Was ich interessant finde und zur Diskussion stellen möchte 137

6 months ago
Es ist nicht so das ich Fremdbearbeitungen kategorisch ablehne, aber damit ich mich mit dem Foto identifizieren kann, sollte eine Bearbeitung
a) ...nach meinen Wünschen oder...
b)...als Endprodukt gefallen.

b) ist das Überraschungsei

Je mehr man als Fotograf einen Prozeß aus der Hand gibt desto weniger Anteil hat er.
Als ich anfing hab ich auch nach dem Motto geshootet "Hier....hast die Raws....mach was du magst"
Mit steigenden Skills sind einem die eigenen Werke lieb und teuer und irgendwann zieht jeder für sich seine eigene Grenze
#121Report
6 months ago
@J Reber:
"Du siehst Dich selbst eher als Bearbeiterin oder bearbeitest lieber?
Also ich hätte nix dagegen, die komplette Nutzungsrechte zu teilen, wenn mir jemand Studio und Modelle stellt, die Bilder bearbeitet und ich dann meinen Spaß beim Shooting haben kann. Ich lege nichtmals auf die Namensnennung so viel wert."

Genauso ist es. Ich habe Ideen, ein Studio, Models, aber wenig Kondition beim Fotografieren. Ich finde das immer sehr anstrengend, ich habe meine Defizite dabei, aus dem Setting das fotografisch rauszuholen, was ich gerne tun würde. Wenn ich bei einem Set nicht weiterkomme, geht mir die Puste aus, dabei müsste ich noch besser kommunizieren oder mal eine Pause machen und dann noch mal probieren.

Wenn das jemand besser könnte (ich wäre allerdings auch vor Ort als Art Director), dann würde ich gerne mit dem zusammenarbeiten, gerne auch mit Namensnennung aller Beteiligten. Allerdings sind fast alle Fotografen, die ich kenne mehr am Tun interessiert, weniger an den Bildern. Da wird nicht auf störende Details geachtet, man macht zu viele Bilder von einer Sache, die nicht so funktioniert, ohne zu überlegen, wieso und das vorher zu ändern. Die Kommunikation ist meistens noch schlechter als meine ;) Ich glaube, das liegt (auch bei mir) daran, dass man die Kamera dauernd vor der Nase hat. Eigentlich müsste man erst mal das Set aufbauen, mit Pose und allem und dann erst anfangen zu fotografieren.

Ich nehme mir fürs neue Jahr als Vorsatz vor, dass ich besser mit meinen Models kommuniziere und sorgfältiger den Bildaufbau mache.
#122Report
6 months ago
@BS
Ich empfinde ein Foto immer als Teamwork (selbst wenn der Gesetzgeber was anderes sagt).
Model, Fotograf, Visa, Rigger, Retoucher, Hairstylist, Fitter, Designer...alle können ihren Teil zum Endprodukt beitragen.

Ich muss nicht jeden Teil des Prozesses kontrollieren oder bestimmen -- im Gegenteil: ich will den Beteiligten die Autonomie lassen, ihre Ideen und Künste miteinzubringen. Einer Visa und einem Rigger gebe ich nur ungefähre Vorstellungen, aber sie haben weiterhin kreative Kontrolle. Klar reibt man sich da manchmal, aber das gehört dazu.

Nur weil ich mal in ein paar Fällen jemand anders bearbeiten lasse (und möglicherweise will ich ja zusätzlich noch selbst bearbeiten, kann ich ja auch machen), heißt das noch lange nicht, dass ich nie wieder Fotos bearbeite.
#123Report
6 months ago
Mein Eindruck ist außerdem, dass je kommerziell höherwertiger ein Foto sein muss, desto stärker funktioniert die Arbeitsteilung des Prozesses.
Bei den großen Produktionen gibt es häufig einen Location Scout, einen Designer, eine Visa, einen Hairstylisten, einen Fitter, einen Retoucher, mehrere Assistenten, etc. Der Fotograf realisiert das ganze, in dem er das Team zusammenhält und "Regie" führt, aber die einzelnen Schritte machen dann oft andere, die darauf spezialisiert sind.

Dieses ganze "Fotograf holt Modell zur Location und macht sonst alles von hinten bis vorne" ist doch typisch für den Hobbybereich.
#124Report
6 months ago
ich will den Beteiligten die Autonomie lassen, ihre Ideen und Künste miteinzubringen. Einer Visa und einem Rigger gebe ich nur ungefähre Vorstellungen, aber sie haben weiterhin kreative Kontrolle.


