Warum werden KI-Lügen in die MK hochgeladen? 272
5 months ago
Wieso nicht grundsätzlich?
Juristisch bedeutet die Verwendung von ,,grundsätzlich?'' = heißt nicht ausgeschlossen. Meistens ist es so, aber es gibt Ausnahmen. Verstehst Du es so? Und wenn ja, wo sollten dann deiner Meinung nach Ausnahmen geben?
Oder verwendest du ,,Grundsätzlich'' i.s.V. ,,Es gibt KEINE Ausnahmen''?
#182Report
5 months ago
Es gibt keine KI generierten Fotos
es gibt KI generierte Bilder, die den Eindrucken erwecken es seinen Fotos.
Auch ein fotorealistisches Gemälde ist kein Foto, sondern ein Gemälde.
Und alles sind Bilder.
Das die KI Branche keine Kennzeichnung eingeführt hat, bevor sie es in den Massenmarkt gebracht hat, ist ein großer Fehler. Schon in den 70er Jahren zu Zeiten von Minski war klar das eine Ki nicht mit ihren eigenen Ergebnissen trainiert werden darf. Das macht sie unbrauchbar da der Lösungsraum immer kleiner wird.
es gibt KI generierte Bilder, die den Eindrucken erwecken es seinen Fotos.
Auch ein fotorealistisches Gemälde ist kein Foto, sondern ein Gemälde.
Und alles sind Bilder.
Das die KI Branche keine Kennzeichnung eingeführt hat, bevor sie es in den Massenmarkt gebracht hat, ist ein großer Fehler. Schon in den 70er Jahren zu Zeiten von Minski war klar das eine Ki nicht mit ihren eigenen Ergebnissen trainiert werden darf. Das macht sie unbrauchbar da der Lösungsraum immer kleiner wird.
#183Report
5 months ago
Hi,
wie heisst es so schön: Fragst du 10 Photographen/in bekommst du 11 Antworten.
Daß die Berufsphotographie (und die dahinter wandelte Amateurphotographie)
durch ihr "geht nicht - gibt es nicht"
und den dahintersteckenden Wahn zur technischen
weit über das Ziel hinaus schießenden Akribie
die Verkümmerung der Ästhetik locker in Kauf genommen hat.
Dabei ist es die große Kunst sich nach dem Photographieren quasi ein zweites mal beim photographieren zu zusehen (Sigmar Polke - analog!) dies wird jedoch als "Schwäche" verstanden oder viel schlimmer eben überhaupt nicht verstanden und die nachträgliche Bearbeitung wird zum Bestandteil des oben erwähnten hyper-technischen Wahn degradiert.
Die Photographie ist (noch) frei!
Man muss halt wieder genauer ein Bild ob Zeitung, Internet, Flyer … betrachten,
und nicht gleich wieder was schlucken dass man sonst wo gesehen hat und 10 clicks hatte….
wie heisst es so schön: Fragst du 10 Photographen/in bekommst du 11 Antworten.
Daß die Berufsphotographie (und die dahinter wandelte Amateurphotographie)
durch ihr "geht nicht - gibt es nicht"
und den dahintersteckenden Wahn zur technischen
weit über das Ziel hinaus schießenden Akribie
die Verkümmerung der Ästhetik locker in Kauf genommen hat.
Dabei ist es die große Kunst sich nach dem Photographieren quasi ein zweites mal beim photographieren zu zusehen (Sigmar Polke - analog!) dies wird jedoch als "Schwäche" verstanden oder viel schlimmer eben überhaupt nicht verstanden und die nachträgliche Bearbeitung wird zum Bestandteil des oben erwähnten hyper-technischen Wahn degradiert.
Die Photographie ist (noch) frei!
Man muss halt wieder genauer ein Bild ob Zeitung, Internet, Flyer … betrachten,
und nicht gleich wieder was schlucken dass man sonst wo gesehen hat und 10 clicks hatte….
#184Report
5 months ago
Der Laie macht da keinen Unterschied, ob er nun ein KI generiertes Foto sagt, oder ein KI generiertes Bild. Für die KI-Branche ist es auch Jacke wie Hose, wie die Benutzer ihre Ergebnisse nennen. Bilder-Creator oder Foto-Creator? Ach... irgendwas mit Medien, äh KI.
Wenn ich ChatGPT ein Bild gebe und sage: ,,Ich möchte für dieses FOTO einen Hintergrund mit Delfinen. '' Dann sagt mir die KI nicht...
... , also wird es keinen Hintergrund mit Delfinen geben! NEEE! ChatGPT ist es vollkommen wurscht, ob ich Bild sage oder Foto.
KI hin oder her, Bild und Foto werden als Synonyme auch weiterhin benutzt. Kann man doof finden oder nicht. Kann man drüber nachdenken, wird sich aber trotzdem nichts ändern.
Und ganz ohne KI, was sagt der TfP-Fotograf? ,,Ich mache keine Fotos von Dir, sondern Bilder für Dich!''
Wenn ich ChatGPT ein Bild gebe und sage: ,,Ich möchte für dieses FOTO einen Hintergrund mit Delfinen. '' Dann sagt mir die KI nicht...
...Es gibt keine KI generierten Fotos...
... , also wird es keinen Hintergrund mit Delfinen geben! NEEE! ChatGPT ist es vollkommen wurscht, ob ich Bild sage oder Foto.
