Fotobücher: Wenige High- und viele Lowlights? Warum? 25
2 days ago
Martin Walltree (@chilloutfotografie). Schönes Thema, das du kritisch-ironisch eröffnet hast. Weiß GENAU, was du meinst. Ich schick dir gleich mal per PN den Link zu einem meiner Pics hier, auf dem du einen Großteil meiner Sammlung sehen kannst. Alles mehr oder weniger Volltreffer – die Luschen hab ich an einen fliegenden Verkäufer an der Leopoldstraße weitergeschenkt.
Morgen dann mehr dazu...
Morgen dann mehr dazu...
#2Report
2 days ago
@ Martin Walltree
Vielen Dank für dieses interessante und bezugreich umfassend aufbereitete Thema ! Die meisten meiner Personenfotobildbände wurden zwischen 1990 und 2015 gedruckt (mit einem Schwerpunkt um 2005), aber auch da gab es schon Materialverschwendung durch halbvolle Seiten. Diese landeten aber so auch öfters als Ladenhüter im Abverkauf, sodaß ich nur 5 bis 10 € dafür ausgab. Dann fällt es auch leichter, Bücher mit nur halbwegs erwartungsgemäßem Inhalt zu akzeptieren. Letzte große Ausnahme war da der fast 500 Seiten dicke Sammelband von Bettina Rheims vor 3 oder 4 Jahren. Etwa zeitgleich hatte ich auch nochmal den bei Schirmer & Mosel verlegten Sammelband über Monica Bellucci in der Hand, schreckte aber vor dem dreistelligen Preis zurück - jetzt kostet er antiquarisch etwa das Doppelte bis Dreifache !
Das vereinfachte Self-Publishing ließ wohl auch diesen Teil des Buchmarkts inflationär ansteigen; allerdings kaufe ich jetzt eher Bildbände mit historischen Aufnahmen etwa über Nürnberger Motorradmarken, bei denen Menschen nur Beiwerk sind oder gar nicht vorkommen.
Vielen Dank für dieses interessante und bezugreich umfassend aufbereitete Thema ! Die meisten meiner Personenfotobildbände wurden zwischen 1990 und 2015 gedruckt (mit einem Schwerpunkt um 2005), aber auch da gab es schon Materialverschwendung durch halbvolle Seiten. Diese landeten aber so auch öfters als Ladenhüter im Abverkauf, sodaß ich nur 5 bis 10 € dafür ausgab. Dann fällt es auch leichter, Bücher mit nur halbwegs erwartungsgemäßem Inhalt zu akzeptieren. Letzte große Ausnahme war da der fast 500 Seiten dicke Sammelband von Bettina Rheims vor 3 oder 4 Jahren. Etwa zeitgleich hatte ich auch nochmal den bei Schirmer & Mosel verlegten Sammelband über Monica Bellucci in der Hand, schreckte aber vor dem dreistelligen Preis zurück - jetzt kostet er antiquarisch etwa das Doppelte bis Dreifache !
Das vereinfachte Self-Publishing ließ wohl auch diesen Teil des Buchmarkts inflationär ansteigen; allerdings kaufe ich jetzt eher Bildbände mit historischen Aufnahmen etwa über Nürnberger Motorradmarken, bei denen Menschen nur Beiwerk sind oder gar nicht vorkommen.
#3Report
2 days ago
# Martin Walltree #
ich finde auch, dass du da ein sehr interessantes Thema eröffnet hast. sehr genau beobachtet, bringst du deine Erfahrungen mit ein, und präsentierst das auf eine leicht ironische Art.
Auch ich habe immer wieder nach Bildbänden gesucht um andere Künstler kennenzulernen, meinen Horizont zu erweitern, und mich inspirieren zu lassen. Eigentlich kann man schon einige finde, aber da geht es mir ähnlich wie dir, die Summen sind hoch, und dafür möchte ich aber auch wirklich faszinierende Werke bekommen.
Mir zeigt das aber auch, dass es noch mehr Fotografen gibt, welche die Bildbände als schöpferische Quelle nutzen wollen. Wobei mir aufgefallen ist, dass es gar nicht so einfach ist, zu analysieren warum ein anderes Bild oder Werk so viel interessanter wirkt als vll die Eigenen.
Natürlich habe ich mir deine Galerie angeschaut, und so ganz spontan, in dieser Gesamtansicht, kamen mir ein paar Gedanken. das mag vll auch das Galerie-Format ausgemacht haben, aber einen Eindruck hat es in mir ausgelöst. Ich werde natürlich hier nicht öffentlich darüber reden/schreiben, sehe mich auch nicht als Kritiker. Aber wenn es dich interessiert, dann als PN.
Schlussfolgernd zum Thema bin auch ich neugierig auf den Hinweis zu tollen Bildbänden.
des weiteren würde ich es sehr begrüßen, wenn es im Forum eine "Bildbesprechungsecke" gäbe. nicht um Bilder herunterzumachen, sondern um konstruktive Kritik.
- was macht ein Foto besser
- warum bleibt das Auge an manchen Bildern länger haften
- ist Alles wirklich individuell ( zu sehen )
Da hätte ich Lust drauf und würde mir viel Freude bereiten, draussen bleiben dürfen die Miesmacher, Pöbler, und die, welche nur die Konfrontation mit ihren LieblingsKollegen suchen.
ich finde auch, dass du da ein sehr interessantes Thema eröffnet hast. sehr genau beobachtet, bringst du deine Erfahrungen mit ein, und präsentierst das auf eine leicht ironische Art.
Auch ich habe immer wieder nach Bildbänden gesucht um andere Künstler kennenzulernen, meinen Horizont zu erweitern, und mich inspirieren zu lassen. Eigentlich kann man schon einige finde, aber da geht es mir ähnlich wie dir, die Summen sind hoch, und dafür möchte ich aber auch wirklich faszinierende Werke bekommen.
Mir zeigt das aber auch, dass es noch mehr Fotografen gibt, welche die Bildbände als schöpferische Quelle nutzen wollen. Wobei mir aufgefallen ist, dass es gar nicht so einfach ist, zu analysieren warum ein anderes Bild oder Werk so viel interessanter wirkt als vll die Eigenen.
Natürlich habe ich mir deine Galerie angeschaut, und so ganz spontan, in dieser Gesamtansicht, kamen mir ein paar Gedanken. das mag vll auch das Galerie-Format ausgemacht haben, aber einen Eindruck hat es in mir ausgelöst. Ich werde natürlich hier nicht öffentlich darüber reden/schreiben, sehe mich auch nicht als Kritiker. Aber wenn es dich interessiert, dann als PN.
Schlussfolgernd zum Thema bin auch ich neugierig auf den Hinweis zu tollen Bildbänden.
des weiteren würde ich es sehr begrüßen, wenn es im Forum eine "Bildbesprechungsecke" gäbe. nicht um Bilder herunterzumachen, sondern um konstruktive Kritik.
- was macht ein Foto besser
- warum bleibt das Auge an manchen Bildern länger haften
- ist Alles wirklich individuell ( zu sehen )
Da hätte ich Lust drauf und würde mir viel Freude bereiten, draussen bleiben dürfen die Miesmacher, Pöbler, und die, welche nur die Konfrontation mit ihren LieblingsKollegen suchen.
#4Report
2 days ago
Spannendes Thema.
Der Titel : „ Warum fallen so viele auf die Fotobücherfalle herein“ wäre natürlich auch aktuell passend, kreativ und lustig gewesen.
Die Bücher, die Du vermutlich im Sinn hast richten sich von vorne herein nicht an das Massenpulikum. Pick Dir doch mal das ein oder andere Werk heraus und recherchier mal die Auflage.
Vermutlich werden viele Spezialwerke nicht in dem Glauben geschrieben damit ernsthaft Geld zu verdienen.
Der ein oder andere braucht das für seine Vita, wo es sich gut macht, wenn man angeben kann, das man Autor eines Buches ist.
Andere fühlen sich als Autor besser, wollen etwas der Nachwelt hinterlassen, auch wenn es nur wenige interessiert oder wollen einfach schauen, wie es ankommt. Oder haben für sich einfach Spaß daran. Da muss die Qualität dann nicht passen.
Im Bereich der Natur- und Landschaftsfotografie lese ich immerwieder in Fachzeitschriften Artikel über Fachbücher mit einer kleinen Auswahl Bilder. Das ein oder andere Werk habe ich mir daraufhin gekauft. Die meisten waren gut. Ob sie mich wirklich bereichert haben, nun ja … um mich weiter zu entwickeln und Anregungen zu bekommen, ist die Fachzeitschrift jedenfalls besser geeignet.
Nebenbei: Martin Walltree (@chilloutfotografie) Ich hab mal einen Blick in Dein Portfolio geworfen. Mein Kompliment. Du zeigst dort viele schöne und hochwertige Werke und ich hinterlasse das ein oder andere ehrlich gemeinte Like mit Freude.
Der Titel : „ Warum fallen so viele auf die Fotobücherfalle herein“ wäre natürlich auch aktuell passend, kreativ und lustig gewesen.
Die Bücher, die Du vermutlich im Sinn hast richten sich von vorne herein nicht an das Massenpulikum. Pick Dir doch mal das ein oder andere Werk heraus und recherchier mal die Auflage.
Vermutlich werden viele Spezialwerke nicht in dem Glauben geschrieben damit ernsthaft Geld zu verdienen.
