Der Troll und die vier Zwerge 52

1 week ago
Ich habe hier gleich zwei "Verschwörungstheorien" parat:

1. Tom hat absichtlich verschwiegen, dass die Zwerge über
die 2:2 Verteilung der Hutfarben informiert waren, um das
Rätsel unlösbar zu machen und die Zwerge somit sterben
zu lassen.

2. Tom hat ganz einfach nur vergessen zu erwähnen, dass
die Zwerge über die 2:2 Verteilung der Hutfarben informiert
waren.

Da kommt nun das "Kommunikationsproblem" zum tragen:

Ich denke nicht, dass Tom absichtlich vier Zwerge nach 1.
sterben lassen würde, sondern lege den Text der Aufgabe
nach 2. aus und ergänze ihn im besten Sinne um die dort
fehlende Information, zu Gunsten der Zwerge ...
1 week ago
@peter
mit 1, willst du doch nicht etwa sagen, dass tom der troll ist??????????
1 week ago

Also 4 Zwerge bekommen bei verbundenen Augen je einen weißen oder schwarzen Hut auf, wobei beide Farben vorkommen. Der erste Zwerg sagt eine beliebige Farbe. Alle anderen folgen mit der gleichen Farbe. Bei mindestens einem muss es ja stimmen. :-)


Haha, @Eckis (bzw. Cowboy vor ihm) hat eine sehr unkonventionelle, aber korrekte Loesung gefunden.

"Wenn einer von Euch mit richtig sagt, welche Farbe der Hut hat, den er selbst trägt, dann lasse ich Euch alle frei. Falls Ihr irgendwas anderes redet, seid Ihr tot, dann fresse ich Euch auf!"
Damit ist die erste Bedigung erfuellt. Einer von den Zwergen sagt richtig die eigene Hutfarbe.
Etwas anderes, naemlich dass kein Zwerg richtig sagt, welche Farbe der eigene Hut hat, ist somit falsch, wenn die Zwerge wie von Eckis beschrieben antworten.

Finde ich gut. Ausserhalb des ueblichen Schemas gedacht. Mit dem Zusatz von Peter Herhold natuerlich.
1 week ago
@J Reber
Oh, ich hatte tatsächlich gar nicht gesehen, dass der Cowboy die "einfache" Lösung schon hingeschrieben hatte. Es ging mir aber um den Gag, dass für diese einfache Lösung die Aufgabe für die Zwerge noch etwas schwieriger hätte sein können (bei gleichzeitig vereinfachter Beschreibung) - nämlich alle mit verbundenen Augen.
1 week ago
Fotocowboy ...

Eine andere Lösung wäre, dass jeder Zwerg sagt, dass er einen
schwarzen Hut auf hat. Mindestens der dritte Zwerg hätte ja
recht mit seiner Aussage und da es ja laut Tom`s Geschichte
und Beschreibung ausreichend ist, wenn ein Zwerg recht hat,
wären dann dadurch,dass ein Zwerg recht hat, alle Zwerge frei.

Das wäre ein 50:50 Glücksspiel für die Zwerge, denn in der
Aufgabenstellung steht: „Falls Ihr irgendwas anderes redet,
seid Ihr tot, dann fresse ich Euch auf!"

Wenn ein Zwerg also etwas anderes redet als die korrekte
Farbe seines Hutes, wären alle tot.
1 week ago
es ist also so, dass der troll in toms aufgabe keine ahnung hat von Kommunikationstheorie
@Peter Herhold:2. Tom hat ganz einfach nur vergessen zu erwähnen, dass die Zwerge über die 2:2 Verteilung der Hutfarben informiert waren.

Das hast Du richtig erkannt.
Ich muß mir mal einen Textbaustein für die Aufgabe machen... ;-)
Noch einen hinterher:

Zwei Wanderer stehen bei Koblenz am Rhein und wollen diesen überqueren.
Außer ihnen ist niemand in der Nähe. Brücken und Fähren stehen nicht zur Verfügung, nur ein Ruderboot. Dieses trägt allerdings nur einen Mann, würden beide einsteigen, geht das Boot unter.

Die Männer überqueren den Fluß, ohne naß zu werden, und setzen ihren Weg fort. Wie haben sie das gemacht?

Wiederum die Bitte: wer's weiß, postet es erstmal nicht. Als kleine Belohnung kommt mit der Lösung morgen oder übermorgen noch ein kleines "Schmankerl" zu der Geschichte dieser Denksportaufgabe, das ein kleines Sahnehäubchen ist.
1 week ago
Zitat: Tom Rohwer | Fakten fordernder Verleugner


Zwei Wanderer stehen bei Koblenz am Rhein und wollen diesen überqueren.
Außer ihnen ist niemand in der Nähe. Brücken und Fähren stehen nicht zur
Verfügung, nur ein Ruderboot. Dieses trägt allerdings nur einen Mann,
würden beide einsteigen, geht das Boot unter.