KI hin oder her, Bild und Foto werden als Synonyme auch weiterhin benutzt. Kann man doof finden oder nicht. Kann man drüber nachdenken, wird sich aber trotzdem nichts ändern.
Und ganz ohne KI, was sagt der TfP-Fotograf? ,,Ich mache keine Fotos von Dir, sondern Bilder für Dich!''
#185Report
5 months ago
Ich versuche einmal, zu gliedern:
1) In der MK sind "KI-Bilder" verboten. Damit ist der Fall "eigentlich" klar und damit beträfe uns die Kennzeichnungspflicht gar nicht. Dumm nur, dass auf den 2. Blick das Verbot gar nicht so eindeutig scheint - zumal die Vorstellungen, was KI ist und was nicht, bisher noch nicht konsolidiert sind.
2) Die Wortklauberei "Foto" oder "Bild" ist einfach nur kindisch. Ich selbst fühle mich aber durch die Verwendung des Wortes "grundsätzlich" durchaus berechtigt ertappt. Ich habe es unbedacht verwendet. Falsch ist es aber auch nicht. Es geht letztlich darum, ob die Kennzeichnung "nur in Ausnahmefällen" oder "oft" oder "meistens" oder "immer" erforderlich ist.
3) Ich bin den Links gefolgt und habe versucht, die Inhalte zu verstehen. Leider sind es keine offiziellen Bekanntmachungen, sondern Infoseiten einer Firma, die ein Tool zur Kennzeichnung verkaufen möchte und Infoseiten eines Anwalts, der sicher redlich versucht, seine (potentiellen) Klienten aufzuklären - inwieweit das für Nutzer der MK relevant und vollständig ist, kann ich nicht wirklich beurteilen.
4) Was ich verstanden habe: Es geht in erster Linie um "Deepfakes". Das auch hier genannte Beispiel, wo für eine Autowerbung das (reale???) Auto durch eine KI-generierte Landschaft fährt, wird als kennzeichnungspflichtig genannt. Das gleiche gilt, wenn durch KI eine reale Person in einer Situation dargestellt wird in der diese Person nie war. Dazu würde dann das auch hier gezeigte Beispielfoto mit realem Fotomodell und Phantasiedrachen gehören. Scheinbar müsste aber ein vollständig generiertes Bild nicht gekennzeichnet werden. Das ist wie erwähnt, das, was ich verstanden habe. Es ist aber KEINESWEGS das, was ich logisch finde.
1) In der MK sind "KI-Bilder" verboten. Damit ist der Fall "eigentlich" klar und damit beträfe uns die Kennzeichnungspflicht gar nicht. Dumm nur, dass auf den 2. Blick das Verbot gar nicht so eindeutig scheint - zumal die Vorstellungen, was KI ist und was nicht, bisher noch nicht konsolidiert sind.
2) Die Wortklauberei "Foto" oder "Bild" ist einfach nur kindisch. Ich selbst fühle mich aber durch die Verwendung des Wortes "grundsätzlich" durchaus berechtigt ertappt. Ich habe es unbedacht verwendet. Falsch ist es aber auch nicht. Es geht letztlich darum, ob die Kennzeichnung "nur in Ausnahmefällen" oder "oft" oder "meistens" oder "immer" erforderlich ist.
3) Ich bin den Links gefolgt und habe versucht, die Inhalte zu verstehen. Leider sind es keine offiziellen Bekanntmachungen, sondern Infoseiten einer Firma, die ein Tool zur Kennzeichnung verkaufen möchte und Infoseiten eines Anwalts, der sicher redlich versucht, seine (potentiellen) Klienten aufzuklären - inwieweit das für Nutzer der MK relevant und vollständig ist, kann ich nicht wirklich beurteilen.
4) Was ich verstanden habe: Es geht in erster Linie um "Deepfakes". Das auch hier genannte Beispiel, wo für eine Autowerbung das (reale???) Auto durch eine KI-generierte Landschaft fährt, wird als kennzeichnungspflichtig genannt. Das gleiche gilt, wenn durch KI eine reale Person in einer Situation dargestellt wird in der diese Person nie war. Dazu würde dann das auch hier gezeigte Beispielfoto mit realem Fotomodell und Phantasiedrachen gehören. Scheinbar müsste aber ein vollständig generiertes Bild nicht gekennzeichnet werden. Das ist wie erwähnt, das, was ich verstanden habe. Es ist aber KEINESWEGS das, was ich logisch finde.
#186Report
5 months ago
"Der KI-Kennzeichnungspflicht unterliegen folgende Inhalte, die mittels einer KI erzeugt oder manipuliert worden sind:
Bild-, Ton- oder Videoinhalte, die ein sog. Deepfake sind, und
Texte, die veröffentlicht werden, um die Öffentlichkeit über Angelegenheiten von öffentlichem Interesse zu informieren.
Was sind Beispiele für Deepfakes?
Nach der Definition sind nicht nur die im Netz und auf Social Media verbreiteten Fake-Videos, bei denen Prominente bestimmte Produkte zu empfehlen scheinen, als Deepfakes anzusehen. Auch auf den ersten Blick vermeintlich harmlose Bilder können Deepfakes in diesem Sinne sein.
