Onlyfans | tfp oder bezahlte Shootings 82

Hallo Community
Ich habe nun zwei Models welche Bilder aus einem tfp Shooting und ein Model, welche Bilder aus einem von mir bezahlten Shooting in Onlyfans zum Verkauf anbieten.

Gerne hätte ich nun mal eure Meinung wie ihr mit Onlyfans bzw. mit den darin veröffentlichten Bilder umgeht.
Bekommt ihr vom Model/Fotografen eine Pauschale zurückerstattet? Teilt ihr 1/2 oder akzeptiert ihr einfach wenn das Gegenüber Geld verdient mit tfp Bilder?
Und wie schaut es bei Bilder aus wenn ihr das Model/Fotografen bezahlt habt?

Bin da mal gespannt.....

Viele Grüsse
Markus
3 weeks ago
Kommt doch alles auf die vertraglichen Vereinbarungen an. Wenn kommerzielle Nutzung ausgeschlossen ist, darf nichts verkauft werden....wenn entsprechend die prozentuale Beteiligung geregelt wurde, kann demnach auch "abgerechnet" werden... Es gibt da KEINE allgemein gültige Regelung...jeder so wie er es geregelt hat..
3 weeks ago
Was ist dir wichtig? Verdienst du mit den Fotos dein Geld und du bist drauf angewiesen?

Ich mache das nur nebenher. Wenn sie also mit dem Foto Gewinn macht, ist doch geil! Andere zahlen quasi, weil sie meine Teilarbeit geil finden. Es geht ja nicht um den Nobelpreis. Was habe ich also davon, meine Fotos zu sammeln und einzusperren? Ich hatte ein Werbevideo voll bezahlt und das Video dem Model zur Verfügung gestellt. Es war ja eh bezahlt und es war gute Teamarbeit.

Wenn ich allerdings von den Fotos leben, dann benötige ich Gewinne daraus und regel das direkt vertraglich. So ist es auch beim Rechtsstreit ok darauf zu beharren.
3 weeks ago
....bei Pay -Shootings hat das Model per sé keinen Anspruch auf die Fotos und schon gar nicht auf Vermarktung der Bilder.
Diesen Anspruch verwirkt man in der Regel mit der Bezahlung, Ausnahmen sollten vertraglich geregelt werden.
Auf TfP-Badis haben beide Seiten ein Recht auf das Bild, wobei die Verwendund durchaus unterschiedlich vereinbart werden kann.
#5
3 weeks ago
Hallo Markus, was steht in Deinem Vertrag bzw. was wurde mündlich vereinbart? Und in einem Fall hast Du ein Honorar an das Modell bezahlt und ihr zudem noch die Bilder gegeben? Warum?
3 weeks ago
Maze Winnter, wow. Einfach nur wow.
3 weeks ago
Vergiss sämtliches "per se", hier herrscht Vertragsfreiheit, es kommt also ganz darauf an, was Ihr vereinbart habt (schriftlich oder auch mündlich).

Da ich davon nicht lebe, stimme ich der Verwendung bei TfP-Shootings meist zu. Schließlich steigere ich damit den Wert meiner Bilder für das Model, was meine Chance auf weitere Shootings mit Ihr erhöht. Da mein TfP-Vertrag die kommerzielle Verwendung an sich aber ausschließt, bedarf es meiner Zustimmung.

Hast Du das Model für das Shooting bezahlt, halte ich die kostenlose Verwendung für eine kommerzielle Nutzung durch das Model zumindest erst mal für unfair. Ob sie es darf? Siehe oben, kommt drauf an, was ihr vereinbart habt. Habt Ihr nichts vereinbart, darf sie mit den Bilder erst mal überhaupt nichts anfangen. Nicht, weil es ein Pay-Shooting war, sonder weil Du der Urheber bist. Das Urheberrecht würde natürlich genauso greifen, wenn es ein TfP-Shooting war und Ihr auch da nichts vereinbart habt. Nicht vereinbaren (möglichst schriftlich) ist davon abgesehen aber immer keine gute Idee, da Du auch nicht nachweisen kannst, dass Sie Dir erlaubt hat die Bilder zu veröffentlichen (Recht am eigenen Bild und so).

Aber wie gesagt, im Grunde kommt es drauf an was Du magst und was vereinbart wurde.

Schau einfach, was Dich am besten weiterbringt und wie viel Ärger es Dir wert ist!

