Sony Alpha 7R IV legt wieder vor 57

3 years ago
manches ist Fortschritt, manches ist Konsumzwang.....
3 years ago
@Tobias Ries:
Den Versuch können wir gerne mal machen. Ihre Aussage, was Doppelseiten in Zeitschriften angeht, halte ich gelinde gesagt für blanken Unsinn. Dafür sehe ich im Stern zu oft Doppelseiten von Kollegen deren Dateien ich selber in den Händen bzw auf dem Rechner gehabt hatte.
3 years ago
Ich weiß auch ehrlich gesagt nicht wer auf die Idee kommt A2-Drucke mit 380 dpi zu wollen - mal ehrlich, was macht Ihr mit den Bildern, Pixel suchen? Ich weiß ja daß ein paar Landschaftsfotografen die Großformatdrucke mit der Lupe absuchen, aber ehrlich, außer den Fotografen interessiert das keinen.
Was große Zeitschriften angeht, ich weiß nicht wie oft ich im Job nach der gewünschten Auflösung für die Bilder gefragt habe und von der Redaktion kam "das JPEG sollte mindestens 2MB groß sein"... >_<
3 years ago
Je nach Raum und Wand kann ein hochauflösendes Bild schon mal besser sein. Und bei A2 ist ja noch lange nicht schluss.

Dass der Stern jetzt nicht als ein hochklassiges Magazin für herausragender Bildqualität steht sollte eigentlich jedem klar sein. Aber bei eben solchen Magazinen die darauf wert legen, werden die Bilder in 400 dpi verlangt und die schafft man mit 24MP auf A3 eben nicht.

Nur weil die breite Masse das nicht benötigt, muss man das nicht gleich schlecht reden oder die Daseinsberechtigung infrage stellen. Ich sage ja auch nicht das LKW's unnütz sind weil für 99% der Privatpersonen ein normaler PKW genug Platz bietet.

Ihr solltet vielleicht mal mit eurem Schubladendenken aufhören und über den eigenen Tellerrand hinausschauen. Nur so können Innovationen entstehen und man sich selbst weiterentwickeln.
3 years ago
Was immer wieder übersehen wird, wenn von einem "Mittelformatlook" gesprochen wird ist, dass dieser nicht durch Megapixel bedingt wird.
Ich bediene nun von 35mm über 6x45, 6x7, 4x4 /4x5 und 8x10 eine ganze Menge an Formaten. Die Auflösung ist für einen "Look" absolut unbedeutend. Wenn etwas einen "Look" bedingt, sind es feinere Tonwertabstufungen bei größeren Formaten, Freistellung bei größeren Bildwinkeln oder besonders bei den großen Formaten spezielle Objektivkonstruktionen. Nichts davon kann man mit einem kleinen Sensor mit mehr Megapixeln erreichen.
3 years ago
Das man solche Kameras anbietet, ist ja in Ordnung.
aber ob dies noch einen Sinn macht.........ich glaube nicht.
Die Datenmengen sind enorm und wenn man für Plakatwände Dateien braucht, macht es vielleicht einen Sinn.
Gruß
Manfred
3 years ago
Tobias - Seit wann ist denn bitte 400dpi Standard im Zeitschriftendruck? Ich habe für einen Modefotografen gearbeitet, Vogue, Edelmagazine und so, es waren immer 300. Mit höchstens ein klein wenig Cropzugabe. Für eine FineArt-Ausstellung vor 12 Jahren haben wir 16MP-Dateien auf 1,5m x 3m hochgezogen und ins Museum gehängt, die damals neue Canon-Kamera mit dieser Auflösung war damals der Umbruch bei dem ich aufhören durfte den Flextight-Scanner zu bedienen, "das reicht für 90% der Jobs".