Als Deepfakes einzustufen wären z.B. die folgenden KI-generierten Inhalte:
Fotoartige Produktbilder, auf denen ein Produkt in einer Landschaft zu sehen ist, wobei das Produkt tatsächlich nicht in der Landschaft fotografiert worden ist.
Die Abbildung eines Produkts zusammen mit einer Person, die mit dem Produkt hantiert, obwohl diese Person zwar existiert, mit dem Produkt aber niemals hantiert hat.
Die Darstellung eines Fahrzeugs eines bestimmten Fabrikats in einem Video, das durch eine computergenerierte Eislandschaft fährt, obwohl diese Fahrt so nie stattgefunden hat, dieses Fahrzeug also niemals durch diese Landschaft gefahren ist."
Praktisch alles was in der MK veröffentlicht wird, fällt also schon mal weg... ;-)
Davon mal ganz abgesehen ist das wieder so eine typische EU-Geschichte, die an den praktischen Realitäten weitgehend vorbeigeht.
#187Report
5 months ago
Praktische Realität - von 187 Beiträgen haben sich 26 Mitglieder bisher beteiligt.
1. Ecki 32 Beiträge
2. Sawyer 24
3. Lichtermeer 16
4. Manfred 14
5. BareBeauty 13
Rohwer 13
7. Peter 12 (TO)
8. See 9
9. Norbert 7
Mainpics 7
11. Rubini 5
Bates 5
Pixelworks 5
14. Ingo 4
Portraitgraf 4
16. Skorpie48 3
Wenn man allein die Wörter zählen würde, hätte unser Tom sicher eine weit höhere Platzierung. :-)
,,Wir'' können zurecht stolz darauf sein, soviel bisher geschrieben zu haben! Auf jeden Fall!
Super stolz! Es gibt mindestens 16 Mitglieder, die hier den Laden schmeißen, alle habe ihre speziellen Fähigkeiten und Talente, die sie hier im Forum ausspielen!
Und es geht noch weiter...
1. Ecki 32 Beiträge
2. Sawyer 24
3. Lichtermeer 16
4. Manfred 14
5. BareBeauty 13
Rohwer 13
7. Peter 12 (TO)
8. See 9
9. Norbert 7
Mainpics 7
11. Rubini 5
Bates 5
Pixelworks 5
14. Ingo 4
Portraitgraf 4
16. Skorpie48 3
Wenn man allein die Wörter zählen würde, hätte unser Tom sicher eine weit höhere Platzierung. :-)
,,Wir'' können zurecht stolz darauf sein, soviel bisher geschrieben zu haben! Auf jeden Fall!
Super stolz! Es gibt mindestens 16 Mitglieder, die hier den Laden schmeißen, alle habe ihre speziellen Fähigkeiten und Talente, die sie hier im Forum ausspielen!
Und es geht noch weiter...
#188Report
5 months ago
eckisfotos
"Es geht letztlich darum, ob die Kennzeichnung "nur in Ausnahmefällen" oder "oft" oder "meistens" oder "immer" erforderlich ist".
Sehr interessante These. Also sollte ich zukünftig abwägen, ob ich meine Brötchen beim Bäcker "nur in Ausnahmefällen" oder "oft" oder "meistens" oder "immer" mit Falschgeld bezahle.
Du bist schon ein Held.
Nur für dich (und hoffentlich nur einige wenige andere hier): das ist Betrug am FOTO und nichts anderes!
"Es geht letztlich darum, ob die Kennzeichnung "nur in Ausnahmefällen" oder "oft" oder "meistens" oder "immer" erforderlich ist".
Sehr interessante These. Also sollte ich zukünftig abwägen, ob ich meine Brötchen beim Bäcker "nur in Ausnahmefällen" oder "oft" oder "meistens" oder "immer" mit Falschgeld bezahle.
Du bist schon ein Held.
Nur für dich (und hoffentlich nur einige wenige andere hier): das ist Betrug am FOTO und nichts anderes!
#189Report
5 months ago
Norbert Hess
Ich denke, dass ich in meinem letzten Beitrag hinreichend klar gemacht habe, dass ich für klare Regelungen bin - wie beispielsweise "KI muss IMMER als solche gekennzeichnet sein" oder "ich muss die Brötchen IMMER mit richtigem Geld bezahlen". Ich nehme da einmal für mich in Anspruch, dass es nicht meine Idee ist, die Kennzeichnungspflicht auf bestimmte Fälle zu beschränken - übertragen in Deine Brötchenwelt: "Montags zwischen 10 und 12 kann man Brötchen auch mit Falschgeld bezahlten."
Ich bin da der gleichen Meinung wie Du. Ich habe die Regelungen nur so wiedergegeben, wie ich sie verstanden habe und mich in meinen letzten Sätzen des vorherigen Postings doch recht deutlich davon distanziert. Aus dem nachfolgenden Beitrag von Tom Rohwer geht hervor, dass es es zumindest ähnlich verstanden hat und auch ein ähnlich vernichtendes Urteil fällt.
Ich gebe DIR den RAT, Beiträge, die Du kommentierst, vorher genau zu lesen. Weder Tom noch ich haben etwas mit EU-Regeln zu tun. Abgesehen davon war ich nicht derjenige, der zuerst von diesen neuen Regeln berichtet hat, sondern der erste, der sich über die uneinheitliche Behandlung aufgeregt hat - wenn auch nicht mit Deinem Brötchen-Beispiel.