Der ein oder andere braucht das für seine Vita, wo es sich gut macht, wenn man angeben kann, das man Autor eines Buches ist.
Andere fühlen sich als Autor besser, wollen etwas der Nachwelt hinterlassen, auch wenn es nur wenige interessiert oder wollen einfach schauen, wie es ankommt. Oder haben für sich einfach Spaß daran. Da muss die Qualität dann nicht passen.
Im Bereich der Natur- und Landschaftsfotografie lese ich immerwieder in Fachzeitschriften Artikel über Fachbücher mit einer kleinen Auswahl Bilder. Das ein oder andere Werk habe ich mir daraufhin gekauft. Die meisten waren gut. Ob sie mich wirklich bereichert haben, nun ja … um mich weiter zu entwickeln und Anregungen zu bekommen, ist die Fachzeitschrift jedenfalls besser geeignet.
Nebenbei: Martin Walltree (@chilloutfotografie) Ich hab mal einen Blick in Dein Portfolio geworfen. Mein Kompliment. Du zeigst dort viele schöne und hochwertige Werke und ich hinterlasse das ein oder andere ehrlich gemeinte Like mit Freude.
#5Report
2 days ago
In einer Welt wo Kapital, Selbstdarstellung, Dauerfrustration, Streitsucht, Inkompetenz und Narzissmus die Gesellschaft prägen, ist Qualität immer schwerer zu finden. Ob in Unternehmen, der Fotografie oder auch Literatur. Die 'Suchkosten' werden höher.
Empfehlungen von Menschen, die man wertschätzt werden immer wichtiger. Natürlich geht der Geschmack auch immer weiter auseinander. Dem einen gefällt das eine Bild zwischen 50 leeren Seiten, dem anderen nicht. Das muss man aushalten. Immer mehr sehe ich auch hier in dem Forum die Tendenz, andere mit Beiträgen zu provozieren.
Respekt und Toleranz den anderen in der Gesellschaft gegenüber ist m.E. wichtig, um das immer schwieriger werdende Zusammenleben erträglich zu machen. Das gilt auch für unsere klitzekleine MK-Nische. In diesem Sinne. Miteinander (wo möglich) statt dagegen. Ich schließe mich PanTau inhaltlich an.
Mein Vorschlag, Macht einen Beitrag: 'Meine Buchempfehlung im Bereich der Fotograf', gebt dort Eure Empfehlungen von der Technik bis hin zu Bildbänden. So bleibt auch etwas Positives und Nützliches.
Empfehlungen von Menschen, die man wertschätzt werden immer wichtiger. Natürlich geht der Geschmack auch immer weiter auseinander. Dem einen gefällt das eine Bild zwischen 50 leeren Seiten, dem anderen nicht. Das muss man aushalten. Immer mehr sehe ich auch hier in dem Forum die Tendenz, andere mit Beiträgen zu provozieren.
Respekt und Toleranz den anderen in der Gesellschaft gegenüber ist m.E. wichtig, um das immer schwieriger werdende Zusammenleben erträglich zu machen. Das gilt auch für unsere klitzekleine MK-Nische. In diesem Sinne. Miteinander (wo möglich) statt dagegen. Ich schließe mich PanTau inhaltlich an.
Mein Vorschlag, Macht einen Beitrag: 'Meine Buchempfehlung im Bereich der Fotograf', gebt dort Eure Empfehlungen von der Technik bis hin zu Bildbänden. So bleibt auch etwas Positives und Nützliches.
#6Report
2 days ago
Martin Walltree (@chilloutfotografie)
Vielleicht eine etwas falsche Herangehensweise zu diesem sensiblen aber auch mehr als interessanten Thema? Meine insoweit gemachten Erfahrungen dazu gehen deshalb in eine etwas andere Richtung.
Interessierte für aussagekräftige Fotografie gibt es nach wie vor. Vor allem auch solche, die sich nicht mit unzähligen "Werken" im Internet auseinander setzten, geschweige denn identifizieren wollen. Allein die Verweildauer an der Fotografie auf Papier ist normalerweise eine vielfache. Nicht wenigen kommt es in erster Linie auf den Bildinhalt an, also nicht um deren Präsentation als solcher. Somit wäre die Anreihung von hunderten von Fotografien eben auch nicht unbedingt Ziel führend. Ein Buch sollte durchaus auch "atmen" können, d.h. auch mal einen Freiraum beinhalten, der dem Betrachter zur Verarbeitung des Ganzen eine "Verschnaufpause" gönnt.
Ich bin analog dem TO ebenso wenig ein Freund von Büchern, bei denen es dem Autor und/oder dem Verlag mehr darauf ankommt ein "modernes" und "zeitgemäßes" Werk zu präsentieren. Egal ob mit zu vielen leeren Seiten oder fotografischen Dokumenten im Zwergen Format. Schließlich sollte noch immer der Fotograf, nicht der Grafikdesigner die Lorbeeren ernten.
Ich habe in der Vergangenheit sowohl Bildbände, in erster Linie aber Kalender aufgelegt. Letzteres über die Dauer von exakt 25 Jahren mit Auflagen in der Spitze bis 2.000, in der Regel aber von 1.000 Exemplaren. Bis auf eine einzige Ausnahme auch immer in gleichem Format.
Bevor jetzt aber schon wieder die Ersten mit dem Einwand "Thema verfehlt" daher kommen, kehre ich besser wieder zu den "Büchern" zurück. Meine Bildbände präsentierte ich stets zur Vernissage einer meiner Ausstellungen. Auch um dem Ganzen einen gewissen Rahmen zu geben. Was ich dabei leider feststellen musste: ein Kalenderkunde ist aber kein Bücherkunde! "Soll ich dieses Buch etwa an die Wand hängen" war nur eine von nicht wenigen, aber inhaltlich wenig differenzierter Aussagen.
Obwohl das gemeine Publikum in die gleiche Richtung tendierte, nämlich das Interesse an der Fotografie, war zwar die Wahrnehmung identisch, das Interesse am Erwerb des Produktes also eine völlig andere.
Ein Kalenderkunde wird regelmäßig mit einer stets gleichen und damit sehr überschaubaren Anzahl von Bildern konfrontiert, der Bücherkunde dagegen oftmals mit einem Sammelsurium von Werken. Da kann dann auch schon mal das Interesse grundsätzlich schwinden.
Vielleicht eine etwas falsche Herangehensweise zu diesem sensiblen aber auch mehr als interessanten Thema? Meine insoweit gemachten Erfahrungen dazu gehen deshalb in eine etwas andere Richtung.
Interessierte für aussagekräftige Fotografie gibt es nach wie vor. Vor allem auch solche, die sich nicht mit unzähligen "Werken" im Internet auseinander setzten, geschweige denn identifizieren wollen. Allein die Verweildauer an der Fotografie auf Papier ist normalerweise eine vielfache. Nicht wenigen kommt es in erster Linie auf den Bildinhalt an, also nicht um deren Präsentation als solcher. Somit wäre die Anreihung von hunderten von Fotografien eben auch nicht unbedingt Ziel führend. Ein Buch sollte durchaus auch "atmen" können, d.h. auch mal einen Freiraum beinhalten, der dem Betrachter zur Verarbeitung des Ganzen eine "Verschnaufpause" gönnt.
Ich bin analog dem TO ebenso wenig ein Freund von Büchern, bei denen es dem Autor und/oder dem Verlag mehr darauf ankommt ein "modernes" und "zeitgemäßes" Werk zu präsentieren. Egal ob mit zu vielen leeren Seiten oder fotografischen Dokumenten im Zwergen Format. Schließlich sollte noch immer der Fotograf, nicht der Grafikdesigner die Lorbeeren ernten.
Ich habe in der Vergangenheit sowohl Bildbände, in erster Linie aber Kalender aufgelegt. Letzteres über die Dauer von exakt 25 Jahren mit Auflagen in der Spitze bis 2.000, in der Regel aber von 1.000 Exemplaren. Bis auf eine einzige Ausnahme auch immer in gleichem Format.
Bevor jetzt aber schon wieder die Ersten mit dem Einwand "Thema verfehlt" daher kommen, kehre ich besser wieder zu den "Büchern" zurück. Meine Bildbände präsentierte ich stets zur Vernissage einer meiner Ausstellungen. Auch um dem Ganzen einen gewissen Rahmen zu geben. Was ich dabei leider feststellen musste: ein Kalenderkunde ist aber kein Bücherkunde! "Soll ich dieses Buch etwa an die Wand hängen" war nur eine von nicht wenigen, aber inhaltlich wenig differenzierter Aussagen.
Obwohl das gemeine Publikum in die gleiche Richtung tendierte, nämlich das Interesse an der Fotografie, war zwar die Wahrnehmung identisch, das Interesse am Erwerb des Produktes also eine völlig andere.
Ein Kalenderkunde wird regelmäßig mit einer stets gleichen und damit sehr überschaubaren Anzahl von Bildern konfrontiert, der Bücherkunde dagegen oftmals mit einem Sammelsurium von Werken. Da kann dann auch schon mal das Interesse grundsätzlich schwinden.
#7Report
2 days ago
Ich gestehe, ich habe schon ewig keinen klassischen Buchladen mehr betreten und wenn, dann tatsächlich eher einen Museumsshop. Hier werden aber wahrscheinlich nicht die Bücher angeboten, die Du Martin Walltree (@chilloutfotografie) wohl meinst.
