Bin ich geizig oder verlangen die Modell wirklich zu viel 63

4 days ago
Oder sollten Gratis-User im Forum nur lesen dürfen, weil sie sonst unendlich viel Müll schreiben, ohne was dafür zu bezahlen?
bareBEAUTY schrieb: Tja. Model müsste man sein. Die kriegen Geld für die Ausübung ihres Hobbys.


Ein Großteil Deiner Argumentationen, die Du zu dem Thema schriftlich niedergelegt hast, fußt ja auf dieser Prämisse. Doch gerade die reisenden Models machen das nun mal im Haupterwerb. Wieso sollten diese Models auch für viel Geld durch die Welt reisen, um dann auf TfP-Basis immer nur noch mehr Fotos in ihren Sedcards anzusammeln? Die können sie nicht essen und die bezahlen kein Dach über dem Kopf. Etwas beruflich zu machen, was andere als Hobby machen, widerspricht sich nicht. Das gilt für jeden der beruflich fotografiert genauso. Der bekommt Geld für etwas, was andere als Hobby machen.

Wir bezahlen auch privat so viele Leute für ihre Zeit und ihre Fähigkeiten. Warum ist das bei Models plötzlich ein Problem? Nur weil es eine Zeit gab, in der viele Frauen sich nach Konsum von GNTM reihenweise in der MK anmeldeten, um sich mal ein bisschen wie Heidi Klum zu fühlen? Klar, das war toll. Aber normal war das auch nicht. Und wir leben nun mal in einem Land, in dem es schon lange in ein schlechtes Licht gerückt wird etwas auf sein Aussehen zu geben. Die osteuropäischen Models haben hier m. E. niemanden verdrängt. Die deutschen Models sind so rar, weil das Modeln heute in Deutschland nicht mehr als etwas schönes gilt. Da reduziert und objektifiziert man sich angeblich und Patriarchat, mimimi und blablabla. Die osteuropäischen Models haben mit so einer Denke nichts am Hut. Von daher teile ich die Ansicht, dass es ohne sie hier ganz mau aussehen würde. Aber die kommen eben nicht extra für TfP hier angereist. Kamen die Erntehelfer auch nie. Auch wenn andere als Hobby ihren Garten haben.
Manfred # schrieb: Wenn ich mir die Sedcards von den Modellen anschaue, die mir PAY-Anfragen schicken, stelle ich fest, dass deren Bilder immer schlechter werden. Ich sehe nicht wirklich ein, wieso ich für ein Shooting mit einem Anfänger zahlen soll.


Diese Sedcards und Pay-Anfragen gibt es auch. Aber so allgemein sehe ich das nicht so. Mich würde mal interessieren, wie Du die Sedcards der drei allein heute (bzw. jetzt gleich gestern) Pay anfragenden Models in meinem Nachrichteneingang einordnest. Ich finde, das sind drei überlegenswerte Models mit guten bis sehr guten Sedcards (und die Tage davor war es eigentlich auch kaum anders, wobei es Ausreisser dazwischen gibt, ja).

https://www.model-kartei.de/sedcards/model/503882/julia-romanova/

https://www.model-kartei.de/sedcards/model/623915/anastasimodel/

https://www.model-kartei.de/sedcards/model/626351/shadow-of-eva/

Ich würde meinen, die meisten reinen TfP-Models erreichen diese Qualität nicht. Wenn sie genug Fotos haben und es sie irgendwann langweilt oder auch etwas dazwischenkommt (eifersüchtiger Freund, Schwangerschaft etc.) hören sie wieder auf. Wenn als TfP-Model gestartete Damen so ein Niveau erreicht haben und nicht wieder aufhören, werden sie spätestens dann doch sehr häufig auch Pay Models, wenigstens im Nebenerwerb.
Seien wir doch mal ehrlich:
Dass die Stundensätze der Modelle in den letzten Jahren immer weiter in die Höhe geschraubt wurden, liegt zu einem nicht unerheblichen Teil an den Fotografen selbst. Es findet ein permanentes Ausloten der Grenzen statt; man überbietet sich gegenseitig regelrecht, nur um das begehrte ‚Trophäen-Modell‘ für das nächste Shooting zu gewinnen. Verschärft wird diese Dynamik durch immer neue Zusatzleistungen, sei es durch Geld, exklusive Bildrechte / Bildübergabe oder darüber hinausgehende Benefits.