Ich denke, dass ich in meinem letzten Beitrag hinreichend klar gemacht habe, dass ich für klare Regelungen bin - wie beispielsweise "KI muss IMMER als solche gekennzeichnet sein" oder "ich muss die Brötchen IMMER mit richtigem Geld bezahlen". Ich nehme da einmal für mich in Anspruch, dass es nicht meine Idee ist, die Kennzeichnungspflicht auf bestimmte Fälle zu beschränken - übertragen in Deine Brötchenwelt: "Montags zwischen 10 und 12 kann man Brötchen auch mit Falschgeld bezahlten."
Ich bin da der gleichen Meinung wie Du. Ich habe die Regelungen nur so wiedergegeben, wie ich sie verstanden habe und mich in meinen letzten Sätzen des vorherigen Postings doch recht deutlich davon distanziert. Aus dem nachfolgenden Beitrag von Tom Rohwer geht hervor, dass es es zumindest ähnlich verstanden hat und auch ein ähnlich vernichtendes Urteil fällt.
Ich gebe DIR den RAT, Beiträge, die Du kommentierst, vorher genau zu lesen. Weder Tom noch ich haben etwas mit EU-Regeln zu tun. Abgesehen davon war ich nicht derjenige, der zuerst von diesen neuen Regeln berichtet hat, sondern der erste, der sich über die uneinheitliche Behandlung aufgeregt hat - wenn auch nicht mit Deinem Brötchen-Beispiel.
#190Report
5 months ago
@ PetersPhotos
Im anderen thread hast Du das Stempeln angesprochen :
Verknitterte Klamotten als Grund zum Stempeln sind nämlich eine sehr gute Frage : Nehmen wir mal einen Schottenrock, also Kilt - der hat typischerweise ein mehrfarbiges kariertes Muster (plaid) und am Körper getragen werden aus exakt quadratisch angeordneten senkrechten und waagrechten Linien je nachdem, wie der Stoff auf dem Körper sitzt sowie der jeweiligen Perspektive sehr viele schräg und gewölbt verlaufende Linien. Handelt es sich dann um einen sehr dünnen, halbtransparenten oder mit glitzernden Lurexfäden durchzogenen Stoff, wird es doch noch viel schwieriger, wenn ein durchschimmerndes Pflaster, Tattoo oder Schramme nachbearbeitungsweise beseitigt werden soll !? Mit Stempeln wird da kein passender "Anschluß" erzeugbar sein, wenn am linken Rand der zu stempelnden Fläche von Querstreifen zu Querstreifen 17px, aber rechts nur noch 11px liegen. Eine plausible Ausrichtung mit Dehnung, Zerrung usw. wird dann doch aufwendiger ? Wenn Norbert dies alles eben vor der Auslösung berücksichtigt und sei es mit zusätzlichen 3 Minuten oder aber 3 Stunden dann zum optimalen Bild kommt, dann ist dies der klassische Weg meisterhafter Fotografie. Wenn mir diese Störstellen oder Bildfehler erst nach dem Shooting auffallen, was macht es dann für einen Unterschied, ob ich Mausklick um Mausklick von Pixel zu Pixel korrigiere, eine hochwertige Software mit passenden Presets nutze oder mithilfe künstlicher Intelligenz durch geeigneten Regiebefehl bewirken kann, daß die gewünschte korrigierte Pixelanordnung entsteht, sodaß alle Strukturen und Texturen des Kleidungsstoffs stimmig und perfekt erscheinen ?
Im anderen thread hast Du das Stempeln angesprochen :
Kann eigentlich noch IRGEND JEMAND richtig stempeln? Scheint hier in der MK nur noch in Ausnahmefällen zu passieren. Passt ja alles, wie es kommt. Klamotten oft verknittert ..
Verknitterte Klamotten als Grund zum Stempeln sind nämlich eine sehr gute Frage : Nehmen wir mal einen Schottenrock, also Kilt - der hat typischerweise ein mehrfarbiges kariertes Muster (plaid) und am Körper getragen werden aus exakt quadratisch angeordneten senkrechten und waagrechten Linien je nachdem, wie der Stoff auf dem Körper sitzt sowie der jeweiligen Perspektive sehr viele schräg und gewölbt verlaufende Linien. Handelt es sich dann um einen sehr dünnen, halbtransparenten oder mit glitzernden Lurexfäden durchzogenen Stoff, wird es doch noch viel schwieriger, wenn ein durchschimmerndes Pflaster, Tattoo oder Schramme nachbearbeitungsweise beseitigt werden soll !? Mit Stempeln wird da kein passender "Anschluß" erzeugbar sein, wenn am linken Rand der zu stempelnden Fläche von Querstreifen zu Querstreifen 17px, aber rechts nur noch 11px liegen. Eine plausible Ausrichtung mit Dehnung, Zerrung usw. wird dann doch aufwendiger ? Wenn Norbert dies alles eben vor der Auslösung berücksichtigt und sei es mit zusätzlichen 3 Minuten oder aber 3 Stunden dann zum optimalen Bild kommt, dann ist dies der klassische Weg meisterhafter Fotografie. Wenn mir diese Störstellen oder Bildfehler erst nach dem Shooting auffallen, was macht es dann für einen Unterschied, ob ich Mausklick um Mausklick von Pixel zu Pixel korrigiere, eine hochwertige Software mit passenden Presets nutze oder mithilfe künstlicher Intelligenz durch geeigneten Regiebefehl bewirken kann, daß die gewünschte korrigierte Pixelanordnung entsteht, sodaß alle Strukturen und Texturen des Kleidungsstoffs stimmig und perfekt erscheinen ?