Ich würde auch zu der Erklärung von FrankZa tendieren. Vielleicht noch als Topping die Möglichkeit der BOD Produktion mit einfließen lassen. Es war halt noch nie einfacher als in den letzten 5-10 Jahren, ein Buch zu produzieren und zu vertreiben.
Vielleicht verschwindet der Trend wieder, wenn sich die Bücher auf Sicht nicht verkaufen.
Ich würde auch zu der Erklärung von FrankZa tendieren. Vielleicht noch als Topping die Möglichkeit der BOD Produktion mit einfließen lassen. Es war halt noch nie einfacher als in den letzten 5-10 Jahren, ein Buch zu produzieren und zu vertreiben.
Vielleicht verschwindet der Trend wieder, wenn sich die Bücher auf Sicht nicht verkaufen.
#8Report
2 days ago
Wir hatten mal in der Münchner Türkenstraße (Univiertel) einen Traum von Buchladen: GOLTZ.
Neben Fotografie auch Architektur, Grafikdesign, Filmbücher usw. Musste dann, mangels Umsatz, in einen kleineren Laden in selber Straße umziehen. Auch das genügte in dieser Millionenstadt nicht! Dass die ach so modernen Menschen offensichtlich nicht kapieren (wollen), dass jede Amazon-Bestellung statt des Besuchs des "klassischen Buchladens" ein weiterer Sargnagel ist – finde ich ziemlich ärgerlich und naiv.
Ebenso eingegangen: zweitausendeins, selbe Straße. Immer mal tolle Schnäppchen zu finden. Vorbei.
Selbst Bücher produzieren? UNBEDINGT! Geht ja im Digitaldruck ab Auflage 1 Stück. Hab auf MYPOSTER inzwischen so einiges zusammengebastelt. Die hatten mal das Angebot, bis zu 100 Seiten A 4 für ca. 30 € zu drucken. Konnte ich da nein sagen? Einen verregneten Sonntag und 4 - 5 Stunden sollte man allerdings einplanen. Die Bilder mal aus dem Bildschirm zu ziehen und als echtes Buch durchblättern zu können: wunderbares Gefühl! Die Layoutoptionen sind riesig, da sollte man sich nicht verzetteln.
Wer hat auch eigene Fotobücher im Regal stehen?
Neben Fotografie auch Architektur, Grafikdesign, Filmbücher usw. Musste dann, mangels Umsatz, in einen kleineren Laden in selber Straße umziehen. Auch das genügte in dieser Millionenstadt nicht! Dass die ach so modernen Menschen offensichtlich nicht kapieren (wollen), dass jede Amazon-Bestellung statt des Besuchs des "klassischen Buchladens" ein weiterer Sargnagel ist – finde ich ziemlich ärgerlich und naiv.
Ebenso eingegangen: zweitausendeins, selbe Straße. Immer mal tolle Schnäppchen zu finden. Vorbei.
Selbst Bücher produzieren? UNBEDINGT! Geht ja im Digitaldruck ab Auflage 1 Stück. Hab auf MYPOSTER inzwischen so einiges zusammengebastelt. Die hatten mal das Angebot, bis zu 100 Seiten A 4 für ca. 30 € zu drucken. Konnte ich da nein sagen? Einen verregneten Sonntag und 4 - 5 Stunden sollte man allerdings einplanen. Die Bilder mal aus dem Bildschirm zu ziehen und als echtes Buch durchblättern zu können: wunderbares Gefühl! Die Layoutoptionen sind riesig, da sollte man sich nicht verzetteln.
Wer hat auch eigene Fotobücher im Regal stehen?
#9Report
2 days ago
@ PetersPhotos
Da war nicht nur der Goltz, sondern auch tolle Antiquariate in der Schellingstr. und hmm, 40 Jahre her, auch in der Theresienstr. (vom Goltz aus auf die westliche Straßenseite und dann weiter südlich)
In der Sendlinger Str. bei texxxt (nähe Asamkirche) kann man aber auch fündig werden, besonders hinten links im UG und evtl. noch am Rindermarkt. Beim Lehmkuhl in der Leopold kurz vor der Kaiserstr. gibt es draußen auch tolle Schnäppchen.
Gedruckt ist gedruckt ... ein Buch bleibt ein Buch, auch wenn alle Computer samt ihrer Festplatten kaputt sein sollten. Aber das könnte dann auch eine wichtigere Aufgabe sein, als wieder neu loszurennen und womöglich noch gegen Gage weitere Pixeldaten zu produzieren.
Drucken statt Hochladen - das wäre dann die neue Devise ..
Da war nicht nur der Goltz, sondern auch tolle Antiquariate in der Schellingstr. und hmm, 40 Jahre her, auch in der Theresienstr. (vom Goltz aus auf die westliche Straßenseite und dann weiter südlich)
In der Sendlinger Str. bei texxxt (nähe Asamkirche) kann man aber auch fündig werden, besonders hinten links im UG und evtl. noch am Rindermarkt. Beim Lehmkuhl in der Leopold kurz vor der Kaiserstr. gibt es draußen auch tolle Schnäppchen.
Gedruckt ist gedruckt ... ein Buch bleibt ein Buch, auch wenn alle Computer samt ihrer Festplatten kaputt sein sollten. Aber das könnte dann auch eine wichtigere Aufgabe sein, als wieder neu loszurennen und womöglich noch gegen Gage weitere Pixeldaten zu produzieren.
Drucken statt Hochladen - das wäre dann die neue Devise ..
#10Report
2 days ago
Ich wohne nicht weit vom Berliner Bücherbogen (spezialisierter Kunstbuchladen) und bin darum auch oft drin. Allgemein in Sachen Fotobücher finde ich, es gibt jetzt viel mehr als früher, darunter auch interessante Nischenprodukte, die früher keine Chance gehabt hätten. Das reizvoll herausragende ist tatsächlich eher wenig. Aber man vergisst leicht, dass früher, wo das Angebot niveauvoller erschien, seltener Fotobücher herauskamen und die sehr lange als Hits da lagen. Das heißt, ich vermute, die Wahrnehmung durchgehend spannenden Niveaus erinnert man relativ.
Denkt man an die Zeit vor Taschen zurück, gilt das ganz besonders. (Zu Taschen habe ich es auch nicht weit - immer viele Perlen dort!)
Ich finde also das Mehrangebot incl. vielem Unattraktiven bestätigt, dass Fotokunst es (längst) real geschafft hat und auch gerne angenommen wird.
Denkt man an die Zeit vor Taschen zurück, gilt das ganz besonders. (Zu Taschen habe ich es auch nicht weit - immer viele Perlen dort!)
Ich finde also das Mehrangebot incl. vielem Unattraktiven bestätigt, dass Fotokunst es (längst) real geschafft hat und auch gerne angenommen wird.
#11Report
Schön zu sehen, dass es hierzu zahlreiche Anmerkungen gibt, sowohl welche die in die gleiche Kerbe schlagen, als auch solche die das ganze ein wenig anders beleuchten.
SEE Knipsbildner
Damit erging es mir genauso. Früher habe ich den "Hype" um Monica Bellucci gar nicht so geteilt. Heute sehe ich es etwas anders. Kann aber auch daran liegen, weil ich dieses Buch nicht mehr zu einem vernünftigen Preis bekommen habe. ;-) Schirmer Mosel ist ohnehin ein Verlag, der viele hochwertige und gute Bücher rausgebracht hat. So ja auch die von Bernd und Hilla Becher. Ganz anderes Genre aber bei Interesse natürlich sehr lohnenswert und wenn vergriffen nicht weniger teuer. Ähnlich prominent vertreten ist in meinem Regal eigentlich nur "teNeues". An den beiden Verlagen liegt mein Post also zumindest nicht. :-D
PanTau88
Das ist ein wichtiger Punkt. Es gibt zwei Hauptaspekte für mich Fotobücher zu erwerben: 1) Die Werke anderer genießen (dafür müssen sie auch schon eine gewisse Qualität aufweisen) und 2) mich inspirieren lassen. Man könnte meinen 1) ist einfach. Ich finde das aber gar nicht mal so einfach. Im hektischen Alltag und nach einem stressigen Tag im Job, fühle ich mich häufig zu abgespannt mich noch auf ein solches Prachtwerk einzulassen. War ja teuer, soll genossen werden. Also verschiebe ich den Blick in die Neuerwerbungen oft noch eine ganze Weile, bis es wirklich passt. Ich will den Werken und ihrem Schöpfer ja auch meine ganze Aufmerksamkeit widmen und in Ruhe eintauchen. Im Prinzip ist es dafür gar nicht so abträglich, dass mir nicht mehr so oft etwas lohnendes in die Hände fällt.