Das ist wie im Schachspiel:

Es kommt nicht nur auf die Figuren an, sondern auch in welcher Position sie
für ihre Züge stehen. Schach sollte wieder im Schulunterricht aufgenommen
werden!

In der "vermuteten Stellung des Spiels" kommt keiner über den Rhein ... ;-)
1 week ago
Aber natürlich kommen beide trockenen Flusses über den Rhein!!!
Soooooo simple ;-)

Lösung per pm @tom
1 week ago
Da sieht man mal wieder, wie es auf die genaue, exakte Wortwahl ankommt.
(Was wir ja bereits schon nach der ersten Aufgabe wussten.)
1 week ago
Ich kenne die Lösung nicht, aber ich frage mich, warum es erwähnenswert ist, dass die beiden Deppen in Koblenz (oder Köln) und nicht in Bingen oder in Bonn am Rhein stehen.

Wenn es das ist, was ich fürchte, ist es kein Rätsel, sondern ein bescheuerter Witz.

Nur unter Zuhilfenahme des Bootes kommen die jedenfalls nicht rüber.
1 week ago
Die beiden werden nur nass, wenn sie nicht rudern können ....
Hihihihihi
1 week ago
Zitat: Fotocowboy ...

Da sieht man mal wieder, wie es auf die genaue, exakte Wortwahl ankommt.

Die Wortwahl ist ok, es sind nur nicht alle nötigen Informationen zur Lösung
des Rätsels drin, um es nicht zu einfach zu machen ...
1 week ago
@Ivanhoe:
Obwohl da die Lösung so deutlich "umschrieben" wird, kennst Du die Lösung noch nicht?
Ich mache mir Sorgen um Dich.
Zu Deiner Rückfrage: In Bingen würde es nicht funktionieren. Wer das jetzt nicht versteht, muss auch noch ein wenig nachdenken. :-)
1 week ago
@ eckisfotos

In Remagen und Arnheim hat es auch nicht funktioniert.
Trotz Brücken immer nur einseitig ...
1 week ago
Naja, hab' die "Lösung" gerade mal gegoogelt. Die funktioniert allerdings überall am Rhein, es sei denn, man treibt den Blödsinn mit "in Koblenz" im Gegensatz zu "in Bingen" auf die Spitze.

Verbuche ich, im Gegensatz zum ersten Rätsel, mal unter Albernheit.

Koblenz und Köln haben übrigens eine Seilbahn, die den Rhein überquert. Das wäre meine "Lösung".
6 days ago
@ Tom:

Mit dem angekündigten "Schmankerl",
welches Du als Sahnehäubchen angekündigt hast....

Wortspiel bzw. Kopfkino beabsichtigt ?
Ich kenne die Lösung nicht, aber ich frage mich, warum es erwähnenswert ist, dass die beiden Deppen in Koblenz (oder Köln) und nicht in Bingen oder in Bonn am Rhein stehen.

Es ist aus demselben Grund erwähnenswert, aus dem Zauberer im Zirkus hübsche Assistenten haben, und mit dramatischen Gesten herumfuchteln, etc.pp.

Es soll die Aufmerksamkeit auf etwas bestimmtes lenken. In dem Fall soll sich der Leser und Hörer vorstellen, wie die beiden Herren bei Koblenz am Rheinufer stehen und auf die andere Seite wollen und sich verzweifelt fragen, wie sie mit dem Boot über den Fluss kommen, das doch nur eine Person trägt.

Die Lösung ist wiederum ganz einfach:

Herr Nr.1 erreicht bei Koblenz das Rheinufer. Dort liegt das Ruderboot. Er steigt hinein, rudert über den Rhein, übergibt am anderen Ufer das Boot an Herrn Nr.2 und setzt seinen Weg fort. Herr Nr.2 steigt in das Boot, rudert über den Rhein, und setzt am entgegengesetzen Ufer seinen Weg fort.

Die meisten Leser/Hörer gehen ganz automatisch davon aus, daß die beiden Männer zusammen unterwegs sind und daher auch in einer Richtung den Rhein überqueren wollen. Das ergibt sich aber überhaupt nicht aus dem Text der Aufgabe. Der Leser/Hörer dichtet es selbst dazu.

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Das kleine Extra-Schmankerl dazu...

Keine Denksportaufgabe, sondern ein wahres Ereignis. Auch dieses zeigt, wie oft und leicht und schnell das menschliche Gehirn Fehlstellen in Informationen automatisch ergänzt, aufgrund von Erfahrungswissen, oder auch Beobachtungen automatisch anhand von auf Erfahrung beruhenden Plausibilitäten ergänzt.