EDIT: Sehe gerade, dass Du aus der Schweiz kommt. Keine Ahnung, wie das in CH bzgl. Urheberrecht und Recht am eigenen Bild geregelt ist.
3 weeks ago
Vertragsfreiheit, eingeschränkt... allerdings wird im deutschen Urheberrecht eine Nutzung untersagt, zur Verwertung muss der Urheber zustimmen und das ist, eine gewisse Schöpfungshöhe der Aufnahmen vorausgesetzt, der Fotograf. Teil 1 des Urheberrechts ist nicht übertragbar, es geht hier um den Teil 2, ein Text hieraus: "Der Besteller eines Bildes im Sinne von § 60 UrhG hat kein Recht das Lichtbild zu vervielfältigen und zu verbreiten, wenn nicht die entsprechenden Nutzungsrechte übertragen worden sind."

Wie gesagt, deutsches Recht. Angloamerikanische Sichtweisen sind erheblich strenger - daher in CH nachschauen wie es dort geregelt ist.

Ich würde es bei Copytrack eintragen und gut is. Meine Bilder sind auch zu finden, mit den Models mach ich einmal was und gut is auch.

Mündlich ist gut beim Kaffee oder Pizza bestellen, sonst hat Mündlich die gleiche Rechtswirksamkeit wie der berühmte Reissack - es sei denn Du bist GF einer GMBH oder im HR mit speziellen Funktionen. Oder Du bist GF einer Reederei - da gelten ganz andere Gesetze.

Viel Spass dabei

lg
Harald
Da die meistens Models bei onlyfans wahrscheinlich kein Gewerbe angemeldet haben, dürften diese eh nichts verkaufen. Das Finanzamt sieht sowas nicht gerne.

Als Fotograf würde ich es unterbinden wenn meine Fotos dafür verwendet würden.
3 weeks ago
Also ich shoote aus dem Grund alles meine Fotos selber. Hab nur einmal Bilder aus einem Shooting verkauft und die Fotografin vorher gefragt. (Haben ein sehr gutes und eher freundschaftliches Verhältnis). Ohne das mit dem Fotgraf abzuklären find ich absolut nicht in Ordnung.
Ich würde persönlich nur ein Pay Shooting machen, damit diese Frage einfach ausgeschlossen ist. Wenn mich ein Fotograf bucht, bekommt er auch die Rechte. Hat auf mich nur keinen Reiz mehr, weil ich lieber die Kontrolle hab und selbst veröffentliche. Wenn sich ein Fotograf darauf einlässt, mir die Bildrechte bei einem Pay Shooting zu überlassen, ist es mir schon zu sketchy aber das ist eine persönliche Empfindung.

Zum unproduktiven Kommentar von Mirko: Eine Generalunterstellung auf welcher Basis? In Österreich ist es zB kein Gewerbe, sondern fällt unter neue Selbstständigkeit. Und die kann man sehr leicht anmelden und ist im eigenen Interesse, weil man dan ja auch die Ausgaben abziehen kann wie du als Fotograf auch.
manches liest sich doch recht kurios.

Vorweg, ich mache mir nichts aus Geld, ich brauch nicht mehr wie ich habe, Geld ist mir in erster Linie lästig.
Dennoch ist Geld natürlich auch ein Gegenwert für die Arbeit. Das muss sich nicht ausschließen, ich spende zb das meiste das ich durch Shootings einnehme.

Aber dennoch finde ich so ein Vorgehen wirklich nicht gut, insbesondere, und das wurde hier noch gar nicht gewertet, das mangelnde Vertrauen. Mich würde am meisten stören das ich nicht einfach gefragt werde. In sofern musste ich herzlichen lachen als um die Wertsteigerung und das Interesse für folgende Shootings angeht. Mit so jemanden würde ich nicht mehr shooten wollen, gerade wenn ich das Gefühl hätte es ginge nur um Warenbeschaffung. Wer Waren veräußern will muss einen Wareneinstand erwerben, das geht nun mal nicht per TFP.

Für mich geht es da in erster Linie nicht um den Umsatz, sondern um den Vertrauensbruch, bzw die mangelnde Kommunikation.
3 weeks ago
Wenn ein Model für ein Shooting Geld von mir erhielte, bekäme es keine Bilder... und keine Vermarktungsrechte.
Bei einem TFP-Shooting habe ich gegen eine Vermarktung durch das Model per se nichts einzuwenden... solange ich ebenfalls das Recht dazu habe.
3 weeks ago
Man kann die Frage aus zwei verschiedenen Blickwinkeln betrachten und beantworten.
1. Bezogen auf Deine konkreten Fälle:
Wie die anderen schon schrieben kommt es allein auf den Vertrag an.
2. Für die Zukunft:
Man kann relativ viel vereinbaren. Hier sollte sich keine Person (auf beiden Seiten der Kamera) zu billig verkaufen. Daher ist es Gepflogenheit, bei Pay-Shootings zu vereinbaren, dass die Person die Bilder und die Nutzungsrechte dafür bekommt, die bezahlt. Bei TFP finde ich es gerecht, wenn Fotograf und Modell die gleichen Nutzungsrechte und Bilder bekommen. Ob man sich per Vertrag auch gegenseitig das Recht einräumt, Bilder zu verkaufen oder eben nicht, dass ist dann Geschmackssache (wobei dann natürlich ein Exklusivverkauf nicht geht).