Und was die Masse benötigt ist ja genau das Ding - Ich habe ja gar nichts dagegen daß die Sony existiert, es gibt auch Einsatzzwecke wo PhaseOne etc. Sinn machen (die sich jeder vernünftige Mensch zu dem Zweck mietet), aber die Sony richtet sich nicht an diese Zielgruppe, sondern eindeutig an Semipros und Amateure die alle 2 Jahre mit neuen Maximalspecs gelockt werden sollen. Den "Look" hat der Sensor nicht, nur die Pixel und vielleicht ganz nettes DR, insofern ist der Vergleich mit Mittelformat was das angeht eh hinfällig. Was mich annervt, der vollkommen irrsinnige Hype um eine Kamera die ein Nischenprodukt sein sollte aber wie eine Playstation angepriesen wird. Die Kamera mag ihre Einsatzzwecke haben, aber wie sich die Influenzer gestern auf die Füße getrampelt haben um das Ding anzupreisen das sich jeder vernunftbegabte Mensch zweimal überlegen sollte erzeugt bei mir ein Kopf-Auf-Tischplatte. Fuji hat vor kurzer Zeit die GFX100 rausgebracht, das war auch Meldungen wert, aber keiner hat in den Foren oder unter den Reviews rumgeheult "Maaann, ich hab mir doch gerade die Mk3 geholt!" und das Ding sofort vorbestellt.
Ein Bild mit 3m höhe, da muss man schon einen gehörigen Abstand nehmen um es überhaupt in voller Größe betrachten zu können. Im normalen heimischen Wohnzimmer etc machen doch Bildgrößen jenseits von 100*150 cm kaum einen Sinn und dafür braucht es keine 61MP Kamera. Das habe ich mit meiner Nikon D700 12MP und meiner Nikon D300 12MP (APSc) damals locker hinbekommen.
Warum ist in vielen Musen denn wohl die Linie auf dem Boden bzw die Absperrung? Nicht NUR um die Leute davon abzuhalten die Bilder zu begrapschen sondern damit man den richtigen Betrachtungsabstand hat.
3 years ago
@Casa de Chrisso: Standard ist es nicht, gibt aber einige Zeitschriften die das verlangen (LFI meines Wissens nach z.B.). Vor 12 Jahren kam das erste iPhone raus. Nun haben wir Smartphones die mehr Leistung haben als die Computer vor 12 Jahren. Und warum? Bestimmt nicht weil alle dachten: "sowas braucht man doch eh nicht".

Klar fangen jetzt alle Contentcreator an über die Sony zu schreiben. Die verdienen damit auch ihr Geld (kann man finden wie man will - mein Ding ist es nicht).
Was mich nur stört sind so Aussagen (nicht explizit auf dich oder die Kamera bezogen sondern auf alle und alles) wie:
"Sowas braucht man doch nicht" - Nein, du brauchst es nur nicht.
"das ist doch viel schlechter als XYZ" - Ja war das Auto damals verglichen mit dem Pferd auch, gut das Carl Benz nicht darauf gehört hat.

Mit so einer beschränkten und negativen Einstellung und Sichtweise kann ich halt nichts anfangen.

Das die GFX100 nicht so einen Hype abbekommt liegt halt auch daran, dass Fuji erstmal eine viel unbedeutendere Marke ist im vergleich zu Sony (weniger Reichweite), dazu die Kamera das doppelte Kostet (noch kleinere Zielgruppe) und Fuji auch viel weniger Geld in Marketing investiert. Aber das sind alles Punkte die eine Kamera weder besser noch schlechter machen. Für mich ist eine Kamera kein Statussymbol. Ich kaufe mir auch nicht alle zwei Jahre eine neue Kamera nur weil ich das neuste und beste haben muss (eine genauso beschränkte Charaktereigenschaft).

