Wer von euch bearbeitet seine Bilder womit – bzw. warum nicht? 94

1 week ago
Bei vielen Bildern hier fällt mir immer wieder negativ auf, dass sie nicht optimiert, also vernünftig bearbeitet sind.

Beispiel: Da wird teils dunkles Zeug hochgeladen, das man schnell und gut aufhellen könnte. 'Man' tut es aber nicht.

Liegt das an fehlenden Bearbeitungsprogrammen? An fehlenden Kenntnissen dazu? An Selbstzufriedenheit? Oder am Ende an einer (für mich) seltsamen 'Out-of-Cam-Philosophie'?
1 week ago
Die Frage müsste man an den Urheber richten. Möglicherweise ist es eine bewusste Entscheidung gegen eine Bearbeitung, weil subjektiv aus seiner Sicht alles gut. ist....Müsste man am Bild diskutieren.

Die Frage hinsichtlich der Bearbeitungsprogramme ist eine ganz andere. Auch da gibt es heutzutage viele Möglichkeiten. Ich nutze seit über 15 Jahren Capture One.
Für mich müssen die Fotos möglichst 'fertig' aus der Kamera kommen. Belichtung, Bildausschnitt usw. müssen sitzen. Lieber vor dem Auslösen sorgfältig sein und ein paar Sekunden länger brauchen, als später viel Zeit bei der Bildbearbeitung zu verlieren, um zu retten, was zu retten ist.

Dennoch läuft jedes Bild bei mir durch Photoshop (CS5). Flecken auf Boden oder Hintergrund kann man i.d.R. vor der Aufnahme nicht loswerden. Bildkippen kann auch immer mal wieder passieren und wird korrigiert (das alleine scheint in der MK mitunter ein unüberwindbares Hinternis zu sein). Und auf Pickel usw. hat man ohnehin keinen Einfluss.
Außerdem habe ich die Parameter für die S/W-Umwandlung gerne in eigener Hand.

Warum viele Bilder schlecht oder offenbar gar nicht bearbeitet werden, erschließt sich mir nicht. Ein einigermaßen brauchbarer Monitor ist erschwinglich und auch ohne Kalibrierung kann man den vernünftig einstellen. Und selbst kostenlose Programme zur Bildbearbeitung bieten alles, was man für die Korrektur kleinerer Makel braucht.

Wenn das Ausgangsmaterial aber schon nichts ist und man Nachbearbeitung ablehnt, kann man zwar versuchen sich das als 'Out of Cam' schönzureden, sollte aber nicht unbedingt mit Beifall anderer rechnen.
1 week ago
ich bin meist zu faul etwas zu bearbeiten
oder zu ungeschickt, etwas wegzustempeln oder zu retuschieren
1 week ago
Nun ja, ich habe schon gesehen, dass "Polaroids" entsprechend kritisiert wurden (da hat jemand gar nichts verstanden) und dass Lowkeys als zu dunkel und Highkeys als zu hell kritisiert wurden. Ich kann mit der grundsätzlichen Fragestellung schon etwas anfangen, aber nach einer gewissen Forumserfahrung habe ich auch Skepsis, was Bildkritiker angeht. Einerseits dient Kritik oft der Selbstdarstellung des Kritikers - oft gepaart mit einem "Sendungsbewusstsein", andererseits liegt es auch häufig am unterschiedlichen Geschmack. Ich fand schon eigene Bilder zu hell und habe nachgedunkelt - und andere fanden es zu dunkel ...

Ich sehe auch oft schlechte Bilder und glaube (!), dass das ein objektives Urteil ist. Tatsächlich ist es mein subjektives Urteil.

Deine Einschätzung bezüglich teils seltsamer Philosophien kann ich nachvollziehen. Offenbar kommen seltsame Philosophien und Bilder bei einigen Modellen gut an - wobei es beispielsweise für mich schon ein Widerspruch in sich ist, "tolle analoge Fotos" zu digitalisieren und den Optimierungsalgorithmen der MK auszusetzen.