Ein Vertrag ist - zumindest in Deutschland - notwendig, weil der Fotograf das Urheberrecht hat und das Modell das Recht am eigenen Bild, d.h. ohne Vertrag blockieren sich Modell und Fotograf gegenseitig. Diese beiden Rechte müssen aber im Vertrag nicht erwähnt werden. Man gewährt sich (gegenseitig) die Nutzungsrechte - "und gut is".
@HoneyValkyrie: alle Hobbymodels mit denen ich mich diesbezüglich unterhalten hatten wollten von einem Gewerbe nichts wissen.
Und mir geht's dabei um solche Models wie im Eingangsthread beschrieben: Models, die das hier nebenbei machen um Fotos von sich zu bekommen und dann denken sie können über onlyfans das schnelle Geld machen.

Models die das eh beruflich machen haben erstens ein Gewerbe angemeldet und zweitens auch entsprechende Verträge um die Bilder ggfl zu nutzen.
Was in anderen Ländern außerhalb von Deutschland für Rechte zählen ist mir nicht bekannt und auch egal.
3 weeks ago
Mir isses ehrlich gesagt Wurscht ...
Wenn das Model meint Bilder (auf TfP-Basis entstanden) auf OF, Patreon, oder sonstwo zum Abopreis anbieten zu müssen und paar €uronen dafür zu bekommen, dann soll er/sie das tun.
Wenn da jemand für bezahlen möchte um von mir gemachte Bilder sehen zu wollen, soll er/sie das auch tun.
Möchte ich ein Stück vom Kuchen abhaben? NEIN.
Ich konnte meinem Hobby (Fotografieren &Bilder bearbeiten) fröhnen.
Thats it.

Die Option das ich ein Model bezahle würde sich mir nur dann stellen wenn ich damit Geld verdienen könnte.
Habe ich beides aber nicht vor.
In dem Fall hätte aber das Model von mir keine Bilder bekommen und könnte die somit auch nicht zum verkauf anbieten.
Dem Model die Bilder dann auch noch hinterherzuwerfen ("zur Eigenwerbung") finde ich ein ganz schön teures Geschäftsmodell. Aber das ist ja auch schon wieder ein anderes Thema.
3 weeks ago
#12 Ingo. Das ist ein sehr guter und wichtiger Aspekt.
Bei meinen Verträgen (tfp) ist eine kommerzielle Nutzung ausgeschlossen. Die Bilder dürfen nur für die eigenen Sedcard etc. verwendet werden.

Pay Shootings mache ich wenn nur mit wirklich professionellen Models. Es geht mir da darum, dass ich selber Bilder habe die vom Posing her usw. top sind.
Grundsätzlich gebe ich bei Pay auch keine Bilder ab. Da wir nicht das erste mal zusammen geshootet haben und die Bilder wirklich klasse waren, fragte sie mich an, ob ich ihr für ihre sedcard Bilder abgeben würde. Ich gab diese und es wurde geregelt, keine kommerzielle Nutzung.
Hier wird es so dargestellt, als wenn Fotos auf onlyfans zum Verkauf angeboten werden. Das ist meiner Meinung nach nicht der Fall. Nutzer von onlyfans zahlen in der Regel einen monatlichen Beitrag, um Zugang zum Inhalt des Portfolios zu bekommen.
Mag sein, dass damit die Fotos kommerziell genutzt werden.
Die Modelverträge der MK gehen ja dann von einer Beteiligung von 25% aus. Nur wie will man den Betrag errechnen? Ich denke, das ist einfach sinnlos.
Dann lieber in den Vertrag aufnehmen, dass eine Nutzung bei onlyfans ok ist (oder es explizit für beide Seiten ausschließen).
3 weeks ago
Angesichts der Tatsache, daß man viele Modelbilder im Internet kostenlos bekommt, möchte ich doch mal stark anzweifeln, daß über Verkaufsplattformen wie Onlyfans das "schnelle Geld" zu machen ist. Es sei denn, man ist der Star. Aber ehrlich, "Stars" treiben sich nicht in der MK herum ;-).

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