Sony versucht in allererster Linie nur die Nummer eins in Sachen Kamera zu sein und Investiert Unmengen Geld in die Entwicklung. Dazu bringen sie alle zwei Jahre ein R-Model mit bestmöglicher Ausstattung zu einem hohen Preis raus. Mal mit mehr neuen Features, mal mit weniger vielen. Die Kamera findet trotzdem Käufer (nicht unbedingt die, die eine R3 haben aber wohl einige mit einer R2 oder 1 - da würde sich ein Upgrade evtl. auch lohnen) und Sony generiert neues Geld welches wieder in die Entwicklung fließt um in zwei Jahren eine noch bessere R5 raus bringen zu können. Macht das für jeden Fotografen Sinn? Nein. Für die Weiterentwicklung der Technik? Ja.
3 years ago
@Passion Portrait: Die meisten Menschen leben aber nicht in Museen und die meisten Bilder die zuhause hängen werden auch nicht frontal mehrere Minuten betrachtet, bis man dann zum nächsten geht. Vielmehr fällt da zufällig mal ein Blick drauf oder man geht daran vorbei. Und klar kann man wie von dir beschrieben mit 12 MP und effektiven 72 dpi dann ein Bild auch drucken lassen. Im Museum bei 1-2 m Abstand fällt das wohl auch nicht stark auf. Aber wie gesagt, die Bilder zuhause werden ganz anders wahrgenommen und betrachtet. Ich persönlich mag es jedenfalls wenn ich an einem solchen Bild vorbei gehe, nur einen Ausschnitt sehe aber dieser trotzdem klar zu erkennen ist. Wer sagt außerdem, das ein Bild welches 3m hoch ist im ganzen Betrachtet werden soll? Glaubst du etwas dieses riesige Panoramabild vom Mont Blanc (365 Gigapixel) oder ähnliche Bilder soll man im ganzen sehen?
3 years ago
Also ich habe gerade ein Tutorial von Douglas Kirkland gesehen, in dem er 8x10 Negative und Diapositive stumpf mit so einer 20 Megapixel-Kamera abfotografiert, die Negative einfach nur invertiert und die Fotos in Lebensgröße mit einem HPZ3200 ausdruckt.
Das sagt alles.

In jeder Diskussion übers Scannen oder Abfotografieren von Negativen würde er dafür gesteinigt werden, weil er ja die ganze Auflösung des 8x10 Negativs "verschwendet".
Das ist genauso absurd wie sich wegen 60 Megapixeln eine neue Kamera zu kaufen, wenn man eh schon 40 hat.
3 years ago
So wie Casa de Chrisso und Passion Portrait es beschrieben, genügten jedenfalls vor 5 Jahren noch 300 dpi, um meine damals auch noch mit der D700 geschossenen Bilder ausstellungstauglich zu vergrößern, und da waren die Bilddateien auch noch passend zu skalieren. Die effektiven 72 dpi, wie von Tobias Ries benannt, habe ich da auch noch in Erinnerung ... diese erreicht man jetzt auch noch ebenso problemlos mit der a7s II, die ja weiterhin aktuell ist. Aber 400.000 ISO erreichen weder die a7 III noch die a7R IV, denn sonst bräuchte Sony die a7s II nicht mehr anzubieten (und man kann natürlich spekulieren, ob es noch eine a7s III geben wird)
Auch eine GFX-100 macht Sinn, aber eben nicht für jeden. Wer schon eine GFX-50S oder GFX-50R hat, wird vielleicht auch dabei bleiben ... und wie bei jedem Hersteller kommt auch da irgendwann Neues.
#33
[gone] User_184280
3 years ago
An alle, die mit der GFX100 liebäugeln und schon mal damit fotografiert haben: ist das eine Kamera, mit der man fotografisch flexibel (also ohne Stativ oder getethert) arbeiten kann? Ich hatte zweimal eine MF-Kamera zum Test im Studio und da hatte ich viele verwackelte Bilder bei 1/160s, das war aber vor mirrorless.

Ich finde gut, dass Sony den Sensor weiterentwickelt. Derweilen bin ich mit meiner 42-MP-Sony recht zufrieden. Die kommt aber tatsächlich vorwiegend zum Einsatz, wenn großformatig ausgedruckt wird (das ist bei mir 3 m lange Kante und hinterleuchtet).

Seit die A7 R1 auf dem Markt ist, habe ich sie und bin von Sony insgesamt recht angetan, auch wenn ich eigentlich viel lieber mit meinen D750 fotografiere und eine D850 in meiner Zukunft sehe, so sind mir die Kosten für die neue Nikon (noch) zu hoch.
3 years ago
Es ist keine Frage, dass mehr Pixel besser sind, sofern das "Mehr" nicht durch andere Nachteile (Lichtstärke, Rauschen, …) erkauft wurde. Megapixel ist nicht der einzige Faktor, der bedacht werden muss, wenn man sich eine neue Kamera kaufen will.

