Arrrggghh, kennen dies meine Fotografenkollegen? 47

30.07.2007
Also, der Kursleiter ist alles andere als ein ausgebildeter Psychologe. Das Ihm allerdings die Rolle als Hobbypsychologe ziemlich gut gefällt, hat er anderweitig schon oft bewiesen
[gone] LONE STAR ::::::::SUCHT ::::::: MUSE MIT MUSSE::::
30.07.2007
stimmt ......

und vor 100 Jahren war der Fotograf noch ein sehr hoch angesehener Beruf


... so schnell kann sich das ändern LOL
[gone] kodiakbär...nur noch heute abend ...
30.07.2007
Also, der Kursleiter ist alles andere als ein ausgebildeter Psychologe. Das Ihm allerdings die Rolle als Hobbypsychologe ziemlich gut gefällt, hat er anderweitig schon oft bewiesen


genau die sind wirklich gefährlich, weil sie unsichere leute in alles mögliche reinreden können, natürlich mit vollkommen reinem gewissen. damit das nicht passiert, müssen analytiker eine verdammt lange lehranalyse machen.
lg wolfgang
30.07.2007
@timmkimm: wobei man bitte nicht allgemeinbildung und ausbildung (studium) verwechseln sollte.... es gibt nicht soooo wenige ärzte, die einen normalen (und damit nicht mehr als durchschnittlichen) allgemeinbildungsstand haben, obwohl sie ja ganz wunderbar erfolgreich und promoviert oder gar habilitiert sind.... das eine hat mit dem anderen nicht zwingend zu tun.... leider.... und mit fachbegriffen um sich zu werfen hat mit allgemeinbildung nunmal gar nichts zu tun, auch wenn es natürlich den unwissenden laien beeindrucken mag..... götter in weiß.... oh wie toll.... ;-)

daß das ansehen von photographen in der öffentlichkeit ein anderes ist, mag schon gut sein.... da gebe ich dir gerne recht..... und leider wird da zu gerne verallgemeinert und pauschalisiert... *aktphotos? ja klar, der macht bestimmt auch pornos und ist selbst hauptdarsteller*



lg
mark
30.07.2007
Original von kodiakbär
[quote]Original von Sascha Kohler.ch3
Also, der Kursleiter ist alles andere als ein ausgebildeter Psychologe. Das Ihm allerdings die Rolle als Hobbypsychologe ziemlich gut gefällt, hat er anderweitig schon oft bewiesen

genau die sind wirklich gefährlich, weil sie unsichere leute in alles mögliche reinreden können, natürlich mit vollkommen reinem gewissen. damit das nicht passiert, müssen analytiker eine verdammt lange lehranalyse machen.
lg wolfgang[/quote]kodiakbär, dann solltest du dich aber auch das anscheinend erlernte Wissen halten, wenn du hier nicht genauso gefährlich für unsichere Leute sein möchtest, wie du es dem Kursleiter unterstellst. Ich meine zu merken, dass du ebenfalls anderen reinredest. Korrigiere mich, falls ich da etwas falsch wahrnehme.

__________
EDIT: ee
[gone] User_11925
30.07.2007
Original von Sascha Kohler.ch3
"Herr Kohler, versuchen Sie mit der Modelfotografie etwas zu kompensieren?


Natürlich, wenn die Mädels zum Malen nicht genug Zeit mitbringen :-)))
lg Birgit & Uwe
[gone] kodiakbär...nur noch heute abend ...
30.07.2007
wenn das so scheint, habe ich mich schlecht verständlich gemacht.
fakt ist aber, dass es ein grundlegender fehler ist, eine analyse vor erhebung von fakten zu stellen. das kann verdammt übel werden. davor will ich warnen.
einem laien kann dies passieren, gut ist es auch nicht, einem profi darf es nicht passieren.
lg wolfgang
30.07.2007
nitrox21, da hast du mich wohl missverstanden. Ich sprach nicht von Allgemeinbildung, sondern von intellektuellen Möglichkeiten und Bilddungsniveau. Das drückt sich nicht in Allgemeinbildung aus, sondern in der Fähigkeit gehobenes Deutsch zu sprechen und/oder zu schreiben.