Und dann kommen wir zu 2). Ich wäre oft nicht in der Lage zu erklären, womit und wie mich ein Fotobuch inspiriert hat. Sicherlich übergreifend mit einer gewissen Art zu fotografieren. Das kann für sich schon inspirierend sein und Anstöße geben. Aber ich bin nicht in der Lage zu benennen, dass die Fotos 11, 23, 26, 32, 41, 55 etc. mich in dieser oder jener Weise inspirieren konnten, weil....... Ich schaue mir das an aber ich spüre i.d.R. keine direkte Inspiration durch einzelne Werke. Höchstens denke ich, dass ich das Foto auch gerne so gemacht hätte. Der Rest passiert vielleicht unbewusst. Für mich ist das auch ok. Auch wenn ich den dahinter liegenden Prozess gerne verstehen würde.... Vielleicht ein Thema für die Hausfrauenpsychologie (ups, darf man das noch so nennen? Uiuiui.... ;-) )
FrankZa
Da ist wahrscheinlich auch etwas dran. Eine Liste von Buchveröffentlichungen macht Eindruck. Wenn man die Bücher nie gesehen hat, wirkt das erst mal positiv, egal wie die Qualität der Bücher war. Und so öffnet sich vielleicht nochmal die eine oder andere Tür. Dann hast Du irgendwo in einem renommierten Haus mal eine Ausstellung und schon hast Du wieder eine Tür für das nächste Buch offen und bist jemand..... So hat Dr. Jürgen Schneider es ja einst auch gemacht. Warum soll das in der Fotografie nicht auch funktionieren. Gerade in der Kunst ist es ja manchmal schwer zu verstehen, warum der eine oder andere Künstler gerade gehyped wird. Die gleichen Werke von Otto Müller würde keiner für 1 Euro auf dem Flohmarkt kaufen wollen.....
Tatsächlich hat sich dieses Scheinpublizierungsgeschäftsmodell im Bereich obskurer, scheinbar total angesagter und stylisher Fotomagazine ja auch in etwa so etabliert. Gerne auf Instagram angepriesen, kannst Du dort Deine Fotoserie platzieren. Löhnst Du x Dollar kommst Du mit Deinem Foto und Namen auf's Cover. Fotograf und Model feiern sich dafür. Ein einzelnes Magazin kostet 40, 50, 60$ und natürlich gibt es kein Belegexemplar, sondern alle enthaltenen Fotografen und Models dürfen zahlen, wenn sie das Papier haben wollen. Neue Ausgaben erscheinen oft, umso häufiger kann man mit relativ wenig Aufwand und Print on Demand abkassieren. Im Prinzip sind die Magazine auch nur dafür da. Wer es braucht... Echte Reputation erreicht man dabei wohl eher nicht. Das könnte bei den seriöser wirkenden Büchern noch besser funktionieren.
MAINpics
Ein guter Vorschlag. Gerne kann mir jemand zuvorkommen. Ansonsten nehme ich das bald anstehende Schmökern in meinen Neuzugängen vielleicht ja zum Anlass...
Norbert Hess
Ich fand meine Herangehensweise ehrlich gesagt naheliegend. Es ist ja einfach nur die Schilderung meiner Erfahrung und meine Selbstbeobachtung als Konsument im Laden. Wie würdest Du an das Thema richtig herangehen, wenn Dir die Entwicklung im Fotobuchmarkt als Konsument nicht zusagt?
Tatsächlich empfinde ich Ausstellungen begleitende Fotobücher wie Deine regelmäßig viel stärker als vieles andere. Vielleicht ist die Bildauswahl für die große Ausstellung sorgfältiger. Vermutlich ist es heute auch einfacher ein Buch rauszubringen, als zuvor auch eine wirklich relevante, hochwertige Ausstellung zu bekommen, die die Vorlage für ein entsprechend gutes Buch liefern würde. Da muss man schon ein bisschen was vorweisen können.
Auch in Düsseldorf hat sich das NRW-Forum ja um viele schöne Fotoausstellungen verdient gemacht und die Fotobücher dazu waren in den allermeisten Fällen wirklich gut. Nicht alle Themen interessierten mich genug, um auch das Buch zur Ausstellung zu kaufen. Aber angesehen und für gut befunden, habe ich sie in den letzten 15 Jahren fast alle. Manche habe ich auch gekauft. Aus der jüngeren Vergangenheit z. B. das von Claudia Schiffer kuratierte "CAPTIVATE!" über die Modefotografie der 90er und damit die Fotografien jener Fotografen und Supermodels, die mich wohl letztendlich dazu bewogen haben auch einmal in dieses Fotogenre zu schnuppern.
Werner_R
Einerseits ist das ein Segen. Ich habe zuletzt aufgrund der Unzufriedenheit mit dem Buchsortiment im Handel mal einen Rundumschlag gemacht und Bücher von Fotografen bestellt, die diese selbst online anbieten. Teilweise waren die auch mal im Laden, teilweise nie. So kam ich auch an zwei Fotobücher von Norbert Hess. Tatsächlich sehe ich so Fotobücher, wie ich sie mir wünsche. Die Fotos sind groß und füllen die Seiten aus. So wirken sie auch. Und es sind keine belanglosen Fotos enthalten. Da ist wirklich die Top-Auswahl abgedruckt. Damit kann man zufrieden sein. Als Schöpfer des Buches und als Konsument. Aber ja, das bietet natürlich auch viel mehr Menschen die Möglichkeit viel weniger hochwertiges in den Markt zu drücken. Wenn sowas dann im Laden als Ladenhüter liegt, ist ja meines Wissens zumindest Händler durch das Remissionsrecht nicht derjenige der den Verlust zu verkraften hat. Mal sehen, ob die Verlage Gründe haben, irgendwann wieder etwas in der Breite zu verknappen und dafür auf mehr Qualität zu setzen.
PetersPhotos
Ich habe mir das schon so oft vorgenommen.... und bisher nie in die Tat umgesetzt. Dabei dürfte der Effekt vielleicht verblüffend ähnlich sein: Ob man sich mal in Ruhe die eigenen Fotos der letzten Jahre in einem Buch auf Papier betrachtet oder die von anderen, man dürfte in beiden Fällen Erkenntnisse mitnehmen, die einen wieder etwas weiterbringen.
Marcello Rubini
Für Taschen habe ich auch einiges übrig. Tatsächlich hatte ich letztes Jahr beim großen Reste- und Mängelexemplarverkauf am Ende zwei schwere Kartons für hunderte Euro hier stehen. Manches davon ist wirklich richtig gut und das für ein tolles Preis-/Leistungsverhältnis (auch zum regulären Preis). Und auch was weniger gut ist, ist immer noch keine Enttäuschung und nicht zu teuer für das Gebotene.
Mit den wachsenden Nischen hast Du wahrscheinlich auch Recht. Tatsächlich waren solche Nischen bei meinem letzten Walther Koenig Besuch auch die wenigen aktuellen "Highlights". Zwar war das nicht unbedingt etwas für mich zum Kauf zum Vollpreis. Aber ich konnte die Existenz dieser Bücher verstehen und da hatte sich jemand Mühe gegeben. So stand bei den Autofotobüchern z. B. jüngst ein kleiner Fotobildband über alte Tankstellen. Es ist auch nicht so, dass es sowas noch nie gegeben hat. Aber das Buch war wirklich schön gemacht und da hatte sich jemand einer Mission verschrieben und das ganze wirklich in ansprechender Qualität umgesetzt. Das kann ich wertschätzen, auch wenn ich es aktuell selbst nicht zu Hause ins Regal stellen muss. Es war dennoch ein positives Erlebnis und keine Enttäuschung da mal einen Blick reingeworfen zu haben.
SEE Knipsbildner
Etwa zeitgleich hatte ich auch nochmal den bei Schirmer & Mosel verlegten Sammelband über Monica Bellucci in der Hand, schreckte aber vor dem dreistelligen Preis zurück - jetzt kostet er antiquarisch etwa das Doppelte bis Dreifache !
Damit erging es mir genauso. Früher habe ich den "Hype" um Monica Bellucci gar nicht so geteilt. Heute sehe ich es etwas anders. Kann aber auch daran liegen, weil ich dieses Buch nicht mehr zu einem vernünftigen Preis bekommen habe. ;-) Schirmer Mosel ist ohnehin ein Verlag, der viele hochwertige und gute Bücher rausgebracht hat. So ja auch die von Bernd und Hilla Becher. Ganz anderes Genre aber bei Interesse natürlich sehr lohnenswert und wenn vergriffen nicht weniger teuer. Ähnlich prominent vertreten ist in meinem Regal eigentlich nur "teNeues". An den beiden Verlagen liegt mein Post also zumindest nicht. :-D
PanTau88
Mir zeigt das aber auch, dass es noch mehr Fotografen gibt, welche die Bildbände als schöpferische Quelle nutzen wollen. Wobei mir aufgefallen ist, dass es gar nicht so einfach ist, zu analysieren warum ein anderes Bild oder Werk so viel interessanter wirkt als vll die Eigenen.
Das ist ein wichtiger Punkt. Es gibt zwei Hauptaspekte für mich Fotobücher zu erwerben: 1) Die Werke anderer genießen (dafür müssen sie auch schon eine gewisse Qualität aufweisen) und 2) mich inspirieren lassen. Man könnte meinen 1) ist einfach. Ich finde das aber gar nicht mal so einfach. Im hektischen Alltag und nach einem stressigen Tag im Job, fühle ich mich häufig zu abgespannt mich noch auf ein solches Prachtwerk einzulassen. War ja teuer, soll genossen werden. Also verschiebe ich den Blick in die Neuerwerbungen oft noch eine ganze Weile, bis es wirklich passt. Ich will den Werken und ihrem Schöpfer ja auch meine ganze Aufmerksamkeit widmen und in Ruhe eintauchen. Im Prinzip ist es dafür gar nicht so abträglich, dass mir nicht mehr so oft etwas lohnendes in die Hände fällt.