Das Absurde an der Situation ist, dass selbst viele GUTE Modelle – hinter vorgehaltener Hand betrachtet – das gesamte System als äußerst fragwürdig oder gar unangenehm empfinden. Dennoch springen immer mehr Neueinsteiger auf diesen Zug auf, weil sie in der Branche primär das schnelle Geld wittern. Was dabei besonders sauer aufstößt: Ein Großteil dieser Akteure agiert völlig am Fiskus vorbei. Das verzerrt den Markt massiv, da hier Einkünfte erzielt werden, die in keiner seriösen Kalkulation vorgesehen sind.

Dass diese Strategie oft funktioniert, sieht man an der Qualität der Ergebnisse, die im Anschluss zu sehen sind – sie spricht häufig eine eigene Sprache.
Getreu dem Motto: ‚Billiger geht immer‘, leidet am Ende der künstlerische Anspruch, während gleichzeitig die Integrität der gesamten Branche ausgehöhlt wird.

Wenn ich mir das Preis-Leistungs-Verhältnis und die tatsächliche Erfahrung vieler Modelle hier auf der Plattform betrachte, komme ich zu einem klaren Schluss: Die geforderten Honorare sind in den meisten Fällen schlichtweg überzogen und spiegeln in keiner Weise die tatsächliche Referenzliste oder das handwerkliche Können wider.
3 days ago

Mich würde mal interessieren, wie Du die Sedcards der drei allein heute (bzw. jetzt gleich gestern) Pay anfragenden Models in meinem Nachrichteneingang einordnest. Ich finde, das sind drei überlegenswerte Models mit guten bis sehr guten Sedcards (und die Tage davor war es eigentlich auch kaum anders, wobei es Ausreisser dazwischen gibt, ja).


Ich habe dir eine private Nachricht geschickt.
ALs ich 2006 hier als Hobbyfotograf anfing, war es hier genau umgekehrt. 80% der Models wollten auf Tfp um ihre Setcard zu pimpen. Ab 2010 stieg ich , nach etlichen Tfp Shootinganfragen von den Models, meldte das Gewerbe an ,um auf Pay und es lief sehr gut, die Models bezahlten dafür, um mit meinen Arbeiten auf gewissen Plattformen Werbung für sich zu machen. Heute ist es umgekehrt, die Models haben erkannt , das viele Hobbyfotografen tief in die Tasche langen,um auch mal eine Nackt vor der Kamera zu shooten. (warum wohl ;-) ) Egal wie die Qualität oder das künstlerische in der Fotografie zur Geltung kommt. Heute sieht man, im Gegensatz zu früher , zu 99% nur nacktes hier in der MK. Darum gebe ich den Models, auch Anfängerinnen und Amateuren, vollkommen recht, an diesen Hobbyfotografen gut zu verdienen ! Als Hauptberuflicher Fotograf verdient man hier seitdem kaum etwas. Dafür in anderen Plattformen mehr. Wer diese ewigen Nacktdarstellungen satt hat, dem empfehle ich die Fotocommuinity.de, da ist alles unterteilt in verschiedenen Aufnahmebereichen, mit qualitativ excellenten Fotografien.
3 days ago
Das ist wie mit dem Porsche, gäbe es nicht genügend Leute die den Preis zahlen, würde er ganz einfach nicht mehr gebaut und gäbe es nicht genügend Fotografen die Preise um 100 Euro zahlen ab der die Hemmschwelle der Frauen, sich vor fremden Männern auszuziehen fällt, gäbe es die Aktfotografie in der derzeitigen Form nicht mehr. Da gibt es hier immer wieder Leute die glauben, wenn die Konkurrenz nur diese Preise nicht mehr zahlen, würden die Preise sinken. Das ist aber ein Irrglaube, das Ergebnis wäre, die Frauen würden sich dann nicht mehr für Fotografen ausziehen. Genau so wie jetzt bei Porsche und VW wegen der sinkenden Nachfrage die Preise nicht fallen, sondern die Fabriken werden einfach dicht gemacht werden. So einfach ist das. Wer die Preise nicht zahlen kann oder will muss sich dann eben ein anderes Betätigungsfeld suchen.
3 days ago
#24
das liegt daran, dass es schon lange nicht mehr um Fotografie geht sondern um Bedürfnisse, die jenseits davon liegen. Deswegen auch die hohe Anzahl der Kamerabesitzer!
artist de identité inconnue schrieb: Seien wir doch mal ehrlich:
Dass die Stundensätze der Modelle in den letzten Jahren immer weiter in die Höhe geschraubt wurden, liegt zu einem nicht unerheblichen Teil an den Fotografen selbst. Es findet ein permanentes Ausloten der Grenzen statt; man überbietet sich gegenseitig regelrecht, nur um das begehrte ‚Trophäen-Modell‘ für das nächste Shooting zu gewinnen. Verschärft wird diese Dynamik durch immer neue Zusatzleistungen, sei es durch Geld, exklusive Bildrechte / Bildübergabe oder darüber hinausgehende Benefits.