Hier wirkt dann bein Zuhörer/Leser einfach der Eindruck, den die Person hinterlässt und bestimmte Fähigkeiten vermitteln eben einen positiven Eindruck. Fehlen diese Fähigkeiten, nimmt man die Person anders wahr und möglicherweise auch weniger ernst.

Also, kein medizinisches Kauderwelsch, sondern einfach nur Satzbau, korrekte Schreibweise, Einsatz von Satzzeichen und vielen anderen Kleinigkeiten, die einem intellektuell geprägten Menschen auf Grund seiner Ausbildung abverlangt wurden.

Wissen kann ein Fotograf weit mehr haben, als ein Mediziner und die, die über eine gute Allgemeinbildung verfügen, können sich in der Regel auch gut ausdrücken, weil sie erkannt haben, dass man damit voran kommt (gilt zumindest für unsere Gesellschaft).


Bei der Verallgemeinerung sehe ich ein anderes Problem. Nicht so sehr der Berufsstand des Fotografen führt zu dieser, sondern die Vielzahl an unausgebildeten Fotografen und besonders die Berichterstattung der Medien. Nur als Beispiel seien hier reißerisch aufgemachte TV-Sendungen genannt, die jede noch so unwichtige Kleinigkeit (ich übertreibe bewusst etwas) als so wichtig darstellen, dass die Wahrnehmung der Konsumenten nachhaltig geprägt werden. Besonders solche Konsumenten, die nicht selbst über das Gesehene nachdenken, müssen zu falschen Vorstellungen der Realität kommen. Sie nehmen nur einen Schein wahr, aber nicht die Realität.

"Superstar wird man, weil RTL einen dazu macht und nicht, weil man etwas kann. - Ja, wie ist das jetzt eigentlich?"


Original von nitrox21
@timmkimm: wobei man bitte nicht allgemeinbildung und ausbildung (studium) verwechseln sollte.... es gibt nicht soooo wenige ärzte, die einen normalen (und damit nicht mehr als durchschnittlichen) allgemeinbildungsstand haben, obwohl sie ja ganz wunderbar erfolgreich und promoviert oder gar habilitiert sind.... das eine hat mit dem anderen nicht zwingend zu tun.... leider.... und mit fachbegriffen um sich zu werfen hat mit allgemeinbildung nunmal gar nichts zu tun, auch wenn es natürlich den unwissenden laien beeindrucken mag..... götter in weiß.... oh wie toll.... ;-)

daß das ansehen von photographen in der öffentlichkeit ein anderes ist, mag schon gut sein.... da gebe ich dir gerne recht..... und leider wird da zu gerne verallgemeinert und pauschalisiert... *aktphotos? ja klar, der macht bestimmt auch pornos und ist selbst hauptdarsteller*



lg
mark
03.08.2007
ach!

Das musst du mir mal näher erklären. Was hat das mit dem Geschlecht zu tun?

Auch Frauen haben u.U. mächtige Lebensdefizite (sowohl sexueller als auch allgemeiner Natur) und müssen diese kompensieren.

wer weiß, welche Defizite ich habe und diese durch meinen Fotojob ausgleiche...

Original von Timm Kimm
Doris, du bist Frau und da stellt sich das Thema Ersatzbefriedigung häufig gar nicht.

[quote]Original von Doris Rehhausen
gröhl...
was hat der denn gefressen?
Seit wann ist ein Hobby oder Beruf eine Ersatzbefriedigung für eine angenackste oder nicht vorhandene private Beziehung.
Darf ich mal fragen, was das für ein Kurs war und was der Kursleiter von Beruf ist?
Ich habe da so meinen Verdacht...

Also mich hat noch nie jemand in der Art auf meine Arbeit vor und hinter der Kamera angesprochen... ist ja n Ding...

lg. Doris
[/quote]
[gone] vierundvierzig
03.08.2007
Das ist keine Aussage...das ist Neid!


Original von Sascha Kohler.ch3
Hallo zusammen

Zurzeit besuche ich einen Kurs und der Kursleiter hat dann auch irgendwann mein Hobby zur Kenntnis genommen. Heute dann beim Abschlussgespräch folgendes: "Herr Kohler, versuchen Sie mit der Modelfotografie etwas zu kompensieren? Wäre es nicht besser, Sie würden in einer Beziehung (wusste gar nicht, dass er über mein Privatleben derart gut Bescheid weiss) leben?"

