Fotobücher: Wenige High- und viele Lowlights? Warum? 9
14 hours ago
Martin Walltree (@chilloutfotografie). Schönes Thema, das du kritisch-ironisch eröffnet hast. Weiß GENAU, was du meinst. Ich schick dir gleich mal per PN den Link zu einem meiner Pics hier, auf dem du einen Großteil meiner Sammlung sehen kannst. Alles mehr oder weniger Volltreffer – die Luschen hab ich an einen fliegenden Verkäufer an der Leopoldstraße weitergeschenkt.
Morgen dann mehr dazu...
Morgen dann mehr dazu...
#2Report
8 hours ago
@ Martin Walltree
Vielen Dank für dieses interessante und bezugreich umfassend aufbereitete Thema ! Die meisten meiner Personenfotobildbände wurden zwischen 1990 und 2015 gedruckt (mit einem Schwerpunkt um 2005), aber auch da gab es schon Materialverschwendung durch halbvolle Seiten. Diese landeten aber so auch öfters als Ladenhüter im Abverkauf, sodaß ich nur 5 bis 10 € dafür ausgab. Dann fällt es auch leichter, Bücher mit nur halbwegs erwartungsgemäßem Inhalt zu akzeptieren. Letzte große Ausnahme war da der fast 500 Seiten dicke Sammelband von Bettina Rheims vor 3 oder 4 Jahren. Etwa zeitgleich hatte ich auch nochmal den bei Schirmer & Mosel verlegten Sammelband über Monica Bellucci in der Hand, schreckte aber vor dem dreistelligen Preis zurück - jetzt kostet er antiquarisch etwa das Doppelte bis Dreifache !
Das vereinfachte Self-Publishing ließ wohl auch diesen Teil des Buchmarkts inflationär ansteigen; allerdings kaufe ich jetzt eher Bildbände mit historischen Aufnahmen etwa über Nürnberger Motorradmarken, bei denen Menschen nur Beiwerk sind oder gar nicht vorkommen.
Vielen Dank für dieses interessante und bezugreich umfassend aufbereitete Thema ! Die meisten meiner Personenfotobildbände wurden zwischen 1990 und 2015 gedruckt (mit einem Schwerpunkt um 2005), aber auch da gab es schon Materialverschwendung durch halbvolle Seiten. Diese landeten aber so auch öfters als Ladenhüter im Abverkauf, sodaß ich nur 5 bis 10 € dafür ausgab. Dann fällt es auch leichter, Bücher mit nur halbwegs erwartungsgemäßem Inhalt zu akzeptieren. Letzte große Ausnahme war da der fast 500 Seiten dicke Sammelband von Bettina Rheims vor 3 oder 4 Jahren. Etwa zeitgleich hatte ich auch nochmal den bei Schirmer & Mosel verlegten Sammelband über Monica Bellucci in der Hand, schreckte aber vor dem dreistelligen Preis zurück - jetzt kostet er antiquarisch etwa das Doppelte bis Dreifache !
Das vereinfachte Self-Publishing ließ wohl auch diesen Teil des Buchmarkts inflationär ansteigen; allerdings kaufe ich jetzt eher Bildbände mit historischen Aufnahmen etwa über Nürnberger Motorradmarken, bei denen Menschen nur Beiwerk sind oder gar nicht vorkommen.
#3Report
5 hours ago
# Martin Walltree #
ich finde auch, dass du da ein sehr interessantes Thema eröffnet hast. sehr genau beobachtet, bringst du deine Erfahrungen mit ein, und präsentierst das auf eine leicht ironische Art.
Auch ich habe immer wieder nach Bildbänden gesucht um andere Künstler kennenzulernen, meinen Horizont zu erweitern, und mich inspirieren zu lassen. Eigentlich kann man schon einige finde, aber da geht es mir ähnlich wie dir, die Summen sind hoch, und dafür möchte ich aber auch wirklich faszinierende Werke bekommen.
