Blind, blöd oder beides? 74

4 months ago
Hi Pam, 
es gibt ja mittlerweile sehr viele Blogger im Bereich der Fotografie. Wer einmal damit angefangen hat, sieht sich gezwungen regelmäßig etwas zu schreiben, was bestimmt nicht immer einfach ist. Trotzdem würde ich mir als Leser einfach etwas Substanz in einem Beitrag wünschen. Auch nur dann würde ich wahrscheinlich regelmäßig vorbeischauen. Mir fehlte auch ein wenig der rote Faden, bzw die Struktur im Beitrag, was sich aber dann durch die ausführliche Diskussion im Nachgang erklärt hat. In der Tat finde ich Themen zu Neid, Befindlichkeiten und Fehleinschätzungen eher uninteressant. Aber ich war auch noch nie ein Freund von Tratsch und Klatsch, was nix heißen muss, denn auch dazu gibt es viele erfolgreiche Formate in den Medien. 
Viel Erfolg noch. vG Holger
4 months ago
Hallo Holger,

wenn Du mir einen Blog nennen kannst, der die menschliche Seite unseres Hobbys/Berufs beleuchtet, und das mit einem humoristischen Unterton, dann werde ich sofort aufhören zu schreiben. Ich lese meistens technisches Gelaber über irgendwelche uninteressanten Kameras oder Zubehör, Möchtegern-Tuts über Themen wie "so fotografiere ich ein Feuerwerk" etc. Gähn! Meine Zielgruppe sind überwiegend Kollegen und ich bin immer wieder erstaunt, wie wenig über das eigene Schaffen reflektiert wird.

Der einzige wirklich gute Blog, der mir einfällt ist obstandmuse.de
Der Fokus ist dort aber weniger persönlich wie bei mir und interviewt viele Künstler.
 
4 months ago
OMG, KAUSE schreibt mehr als zwei Zeilen auf einen Beitrag von mir ;)

Ich schreibe in meinem Blog, was ich will und wie es mir in den Sinn kommt. Das liest eh keiner meiner Kunden, die auf ganz andere Kanäle auf mich aufmerksam werden, nämlich durch persönliche Freunde und Kontakte.

Das ganze Profigeschwurbel à la Lightroom und Konsorten sollen andere abdecken, da gibt es so viele, Krolop & Gerst etc. Interessiert mich nicht die Bohne.
Letztlich ist Profi für mich kein Kompliment, ich bin dann lieber Amateur!
4 months ago
Hi Pam,
danke für Deine Erläuterung. Deine Zielsetzung war mir zuvor nicht so ganz klar. Zu Deiner Frage, nein, so spezifisch habe ich noch keinen Blog gesehen. Ich kenne aus anderen Gesellschafts-Themen ganz interessante Authoren, die sich entweder mit großer Selbstironie durch den Kakau ziehen oder aber ihre Themen in irgendeiner Form sehr gewitzt, satirisch oder in einem anderen nachhaltigen, fesselnden Stil präsentieren. Deinen Humor habe ich wahrscheinlich einfach nicht verstanden. Ich kann bestätigen, das Thema "Selbstüberschätzung" scheint bei Fotografen und Modell recht weit verbreitet, bei den Hobbyisten sicher mehr als bei den hauptberuflich Aktiven und könnte Stoff zum schreiben sein. Brisant fürs Ego wird es natürlich, wenn Mann oder Frau für Ihr Hobby auch noch teilweise bezahlt werden. Vielleicht fangen sie dann an, vom großen Durchbruch zu träumen. Die Medien verkaufen es ja auch immer wieder, wenn man will, kann man alles erreichen usw. 

Viele Fotografinnen und Fotografen suchen, brauchen, wünschen, wollen Anerkennung für ihren Einsatz und die Bemühungen und bekommen auch von vielen Seiten zu hören, sie müssten sich selbstbewusst präsentieren, um sich gegenüber den anderen zu behaupten? Ein Alleinstellungsmerkmal aus dem Hut zu ziehen, ist da nicht so einfach wie vielleicht in anderen Branchen. Vielleicht hören sie auch von Freunden und Bekannten, dass sie einfach genial sind und vielleicht glauben sie auch irgendwann selbst daran, wenn sie es nur oft genug hören oder es sich vorsagen. Das ist so ein bisschen amerikanisch. Es ist aber auch nicht unbedingt zu kritisieren, dass ggfs das Augenmaß für technisch oder künstlerisch anspruchsvolle Fotografien fehlt. Sie nehmen Absagen aber sehr persönlich und haben einfach nicht verinnerlicht, dass die Geschmäcker, die Anforderungen und Bedürfnisse in dem Markt unterschiedlicher kaum sein mögen. Selbstüberschätzung ist nur menschlich.

