Sedcarderweiterung horizontal oder vertikal 81

vor 4 Monaten
Hallo meine Lieben, ich mache mir derzeit Gedanken über das Unwort "Sedcarderweiterung". Das ist ja ein immer gern genommenes Argument, wenn es darum geht, eine Zusammenarbeit mit einem Fotografen/Model zu erwägen. Bringt mich die andere Person weiter, kann ich damit mein Portfolio aufwerten.

Nun ist es doch so, dass man seine Bandbreite vertikal entwickeln kann, also neben einfachen Porträts andere Themen unter Wasser oder unter der Dusche, mit Bodypainting mit Cosplay-Kostümen. Also Diversifizierung in alle Richtungen. Das dürfte so das allgemeine Verständnis von – ich kann´s fast nimmer hören – Sedcarderweiterung sein. Bin ein bisschen allergisch gegen dieses Wort, weil es einfach so ungenau ist und derjenige, der das liest oder in einer Antwort um die Ohren geknallt bekommt, nicht weiß, in welche Richtung das gehen soll. Habt Ihr vielleicht alle schon mal erlebt.

Was mich interessieren würde, inwieweit manche von Euch versuchen, ihre Sedcard horizontal zu verbessern, also in ähnlichen Aufnahmebereichen weiterzumachen, Posing zu verfeinern, Ausleuchtung und Lichtformung zu verändern. Wird das als anstrengend und langweilig empfunden? Kann man mit Fotografen/Models überhaupt über sowas reden oder erntet man Unverständnis, weil Viele ihre Aufnahmen eher als ein Produkt von Zufall und Spaß sehen und das klingt ja mehr nach Planung und Arbeit.
#2
vor 4 Monaten
Interessante Überlegung. Ich verstehe das im Kontext von "TFP nur (noch) bei Sedcarderweiterung" eigentlich genau umgekehrt, nämlich standardmäßig in der zweiten, nach deiner Definition horizontalen Weise. Grundsätzlich ähnliche Themen wie das vorhandene, aber variiert in mindestens gleicher oder vorzugsweise besserer Qualität. Also etwas, was man gern auf die Sedcard packt, deren Niveau aufwertet. Man will doch die Sedcard idealerweise doch ohnehin aktuell halten, sowohl was das eigene Äußere als Model als auch "fotografische Trends" angeht.

Bei vertikaler Erweiterung iSd Definition rechne ich damit, dass bestimmte Themen angesprochen werden, die man gern mal machen will.

Generell empfinde ich "TFP nur bei Sedcarderweiterung" als relativ belanglose Aussage, weil es mir so schwer fällt, dass ein Modell nur aus Spaß am Shooten und ohne Rücksicht auf Ergebnisse fotografiert werden möchte. Ich gehe immer davon aus, dass alle, auch die blutigsten Anfänger sedcardwürdiges Material produzieren möchten. Nur die Anforderungen daran, was die Sedcard aufwertet, unterscheiden sich. Das einzige, was ich da hineinlese ist dann "Hey, ich hab's nicht mehr nötig, jedem Stümper zuzusagen, reflektiert doch bitte kritisch das Niveau eurer Fotos, bevor ihr anfragt!".
#4
vor 4 Monaten
Kann man wirklich auch so sehen, dass vertikal qualitätsmäßig in die Tiefe geht. Ich assoziiere aber mit horizontal den Schwierigkeitsgrad eines Aufnahmebereichs. d.h. wir bewegen uns dann in ähnlichen Bereichen. Ein Unterwassershoot siedle ich z.B. über einem einfachen Porträtshoot an. Ich dachte, das leuchtet ein.

Also auf meiner gedachten Achse y ist der Aufnahmebereich und auf der Achse x die Qualität. Aber ich habe es nicht so mit Graphen, bin mathematisch völlig unterbelichtet ;)
vor 4 Monaten
Wenn ich ein Thema schon öfter fotografiert habe, dann versuche ich immer ein klein wenig was zu verändern.

Mal fallen mir Fehler auf aus vorherigen Shootings. Diese analysiere ich um Lösungen zu finden und schau dann mal beim nächsten ähnlichen Shootingthema ob ich eine Verbesserung erkenne.


Eins meiner ersten Bodyparts


9 Jahre später


Auch wenn ich eigentlich sehr zufrieden bin mit meinen Ergebnissen ändere ich gerne mal etwas. Nur so kann ich aus neuen Fehlern lernen oder einfach nur ein (nach meinem Empfinden) gutes Bild noch besser machen.
Oder auch einfach nur was Neues entdecken

Dafür nutze ich gerne Basic-Themen und es ist mir völlig egal ob andere sie für "ausgelutscht" halten..