#191Report
4 months ago
Zum Thema: Weil jemand zeigen möchte, das er die Anwendung von KI beherrscht - sicher nicht.
Warum wird jemand zu Betrüger: Weil er etwas haben möchte, was ihm nicht zusteht - zumindest nicht auf diesem Weg.
Jemand läd vermutlich die KI Lüge hoch, weil er positive Aufmerksamkeit und Bewunderung möchte. Ohne KI hätte er vermutlich so ein Bild nicht hinbekommen oder er hätte viel mehr Mühe hineinstecken müssen.
Im Ergebnis: Ich mag keine KI Lügen. Wenn jemand Illustrator ist - ok - soll er sehr deutlich kennzeichnen.
Umgekehrt mag ich aber auch keine Bildbearbeitung, die das Model so verändert oder aufhübscht, wofür normalerweise noch nicht mal eine SchönheitsOP gelangt hätte. Und Schönheits OPs mag ich auch nicht.
Warum wird jemand zu Betrüger: Weil er etwas haben möchte, was ihm nicht zusteht - zumindest nicht auf diesem Weg.
Jemand läd vermutlich die KI Lüge hoch, weil er positive Aufmerksamkeit und Bewunderung möchte. Ohne KI hätte er vermutlich so ein Bild nicht hinbekommen oder er hätte viel mehr Mühe hineinstecken müssen.
Im Ergebnis: Ich mag keine KI Lügen. Wenn jemand Illustrator ist - ok - soll er sehr deutlich kennzeichnen.
Umgekehrt mag ich aber auch keine Bildbearbeitung, die das Model so verändert oder aufhübscht, wofür normalerweise noch nicht mal eine SchönheitsOP gelangt hätte. Und Schönheits OPs mag ich auch nicht.
#192Report
1 month ago
Die Frage ist, ob man das Thema KI nicht etwas differenzieren sollte.
Klar ist, dass reine KI Fotos nicht hier rein gehören. Und hier fehlt in meine Augen das es sei denn...
Wenn ich z.B . für ein Projekt Models suche, dies aber eine komplett neue Idee ist, kann ich zur Verdeutlichung der Idee ein KI Bild sehr gut nutzen. Wobei dieses aber mehr als deutlich gekennzeichnet sein sollte und auf keinen Fall in der Galerie erscheinen darf. Ansonsten verschwimmen die Grenzen durch die modernen Fotobearbeitungen immer mehr.
Klar ist, dass reine KI Fotos nicht hier rein gehören. Und hier fehlt in meine Augen das es sei denn...
Wenn ich z.B . für ein Projekt Models suche, dies aber eine komplett neue Idee ist, kann ich zur Verdeutlichung der Idee ein KI Bild sehr gut nutzen. Wobei dieses aber mehr als deutlich gekennzeichnet sein sollte und auf keinen Fall in der Galerie erscheinen darf. Ansonsten verschwimmen die Grenzen durch die modernen Fotobearbeitungen immer mehr.
#193Report
1 month ago
Peter H.
Ich hoffe, dass hier JEDEM und JEDER klar ist, dass es darum geht, dass generierte KI-Bilder nicht über die Sedcards aufrufbar sein dürfen und der Eindruck entstehen darf, dass es ein fotografiertes Bild ist. Du kannst ein KI-Bild als Datei an eine Nachricht an ein Modell anhängen.
Ich hoffe, dass hier JEDEM und JEDER klar ist, dass es darum geht, dass generierte KI-Bilder nicht über die Sedcards aufrufbar sein dürfen und der Eindruck entstehen darf, dass es ein fotografiertes Bild ist. Du kannst ein KI-Bild als Datei an eine Nachricht an ein Modell anhängen.
#194Report
1 month ago
KI hin oder her, Bild und Foto werden als Synonyme auch weiterhin benutzt. Kann man doof finden oder nicht. Kann man drüber nachdenken, wird sich aber trotzdem nichts ändern.
Jener verstörende Moment, in dem ich Marcus Sawyer uneingeschränkt recht gebe...
#195Report
1 month ago
@eckisfotos:
Ich hoffe, dass hier JEDEM und JEDER klar ist, dass es darum geht, dass generierte KI-Bilder nicht über die Sedcards aufrufbar sein dürfen und der Eindruck entstehen darf, dass es ein fotografiertes Bild ist.
Allerdings wird das genausowenig funktionieren, wie es auch nicht funktioniert, daß der Umstand "Diebstahl ist verboten und strafbar!" verhindern kann, daß es jede Menge Ladendiebstähle gibt.
Die Wahrscheinlichkeit, daß jemand "auffliegt", der sich ein paar Fotos von Models auf ModelMayhem klaut und mittels KI so adaptiert, daß sie wie eigenständige Fotos aussehen, und die dann als Fotograf auf seiner MK-Sedcard als eigene Fotos zeigt... diese Wahrscheinlichkeit geht gegen Null.
