Selbsständige Fotografen-wie habt Ihr das gemacht? 55

Mich würden mal Tipps und Anregungen von Euch interessieren wie Ihr Eure Selbsständigkeit geschafft habt und wie ich das am Besten machen kann.
Auch im Bezug für Zeitung und so zu arbeiten- würde mir nämlich gefallen aus dem " Hobby" nen Beruf zu machen....
GLG
26.09.2007
kannst du mit dem was du bis jetzt mit der fotografie verdienst deine unkosten decken ?

(miete, versicherung ,steuer, essen , equipment ....)

wenn ja dann bist du auf dem richtigen weg.

dann schau auf die homepage vom BFF, dort findest du literatur die dir weiterhelfen wird.
Vielen Dank!
Guter Tipp die Seite!
GLG
[gone] Ines_OWL
19.10.2007
Ich helfe gerne! Seit Jahrn für einige Steurberatr tätig und kann Dir sicher einige Fagen zum Thema Selbständigkeit beantworten.
[gone] ars
19.10.2007
Marker gesetzt!!! ;-)
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VG Arnold
21.10.2007
das mit den steuerberatern ist so ein ding.

die meisten haben nicht viel ahnung vom medienbereich,

hab sehr schlechte erfahrungen gemacht.
Gut zu wissen!
Im Moment setz ich das erstmal Nebentätig an wenn- um zu sehen was da auf mich zukommen wird.
Der Rest zeigt sich dann.
Vielen Dank für Deine Hilfe!
LG
Ich denke, jeder hat da letztendlich seinen eigenen Weg. Ich habe diesen mit Anfang 20 beschritten. Hatte Kontakte zu lokalen Tageszeitungen und habe für diese angefangen zu arbeiten. Irgendwann habe ich davon gelebt. Die Zeitungsarbeit ist allerdings schlecht bezahlt, zumindest wenn du nicht für die ganz großen arbeitest. Ich versuche jetzt im Moment den fotografischen Bereich auf selbständiger Ebene weiter auszubauen.

Es gehört auf jeden Fall Geduld dazu. In Deinem Fall hört es sich bei mir so an, dass Du Dich einfach weiter in den Markt vorarbeiten und selbst Erfahrungen sammeln kannst, was möglich ist. Es ist kein einfach Weg, wobei ich immer denke, wo ein Wille ist, ist auch ein Weg. Materielles Wohlstandsdenken solltest Du aber bei der Berichterstattung im Printmedienbereich nicht zu stark haben.
Ja, Geduld und ich denk vorallem das Glück zu haben auf seiner Seite ist das wichtigste!
Ohne geht da eh nix...
Vielen Dank!
[gone] Jacqueline(Outdoor & on Location)
26.10.2007
hallo,

ich wünsch dir ganz viel erfolg!
schau mal hier:
http://www.klicktipps.de/gewerbe.php

vergiss nicht, dass auch viele ausgaben auf dich zukommen.
auch wenn du es nebenberuflich machst, dann kommen einige und wollen geld, selbst wenn du nichts verdient hast. informiere dich über die berufsgenossenschaft, da wirst du automatisch plichtversichert! die rechnungen sind nicht ohne, ich kann ein lied davon singen!

nochmals viel erfolg!
lg jacqueline
[gone] LONE STAR ::::::::SUCHT ::::::: MUSE MIT MUSSE::::
26.10.2007
In der heutigen Zeit sollte man es sich sehr gut überlegen ob man den Schritt in die vollkommen selbständige Fotografie wagt.

Der Konkurenzkampf ist härter geworden und viele nebenberufliche Fotografen versuchen im Zeitalter der Digitalfotografie mit Dumpingpreisen auf den Markt zu drängen was natürlich die potentiellen Auftraggeber sehr freut, aber auch den Markt kaputt macht .

Auch einige Verlage verfahren in letzter zeit mit den Freien wie sie wollen .... gerade bei den kleinen Tageszeitungen muss es z.T. so sein das die Fotografen ausgenutzt werden, hab ich gehört.


und ich denke, es wird nicht besser auf dem Fotomarkt.Für einen Neuen heisst es viel Durststrecken, Türklinken putzen usw.

