Shootings bei Euch zu Hause !? 45

[gone] Norbert K
14.11.2007
@Carosternchen: Du hast irgendwie schon Recht, aber müssen Models echt so viel Angst vor Fotografen haben? Ich meine, wer z.B. hier eine Sedcard hat und/oder sonst über Referenzfotos etc. verfügt, wird doch wohl kaum ein Model "belästigen"? Oder halte ich die Menschen (Fotografen) einfach für zu gut?

Norbert.
Guest
14.11.2007
nein .. aber weil vorhin das Thema Sicherheit angesprochen wurde .... und das als Begründung herhalten soll, wieso man nicht zu ihnen nach Hause gehen sollte.

Meine Schwierigkeiten mit Fotografen waren bisher nur, dass ich Bilder nicht bekommen habe .... aber ansonsten waren alle sehr harmlos.
[gone] Norbert K
14.11.2007
Na das beruhigt mich ja, ich dachte schon, ich wäre von lauter schwarzen Schafen umringt ...
Wünsche Dir weiterhin viel Erfolg!

Norbert.
Wenn ich schon lese: mein Hobby sollte möglichst Kostenneutral sein... Oh menno...

Ein Hobby kostet nun mal Geld. Die paar Kröten für ein Studio sollte schon drinn sein. Du kannst es aber auch anders machen und zuhause shooten. Besorge dir einen großen Loft und richte dir darin ein Studio ein. Platz müßte ja dann genug sein. Achja, Studioequipment kostet ja Geld, ist also auch wieder nicht kostenneutral... OK, such dir ein anderes Hobby... ;-)
14.11.2007
Original von Alice vom See [ab 02.08 Printausgabe von KinKats]
Wenn ich schon lese: mein Hobby sollte möglichst Kostenneutral sein... Oh menno...

Ein Hobby kostet nun mal Geld. Die paar Kröten für ein Studio sollte schon drinn sein. Du kannst es aber auch anders machen und zuhause shooten. Besorge dir einen großen Loft und richte dir darin ein Studio ein. Platz müßte ja dann genug sein. Achja, Studioequipment kostet ja Geld, ist also auch wieder nicht kostenneutral... OK, such dir ein anderes Hobby... ;-)


Alice ist wieder in Form heute...

[IMG]
14.11.2007
Schöne, helle und große Wohnungen können wunderbare Fotolocations sein - sie zeigen den Menschen in seinem normalen Umfeld, und nicht in eher steriler Studioatmosphäre.

Leider sind viele nach 1945 gebaute Wohnungen aber eher "Kaninchenställe mit Schießscharten" als "Wohnungen mit Fenstern"... :-/

Kommt also immer drauf an. Auf die Wohnung, auf die Einrichtung, auf die fotografische Absicht.

Ansonsten behaupte ich mal: wer nicht die nötige Phantasie hat, "Foto-Locations" zu improvisieren, der wird erst recht nicht die nötige Phantasie haben, Bilder zu sehen.
14.11.2007
Ergänzende Frage: ist zu Hause nicht mehr als nur Wohnung?
Ein alter Keller oder Dachboden, ein historisches Treppenhaus oder eine alte Werkstatt werden doch nicht dadurch als Location entwertet, dass sie zu den eigenen vier Wänden gehören.
MfG Rainer
14.11.2007
Ich bin Hobbyfotograf und habe nach 1 Jahr Wohnzimmer ein kleines Studio angebaut.

Hauptgründe waren:
- Aufwand 3-4 Stunden Auf- und Abbau
- Wohnzimmer leerräumen
- Fenster abkleben (ca. 25 qm !)
- Hintergründe aufbauen
- Licht aufbauen
- Haus aufräumen (klingt doof - aber ist so)
- Schaden an Einrichtung
- Diebstahlgefahr

Ich denke wir haben ein Wohnzimmer in einem gewissen Stil und Ambiente; es ist fotogeeignet, aber immer denselben Hintergund - nö - außerdem bin ich hinsichtlich der Schönheit betriebsblind.. Nur da stehen so viele Dinge herum, die ich vermissen würde.

