Fotoshooting mit LED Dauerlicht / Daylight. Erfahrungen? 23

2 weeks ago
Ausschließlich Dauerlicht, und zwar das billigste Energiesparlampenset von Amazon - mehr brauch ich für Portraits nicht und die Vorteile überwiegen für mich klar, aber ich bin eh Blitzhasser. Da die Lichtausbeute nicht so stark ist muss man halt mit offenerer Blende und etwas höherer ISO als 100 rechnen, was bei Portraits kein Problem ist und für mich als ISO400-Filmfotografierer auch nicht. Nicht geeignet für Leute die mindestens zwei Meter nach hinten noch knackescharf brauchen oder Parkinsonpatienten. Weiß nicht ob LED-Lampen noch etwas stärker wären, dann erübrigt sich der Kommentar.
2 weeks ago
@fotowerkstatt licht und schatten
Naja, Du kannst theoretisch bei den Profotos auf die Diffusorglocke auch eine Art Lochblende drauf machen, aber dann bist Du bei noch schlechterer Lichtleistung und schlechterer Steuerung. Und von Richter gibt es wohl einen Reflektor, der zur Seite geht, um eine annähernde Punktlichtquelle zu erhalten, hat zumindest mal Eberhard Schuy erwähnt (ist auch eine Entwicklung/Idee von ihm), auch wenn ich das Teil auf der Seite von Richter nicht finde (ist wohl recht neu). Die Problematik ist anscheinend, zumindest bei Richter, durchaus bekannt. Hier dürfte dann die Lichtausbeute auch etwas höher sein als in der Lochblenden-Variante. Die Steuerung ist gleichwohl bescheiden.

Der große Vorteil ist die gute Steuerung. Ich brauche keine großen, windanfälligen Abschatter (ich habe dazu auch meist nicht den Platz), sondern kann das meiste direkt an der Leuchte machen. Ein Vorteil, den man draußen nicht unterschätzen sollte. Und insbesondere die Ledzilla kannst Du fast überall verstecken.
Bei den Dedos kommt noch hinzu, daß sie weitgehend wasserfest sind (haben immer irgendeine IP-Variante)

Und wie schon gesagt, ich würde heute das eine oder andere anders machen. Aber wenn Du die Dinger neu hast, willst Du natürlich diese Charakteristik maximal haben und übertreibst das auch gern mal.

Ich versuche inzwischen nicht über 400, max 800 ISO zu gehen, da ich sonst in der Entwicklung den Kontrast nur noch schlecht steuern kann. Ich verwende meist so Blende 8, max 11. Damit lande ich dann meist so bei 1/30 bis 1/15s.
Und natürlich braucht man dann ein Modell, das seinen Körper unter Kontrolle hat. Aber da ich ohnehin eher athletischere Modelle suche, ist das für mich kaum eine Einschränkung. Auch benutze ich fast ausschließlich ein Stativ.

Der Akt auf dem Sessel ist ISO 800, 1/200s, Blende 5,6
Wenn ich das wiederholen würde, würde ich die Leuchte noch ca. 1m zurücknehmen, wegen des Lichtabfalls im Motiv und evtl. noch ein wenig abblenden. Arme und Teile des Oberkörpers würde ich selektiv etwas aufhellen. Damit wären wir dann bei geschätzten 1/100s bis 1/60s. Also immer noch völlig unproblematisch.

Wenn man natürlich mit einer großen Softbox photographieren will, ist man mit Blitz günstiger dran (auch preislich). Das ist aber nicht die Anmutung, die mir gefällt. Trotzdem habe ich einen Quadra als Volumen-Licht dabei, falls nötig.
2 weeks ago
Ich fotografiere auch ganz gern mit Dauerlicht, verwende aber auch wenn es sein muss einen Studioblitz.

Als ich noch mit einer 2500W-Hologenlampe von Hedler (mit Schirmen oder Softbox) gearbeitet habe, empfand ich, gerade bei Akt in der kühleren Zeit des Jahres, die Wirkung der Wärme auf die Modell als positiven Nebeneffekt.

Bei meinem Jinbei EF-200 LED-Licht gefallen mir im Vergleich zur Halogenlampe zwei Dinge. Mir selbst wird es nicht so warm und ich habe ein größere Auswahl an Lichtformern, die zudem auch günstiger sind.

Da ich auch noch neben der Digitalen gerne mit Mittel- und Großformat fotografiere, ist für mich das im Vergleich zum Einstelllicht des Blitzes deutlich hellere Dauerlicht angenehmer beim Fokussieren.

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