Das interessante an dieser Diskussion ist in jedem Fall, dass in einem anderen Thread gerade darüber diskutiert wurde, inwieweit Smartphones die "normalen" Kameras ersetzen können. Kennt man in der MK eigentlich nur noch Übertreibungen und extreme Standpunkte?
3 years ago
@ Moments
Das Rauschverhalten der GFX 50R bzw. 50S ist sehr gut ... 5000 ISO gestochen scharf. Digitales Mittelformat mit Sensorformat 33x44 (dito bei Hasselblad X1D II 50C), was so eigentlich mehr dem einstigen 3x4 für 127er Film entspricht. Eine Spur größer im Crop war die Mamiya ZD 22 mit 36x48 mm und dem 645er Bajonett, wir reden dann aber von der digitalen Ära einer Nikon D2x oder Canon EOS 1D Mk II , wo schon ISO 1000 im Bereich der Unbrauchbarkeit lagen. Aber 1000 ISO/ASA waren doch auch vor 30 Jahren das Maximum. Wenn Du heute ins digitale Mittelformat einsteigen willst und vielleicht noch analoge 645er Mittelformatobjektive besitzst, sehe ich mit der 50R oder 50S durchaus einen machbaren Weg !
On-Topic weitergedacht ... hätte Sony einen machbaren Sensor mit dem Dreifachen der 409.000, also 1.230.000 oder eben 1,23 Mio. ISO verfügbar, dann wäre die a7s III doch schon da ! Und ich wage mal zu behaupten, daß eine solche mit der a7R IV etwa preisgleiche a7s-Fortentwicklung höhere Absatzchancen hätte, denn KB-Objektive sind doch weit häufiger als 645-Mittelformatobjektive, und High-ISO-Experimente sind im Vollformat doch ausreichend.
3 years ago
Mehr Pixel sind nicht besser. Mehr Pixel bei gleicher Sensorgröße bedeuten immer auch mehr Speicher, mehr Rechenkapazität, langsamere Prozesse und mehr Kosten. Die höhere Pixelzahl muss qualitativen Mehrwert bringen. Ohne größeren Sensor ist die Pixelsteigerung nicht von nennenswertem Vorteil (außer eben fürs Ego).

Das in Foren gerne extremere Standpunkte diskutiert werden ist völlig normal. Ecki, Willst Du Dich über eine 5 MP Systemcamera von Panasonic unterhalten? Das kannst Du gerne tun....

Und falls es Übertreibungen geben sollte, das ist das Stilmittel der Medien und Redner seit Jahrhunderten, nix neues also. Jeder kann so argumentieren, wie er es für richtig hält. Manche glauben eben nur durch Übertreibungem überzeugen zu können.
#38
#39
3 years ago
Bei meiner Sammelleidenschaft und Unlust was wegzuschmeißen könnte ich mir mit jeder genannten Option die Kugel geben. Ich bin immer noch mit meinem unteren Ende von 16MP vollkommen zufrieden, wenn es ganz selten mal zu Crop-Situationen kommt... wahrscheinlich wären so 24/26MP mein Sweet spot, habe irgendwo mal gelesen das sei auch das Maximum was aus 35mm-Film rauszuholen ist. Reicht für sämtliche Druckerzeugnisse spielend, und ja, ich weiß es gibt Landschaftsfotografen die spezialisieren sich auf metergroße Wimmelbilder, aber das ist doch seeehr Nische.

Da für mich Mittelformat vor allem der Look ist (bei Film macht die Auflösung hier natürlich auch noch viel aus) lassen mich die Fujis und Hasselblads eigentlich relativ kalt, da der Sensor nun nicht wirklich die Größe für eine entscheidende Veränderung hat. Fuji hat da schon ganz recht das ganze "Super-Full Frame" zu nennen, das ist relativ ehrlich. Digitalrückteile sind natürlich noch mal ein Sonderthema mit dem ich mich in diesem Leben eh nicht mehr beschäftigen muss. Ich halte es aber wenn dann mit Moments, eine GFX20 fände ich noch am ehesten interessant, auch vom Body.

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