Fotografieren mit 135mm Tipps. 24

[gone] User_576763
7 months ago
Guten Morgen, ich habe mir kürzlich das 135mm 1.8 Sony GM gekauft. Bis dahin hatte ich 35mm, 50mm, 85mm in Benutzung.
Von den 35mm und 85mm war/ bin ich begeistert und dachte ich könnte jetzt mit dem 135mm neue Reize erleben/setzen. Habe den 135mm jetzt wetterbedingt erst 2 mal Outdoor getestet und hatte das Gefühl dass die Gesichter flacher und breiter auf Fotos rauskommen. Die Profilkorrektur von LR konnte die Sache auch nicht bereinigen.
Wäre natürlich eine klasse Sache wenn man hier die Fotos nach der jeweiligen Brennweite rausfiltern könnte um bei anderen guten Fotografen Inspiration zu holen und evtl ein paar Tricks abzuschauen.

Jedenfalls wollte ich mal hier nachfragen, ob jemand mit 135mm fotografiert und ob es da Tricks oder Hilfestellungen von eurer Seite gibt wie man mit dieser Traumlinse geile Portraits und Bodyshots machen kann.

Gerne auch Links zu euren eigenen 135mm Bildern oder der eurer Favoriten, damit ich ein besseres Gefühl bekomme
#2
Also zunächst einmal wundert es mich das man sich so eine Linse kauft ohne sich vorher im klaren darüber zu sein wie die Brennweite wirkt.
Das eine längere Brennweite mehr staucht ist ja allgemein bekannt.
Ich persönlich gehe deshalb auch nur bis 85mm und kenne auch kaum Leute die 135mm konsequent nutzen, es sein denn (135-200mm) als Ganzkörper mit nicht unerheblicher Entfernung zum Model
... was ist denn Profilkorrektur in LR ?
Hier kann man das bereits gesagte gut sehen
https://youtu.be/lV8voRxem10?t=409

Ansonsten ist bei mir das 70-200 mm eigentlich mein bevorzugtes Objektiv, mindestens die Hälfte meiner Aufnahmen entstehen damit (auch hier auf meiner SC :- )
... bin selber drauf gekommen: Profilkorrektur ist unter Objektivkorrektur :-) Ja verwende ich eigentlich nur bei weitwinkeligen Aufnahmen.
7 months ago
Ich denke da gibt es nicht viele Tipps, die Brennweite ist Geschmackssache... manche Portraitfotografen stehen auf die flachen Gesichter weil's "vorteilhaft" sein soll... angeblich. Proportionen und so. Finden Katalogfotografen wohl auch. Ich find's totlangweilig und fasse meine (alten!) 135er höchstens mal an um Piepmätze im Garten zu knipsen... alles über 85 ist nicht meins, letzteres auch eher die Ausnahme. Vom 14-Tage Rückgaberecht Gebrauch machen wäre mein Vorschlag.
7 months ago
Zum Effekt der Brennweite / Wirkung eines anderen Bildausschnitts wurde hier mal ausführlich in einem anderen Beitrag Stellung genommen. Es gibt auch Videos dazu. M.M nach braucht man dazu keine Wissenschaft zu machen. Am Ende müssen Dir die Bilder gefallen. Ich mag es zB. sehr nahe am Modell zu sein und würde eher zum 35mm und 50mm greifen als zu langen Brennweiten. Ich mag aber auch die Umgebung einfangen und eine Person nicht komplett freistellen. Manche Kinder z.B fühlen sich bei etwas Distanz besser am das ist von Fall zu Fall verschieden. Da musst Du selbst Erfahrung sammeln. Dieses Thema sind die absuluten Basics der Fotografie.
#10
7 months ago
Die erste Frage wäre hier, an welchem Sensor das Objektiv betrieben wird. Vollformat oder Crop, welches dann einen Bildeindruck wie 200mm verursacht?
Ansonsten ist eben die Perspektive (Also Abstand von Motiv zu Hintergrund zu Fotograf) anders als bei kürzeren Brennweiten, wodurch sich naturgemäss der Bildeindruck ändert.
und sind mit einem 85mm/1,8 an Nikon D7100 (=Cropsensor) aufgenommen worden, d.h. verhalten sich wie 135mm an VF. Grund: Das 85mm war mein längstes Objektiv, was ich bei dem Workshop dabeihatte ;-)

Als Tip: keine frontalen Schüsse ins Gesicht, das Model kann innerhalb der Tiefenschärfeebene den Kopf auch leicht drehen, was bei einem plastischen Eindruck etwas hilft.
7 months ago
Ich verwende das 135 mm Objektiv ganz gern, um durch den geringeren
Bildwinkel den Hintergrund besser ausblenden zu können als bei einer
kürzeren Brennweite.

Das kann man auf dem kurzen Video von Ingo Müller unter #9 ganz gut
erkennen: Das Gesicht ist gleich groß, aber je geringer der Bildwinkel
wird, desto weniger ist von der Landschaft im Hintergrund zu sehen.