Lass mich nicht lügen, wir wollen ja mal ehrlich sein. Mir ist rein gar nichts von dem was Du da schreibst bisher untergekommen. Ich wüsste auch nicht, wie, wo und warum ich je jemanden hätte überbieten müssen, als wären wir hier auf einer Viehauktion. Die Models nennen ihre Konditionen und man sagt zu oder nicht. Die Möglichkeit, das jemand den Preis drücken möchte, die ist auch noch gegeben. Manche Models schreiben ja auch schon dazu, dass sie mit sich reden lassen. Das mache ich nie. Aber es soll sich dann wirklich jemand zurückmelden und stattdessen sagen "Nein, lass uns nicht einfach für 80€/h shooten, lass mich das überbieten und lass uns für 150€/h shooten und dann lade ich Dich noch schick zum Essen ein und zahle alle Übernachtungen im Hyatt Hotel und gebe Dir alle Bildrechte exklusiv!", um die Preise zu steigern?

Ich hatte auch nie das Gefühl, mit einem Pay Model eine Trophäe zu erhalten. Wenn ich einen guten Handwerker bestelle, um meine Waschmaschine zu reparieren, ist der dann auch eine Trophäe? Der repariert jedem die Maschine der ihn bestellt und bezahlt. Und es ist heute tatsächlich ja schon schwieriger schnell einen guten Handwerker zu finden als ein Model. Aber so läuft es eben mit Pay Models auch. Wer bucht und zahlt, mit dem wird geshootet. Die wirklich guten und erfahrenen Models sind doch eh kein neues Gesicht mehr und im Laufe der Jahre auf vielen Sedcards zu sehen. Sowas wie eine Trophäe hast Du vielleicht, wenn Du es schaffst mal ein Foto zu machen, das anders ist, als das was sie normalerweise machen. Aber ansonsten kann man sich doch nichts exklusives oder auszeichnendes drauf einbilden. Und das ändert sich, wenn man einfach so viel mehr Geld bezahlt und dadurch steigen die Preise?
Ich war mal vor langer Zeit auf einem Workshop bei einem Fotografen, der es zu einem gewissen Ansehen geschafft hat. Er konnte neben seinem Beruf tatsächlich auch gut von der Model-Fotografie leben.
In einem Gespräch sagte er uns sinngemäss folgendes: Qualität erkennt man auch an den Models. Wenn du einen gewissen Anspruch hast, dann versuche mit solchen guten Models zusammenzuarbeiten, das wird dich auf den nächsten Level bringen. Und ja, das wird Geld kosten.
3 days ago
#30 ja, das ist eine Binsenweisheit. Ein gutes Bild interessiert noch niemanden. Ein gutes Bild eines namenhaften Fotografen interessiert schon meistens, weil er fast immer nur 'Prominente' bzw extrem gut aussehende Menschen fotografiert.
Ein No-Name Fotograf, der für die Öffentlichkeit unbekannte Menschen abbildet, wird es nicht zur Bekanntheit bringen.
Das ist jetzt zwar von Deinem Beitrag wegführend. Brigitte versuchte 2010 mit Laien ihr Geld zu verdienen. Das Ganze ging immerhin 2 Jahre aber dann verstanden sie, warum sie besser Profis beauftragen.
3 days ago
Bei professionellen Models gibt es ja auch schon Unterschiede. Ich hab zum Beispiel auch schon erlebt, dass ein Model den Preis senken wollte, weil von 2h nur 1h 45m genutzt wurden.Hab das aber dann abgelehnt und sie danach noch auf ein Getränk eingeladen. Dann hatte ich mal eine Dauerverhandlung mit einem Model, welches 8h bezahlt haben wollte weil ja ihr ganzer Tag jetzt blockiert wäre und ein Arbeitstag nun mal 8h hätte. Zu 90% mach ich aber TFP, was halt oft nur einen finanziellen Vorteil hat. es kommt halt darauf an, was man will. Und was ich nicht will und auch nicht machen werde ist feilschen. Ich sage, was ich zu zahlen bereit bin, that´s it.
3 days ago
Da ja weiteres Breitgesülze folgen wird, nur ganz kurz und konkret:

Statt mein Geld ständig in neues Equipment zu investieren – und danach als billiger Jakob auf TfP-Optionen zu schielen, zahle ich meine Models gerne.

– 60 € / Std. für FASHION, ganz selten mehr.
– immer wieder mal ein Outfit als Draufgabe, das "abgeshootet" ist und dem Model gut gefällt. Kostet mich, wg. Einkauf auf Flohmärkten max. 15 € / Stück.

Mal selten für Halbakt bis zu 90 €.

Akt? Macht eh schon jeder. Hab in meinem Leben genügend nackte Frauen gesehen, ohne zu zahlen.

Punkt.
3 days ago
eckisfotos
Oder sollte der Golflehrer auch kein Honorar erhalten, weil er doch nur ein Hobby ausübt?

Wenn der Golfschüler den Golflehrer für seine Tätigkeit frei auf seinem Golfplatz spielen ließe (nur als Gedankenkonstrukt zur Veranschaulichung), könnte man sicherlich eine Vereinbarung treffen, bei der der Lehrer nicht (monetär) bezahlt werden müsste. Mit anderen Worten: Wenn beide Seiten etwas bieten, was der andere zur Ausübung seines Hobbys benötigt, ist es doch naheliegend, sich auf einen Tauschhandel zu einigen.
Im Gegensatz zur beschriebenen Golflehrer/Golfschüler-Situation, die so eher die Ausnahme sein dürfte, ist die Situation bei Fotografen und Modellen aber der Regelfall: Die Fotografen bieten etwas, das die Modelle zur Ausübung ihres Hobbys benötigen und die Modelle bieten etwas, das die Fotografen zur Ausübung ihres Hobbys benötigen. Da liegt doch ein Tauschhandel näher, als zwanghaft zu sagen: "Ich will aber Auftraggeber sein, der einen Dienstleister beauftragt, weil ich den unbedingt bezahlen will!" Zumindest liegt keine zwingende Notwendigkeit vor, es so zu sehen.


MartinWalltree (#chilloutfotografie)
Doch gerade die reisenden Models machen das nun mal im Haupterwerb. Wieso sollten diese Models auch für viel Geld durch die Welt reisen, um dann auf TfP-Basis immer nur noch mehr Fotos in ihren Sedcards anzusammeln? Die können sie nicht essen und die bezahlen kein Dach über dem Kopf.

Wer sagt denn, dass sie das sollen?

Wir bezahlen auch privat so viele Leute für ihre Zeit und ihre Fähigkeiten. Warum ist das bei Models plötzlich ein Problem?

Ich sage gar nicht, dass das ein Problem ist. Ich frage mich nur, warum das nur in eine Richtung kein Problem ist, in die andere aber offenbar sehr wohl!? Warum kämpfen alle dafür, dass Modelle für ihre Tätigkeit bezahlt werden, aber niemand dafür, dass auch Fotografen für ihre Arbeit vergütet werden? Ist Fotografieren auf einmal keine geldwerte Arbeit mehr? Warum müssen Fotografen Modelle bezahlen und nicht umgekehrt?

Nur weil es eine Zeit gab, in der viele Frauen sich nach Konsum von GNTM reihenweise in der MK anmeldeten, um sich mal ein bisschen wie Heidi Klum zu fühlen? Klar, das war toll. Aber normal war das auch nicht.

Das war in der Masse vielleicht nicht normal. Aber menschlich war und ist das völlig normal! Menschen (nicht nur Frauen!) wollen schon seit jeher Beachtung, Anerkennung, Lob und Respekt. Darin blühen sie auf! Heidi Klum hat ihnen nur Mut gemacht, es selbst auch einmal als Modell zu versuchen. Und einige haben gemerkt: Es funktioniert und es ist toll!