Selbe Prinzip habe ich auch...
Am Ende muss aber der Prozess vor dem Shoot funktionieren das man als Fotograf denkt "Yop....so kann ich n Bild machen"
Mit den richtigen Leuten funktioniert das auch ganz wunderbar.
Wenn aber die Visa n Papagei aus dem Model macht oder der Rigger ein Model in dinen Augen unästhetisch verschnürt...würdest du "Klick" machen?
Und selbst wenn du "Klick" machst weil alle anderen finden das Setting ist cool...würdest du gerne Bilder bearbeiten oder rausgeben ?
#125Report
6 months ago
@ Edge_of_abyss
Über 100Fotos bei einer Session heißt gar nichts. Jeder Fotograf hat seine eigene Arbeitsweise, und es sagt nichts über das Ergebnis aus.
Vielleicht ist der Fotograf sehr pingelig und macht deshalb viele Fotos um nicht hinterher feststellen zu müssen: "Mist, das Model hat das linke Aug nicht ganz offen - schade um das gute Setting - so ist es unbrauchbar"

Ich hätte mir vorher seine Referenzen besser angeschaut. Daß die natürlich auch aus lauter Glückstreffern bestehen können muß man versuchen herauszufiltern
#126Report
6 months ago
Der Prozess um das Affenselfie wurde doch in den USA geführt, oder? Daher scheint das Drücken des Auslösers doch auch da eine magische Bedeutung zu haben.

Ich habe mal einen Filmbeitrag über Annie Leibovitz gesehen, in dem komplett alles von Assistenten gemacht wurde und sie nur zum Drücken des Auslösers (Kamera war eingestellt und stand auf Stativ) einmal kurz die Hand aus der Tasche nahm.
#127Report
6 months ago
@BS
Kommunikation und vorher absprechen ist immer eine gute Idee. Die richtigen Leute finden sowieso.

Daneben: Ich habe gerade heute eine riesige Diskussion, weil Rigger mir ständig eine Pose zusammenknoten, die ich ästhetisch nur so meh finde.
Ich habe das Foto auf Wunsch von Rigger und Modell nicht nur gemacht, sondern auch bearbeitet und aus der Hand gegeben, obwohl ich selbst wenig begeistert davon bin. Ich habe es in eine Gruppe gepostet, um eben genau die Diskussion "wie findet ihr das denn?" zu starten.

Warum? Einerseits, weil es den Erfahrungshintergrund erweitert, rauszubekommen, was anderen gefällt.
Andererseits ist vieles ein Tit-for-Tat-Deal -- solange ich unter dem Strich Spaß habe, meine Ansicht gewürdigt wird und gute Bilder für mich rauskommen, mache ich auch schon mal was für andere.
#128Report
6 months ago
@Ivanhoe:
"Der Prozess um das Affenselfie wurde doch in den USA geführt, oder? Daher scheint das Drücken des Auslösers doch auch da eine magische Bedeutung zu haben."

Beispiel: Ein Azubi schießt in DE ein Bild mit dem Equipment seines Ausbilders, er ist der Urheber.
Ein Assistent in den USA schießt ein Bild mit dem Equipment seines Chefs, der Chef ist der Urheber.

Dass in den USA ein Affe das Recht am eigenen Bild hat, dürfte in DE auch nicht 1:1 so gesehen werden.
#129Report
6 months ago
@ Pam

Beispiel: Ein Azubi schießt in DE ein Bild mit dem Equipment seines Ausbilders, er ist der Urheber.
Ein Assistent in den USA schießt ein Bild mit dem Equipment seines Chefs, der Chef ist der Urheber.


Das ist vergleichbar mit dem "Vorwurf", der bei Workshopbildern mitunter gemacht wird ... keine eigene Kreativität des Teilnehmers, der nur ans fertige Set tritt und auslöst. Ein Account für "Workshopleiter/Regie" oder "Lichtsetzer" wäre doch eine gute Ergänzung der Accountauswahl gewesen, denn z.B. "Stylisten" und "Designer" hätte man auch zusammenfassen können; ebenso ein "2in1" für Produzenten/Auftraggeber/Medienunternehmen
Sonst nenne ich mich jetzt auch "Stylist" wegen der 10 Hüte und 5 Uniformen, die ich im Requisitenfundus habe ...