Und dann kommen wir zu 2). Ich wäre oft nicht in der Lage zu erklären, womit und wie mich ein Fotobuch inspiriert hat. Sicherlich übergreifend mit einer gewissen Art zu fotografieren. Das kann für sich schon inspirierend sein und Anstöße geben. Aber ich bin nicht in der Lage zu benennen, dass die Fotos 11, 23, 26, 32, 41, 55 etc. mich in dieser oder jener Weise inspirieren konnten, weil....... Ich schaue mir das an aber ich spüre i.d.R. keine direkte Inspiration durch einzelne Werke. Höchstens denke ich, dass ich das Foto auch gerne so gemacht hätte. Der Rest passiert vielleicht unbewusst. Für mich ist das auch ok. Auch wenn ich den dahinter liegenden Prozess gerne verstehen würde.... Vielleicht ein Thema für die Hausfrauenpsychologie (ups, darf man das noch so nennen? Uiuiui.... ;-) )
FrankZa
Vermutlich werden viele Spezialwerke nicht in dem Glauben geschrieben damit ernsthaft Geld zu verdienen.
Der ein oder andere braucht das für seine Vita, wo es sich gut macht, wenn man angeben kann, das man Autor eines Buches ist.
Andere fühlen sich als Autor besser, wollen etwas der Nachwelt hinterlassen, auch wenn es nur wenige interessiert oder wollen einfach schauen, wie es ankommt. Oder haben für sich einfach Spaß daran. Da muss die Qualität dann nicht passen.
Da ist wahrscheinlich auch etwas dran. Eine Liste von Buchveröffentlichungen macht Eindruck. Wenn man die Bücher nie gesehen hat, wirkt das erst mal positiv, egal wie die Qualität der Bücher war. Und so öffnet sich vielleicht nochmal die eine oder andere Tür. Dann hast Du irgendwo in einem renommierten Haus mal eine Ausstellung und schon hast Du wieder eine Tür für das nächste Buch offen und bist jemand..... So hat Dr. Jürgen Schneider es ja einst auch gemacht. Warum soll das in der Fotografie nicht auch funktionieren. Gerade in der Kunst ist es ja manchmal schwer zu verstehen, warum der eine oder andere Künstler gerade gehyped wird. Die gleichen Werke von Otto Müller würde keiner für 1 Euro auf dem Flohmarkt kaufen wollen.....
Tatsächlich hat sich dieses Scheinpublizierungsgeschäftsmodell im Bereich obskurer, scheinbar total angesagter und stylisher Fotomagazine ja auch in etwa so etabliert. Gerne auf Instagram angepriesen, kannst Du dort Deine Fotoserie platzieren. Löhnst Du x Dollar kommst Du mit Deinem Foto und Namen auf's Cover. Fotograf und Model feiern sich dafür. Ein einzelnes Magazin kostet 40, 50, 60$ und natürlich gibt es kein Belegexemplar, sondern alle enthaltenen Fotografen und Models dürfen zahlen, wenn sie das Papier haben wollen. Neue Ausgaben erscheinen oft, umso häufiger kann man mit relativ wenig Aufwand und Print on Demand abkassieren. Im Prinzip sind die Magazine auch nur dafür da. Wer es braucht... Echte Reputation erreicht man dabei wohl eher nicht. Das könnte bei den seriöser wirkenden Büchern noch besser funktionieren.
MAINpics
Mein Vorschlag, Macht einen Beitrag: 'Meine Buchempfehlung im Bereich der Fotograf', gebt dort Eure Empfehlungen von der Technik bis hin zu Bildbänden. So bleibt auch etwas Positives und Nützliches.
Ein guter Vorschlag. Gerne kann mir jemand zuvorkommen. Ansonsten nehme ich das bald anstehende Schmökern in meinen Neuzugängen vielleicht ja zum Anlass...
Norbert Hess
Vielleicht eine etwas falsche Herangehensweise zu diesem sensiblen aber auch mehr als interessanten Thema? ....
Meine Bildbände präsentierte ich stets zur Vernissage einer meiner Ausstellungen. Auch um dem Ganzen einen gewissen Rahmen zu geben.
Ich fand meine Herangehensweise ehrlich gesagt naheliegend. Es ist ja einfach nur die Schilderung meiner Erfahrung und meine Selbstbeobachtung als Konsument im Laden. Wie würdest Du an das Thema richtig herangehen, wenn Dir die Entwicklung im Fotobuchmarkt als Konsument nicht zusagt?
Tatsächlich empfinde ich Ausstellungen begleitende Fotobücher wie Deine regelmäßig viel stärker als vieles andere. Vielleicht ist die Bildauswahl für die große Ausstellung sorgfältiger. Vermutlich ist es heute auch einfacher ein Buch rauszubringen, als zuvor auch eine wirklich relevante, hochwertige Ausstellung zu bekommen, die die Vorlage für ein entsprechend gutes Buch liefern würde. Da muss man schon ein bisschen was vorweisen können.
Auch in Düsseldorf hat sich das NRW-Forum ja um viele schöne Fotoausstellungen verdient gemacht und die Fotobücher dazu waren in den allermeisten Fällen wirklich gut. Nicht alle Themen interessierten mich genug, um auch das Buch zur Ausstellung zu kaufen. Aber angesehen und für gut befunden, habe ich sie in den letzten 15 Jahren fast alle. Manche habe ich auch gekauft. Aus der jüngeren Vergangenheit z. B. das von Claudia Schiffer kuratierte "CAPTIVATE!" über die Modefotografie der 90er und damit die Fotografien jener Fotografen und Supermodels, die mich wohl letztendlich dazu bewogen haben auch einmal in dieses Fotogenre zu schnuppern.
Werner_R
Es war halt noch nie einfacher als in den letzten 5-10 Jahren, ein Buch zu produzieren und zu vertreiben.
Vielleicht verschwindet der Trend wieder, wenn sich die Bücher auf Sicht nicht verkaufen.
Einerseits ist das ein Segen. Ich habe zuletzt aufgrund der Unzufriedenheit mit dem Buchsortiment im Handel mal einen Rundumschlag gemacht und Bücher von Fotografen bestellt, die diese selbst online anbieten. Teilweise waren die auch mal im Laden, teilweise nie. So kam ich auch an zwei Fotobücher von Norbert Hess. Tatsächlich sehe ich so Fotobücher, wie ich sie mir wünsche. Die Fotos sind groß und füllen die Seiten aus. So wirken sie auch. Und es sind keine belanglosen Fotos enthalten. Da ist wirklich die Top-Auswahl abgedruckt. Damit kann man zufrieden sein. Als Schöpfer des Buches und als Konsument. Aber ja, das bietet natürlich auch viel mehr Menschen die Möglichkeit viel weniger hochwertiges in den Markt zu drücken. Wenn sowas dann im Laden als Ladenhüter liegt, ist ja meines Wissens zumindest Händler durch das Remissionsrecht nicht derjenige der den Verlust zu verkraften hat. Mal sehen, ob die Verlage Gründe haben, irgendwann wieder etwas in der Breite zu verknappen und dafür auf mehr Qualität zu setzen.
PetersPhotos
Selbst Bücher produzieren? UNBEDINGT! Geht ja im Digitaldruck ab Auflage 1 Stück. Hab auf MYPOSTER inzwischen so einiges zusammengebastelt. Die hatten mal das Angebot, bis zu 100 Seiten A 4 für ca. 30 € zu drucken. Konnte ich da nein sagen? Einen verregneten Sonntag und 4 - 5 Stunden sollte man allerdings einplanen. Die Bilder mal aus dem Bildschirm zu ziehen und als echtes Buch durchblättern zu können: wunderbares Gefühl! Die Layoutoptionen sind riesig, da sollte man sich nicht verzetteln. Wer hat auch eigene Fotobücher im Regal stehen?
Ich habe mir das schon so oft vorgenommen.... und bisher nie in die Tat umgesetzt. Dabei dürfte der Effekt vielleicht verblüffend ähnlich sein: Ob man sich mal in Ruhe die eigenen Fotos der letzten Jahre in einem Buch auf Papier betrachtet oder die von anderen, man dürfte in beiden Fällen Erkenntnisse mitnehmen, die einen wieder etwas weiterbringen.
Marcello Rubini
Das heißt, ich vermute, die Wahrnehmung durchgehend spannenden Niveaus erinnert man relativ.
Denkt man an die Zeit vor Taschen zurück, gilt das ganz besonders. (Zu Taschen habe ich es auch nicht weit - immer viele Perlen dort!)
Ich finde also das Mehrangebot incl. vielem Unattraktiven bestätigt, dass Fotokunst es (längst) real geschafft hat und auch gerne angenommen wird.
Für Taschen habe ich auch einiges übrig. Tatsächlich hatte ich letztes Jahr beim großen Reste- und Mängelexemplarverkauf am Ende zwei schwere Kartons für hunderte Euro hier stehen. Manches davon ist wirklich richtig gut und das für ein tolles Preis-/Leistungsverhältnis (auch zum regulären Preis). Und auch was weniger gut ist, ist immer noch keine Enttäuschung und nicht zu teuer für das Gebotene.
Mit den wachsenden Nischen hast Du wahrscheinlich auch Recht. Tatsächlich waren solche Nischen bei meinem letzten Walther Koenig Besuch auch die wenigen aktuellen "Highlights". Zwar war das nicht unbedingt etwas für mich zum Kauf zum Vollpreis. Aber ich konnte die Existenz dieser Bücher verstehen und da hatte sich jemand Mühe gegeben. So stand bei den Autofotobüchern z. B. jüngst ein kleiner Fotobildband über alte Tankstellen. Es ist auch nicht so, dass es sowas noch nie gegeben hat. Aber das Buch war wirklich schön gemacht und da hatte sich jemand einer Mission verschrieben und das ganze wirklich in ansprechender Qualität umgesetzt. Das kann ich wertschätzen, auch wenn ich es aktuell selbst nicht zu Hause ins Regal stellen muss. Es war dennoch ein positives Erlebnis und keine Enttäuschung da mal einen Blick reingeworfen zu haben.
