Erst Vertrag, dann Idee - was soll den das??? 52

17.10.2007
Original von Horst G. Profiknipser und DER (!) LOLLIGRAF !!!!
wenn ich das richtig verstehe braucht ein Fotograf der keine Ideen hat auch keinen Vertrag zu machen

*duckundwech*


Stimmt

Aber wenn er hammermäßige Ideen hat dann kann er ja einen Verschwiegenheitsvertrag machen wenn er es mit dem Model bespricht und es dann abspringt


Es darf über das ehemals geplante Shooting in der Öffentlichkeit und gegenüber anderen fotografen und Models nichts erzählt werden.......und so weiter
20.10.2007
Original von Andreas H. Kreis
Aber wenn er hammermäßige Ideen hat dann kann er ja einen Verschwiegenheitsvertrag machen wenn er es mit dem Model bespricht und es dann abspringt


Bisschen gar theoretisch :-)
Models sind doch keine Rechtsanwälte oder Pastoren.

Es gibt wohl keine Idee und keine Location, wo nicht irgendwer irgendwann irgendwas geshootet hat. Es gibt Locations, da ist es einfacher hinzukommen, wenn man jemanden kennt. Da hat man vielleicht Vorteile. Muss man nicht geheim halten. Wenn jemand will, kommt er dann schon vorbei.
Zudem kann man eine Idee sehr unterschiedlich umsetzten. Versucht doch mal ein Modelsharing. Gleiche Location, gleiche Einrichtung wasTechnik anbelangt, gleiches Model. Total unterschiedliche Bilder.

Und wenn ein Model mir schreibt:
Hallo.........,ich möchte ein Herbststimmungsbild im Studio shooten. Die Idee ist so hammergeil. Ich untersage Dir, mit jemandem anderem drüber zu sprechen.

Würde ich zurückschreiben: Hallooo........., eben gemacht.......

Also Fazit: Ideenklau nur für Fotografen und/oder Models mit Selbstwertgefühlenunsicherheiten ein Problem.

Heiner
[gone] Thomas Wilker sagt good-by.
20.10.2007
Bin ich froh, das ich noch nie Verträge machen mußte, ausser damals bei Modenshows, als ich noch Model war.
Bei keinem einzigen Fototermin musste ich irgendwas unterschreiben oder sonst was.
Ich habe auch keine Angst davor, das mir Irgendeiner was klaut oder abschaut.
Ich finds ein bisschen lächerlich, wenn Jemand von Ideenklau redet, tut mir Leid.
Wir werden doch alle vom Anderen beeinflusst und gesteuert und irgendwie sind doch eh alle Bilder ähnlich. Und trotzdem hinterlässt Jeder seinen persöhnlichen Stempel. Vertrauen kommt bei mir, wenn ich die Bilder sehe, mir den Menschen anschaue und sehe, was er schreibt, dann weiss ich sehr schnell Bescheid.
Trotzdem kann es ja jeder so machen, wie er es für richtig hält.
30.10.2007
Original von Thomas Wilker, BEAUTY - BIO - PHOTOGRAPHY
Bin ich froh, das ich noch nie Verträge machen mußte, ausser damals bei Modenshows, als ich noch Model war. ...


Das war bei meinen ersten Modelle auch so... bis der spätere, eifersüchtige Ehemann eines Modells kam und mir die Veröffentlichung eines (5 Jahre zuvor gemachten) Bildes untersagte... Seit dem nur noch mit.

Zum Thema:
wenn ich ein Modell anschreiben, dann habe ich zumindest eine Idee, die ich mit ihr umsetzen möchte. Je nach (Zeit-)Aufwand der Idee können ja "nebenbei" noch andere Ideen umgesetzt werden... Oder auch Ideen des Modells realisiert werden. Doch eine vorherige Absprache mit dem Modell ist schon allein w..g. der Kleiderwahl, Haarstyling (oder ohne, weil mit Stylistin), Accessoires..., nötig.
Ideenklau: wenn es sich um die Umsetzung einer techischen Idee, Location-Idee, etc. handelt, kann ein Stichwort tatsächlich alles verraten. Doch wären in dem Fall die Belegfotos des Fotografen so inspirierend, dass sich dieser Fred gar nicht bis hierher durchkauen könnte ;-)

Wünsch euch ne schöne halbe Woche
-ekk-
30.10.2007
ohne shootingidee würd ich nicht mal ins studio fahren...

nen geheimniss mach ich um meine ideen sowieso nicht, alles eine frage der interpretation...

zu dem thema - komischer vogel, aber wenn dich deine bisherigen bilder begeistern kannste ja darauf eingehn
ansonsten musste eben wissen ob de eventuel auch was mit "ideenlosen" fotos anfangen kannst
:)
[gone] Wonco Photography
31.10.2007
Original von Kurt Kramar
(...) Ideenklau find ich doch sehr hochgegriffen. Erstens einmal ist schon so ziemlich alles abfotografiert (...)