Goldshoot

2014


Etwas geänderter Lichtaufbau und anderer Postprocess 2016


Ein Shoot später mal ne andere Perspektive gewählt
Ich sehe es so wie JayBee wenn es um die unterschiedlichen Auffassungen von Model und Fotograf geht, was aber auch völlig natürlich ist, wie ich finde. Models sollten ja möglichst vielseitig agieren können und ein breites Spektrum anbieten. Bei Fotografen sehe ich es eher so, dass man einige wenige Dinge können will, diese aber bis zur Perfektion.
Daher gibt es ja viele Fotografen die ihr eigenes spezielles Gebiet haben. Ansonsten ist man wie ein Allwetterreifen. Man kann alles und nichts richtig.

Ich persönlich will in der Hauptsache Spaß. Habe ich den, kommt die Qualität irgendwie auch mit. Ab und an wird natürlich ein Bild (oder ganzes Shooting) versemmelt, was dann ärgerlich ist, aber das macht mich dann durch Fehleranalyse und -beseitigung schon "besser".

Klar probiert man alles mal aus, aber es gibt wenig verschiedenes, was mich wirklich fesselt oder interessiert. Diese wenigen Dinge, will ich aber dann auch können. Das muss nicht nur mit Modelfotografie zu tun haben.
vor 4 Monaten
Alternativ fällt gerne die Phrase „meine Sedcard aufwerten“. Ich denke, dass diese Aussage wohl auch häufig gemeint ist, wenn ein Model von Erweiterung spricht (manchmal ist aber auch tatsächlich ein Mehlshooting gemeint ;-( ).
Man sollte vielleicht, anstatt zu raten, was das Model meint, einfach jedes Mal höflich nachfragen.

Egal ob horizontal oder vertikal - Ich übersetze das für mich manchmal mit „bin schon ziemlich weit und habe es eigentlich nicht mehr nötig, denke aber vielleicht nochmal darüber nach, wenn Peter Lindbergh anruft“.

Andererseits, so fair muss man sein: Wenn ein Model bereits zig großartige Bilder in aktueller Haar- und Hautpracht, die ihr vielseitiges Können und ihre „Wandelbarkeit“ bestens unterstreichen, vorzuweisen hat: Warum sollte sie ihre vielleicht knappe Zeit für lau mit jemandem verbringen, der nach ihrer Meinung noch nicht so weit ist oder es nie werden wird? Oder ihr schlicht nicht sympathisch ist?

Es muss eben auch passen. Als Fotograf sagt man ja auch nicht immer zu. TFP heißt, dass beide etwas davon haben, und das ist, neben dem Spass, nun mal auch eine „hochwertigere“ Sedcard.

In letzter Konsequenz bedeutet dies, dass Fotografen und Models sich mit zunehmender Erfahrung die TFP-Pyramide immer weiter hoch knipsen, bis am Ende, auf der Spitze, nur noch ein Model und ein Fotograf übrig bleiben, die sich dann ein Dauershooting liefern. Österreichische Schauspieler würden dann den Iffland-Ring kriegen und das war’s. Der Ritterschlag wäre aber auch nicht schlecht.

Pferdefuß ist leider, dass man ab einem bestimmten Punkt oft nicht mehr besser wird. Echt blöd…
Es gibt halt immer noch zu viele Modelle, die Miss Dawns zeitlose Aussagen zum Thema „PAYSHOOTS und HONORAR ... ???“ im hiesigen „Modelguide“ Forum noch nicht gelesen haben.

Die von Dir angesprochene Frage, ob man als Fotograf seine Themen eher vertieft oder sich stattdessen lieber vielfältiger aufstellt, hängt neben Ehrgeiz und Charakter wohl auch damit zusammen, ob man davon leben muss oder nicht.
vor 4 Monaten
Sedcarderweiterungs_Hinweis bedeutet oftmals einfach nur...
*Ich möchte Bilder in ähnlicher Qualität haben wie meine bereits gezeigten*

Ähnliche Qualität bedeutet aber nicht das sie die Bilder, die sie schon hat nochmal shooten mag.

Fotografenfrage...

"Das eine Bild auf der SC gefällt mir sehr gut --- würde ich auch gerne machen"

...hat weniger Chancen auf Erfolg oder wird gegebenfalls mit einem Pay-Angebot beantwortet.



Eine abgeänderte Frage...

