Erfahrungen mit brennbaren Flüssigkeiten 31

Für ein Shooting in einem alten Steinhaus, in dem sich keine brennbaren Gegenstände befinden, würde ich gerne etwas mit Feuer machen. Also in etwa so, dass ich auf einer kleinen Stelle diese Flüssigkeit ausbringe und anzünde. Was eignet sich dafür am besten?
ACETON!

- Rußt - fast - nicht, und brennt mit schön gelber Flamme.
(Selbst schon öfters hergenommen)

Wenn du allerdings grössere Mengen in möglichst reiner Form in der Apotheke kaufst, wird man dich möglicherweise etwas "komisch" anschauen ... *g*
(man sollte zumindest nicht wie ein Junkie aussehen)
- Gibt's aber "unrein" auch im Baumarkt.

Michael R.
Mich schauen doch viele komisch an, Micha19. Grins* Danke für den Tipp. Was ist den übrigens der Unterschied zwischen rein und unrein bei Aceton?
Original von Fotomoment
Mich schauen doch viele komisch an, Micha19. Grins* Danke für den Tipp. Was ist den übrigens der Unterschied zwischen rein und unrein bei Aceton?


Unterschied: Ööööhm ... wahrscheinlich so viel wie bei Spiritus. Wenn man's verbrennt, und nicht trinkt.
Man sieht nix, bzw. bei zuviel Spiritusgenuss sieht man nachher nix (mehr) *g*

- Aceton. in kleineren Mengen verbrannt ist übrigens "fast" Studiotauglich".

Anschau'n: Ich hab, vor vielen Jahren mal noch als Assi ein paar Liter in einer Münchener Apotheke eingekauft. (Mit 3-Tagebart und etwas überarbeitet und ünernächtigt, wie bei dem Job so üblich)
Da wurde dann erstmal "getuschelt", da das reine Zeugs eben für die Kokainherstellung aus "Paste" benötigt wird ... in den Mengen.

Michael R.
13.09.2007
Vielleicht sollte man nicht gleich jeden Rat geben. Aceton ist nicht ganz ungefährlich in der Handhabung. Nicht umsonst wird Aceton in Glasbehältern aufbewahrt und mit Gefahrensymbolen gekennzeichnet. Wer Wikipedia nicht glauben mag, kann auch bei der Firma Merck nachsehen. Punkt 5 des Sicherheitsdatenblatts der Firma Merck (PDF) dürfte dabei besonders interessant sein.

Brandpaste oder Brandgel sind weit bessere Alternativen. Sie lassen sich vor dem Entzünden in aller Ruhe ausbringen und verbrennen praktisch rückstandsfrei. Dabei brennt nur die Oberfläche und nicht der Untergrund. Zudem sind sie in der Handhabung wesentlich unproblematischer als leicht brennbare Flüssigkeiten wie Aceton, die schon bei Normaltemperatur explosionsfähige Gemische mit Luft bilden können. Okay, es könnten wirklich gute Bilder werden, wenn das Modell in Flammen steht.

Hilfreich bei Shootings mit offenem Feuer ist immer auch ein Pulverlöscher (6 kg sollten es schon sein) und eine Löschdecke.

Nicht hilfreich sind hingegen die absolut leichtsinnigen Ratschläge meines Vorschreibers.
Original von Timm Kimm
Hilfreich bei Shootings mit offenem Feuer ist immer auch ein Pulverlöscher (6 kg sollten es schon sein) und eine Löschdecke.

Kann auch ich als Feuerwehr-Ausbilder nur bestätigen. Aber bitte NEVER EVER im Falle des Falles auf die Idee kommen, das "brennende" Model mit dem Pulverlöscher zu löschen! Dafür ist die Löschdecke... Weil tot durch Feuer oder tot durch ersticken dürfte gleich doof werden und in die gleiche Erklärungsnot bringen^^ Okay... Beim Feuerlöscher kann man noch den guten Willen als Punkt für sich vermachen *g*

Gruss Daniel
Wo kann ich Brandpaste oder Brandgel kaufen bzw. eine Feuerlöschdecke (guter Ratschlag!)?


Original von Timm Kimm
Vielleicht sollte man nicht gleich jeden Rat geben. Aceton ist nicht ganz ungefährlich in der Handhabung. Nicht umsonst wird Aceton in Glasbehältern aufbewahrt und mit Gefahrensymbolen gekennzeichnet. Wer Wikipedia nicht glauben mag, kann auch bei der Firma Merck nachsehen. Punkt 5 des Sicherheitsdatenblatts der Firma Merck (PDF) dürfte dabei besonders interessant sein.