Und wir leben nun mal in einem Land, in dem es schon lange in ein schlechtes Licht gerückt wird etwas auf sein Aussehen zu geben.

Ist das so? Den Eindruck hatte ich bisher nicht. Und ich lebe schon ein paar Jahrzehnte in diesem Land.
3 days ago
PetersPhotos
Es ist wie immer eine große Freude, Deine Beiträge zu lesen, besonders, wenn sie "nur ganz kurz und konkret" sind. Davor aber schon einmal kräftig ausgeteilt gegen alle vorherigen und noch folgende Beiträge: "weiteres Breitgesülze" (Angriff 1). Es geht lustig weiter: "Statt mein Geld ständig in neues Equipment zu investieren – und danach als billiger Jakob auf TfP-Optionen zu schielen,..." (Angriff 2). Ok, dann erfahren wir konkrete Beträge, die durch "ganz selten mehr" wieder relativiert werden. Dann wird es schon Zeit für "Akt? Macht eh schon jeder." also Angriff 3.

Und dann der Brüller:
"Hab in meinem Leben genügend nackte Frauen gesehen, ohne zu zahlen."

Da fallen mir so einige Antwortmöglichkeiten ein:
1) Hab in meinem Leben genügend angezogene Frauen gesehen, ohne zu zahlen.
oder
2) Hab in meinem Leben mehr angezogene als nackte Frauen gesehen, (ohne zu zahlen).
oder
3) Wieso ist es wichtig, nackte Frauen ohne Bezahlung zu sehen, wenn Du doch Deine angezogenen Modelle gut bezahlst?

Immerhin hast Du die Frage aus dem anderen Thread "Warum Akt?" unfreiwillig beantwortet.
Weil es eben NICHT jeder macht!
bareBEAUTY schrieb: Ich sage gar nicht, dass das ein Problem ist. Ich frage mich nur, warum das nur in eine Richtung kein Problem ist, in die andere aber offenbar sehr wohl!? Warum kämpfen alle dafür, dass Modelle für ihre Tätigkeit bezahlt werden, aber niemand dafür, dass auch Fotografen für ihre Arbeit vergütet werden?


Das ist wohl so, weil wir hier explizit über Models diskutieren und nicht über Berufsfotografen und weil wir Models buchen und bezahlen und keinen Bedarf dafür haben von Berufsfotografen fotografiert zu werden. Wir stellen aber auch nicht deren Beruf in Frage. Das machen TfP-Fotografen schon viel eher.

Wenn man es zu Ende denkt, greifen doch die TfP-Fotografen die Berufsfotografen an und nicht die die Pay-Models buchen. Eine Frau, die einfach schöne Fotos von sich haben will und keine Model-Skills hat, die sucht nicht selten ganz klassisch einen Fotografen auf. Den wird sie dann bezahlen. Nach dem was man hier so manchmal liest, sollte man ihr ja dringend davon abraten. Weil ja nur TfP-Fotos gute Fotos sind, nur TfP-Fotografen gute Fotografen sind und sie als TfP-Model auf den Fotos auch viel besser aussehen wird. Genauso fotografieren Hobby-Fotografen schon lange immer mehr Hochzeiten, Firmenfeiern etc. und machen die Preise und damit viele Berufsfotografen kaputt. Wo andere allein schon einen vierstelligen Betrag berechnen müssten, um überhaupt ihre Kosten zu decken, machen sie es für's kostenlose bedienen am Buffet und vielleicht einen kleinen Amazon Gutschein.

Mein Ding ist das nicht. Ich sag mal so: Wer bestellt, der bezahlt. Ist doch ein ganz allgemeines Prinzip.