An einer sauberen Trennung war uns sehr gelegen, im Besonderen wg. der unbeaufsichtigbaren Begleitpersonen - nein, wir hatten nie Probleme - ich erlaube aber auch jedem Model über die Vergewaltigungsgefahr nachzudenken, wenn sie zum Fotografen geht - darum erlaube ich mir hier, über Diebstahlgefahr nachzudenken.

Durch die Nähe laufen die Shootings bei uns immer noch sehr familiär ab, wir essen im Haupthaus, machen dort auch schon mal ein Foto oder eine Ideenbesprechung - aber das Shooting, die Umkleide und alles nur noch im Studio !

Zu dieser Trennung kann ich jedem nur raten - mietet Euch ein Studio an. Ich kann auch Models gut verstehen, die nicht (mehr) in Privatwohnungen shooten, nachdem sie dort das Schlafzimmer als Location angeboten bekamen...

Lieber ein paar Euronen für eine neutrale Atmosphäre ausgeben, die beiden Seiten mehr Sicherheit bietet !

LG

Michael
Danke für die Tips, Alice ;-)

Dank der Postings und einer sehr netten PN, die mich zum Thema/Thread erreichte bin ich jetzt schon ein ganzes Stück schlauer. Und das in gerade mal 4,5 Stunden... !
DANKE !

Ein paar kurze Anmerkungen meinerseits noch [dann schaue ich morgen früh wieder rein und lasse mich überraschen, welche Dynamik das Ganze bis dahin genommen hat ;-) ] :

- Sicher muss man schauen, dass man nicht zu viele (sprich: keine) störende Gegenstände im Hintergrund / im Bild hat. Ein wenig aufräumen ist also angesagt [ich würde auch dabei helfen ;-) ]
- In einer Wohnung kann man ganz gut Alltagssituationen (kochen, bügeln, fernsehen, mit Haustier beschäftigen, duschen [ ;-) ], relaxt im Sessel sitzen [da fiel mir letztens ein klasse Foto ins Auge - weiß nur leider nicht mehr, wo es zu finden ist] ) ins Bild setzen. Ich als Anfänger fände das dann schon ganz interessant - ich mute mir zu, dass ich ein gewisses Auge für ein Bild bzw. Bildausschnitt mitbringe (mir ist aber auch bewusst, dass die Ausleuchtung in einer "normalen" Wohnung Probleme mit sich bringt).
- Ein paar Kommentare und die PN haben mich auf den Trichter gebracht, dass TfP nicht immer eine Win-Win-Situation bedeutet. Man gab mir den Rat, mir mal einen Workshop anzuschauen, was ich dann auch mal tun werde (und auch bezahle, Alice !).

- Vielleicht kann der ein oder andere Fotograf noch posten, wie er angefangen hat. Direkt im Studio - oder mit den selben Überlegungen wie ich jetzt ?
- Und vielleicht kommen noch ein paar Kommentare von Models dazu....!? Insbesondere von Anfänger-Models würde mich interessieren, ob Ihr das auch so seht, dass Ihr Euch zu Hause wohler fühlen würdet als in einem Studio (s. Kommentare zuvor) ? Oder geht die Privatspähre und das "Tabu" eines Shootings in der eigenen Wohnung vor ?

Schönen Abend noch !
Andreas
[gone] Norbert K
14.11.2007
Wie ich ja schon geschreiben habe, habe ich angefangen, in der eigenen Wohnung und in der Wohnung der Models zu knipsen (schreibe bewußt nicht shooten).
Die eigene Wohnung hat sich dann wegen Umzugs in eine nicht so fotogeeignete Wohnung bei gleichzeitigem Einzug einer Partnerin erledigt.
Heute shoote ich sehr gern outdoor, im Studio (am liebsten mit Themensets, wie schon geschrieben) und beim Model (Wohnung oder Boden, Keller, Garage etc.), kommt immer drauf an.
Auf keinen Fall kann es schaden, mal einen Studio-Workshop mitzumachen, insbesondere an der richtigen (oder effektvollen) Lichtsetzung probiere ich immer noch etwas herum.