"Das eine Bild auf der SC gefällt mir sehr gut --- Hast du das Outfit noch? Mir fällt da eine Idee ein, die...."

...hat mehr Chancen wenn dem Model die Quali des Fotografen gefällt oder sie einfach nur die Idee äussert cool findet und ihm zuraut diese umzusetzen
vor 4 Monaten
Ich hätte jetzt auch horizontal mit Bereichserweiterung und vertikal mit der Erweiterungen von Kenntnissen und Fähigkeiten assoziiert, ist aber irgendwie auch egal.
 
Nach meiner Erfahrung nach bedeutet auch nur die Andeutung von so etwas häufig das Ende der Konversation. Deswegen meide ich inzwischen jegliche Formulierung, die in diese Richtung geht.
Da ist von seitens der Modelle kaum bis kein Interesse vorhanden, insbesondere was die Grundlagen, wie z.B. klassische Portraits angeht.
Bei den meisten Modellen findet daher praktisch keine Entwicklung statt. Sie wollen zwar Formel1 fahren, haben aber keinen Bock den Führerschein zu machen, weil das ja anstrengend und wenig glamourös ist.
Irgendwann bleibt man dann stecken und dann kommt genau dieses dämliche Wort mit den entsprechenden Formulierungen. Wobei sie dabei allzu gern übersehen, daß die mangelnden Fähigkeiten der Schreiber solcher Texte selbst die Ursache des Problem sind.
 
Das Problem ist nur, wenn ein Modell seinerseits nicht in der Lage ist, einen gewissen Leistungsstandard zu liefern, brauchst Du einige Motive gar nicht erst anfangen, da man als Photograph bei vielen Motiven sich eben auch auf die Fähigkeiten der Modelle verlassen muß. Daß so etwas auch vom Modell Übung, Training und Weiterbildung verlangt wird gern übersehen.

So warten denn einige Ideen vermutlich noch länger auf ihre Umsetzung.
#11
vor 4 Monaten
@Wanderphotograph:
"Irgendwann bleibt man dann stecken und dann kommt genau dieses dämliche Wort mit den entsprechenden Formulierungen. Wobei sie dabei allzu gern übersehen, daß die mangelnden Fähigkeiten der Schreiber solcher Texte selbst die Ursache des Problem sind."

Wie schon JayBee geschrieben hat, haben Models eher ein Interesse an Vielseitigkeit, Fotografen mehr an Qualität. Jeder hat seine Potenziale, wohin er sich entwickeln kann. Voraussetzung ist natürlich Talent und die Begeisterung für die Sache. Aber jeder hat seine Grenzen. Klar kommt man irgendwann an einen Punkt, von dem aus keine Quantensprünge mehr möglich sind.

Was macht ein Model, wenn sie unter Wasser, auf dem Rücken eines Pferdes mit wallender Stola und schließlich auch noch beim Fallschirmkunstsprung abgelichtet wurde? Ich überzeichne natürlich ;) Sie sucht sich nur noch Fotografen aus, die ihr vielversprechend erscheinen. Oder sie wendet sich anderen Dingen zu.

Was macht ein Fotograf, wenn er ein gutes Netzwerk aufgebaut hat mit interessanten Modellen und mit jedem schon mehrmals geshootet hat? Man kennt sich also, vertraut sich, vielleicht hat man auch schon über die Ziele des gemeinsamen Tuns gesprochen – wie kann es jetzt aber weitergehen ...

Ein Model kann sich einfach andere Fotografen für neuen Input suchen, der Fotograf kann sich Bodypainter oder MUAs suchen, aber irgendwann muss man doch die eigenen Fähigkeiten kritisch betrachten und überlegen, wo man noch optimieren kann.
vor 4 Monaten
Viele Modelle haben eher ein Interesse an Vielfältigkeit, denn an Vielseitigkeit. Letzteres impliziert nämlich Fähigkeiten, die man sich, teilweise mühsam, aneignen muß.
Wir brauchen dabei gar nicht über irgendwelche Quantensprünge zu reden. Schon die Grundlagen wären keine schlechte Idee und würden deutlich weiter helfen, wenn sie denn da wären. Sind sie aber nicht!

Und wenn die Mimik, Gestik und Haltung nicht stimmen und das Modell sich nicht adäquat im Licht bewegen kann, dann wird das Bild immer unfertig und unstimmig aussehen.
Es ist dann eher ein Abhaken eines Erlebnisses, als Photographie. Und natürlich macht das unzufrieden.
Erinnert mich ein wenig an irgendwelche Reisegruppen, die irgendwo durch die Gegend gejagt werden. Sie waren zwar irgendwie vor Ort, aber nie wirklich da.