Die Fotografen bieten etwas, das die Modelle zur Ausübung ihres Hobbys benötigen


Man kann das Modeln natürlich einfach grundsätzlich zu einem Hobby abstufen. Ich denke so nicht und ich finde auch, dass professionelle Models oft Skills haben, die unerfahrene TfP-Models einfach nicht haben. Die wissen oft noch nicht wie unvorteilhaft manche Pose wirkt und was man stattdessen macht usw. usf. Berufsmodels bezahle ich nicht für ihr Hobby. Die machen das beruflich. Er ergibt gar keinen Sinn das wegreden zu wollen, denn die bezahlen mit dieser Tätigkeit ihre Rechnungen. Es kocht ja auch keiner im Restaurant beruflich für mich, nur weil es Hobby-Köche gibt. Ich würde auch nie danach fragen oder versuchen darüber zu diskutieren.
Ich habe jetzt interesshalber mal meine alten Nachrichten von 2024 durchgesehen, als ich hier wieder angefangen habe und die ersten Pay Shootings vereinbart habe. Mit einigen Models habe ich auch letztes und dieses Jahr weitere Shootings gemacht. Manche kamen von Agenturen, von denen ich später noch andere Models gebucht hatte. Die Preise sind immer gleich.

Da sehe ich keine oder nur sehr moderate Steigerungen zu heute. Für Sprit, Schokolade, Flugtickets oder, wie ich gerade gestern feststellen durfte, Autoreifen, sieht das erheblich anders aus. Also auf wann bezieht sich das verlangen Models zu viel eigentlich? Entweder bezieht sich das auf einen länger andauernden Zeitraum oder ich kann es an den Fakten der letzten zwei Jahre als akute Feststellung gar nicht so recht nachvollziehen. Denn wir haben in dem Zeitraum einige Preissteigerungen gehabt und Preise wie Gehälter wurden bei vielen und vielem angepasst.

Also gibt es das Thema überhaupt wirklich oder ist es nur ein subjektives Gefühl oder ein verallgemeinern von Einzelfällen? Ich bin ab und an auch über die Höhe von Forderungen überrascht. Das ist aber eher die Ausnahme und dürfte oft falschen Vorstellungen unerfahrener Anfängerinnen entspringen. Ich finde das Aufrufen exorbitanter Honorare für zu wenig Gegenleistung recht unhöflich, weshalb ich dann oft auch keine Lust mehr habe mich dazu nochmal zu äußern. Manche meinen eben, nur weil sie objektiv als recht hübsch gelten dürften, wären sie schon 100€/h und mehr wert (oder weil sie auch mit Toys hantieren würden, wo ich dann eh raus bin). Also bleibt meine Antwortchance schlecht ;-). Die haben noch nicht verstanden, dass es hübsch an jeder Straßeecke in jeder größeren Stadt im Sommer im Dutzend gibt. Das ist kein hohes Honorar wert und macht noch kein gutes Model aus. Ich sehe recht wenig schlechte Fashion- und Akt-Models mit langen Karrieren. Geschmäcker sind verschieden, klar. Aber die meisten die wenig bieten und viel verlangen starten hier auch nicht gerade kometenhaft und von Dauer durch. Ansonsten: mag mir ja jemand vielleicht mal Beispiele der Damen schicken, die grottenschlecht und zu teuer sind aber hier durch hohe Honorare stinkreich wurden?
3 days ago
MartinWalltree (#chilloutfotografie)
Also, ganz ehrlich, deinen Argumenten ist extrem schwer zu folgen, weil sich mir die Logik dahinter häufig nicht so recht erschließen will.

Das ist wohl so, weil wir hier explizit über Models diskutieren und nicht über Berufsfotografen und weil wir Models buchen und bezahlen und keinen Bedarf dafür haben von Berufsfotografen fotografiert zu werden.

Aber ihr seid Fotografen! Seit wann kämpft man denn nicht mehr für die eigene Sache???

Wenn man es zu Ende denkt, greifen doch die TfP-Fotografen die Berufsfotografen an und nicht die die Pay-Models buchen.

Den Gedankengang musst du mir erklären. Ich finde den Kniff nicht, wie man zu dem Schluss kommt.

Eine Frau, die einfach schöne Fotos von sich haben will und keine Model-Skills hat, die sucht nicht selten ganz klassisch einen Fotografen auf. Den wird sie dann bezahlen.

Warum bringst du jetzt Frauen ins Spiel, die nicht modeln wollen/können? Was haben die mit der Fotograf-/Model-Situation zu tun?

Weil ja nur TfP-Fotos gute Fotos sind, nur TfP-Fotografen gute Fotografen sind und sie als TfP-Model auf den Fotos auch viel besser aussehen wird.

Wo wurde denn das behauptet? Ich habe das sicher nie gesagt. Der einzige Unterschied zwischen TFP und Pay ist die Form der Bezahlung. Ansonsten ist beides genau die gleiche Chose.