Hinzu kommt noch die höhere Lichtstärke (z.B. bei Bühnenfotos), denn
mein 200mm Objektiv bringt nur f4.

Ein Bildbeispiel für 135mm habe ich auch, kann aber dazu leider keinen
Vergleich mit anderen Brennweiten anbieten. Ein wenig breiter als ich
ihn in Erinnerung habe wirkt der Typ jedoch schon:



Und ich verwende 135mm gern als Mittelweg zwischen 85 und 200mm,
wenn ich so wenig Ausrüstung wie möglich schleppen möchte. Speziell
für Portaits ist mir das 105mm lieber.
7 months ago
Da ich fast ausschließlich mit 1,6 Crop-Kameras fotografierte,
ist mein 85mm/1,8 sozusagen mein 135mm Objektiv,

Mein "Outdoor-immer-drauf-Objektiv". Das behalte ich auch so bei.
Ich halte es fast ausschließlich für eine Geschmacksfrage, ob man
das mag und bei welchen Motiven. daher möchte ich dem TO nur eines
schreiben: "Vertraue und folge Deinem eigenen Geschmack !"
Tipps zu eher leicht seitlichem Licht würde ich bei jeder Brennweite bevorzugen.
7 months ago
erstmal sollte man unterscheiden für welchen einsatz man diese linse benutzt ... portrait oder ganzkörper, outdoor oder studio?

also ich nutze eine festbrennweite mit 50mm/ f1,7 für portraits oder im studio, dann nutze ich ein 28- 70 zoom mit f2,8 für outdoor aufnahmen (egal ob portrait oder ganzkörper und manchmal auch im studio um beine zu verlängern^^) und mein 70-200 mit durchgehend f2,8 für landschaft und ganzkörper (outdoor mit licht).

warum der TO nun 35, 50, 85 und 135mm als festbrennweiten nutzt oder nutzen will, verstehe ich nicht ... denn mir wäre es zuviel gepäck und auch gewechsle an der kamera.
@Cowboy:
Das Wort "Geschmacksfrage" ist ein gestalterischer und hier technischer persönlicher Offenbarungseid.
Wenn man keine Meinung hat ist das OK, aber das interessiert bei einer solchen Fragen nicht.
Es ist z.B. auch keine "Geschmacksfrage" ob man die Rechtschreibung anwendet oder nicht. Es ist halt dann schlicht falsch. Es wird auch oft Inkompetenz mit Kunst verwechselt, aber das ist eine andere Sache.
Auf den Sachverhalt zwischen Objektivfehler und perspektivische Verkürzung wurde bereits im 2. Post hingewiesen.
7 months ago
Zitat: Casa de Chrisso ...
Ich find's totlangweilig und fasse meine (alten!) 135er höchstens mal an um Piepmätze im Garten zu knipsen... alles über 85 ist nicht meins, letzteres auch eher die Ausnahme.

135mm im Kleinbildformat hatten schon immer den Ruf "lanweilig" zu
sein, doch es geht bei der Brennweite vielmehr um einen praktischen
Nutzen:

Der Vergrößerungsfaktor ist größer als bei 85mm und gleichzeitig ist
die Lichtstärke höher als bei 200mm - beides bei kleiner Bauform,
geringem Gewicht, sehr guter Abbildungsleistung und zu moderaten
Preisen.

Man kann es als leichtes Tele für die "Piepmätze im Garten" genau so
gut einsetzen, wie als Portraitobjektiv, Reportageobjektiv aus etwas
Abstand, für Nahaufnahmen oder bei Available Light.

Die 135mm sind sozusagen die "Eierlegendewollmilchsau" unter den
Teleobjektiven im Kleinbildformat, wenn man auf Zoomobjektive
verzichten möchte.
[gone] User_576763
6 months ago
denkt ihr dieses Bild ist 135mm? Ich sehe viele solcher tollen Bilder, weiß aber nicht wie man so viel Hintergrund bei 135mm draufkriegen soll. Werden da mehrere Fotos gemacht und zusammen"geklebt"?
#18
[gone] User_576763
6 months ago
ja stimmt sieht nach 50mm aus
6 months ago
Laut Exif-Daten (zumindest mal schnell vom Windows-Bildbetrachter ausgespuckt)
1/320 Sek. f/1,8 135 mm
Kamera ist eine ILCE-9, also eine Alpha9. Wenn man jetzt mal mit einem DOF-Rechner rangeht, dann könnte sowas durchaus hinkommen- bei ca. 30 Meter Entfernung Model->Kamera. Was auch mit der Tiefenschärfeebene von 2-3 Metern durchaus korrespondiert, die man hier sehen kann.
Dem Model dann Signale geben geht dann aber wahrscheinlich nur noch durch Handzeichen oder Rauchwolken- oder es ist ein Model, welches selbsttätig ihr Repertoire an Posen abruft...

Topic has been closed