Mir zeigt das aber auch, dass es noch mehr Fotografen gibt, welche die Bildbände als schöpferische Quelle nutzen wollen. Wobei mir aufgefallen ist, dass es gar nicht so einfach ist, zu analysieren warum ein anderes Bild oder Werk so viel interessanter wirkt als vll die Eigenen.
Natürlich habe ich mir deine Galerie angeschaut, und so ganz spontan, in dieser Gesamtansicht, kamen mir ein paar Gedanken. das mag vll auch das Galerie-Format ausgemacht haben, aber einen Eindruck hat es in mir ausgelöst. Ich werde natürlich hier nicht öffentlich darüber reden/schreiben, sehe mich auch nicht als Kritiker. Aber wenn es dich interessiert, dann als PN.
Schlussfolgernd zum Thema bin auch ich neugierig auf den Hinweis zu tollen Bildbänden.
des weiteren würde ich es sehr begrüßen, wenn es im Forum eine "Bildbesprechungsecke" gäbe. nicht um Bilder herunterzumachen, sondern um konstruktive Kritik.
- was macht ein Foto besser
- warum bleibt das Auge an manchen Bildern länger haften
- ist Alles wirklich individuell ( zu sehen )
Da hätte ich Lust drauf und würde mir viel Freude bereiten, draussen bleiben dürfen die Miesmacher, Pöbler, und die, welche nur die Konfrontation mit ihren LieblingsKollegen suchen.
ich finde auch, dass du da ein sehr interessantes Thema eröffnet hast. sehr genau beobachtet, bringst du deine Erfahrungen mit ein, und präsentierst das auf eine leicht ironische Art.
Auch ich habe immer wieder nach Bildbänden gesucht um andere Künstler kennenzulernen, meinen Horizont zu erweitern, und mich inspirieren zu lassen. Eigentlich kann man schon einige finde, aber da geht es mir ähnlich wie dir, die Summen sind hoch, und dafür möchte ich aber auch wirklich faszinierende Werke bekommen.
Mir zeigt das aber auch, dass es noch mehr Fotografen gibt, welche die Bildbände als schöpferische Quelle nutzen wollen. Wobei mir aufgefallen ist, dass es gar nicht so einfach ist, zu analysieren warum ein anderes Bild oder Werk so viel interessanter wirkt als vll die Eigenen.
Natürlich habe ich mir deine Galerie angeschaut, und so ganz spontan, in dieser Gesamtansicht, kamen mir ein paar Gedanken. das mag vll auch das Galerie-Format ausgemacht haben, aber einen Eindruck hat es in mir ausgelöst. Ich werde natürlich hier nicht öffentlich darüber reden/schreiben, sehe mich auch nicht als Kritiker. Aber wenn es dich interessiert, dann als PN.
Schlussfolgernd zum Thema bin auch ich neugierig auf den Hinweis zu tollen Bildbänden.
des weiteren würde ich es sehr begrüßen, wenn es im Forum eine "Bildbesprechungsecke" gäbe. nicht um Bilder herunterzumachen, sondern um konstruktive Kritik.
- was macht ein Foto besser
- warum bleibt das Auge an manchen Bildern länger haften
- ist Alles wirklich individuell ( zu sehen )
Da hätte ich Lust drauf und würde mir viel Freude bereiten, draussen bleiben dürfen die Miesmacher, Pöbler, und die, welche nur die Konfrontation mit ihren LieblingsKollegen suchen.
#4Report
5 hours ago
Spannendes Thema.
Der Titel : „ Warum fallen so viele auf die Fotobücherfalle herein“ wäre natürlich auch aktuell passend, kreativ und lustig gewesen.
Die Bücher, die Du vermutlich im Sinn hast richten sich von vorne herein nicht an das Massenpulikum. Pick Dir doch mal das ein oder andere Werk heraus und recherchier mal die Auflage.
Vermutlich werden viele Spezialwerke nicht in dem Glauben geschrieben damit ernsthaft Geld zu verdienen.