Genauso fotografieren Hobby-Fotografen schon lange immer mehr Hochzeiten, Firmenfeiern etc. und machen die Preise und damit viele Berufsfotografen kaputt. Wo andere allein schon einen vierstelligen Betrag berechnen müssten, um überhaupt ihre Kosten zu decken, machen sie es für's kostenlose bedienen am Buffet und vielleicht einen kleinen Amazon Gutschein.

Also ist der Grund, warum Fotografen nicht für die eigene Sache kämpfen, der, dass sich Pay-Fotografen an TFP-Fotografen rächen wollen? Und dafür sind sie bereit, den Haufen Kohle zu investieren, den sie nach deiner Vorstellung durch die TFP-Fotografen an Einnahmen eingebüßt haben, ja? Mannomann! Da scheinst du ja ein Trauma zu haben.

Wer bestellt, der bezahlt. Ist doch ein ganz allgemeines Prinzip.

Das ist genau das, was ich sage: Fotografen sollten sich nicht als Besteller sehen, sondern als Kollege – aus einer anderen Abteilung. Oder bezahlst du deinen Kollegen ihr Gehalt, weil ihr ja an dem selben Projekt arbeitet?

Man kann das Modeln natürlich einfach grundsätzlich zu einem Hobby abstufen.

Man kann das Modeln auch einfach grundsätzlich zu einem Beruf heraufstufen! Nötig ist das aber nicht.

Ich denke so nicht und ich finde auch, dass professionelle Models oft Skills haben, die unerfahrene TfP-Models einfach nicht haben.

Professionelle Models sind unerfahrene TFP-Models! Okay. Zugegeben: Das war jetzt sehr verallgemeinert. Es gibt natürlich auch erfahrene professionelle Models. Aber heutzutage sind professionelle Modelle doch häufig TFP-Modelle, die Geld von Fotografen verlangen und sich dafür das Label „Profi“ verpassen. Weil die Bezahlung das ist, was ihr Hobby zum Beruf macht. Sogar gänzlich unerfahrene Frauen pappen sich doch heute das Label „Profi“ an, weil sie damit Geld verdienen können! Und ja: Manche Models haben Skills die andere nicht haben.

Berufsmodels bezahle ich nicht für ihr Hobby. Die machen das beruflich. Er ergibt gar keinen Sinn das wegreden zu wollen, denn die bezahlen mit dieser Tätigkeit ihre Rechnungen.

Natürlich tun sie das! Sie bekommen ja dein Geld! Warum sollten sie dann nicht ihre Rechnungen damit bezahlen?
Nur ist die Kausalität andersherum: Weil Fotografen wie du ihnen Geld bezahlen, können sie ihr Hobby zum Beruf erheben.

Es kocht ja auch keiner im Restaurant beruflich für mich, nur weil es Hobby-Köche gibt.

Was für eine verquere Logik. Sorry, wenn ich der nicht folgen kann. Aber nein. Das hat ja auch niemand behauptet.
bareBEAUTY schrieb: Also, ganz ehrlich, deinen Argumenten ist extrem schwer zu folgen, weil sich mir die Logik dahinter häufig nicht so recht erschließen will..


Es ging ja zum Großteil um die Nennung allgemein gut bekannter Massenentwicklungen in der Fotografie (bspw. Amateur-Fotografen die vieles heute kostenlos oder für sehr wenig Geld und etwas Fame auf Insta etc. fotografieren, wovon früher Berufsfotografen gut leben konnten) oder der ganz nüchternen Schilderung der Berufsfreiheit, in der jeder gegen Bezahlung anbieten kann zu kochen, zu fotografieren oder eben zu modeln. Oben drauf kam die in diesem Land und System allgemein bekannte Übung von Angebot und Nachfrage und dem Prinzip, dass eben der bezahlt der bestellt. Im besten Fall ist es unglaubwürdig, wenn Du behauptest all dem logisch überhaupt nicht folgen zu können. Manchmal liegt es wohl auch vor allem am Nicht-Wollen, weil sonst eigene Standpunkte ins Wanken geraten würden. Ich kann es Dir jedenfalls nur erklären aber nicht für Dich verstehen.