Ich hätte kein Problem damit, den Einrichter des Lichtsets mit anzugeben, wenn erst dessen Hilfe zum Ergebnis führte. Die Lichtsetzung war mein größtes Defizit, als ich hier anfing (und wer meint, ich könne es immer noch nicht - 0 Problemo ;-) Manches mache ich auch bewußt entgegen der Lehrmeinungen ... gehört auch zur Freiheit der Kunst
#130Report
6 months ago
Es gibt GSD auch sowas wie ein Miturheberrecht.
Sicher der, der den Aulöser drückt ist der Urheber, ganz einfach weil es eine eindeutige Definition ist und weil der Fotograf auch meist das Setting macht und bearbeitet.

Wenn die Bildidee und/oder die (aufwändige) Bildbearbeitung (zB Composing) aber von jemand anderen kommt und man kann das nachweisen, könnte man sich sicher das Miturheberrecht gerichtlich erstreiten, sofern der Auslöserdrücker auf seinem alleinigen Urheberrecht besteht. Ich denke die Erfolgsaussichten wären ganz gut und zum Schluß wird man sich mit Sicherheit außergerichtlich einigen - so wie bei dem Affenselfie.

Ist die kommerzielle Nutzung oder gar generell die Veröffentlichung vertraglich ausgeschlossen ist (meistens im Hobby-Bereich) das Thema Urheber aber eh bedeutungslos ;)
#131Report
6 months ago
@Pam und Schalli:
Nun ist es schon ein paar Seiten her, dass Ihr etwas zu meinem letzten Beitrag geschrieben habt, aber vielleicht habt Ihr es ja auch noch nicht vergessen. :-)

@Pam:
Es ging darum, ob ein Modell wohl mit 2 oder 3 Bildern aus einem Shooting zufrieden sein kann. Ich schrieb in Bezug auf den Eingangsbeitrag (der hier aber schon seitenlang leider keine Rolle mehr spielt), dass es durchaus sein kann, dass das nicht der Fall ist. Du stellst dann entgegen, dass es nicht sinnvoll ist, dem Modell 1000 Bilder zwecks Auswahl zu geben. Recht hast Du, aber da ist zwischen 3 und 1000 Fotos noch recht viel Luft, oder? Also wenn man sinnvoll miteinander diskutieren will, dann "überhöht" man die Argumente anderer Menschen nicht gleich ins Lächerliche. Abgesehen davon: Wenn ich (ohne Dauerfeuer) 1000 Bilder in einem Shooting schaffe und dann davon nur 3 gut sind, dann würde ich über meine Fähigkeiten nachdenken.

@Schalli:
Ich habe Dir mit der Phrase "über den Tisch ziehen" ganz absichtlich eine Steilvorlage hingeworfen. Wir können jetzt trefflich darüber streiten, ob Modelle, die mit viel Aufwand (halber Tag, inkl. Anfahrt o.ä.) Shootings machen und dann vom Fotografen mit (fast) nichts abgespeist werden, genervter sind als Modelle, die unerwünschte Anfragen (1 Minute für lesen und löschen) erhalten. Wir werden zu keinem gemeinsamen Ergebnis kommen. Was anderes wäre es für mich, wenn ein Modell zu einem Shooting fährt und dann feststellt, dass der Fotograf "unseriös" ist. Auf jeden Fall bewundere ich Dich für Deine Fähigkeit, mir zunächst das Gefühl zu geben, dass Du komplett anderer Meinung bist, um dann (in Deinem 2. Absatz) dann doch mit der Story Deiner Bekannten aufzuwarten, die aufgrund von "Problemen" bei TFP-Shootings ihre eigenen Konsequenzen gezogen hat - und nur noch Pay-Shootings macht (ok, das ist nicht ganz das gleiche wie die MK zu verlassen, aber eine Konsequenz ist es trotzdem).
"By the way": Ich frage meine Modelle in Shootingpausen nach Anfragen außerhalb der Arbeitsbereiche. Tatsächlich hat jetzt endlich mal eine gesagt, dass da eine(!) Anfrage war, wo der Fotograf im Nebensatz "schade, dass Du kein Akt machst" geschrieben habe. Nun ja, anderes Thema ...
#132Report
6 months ago
@eckisfotos
"Es ging darum, ob ein Modell wohl mit 2 oder 3 Bildern aus einem Shooting zufrieden sein kann. Ich schrieb in Bezug auf den Eingangsbeitrag (der hier aber schon seitenlang leider keine Rolle mehr spielt), dass es durchaus sein kann, dass das nicht der Fall ist. Du stellst dann entgegen, dass es nicht sinnvoll ist, dem Modell 1000 Bilder zwecks Auswahl zu geben. Recht hast Du, aber da ist zwischen 3 und 1000 Fotos noch recht viel Luft, oder?"

