Sony A 1 24

Jetzt hat sich Canon mit der R 5 alle Mühe gegeben, endlich mal Sony Paroli bieten zu können.
Und jetzt der Knaller, die A 1.
Das wars wohl wieder mal für Canon.
1 year ago
Äpfel und Birnen... zwischen den beiden liegen fast 3000€
1 year ago
Nette Kamera, zweifellos. Aber bei 7300 Euro (body only) muss man schon sehr zwingende Gründe (oder einen an der Waffel) haben, wenn man die kauft. Für das Geld bekommt man z.B. eine Nikon Z6 II (oder Entsprechendes bei Canon oder Sony) mit einer Tasche voller Objektive.
Die Kamerahersteller haben den Kampf nach untern an die Smartphones quasi verloren. Ihr Rettung sehen sie jetzt anscheinend in völlig hochgezüchteten Bodies die preislich wirklich nur für Vollprofis rentabel sind.
Für meine Fotografie bringt die Alpha 1 nichts was ich wirklich benötige - aber das wird auch für die Canon R1 zutreffen, die dann das Gegenstück zur Alpha 1 sein wird.
Inzwischen könnte man ja auch eine GFX100s von Fujifilm kaufen. Deutlich preiswerter als eine Sony A1 und für "unsere" Fotografie (im Kontext der Model-Kartei) eher geeignet als ein Rennpferd namens A1 oder R1.
1 year ago
Es heißt doch immer so schön:
Das Bild macht der Fotograf und nicht die Kamera.

Was sagen eigentlich die Analogfotografen hier, wenn sie solche Kameras sehen?

... vermutlich das Gleiche wie Ivanhoe: "Braucht kein Mensch"
Und so sehe ich das auch.
1 year ago
Richtig eckisfotos

Was nützt es in einem Formel 1 Auto zu sitzen und nichts damit anfangen zu können, wenn ich tagsüber eigentlich in einem Golf IV unterwegs bin?

Lässt sich also auch problemlos auf die fotografische Szenerie hier übertragen...
1 year ago
Was sagen eigentlich die Analogfotografen hier, wenn sie solche Kameras sehen?


Als Analogfotograf mit einer ganzen Menge Kameras kann ich sagen, dass ich zwar mit jeder Kamera andere Bilder mache, aber meine wirklichen Baustellen/ Schwächen bleiben gleich. Es ist schön ein neues Spielzeug zu haben, aber in der Regel limitiert einen nicht die Leistung der Kamera bei der Qualität von Fotos, sondern es sind Kreativität, Bildgestaltung und Modelführung.
Würde man die 7.000 Euro für die Sony in eine Weiterentwicklung in diesen drei Bereiche investieren, würde man nachhaltig bis zum Lebensende bessere Fotos machen und nicht blos eine superteure Kamera haben, die man in einigen Jahren durch eine noch teurere ablösen wird.

Aber wie wir Menschen so sind... wir befriedigen gerne kurzfristige, irrationale Gelüste, wählen das schnelle Erfolgsversprechen (von dem wir eigentlich wissen, dass es Mumpitz ist) anstatt das Richtige zu tun.
1 year ago
eckisfotos, Norbert Hess
Ja, ich benutze digital Nikon D2x und D700 und (spiele) immer häufiger mit den alten, analogen Nikons und ihren manuellen Objektiven...ist auch etwas Nostalgie dabei - die leiste ich mir als Amateur...
1 year ago
Die A1 mit 8K Video ist schon ne tolle Sache. Kauf ich mir in drei Jahren, wenn meine R4 abgezahlt ist. Dann kostet sie nur die Hälfte.
1 year ago
Es ist doch wie immer, alles hat nicht nur eine Seite.

Wenn man netto nur 73.000 im Jahr verdient, müsste man 10% seines Einkommens in eine Kamera stecken. Verdient man 730.000€ netto reden wir von 1% des Einkommens, was interessiert dann der Preis?
Monetär ziemlich einfach betrachtet, aber Qualität und Kreativität fürs Bild habe ich damit nicht gleichzeitig gekauft. Ist das entscheidend für den Kauf einer teuren Kamera?

Wer damit sein Geld verdient und seine Leistung mit 30fps z.B. in der Sportfotografie erheblich verbessert, oder die Videoleistung voll ausnutzt, der wird auf die Kamera voll stehen! Da wirkt es sich verm. auch finanziell aus...

Über diejenigen die sich die Kamera leisten werden/können zu sagen, die Bilder werden damit auch nicht besser, ist nicht meine Argumentation. Wer von uns würde die Kamera ablehnen oder ungenutzt in die Vitrine legen, wenn er sie geschenkt bekäme aber sie nicht verkaufen darf?

