Bildbearbeitung - Möglichkeiten und Grenzen 113

#101
10.08.2007
@sylvio

tausendmal die gleiche pose in "natur" fotografiert ist aber genaus langweilig
- wie deine erwähnte perfektion der medien - anzusehen...
#102Report
#103
10.08.2007
Ich hab dass jetzt nicht wirklich alles durchgelesen, was da in dem Thread steht,...

Original von marc | bluepics.de
Die Situation ist die, ich sehe oft Bilder von Frauen, die bis zur Unkenntlichkeit bearbeitet wurden, Haut, Augen, das volle Programm. Ein absurdes Szenario danach ist oft, dass diese totgepimpten Bilder 1000000 Kommentare bekommen. Ja, mag jetzt der geneigte Leser meinen, der Marc ist ja jetzt nur neidisch. Ich will aber an meinen Bildern gar nicht viel ändern, aber das ist auch meine Auffassung von Fotografie. Sonst wäre ich vielleicht besser Maler geworden, dann ist alles so, wie ich es in meiner Phantasie wollte.

Wenn aber Photoshop und Co. zum Erfüllungsgehilfen oder besser noch zum Rettungsring für "an sich" fragwürdige Bilder werden, wozu dann noch der ganze Aufwand?

Ich kann nur hoffen, dass es noch genügend Fotografen und vor allem Models gibt, die eine Fotografie von einer Bildbearbeitung unterscheiden können.





.... kann Di aber nur zustimmen. Die Gründe mögen beimir etwas anders sein, warum ich zB keine Bearbeitung im eigentlichen (landläufigen) Sinne mache.

Aber: Was mir massiv auffälltist, dass es im Moment zwei gegenläufige Bewegungen gibt.

Im Unteren Segment (also Hobbybereich und billig Produkte/Werbung) haben wir einen Mainstream, und dass nicht nur im Fotografischen, sondern generell.

Und im Premiumsegment einen Massive gegenbewegung.

Ob dass nun daran sichtbar wird, dass die TV-Programmheftchen weichegspälte Bilder auf dem Cover haben, aber in Galerien Fotos verhauft werden, die pro analogem Abzug 10.000€ bringen, sei mal dahin gestellt.

Das agnze ist von der Intension und dem Wahrnehmungshorizont zu sehen. Bei vielen Amatuerknipsern, und das ist jetzt wertfrei, ist eben das bestreben da, etwas nachzumachen, wass sich aus der eigenwahrnehmung als gefällig (bewusst nicht gut geschrieben) erwiesen hat. Kannman leichter nachmachen, undauch leichter mitreden, ist doch auch verständlich,... so etabliert sich ein Mainstream. Ich wette mal kein 5% der User hier waren dieses JAhr schon in einer Galerie, oder auf einer Vernisage für Kunst,.... Wtten.

Aber 98& der User hier haben TV und schalten mit regemässigkeit ins Privatvernsehen und erfreuen sich an nackten Tatsachen,...

Alles Wertungsfrei, aber in der Analyse eben wichtig um zu verstehen, wie es dazu kommenkann, welche Wirkung das hat und welche Konsequenzen sich daran anschliessen.

Für mich ist dass, dass ich Modelle mag, die 100% KBA sind und mich nicht fragen, ob ich ein Bild plattmansche. Kunden bevorziehe, die sagen, schön, dass das auch so geht ohne, dass wir viel für einen Retuscher bezahlen müssen,...

...ich eben dass so mache wie ich es will und für richtig erachte, und die anderen es eben auch anders machen dürfen - auch wenn es (Wertung) oft grausig aussieht ;-)

Gruss
Boris
#104Report
10.08.2007
Original von Naughty-Inspirations
[quote]
an die schliessmods: bitte trotzdem nicht schliessen ;-)


Wir haben hier keine expliziten Schließmoderatoren... *ggg*[/quote]
Der Verdacht keimt gelegentlich auf... *ggg*
#105Report
10.08.2007
Original von TomRohwer
[quote]Original von Naughty-Inspirations
[quote]
an die schliessmods: bitte trotzdem nicht schliessen ;-)


Wir haben hier keine expliziten Schließmoderatoren... *ggg*[/quote]
Der Verdacht keimt gelegentlich auf... *ggg*[/quote]

Nana... da könnte man auch den Verdacht hegen, es gäbe explizite Brandstifter... *ggg*


Schönes, sonniges Wochenende wünscht der Uwe :O)
#106Report
10.08.2007
Original von Pixelspalter
[quote]Original von Achim Bartel
Aber die Möglichkeiten für "Fuscher" werden halt immer besser und die Mehrheit profitiert scheinbar davon...