Ohne daß wir das merken, ohne daß wir uns das bewusst machen...


Folgende Geschichte entstammt einem Bericht in der FAZ (Frankfurter Allgemeine Zeitung), der vor etlichen Jahren veröffentlich wurde, fragt mich bitte nicht, wann genau. Ich gebe den Bericht inhaltlich grob wieder.

Einmal im Jahr findet in Goslar der "Deutsche Verkehrsgerichtstag" statt. Das ist eine große Tagung für Straßenverkehrsrecht, an der zahlreiche auf das Gebiet spezialisierte und daran interessierte Richter, Staatsanwälte, Anwälte, Polizeibeamte, Verkehrsexperten, Psychologen usw. teilnehmen. Auf dem Verkehrsgerichtstag werden nicht selten die Grundlagen für Gesetzesänderungen entwickelt, usw.usf.

Vor Jahren nun gab es auf dem Verkehrsgerichtstag einen Vortrag eines Professors (Psychologie? Jura? Ich erinnere es nicht mehr...) zum Thema "Wert und Beurteilung von Zeugenaussagen".

Vorne also der Prof, im Saal lauter kluge Fachleute, darunter viele, die wie Polizisten, Staatsanwälte, Richter und Anwälte regelmäßig mit Zeugen zu tun haben und ihren Aussagen, und die sich teilweise - wie die Polizisten - als Profis in der Beweiserhebung und -beurteilung einstufen.

Der Prof redet also, und so nach 20 Minuten scheppert plötzlich die Tür zum Saal auf. Ein Mann kommt rein, im blaugrauen Kittel, typische Hausmeister-Erscheinung, mit einem Klemmbrett mit Formularpapieren drauf und einem Kugelschreiber in der Hand...

Rüde unterbricht er den Prof - "Sie müssen unbedingt noch das Formular für xyzblablal unterschreiben! Das haben Sie vergessen!" Der Name des Formulars klingt irgendwie bürokratisch-absurd, die FAZ hatte den Namen damals genannt, meine ich.

Der Prof wehrt genervt ab. "Muß das jetzt sein? Sie sehen doch, daß ich mitten im Vortrag bin! Können Sie nicht später noch mal kommen?!"

Es geht zwei, drei Minuten hin und her, die beiden pampen sich zunehmend unfreundlich an, die anderen Leute im Saal sind leicht peinlich berührt.

Schließlich blafft der Prof den Hausmeister an "Nun geben Sie schon her!!!", reißt ihm das Klemmbrett und den Schreiber aus der Hand, schimpft laut weiter "Eine Unverschämtheit ist das doch, so eine Störung, das kann man doch auch anders..." Man kann sich's vorstellen. Der Hausmeister blafft zurück, dann gibt der Prof Klemmbrett und Schreiber wieder an den Hausmeister zurück, der sagt "Warum nicht nicht gleich so?!" und verlässt den Saal.

Der Prof entschuldigt sich wortreich bei den Teilnehmern für die Störung, und setzt seinen Vortrag fort.

Zehn Minuten später unterbricht er seinen Vortrag und sagt: "Meine Damen und Herren, was Sie eben erlebt haben, war keine ärgerliche Störung, sondern Teil eines Experimentes, das ich gern mit Ihnen machen möchte. Nehmen Sie bitte alle einen Zettel und einen Stift, und schreiben Sie kurz in Stichworten Ihre Zeugenaussage auf, was hier gerade eben zwischen mir und dem Hausmeister passiert ist. Bitte erstmal nichts sagen, damit Sie die anderen nicht beeinflussen, nur kurz aufschreiben."

Die Teilnehmer schreiben ihre Zeugenaussage in Stichworten auf. Und dann fragt der Prof die Zeugenaussagen ab.

Es gibt leichte Differenzen, wie groß der Hausmeister war, und ob er einen Schnauzbart hatte, und so etwas, aber im wesentlichen, zeigt sich, sind alle Zeugenaussagen übereinstimmend.

Der Hausmeister kam rein, mit Klemmbrett und Kuli, es gab einen verbalen Streit, der Hausmeister wollte Unterschrift, der Prof wollte, daß der Hausmeister nach dem Vortrag wieder kommt, verbaler Streit hin und her, schließlich kapituliert der Prof, reißt dem Hausmeister Klemmbrett mit Formular und den Stift aus der Hand, unterschreibt, gibt die Sachen zurück, und der Hausmeister geht wieder.