Soweit zum Text des Eingangsbeitrags - nun zur Überschrift (die nicht ganz dazu passt). Ich habe ein sehr altes Photoshop, aber es kommen gelegentlich auch ganz andere Programme zum Einsatz.
#6
1 week ago
Es gibt vielleicht ähnlich viele zu stark bearbeitete Bilder wie gar nicht bearbeitete. Man kann - muss aber nicht.
Wenn das Bild dem Model und der Kamerabesitzerin oder -besitzer gefällt ist alles im grünen Bereich. In Bezug auf Helligkeit könnte es auch am Bildschirm liegen.
Naja das mit den OoC und jpg hatten wir ja grade bein den Videos von Foto Koch und Herrn Krolop, der in einem Video davon sprach, das heute alle Kameras bzw Fotografen gleich JPG schießen sollen. RAW sei wohl out.
Vielleicht hat sich das bei einigen schon vor Jahren so eingeprägt.

Aus meiner Erfahrung als Bearbeiter weiß ich, das es einigen einfach an Fähigkeiten fehlt, RAW-Daten richtig und gut zu entwickeln oder auch kleine Retuschen zu machen. Andere haben einfach keine Lust dazu.

Ich für mein Teil: Schieße in RAW und jpg ( 2 Speicherkarten ) alles in schwarzweiß. Die jpgs sind ausschließlich für die Modelle als Previews. Ich entwickel die RAWs dann immer in 2 Versionen. Color und SW; je separate Entwicklung.
Analog; SW entwickel ich manchmal noch selber ansonsten gehts ins Labor; einfach eine Frage des Preises!
Bei allem gilt aber, schon vor dem auslösen, mal richtig durch den Sucher schauen um zu sehen ob alles stimmt. Aber bei vielen ist wohl Masse besser als Qualität.

Ansonsten, ist es auch oft gar nicht nötig irgendwelche Fotos zu Entwickeln / Bearbeiten, weil es eh den Geschmack von 80% der hier ansässigen NICHT trifft.
1 week ago
Zuerst mal schon ein herzliches DANKE für alle Beiträge – vom 'Themenanschieber', der sich hier wieder meldet.

Hier nun mein kleines 'Geständnis':
Bearbeite seit Jahren meine Bilder nur in FOTOS, der Standard-App von Apple. Warum? Mein alter PhotoShop läuft auf dem neuen iMac mit Retinadisplay nicht mehr.

Und, wichtig: Mit Ausnahme des manchmal vermissten Stempelns und des Bastelns mit Ebenen kann man mit diesem Programm wirklich eine Menge anfangen bzw. eben optimieren. Und gestalten, etwa die Farbigkeit! Retusche klappt in ca. 80% der Fälle prima.
Wg. der PS-Abstinenz bearbeite ich die RAW-Aufnahmen oft schon in der NIKON. (hoffentlich kein zu lauter Aufschrei hier! ;-))

Aber im nächsten Jahr wird auf jeden Fall wieder neue Software angeschafft. Empfehlungen?

Allgemein betrachtet bewegt sich die MK für mich leider oft von einem
'Alles kann – nichts muss' zu einem 'Alles muss – nichts kann'!

Trifft sicher auf ca. ein Viertel der Teilnehmer zu. Es 'muss' einfach um jeden Preis schnellstens was hochgeladen werden, man will halt auch mitmachen und wir sind ja ach sooo demokratisch. Und dann sieht man halt Bilder, die nur noch patzig und schlampig und lieblos sind. Dafür von mir null Respekt. Und das hat auch oft mit der verweigerten Bearbeitung zu tun. Was natürlich nicht heißt, dass man aus jedem Mist noch Gold zaubern kann.

Oft sind es meiner Meinung nach aber Bilder, die wirklich nur einen 'Digi-Schubs' bräuchten, um wirklich klasse zu sein. Jetzt sind sie halt okay, bisschen zu dunkel, bisschen (unabsichtlich) aus dem Lot, bisschen zu stark verknitterte Klamotten usw.