Und siehst Du da grundsätzlich ein Problem darin?? So ist halt der Markt. Vor allem in der heutigen hochtechnisierten Zeit werden bestimmte Dinge immer einfacher.
Das findet sich doch in jedem beliebigen Bereich wieder.[/quote]


Ja, tatsächlich sehe ich darin grundsätzlich das Problem. Weil es sich, wie Du sagst, in jedem Bereich wieder findet. Genmanipulierte Nahrung macht die Dinge für die Nahrungsproduzenten einfacher, Breitbandantibiotika macht die Dinge für die Mediziner einfacher, Tütensuppen machen die Dinge in den Haushalten einfacher, der gläserne Mensch macht die Dinge für die Behörden einfacher und die Globalisierung und der Euro macht alles für alle einfacher.

Einfacher klingt erst mal gut, ist es in vielen Fällen bestimmt auch. Aber es macht auf Dauer alles gleich. Darin sehe ich grundsätzlich das Problem. Vielfalt und Abwechslung machen für meinen Geschmack viele Bereiche des Lebens interessanter, nicht zuletzt auch die Hautstrukturen unserer Models :-)

lg Achim
#107Report
Original von andrew spark
aber alice, es ist doch nicht NATÜRLICH, einem model stundenlang farbe in's gesicht zu pinseln. der zweck ist doch, einen bestimmten effekt damit zu erreichen. und wenn das selbe mit photoshop erzielt wird, ist es nicht mehr legitim?

und wenn ein david hamilton seine bilder mit was weiss ich für filtern weichgesoftet hat ist es kunst, wer das in ps macht ist ein scharlatan?


Frauen haben sich schon geschminkt, bevor es die Fotografie gab, ja sogar bevor Maler überhaupt die Perspektive kannten ;-)

Der Unterschied liegt darin, daß Hamilton das Bild mit seiner Kamera komponiert hat. Er hat das Bild im Sucher seiner Kamera gestaltet, er hat mit Licht und den vorhandenen Gegenständen ein Bild komponiert.

Ein Photoshoper hält seine Kamera in die Pampa und knipst nur. Dann komponiert er das Bild am Bildschirm. Das nenne ich nicht mehr Fotografie.

Ich rede hier nicht davon mal ein Pickelchen oder sowas weg zuretuschieren!



Pixelspalter:
Ich nehme mal an, daß es die Meisten hier die Grenze zur Realität stört

Wenn ich ein Model schminke oder das Licht speziell aufstelle, dann hab ich mit meiner Kamera immer noch etwas eingefangen, was in der reelen Welt (wenn auch nur kurzzeitig) so ausgesehen hat.

Erreiche ich nun aber GENAU DAS GLEICHE Ergebnis in Photoshop, dann schleicht sich der Gedanke der Verfälschung ein.


So verbissen würde ich es nicht sehen. Es kommt doch nur darauf an, was man haben will. Das fertige Bild entscheidet. Der Weg zum Bild entscheidet aber auch, ob ich fotografiert oder gemalt habe, ob ich mich Fotograf nenne oder Maler oder Grafiker.



Naughty-Inspirations:
Hmm, na ich glaube es geht hier in der Hauptsache um Bearbeitungen, bei denen die Models bis zur Unkenntlichkeit zermatscht werden, um Bearbeitungen die obendrein eher ungekonnt, und unter der Zweckentfremdung von Programmen wie Neatimage angefertigt werden.

Das sind die schlimmsten Auswüchse die ich kenne...

Es gibt hier auch EBV-Künstler, die das sicherlich auf technisch gehobenerem Niveau hinbekommen, ob man das allerdings schön findet bleibt jedem selbst überlassen.