Ich gönne jedem das Teil, auch wenn ich für mich in Anspruch nehme erst einmal die Preisentwicklung zu beobachten. Wenn sie keiner kauft, dann fällt der Preis ziemlich schnell... ;-)
1 year ago
Neben den unvermeidlichen Leuten, die einfach alles haben müssen, richtet sich so eine Kamera ja vor allem an Leute, die diese Leistung benötigen. Und da sehe ich vor allem Sportfotografen. Die haben eh nicht nur eine Kamera und da kostet schon ein einzelnes Objektiv gern 12-14k€. In den Relationen ist die Kamera doch nicht mal mehr teuer. Für mich persönlich ergibt die 7RM4 mehr Sinn. Und das ist schon ein ziemliches Monster.
[gone] User_5999
1 year ago
Es gibt kameratechnische Entwicklungen, die dem Fotografen erweiterte Möglichkeiten verschaffen... Aus meiner Zeit als Workshopleiter stammt die Erfahrung, dass die Teilnehmer mit den teuersten Kameras meist die Vollautomatik benutzt, selten die Bedienungsanleitung kannten und das Potenzial des Handwerkszeugs gar nicht erkannten. Dazu die Erfahrung... Ich konnte bei einem Konkurs eine Contax RTS III zum Händlereinkaufspreis kriegen... Ich glaube, dass waren damals 2700 Mark statt 4000 UVP. Heute würde ich dafür etwa 230 Euro bekommen... Meine Erfahrung würde heute einer guten Optik den Vorzug vor einem teuren Gehäuse geben...
1 year ago
Ich kann immer wieder nur betonen, je mehr Klamotten die Hersteller verkaufen, desto eher bleiben sie in dem Sektor motiviert und aktiv. Wenn es sich nicht mehr verkaufen lässt, auch zu ggfs Mondpreisen, dann suchen sich die Hersteller ganz schnell ein anderes Produkt, wo die Marge höher ist.

Die Entscheidung kann aber auch jederzeit unabhängig von der Qualität und den Verkaufszahlen getroffen werden. Ich denke immer noch an die Zeit zurück, als Contax mit der 645AF ein sehr gutes Produkt am Markt hatte und mit einer politischen (die inkompetenten Macher von Kyocera, die keine Ahnung von Kameras hatten und auch keinen Bock drauf sprechen hier natürlich von strategischer Entscheidung) von heute auf morgen das Produkt einstellten.

Insgesamt kann man schon konstatieren, dass die technische Bildqualität in den letzten Jahren extrem gestiegen ist. Selbst mit einem winzig kleinen Glas kombiniert mit Software lassen sie so gute Bilder erzeugen, dass Hans Müller, nicht mehr gut von schlecht unterscheiden kann. Dies hat die Branche revolutioniert. Solche A1 oder 150MP Digibacks gibt es noch aber die Daseinsberechtigung ist im Grunde nur noch durch das Pseudo-Profi- Image gegeben. Der eine oder andere Auftraggeber lässt sich vielleicht auch noch davon beindrucken, das sind aber nicht mehr viele.

Vermögen gibt es mehr als je zuvor und somit werden in allen Segmenten des Konsums solche Produkte ihre Nischen finden. Wahrscheinlich lässt sich eine solche A1 noch besser verkaufen, wenn sie noch teurer ist. Ist vergleichbar mit der Disko früher. Je länger die Schlange, und umso mehr Menschen nicht am Türsteher vorbeikamen, um so mehr wurden die Begehrlichkeiten geweckt, dort reinzukommen. Das Thema Neid ist ja auch so alt wie die Menschheit....

Und viele haben es schon geschrieben. Die wahren Qualitätsfaktoren einer Aufnahme kann die Kamera alleine nicht bedienen.
1 year ago

Wenn man netto nur 73.000 im Jahr verdient, müsste man 10% seines Einkommens in eine Kamera stecken. Verdient man 730.000 € netto reden wir von 1% des Einkommens, was interessiert dann der Preis ?

