - ich weiß ja nicht, wie Du "klassische Fotografie" definierst, aber zunächst mal unterscheidet man ja "klassische Fotografie" von "moderner Fotografie" oder "zeitgenössischer Fotografie". Bereits im 19.Jahrhundert gab es pornographische Fotografie, und auch von einer Art, daß sie heute noch Staatsanwälte ins Grübeln bringe würde - wäre sie nicht so alt, daß sich mittlerweile wohl keiner mehr damit lächerlich machen möchte, dagegen vorzugehen.
Den Streit um den Roman "Josefine Mutzenbacher - Geschichte einer Wiener Dirne", 1906 erstmals veröffentlicht und angeblich autobiographisch, hat die "Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien" fast noch bis ins 21.Jahrhundert fortgeführt.
1982 wurde das Ding indiziert, schon damals ein Schritt von unglaublicher Dämlichkeit und Lächerlichkeit. Der Rowohlt-Verlag zog bis vors Bundesverfassungsgericht, das in diesem Kontext übrigens das oben erwähnte Urteil fällte. Die Sache ging zurück an die Verwaltungsgerichtsbarkeit, und die blieb dabei "jugendgefährdend, weil pornographisch". Die Indizierung blieb bis 2007 bestehen, bis sie nach 25 Jahren automatisch auslief.

Nun konnte man sich schon 1982 nur an den Kopf fassen, wieviele Motten in den Köpfen mancher Leute herumgeschwirrt haben müssen, daß die im Jahr 1982 nach Christi Geburt, einem Jahr, in dem sich "Die Ärzte" und die "Toten Hosen" gründeten und in dem junge Menschen sich eher für knackige Punk-Gören mit ner Sicherheitsnadel in der Pobacke interessierten als für kaiserlich-königlich österreichisch-ungarische Text-Pornographie, daß man diese Alt-Herren-Schmonzette ernsthaft als "jugendgefährdend" ansah...

Als ob 1982 irgendein Mensch unter 25 auch nur über Seite zwei hinausgekommen wäre, wenn er das Ding in die Finger bekommen hätte...

Aber die BPJ hat ja auch noch 1990 (! Neunzehnhundertneunzig. Nicht: achtzehnhundertneunzig...) in einem Indizierungsgutachten gegen einen Beate Uhse-Katalog die "Verharmlosung von Selbstbefriedigung und Homosexualität" als "schwer jugendgefährdend und sozial-ethisch desorientierend" eingestuft...

Na ja - jedenfalls hat die BPJ im Jahr 2007 dann getan, was sie schon 1982 hätte tun müssen - sie verzichtete auf eine neue Indizierung. Heute kann man das Ding überall frei kaufen, was seine Verbreitung auch nicht gefördert hat, eher im Gegenteil.

Und die moralisch-ethischen Bedenkenträger und selbsternannten Jugendschützer und Pornojäger laufen laut klagend durch die Republik, weil ein Feuilleton-Redakteur vom nächsten abschreibt, auf praktisch jedem pubertären Smartphone befänden sich Hardcore-Pornos, die im Internet "nur einen Mausklick entfernt sein".

Leute, die selbst dann keinen Hardcore-Porno im Internet finden würden, wenn sie drei Tage lang ununterbrochen mit ihrer Maus klicken würden, und auch dann noch nicht mal begriffen hätten, daß Smartphones gar keine Maus haben...

Es gibt übrigens auch so etwas wie "klassische Pornographie". Softe wie harte. Es gibt sogar "klassische S/M-Pornographie".

Was aber alles letztlich völlig wurscht wie wumpe ist.

Denn in Wirklichkeit gibt es nur:

gute und schlechte Fotografie.

Beide findet man auch auf dem Feld "Porno". Egal, wer's definiert. Für Alice Schwarzer ist Helmut Newton "Porno", für den IS schon die Madonna ohne Burka in der Kirche. Für Menschen ohne komplett deformiertes Weltbild ist beides keine Pornographie.

Und daher zum Schluss, weil ich es schon so lange nicht mehr zitiert habe, und es immer noch so schön ist...

In den 1970er Jahren veröffentlichte die Journalistin und Schriftstellerin Peggy Parnass ein Buch mit dem Titel "Prozesse". Darin hatte sie Dutzende von Gerichtsreportagen gesammelt, die sie in den 60ern und frühen 70ern veröffentlicht hatte.
Einer dieser Prozesse war ein "Porno-Prozess" vor dem Amtsgericht Hamburg. Und Peggy Parnass beschreibt die Urteilsverkündung durch den Hamburger Amtsrichter Bogusat.

Der in der damaligen Zeit legendär wurde mit seinem Satz zum Angeklagten:

"Sie nennen es Kunst. Ich nenne es Schweinkram. Was soll ich dazu sagen? Freispruch natürlich."
4 months ago
Solange das Bild fair entstanden ist, bleibt es ein Geschmacksurteil.

Und genau weil das so ist, dürfte "Pornographie" eigentlich überhaupt nicht justitiabel sein.
Weil Geschmack nun mal nicht justitiabel ist, und schlechter Geschmack auch nicht strafbar.

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