Bildbearbeitung - Möglichkeiten und Grenzen 113

[gone] Jürgen F Berlin
09.08.2007
Aber auch s/w Bilder sind schon bearbeitet, auch wenn nur in der Kamera! Die Welt ist nicht s/w, die Welt ist real bunt und farbig.

Jürgen
[gone] b l u e p i c s \\ BERLIN
09.08.2007
Original von DwtJ
Dieser Thread hat deswegen keine daseinsberechtigung weil er zu nichts führt
Weder wird nun weniger bearbeiei oder die Bearbeiter aus der MK geworfen und ihre Bilder als hexenwerk verbrannt..
nein.. es wird einfach NICHTS passieren


Ich verstehe jetzt nicht so ganz, was Deine vehemente Kontrahaltung verursacht hat, aber ich wollte mich mit, an einer sachlichen Diskussion, interessierten anderen MK'lern über ein Phänomen unterhalten, nicht mehr nicht weniger. Auch muss ich nicht gleich jemanden "hassen", weil er eine andere Meinung hat.

Ich habe auch gar kein Interesse an irgendwelchen "Grabenkämpfen" zwischen zwei herbeiphantasierten "Lagern", die dann hier "Stellung" beziehen und verbale "Attacken" tippen. Und by the way, ich habe nichts gegen Bildbearbeitung, remember, ich persönlich mag kein totpimpen.

Und wer sich nicht unterhalten möchte, der soll es eben lassen.
Peace.
09.08.2007
Original von marc | bluepics.de

ich persönlich mag kein totpimpen.

Peace.


Hallo, Marc.
Gib mal ein Beispiel für "totgepimpt".

Ich finde Deine ursprüngliche Fragestellung wirklich interessant, aber um ernsthaft diskutieren zu können, sollte man ja wissen, worüber man redet. Mit "zuviel EBV" oder "Totpimpen" kann ich erstmal nix anfangen.

Gruß,
Rolf
#64
09.08.2007
Nä, mein Freund!
Im Gegenteil. Handwerk ist, wenn ich auch was herstellen kann, was ich selber häßlich finde.
Was glaubst Du, was die meisten Schreiner das Kot... kriegen, wenn sie ne Wandverkleidung in Eiche Rustikal machen sollen. Aber können sollten sie es schonn...
[gone] b l u e p i c s \\ BERLIN
09.08.2007
Also rein inhaltlich ist ja den meisten sicher klar, wovon wir beim "pimpen" reden. Im Bereich der digitalen Bildbearbeitung ist es der vollkommen legitime Einsatz von Software zum verändern der Bildmerkmale. Als Beispiel habe ich mal Photoshop genannt, weil es viele kennen.

Und "totpimpen" ist für mich persönlich ersteinmal eine Frage der Quantität und vor allem der Qualität. Was zuviel oder zuwenig tatsächlich ist, wird natürlich immer subjektiv entschieden. Bei abgebildeten Menschen und vor allem hier, wo Models sich einem potentiellen Auftraggeber präsentieren wollen, würde ich sparsam filtern und biegen *g*. Das Entfernen stabiler Persönlichkeitsmermale (wie ich sie gern nenne), z. B. Leberflecke, Muttermale, Narben mag ja sehr verlockend sein, aber am Tag des Shootings sind sie doch real. Gewicht, Pickel oder blaue Flecken sind dagegen zeitlich nicht überdauernd.

Pimpen oder Bildbearbeitung muss also auch im Kontext der Intention des Bearbeiters gesehen werden. Klar kann man einen künstlerischen Zweck verfolgen und auf ein Bild 200 Effekte anwenden, bis Lieschen Müller wie eine Aufnahme der spanischen Mittelmeerküste aussieht, wer es mag.

Ich schrieb aber im Kontext der MK. Und wer es eher verbetriebswirtschaftlichen möchte, auch eine Plattform für Dienstleister und Kunden, Produkte und Konsumenten.

Ein Beispiel habe ich, extra nicht hier, sondern bei den "Nachbarn" in einem Wettbewerb herausgesucht:

http://www.fotocommunity.de/pc/pc/cat/5565/display/4004247

..und das ist ja noch ein milderes Beispiel.


Original von RolfG.
[quote]Original von marc | bluepics.de

ich persönlich mag kein totpimpen.

Peace.


Hallo, Marc.
Gib mal ein Beispiel für "totgepimpt".

Ich finde Deine ursprüngliche Fragestellung wirklich interessant, aber um ernsthaft diskutieren zu können, sollte man ja wissen, worüber man redet. Mit "zuviel EBV" oder "Totpimpen" kann ich erstmal nix anfangen.