#12Report
1 day ago
@ Martin Walltree
- Hype und Prominenz :
Wenn Herlinde Koelbl Angela Merkel fotografiert, dann bedarf die Frage der Prominenz keiner Klärung. Wenn Thomas Karsten Marina Anna Eich fotografiert, haben wir eigentlich dieselbe Konstellation : Ein Werk, geschaffen durch 2 Personen - und wie ich gerade sah, wird dieses Buch nun zum Fünffachen des einstigen Preises offeriert. Ob Frau Koelbl nun bekannter ist als Herr Karsten, vermag ich nicht einzuschätzen - aber sicherlich begründet sich ihre Bekanntheit auf ihren Politikerportraits, so zuvor schon in 'Spuren der Macht'.
Das konzeptionelle Gegenteil ist der Bildband über Monica Bellucci - da waren auch einige bislang unbekannte Fotografen beteiligt und genau genommen war es deren große Chance, daß ihre Bilder mitausgewählt wurden.
Die ebenfalls weltberühmte Schauspielerin Charlotte Rampling stand binnen eines Vierteljahrhunderts mehrfach vor Helmut Newtons Kamera, in seinen Büchern kommt sie aber zusammen mit anderen Frauen vor, die ebenfalls für Helmut Newton posierten. Dies entspricht dem häufigsten Bildbandkonzept : Das gedruckte Werk eines Fotografen zeigt alle oder die jeweils zum Buchthema passenden Models, die der jeweilige Fotograf aufgenommen hat.
- Konkretisierung der Vorbildnahme :
Orientierung finde ich u.a. bei Bettina Rheims oder Dahmane, Helmut Newton oder Roy Stuart, und einzelne Bilder könnte ich auch benennen wie z.B. das Titelbild von Chambre close mit dem brünetten Model im grünen Mantel. Wie aber sollte ich dies exakt imitieren, wenn schon das Model vor meiner Kamera doch anders aussieht ? Allenfalls Teile davon sind übernehmbar, wenn etwa ein Oberteil in demselben Grünton vorhanden wäre. Dieses Grün als ideale Farbe habe ich aber schon im Kopf, und dazu bräuchte es noch schwarze Strümpfe und eine helle Couch. Vielleicht wäre diese Szene vor einer Balkonbrüstung aber noch viel wirkungsvoller ...? So sind es eigentlich eher nur wirkungsvolle Details, die ich zur eigenen Motivwahl im Kopf behalte, um diese umzusetzen, falls es sich ergibt.
Ob man sich dann künftig auch von der KI helfen ließe ...?
Der von Dir erwähnte Bildband über historische Tankstellen würde mich aber noch mehr reizen !
- Hype und Prominenz :
Wenn Herlinde Koelbl Angela Merkel fotografiert, dann bedarf die Frage der Prominenz keiner Klärung. Wenn Thomas Karsten Marina Anna Eich fotografiert, haben wir eigentlich dieselbe Konstellation : Ein Werk, geschaffen durch 2 Personen - und wie ich gerade sah, wird dieses Buch nun zum Fünffachen des einstigen Preises offeriert. Ob Frau Koelbl nun bekannter ist als Herr Karsten, vermag ich nicht einzuschätzen - aber sicherlich begründet sich ihre Bekanntheit auf ihren Politikerportraits, so zuvor schon in 'Spuren der Macht'.
Das konzeptionelle Gegenteil ist der Bildband über Monica Bellucci - da waren auch einige bislang unbekannte Fotografen beteiligt und genau genommen war es deren große Chance, daß ihre Bilder mitausgewählt wurden.
Die ebenfalls weltberühmte Schauspielerin Charlotte Rampling stand binnen eines Vierteljahrhunderts mehrfach vor Helmut Newtons Kamera, in seinen Büchern kommt sie aber zusammen mit anderen Frauen vor, die ebenfalls für Helmut Newton posierten. Dies entspricht dem häufigsten Bildbandkonzept : Das gedruckte Werk eines Fotografen zeigt alle oder die jeweils zum Buchthema passenden Models, die der jeweilige Fotograf aufgenommen hat.
- Konkretisierung der Vorbildnahme :
Orientierung finde ich u.a. bei Bettina Rheims oder Dahmane, Helmut Newton oder Roy Stuart, und einzelne Bilder könnte ich auch benennen wie z.B. das Titelbild von Chambre close mit dem brünetten Model im grünen Mantel. Wie aber sollte ich dies exakt imitieren, wenn schon das Model vor meiner Kamera doch anders aussieht ? Allenfalls Teile davon sind übernehmbar, wenn etwa ein Oberteil in demselben Grünton vorhanden wäre. Dieses Grün als ideale Farbe habe ich aber schon im Kopf, und dazu bräuchte es noch schwarze Strümpfe und eine helle Couch. Vielleicht wäre diese Szene vor einer Balkonbrüstung aber noch viel wirkungsvoller ...? So sind es eigentlich eher nur wirkungsvolle Details, die ich zur eigenen Motivwahl im Kopf behalte, um diese umzusetzen, falls es sich ergibt.
Ob man sich dann künftig auch von der KI helfen ließe ...?
Der von Dir erwähnte Bildband über historische Tankstellen würde mich aber noch mehr reizen !
#13Report
SEE Knipsbildner
Das stimmt. Ob ich das kaufen würde, bedarf allerdings auch keiner Klärung :-D Tatsächlich habe ich solche Promi-Fotobücher glaube ich aber auch abseits von Merkel als Model nur ganz selten gekauft, also von wegen Promifotograf fotografiert Promis aus Funk, Fernsehen, Politik, Musik vor seiner grauen Studiowand... Außer die Promis hießen Cindy Crawford, Elle MacPerson usw... ;-)
Es ist immer schwierig als kleiner Knipser bekannte und erfolgreiche Künstler zu kritisieren. Was berechtigt einen schon dazu? Aber es ist eben so. Manchmal habe ich den Eindruck, wäre der Name nicht aus irgendwelchen Gründen berühmt geworden, würden manche Fotos nicht die Aufmerksamkeit erzeugen, wie sie es aufgrund des Namens tun. Ich hatte mir schon vor 20 Jahren vorgestellt, wie es wäre, wenn so manche berühmten Fotografen, einfach mal unter Tarnnamen Fotos in die FC hochladen. Ich glaube, so mancher wäre, ohne die Reputation seines Namens, für einige seiner Fotos komplett verrissen worden.
Ich hatte es geahnt, dass es vielleicht interessieren könnte und hatte bereits schon versucht den Titel zu finden. Jetzt habe ich nochmal geschaut und das Buch tatsächlich gefunden. Es handelte sich um dieses Werk hier:
https://abgetankt.de/
Es ist kein riesen Buch aber wurde m. E. mit Hingabe gemacht. Und vielleicht hat es mich auch deshalb angesprochen, weil es mich an die Doku/Reportage/Filmproduktion 'Tankstellen des Glücks' mit Friedrich Liechtenstein erinnert hat, die ich mal als Zufallsfund für 2 Euro in Berlin vom Grabbeltisch mitgenommen und überraschend gut gefunden habe..... https://www.youtube.com/playlist?list=PLg3x7ab4TK4KI5_Qw7auFTGM8G_iccJMv
Wenn Herlinde Koelbl Angela Merkel fotografiert, dann bedarf die Frage der Prominenz keiner Klärung.
Das stimmt. Ob ich das kaufen würde, bedarf allerdings auch keiner Klärung :-D Tatsächlich habe ich solche Promi-Fotobücher glaube ich aber auch abseits von Merkel als Model nur ganz selten gekauft, also von wegen Promifotograf fotografiert Promis aus Funk, Fernsehen, Politik, Musik vor seiner grauen Studiowand... Außer die Promis hießen Cindy Crawford, Elle MacPerson usw... ;-)
Es ist immer schwierig als kleiner Knipser bekannte und erfolgreiche Künstler zu kritisieren. Was berechtigt einen schon dazu? Aber es ist eben so. Manchmal habe ich den Eindruck, wäre der Name nicht aus irgendwelchen Gründen berühmt geworden, würden manche Fotos nicht die Aufmerksamkeit erzeugen, wie sie es aufgrund des Namens tun. Ich hatte mir schon vor 20 Jahren vorgestellt, wie es wäre, wenn so manche berühmten Fotografen, einfach mal unter Tarnnamen Fotos in die FC hochladen. Ich glaube, so mancher wäre, ohne die Reputation seines Namens, für einige seiner Fotos komplett verrissen worden.
Der von Dir erwähnte Bildband über historische Tankstellen würde mich aber noch mehr reizen!