Die 1.000 Bilder stammten als Beispiel von einem Model, das mal so eine umfangreiche Bilderübersicht bekommen hat. Ich selber kriege i.d.R. 150 bis 300 Bilder zusammen, dann miste ich noch ein bisschen Fehlschüsse aus. Im Schnitt bearbeite ich 5 bis 10 Bilder. Aber es kann auch vorkommen, dass es nur 2 oder 3 sind, eben wenn es um Compositings geht.

In meinem letzten TfP-Shoot sind so 2 Bilder dabei, die ich aufwändig bearbeiten möchte, auch das kommt vor, dass ich mich bei einem Erstshoot darauf einlasse, ein kompliziertes Thema zu wählen, wider besseren Wissens. Ich möchte eigentlich immer vorher das Model in einem einfachen Shoot kennenlernen ohne BEA-Aufwand. Im Prinzip kann auch ein Shoot komplett ohne Bilderausbeute bleiben. Alles schon gehabt, dann bearbeite ich einfach ein paar fürs Model und das war es.

Ob das Model jetzt mit den bearbeiteten Bildern zufrieden ist oder nicht, liegt dann an ihren Erwartungen. Darauf habe ich nur bedingten Einfluss.
#133Report
eckis....in meinem Beitrag ging es nicht darum wer durch was genervter ist, kannste nochmal nachlesen.
Du hast auf was referiert was hier normal in einem anderen Zusammenhang gebraucht wird nämlich im Zusammenhang mit entsprechenden Anfragen von daher müssen wir nicht zu einem Ergebnis kommen, wäre nur gut wenn Du Dich sachlich genauer formulierst . das war alles. meine Fähigkeit war eigentlich nur eine Art Richtigstellung. das es anderes nicht gibt habe ich hier auch nie behauptet. meist liegen wir nur in der Gewichtung gewisser Zusammenhänge etwas bis reichlich auseinander.
#134Report
6 months ago
@Schalli
Ursprünglich wollte dem Herrn Reber nur die Hoffnung nehmen, dass Modelle, die bei anderen Fotografen nicht genügend oder nicht die gewünschten Bilder bekommen, nun zwingend bei ihm (oder bei mir) auftauchen. Man sollte eben auch in Betracht ziehen, dass auch auf diese Weise "genervte" Modelle in der MK das Handtuch werfen. Und das ist ja die These der "üblichen Verdächtigen" - nämlich das genervte Modelle keine Shootings machen. Die Frage ist, wodurch Modelle "genervt" sind und ob die unterschiedlichen Gründe letztlich einen Unterschied im folgenden Verhalten des Modells bewirken. Vielleicht können wir uns darauf einigen, dass sowohl unpassende Anfragen als auch das "Nicht-herausrücken von Bildern" einen Vertrauensverlust gegenüber Fotografen (allgemein) bedeuten. Man kann es sogar so formulieren: Die Fotografen hier bieten den Modellen nicht das an, was die Modelle wollen (die einen "bieten" andere Arbeitsbereiche, die anderen bieten zu wenig Fotos).

Ich bin aber eigentlich immer noch sehr sicher, dass Du mich ganz genau verstanden hast. Es macht Dir nur Spaß, das in Deinen eigenen Worten - aber inhaltlich fast identisch - so aufzuschreiben, dass es wie ein Widerspruch aussieht. Bei der Gewichtung liegen wir allerdings in der Tat weit auseinander.
#135Report
hi Eckis :)

also ich bezog mich auf diesen Absatz von Dir:

Viele der üblichen verdächtigen Forumsschreiber hier, haben ja die Theorie, dass die Modelle hier allzu schnell durch "unseriöse" Fotografen abgeschreckt werden. Was meinst Du denn, wie sich ein Modell gegenüber ihrem 3. Fotografen verhält, wenn sie von den ersten beiden über den Tisch gezogen wurde? Wenn die überhaupt noch einen 3. Versuch macht.