Der ein oder andere braucht das für seine Vita, wo es sich gut macht, wenn man angeben kann, das man Autor eines Buches ist.
Andere fühlen sich als Autor besser, wollen etwas der Nachwelt hinterlassen, auch wenn es nur wenige interessiert oder wollen einfach schauen, wie es ankommt. Oder haben für sich einfach Spaß daran. Da muss die Qualität dann nicht passen.
Im Bereich der Natur- und Landschaftsfotografie lese ich immerwieder in Fachzeitschriften Artikel über Fachbücher mit einer kleinen Auswahl Bilder. Das ein oder andere Werk habe ich mir daraufhin gekauft. Die meisten waren gut. Ob sie mich wirklich bereichert haben, nun ja … um mich weiter zu entwickeln und Anregungen zu bekommen, ist die Fachzeitschrift jedenfalls besser geeignet.
Nebenbei: Martin Walltree (@chilloutfotografie) Ich hab mal einen Blick in Dein Portfolio geworfen. Mein Kompliment. Du zeigst dort viele schöne und hochwertige Werke und ich hinterlasse das ein oder andere ehrlich gemeinte Like mit Freude.
Der Titel : „ Warum fallen so viele auf die Fotobücherfalle herein“ wäre natürlich auch aktuell passend, kreativ und lustig gewesen.
Die Bücher, die Du vermutlich im Sinn hast richten sich von vorne herein nicht an das Massenpulikum. Pick Dir doch mal das ein oder andere Werk heraus und recherchier mal die Auflage.
Vermutlich werden viele Spezialwerke nicht in dem Glauben geschrieben damit ernsthaft Geld zu verdienen.
Der ein oder andere braucht das für seine Vita, wo es sich gut macht, wenn man angeben kann, das man Autor eines Buches ist.
Andere fühlen sich als Autor besser, wollen etwas der Nachwelt hinterlassen, auch wenn es nur wenige interessiert oder wollen einfach schauen, wie es ankommt. Oder haben für sich einfach Spaß daran. Da muss die Qualität dann nicht passen.
Im Bereich der Natur- und Landschaftsfotografie lese ich immerwieder in Fachzeitschriften Artikel über Fachbücher mit einer kleinen Auswahl Bilder. Das ein oder andere Werk habe ich mir daraufhin gekauft. Die meisten waren gut. Ob sie mich wirklich bereichert haben, nun ja … um mich weiter zu entwickeln und Anregungen zu bekommen, ist die Fachzeitschrift jedenfalls besser geeignet.
Nebenbei: Martin Walltree (@chilloutfotografie) Ich hab mal einen Blick in Dein Portfolio geworfen. Mein Kompliment. Du zeigst dort viele schöne und hochwertige Werke und ich hinterlasse das ein oder andere ehrlich gemeinte Like mit Freude.
#5Report
5 hours ago
In einer Welt wo Kapital, Selbstdarstellung, Dauerfrustration, Streitsucht, Inkompetenz und Narzissmus die Gesellschaft prägen, ist Qualität immer schwerer zu finden. Ob in Unternehmen, der Fotografie oder auch Literatur. Die 'Suchkosten' werden höher.
Empfehlungen von Menschen, die man wertschätzt werden immer wichtiger. Natürlich geht der Geschmack auch immer weiter auseinander. Dem einen gefällt das eine Bild zwischen 50 leeren Seiten, dem anderen nicht. Das muss man aushalten. Immer mehr sehe ich auch hier in dem Forum die Tendenz, andere mit Beiträgen zu provozieren.
Respekt und Toleranz den anderen in der Gesellschaft gegenüber ist m.E. wichtig, um das immer schwieriger werdende Zusammenleben erträglich zu machen. Das gilt auch für unsere klitzekleine MK-Nische. In diesem Sinne. Miteinander (wo möglich) statt dagegen. Ich schließe mich PanTau inhaltlich an.