Ich hatte es geahnt, dass es vielleicht interessieren könnte und hatte bereits schon versucht den Titel zu finden. Jetzt habe ich nochmal geschaut und das Buch tatsächlich gefunden. Es handelte sich um dieses Werk hier:
https://abgetankt.de/
Es ist kein riesen Buch aber wurde m. E. mit Hingabe gemacht. Und vielleicht hat es mich auch deshalb angesprochen, weil es mich an die Doku/Reportage/Filmproduktion 'Tankstellen des Glücks' mit Friedrich Liechtenstein erinnert hat, die ich mal als Zufallsfund für 2 Euro in Berlin vom Grabbeltisch mitgenommen und überraschend gut gefunden habe..... https://www.youtube.com/playlist?list=PLg3x7ab4TK4KI5_Qw7auFTGM8G_iccJMv
#14Report
Ich sehe gerade, dass das nette Tankstellenbuch auch schon seine gut 10 Jahre auf dem Buckel hat ;-) Also leider nix neues, nur für mich und womöglich eher ein weiterer scheinbarer Beweis für "früher war alles besser" :-D Angesichts der Kauf- und Bestellmöglichkeit zu 35 Euro allerdings interessant, dass bei Amazon ein stolzer Gebrauchtpreis von 90 Euro aufgerufen wird...
#15Report
1 day ago
Für mich sieht es so aus, dass Fotobücher oft von denen herausgebracht werden, die im Internet ein Aufmerksamkeitsdefizit erfahren haben oder die der Überzeugung sind, dass die Präsentation ihrer Werke im Internet nicht angemessen möglich ist. Beide Überlegungen führen bei mir zu der Ahnung, dass die Werke jener Fotografen nicht das sind, was ich sehen möchte. Mein Hobby ist allerdings auch, das Fotografieren und nicht das Ansehen anderer Bilder - das dient "nur" der "Weiterbildung". Letzteres können Bücher, die schon Jahre auf dem Buckel haben, sowieso nicht erfüllen.
Weiße Seiten stören mich auch. Ich gebe aber mildernd zu bedenken, dass im Internet präsentierte Fotos auch oft nicht gerade bildschirmfüllend sind und nicht selten irgendwie in Werbung "eingebettet" sind. Das ist der Preis, den man in kostenlosen Angeboten dann irgendwie "bezahlen" muss.
Weiße Seiten stören mich auch. Ich gebe aber mildernd zu bedenken, dass im Internet präsentierte Fotos auch oft nicht gerade bildschirmfüllend sind und nicht selten irgendwie in Werbung "eingebettet" sind. Das ist der Preis, den man in kostenlosen Angeboten dann irgendwie "bezahlen" muss.
#16Report
1 day ago
@ MartinWalltree
Erst mal vielen Dank für den link zum Tankstellenbuch - wobei dies mit den 50 bis 70 Jahre alten Aufnahmen aus der betriebsaktiven Zeit noch interessanter wäre. So ist es aber auch ein schönes Architekturdokument !
Jim Rakete hatte bereits einige berühmte Musiker und Bands fotografiert, als 1997 sein erstes Buch erschien, und inwieweit Herlinde Koelbl bereits durch ihre Männerakte bekannt war, kann ich nicht beurteilen.
Cindy Crawford und Peter Lindbergh : Cindy Crawford startete als Vize-Miss beim "Look of the Year" und dann als Playmate, bevor Peter Lindbergh 1990 das Bild mit den 5 Supermodels schuf. Danach stand halb Hollywood vor seiner Kamera - aber ist das nicht auch Anna Wintour und der Vogue zu verdanken ?
Bietet unsere kleine MK-Welt nicht viel mehr Chancen und öffnet Türen, die sonst verschlossen blieben ? Auf welchen Parties hätte ich erscheinen sollen, um "meine" Sedcard aufzubauen ? Auf Volksfesten Frauen anquatschen, die bereits glücklich liiert sind und dann vielleicht noch von ihrem Begleiter was "aufs Maul kriegen" - obwohl man tatsächlich "nur" Fotos machen wollte ?
Schon auf manchem Motorradtank klebt der unverblümte Hinweis : Finger weg von dieser Maschine .. man kann den Chopper zwar fotografieren, aber nur genau so, wie er dasteht. Ein Umschwenken ohne Erlaubnis des Besitzers, um die optimale Lichtwirkung zu erzielen, ist schon äußerst unratsam.
So ist es doch der Blick für den ungekünstelt besten Moment, wie etwa die Tierfotografie zeigt - auch wenn da mitunter der passende Köder am richtigen Platz mithilft.
Genau, und letztlich richtig so - als Käufer und Betrachter werde ich in jedem Bildband Aufnahmen finden, die mir nicht zusagen, und aber andere, weshalb ich das Buch überhaupt kaufe. Überzeugt mich 80% des Inhalts, dann kaufe ich das Buch gleich und zum regulären Ladenpreis. Finde ich aber nur 30% interessant, dann warte ich - und sollte ich es dann für 5 € erwischen, dann ist es mir so recht, für die 20 von 70 oder 40 von 150 Seiten eben 5 oder 10 € auszugeben.
Erst mal vielen Dank für den link zum Tankstellenbuch - wobei dies mit den 50 bis 70 Jahre alten Aufnahmen aus der betriebsaktiven Zeit noch interessanter wäre. So ist es aber auch ein schönes Architekturdokument !
Tatsächlich habe ich solche Promi-Fotobücher glaube ich aber auch abseits von Merkel als Model nur ganz selten gekauft, also von wegen Promifotograf fotografiert Promis aus Funk, Fernsehen, Politik, Musik vor seiner grauen Studiowand... Außer die Promis hießen Cindy Crawford, Elle MacPerson usw... ;-)
Jim Rakete hatte bereits einige berühmte Musiker und Bands fotografiert, als 1997 sein erstes Buch erschien, und inwieweit Herlinde Koelbl bereits durch ihre Männerakte bekannt war, kann ich nicht beurteilen.
Cindy Crawford und Peter Lindbergh : Cindy Crawford startete als Vize-Miss beim "Look of the Year" und dann als Playmate, bevor Peter Lindbergh 1990 das Bild mit den 5 Supermodels schuf. Danach stand halb Hollywood vor seiner Kamera - aber ist das nicht auch Anna Wintour und der Vogue zu verdanken ?
Bietet unsere kleine MK-Welt nicht viel mehr Chancen und öffnet Türen, die sonst verschlossen blieben ? Auf welchen Parties hätte ich erscheinen sollen, um "meine" Sedcard aufzubauen ? Auf Volksfesten Frauen anquatschen, die bereits glücklich liiert sind und dann vielleicht noch von ihrem Begleiter was "aufs Maul kriegen" - obwohl man tatsächlich "nur" Fotos machen wollte ?
Schon auf manchem Motorradtank klebt der unverblümte Hinweis : Finger weg von dieser Maschine .. man kann den Chopper zwar fotografieren, aber nur genau so, wie er dasteht. Ein Umschwenken ohne Erlaubnis des Besitzers, um die optimale Lichtwirkung zu erzielen, ist schon äußerst unratsam.
So ist es doch der Blick für den ungekünstelt besten Moment, wie etwa die Tierfotografie zeigt - auch wenn da mitunter der passende Köder am richtigen Platz mithilft.
Ich hatte mir schon vor 20 Jahren vorgestellt, wie es wäre, wenn so manche berühmten Fotografen, einfach mal unter Tarnnamen Fotos in die FC hochladen. Ich glaube, so mancher wäre, ohne die Reputation seines Namens, für einige seiner Fotos komplett verrissen worden.
Genau, und letztlich richtig so - als Käufer und Betrachter werde ich in jedem Bildband Aufnahmen finden, die mir nicht zusagen, und aber andere, weshalb ich das Buch überhaupt kaufe. Überzeugt mich 80% des Inhalts, dann kaufe ich das Buch gleich und zum regulären Ladenpreis. Finde ich aber nur 30% interessant, dann warte ich - und sollte ich es dann für 5 € erwischen, dann ist es mir so recht, für die 20 von 70 oder 40 von 150 Seiten eben 5 oder 10 € auszugeben.
#17Report
1 day ago
Martin Walltree (@chilloutfotografie)
Mein Hauptbetätigungsfeld war früher im Bereich "Werbung" zu suchen. Mehr durch einen wunderbaren Zufall kam ich schließlich zur Modelfotografie. Seit diesem Jahrtausend nahezu ausschließlich. Aber das konntest du ja alles nachlesen.
Wie ich bereits erwähnte, liegen zwischen Auflagen von Büchern und Kalendern oftmals Welten. Nicht nur von der Auflagenstärke her. Auch, wenn nicht sogar ganz extrem im Bereich der Model und/oder Aktfotografie. Mein Fazit insoweit: ein Kalender- ist noch lange auch ein Bildbandkunde!
Im Folgenden kann ich wiederum nur für mich sprechen. Mir lag nie daran, mich mit meiner Fotografie in den Vordergrund zu stellen. Weder aus finanziellen Erwägungen, schon gar nicht was die regelrechte "zur Schau Stellung" in gewissen Medien betrifft. Geh mal davon aus, dass ich genug Möglichkeiten hatte, meine Art von Fotografie durch ganz bestimmte Medien und deren Verantwortliche auf eine aggressivere Weise der Öffentlichkeit zu präsentieren. Nun, ich leide bis heute (glücklicherweise) auch nicht unter Profilneurose. Damit sollte es aber dann doch genug sein.
Um nochmals kurz auf meinen letzten Bildband zu kommen: hätte ich nicht die Möglichkeit durch die Stadt Karlsruhe bekommen, meine Arbeiten nochmals in einem angemessen Rahmen zu zeigen, wäre dies auch nicht mehr erfolgt.