So ist es. Volle Zustimmung.
#108Report
10.08.2007
Original von Alice vom See [hat nun homepage]
So verbissen würde ich es nicht sehen. Es kommt doch nur darauf an, was man haben will. Das fertige Bild entscheidet. Der Weg zum Bild entscheidet aber auch, ob ich fotografiert oder gemalt habe, ob ich mich Fotograf nenne oder Maler oder Grafiker.


Ja, aber um die Frage, ob sich jemand Fotograf nennen darf oder nicht, geht es doch hier gar nicht, oder?
Und selbst wenn....wer sagt, daß ein Fotograf so definiert ist, daß er nur Bilder beinflussen darf, bevor er den Auslöser gedrückt hat?
Auch im analogen Zeitalter stand noch immer die Laborarbeit danach an. Und sieh Dir mal solche Dinge wie Cross-Entwicklung oder ähnliches an....wie sehr da die Realität verfälscht wurde.
Ein Model hat keine schöne Haut?? Dann entwickeln wir das Bild halt auf einem Filmmaterial mit so grobem Korn, daß das nicht mehr auffällt.

Früher war einer, der alles bis zum Ergebnis selber in der Hand haben wollte ein Fotograf, der sein eigenes Labor betrieben hat.
Heute ist es einer mit einer Digitalen Kamera, der sein Bildbearbeitungsprogramm danach anwirft.
#109Report
Wir drehen uns im Kreis....... ;-)
#110Report
10.08.2007
Original von Alice vom See [hat nun homepage]
Wir drehen uns im Kreis....... ;-)


Nö, wir haben nur verschiedene Meinungen ;-)

Ich denke halt, es sollte jeder machen dürfen, was derjenige machen will, sofern ihm oder anderen das Ergebnis danach gefällt, statt etwas pauschal zu verteufeln.

Einige Meinungen hier hören sich so an, als sollte man gewisse Möglichkeiten aus Gründen der "Moral" nicht nützen, auch wenn sie vorhanden und leicht zu benutzen sind
#111Report
10.08.2007
Im Grunde genommen hab ich im Labor (ihr wisst schon, schummeriges rotes Licht, elender Chemiegestank, und höllisch aufpassen, dass man nicht aus der falschen Flasche trinkt) alles schon so machen können, wie heute in PS.

Für die, die noch nicht selbst geprintet haben:

Papier in 7 Gradationen, weichzeichnen, abwedeln, nachbelichten, ausflecken kann man schon seit Jahrzehnten! Auch beim guten alten Film. Selbst so ne Art "Verflüssigen-Filter" kann man sich basteln.

Also, ich kann den Untergang der abendländischen Kultur durch Bildbearbeitung nicht erkennen.

Bei der Arbeit mit PS muss ich aber keine Angst haben, dass ich statt der Bierflasche den Fixierer erwische :-)

Hätte ich beinahe vergessen:


http://www.richgentlemenhide.com/articles/photoshop-tutorial-fountain-of-youth/

Gruß,
Rolf
#112Report
10.08.2007
Original von Alice vom See [hat nun homepage]
Frauen haben sich schon geschminkt, bevor es die Fotografie gab, ja sogar bevor Maler überhaupt die Perspektive kannten ;-)


das ist aber kein argument, dass schminken NATÜRLICH ist.



Original von Alice vom See [hat nun homepage]
Der Unterschied liegt darin, daß Hamilton das Bild mit seiner Kamera komponiert hat. Er hat das Bild im Sucher seiner Kamera gestaltet, er hat mit Licht und den vorhandenen Gegenständen ein Bild komponiert.


und ein fotograf, der heute selbiges macht, darf sein bild dann nicht mehr im computer weiter entwickeln?



Original von Alice vom See [hat nun homepage]
Ein Photoshoper hält seine Kamera in die Pampa und knipst nur. Dann komponiert er das Bild am Bildschirm. Das nenne ich nicht mehr Fotografie.


das ist aber eine sehr oberflächliche interpretation. nur, weil jemand ps nutzt heisst das noch lange nicht, dass er nicht auch fotografieren kann.

da stellt sich doch gleich die frage, warum ebv verneiner bei pickeln u.a. das legitim finden, sollen sie doch gleich ordentlich farbe drauf malen.
#113Report

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