Das fällt höchstens auf, wenn die MK eines Tages - mit "KI"... *LOL* - alle hochgeladenen Bilder mittels TinEye, Google Bildersuche o.ä. mit zig Milliarden Fotos abgleicht, die im WWW veröffentlicht sind. Und dann händisch guckt (oder noch schlimmer: mit "KI"): sind da Ähnlichkeiten? Und dann weiter recherchiert: wurde da vielleicht geklaut und mit "KI" "adaptiert"? Oder wenn der Fotograf der Ursprungsbilder das macht oder das Model.
Nicht im Ernst... Am ehesten könnte das noch das Model erkennen, denn das weiß vermutlich, daß es noch nie mit Herbert Schmidt aus Wanne-Eickel geshootet hat... Und also irgendwas komisch dran ist. Aber die Models werden sich da am wenigsten drum scheren, und wenn's gut "adaptiert" ist, dann wird das Model auch nur denken "Oh, da habe ich ja ein Look-alike in Deutschland!" Der Fotograf wird denken, wenn er es denn jemals überhaupt sieht: "Oh, das sieht ja meinem Bild sowiesoXYZ recht ähnlich!"
Und die MK wird gar nichts denken, es sei denn der extrem unwahrscheinliche Fall tritt ein, daß Model oder Fotograf sich bei der MK beschweren - "Ich wurde ge(be)klaut!!!"
Das Problem dabei ist eh "nur", daß sich jemand mit fremden Federn schmückt. Oder genauer gesagt: daß jemand den Federschmuck von Sitting Bull genommen, auseinandergerupft und neu zusammengesteckt hat.
Die Bezeichnung ist noch nicht ganz passend (Vorschläge sind willkommen!), aber ich bin überzeugt, daß der "Fotomonteur" ein neues Tätigkeitsfeld ist, teilweise "KI"-basiert, teilweise die "KI" beauftragend, und teilweise vollständig non-humanoid.
Aber wer kann schon in die Zukunft gucken - in der Biologie gibt es bekanntlich das Phänomen, daß sich eine Tier- oder Pflanzenart selbst die Existenz absägt, wenn sie zu stark wuchert, weil sie dann die eigene Lebensgrundlage (zer)stört, und zwangsläufig wieder auf Normalmaß zurückfällt. (Selbst Ameisen sind in ihrer Ausbreitungs- und Vermehrungsfähigkeit begrenzt - da nämlich, wo sie die eigene Nahrungsgrundlage wegfressen und nicht mehr genug Nahrung etc. für all die Ameisen vorhanden ist...)
Bei der ganzen "KI"-Diskussion (ich bin geneigt zu sagen: "KI"-Besoffenheit) wird völlig ausgeblendet, daß die KI soviel Strom verbraucht, daß sie sich vermutlich eher früher als später erstmal selbst den Stecker zieht... (Und "Fridays for Future" und die "Last Generation" hetzen zwar gegen Autos und Flugreisen - sofern sie die nicht selber nutzen - aber gegen den Energie-Hunger von "KI"-Rechenzentren ist irgendwie bis jetzt noch keiner auf die Straße gegangen... Dabei gilt ja bereits jetzt, ohne "KI": wäre das Internet ein Land, hätte es den sechsthöchsten Energiebedarf auf der Welt. Und dazu tragen ausgerechnet all die "Klima-Schützer" bei, die 16 Stunden am Smartphone hängen und dadurch die Rechenzentren heißlaufen lassen...)
#196Report
1 month ago
Tom Rohwer Eckisfotos hat doch nur darauf hingewiesen, dass es bezüglich KI-Bildern ein (strenggemeintes) Regelwerk in der MK gibt. Es macht keinen Sinn, mit der Beschreibung möglichen oder einfachen Mißbrauchs das durchaus sinnvolle Regelwerk infrage zu stellen. Oder findest du auch, dass ein Diebstahlsverbot überflüssig ist, weil er trotzdem stattfindet? Solche Regeln bilden die ethische Grundlage eines ''Gesellschaftsvertrags'' und bleiben eine solche, auch wenn sie mißachtet werden. Auch im Kleinen, wie der MK.
Rechtsverdrehung (und sogar billige Angriffe auf Klimaschützer) gehören für mich übrigens auch zu vergleichbarem Mißbrauch.
Rechtsverdrehung (und sogar billige Angriffe auf Klimaschützer) gehören für mich übrigens auch zu vergleichbarem Mißbrauch.
#197Report
1 month ago
Zitat Tom Rohwer:"Jener verstörende Moment, in dem ich Marcus Sawyer uneingeschränkt recht gebe..."
Mein Gott, Du hast mich jetzt aber verschreckt!
Nicht weil Hucky und Du die gleiche Meinung habt, sondern dass Du es jetzt bemerkst. Er hat hier Anfang Februar zuletzt in diesen Thread geschrieben - und zwar nicht gerade rohwerfreundlich. Momentan hat er mutmaßlich einen Forums-Zwangsurlaub gewährt bekommen. Wir können ihn also triggern.
Mein Gott, Du hast mich jetzt aber verschreckt!
Nicht weil Hucky und Du die gleiche Meinung habt, sondern dass Du es jetzt bemerkst. Er hat hier Anfang Februar zuletzt in diesen Thread geschrieben - und zwar nicht gerade rohwerfreundlich. Momentan hat er mutmaßlich einen Forums-Zwangsurlaub gewährt bekommen. Wir können ihn also triggern.