Die, die schon länger auf dem Markt sind, einen Namen haben, und die Kunden wissen was sie an ihnen haben, wie sie arbeiten usw. haben es einfacher, aber auch für einige von denen ist die Luft dünn geworden wie ich es im Kollegenkreis sehe.

Ne, ich will keinen davon abschrecken ... aber er sollte sich es genau überlegen.
Bildchen machen ist das eine ... davon Leben das andere.
ohje ... schwerer weg! nur mit fotografie richtig geld zu verdienen. die konkurrenz ist hart, viele gute sachen sind mittlerweile dank billiger digicams und diversen portalen kostenlos zu bekommen und die printbranche spart sich dank internet ein loch in die hosentasche.

... text und bild passend ist eine gute mischung ;-)

t.
Mach für Dich eine ehrliche Rechnung auf.
Tu so als ob Du 3000 € im Monat Umsatz haben möchtest, dann mußt Du in Regionalzeitungen wahrscheinlich 250 Fotos in diesem Zeitraum unterbringen, also 10 Fotos pro Tag.
Dann zieh die Kosten ab, vergiß die Abschreibungen nicht, da wird oft Augenwischerei betrieben und wenn Du dann mit 800 € zufrieden bist, kannst Du loslegen.
Es ist ein sehr hartes Brot, sich da durchzusetzen.
;o)
Ja, in der heutigen Zeit ist das alles nimmer einfach- egal ob man Arbeiter im Angestelltenverhältnis ist oder woanders....
Im Sattel sitzen alle recht fest.
Aber naja-wer nicht wagt der nicht gewinnt.
LG un Danke für Alle anregungen!!
Kannst ja mal Deine Erfahrungen mitteilen. Würde mich interessieren, inwieweit Du Dich in Sachen Fotografie professionalisierst, also damit auch Geld verdienst....
28.10.2007
Original von Oign (München)
das mit den steuerberatern ist so ein ding.

die meisten haben nicht viel ahnung vom medienbereich,

hab sehr schlechte erfahrungen gemacht.

Der Steuerberater muß ja auch keine Ahnung von dem Bereich haben, in dem man arbeiten will. Es schadet sicher nichts, aber die Tätigkeit als freiberuflicher Journalist, Fotograf oder Foto-Designer ist steuerlich nicht so kompliziert, daß ein Steuerberater da irgendwelche besonderen Kenntnisse bräuchte.

Allerdings muß jeder, der sinnvoll mit einem Steuerberater zusammenarbeiten will, vorher seine Hausaufgaben machen. Weder kann ein StB Gedanken lesen, noch kann er dem Selbständigen seine betriebswirtschaftlichen und sonstigen Aufgaben abnehmen. Oder anders gesagt: bei der Zusammenarbeit mit Steuerberatern wie mit Anwälten ist es hilfreich, zu wissen auf welche Fragen man Antworten haben will, bevor man zu ihnen geht.
28.10.2007
Original von Jacqueline (Outdoor)
informiere dich über die berufsgenossenschaft, da wirst du automatisch plichtversichert! die rechnungen sind nicht ohne, ich kann ein lied davon singen!

Bei einer "Versicherungssumme" (= Einkommen) von 40.000 Euro im Jahr zahlst Du 500 Euro BG-Beitrag - im Jahr.

Damit ist abgedeckt: ärztliche Behandlung, Medikamente, Krankenhauskosten und Reha-Kosten inkl. Kuren für den Bereich Arbeits-Unfälle, Wege-Unfälle und Arbeits-Erkrankungen - und eine Berufsunfähigkeitsrente.
29.10.2007
Original von Wolfgang Blachnik (wartet auf die Seite 21)
Mach für Dich eine ehrliche Rechnung auf.
Tu so als ob Du 3000 € im Monat Umsatz haben möchtest, dann mußt Du in Regionalzeitungen wahrscheinlich 250 Fotos in diesem Zeitraum unterbringen, also 10 Fotos pro Tag.

Von "verkauften Fotos" zu leben ist heutzutage völlig unrealistisch. (Und war es vor 30 Jahren auch schon.)