Brandpaste oder Brandgel sind weit bessere Alternativen. Sie lassen sich vor dem Entzünden in aller Ruhe ausbringen und verbrennen praktisch rückstandsfrei. Dabei brennt nur die Oberfläche und nicht der Untergrund. Zudem sind sie in der Handhabung wesentlich unproblematischer als leicht brennbare Flüssigkeiten wie Aceton, die schon bei Normaltemperatur explosionsfähige Gemische mit Luft bilden können. Okay, es könnten wirklich gute Bilder werden, wenn das Modell in Flammen steht.

Hilfreich bei Shootings mit offenem Feuer ist immer auch ein Pulverlöscher (6 kg sollten es schon sein) und eine Löschdecke.

Nicht hilfreich sind hingegen die absolut leichtsinnigen Ratschläge meines Vorschreibers.
13.09.2007
Wenn das Haus einsehbar ist, wäre es vielleicht auch gut bei der Polizei/Feuerwehr bescheid zu geben.
Ein Passant könnte das Feuer vielleicht falsch deuten und Dir Besuch zum Shooting schicken...

Gruß,
Manfred
Das Häuschen ist ein ehemaliges Pumphaus und liegt in einem Steinbruch, der nicht mehr genutzt wird. Wie gesagt, dort liegen auch keinerlei brennbaren Gegenstände herum. Ich möchte letztendlich auch keinen Flächenbrand erzeugen, sondern nur punktuell mit etwas Feuer arbeiten. Deswegen hier auch meine Anfrage, was für solche punktuellen (beispielsweise auf einem Stein ausgebrachte brennbare Flüssigkeit) Feuerinszenierungen am besten ist.

Aber der Teufel ist ein Eichhörnchen, Manfred. Von dem her ein nachvollziehbarer Gedanke von Dir.
14.09.2007
Aceton kaufen ist gerade nicht so hipp glaub ich, da man dann gleich als Terrorist anegsehen wird (Zusammen mit Wasserstoffperoxyd, das hier im Drogeriemarkt übrigens gleich daneben steht, kann man damit heftigen Sprengstoff herstellen :-) ) Zudem greift es verschiedenste Plastiksorten an und verdampft superleicht.
Brandpaste dürfte es zum Ofenanzünden geben, oder sicher auch im Artistenbedarf (Feuerspucker usw.)
14.09.2007
was aceton und andere ähnlicher flüssigkeiten angeht, schließe ich mich meinen vorrednern an.... man sollte wissen, was man da tut, denn TNT offen verbrannt sieht auch sehr nett aus... ;-)

brandpaste gibt es z.b. auch in kleinen blechdose für die gastronomie (z.b. für unters fondue) und wenn es gelb werden soll, reicht meistens eine prise natriumchlorid (banales kochalz) um die flammen einzufärben...

lg
mark
[gone] User_26058
14.09.2007
nehmt bloß keine flüssigkeiten, der umgang beim shooting kann wahrhaft zündende wirkung haben
alternativen sind z.b. theaterfeuer, gibts in verschiedenen farben und ist auch im vertrieb für leute, die keinen pyro-schein haben
ansonsten brandpaste oder brandgel, die allerdings, je nach fotoeffekt, noch präpariert werden müssen, das kann dann allerdings wieder unter die B1 Klasse fallen
einfach mal googeln
lg
dietmar
[gone] User_9475
14.09.2007
von aceton würd ich auch die finger lassen
bildet explosive dämpfe und ist giftig beim einatmen und rinnt bei unebenem boden
unter umständen nicht dahin, wo du willst
wie eh schon erwähnt, ist brandpaste einfach und sicher, mit einer prise fein gemahlenem kochsalz für gelbe flamme
und wenn schon feuerlöscher, dann in dem fall CO2, nicht pulver, das ist auch fürs model ungefährlich
14.09.2007
Wir haben zu Hause einen "Kamin" wo man Bioalkohol reinschuettet in einen Einsatz und das brennt dann ca. 30-50 cm hoch, sieht aus wie richtiges Kaminfeuer mit Holz und rust auch nicht. Hitzeentwicklung wie zwei grosse Kerzen, man kann daher recht nahe rangehen ohne dass man sich ansengt... also auch fuers Model vielleicht ganz angenehm :-)))

Den Einsatz kann man ueberall hinstellen (kleine Blechkiste), muesste man dann nur irgendwie mit feuerfesten Steinen verkleiden, dass man sie nicht sieht....