Wie will man den einzigartigen Geruch roter Erde beschreiben, wenn man ihn nie geatmet hat? Wie will man absolute Stille erklären, wenn man nie aus der Großstadt rausgekommen ist?
Man muß sich schon auf eine Sache einlassen und den Kern vielleicht nicht mal unbedingt verstehen, aber doch wenigstens erahnen. Dazu fehlt aber meist die Bereitschaft. Dementsprechend sind dann auch leider die Ergebnisse.
Und da gebe ich Dir leider Recht - dann wird sich etwas anderem zugewandt.

Ich würde gern mal ein Bild wieder richtig entwickeln, mit Testshootings, in denen die einzelne Aspekte immer besser und genauer ausgearbeitet werden usw. bis es reif für das finale Shooting ist.
Es gibt leider kein Modell, welches zu so etwas Lust hat.

Ich hatte sowas schon mal angefangen, im Sommer wird es 20 Jahre her sein, 6 oder 7 Testshootings mit über 1000 Bildern (alles noch analog). Wir kamen dem Ziel immer näher und ab dem 5. Shooting wurden die Bilder richtig gut (sind sie noch immer) nur leider fehlten mir damals die Möglichkeiten für das finale Shooting und dann bin ich auch weggezogen.

Damals hatte ich ein Modell. Jetzt habe ich die Technik und die Mittel. Seitdem habe ich die Idee immer weiter entwickelt und seit ich hier in der MK bin, suche ich ein geeignetes Modell, welches in der Lage ist diese Idee umzusetzen. Habe es aber leider noch nicht gefunden.
Es ist nämlich eine Serie mit 15 Motiven die umgesetzt werden müssen. Da kannst Du nicht jedes Motiv einzeln erklären, da muß einfach alles in einem Guß sein und sitzen.
vor 4 Monaten
Ich finde den Thread einerseits sehr spannend, weil das hier noch nie so deutlich herausgearbeitet wurde, dass "Sedcarderweiterung" zwei Bedeutungen haben kann. Bitte nicht falsch verstehen, wenn ich aber andererseits die Diskussion über die unterschiedlichen Interessen von Modellen und Fotografen für überflüssig erachte. Eigentlich sollten doch alle (also beiderseits der Kamera) sowohl Interesse an einer qualitativen Verbesserung als auch an einer thematischen Vielfalt haben. Nur bei der Qualität könnte man jetzt anführen, dass es bei Modellen mehr auf das gute Posing ankommt und bei Fotografen mehr auf Lichtführung usw. Gute Fotografen können natürlich theoretisch auch an schlechten Fotos eines Kollegen erkennen, wie gut ein Modell ist, während gute Modelle das Können eines Fotografen auch an Bildern mit untalentierten Modellen erkennen können. In der Praxis ist es aber so, dass die Bilder nur dann als "gut" erkannt werden, wenn Modell und Fotograf beide "gut" bei der Bildentstehung waren.

Trotzdem ist es gut, wenn man sich mal Gedanken um "horizontal" oder "vertikal" macht. Viele werfen Dinge zusammen, die nichts miteinander zu tun haben, was man oft bemerkt, wenn über Arbeitsbereiche "verhandelt" wird. So schrieb mir mal ein Modell, welches sich eigentlich für alle Arbeitsbereiche anbot: "Wir können gern ein Fashion-Shooting machen, aber für Akt bist Du nicht gut genug.". Macht das so Sinn? Bin ich besser mit dem Licht, wenn ein Modell mehr Kleidung anhat? Wohl kaum. Der Grund für die Aussage des Modells dürfte auch woanders liegen.
vor 4 Monaten
@Wanderphotograph:
"Und wenn die Mimik, Gestik und Haltung nicht stimmen und das Modell sich nicht adäquat im Licht bewegen kann, dann wird das Bild immer unfertig und unstimmig aussehen."

Da ist meines Erachtens dann auch nicht mit Üben getan, kein Talent, abhaken. Wer nicht dieses gewisse Etwas hat und Gespür dafür, es zu zeigen, besitzt, kann sich das auch nicht aneignen.

"Damals hatte ich ein Modell."

Damals hattest Du eine Muse ...
vor 4 Monaten
@eckisfotos:
"Wir können gern ein Fashion-Shooting machen, aber für Akt bist Du nicht gut genug."

