'Out of Cam' – die überflüssigste Bildbeschreibung von allen? 143

3 days ago
@eckisfotos:
Zitat Tom Rohwer
"Und wieso sollte es eigentlich einen grundsätzlichen Unterschied machen (einen technischen macht es logischerweise schon), ob ein Fotograf seine Bildbearbeitung von der Kamera erledigen lässt, mit der Kamera-internen Software selber durchführt, oder die Bildbearbeitung an einem externen Gerät vornimmt?"

Das ist sowohl eine gute als auch eine "dumme" Frage. Ich beurteile das in Bezug auf den Zweck der MK.

Der wird erfahrungsgemäß sehr vielfältig verstanden, von den verschiedenen Usern.
Stellt ein Fotograf ein OOC-Bild aus und schreibt das auch noch darunter, so will er potentiellen Fotomodellen mitteilen, wie seine Fotos "ungeschönt" aussehen und dass dieses schon gute Ergebnisse sind.

Ich bin überzeugt, daß das den Models vollkommen egal ist. (Leider wird sich aber wie üblich kein Model hier dazu äußern...)
Ich gehe davon aus, daß Models in der MK schon gerne Bilder von einem Shooting haben möchten. Sei es für die Sedcard, sei es als sonstige Referenz, sei es, um daraus zu lernen, oder jedenfalls einen Eindruck davon zu bekommen, ob beim Shooting denn - nach dem Geschmack, Urteil usw. des Models ! - "gute Bilder "herausgekommen sind. Und dafür ist es völlig egal, ob der Fotograf (oder ein anderer, ein EBVler z.B.) nach dem Shooting daran gar nicht oder fünf Minuten oder fünf Stunden gewerkelt hat...
Das Model, davon bin ich überzeugt, interessiert sich für das (End-)Produkt Bild. Wenn es sich denn überhaupt dafür interessiert, und nicht nur für das Honorar etc.

Die Fotomodelle können - so die Nachricht - sich darauf verlassen, dass das das Minimum an Qualität ist, was sie vom Fotografen zu erwarten haben, insbes. wenn sie sich auf TFP-Basis bereitstellen wollen.

Das wäre ein ziemlich leichtsinnige Annahme. Und außerdem ziemlich unsinnig, denn was ist für das Model, gerade auch bei TfP, wertvoller? Ein gutes Bild? Oder ein Bild "so wie es aus der Kamera kommt"?
Wenn das ein RAW-Format ist, wird das Model wohl in den allermeisten Fällen gar nix damit anfangen können.
Wenn das Model einen Model-Job angenommen hat, weil es die Fotos eines bestimmten Fotografen gut findet und sich gesagt hat: "Sowas will ich auch, bei sowas will ich auch mitwirken!"...

... dann hilft es rein gar nix, wenn das Model dann Bild-Dateien "out of the camera" bekommt --- wenn der Fotograf die vom Model bewunderte Leistung durch eine elaborierte EBV erzielt, und nur dadurch...

Ich denke gerade an die "Treppen-Fotos" von Oli M. Hier in der MK früher mal von vielen bewundert und bestaunt. (Inzwischen scheint er nicht mehr User zu sein.) Dahinter steckte immer ein Menge Bearbeitung, und er erzählte mir mal, daß er genervt von den vielen Leuten war, die gerne für umme von ihm erklärt haben wollten, wie genau er das (diesen ganz speziellen Stil) in der EBV hinbekommt...

Natürlich wäre ein nachgelagerter und automatisierter Prozess außerhalb der Kamera, der standardmäßig auf alle Bilder angewendet wird, gleichwertig. Aber gibt es das wirklich?

Welche Relevanz sollte das haben? Es hat überhaupt keine.

WIe gesagt: OOC bei Fotografen entspricht den Polas bei Modellen.

Nein. Das war früher mal so, als es wirklich noch Polaroids waren. Heute steht "Pola" bei Models für ein Foto, bei dem das Model ungeschminkt gezeigt wird. Also ein Foto, das nicht "out of the camera" ist, sondern "out of the Klamotten". Ungeschminkt, nur spärlich frisiert, ein Foto, auf dem das Model so aussieht, wie es ohne jedes Trallala beim Fotografen zur Tür reinkommt, zum Shooting.

Ich finde die "Polas" immer hoch interessant, denn sie zeigen, wieviel Bedeutung die Visa, das Licht, die Location, die Outfits und die Ideen des Fotografen dafür haben, was am Ende als "Produkt Foto" herauskommt.

Einem erfahrenen Fotografen zeigt ein "Model-Pola" in etwa, wieviel Aufwand (für Makeup, Frisur, Licht, etc.) vermutlich notwendig sein wird, um das aus dem Model zu machen, was er machen will. Das kann hilfreich sein, man sollte es aber auch nicht überschätzen.

Ein unerfahrener Fotograf wird bei vielen "Model-Polas" vermutlich denken: meine Güte, die ist ja völlig verpickelt, hat fettige Haut und fettige Haare, und guckt in die Kamera wie 'ne Kuh, wenn's donnert - die buche ich doch nie im Leben!