Das Brennzeugs kaufen wir im Bauhaus, heisst Alfraterol und gibts in 5 l Kanistern fuer ca. 25 Euro. Die Kaminmarke heisst Alfra, kannst ja mal googlen...

Liebe Gruesse
Kirstin
ich schließe mich dem vorredner mit der brandpaste an.
damit kann man flammen ohn e viel ruß erzeugen und vor allem
gut lokal begrenzen, uhne daß der brandmeister mit dem dicken c-rohr
angelaufen kommt.
14.09.2007
Original von PANZERWOLF
von aceton würd ich auch die finger lassen
bildet explosive dämpfe und ist giftig beim einatmen und rinnt bei unebenem boden
unter umständen nicht dahin, wo du willst
wie eh schon erwähnt, ist brandpaste einfach und sicher, mit einer prise fein gemahlenem kochsalz für gelbe flamme
und wenn schon feuerlöscher, dann in dem fall CO2, nicht pulver, das ist auch fürs model ungefährlich
Vielleicht hätte ich ABC davorsetzen sollen, schließlich ist der richtige Löscher auch abhängig vom geforderten Löscheinsatz. Kohlenstoffdioxid eignet sich nur für Brandklasse B (Flüssigkeiten), hat aber den Vorteil, dass man hinterher nichts mehr davon sieht;-)

Für das Modell ist natürlich die Löschdecke.
Original von Manfred Dittrich [Hat Kopfweh]
Wenn das Haus einsehbar ist, wäre es vielleicht auch gut bei der Polizei/Feuerwehr bescheid zu geben.
Ein Passant könnte das Feuer vielleicht falsch deuten und Dir Besuch zum Shooting schicken...

Und selbst wenn Du bei der Feuerwehr-Leitstelle bescheid gibst, wird die das nen scheiss interessieren, wenn ein Passant anruft... Da kann man als Feuerwehr eine Übung anmelden und wenn jemand anruft, geht ein Alarm raus. Der Disponent der das nur vom Telefon kennt und Kilometer weit weg sitzt, wird niemals die Entscheidung treffen, ob das genau Dein Angemeldetes Feuer ist oder doch ein anderes direkt nebendran. Und der würde sein Leben lang nicht mehr glücklich werden, wenn er die FW nicht alarmiert hat, weil er dachte das wäre Dein gemeldetes Feuer... Von daher: Anruf sinnlos *g*

Original von PANZERWOLF
und wenn schon feuerlöscher, dann in dem fall CO2, nicht pulver, das ist auch fürs model ungefährlich

Ja ne... Ist klar... CO² ist ja kein bisschen kalt und so und überhaupt nicht gefährlich für das Model dann...

Gruss Daniel
Also Brandpaste /-gel scheint ja ganz interessant zu sein. Brennt das eigentlich mit ganz niederen Flämmchen hab, hängt das von der Menge des eingesetzten Materials ab und lässt sich das auch in einem örtlichen Fachhandel/Baumarkt besorgen? Im Internet habe ich eine Bezugsquelle gefunden. Freue mich auf Eure Antworten.
14.09.2007
Man lasse sich von der nächstgelegenen Freiwilligen Feuerwehr beraten - die wissen nicht nur, wie man Feuer ausmacht, sondern auch wie man sie anmacht. Und wie man dafür sorgt, daß niemand zu Schaden kommt, während es brennt.

Gegen eine kleine Spende für den nächsten Feuerwehrball ist das eigentlich nie ein Problem; als Fotograf, könnte ich mir vorstellen, könnte man sogar mit "Sachspenden" in Form von Fotos (von der Feuerwehr) handeln. ;-)
Diverse Kaminanbieter, z.B. Hark haben solche Kaminimitate im Angebot und auch den Brennstroff dazu. Also sollte es diesen Nachschub auch in fast jedem Baumarkt geben.
Ich würde mir für's Feuer einen Fachmann mitnehmen, der das organisiertund überwacht, während Du entspannt fotgrafierst.
Man kann nicht auf alles gleichzeitig aufpassen, denke ich !

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