die üblichen verdächtigen Forumsschreiber thematisieren "unseriöse" Leute in der MK soweit ich das meist lese im Zusammenhang mit der Anfrageproblematik. deshalb war für mich der Sprung hin zu Deiner angesprochenen Problematik halt ne Vermischung von Zusammenhängen und dadurch auch unklar was "über den Tisch ziehen" genau heissen soll. Du meinst was anderes als was die üblichen verdächtigen Forumsschreiber normalerweise thematisieren.

ansonsten ist es keine Frage das blöde Erfahrungen wie die auch immer konkret aussehen dazu führen können das sich Menschen aus der MK verabschieden. da gibt es für mich auch keinen Streit darüber wieso das eher passiert und ich denke das Du mich da missverstanden hast, eine Diskussion wollte ich auch gar nicht entfachen.

passendes Beispiel: grade wurde eine Fotobekanntschaft von mir hier von einem Fotografen verlinkt, so als Jahresrückblick. neulich erzählte sie mir das sie seit nem halben Jahr auf die Bilder wartet, wo er hier schon längst diverses hochgeladen hat. auch sie macht eh so gut wie nur noch was mit Leuten die sie kennt und denen sie vertraut. ist für mich aber eh n normaler Vorgang, das Leute sich irgendwann einen mehr oder weniger großen Club an Fotografierer*innen zusammen gesammelt haben. und es dann auch reicht. aber das ist n anderes Thema :)
#136Report
6 months ago
TfP ist immer ein Risiko bei Erstkontakten. Im Vorfeld kann es dazu kommen, dass Fotografen Newcomer zu Akt bewegen wollen, obwohl das ausgeschlossen wurde, im Nachgang kann es dazu kommen, dass Bilder nicht geliefert werden. Für den Fotografen kann das gemeinsame Shoot enttäuschend gelaufen sein. Das ist alles völlig normal, auch wenn es hier oft beklagt wird.

Wie in jedem Bereich, wo Menschen zusammenkommen und unterschiedliche Interessen aufeinandertreffen, menschelt es. Fotograf will Akt, Model wünscht Lifestyle; Fotograf ist bearbeitungsfaul, Model wünscht Aufgehyptes. In diesem Spannungsfeld bewegen sich die Verhandlungen und die Ergebnisse.

Wie man in diesem Thread schön gesehen hat, hat jeder so seine Strategien, um mit diesen unterschiedlichen Interessen bei TfP umzugehen, der eine bestimmt, welche Bilder er bearbeitet und wie, der andere gibt Bilder heraus, die er nicht so gut findet, besteht aber darauf, nicht verlinkt zu werden. Sind beide Seiten grundsätzlich miteinander zufrieden gewesen, kann sich die Arbeit bei weiteren Treffen verbessern, muss aber nicht, wenn beide auch so Spaß daran haben. Manch einer sucht immer wieder neue Gesichter.

Letztlich ist schon aus Gründen der innewohnenden Tätigkeiten der Fotograf immer über weite Strecken der aktivere Teil. Er fotografiert, er dirigiert, er bearbeitet und liefert (hoffentlich). Zumindest ist es in den meisten Begegnungen so, weil im Hobby eben nicht arbeitsteilig produziert wird, denn Hobby und Arbeit sind schwer zu vereinbaren.

Wer als Fotograf verlässlich und vertrauenswürdig handelt, keine Bilder veröffentlicht, die nicht freigegeben waren, dem Model die Bilder liefert, die er/sie gewünscht hat, der kann gar nicht anders, der wird ein gutes Netzwerk aufbauen, vorausgesetzt die Models bleiben weiterhin interessiert und aktiv dabei. Da ändern sich ja auch Lebensumstände, der Freund ist eifersüchtig, die neue Arbeit beansprucht alle Energie etc. Mit manchen Models versteht man sich auch privat super, andere bleiben einem eher fremd, sind aber fotografisch die großen Talente.

Bleibt dann immer noch die eigene Vorliebe für TfP oder Pay beim Fotografen. Ich mische das derzeit ca. im Verhältnis 4:1 Tfp zu Pay, wobei ich Pay-Modelle immer mit einem anderen Fotografen share, manchmal mit mehreren, je nach Thema und Model (wie weit der Anfahrtsweg ist, wie lange geshootet werden muss, damit es sich lohnt etc.)
#137Report

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