NUR 73.000 € ... da fallen mir doch einige Leute ein, die netto 17.300 € oder 22.400 € oder 28.500 € p.a. verdienen, für diese alle sind 73.000 € netto jährlich doch eine immense Summe. Umso größer ist der Enthusiasmus, wenn man eben 20 oder 30 % ins Hobby investiert, und ansonsten spart, wo es geht.
Insofern denke ich, ab 50.000 € Nettojahreseinkommen aufwärts dürfte es egal sein, ob man 700 oder 7000 € in eine Kamera investiert, weil dann so oder so 20.000 € für die Freizeit übrig sind. Welche Kamera man benötigt, oder aber welche man einfach haben möchte, weil man Freude an der Technik und den von ihr eröffneten Möglichkeiten hat - denn der Umgang mit der Technik gehört zumindest traditionell auch zum Fotografieren dazu. Boxkameras für "point and shoot" gab es auch schon vor 100 Jahren, da mußte man dann aber auch genau überlegen, ob das Motiv sich innerhalb der Fixfokusdistanz befindet, und welche Zeit-Blenden-Kombination eine korrekte Belichtung ermöglicht. Der Fortschritt von der Instamatic zur Smartphonekamera ist insoweit größer als der von der Contax 645 zur Fujifilm GFX100s .
Ob alpha 1 oder 9 oder 7C ... es wären auch keine alpha 7R IV und 7S III gleichzeitig im Angebot, wenn es keine unterschiedlichen Interessen gäbe.
[gone] User_5999
1 year ago
Auch das mit dem Jahresverdienst erinnert mich an die Workshops. Habe Teilnehmer oft verblüfft, wenn ich richtig vermutet hatte, dass sie Single seien. Auf ihr "woher weißt du das denn?" lautete meine Antwort, "als Familienvater hättest du keine so teure Kamera".

Ich schau mir immer wieder auch ältere Bildbände an, habe in jüngster Zeit hier auch analoge Arbeiten eingestellt... Es gibt viele faszinierende und hochwertige Fotos, die engagierte Fotografen mit einer Praktica und Orwo-Filmen geschossen haben... Viele Effekte, die früher mühsam entstanden, wie etwas Doppelbelichtungen sind heute kalter Kaffee - dank Bildbearbeitung... Das hat der Fotografie auch viel Charme genommen... Und leider werden auch mit teuren Geräten viele platte Bilder geschossen... Möchte mich da gar nicht ausschließen... Aber manchmal verraten mir nur die Metadaten, ob ein Bild noch mit der 40D oder schon mit der 70 oder 77D entstanden ist... Die einstelligen Canons lagen nie im Familienbudget... Aber da habe ich auch nichts durch vermisst.
1 year ago
Jetzt sind wir ja schon ganz von der A1 weg :-)
Daher von mir noch einmal eine Story:
Meine Canon 350D war mal einige Wochen in Reparatur. Ein Bekannter lieh mir eine Canon 5D (samt Objektiv). Wie erwartet lag sie schwerer in der Hand. Von den Ergebnissen her waren die Bilder natürlich größer. Die habe ich natürlich umso mehr auf MK oder FC-Format verkleinern müssen, um sie auszustellen. Ich habe für diese Bilder keine besseren Kritiken bekommen als für die anderen Bilder. Auch mit der inzwischen auch nicht mehr neuen 600D hat sich daran nichts geändert (wobei in diesem Fall auch meine alten Objektive - und dabei rede ich nicht vom Kit-Objektiv - zum Einsatz kommen).
Natürlich, weil sich Dein Können ja nicht durch eine bessere Kamera ändert oder verändert.
Ich kann auch keinen visuellen Unterschied bei meiner Fuji X-T1 (16MP) oder X-T3 ( 26MP) erkennen, obwohl ich meist auf 50x70 cm vergrößere.
Aber die X-T3 stellt den Autofocus schneller ein, mit weniger Fehlfocussierungen, obwohl die bei der T1 schon wenig waren.
Der Augen AF ist schneller und zielsicherer und bei schwachem Licht funktioniert er präzise und schnell, wegen -7EV.
Das sind in der Praxis Vorteile, die ich schätze, aber wenn dies keine Rolle spielt, reicht auch die T1.
So ist das auch mit der Sony A1.
Wer diese Verbesserungen nicht braucht, weil sein Einsatzgebiet das nicht abverlangt, macht diese Kamera keinen sinn, weil die Qualität des Fotografen gleich bleibt.
Ich persönlich kann dies auch nicht nutzen, aber sie ist nun mal wieder ein großer Schritt oder Technologievorsprung, wie man will................. und das Sony ständig den etablierten Altmarken davon galoppiert,
finde ich herrlich.
Gruß
Manfred
[gone] User_5999
1 year ago
Dass Spitzenmodelle neue Entwicklungen vorantreiben, ist begrüßenswert... Interessanterweise taucht gerade im Internet die Information auf, dass Tamronobjektive für Sonykameras den Originalobtiken den Rang ablaufen...
1 year ago
Ein großer Vorteil von neueren Kameras für die Modelfotografiue ist, dass diese Kameras meist eine Gesichtserkennung für den Autofocus haben. Sofern die Gesichtserkennung gut funktioniert, kann man sich auf Bildausschnitt, Perspektive und Belichtung konzentrieren.

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