Dennoch ist es doch eher ärgerlich. Du hast eine Idee, die du für das Shooting gern umsetzen möchtest weil es evtl. den eigenen fotografischen Horizont erweitert und dann entdeckst du, dass das Model, welcher du eben deine Idee offeriert hast, die gleiche Idee nur mit wem anderen umgesetzt hat. Im worst case werden diese Bilder dann auch noch eher veröffentlicht als deine eigenen.

Dann stehst du am Ende evtl. noch als Ideendieb deiner eigenen Idee da. *g*
31.10.2007
naja, obs darauf dann ankommt, wer die bilder zuerst online hat? viel interessanter wäre ja die frage welche bilder dann die besseren sind :)
31.10.2007
Hab das jetzt nicht alles durchgelesen, will aber trotzdem meinen Senf dazu geben:

Wenn der Fotograf das Modell bezahlt, finde ich es ausreichend, wenn der grobe Rahmen abgesteckt wird (Art der Aufnahmen, Ort, Termin). Wenn auf TfP-Basis gearbeitet wird, finde ich es aber selbstverständlich, daß alles gemeinsam festgelegt wird und nicht einer von beiden das Sagen hat.
31.10.2007
@ KlausMangold

Naja klar kann der Fotograf bei Pay ein Geheimnis aus seinen Ideen machen. Die Frage ist nur, wie sinnvoll das ist. Im Normalfall stimme ich die Kleidung, die ich mitnehme, Make-up und Haare darauf ab, was geplant ist. Wenn ich's nicht weiß, kann's halt sein, dass etwas daheim liegt, weil ich's für unwichtig erachtet habe, für eine spezielle Bildidee wär's aber ideal gewesen.

Zudem ist's auch bei Pay nicht von Nachteil, das Model in die Planung miteinzubeziehen. Wenn ich begeistert bin von einer Shootingidee, mich damit identifizieren kann, vl. eigene Ideen einbringe, dann sieht man das auch auf den Fotos. Wenn ich nicht mal den Gedanken hinter der Bildidee kenne, wird's für mich immer eine emotionslose, vorgegebene Pose sein... Hat ja nichts damit zu tun, dass sich der Fotograf nach mir zu richten hat oder wer das Sagen hat, sondern geht einfach um das Verständnis der Aussage einer Bildserie.. Zumindest wenn die nicht offensichtlich ist...

Klar muss ich vorher nicht alles wissen, aber ein gewisses Grundkonzept, das über die Aufnahmebereiche hinausgeht, wär durchaus von Vorteil. Naja, meine Meinung.
31.10.2007
Ich hab auch jetzt weniger an ein Geheimnis Machen gedacht, sondern an eine ganz andere Konstellation: Wenn ich früher gelegentlich bezahlte Models hatte, dann war es oft so, daß zum Zeitpunkt der Buchung im Detail noch gar nicht klar war, was der Kunde genau haben wollte, oder ich hatte zwar den Auftrag selber in der Tasche, wußte aber noch nicht genau, was ich wie fotografieren werde. Trotzdem wollte der Kunde schon mit entscheiden, welches Model genommen wird.

Daß es dann für das Model eine "Überraschung im letzten Moment" wurde, das kam trotzdem nie vor, weil ein paar Dinge ja schon vorher abgestimmt werden müssen. Es ist aber was von Grund auf anderes, wenn ich heute TfP fotografiere, weil ich da eben auch gern viel mehr auf die Ideen eingehen mag, die das Model selber mitbringt.
31.10.2007
Es muß ja nicht gleich die ganze Idee bekannt gegeben werden, aber mindestens sollte der Fotograf das Themengebiet nennen. Ich mache z. B. keinen Vertrag, wenn ich nicht weiß, was mich erwartet. Das Mindeste, was der Fotograf preis geben sollte, ist die Richtung - ob Beauty, Fashion, Porträt oder gar Akt. Darauf hat jedes Model einen Anspruch. Wenn er DAS nicht mal nennen will - Hände weg. Fraglich, ob er dann überhaupt seriös ist.
31.10.2007
Das sollte wohl selbstverständlich sein, dass diese Angaben gemacht werden. Die gehören zu den allgemeinen Infos und somit in jeden Vertrag!!!


Original von Cyrreana
Es muß ja nicht gleich die ganze Idee bekannt gegeben werden, aber mindestens sollte der Fotograf das Themengebiet nennen. Ich mache z. B. keinen Vertrag, wenn ich nicht weiß, was mich erwartet. Das Mindeste, was der Fotograf preis geben sollte, ist die Richtung - ob Beauty, Fashion, Porträt oder gar Akt. Darauf hat jedes Model einen Anspruch. Wenn er DAS nicht mal nennen will - Hände weg. Fraglich, ob er dann überhaupt seriös ist.

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