Mein Vorschlag, Macht einen Beitrag: 'Meine Buchempfehlung im Bereich der Fotograf', gebt dort Eure Empfehlungen von der Technik bis hin zu Bildbänden. So bleibt auch etwas Positives und Nützliches.
Empfehlungen von Menschen, die man wertschätzt werden immer wichtiger. Natürlich geht der Geschmack auch immer weiter auseinander. Dem einen gefällt das eine Bild zwischen 50 leeren Seiten, dem anderen nicht. Das muss man aushalten. Immer mehr sehe ich auch hier in dem Forum die Tendenz, andere mit Beiträgen zu provozieren.
Respekt und Toleranz den anderen in der Gesellschaft gegenüber ist m.E. wichtig, um das immer schwieriger werdende Zusammenleben erträglich zu machen. Das gilt auch für unsere klitzekleine MK-Nische. In diesem Sinne. Miteinander (wo möglich) statt dagegen. Ich schließe mich PanTau inhaltlich an.
Mein Vorschlag, Macht einen Beitrag: 'Meine Buchempfehlung im Bereich der Fotograf', gebt dort Eure Empfehlungen von der Technik bis hin zu Bildbänden. So bleibt auch etwas Positives und Nützliches.
#6Report
4 hours ago
Martin Walltree (@chilloutfotografie)
Vielleicht eine etwas falsche Herangehensweise zu diesem sensiblen aber auch mehr als interessanten Thema? Meine insoweit gemachten Erfahrungen dazu gehen deshalb in eine etwas andere Richtung.
Interessierte für aussagekräftige Fotografie gibt es nach wie vor. Vor allem auch solche, die sich nicht mit unzähligen "Werken" im Internet auseinander setzten, geschweige denn identifizieren wollen. Allein die Verweildauer an der Fotografie auf Papier ist normalerweise eine vielfache. Nicht wenigen kommt es in erster Linie auf den Bildinhalt an, also nicht um deren Präsentation als solcher. Somit wäre die Anreihung von hunderten von Fotografien eben auch nicht unbedingt Ziel führend. Ein Buch sollte durchaus auch "atmen" können, d.h. auch mal einen Freiraum beinhalten, der dem Betrachter zur Verarbeitung des Ganzen eine "Verschnaufpause" gönnt.
Ich bin analog dem TO ebenso wenig ein Freund von Büchern, bei denen es dem Autor und/oder dem Verlag mehr darauf ankommt ein "modernes" und "zeitgemäßes" Werk zu präsentieren. Egal ob mit zu vielen leeren Seiten oder fotografischen Dokumenten im Zwergen Format. Schließlich sollte noch immer der Fotograf, nicht der Grafikdesigner die Lorbeeren ernten.
Ich habe in der Vergangenheit sowohl Bildbände, in erster Linie aber Kalender aufgelegt. Letzteres über die Dauer von exakt 25 Jahren mit Auflagen in der Spitze bis 2.000, in der Regel aber von 1.000 Exemplaren. Bis auf eine einzige Ausnahme auch immer in gleichem Format.
Bevor jetzt aber schon wieder die Ersten mit dem Einwand "Thema verfehlt" daher kommen, kehre ich besser wieder zu den "Büchern" zurück. Meine Bildbände präsentierte ich stets zur Vernissage einer meiner Ausstellungen. Auch um dem Ganzen einen gewissen Rahmen zu geben. Was ich dabei leider feststellen musste: ein Kalenderkunde ist aber kein Bücherkunde! "Soll ich dieses Buch etwa an die Wand hängen" war nur eine von nicht wenigen, aber inhaltlich wenig differenzierter Aussagen.
Obwohl das gemeine Publikum in die gleiche Richtung tendierte, nämlich das Interesse an der Fotografie, war zwar die Wahrnehmung identisch, das Interesse am Erwerb des Produktes also eine völlig andere.