Weißt Du, Deine Sichtweisen könnte ich auch ständig in jedem einzelnen Punkt auf der persönlichen Ebene kommentierend abwerten und Dir irgendwelche Probleme, Defizite oder angebliches Unvermögen andichten.

Mir geht es aber um Fotografie, die Sache und nicht um Deine Probleme. Ich habe Spaß an der Fotografie und fotografisch so viele Möglichkeiten wie noch nie zuvor. Das ist großartig. Ich habe überhaupt keine Probleme damit wie es heute läuft. Wenn das bei Dir anders ist, und das kann man ja aus den meisten Kommentaren erhahnen, tut mir das leid für Dich. Aber so ein Diskussionsstil, der das Thema ständig von der inhaltlichen auf die persönliche Ebene zieht, muss dennoch nicht sein.
PetersPhotos schrieb: Statt mein Geld ständig in neues Equipment zu investieren – und danach als billiger Jakob auf TfP-Optionen zu schielen, zahle ich meine Models gerne.
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Akt? Macht eh schon jeder. Hab in meinem Leben genügend nackte Frauen gesehen, ohne zu zahlen.


So viele angezogene Frauen, wie ich schon gesehen habe, dürfte ich dann keine mehr fotografieren ;-) Ich finde Nacktheit einfach verschwendet, wenn die Fotos nicht gut sind. Gute Aktfotos sind aber auch nicht per se besser als gute Fashion-Fotos, Portraits etc. Nur wird das hier eben nicht mehr so honoriert. Ordentlich Brust im Bild macht schon mal Likes x2 bis x3 im Vergleich zu einem angezogenen Portrait. Aber so ist das eben. Friss es oder stirb oder passe dich an ;-) Und da komme ich nach dem vorangestellten Gesülze auch zum Punkt: Du lässt Dich davon nicht unterkriegen oder verbiegen. Du ziehst das durch und lädst hier Deine Fashion Fotos hoch. Und dann bekommst Du eben mal 20 Likes und der nicht halb so gute Akt daneben 3x mehr (wenn es das Model selbst geposted hat auch schon mal 10x mehr). 20 Likes sind ja auch nicht nichts aber man könnte sich grämen. Du machst einfach weiter. Das finde ich gut und ich kann Deine Fotos mittlerweile auch ohne die Namensangabe erkennen und like sie auch gerne.

Nun geht es hier ja thematisch vor allem um das Bezahlen. Wenn Du in Outfits investierst (ist ja mal egal woher und wie teuer), kann ich Deine Sätze verstehen. Models die wirklich Fashion bringen und jede Saison andere gute Outfits kaufen, bezahle ich ansonsten gar nicht gerne unbedingt weniger. Ich finde: Ja, die muss ich nicht dafür bezahlen, dass sie sich zeigen wie sich sonst nicht gerne jede(r) zeigt. Aber dafür haben die auch viel höhere Kosten und Aufwände als Damen, die ihre Shootings mit ein paar SHEIN Schlüppis bestreiten können. Die Frage ist natürlich, was ist Fashion? Fashion Models kommen manchmal quasi mit schwerem Sturmgepäck auf dem Rücken an und haben ein Händchen dafür sich wirklich stylish und fotogen rauszuputzen. Also die sind nicht einfach nur nicht nackt. Die muss man erst mal rausfinden. Beeindruckend finde ich auch die häufig vorhandene Fertigkeit sich an jeder Örtlichkeit auch draussen trickreich und unauffällig umzuziehen und sich gar umzufriesieren. So schnell kann ich manchmal gar nicht gucken. Das macht ein Shooting für mich einfach und vergrößert die Shooting-Zeit, denn ich verliere nicht bezahlte Zeit für das Aufsuchen irgendeiner Möglichkeit sich irgendwo versteckt umzustylen. Skills bezahle ich gerne.

Viele Sedcards haben Fashion angegeben aber Du siehst einfach nichts davon und dann geht man auch nicht davon aus, dass da ein hochqualitativer, aktueller Fashion-Fundus vorhanden ist. Manchmal sieht man dann hinter einem Google Drive Link ein bisschen mehr (also mehr angezogenes!), weil es hier wohl uninteressanter ist. Also gute Fashion Models sind gar nicht so häufig und Seltenheit wirkt ja häufig eher preissteigernd. Dämpfend wirkt aber wohl die heute geringere Nachfrage.

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