Frage: werdet Ihr auch ab und zu mit solchen "Weisheiten" konfrontiert und wenn ja, was begnetet Ihr zu einer solchen Aussage?

Gruss
Sascha
Guest
03.08.2007
Okay, was kompensieren dann die Leute, die gerne Obstschalen fotografieren?

"Herr X, versuchen Sie mit der Apfelfotografie etwas zu kompensieren? Wäre es nicht besser, Sie würden öfter welche essen?"
04.08.2007
Original von Sascha Kohler.ch3
Frage: werdet Ihr auch ab und zu mit solchen "Weisheiten" konfrontiert und wenn ja, was begnetet Ihr zu einer solchen Aussage?


Oft. Direkt ausgesprochen, nur an Gesten und Blick erkennbar oder von hintenherum gehört. Viele, sehr viele Leute, die von (Model-) Fotografie keine Ahnung haben, gehen davon aus, daß vor, bei und vor allem nach dem Shooting gepoppt wird bis der Notarzt kommt.

Wenn ich darauf angesprochen werde, sage ich immer: Modelle sind wie Lepra-Kranke: Unberührbar!

LG
Stephan
04.08.2007
Original von Doris Rehhausen
Seit wann ist ein Hobby oder Beruf eine Ersatzbefriedigung für eine angenackste oder nicht vorhandene private Beziehung.

Oft. Ziemlich oft. Sehr oft. Wenn auch zweifellos nicht immer. ;-)
04.08.2007
Tom,
das würde ja einerseits bedeuten, dass entweder so ziemlich jeder Mensch Beziehungsprobleme hat, die er kompensieren muss

oder andererseits, dass die wenigen glücklichen beziehungsseligen sowohl kein Hobba haben als auch demnächst verhungern mangels Beruf... ;-)

lg. Doris

Original von TomRohwer
[quote]Original von Doris Rehhausen
Seit wann ist ein Hobby oder Beruf eine Ersatzbefriedigung für eine angenackste oder nicht vorhandene private Beziehung.

Oft. Ziemlich oft. Sehr oft. Wenn auch zweifellos nicht immer. ;-)[/quote]
04.08.2007
Ist Kunst nicht fast immer eine Art Kompensation? Warum hat Picasso "Guernica" gemalt? Wohl um seine Wut und seine Trauer über das Bombardement des Baskenlands zu kompensieren.


Da liegst du aber etwas daneben! Picasso war schon damals weltbekannt und wußte sehr genau, welche Wirkung sein Bild haben würde, denn es hing schließlich im spanischen Pavillon der Weltausstellung. Picasso war außerdem perfekt in allem, was marketing und Selbst-Inszenierung angeht.
[gone] LONE STAR ::::::::SUCHT ::::::: MUSE MIT MUSSE::::
04.08.2007
Original von TomRohwer
[quote]Original von Doris Rehhausen
Seit wann ist ein Hobby oder Beruf eine Ersatzbefriedigung für eine angenackste oder nicht vorhandene private Beziehung.

Oft. Ziemlich oft. Sehr oft. Wenn auch zweifellos nicht immer. ;-)[/quote]



Denke auch, das einige Fotografen und Models eben aus diesem Grund das Hobby Fotografie betreiben.

.... einige Fotografen wollen gerade aus diesem Grund auch nacktes Fleisch fotografieren
....einige Models wollen aus diesem Grund ihr Ego aufpolieren ...

ich sagte : Einige !!

nicht alle ... aber es gibt sie !!!!
[gone] Hartsoe
04.08.2007
Original von Horst G. Profiknipser aus Kölschcity !!!!!!!!!
[quote]Original von TomRohwer
[quote]Original von Doris Rehhausen
Seit wann ist ein Hobby oder Beruf eine Ersatzbefriedigung für eine angenackste oder nicht vorhandene private Beziehung.

Oft. Ziemlich oft. Sehr oft. Wenn auch zweifellos nicht immer. ;-)[/quote]



Denke auch, das einige Fotografen und Models eben aus diesem Grund das Hobby Fotografie betreiben.