Verhältnis 'unter-bearbeitete' Bilder zu 'über-bearbeiteten' schätze ich in der MK etwa 80 zu 20 ein. Auf keinen Fall fifty-fifty.

Zum Entschuldiger-Einwand 'Ist eh alles Geschmackssache' sag ich: Quatsch. Wie in der Musik gibt es auch in der Fotografie 'Tonarten'. Manche hören sie halt nicht, weil sie optisch taub sind.
1 week ago
Ich bearbeite meine Bilder zu 99% mit Lightroom CC Classic, inkl. Haut-Retouche u. Pickel weg stempeln.

Ich bin schon der Meinung, dass zumindest "Grobheiten" retouchiert gehören, war ja selbst beim analogen nicht unüblich, ein Bild aufzuhellen oder was abzuwedeln etc.

Aber ohne Frage gibt es da kein wirkliches Richtig oder Falsch, jedem wie es gefällt.
PetersPhotos
Ich sehe mein Bild als Gesamtwerk. Aus diesem Grund ist PS und Lightroom der allgemeine Workflow. Was mich stört, wird optimiert!
Woran es liegt, dass hier einige Fotos eher "rausrotzen" statt hochzuladen?
- Mangelnde Kenntnis
- Mangelnde Lust (manche fotografieren lieber)
- Technische Probleme, wie z.B. ein extrem verstellter, nicht kalibrierter Monitor.
- und zu guter Letzt, was schon in einem anderem Thema behandelt wurde, mangelnde Kritikfähigkeit. Unzulänglichkeiten werden zur "Kunstform" erhoben.
so isses halt.
1 week ago
Erst Lightroom, dann Photoshop.

Besonders schön ist immer, wenn Leute ach so stolz sind auf ihre Faulheit und "unbearbeitet" darunter schreiben und nicht einmal wissen, dass man wenigstens die Objektivkorrektur vollführen sollte.
#13
1 week ago
Gimp mit vorgeschaltetem Darktable, alles unter Linux.

Ausgangspunkt ist grundsätzlich das Raw-Bild, aber ich benötige selten mehr als 2 oder 3 Minuten pro Bild.

Für viele hier sind die Fotos aber reine Trophäen: "Schaut mal her, ich habs geschafft, eine nackte Frau zu fotografieren". Da spielt die Bildqualität, in welcher Hinsicht auch immer, nur eine untergeordnete Rolle.
1 week ago
Der Fotograf trägt die Verantwortung für ein ansehnliches Bild. Wie er das zustande kriegt, ist letztlich egal.
Wenn man die Verantwortung nicht übernehmen will, sollte man mit seinen Sachen auch nicht an die Öffentlichkeit gehen. Ich glaube da liegt das Problem, weniger an verbliebenen Schwächen.
1 week ago
Ich nutze Acdsee pro und lightroom.
Ich bearbeite meine Fotos gerne weil man doch noch
Viel heraus holen kann.
Was dann wem und wie gefällt ist sehr subjektiv bzw. Unterschiedlich.
LG toni
1 week ago
Ich brauche meine Bilder nicht bearbeiten. Ich mache nämlich gleich gescheite Fots. Hab ich in den Analogzeiten gelernt.
Ich mache hauptsächlich Bilder, damit ich sie auch bearbeiten kann. Lightroom ist erste Wahl und danach Photoshop - beides im Abo. Ab und An auch mal das Softwarebundle von Topaz.

Macht einfach Spaß für mich Filter selbst zu bauen und schauen "was geht".
Gefällt sicher nicht jedem, muss es auch nicht.

Bei vielen Bildern hier fällt mir immer wieder negativ auf, dass sie nicht optimiert, also vernünftig bearbeitet sind.


Was heißt schon "optimiert" oder "vernünftig" bearbeitet ?
Ich folge gerade den Arbeiten von Oswaldo Cepeda und mag sie. Andere würden sie sicher als schrecklich bearbeitet empfinden.
Dennoch hat er bei IG 136K Follower.

https://www.instagram.com/moodydarkroom/
#20

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