Bildbände spiegeln im übrigen in aller Regel ein viel breiteres Betätigungsfeld eines Fotografen wieder, als ein Produkt "ohne den temporären Charakter eines vergänglichen Kalenders" (Zitat Ende). Auch durch die Anzahl der dabei gebotenen Fotografien. Das alles dann entweder in Color, s/w oder eben gemischt.
Zu deiner ganz speziellen Frage: Es gibt für mich keinen "Königsweg" insoweit. Oftmals hängt vieles vom Namen des Fotografen oder von der/den illustrierten Models ab. Ganz entscheidend bei all dem: die möglichen Vermarktungswege!
Mein Hauptbetätigungsfeld war früher im Bereich "Werbung" zu suchen. Mehr durch einen wunderbaren Zufall kam ich schließlich zur Modelfotografie. Seit diesem Jahrtausend nahezu ausschließlich. Aber das konntest du ja alles nachlesen.
Wie ich bereits erwähnte, liegen zwischen Auflagen von Büchern und Kalendern oftmals Welten. Nicht nur von der Auflagenstärke her. Auch, wenn nicht sogar ganz extrem im Bereich der Model und/oder Aktfotografie. Mein Fazit insoweit: ein Kalender- ist noch lange auch ein Bildbandkunde!
Im Folgenden kann ich wiederum nur für mich sprechen. Mir lag nie daran, mich mit meiner Fotografie in den Vordergrund zu stellen. Weder aus finanziellen Erwägungen, schon gar nicht was die regelrechte "zur Schau Stellung" in gewissen Medien betrifft. Geh mal davon aus, dass ich genug Möglichkeiten hatte, meine Art von Fotografie durch ganz bestimmte Medien und deren Verantwortliche auf eine aggressivere Weise der Öffentlichkeit zu präsentieren. Nun, ich leide bis heute (glücklicherweise) auch nicht unter Profilneurose. Damit sollte es aber dann doch genug sein.
Um nochmals kurz auf meinen letzten Bildband zu kommen: hätte ich nicht die Möglichkeit durch die Stadt Karlsruhe bekommen, meine Arbeiten nochmals in einem angemessen Rahmen zu zeigen, wäre dies auch nicht mehr erfolgt.
Bildbände spiegeln im übrigen in aller Regel ein viel breiteres Betätigungsfeld eines Fotografen wieder, als ein Produkt "ohne den temporären Charakter eines vergänglichen Kalenders" (Zitat Ende). Auch durch die Anzahl der dabei gebotenen Fotografien. Das alles dann entweder in Color, s/w oder eben gemischt.
Zu deiner ganz speziellen Frage: Es gibt für mich keinen "Königsweg" insoweit. Oftmals hängt vieles vom Namen des Fotografen oder von der/den illustrierten Models ab. Ganz entscheidend bei all dem: die möglichen Vermarktungswege!
#18Report
1 day ago
@ eckisfotos
Was sagst Du dann aber zu einem Bildband "750 Jahre Hafen der Hansestadt Hamburg", gedruckt 1939 ? Wäre das nicht ein ganz wichtiges Dokument zur Stadtgeschichte, wo 5 Jahre später so vieles zerbombt war ? Also ich würde so ein Buch nicht mehr hergeben, wenn ich es hätte - und es könnte auch Inspiration sein für aktuelle eigene Fotos dort, wo die Fassaden heil blieben und am historischen Ort dann vielleicht auch ein Shooting möglich wäre.
Mein Hobby ist allerdings auch, das Fotografieren und nicht das Ansehen anderer Bilder - das dient "nur" der "Weiterbildung". Letzteres können Bücher, die schon Jahre auf dem Buckel haben, sowieso nicht erfüllen.
Was sagst Du dann aber zu einem Bildband "750 Jahre Hafen der Hansestadt Hamburg", gedruckt 1939 ? Wäre das nicht ein ganz wichtiges Dokument zur Stadtgeschichte, wo 5 Jahre später so vieles zerbombt war ? Also ich würde so ein Buch nicht mehr hergeben, wenn ich es hätte - und es könnte auch Inspiration sein für aktuelle eigene Fotos dort, wo die Fassaden heil blieben und am historischen Ort dann vielleicht auch ein Shooting möglich wäre.
#19Report
1 day ago
Auf YouTube gibt es einige Kanäle, die Fotobücher vorstellen. Dabei wird auch durchgeblättert und ein ganz brauchbarer Eindruck vom "Produkt" vermittelt. Ein Beispiel:
https://www.youtube.com/watch?v=jQZxq6CKxE0
https://www.youtube.com/watch?v=jQZxq6CKxE0
#20Report
Topic has been closed











Der Spaß ist ja nicht ganz billig. Ein Ärgernis für sich: Nicht selten fällt mir auf, dass Fotobücher hier nach deutscher Buchpreisbindung für 70 Euro verkauft, aber aus Irland für 40 Euro frei Haus verschickt werden – beide englischsprachig und in derselben Qualität, wie z. B. Phil Penmans Street Scenes.
Bei einem guten Fotobuch bekommt man für das Geld immerhin etwas geboten. Doch seit einiger Zeit ertappe ich mich im Laden auffallend oft dabei, dass mich der Inhalt vieler jüngerer Fotobücher regelrecht ärgert. Das Beste ist das Cover. Es lockt dich. Du nimmst das schöne, große Buch (sagen wir 30x40 cm) voller geweckter Erwartung in die Hand und dann geht es los: Die Fotos nehmen nur 20 % der Seiten ein, der Rest ist weißes Nichts. Womöglich will man hier einen Galerieeffekt erzielen, der mich aber gar nicht abholt und für mich langweilige Platzverschwendung darstellt. Andere Bücher „glänzen“ mit extrem viel kleinem Text und dazwischengequetschten Minifotos.
Teilweise sollen diese Bücher das Werk eines Fotografen oder einer Fotografin zeigen – oft Namen, die mir meist zum ersten Mal begegnen. Eigentlich eine Chance neue Perlen zu entdecken. Es soll dann das „Best Of“ sein, irgendwie kuratiert. Und ich kann die Fotoauswahl schlicht nicht nachvollziehen: Es ist oft so schrecklich nichtssagendes Zeug dabei. Ich habe richtig Lust, ein schönes Fotobuch zu kaufen und dafür Geld auszugeben. Doch dann hat man Exemplar um Exemplar gefühlt briefmarkengroße Zusammenstellungen in viel zu leeren Büchern vor der Nase, teils mit komplett leeren Seiten mittendrin. Und dann liegt da irgendein Typ viel zu klein irgendwie auf der Wiese, da liegt ein bisschen Schrott als Haufen neben einem Fallrohr und dann hampelt die Freundin verwackelt an der beschmierten Bushaltestelle, Füße abgeschnitten und ein Arm scheint zu fehlen. Gerade diese Werke mussten unbedingt in ein Buch? Ok... So ein Werk soll dann 40, 50 oder 60 Euro kosten – und liegt Bild für Bild und insgesamt oft weit unter dem Niveau von ganz normalen Hobbyfotografen bei Instagram, hier oder in der FC. Die hadern mit sich, ob sie den gut genug sind. Und im Laden liegt wahrlich schlechteres. Das Stöbern macht so immer wieder mal eher weniger Freude. Ich möchte etwas gutes, mich an guten Vorbildern erfreuen und orientieren. Vielleicht noch etwas lernen. Und doch findet man am Ende schon immer wieder mal etwas, wodurch sich das Gewühle durch die weniger prickelnden Werke lohnt.
Ist euch das auch schon so aufgefallen? Manche hier haben ja auch schon Erfahrung und selbst Bücher mit viel Herzblut rausgebracht, selbstverständlich nur sehr gute! :-D Wer bringt den 'Schrott' raus? Es sind ja teilweise richtige Verlage. Die sollten doch gewinnorientiert arbeiten. Wer kauft sowas? Sind da reiche Gönner am Werk, die dem Berufssohn / der Berufstochter den Anschein einer Künstlerkarriere beim Verlag und mit Ausstellungen finanzieren? Ist da Kunstförderung im Spiel und der Verlag hat sein Geld schon verdient, bevor das lieblose Buch im Laden liegt? Habe ich vielleicht einfach mittlerweile viel zu hohe Erwartungen? Bin ich zu kritisch? Immerhin dürften viele Bücher eben auch nicht in erster Linie für Fotografen gemacht werden.
Ein Glück kann ich mir viele dieser doch teilweise etwas speziellen Bücher überhaupt noch im Laden anschauen. Bei Thalia oder Hugendubel tauchen sie zwischen den 1.000 Romanen ja oft kaum noch im Sortiment auf. Ohne Zweifel gibt es aber immer wieder auch großartige Fotobücher. Mir spontan ins Gedächtnis kommende Positivbeispiele, wie Vincent Peters’ Personal oder Nouveau Couture von Karl Lagerfeld, sind allerdings auch schon ein paar Jahre alt. Immerhin habe ich gerade noch eine Ladung auf Verdacht bestellter Bücher von Frölich & Kaufmann vor mir (ich kann's ja nicht lassen und habe ansonsten noch eine Bücherbox um die Ecke...). Vielleicht sind da ein paar neue unbekanntere Favoriten dabei ;-)
Wie seht ihr die Thematik? Sind Fotobücher heutzutage bei all den Internet-Galerien überhaupt noch so interessant oder spart ihr Euch das? Ich bin gespannt auf eure Meinung.