Viel Erfolg,
Norbert.
Hallo Andreas,

meine ersten Models waren Frauen aus meinem Bekanntenkreis und mangels eines Studios habe ich am Anfang auch mein Wohnzimmer oder das meines Models entsprechend eingerichtet (Fenster verdunkelt, Hintergrundsystem aufgestellt usw.). Es war eine schöne Zeit, an die ich gern denke und für die ersten Schritte Richtung Studiofotografie halte ich dies für einen guten Kompromiss. Klar macht ein Studio mehr Eindruck, wirkt seriöser und bietet bei entsprechendem Platz auch mehr Möglichkeiten als die Wohnung und langfristig kommt man an dem Gedanken an ein eigenes Studio nicht vorbei.

Viele Grüße, Henry
14.11.2007
Ich würde auch nur ungern beim Model oder bei mir shooten, die eigenen "Vier Wände" sind privat und sollten es auch bleiben.

Ich hab das Glück das ich gelegentlich eingerichtete Musterwohnungen nutzen kann - immer sauber und ordentlich dank Putzfrau und mit Möbeln nie überfrachtet.

Da kann man frei arbeiten und das alles ohne Stress..., im Grunde eine erstklasige Location.

Jens
14.11.2007
Grundsätzlich kann man im Wohnzimmer schon shooten, nur reicht es nicht aus, mal eben vorher aufzuräumen. Eine Wand oder Ecke frei zu räumen und 'das richtige Model drin steht oder liegen lassen' ergibt defintiv so noch kein gutes Bild (entsteht so einfach aber auch nicht im Studio).
Damit es über das Knipsen hinaus geht und die eigenen Bilder vom Fotografen auch noch in 3 oder 4 Jahren selbst als gut befunden werden ist schon ein wenig Erfahrung/Wissen in Bildaufbau und Licht/Schatten setzen notwendig, um störende Gegebenheiten geschickt in das Shooting als Stärke einzubauen.
Als Tip für Anfänger kann ich dir nur empfehlen auch reichlich Bilder ohne Modell zu machen, ein Licht und Schattenspiel läßt sich auch an der Blumenvase auf dem Tisch (bzw vor der freigeräumten Wand) nachvollziehen. Auch daran kann man lernen, ob die Schrankwand stört, man sie ins Bild mit einbezieht oder durch Lichtsetzung im Schatten verschwinden läßt.
14.11.2007
Ich bin in einer komfortablen Lage.
Hätte ein Angebot, direkt unter meinem Büro einen Raum zu bekommen, fast 7m lang, 5m breit 4m hoch.
Trotzdem richte ich zu Hause mein "Studio" ein.
Ich habe rund 10 Minuten um das Gastzimer in ein möbelfreies Studio für Portraits einzurichten und gut 20 Minuten um den Essraum als kleinerer Stduioraum umzubauen. Letzten Samstag haben 2 Models und 4 Fotografen mit mir als Insprator 4 Stunden heftig fotografiert.
Für die rund 30 Fotosessions, die ich pro Jahr mache, ist das einrichten und wieder wegbauen mir lieber als immer weg von zu Hause sein und das Wohnhaus nicht genissen zu können.

Bilsnag haben sich alle Models so wohl gefühlt, dass sie gerne wiederkommen möchten.
Heiner
[gone] Roberto Martinez Vega - mi madre
14.11.2007
Habe sporatisch auch bei mir Shootings gemacht, mit etwas Hintergrundstoff bzw. weißer Wand. Allerdings bin ich davon wieder abgekommen, da das Anspruchsdenken momentan nicht mit meinen Fertigkeiten übereinkommt.
Ob allerdings mit jedem Model dies in Frage käme, wage ich zu bezweifeln, da Privat auch heißt, dass das Model einen gewissen Einblick in die Fotografensphäre erlangt, was ich nicht jedem Model zeigen möchte bzw. von diversen anderen Faktoren abhängt.
Beim Model zu shooten, käme für mich allerdings nicht in Betracht, da ich doch die Distanz wahren möchte. Ausschließen kann ich es allerdings für die Zukunft auch nicht.