#198Report
1 month ago
Tom Rohwer
Was den Stromverbrauch der KI betrifft: Der ist sicher enorm - keine Frage. Aber man muss gegenrechnen. Die KI erspart Stromverbrauch an anderer Stelle, was abgezogen werden muss. Ich konstruiere einmal ein naives Beispiel: Ein Fotograf lässt die KI ein Bild nachbearbeiten. Würde er das nicht machen, dann würde er vielleicht Photoshop nutzen. Auch Photoshop verbraucht Energie.
Was den Stromverbrauch der KI betrifft: Der ist sicher enorm - keine Frage. Aber man muss gegenrechnen. Die KI erspart Stromverbrauch an anderer Stelle, was abgezogen werden muss. Ich konstruiere einmal ein naives Beispiel: Ein Fotograf lässt die KI ein Bild nachbearbeiten. Würde er das nicht machen, dann würde er vielleicht Photoshop nutzen. Auch Photoshop verbraucht Energie.
#199Report
1 month ago
@Marcello Rubini:
@Tom Rohwer Eckisfotos hat doch nur darauf hingewiesen, dass es bezüglich KI-Bildern ein (strenggemeintes) Regelwerk in der MK gibt. Es macht keinen Sinn, mit der Beschreibung möglichen oder einfachen Mißbrauchs das durchaus sinnvolle Regelwerk infrage zu stellen.
Doch, selbstverständlich macht das Sinn.
Oder findest du auch, dass ein Diebstahlsverbot überflüssig ist, weil er trotzdem stattfindet?
Ich schließe mich da der klaren Mehrzahl der Juristen und vor allem auch Verfassungsrechtler an, die sagen: gesetzliche Verbote, die nicht oder so gut wie nicht durchgesetzt werden, sind nicht nur unsinnig, sondern rechtspolitisch auch schädlich.
Solche Regeln bilden die ethische Grundlage eines ''Gesellschaftsvertrags'' und bleiben eine solche, auch wenn sie mißachtet werden. Auch im Kleinen, wie der MK.
Auch für solche Regeln gilt das Prinzip.
Man kann Gesetze machen, die sexuelle Belästigung durch Handeln unter Strafe stellen. Man kann auch bestimmte Darstellungen unter Strafe stellen.
Völlig unsinnig wäre es aber, Gedanken und Phantasien unter Strafe zu stellen. Ein Gesetz »Es ist verboten, einer Frau auf den Hintern zu gucken und dabei sexistische Gedanken zu haben« wäre kompletter Blödinn - weil es nicht durchsetzbar ist.
Rechtsverdrehung (und sogar billige Angriffe auf Klimaschützer) gehören für mich übrigens auch zu vergleichbarem Mißbrauch.
Was dem einen »Rechtsverdrehung« ist, ist dem anderen schlicht eine andere Rechtsauslegung. Gesetze und Rechtsprechung unterliegen übrigens nicht zufällig einem »Bestimmtheitsgebot« im Grundgesetz, Art.103. Eine Gesetzesvorschrift, die nicht ausreichend eindeutig ist, ist verfassungswidrig und damit unwirksam.
Hier - https://de.wikipedia.org/wiki/Strafrechtlicher_Bestimmtheitsgrundsatz_(Deutschland) - ist es zum Einstieg in die Materie gut erklärt.
Ein »KI-Verbot« in der MK ist a) nicht durchsetzbar und b) auch völlig unbestimmt. Wieviele Photoshop-Aktionen darf man über ein Bild laufen lassen, bevor es als »KI-generiert« gilt?
Es gibt in der MK eine große Menge von teilweise phantastischen »Fotomontagen« verschiedenster Art. Wie weit darf ein MK-User das einer »KI« überlassen, bevor es als »KI-generiert im Sinne der MK-Regeln« gilt?
Und das sind ja nur Fälle, wo es um das »lautere Erzeugen von fotografisch wirkenden Bildern« mit Hilfe von Soft- und Hardware-gestützten Hilfsmitteln geht.
Am anderen Ende der »Skala« wären »Fotos« die dadurch entstanden sind, daß jemand sich von der »KI« ein Bild zusammenstoppeln lässt, oder sogar die Aufgabe »Was für ein Bild soll es denn sein?« komplett der »KI« überlässt. Und da peppt der MK-Fotograf dann seine Sedcard mit schönen Portraits oder Aktfotos oder Halbakt in exotischer Kulisse auf, oder mit virtuellen Pferden, oder ersetzt den Raps durch Weizen, weil das besser zum blonden Haar des Models passt. Und eben leider zu der Zeit, als die Aufnahme entstanden ist, kein in goldblonder Kraft stehendes Weizenfeld vorhanden war... Der Phantasie sind keine Grenzen gesetzt.
Klar kann die MK nun sagen: »Das erlauben wir hier nicht!« Solange sie sich nicht einbildet, sie könne das verhindern... meinetwegen.