Ein Kalenderkunde wird regelmäßig mit einer stets gleichen und damit sehr überschaubaren Anzahl von Bildern konfrontiert, der Bücherkunde dagegen oftmals mit einem Sammelsurium von Werken. Da kann dann auch schon mal das Interesse grundsätzlich schwinden.
Vielleicht eine etwas falsche Herangehensweise zu diesem sensiblen aber auch mehr als interessanten Thema? Meine insoweit gemachten Erfahrungen dazu gehen deshalb in eine etwas andere Richtung.
Interessierte für aussagekräftige Fotografie gibt es nach wie vor. Vor allem auch solche, die sich nicht mit unzähligen "Werken" im Internet auseinander setzten, geschweige denn identifizieren wollen. Allein die Verweildauer an der Fotografie auf Papier ist normalerweise eine vielfache. Nicht wenigen kommt es in erster Linie auf den Bildinhalt an, also nicht um deren Präsentation als solcher. Somit wäre die Anreihung von hunderten von Fotografien eben auch nicht unbedingt Ziel führend. Ein Buch sollte durchaus auch "atmen" können, d.h. auch mal einen Freiraum beinhalten, der dem Betrachter zur Verarbeitung des Ganzen eine "Verschnaufpause" gönnt.
Ich bin analog dem TO ebenso wenig ein Freund von Büchern, bei denen es dem Autor und/oder dem Verlag mehr darauf ankommt ein "modernes" und "zeitgemäßes" Werk zu präsentieren. Egal ob mit zu vielen leeren Seiten oder fotografischen Dokumenten im Zwergen Format. Schließlich sollte noch immer der Fotograf, nicht der Grafikdesigner die Lorbeeren ernten.
Ich habe in der Vergangenheit sowohl Bildbände, in erster Linie aber Kalender aufgelegt. Letzteres über die Dauer von exakt 25 Jahren mit Auflagen in der Spitze bis 2.000, in der Regel aber von 1.000 Exemplaren. Bis auf eine einzige Ausnahme auch immer in gleichem Format.
Bevor jetzt aber schon wieder die Ersten mit dem Einwand "Thema verfehlt" daher kommen, kehre ich besser wieder zu den "Büchern" zurück. Meine Bildbände präsentierte ich stets zur Vernissage einer meiner Ausstellungen. Auch um dem Ganzen einen gewissen Rahmen zu geben. Was ich dabei leider feststellen musste: ein Kalenderkunde ist aber kein Bücherkunde! "Soll ich dieses Buch etwa an die Wand hängen" war nur eine von nicht wenigen, aber inhaltlich wenig differenzierter Aussagen.
Obwohl das gemeine Publikum in die gleiche Richtung tendierte, nämlich das Interesse an der Fotografie, war zwar die Wahrnehmung identisch, das Interesse am Erwerb des Produktes also eine völlig andere.
Ein Kalenderkunde wird regelmäßig mit einer stets gleichen und damit sehr überschaubaren Anzahl von Bildern konfrontiert, der Bücherkunde dagegen oftmals mit einem Sammelsurium von Werken. Da kann dann auch schon mal das Interesse grundsätzlich schwinden.
#7Report
3 hours ago
Ich gestehe, ich habe schon ewig keinen klassischen Buchladen mehr betreten und wenn, dann tatsächlich eher einen Museumsshop. Hier werden aber wahrscheinlich nicht die Bücher angeboten, die Du Martin Walltree (@chilloutfotografie) wohl meinst.
Ich würde auch zu der Erklärung von FrankZa tendieren. Vielleicht noch als Topping die Möglichkeit der BOD Produktion mit einfließen lassen. Es war halt noch nie einfacher als in den letzten 5-10 Jahren, ein Buch zu produzieren und zu vertreiben.
Vielleicht verschwindet der Trend wieder, wenn sich die Bücher auf Sicht nicht verkaufen.
Ich würde auch zu der Erklärung von FrankZa tendieren. Vielleicht noch als Topping die Möglichkeit der BOD Produktion mit einfließen lassen. Es war halt noch nie einfacher als in den letzten 5-10 Jahren, ein Buch zu produzieren und zu vertreiben.