Letzten Endes ist es eine Frage der Chemie, des Vertrauens und der Offenheit, ob in der privaten Umgebung geshootet wird. Bis auf eine Ausnahme war obiges immer vorhanden.
Ein neues bzw. unbekanntes Model würde ich jedenfalls nicht für derlei Versuche opfern;-)

lg
Robert
Nachdem die üblichen Sicherheitsbedenken (Fotograf springt Model an und klaut goldene Löffel) durch sind, erlaube ich mir mal auf den ersten Satz des Eingangsthreads zu verweisen.
Als ziemlicher Neuling wird man oft von den Gegebenheiten überrannt. Ich empfehle sehr, die Location vorab aufzuklären: Was muß versteckt werden ? Kann ich das Licht, das durch die Fenster kommt, stimmungsvoll einsetzen ? Welche Tageszeit hat das beste Licht ?
Bei zugehängten Fenstern: Stören Deckenlampen den Blitzlicht-Weg ? Wenn mit WW gearbeitet wird.: Welche Möbelstücke im Vordergrund werden ujunverhältnismäßig groß.Also, ich denke, das Hoppla,hier bin ich sollte tunlichst vermieden werden. ( Schrankwandfotos ham wa schon )
Lieber einen Blick mehr durch den Sucher werfen, es ist unglaublich, was man alles entdeckt: Kabel,Steckdosen, schlecht befestigte Fußleisten.
Aber trotzdem: Viel Erfolg !
14.11.2007
ich halte es auch für nicht so prickelnd beim Model zu shooten...

Es gibt eine Distanz zwischen Model und Fotograf die mir wichtig ist, d.h. das Privatleben und die Lebensumstände des Model gehen mich nichts an... - wir arbeiten miteinander, sind nett und freundlich - aber keine Freunde....

...und diese Woche mache ich eine Homestory mit einem Model, die 5 mal bei mir im Studio war - zusammen mit ihrer Familie ! Das wird das erste mal sein, daß ich den Fuß in den Wohnbereich eines Models setze... - ansonsten endet mein JOB an der Haustür !

LG

Michael
Nachdem die üblichen Sicherheitsbedenken (Fotograf springt Model an und klaut goldene Löffel) durch sind, erlaube ich mir mal auf den ersten Satz des Eingangsthreads zu verweisen.
Als ziemlicher Neuling wird man oft von den Gegebenheiten überrannt. Ich empfehle sehr, die Location vorab aufzuklären: Was muß versteckt werden ? Kann ich das Licht, das durch die Fenster kommt, stimmungsvoll einsetzen ? Welche Tageszeit hat das beste Licht ?
Bei zugehängten Fenstern: Stören Deckenlampen den Blitzlicht-Weg ? Wenn mit WW gearbeitet wird.: Welche Möbelstücke im Vordergrund werden ujunverhältnismäßig groß.Also, ich denke, das Hoppla,hier bin ich sollte tunlichst vermieden werden. ( Schrankwandfotos ham wa schon )
Lieber einen Blick mehr durch den Sucher werfen, es ist unglaublich, was man alles entdeckt: Kabel,Steckdosen, schlecht befestigte Fußleisten.
Aber trotzdem: Viel Erfolg !
14.11.2007
in meine eigenen vier Wände kommen nur die, die ich wirklich nah an mich ranlasse. Shootings zu Hause - außer mit sehr nahe stehenden Personen - sind für mich keine Alternative. Abgesehen davon, dass es dann wohl doch schnell ins Schrankwandklischee abgleiten kann - das wohl nach meinen Informationen nicht wirklich gern gesehen ist hier *lol* - wüsste ich auch wirklich nicht, was ich da groß fotografisch nutzen sollte.

Ausnahmen sehe ich noch bei sehr zünftigen Einrichtungen, die ich aber nicht mein eigen nennen kann und Models mit diesen sind mir bisher auch noch nicht begegnet ...
14.11.2007
Shootings daheim können - je nach Größe der Wohnung - den Nachteil haben, daß eventuelle Mitbewohner(innen) nicht unbedingt begeistert sind, wenn das Wohnzimmer den halben Tag nicht verfügbar ist.

Ganz abgesehen davon ist in meinen Augen das Platzangebot einer "normalen" Wohnung im Zweifel grundsätzlich eher zu knapp für Shootings.

Gruß Robert

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