Ich persönlich bin was Fotos betrifft vor allem ergebnisorientiert. Es geht um das Endprodukt Bild. Kommt das prefekt »out of the camera« - beeindruckend. Braucht es fünf Stunden EBV eines EBV-Experten am Rechner... auch gut, wenn das Endprodukt denn gut ist. In der Zeit, in der Frederic Fontenoy ganz undigital ein Foto macht, mache ich 50 Fotos analog und 150 digital. (Und die analogen sind auch nur deshalb »nur« 50, weil das Filmmaterial so teuer ist. Und die Laborarbeit auch, und obendrein viel Zeit kostet.)
Für die Wirtschaftsteile großer Zeitungen (FAZ, WELT usw.) haben früher Redakteure, und dann Volontäre jeden Tag (außer Montag) kleine Einspalter mit 25 Zeilen geschrieben: »Der DAX schloss mit X Punkten etwas schwächer, der DowJones gewann gegenüber letzter Woche... blablabla...«
Das macht heute die »KI«. Ganz ohne menschliches Zutun. Stört mich das? Ganz ehrlich: überhaupt nicht. Es ist mir schnurzpiepegal, ob das ein Wirtschaftsredakteur schreibt (schrieb), der 4500 Euro brutto im Monat bekommt (bekam), oder ein Volontär für 1800 Euro - oder heute eine »KI« für ich-weiß-nicht-wieviel Cent...
Ich frage mich an dieser Stelle immer nur (das aber schon seit vielen Jahrzehnten): warum macht man da nicht einfach eine Tabelle? Ist noch viel übersichtlicher. Der FAZ-Wirtschaftsredakteur hat sich vor 40 Jahren noch Mühe gegeben, das jeden Tag ein kleines bißchen anders zu formulieren. Der FAZ-Volontär hat recht bald begriffen, daß das keiner von ihm erwartet. Und das es vor allem auch wenig Sinn ergibt. Das eingesparte Geld kann man entweder dafür verwenden, an anderer Stelle gute, »menschliche« Wirtschafsberichterstattung zu machen. Oder auch dafür, überhaupt noch eine Zeitung auf Papier herausgeben und zustellen zu können.
Heute noch Zukunftsmusik, aber in drei, vier Jahren vermutlich Realität: der Kunde geht zum Fotografen, stellt sich kurz vor einen neutralen Hintergrund, frontal, links, rechts, von hinten.
Und dann kommt das Verkaufsgespräch: »Ich brauche ein schönes Foto als Weihnachtsgeschenkt für meine Oma!« - »In welche Richtung geht denn der Geschmack Ihrer Oma?« - »Konservativ. Nichts besonders ausgefallenes modernes - sie mag es mehr klassisch.« - »Okay. Und Sie selbst? Legere sportliche Bekleidung? Oder richtig festlich, Abendgarderobe?« - »Also: vor allem etwas schlanker, und weniger Falten. Und ein bißchen sonnengebräunt.«
Dann stellt die »KI« der Kundin das zusammen. »Ja, das ist schon sehr schön. Aber das Dunkelrot von dem Blazer, das ist nicht ganz so mein Geschmack. Und Oma hat eh soviel Dunkelrot im Wohnzimmer. Da wäre ein farbiger Kontrapunkt doch ganz hübsch.« - »So ein dezentes Blau vielleicht?« - »Ja, das sieht toll aus! Und vielleicht sollte der Blazer doch ein bißchen leger offen sein. Nicht zugeknöpft.« Drei Mausklicks, und fertig ist das superschöne Foto von Enkelin Tamara.
Das ist natürlich ausbaufähig. Kein Grund, wieso die Kundin nicht aus allen verfügbaren Katalogen weltweit die »Kleidung« aussuchen können sollte. »Schicken Sie uns einfach einen Link. Den Rest macht die 'KI'!«
»Und dann habe ich Oma immer davon vorgeschwärmt, wie schön es auf Mykonos war! Und Oma hat immer gesagt: da möchte ich auch noch mal hin!« - »Kein Problem!« Klick, klick, klick. Und Tamara steht im gewünschten Outfit auf Mykonos. Genau richtig klassisch-konservativ-leger...
Und alle sind glücklich und zufrieden. ;-)
#200Report
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„Zitat aktstudie@outlook.de: "Der Gesetzgeber sieht vor (auch in Deutschland für einige Anwendungen, schon ab Mitte diesen Jahres), dass bearbeitete Fotos gekennzeichnet werden müssen. Zum Beispiel sollen damit unrealistische Schönheitsideale verhindert werden."
Das ist mir zu diesem Zeitpunkt nicht bekannt, aber ich stolpere über den Klammervermerk ("auch in ..."). Also wann und wo? Wieso nicht grundsätzlich? Um welchen Gesetzgeber handelt es sich? Dass damit unrealistische Schönheitsideale verhindert werden sollen, ist für mich ein schlechter Witz.“
Für den Einen ist es ein Witz.
Für andere ist es die gesetzliche Vorgabe.
In der kompletten EU gilt ab 2. August Kennzeichnungspflicht für bestimmte Anwendungen:
https://www.it-recht-kanzlei.de/kennzeichnung-ki-generierte-inhalte-produkt-fotos-beschreibung.html
https://www.datenschutzundgesundheit.de/2025/10/10/kennzeichnungspflicht-fuer-ki-bilder-ab-2026-so-hilft-ihnen-unsere-app-ki-bilder-kennzeichnen/
Landes-Gesetze verbieten bereits jetzt, z.B. KI generierte Fotos bei Instagram nicht zu kennzeichnen.