Die Schere geht gefühlt immer mehr auseinander zwischen denen, die sich selbst überschätzen mit dem, was sie können und denen, die einen großen Selbstkritiker haben und sich selbst pausenlos schlecht machen, ggfs auch um Aufmerksamkeit zu erhalten. Beide Ausprägungen können für Mitmenschen sehr anstrengend sein...
Ich bitte um HILFE:
Wie finde ich meine persönliche Startseite?
Ich meine da wo man sehen konnte welche Bilder bewertet waren, ob ich Nachrichten habe, was die neusten Jobs sind, usw.
;o(
#66
4 months ago
@ Yvette Costeau

Falscher Trööt :-)
Finden tust du die wenn du auf das Haus-Symbol gehst, wirst sie aber wahrscheinlich noch nach deinen Bedürfnissen einrichten müssen. Rechts oben gibt es dann so ein Zahnrad (Widget ändern).
Rechts Seite (verfügbare Widget), linke Seite (angezeigte Widget). Drag'n'Drop rüber ziehen, bis man zufrieden ist. Momentan noch ein wenig mit Haken und Ösen (rastet ab und zu nicht ein). Sollte das passieren auf eine freie Fläche ziehe und danach an die richtige Stelle.
4 months ago
Hi Yvette ,
das mußt Du Dir wahrscheinlich über die Widgets erst mal selbst wieder konfigurieren :
Das, was Du auf Deiner persönl. Startseite haben willst, kannst Du über den grünen Button "Widgets ändern" auswählen und dann vom rechten Feld "inaktive Widgets" ins linke Feld "Aktive Widgets" verschieben, ggfs. die Reihenfolge passend verschieben (je nach benötigter Breite) und dann mit "Einstellungen speichern" bestätigen. Dann müßten die neuen Infoblöcke zu sehen sein - und mit Klick auf den > sieht man dann die jeweiligen Komplettinfos.
4 months ago
@r1 fotografie
Vielen Leuten ist nicht bewussst, was ein Blog ist. Es ist eine Art öffentliches Tagebuch. Er erhebt keinen Anspruch darauf, objektive Sachverhalte stringent darzustellen, professionell zu belehren oder zu amüsieren, sondern ist betont subjektiv und situationsbezogen, gerne auch stichpunktartig. Zudem ist er kostenlos ... Also, wer das gerne liest, ist herzlich eingeladen, das zu tun, wem es nichts bringt, braucht es ja auch nicht zu goutieren. Nichts muss, alles kann *ggg*

Wenn ich Texte schreibe, die professionell, durchdacht und lektoriert sind, wie hier gefordert, dann verschleudere ich die nicht im Netz kostenlos.

Wie gesagt, ich bin erstaunt, wie wenig meine Zielgruppe, meine Fotografenkollegen, über sich selber reflektieren. Die Fotografie hat so viele Dimensionen, da ist die menschliche Komponente, die Interaktion mit anderen Menschen, z.B. Visas oder Kunden, dann gibt es eine technische, die Kamera, die Studiotechnik. Wer sich weiter nach oben arbeitet, stellt fest, dass er in eine kreative oder künstlerische Sphäre aufsteigt, die auch in sich weit gestaffelt ist.

Es gäbe so viel, worüber man sich da austauschen könnte. Aber vielleicht bin ich auch der irrigen Annahme, dass es hier eine Nachfrage gäbe. Evtl. muss ich mein eigenes Forum gründen für Seelenverwandte. r1 fotografie, Du wärst bestimmt dabei, oder?
4 months ago
@Pam,
Bin erfreut, ich tausche mich gerne mit Kolleginnen und Kollegen zu Themen aus. Dazu bedarf es auch keinem extra Forum. Öffentlich oder per PN, FBM, Jederzeit.
4 months ago
Oh ja! Ich erinnere mich an die Musen. Das war ein sehr interessanter Beitrag, der leider viel zu schnell ich Sande verlief.
Die Schreiberei braucht aber auch viel Zeit.
4 months ago
Nachdem meine Beiträge wenig Substanz haben, schaffe ich es, häufig zu posten:
http://bloomoose.de/2017/01/09/anonyme-workshopholiker/
#73
4 months ago
Aber 199 Euro sind doch geschenkt :) Ich habe Stefan den Link zu diesem Thread geschickt, weil wir uns im Workshop darüber unterhalten haben, wieso sich die Leute so schwer mit meinem Blog tun. Das hier beantwortet viele Fragen.

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