So eine Aussage ordne ich in die Kategorie Nutzenoptimierung ein. Also hier heißt Sedcarderweiterung für das Model, ich ziehe mir den größtmöglichen Vorteil aus der Zusammenarbeit. Darauf kann man sich als Fotograf einlassen, wenn man genug Selbstvertrauen hat und ein Fashion-Shoot mit dem Model gerade passt. Man kann natürlich auch ablehnen und erklären, dass TfP ja auch zum gemeinsamen Üben gedacht ist und es schwer ist, sich zu verbessern, wenn man keine Chance bekommt.
vor 4 Monaten
Ok, also gut, ich überdenke meine Definition:

Sedcarderweiterung = horizontal
Sedcardvertiefung = vertikal
vor 4 Monaten
@pam
Deine Vermutung könnte richtig sein - muss aber nicht. Also es gibt offenbar so einige Modelle, die zu Aktfotos bereit sind - aber dies zu vermeiden suchen. Früher gab es häufiger den Deal "tausche Aktfotos gegen Fashionfotos" d.h. Modell war bereit, sich auszuziehen, wenn der Fotograf auch bereit war, Fashion-Fotos zu machen. Nicht immer lief das fair ab. So passierte vor Jahren folgendes. Ich vereinbarte mit einem Modell ein Studioshooting über alle Arbeitsbereiche. Am Tag zuvor absolvierte das Modell ein Outdoorshooting (Spätherbst!), wo der Fotograf sie wohl aus der Kleidung quatschte. Es kam wie es kommen musste: Modell wurde krank (Erkältung vom Vortag) und sagte kurzfristig ab. Zudem hatte sie nun genug Aktfotos und "die Nase voll" davon. Also bot sie mir einen Ersatztermin an - aber zu neuen Bedingungen: Fashion auf TFP (weil der andere Fotograf dazu "nicht mehr gekommen war"(!!!) und Akt "wenn überhaupt, dann Pay". Nicht selten ist es aber viel einfacher: Da ist Akt=ja nichts weiter als der Wunsch nach Aufmerksamkeit.
vor 4 Monaten
Zurück zum Thema:
Ich fühle mich jetzt schon durch die neuen Beiträge bestätigt, dass horizontal und vertikal zwar völlig unterschiedliche Dinge sind, aber doch irgendwie zusammengehören.

Wobei ich die Aufgabe von Modellen beim Shooting doch in Frage stellen möchte:
Wir kennen ja fast alle GNTM, wo ja doch vehement die Meinung vertreten wird, dass Modelle bei Shootings nahezu selbständig passende Posen einnehmen können. Dazu passt, dass viele "Starfotografen" dort eigentlich kaum konstruktive Anweisungen geben (können oder wollen).
Das passt aber nicht dazu, dass woanders (u.a. hier) auch oft die Meinung vertreten wird, dass der Fotograf alleiniger Urheber eines Fotos sein soll, weil er alles bestimmt - wozu auch gehört, dass er in der Lage ist, das Modell so anzuleiten, dass es vorteilhaft auf dem fertigen Foto aussieht. Wenn man es so sieht, dann braucht ein Modell in dieser Hinsicht natürlich keine qualitative Optimierung und sollte sich mehr für neue Themen interessieren.
vor 4 Monaten
Eine Sedcard ist ja vorrangig dazu da neue Shootings zu generieren. Also sollte eine Sedcard-Erweiterung/-Verbreiterung/-whatever dabei helfen die eigenen Chancen beim gesuchten Shooting-Partner zu steigern. Und da fangen m.E. die Interessen von Fotografen und Modellen an auseinander zu driften.

Während die Chancen des Modells steigen, wenn sie (oder er) sich als wandelbar präsentiert, so ist es für den Fotografen sicher förderlich, wenn die Sedcard nicht wie die Auslage einer Gemischtwarenhandlung daher kommt, sondern einen gewissen Stil erkennen lässt. Schließlich soll man erkennen und nicht nur erahnen können, was als Ergebnis der Zusammenarbeit zu erwarten ist.

Somit strebe ich als (Hobby-)Fotograf danach in dem was ich mache immer besser zu werden. Ob das jetzt vertikal oder horizontal gedacht ist, kann ich nicht sagen, weil ich darüber gerade den Überblick verloren habe. Ehrlich gesagt ist mir das auch egal ;-) Wobei das nicht ausschließt dass ich auch mal die Komfortzone verlasse und mal etwas ganz anderes, für mich neues fotografiere. Aber das zeige ich nicht zwingend hier, besonders wenn es nicht um das inszenierte Fotografieren von Menschen geht.

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