Vielleicht verschwindet der Trend wieder, wenn sich die Bücher auf Sicht nicht verkaufen.
#8Report
18 minutes ago
Wir hatten mal in der Münchner Türkenstraße (Univiertel) einen Traum von Buchladen: GOLTZ.
Neben Fotografie auch Architektur, Grafikdesign, Filmbücher usw. Musste dann, mangels Umsatz, in einen kleineren Laden in selber Straße umziehen. Auch das genügte in dieser Millionenstadt nicht! Dass die ach so modernen Menschen offensichtlich nicht kapieren (wollen), dass jede Amazon-Bestellung statt des Besuchs des "klassischen Buchladens" ein weiterer Sargnagel ist – finde ich ziemlich ärgerlich und naiv.
Ebenso eingegangen: zweitausendeins, selbe Straße. Immer mal tolle Schnäppchen zu finden. Vorbei.
Selbst Bücher produzieren? UNBEDINGT! Geht ja im Digitaldruck ab Auflage 1 Stück. Hab auf MYPOSTER inzwischen so einiges zusammengebastelt. Die hatten mal das Angebot, bis zu 100 Seiten A 4 für ca. 30 € zu drucken. Konnte ich da nein sagen? Einen verregneten Sonntag und 4 - 5 Stunden sollte man allerdings einplanen. Die Bilder mal aus dem Bildschirm zu ziehen und als echtes Buch durchblättern zu können: wunderbares Gefühl! Die Layoutoptionen sind riesig, da sollte man sich nicht verzetteln.
Wer hat auch eigene Fotobücher im Regal stehen?
Neben Fotografie auch Architektur, Grafikdesign, Filmbücher usw. Musste dann, mangels Umsatz, in einen kleineren Laden in selber Straße umziehen. Auch das genügte in dieser Millionenstadt nicht! Dass die ach so modernen Menschen offensichtlich nicht kapieren (wollen), dass jede Amazon-Bestellung statt des Besuchs des "klassischen Buchladens" ein weiterer Sargnagel ist – finde ich ziemlich ärgerlich und naiv.
Ebenso eingegangen: zweitausendeins, selbe Straße. Immer mal tolle Schnäppchen zu finden. Vorbei.
Selbst Bücher produzieren? UNBEDINGT! Geht ja im Digitaldruck ab Auflage 1 Stück. Hab auf MYPOSTER inzwischen so einiges zusammengebastelt. Die hatten mal das Angebot, bis zu 100 Seiten A 4 für ca. 30 € zu drucken. Konnte ich da nein sagen? Einen verregneten Sonntag und 4 - 5 Stunden sollte man allerdings einplanen. Die Bilder mal aus dem Bildschirm zu ziehen und als echtes Buch durchblättern zu können: wunderbares Gefühl! Die Layoutoptionen sind riesig, da sollte man sich nicht verzetteln.
Wer hat auch eigene Fotobücher im Regal stehen?
#9Report
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Der Spaß ist ja nicht ganz billig. Ein Ärgernis für sich: Nicht selten fällt mir auf, dass Fotobücher hier nach deutscher Buchpreisbindung für 70 Euro verkauft, aber aus Irland für 40 Euro frei Haus verschickt werden – beide englischsprachig und in derselben Qualität, wie z. B. Phil Penmans Street Scenes.
Bei einem guten Fotobuch bekommt man für das Geld immerhin etwas geboten. Doch seit einiger Zeit ertappe ich mich im Laden auffallend oft dabei, dass mich der Inhalt vieler jüngerer Fotobücher regelrecht ärgert. Das Beste ist das Cover. Es lockt dich. Du nimmst das schöne, große Buch (sagen wir 30x40 cm) voller geweckter Erwartung in die Hand und dann geht es los: Die Fotos nehmen nur 20 % der Seiten ein, der Rest ist weißes Nichts. Womöglich will man hier einen Galerieeffekt erzielen, der mich aber gar nicht abholt und für mich langweilige Platzverschwendung darstellt. Andere Bücher „glänzen“ mit extrem viel kleinem Text und dazwischengequetschten Minifotos.