Aber all das hat mit "Fotos out of the camera" wirklich überhaupt nichts zu tun. Ein Foto "out of the camera" kann ich von einem komplett ungeschminkten und unfrisierten Model machen, das ich mit Programm-Automatik und eingebautem Blitz direkt anblitze. Oder mit acht Blitzköpfen, einer Truppe von Visas und Hairstylisten und drei Stunden Stukkatur am Model und einem technischen und zeitlichen Aufwand bei der Aufnahme, der einem den Mund offen stehen lässt. Richtig ist eigentlich nur eines: je mehr Aufwand man vor der Aufnahme bzw. für die Aufnahme treibt, desto weniger muss man nach der Aufnahme noch bearbeiten.
#141Report
3 days ago
@Lichtermeer:
Euer Problem ist eben das ihr eure ooc Fotos auch noch für ganz tolle Werke haltet. Niemand hat etwas gegen ooc wenn es wirklich gut aussieht. Wenn ich aber Fotos mit dem Zusatz ooc hochlade und meine Bilder nach missglücktem Weißabgleich aussehen, die Farben und Kontraste blass wirken oder Farben nicht zusammen passen und dann hier was von TFP schwadroniere, dann wirkt ooc eben ehr wie das Markenzeichen für, ich mache ooc deshalb weil ich nichts anderes kann.

Als Fotograf interessiert mich was das Foto angeht nur das Endprodukt.*

Wenn das ein JPEG ist, das von der Speicherkarte auf den Rechner wandert und lediglich noch beschriftet werden muss, aber ansonsten einfach so verwendet werden kann, für den jeweiligen Zweck: super. Das spart mir dann Arbeits- und damit Lebenszeit.
Wenn das Foto erstmal intensiv bearbeitet werden muss, damit es so aussieht, wie ich es mir vorgestellt habe, als ich es aufgenommen habe...
Dann habe ich a) entweder gepfuscht oder b) mir gesagt "Ach was, ich richte jetzt kein Licht ein, das ist mir zu aufwendig, das kann ich genauso gut aber einfacher in Photoshop machen" oder c) es handelt sich um Aufnahmebedingungen, bei denen mir klar ist "Oha - das wird noch einige EBV-Arbeit werden!"

Meine Lebenserfahrung zeigt mir, daß für alle Bereiche von Beruf und Hobby der Grundsatz gilt: eine Stunde wohldurchdachter und gekonnter Vorbereitungs-Arbeit erspart einem fast immer drei Stunden überflüssige Nacharbeit hinterher. Das wissen ja eigentlich nicht nur Handwerker...
#142Report
3 days ago
Lieber Tom Rohwer

Zu Deinem Beitrag #141: Du benutzt dort Worte wie "unsinnig" usw. Ich erlaube mir daher auch einmal ein paar sehr offene Worte: Dein Beitrag hat aus meiner Sicht den ersten Platz gemacht, was Un- und Blödsinn angeht. Ich hoffe, dass es bei Dir daran liegt, dass Du einen schlechten Tag hattest. Ich zitiere beispielhaft eine zentrale Aussage:
"Das wäre ein ziemlich leichtsinnige Annahme. Und außerdem ziemlich unsinnig, denn was ist für das Model, gerade auch bei TfP, wertvoller? Ein gutes Bild? Oder ein Bild "so wie es aus der Kamera kommt"?"

Diese Aussage bezieht sich offenbar darauf, dass ich behauptet habe, dass ein ooc-Bild den Modellen eine gewisse Sicherheit geben kann, auf welche Bildqualität sie mindestens bauen können (s.o.)

Also ich unterstelle jetzt natürlich, dass ein Fotograf nicht gelogen hat, wenn er "out of cam" unter ein Bild geschrieben hat. Was ist unter dieser Voraussetzung denn der Leichtsinn? Ein Fotograf, der in der Lage ist, bereits gute ooc-Bilder zu liefern ist doch nicht schlechter als ein Fotograf, wo erst noch ein Bildbearbeiter (auch wenn er es selbst ist) ran muss. Bezüglich Deiner Frage bin ich mir nicht sicher, ob ich sie als puren Unfug bezeichnen soll oder als Unverschämtheit, denn Du "unterstellst", dass ein Bild entweder gut ist oder direkt aus der Kamera kommt. Ich weiß nicht, ob das pure Dummheit ist, oder ob Du irgendeinen Zweck verfolgst, aber die Unterstellung entbehrt jeder Grundlage. Wer es hier wagt, ein ooc-Bild auszustellen, der wird sich sicher sein, dass es gut ist. Und mit großer Wahrscheinlichkeit wird er damit richtig liegen. Und im Zweifelsfall lässt sich ein gutes ooc-Bild durch eine Nachbearbeitung noch besser machen. Ein intelligentes Fotomodell wird bei im Ergebnis gleichguten Bildern zweier Fotografen, letztlich den wählen, bei dem die Bilder schon gut aus der Kamera kommen.

Eigentlich witzig ist, dass Du in Deiner Antwort auf Lichtermeer folgendes schreibst:
"Meine Lebenserfahrung zeigt mir, daß für alle Bereiche von Beruf und Hobby der Grundsatz gilt: eine Stunde wohldurchdachter und gekonnter Vorbereitungs-Arbeit erspart einem fast immer drei Stunden überflüssige Nacharbeit hinterher. Das wissen ja eigentlich nicht nur Handwerker..."

Das liest sich wie: "ich bin doch ooc-Fan".
Tom, ich schrieb es schon einmal, Dein Prinzip ist meistens völlig gleich: Du zerpflückst irgendeine These, um kurz darauf eine meist sehr ähnliche - oft identische - "eigene" Idee zu beschreiben. Du bist unangenehmer als die üblichen Trolle. Du machst es mehrfach mit meinen Beiträgen (im oben erwähnten mehrfach) und auch mit anderen. Warum machst Du das?
#143Report

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