"Ja...", sagt der Prof dann, "und jetzt hätten Sie alle hier eine glatte Falschaussage gemacht. Sie alle sagen aus, Sie hätten beobachtet, daß ich nach kurzem Streit das Formular unterschrieben hätte. In Wirklichkeit aber habe ich das Formular NICHT unterschrieben. Ich habe mich erst geweigert, dann nachgegeben, habe das Klemmbrett und den Stift genommen... und beides dann zurückgegeben, OHNE zu unterschreiben. Und der Hausmeister hat das Formular wieder zurückgenommen, gesagt "Warum nicht gleich so?"und ist wieder gegangen.

Was ist da passiert? Ganz einfach: Sie haben nicht das wahrgenommen, was tatsächlich passiert ist. Sondern das, was Ihr Gehirn für das plausibelste gehalten hat.

Hausmeister will Unterschrift. Prof will später unterschreiben. Schließlich nimmt Prof doch die Sachen, gibt sie dann wieder zurück, und der Hausmeister zieht befriedigt von dannen.

Da ist es doch logisch, daß der Prof am Ende dann doch unterschrieben hat.

Logisch vielleicht. Aber nicht das, was wirklich passiert ist..."

Die Teilnehmer, so berichtete es der FAZ-Redakteur, seien ziemlich beeindruckt gewesen... ;-)

Wir nehmen wahr, was wir wahrnehmen wollen bzw. für plausibel halten. Das ist aber nicht immer das, was wirklich ist.
Ist mir auch schon oft passiert. Vor über 20 Jahren übernahm ich mal die technische Produktion eines kleinen Buches eines kleinen Erotik-Verlages. Kurzgeschichten über "TVs" (Transvestiten). Der Titel des Büchleins war "Ins Röckchen gezwungen".

Ich habe die DTP-Arbeiten gemacht, der Verleger wollte den Titel unbedingt in BrushScript gesetzt. Ich machte die Datei fertig, und einen Ausdruck. Erste Korrekturlesung: alles ok. Ich schickte es an den Verleger: alles ok. Ich gab die Datei einem Geschäftspartner, der die letzte Aufarbeitung für die Ausbelichtung des Druckfilmes für den Umschlag machen sollte. Der guckte, ganz automatisch, auch noch mal drauf: alles okay. Dann ging die Datei ins Litho-Studio, das den Druckfilm ausbelichten sollte.

Der Mensch aus dem Litho-Studio rief an. Es solle doch bestimmt "Ins Röckchen geZwungen" heißen, und nicht "Ins Röckchen gewungen", oder?

Drei Leute haben insgesamt bestimmt 10mal aufmerksam draufgeguckt und Korrektur gelesen. Keiner hat's gemerkt. Okay, BrushScript ist verschnörkelt. Trotzdem... Genau deshalb ist Korrekturlesen übrigens so schwer. Weil das Gehirn viele Fehler automatisch korrgieriert. Es weiß ja, was da stehen soll...

;-)
Ach ja - zu der Geschichte mit den beiden Männern, die den Rhein überqueren wollen, gibt's noch eine zusätzliche kleine Pointe.

Paul Watzlawick, Autor diverser Bücher auch zum Thema Kommunikation, benutzte die Geschichte als kleines Beispiel in einem seiner Bücher. In einem späteren Buch beschreibt er amüsiert, was daraufhin passierte...

Er bekam einen Brief von einer Studentin, die das Buch gekauft hatte. Sie war etwas empört, denn Watzlawick, so schrieb sie ihm, habe ja ausdrücklich geschrieben "Zwei Männer wollen bei Koblenz gemeinsam den Rhein überqueren..." Und dann gehe das ja alles nicht auf...
Watzlawick schreibt, wie er erschrocken war - war etwa ein peinlicher Fehler bei der Herstellung des Buches passiert? War ihm versehentlich ein "gemeinsam" ins Manuskript gerutscht? Oder hatte der Lektor etwa...?

Er guckte also nach und war erleichtert: nein, nichts von wegen "gemeinsam". Also schrieb er der Studentin, da müsse sie sich irren. Nein, schrieb die Studentin zurück, in ihrer Ausgabe stehe wirklich gemeinsam...!!!!

Lange Rede kurzer Sinn, die beiden wohnten wohl nicht so weit voneinander entfernt, und die Studentin fuhr also mit ihrem Buch bewaffnet mit der Bahn zu Watzlawick.

Dort öffnete sie triumphierend das Buch, um ihm das "gemeinsam" zu zeigen...

Und stotterte: "Also... gerade eben, in der Bahn, wo ich es noch mal nachgelesen habe, da stand es noch drin! Jetzt ist es weg..."

Falls die Geschichte nicht wahr ist, ist sie jedenfalls nett erfunden.

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