Selbst wenn jemand es schafft, im Monat 200 oder 250 Fotos in Regionalzeitungen unterzubringen und 3000 € Umsatz damit zu erzielen, hilft ihm das nichts, weil seine Kosten dann auch in einer Größenordnung von 2500 € liegen dürften.

Ganz generell kann man von Fotografie nur leben, wenn man die Fotografie als Dienstleistung verkauft, d.h. die Arbeitsleistung Fotografieren vermarktet. Da wird es im Zeitungsbereich bei Lokal- und Regionalzeitungen schwierig, weil die keine Stunden- oder Tagespauschalen zahlen. Bei größeren Zeitungen geht das prinzipiell, allerdings muß man sich dann in einen durchaus gesättigten Markt hineinboxen.

Wer als Fotograf Erfolg haben will, muß sich selbst vermarkten - nicht seine Bilder. Ein gesunder Mix aus verschiedenen Einkommensquellen, ein langer Atem und ein äußerst robustes Ego, kundenorientiertes Denken und Handeln, Qualität und vor allem Zuverlässigkeit, Zuverlässigkeit und nochmals Zuverlässigkeit. Wenn dann noch ein gut bezahlter Nebenjob oder eine gutverdienende Ehefrau dazu kommt, kann man loslegen. Und nach ein paar Jahren hat man es vielleicht wirklich geschafft.

Vor allem aber gilt ein schöner, wenn auch zynischer Satz, den der alte Alexander Borell (der Himmel habe ihn selig) schon mal Mitte der 70er Jahre in seiner damaligen Kolumne im "Foto-Magazin" (damals schrieb man das noch mit -) von sich gab.

Ein Leser hatte wohl auf einen Artikel oder Kommentar zum Thema "Sich selbständig machen und Geldverdienen mit Fotos" reagiert und sinngemäß geschrieben: "Unterstellen wir mal, die [im Artikel] beschriebenen Voraussetzungen sind alle vorhanden: ausreichende Fotoausrüstung, Engagement, die Fähigkeit, wirklich gute Bilder zu machen. Gibt es irgendwo eine zuständige Stelle, die das so entstandene Bildmaterial auffängt und an zur Publikation geeignete Medien weiterleitet?"

Borell griff das auf und kommentierte in seiner gewohnt ätzenden (ich mochte ihn immer!) Weise sinngemäß (ganz wörtlich krieg ich es nicht mehr zusammen): "Die freiberufliche Fotografie und ganz besonders die Pressefotografie ist ein extrem hartes Brot. Wer nicht in der Lage ist, sich selber seine Futterkrippe zu suchen, der braucht gar nicht erst anfangen, sich darin zu versuchen, er wird scheitern. Wenn Sie wissen, daß es irgendwo in ihrer Nähe eine bestimmte Schnellstraßen-Kurve gibt, wo es immer wieder kracht, dann legen Sie sich ein Jahr lang jedes Wochenende von morgens bis abends dort auf die Lauer, und irgendwann haben Sie das 'Foto des Jahres'."

Letzteres muß man nicht wörtlich nehmen (es muß kein Unfall sein), aber prinzipiell ist es genau der einzig funktionierende Tip.

Der entscheidende und richtige Grundgedanke dabei aber ist: Wer's nicht von allein schafft, schafft's nimmer. Speziell Pressefotografie ist letztlich das "Möglich machen von Bildern unter widrigen Umständen und unter Zeitdruck gegen Widerstände". Der Weg in die Redaktion ist dabei der leichteste Weg, auch wenn's zunächst mal genau anders erscheinen mag.

Praktisch gesehen ist es ebenso einfach wie schwierig:

- Definiere einen Markt für Dich (welche Zeitungen, Verlage, Agenturen, etc.)
- Analysiere diesen Markt
- Stelle fest: was läuft gut, was läuft gar nicht
- Versuche herauszubekommen, warum etwas nicht läuft. Weil es keiner haben will? Oder weil es keiner anzubieten hat?
- Wenn es keiner haben will, brauchst Du Dich nicht weiter damit beschäftigen. Wenn es keiner anzubieten hat, hast Du unter Umständen eine Marktlücke entdeckt. Auf jeden Fall aber etwas, mit dem Du auf Dich aufmerksam machen kannst.
- Betreibe "Networking". Du mußt auf zwei Seiten bekannt sein wie ein bunter Hund: auf der Seite derer, über die Du berichtest, und auf der Seite Deiner potentiellen Abnehmer. Im Rathaus, im Fußballstadion, im Stadttheater, in der alternativen Szene, in der Kulturschickeria - sieh zu, daß Du überall mit "Hallo!" begrüsst wirst.
- Versuche, die wirtschaftlichen Strukturen Deines Marktes aufzuklären. Du wirst mit Deinen Fotos beim örtlichen Anzeigenblatt nie etwas werden, selbst wenn die Redakteure begeistert sind, wenn sie keinen Etat für Fotohonorare haben.
- Sei kreativ - wirtschaftlich kreativ. Wenn das Anzeigenblatt keinen Honoraretat hat... was braucht es denn dann? Richtig: viele, viele honorarfreie PR-Fotos. Dann sitzen Deine potentiellen Kunden eben am anderen Ende der Nahrungskette. Biete dem Anzeigenblatt drei, vier, fünf mal honorarfrei richtig schöne Sachen an. Sachen, die besser sind als das, was sie sonst haben. Das drucken sie nämlich, mit Handkuß. Und dann mach die Runde bei den potentiellen PR-Kunden (unterhalb des Levels "Wir beauftragen die PR-Agentur 'lümmel lemmel lommel + schwanz communications' "), und mach die PR-Fotos für die. Du kannst ja auf ein paar hübsche Veröffentlichungen verweisen. Das Honorar ist dann eh besser als das, was irgendeine Zeitung zahlen würde. Dein PR-Kunde vergleicht's nämlich mit den Anzeigenpreisen. Die Du Dir natürlich vorher mal besorgt hast. Weil Du dann darauf hinweisen kannst, daß eine halbe Seite PR-Reportage über "EDEKA Hackebeil" nicht nur viel wirkungsvoller ist als eine halbe Seite Anzeige, sondern auch nicht 1500 € kostet, sondern nur 500...
Um das wirklich sinnvoll umzusetzen, sollte er aber den PR-Text, resp. die ganze Reportage in Wort und Bild gleich zusammen liefern, nebst Detailinformationen und Hand und Fuß.
Spätestens dann trennt sich in aller Regel aber die Spreu vom Weizen. Gut schreiben können viele (selbst Mittelstufenschüler bringen mitunter erstaunliche Wortspiele zu Papier) und gut fotografieren können umso mehr.

Brint er das nicht, wird er meines Erachtens Probleme haben, weil es genügend (freie) Redakteure hat, die genau dies als ihr tägliches Handwerk betreiben - inkl. der Routine und der festverwurzelten Laufwege.

T.


Original von TomRohwer
[...]
- Sei kreativ - wirtschaftlich kreativ. Wenn das Anzeigenblatt keinen Honoraretat hat... was braucht es denn dann? Richtig: viele, viele honorarfreie PR-Fotos. Dann sitzen Deine potentiellen Kunden eben am anderen Ende der Nahrungskette. Biete dem Anzeigenblatt drei, vier, fünf mal honorarfrei richtig schöne Sachen an. Sachen, die besser sind als das, was sie sonst haben. Das drucken sie nämlich, mit Handkuß. Und dann mach die Runde bei den potentiellen PR-Kunden (unterhalb des Levels "Wir beauftragen die PR-Agentur 'lümmel lemmel lommel + schwanz communications' "), und mach die PR-Fotos für die. Du kannst ja auf ein paar hübsche Veröffentlichungen verweisen. Das Honorar ist dann eh besser als das, was irgendeine Zeitung zahlen würde. Dein PR-Kunde vergleicht's nämlich mit den Anzeigenpreisen. Die Du Dir natürlich vorher mal besorgt hast. Weil Du dann darauf hinweisen kannst, daß eine halbe Seite PR-Reportage über "EDEKA Hackebeil" nicht nur viel wirkungsvoller ist als eine halbe Seite A
Anzeige, sondern auch nicht 1500 € kostet, sondern nur 500...
Muss man als Fotograf zwangsweise für die Presse arbeiten ... ??
Ich denke es gibt auch genug anderes Potential und Märkte .

Daniel

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