Teilweise sollen diese Bücher das Werk eines Fotografen oder einer Fotografin zeigen – oft Namen, die mir meist zum ersten Mal begegnen. Eigentlich eine Chance neue Perlen zu entdecken. Es soll dann das „Best Of“ sein, irgendwie kuratiert. Und ich kann die Fotoauswahl schlicht nicht nachvollziehen: Es ist oft so schrecklich nichtssagendes Zeug dabei. Ich habe richtig Lust, ein schönes Fotobuch zu kaufen und dafür Geld auszugeben. Doch dann hat man Exemplar um Exemplar gefühlt briefmarkengroße Zusammenstellungen in viel zu leeren Büchern vor der Nase, teils mit komplett leeren Seiten mittendrin. Und dann liegt da irgendein Typ viel zu klein irgendwie auf der Wiese, da liegt ein bisschen Schrott als Haufen neben einem Fallrohr und dann hampelt die Freundin verwackelt an der beschmierten Bushaltestelle, Füße abgeschnitten und ein Arm scheint zu fehlen. Gerade diese Werke mussten unbedingt in ein Buch? Ok... So ein Werk soll dann 40, 50 oder 60 Euro kosten – und liegt Bild für Bild und insgesamt oft weit unter dem Niveau von ganz normalen Hobbyfotografen bei Instagram, hier oder in der FC. Die hadern mit sich, ob sie den gut genug sind. Und im Laden liegt wahrlich schlechteres. Das Stöbern macht so immer wieder mal eher weniger Freude. Ich möchte etwas gutes, mich an guten Vorbildern erfreuen und orientieren. Vielleicht noch etwas lernen. Und doch findet man am Ende schon immer wieder mal etwas, wodurch sich das Gewühle durch die weniger prickelnden Werke lohnt.
Ist euch das auch schon so aufgefallen? Manche hier haben ja auch schon Erfahrung und selbst Bücher mit viel Herzblut rausgebracht, selbstverständlich nur sehr gute! :-D Wer bringt den 'Schrott' raus? Es sind ja teilweise richtige Verlage. Die sollten doch gewinnorientiert arbeiten. Wer kauft sowas? Sind da reiche Gönner am Werk, die dem Berufssohn / der Berufstochter den Anschein einer Künstlerkarriere beim Verlag und mit Ausstellungen finanzieren? Ist da Kunstförderung im Spiel und der Verlag hat sein Geld schon verdient, bevor das lieblose Buch im Laden liegt? Habe ich vielleicht einfach mittlerweile viel zu hohe Erwartungen? Bin ich zu kritisch? Immerhin dürften viele Bücher eben auch nicht in erster Linie für Fotografen gemacht werden.
Ein Glück kann ich mir viele dieser doch teilweise etwas speziellen Bücher überhaupt noch im Laden anschauen. Bei Thalia oder Hugendubel tauchen sie zwischen den 1.000 Romanen ja oft kaum noch im Sortiment auf. Ohne Zweifel gibt es aber immer wieder auch großartige Fotobücher. Mir spontan ins Gedächtnis kommende Positivbeispiele, wie Vincent Peters’ Personal oder Nouveau Couture von Karl Lagerfeld, sind allerdings auch schon ein paar Jahre alt. Immerhin habe ich gerade noch eine Ladung auf Verdacht bestellter Bücher von Frölich & Kaufmann vor mir (ich kann's ja nicht lassen und habe ansonsten noch eine Bücherbox um die Ecke...). Vielleicht sind da ein paar neue unbekanntere Favoriten dabei ;-)
Wie seht ihr die Thematik? Sind Fotobücher heutzutage bei all den Internet-Galerien überhaupt noch so interessant oder spart ihr Euch das? Ich bin gespannt auf eure Meinung.