.... einige Fotografen wollen gerade aus diesem Grund auch nacktes Fleisch fotografieren
....einige Models wollen aus diesem Grund ihr Ego aufpolieren ...

ich sagte : Einige !!

nicht alle ... aber es gibt sie !!!![/quote]


...und solange es nicht pathologisch wird ist da doch auch nichts gegen einzuwenden, oder?

Persönlich fotografiere ich auch lieber weibliche nackte Haut. Da ist natürlich gut für mein Ego und erfreut mich auch immer wieder. Mir gefällt es eben, wenn ich dabei ein Bild zustande bekomme, dass mich auch in einem Magazin beeindrucken könnte (und womit ich auch andere, männlein wie weiblein, beeindrucken kann).
Original von KlausMangold
[quote]Ist Kunst nicht fast immer eine Art Kompensation? Warum hat Picasso "Guernica" gemalt? Wohl um seine Wut und seine Trauer über das Bombardement des Baskenlands zu kompensieren.


Da liegst du aber etwas daneben! Picasso war schon damals weltbekannt und wußte sehr genau, welche Wirkung sein Bild haben würde, denn es hing schließlich im spanischen Pavillon der Weltausstellung. Picasso war außerdem perfekt in allem, was marketing und Selbst-Inszenierung angeht.[/quote]
- vor allem das Marketing!
Picasso war zwar ein strammer Kommunist damals - vielleicht nicht immer Linientreu - aber das Gemälde "Guernica" liess er sich fürstlich Bezahlen!
Die "Marketingidee" dafür hatte übrigens ein gewisser Josef Stalin (UdSSR).
Seine grosszügige Bezahlung dafür an Picasso lief über den kommunistischen Weltverband ... wenn ich richtig informiert bin.
möglicherweise hatte der kursleiter
wahlweise nen grauen bart oder ne angeschuppte platte
und ist 1984 als ostermarschierer hinter
salt-2-entwaffnungstransparenten hergelatscht,
während seine großbrüstige else in lila breitcordhosen über jeden LSD-
prachtkommunarden rüberrutschte, der verfügbar war.
(welcher im nachtlager sang:
"ha, ha, ha, ha stayin alive, stayin alive", statt
feierliche friedenslieder von bots zu intonieren) ...

seither ist er traumatisiert. er nimmt dir deine neigung
zum schönen einfach übel, weil sein zug abgefahren ist.
jede wette.

v.

Original von Sascha Kohler.ch3
Hallo zusammen

Zurzeit besuche ich einen Kurs und der Kursleiter hat dann auch irgendwann mein Hobby zur Kenntnis genommen. Heute dann beim Abschlussgespräch folgendes: "Herr Kohler, versuchen Sie mit der Modelfotografie etwas zu kompensieren? Wäre es nicht besser, Sie würden in einer Beziehung (wusste gar nicht, dass er über mein Privatleben derart gut Bescheid weiss) leben?"

Frage: werdet Ihr auch ab und zu mit solchen "Weisheiten" konfrontiert und wenn ja, was begnetet Ihr zu einer solchen Aussage?

Gruss
Sascha
04.08.2007
Original von Doris Rehhausen
Tom,
das würde ja einerseits bedeuten, dass entweder so ziemlich jeder Mensch Beziehungsprobleme hat, die er kompensieren muss

Nein.

Es bedeutet, daß eine gewisse Zahl von Leuten sich auf's Fotografieren stürzt, weil sie keine "Beziehung" haben. (Beziehung... "Menschen, die Beziehungen haben - ja betrachten die sich denn als Staaten?", Heinz Rudolf Kunze...)

Und es bedeutet, daß eine gewisse Zahl von Leuten mit dem Fotografieren von möglichst hübschen und überdies möglichst nackten und außerdem auch noch möglichst jungen Frauen den Umstand kompensieren, daß es zuhause mit der Erotik nicht so prickelnd ist.

Last but not least ist die Fotografie ein Mittel, um Kontakt zu Menschen aufzubauen, zu denen man sonst keinen Kontakt aufbauen könnte. In dem Fall ist sie dann keine "Krücke", sondern eine formidable Gehhilfe...;-)

All das ist nicht die Regel, aber auch nicht die exotische Ausnahme.

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