Gruß,
Rolf[/quote]
09.08.2007
Wenn ich als Model mal sprechen darf:
Wir (Modelle) finden meistens "glatt gebügelte" Bilder schön, weils einfach irgendwie was von Glamour hat. Wir werden von Medien beeinflusst und möchten auch gerne eine tolle Haut haben. Wie schon erwähnt wurde, sind gute Kameras unerbittlich, man sieht jede einzelne Pore, die man in Natur überhaupt nicht so sieht. Muss ich die also auch auf meinem Bild haben? Machen mich die Poren etwa schöner? Ich erkenne mich auf meinen Bildern trotzdem immer wieder, auch wenn's glatt ist. Viele meinten auch schon oft "zu glatt", ohne das der Fotograf irgendwas geneatet hat. Komisch...Es wird doch nicht an meiner Nase rumgewerkelt, mein Gesicht geschmälert, meine Brüste vergrößert, mein Arsch verkleinert oder sonst was. es ist nur die Haut! Sorry, aber das witzige ist, dass diese Kommentare meist von irgendwelchen Knipsern kommen, die ihr Portfolio oder ihre Sedcard mit vermeintlichen (oder auch vermeidbaren) Handybildern gefüllt haben. Teilweise sind meine privaten Urlaubsbilder hochwertiger! Da denk ich mir, etwas ebv hätte auch nicht geschadet (nicht im Sinne von weich bügeln oder neat), sondern wirklich nur was farbkorrekturen, kontraste etc. angeht. Man könnte ein Bild soviel mehr damit aufwerten.
Zusammengefasst sehe ich die EBV nur als kleinen Teil eines Ganzen, denn zu einem guten Foto gehören ein Fotograf der auch ein Sinn für Fotografie hat, das Model, welches auch Spaß an der Sache haben sollte, das Licht, die Location und letztendlich, falls erforderlich die EBV. Ein guter Fotograf kann auch tatsächlich so fotografieren, so dass die Haut weich erscheint. Look here: http://www.fotocommunity.de/pc/pc/display/6436002
#68
09.08.2007
viele wege führen nach rom!

natur? - ein modell, geschminkt bis zum geht nicht mehr, colorierte haare usw., mit softbox und was weiss ich fotografiert

photoshop - das selbe mit dem modell ohne schminke ...., bearbeitet mit photosop

wäre kein problem, das zu realisieren

2 wege, das selbe ergebnis und glaubt mir, keiner würde einen unterschied merken.

soll doch jeder machen, wie er mag, das ergebins zählt.
09.08.2007
Na, geht doch!

@Stephanie:
So wie Du das beschrieben hast, erlebe ich das auch. Etwas übertrieben könnte man sagen: Je mehr ich EBV-mäßig auf den Putz haue, desto zufriedener sind die fotografierten Damen. (Na ja, das war jetzt etwas übertrieben)

@Marc:
Dein Beispiel ist natürlich echt grausam. Wenn das mit "totpimpen" gemeint ist, verstehe ich diesen Thread. Aber glaub mir, es gibt ne Menge Leute, die sowas mögen (warum auch nicht).


Gruß,
Rolf
Schon gemerkt - die Erde dreht sich!

Digitale Nachbearbeitung ist aus der modernen Fotografie nicht mehr wegzudenken. Wer das verschmäht ist vielleicht nur zu faul es zu lernen. Über die Stärke der Bearbeitung lässt sich vortrefflich diskutieren, is aber eh nur Geschmacksache.
Von mir wird es nie unbearbeitete Bilder geben - auch meine Modelle mögen es, was aber sicher nicht daran liegt, das ich nicht fotografieren könnte ;-)

Manche Fotografen sind ja nicht mal in der Lage, einen Pickel von der Stirn wegzustempeln, weil sie sich auf Natürlichkeit berufen - ist ne echt schwache Ausrede und dem Model sicher nicht recht!

Erlaubt ist, was gefällt. Vielen Bilder sieht man die Nachbearbeitung an, meinen auch! Wer es mag, meldet sich bei mir. Wer es nicht mag, geht woanders hin, so einfach ist das.

Ach ja, Schminken ist Bildbearbeitung vor dem Auslösen - ich steh drauf!
Also - wer Bearbeitung nicht mag, müsste den Beruf Visa/Stylistin verbieten *lach*.
Also, manche versuchen ja mit den irrsinnigsten und idiotischsten Argumenten EBV zu rechtfertigen. Da wird das Schminken als EBV-ähnliche Manipulation gesehen oder S/W-Fotos als nicht natürlich und deswegen Manipulation und was weiß ich noch was für Schwachsinnsargumente. Oh menno... Mit blinden kann man wohl nicht über das Licht sprechen...

Ich finde Korrekturen durchaus legitim, vor allem in der Mode- und Beauty-Fotografie. Da gehts ja garnicht um Realismus. Da geht es nur darum etwas zu verkaufen. Dabei ist nicht das Bild das Ziel, sondern der Verkauf der Marke.

Ich nehme es Künstler auch gerne ab, wenn sie Fotografien in PS verarbeiten. Aber ich nehme nicht jedem den Künstler ab. Da gehört auch eine Biografie dahinter.

Allerdings finde ich diese Zeitgenossen armselig, die fotografische Mängel durch PS-pimpereien zu vertuschen versuchen. Diese Zeitgenossen haben das Wesen der Fotografie nicht begriffen und sollten besser Maler werden und sich nicht Fotograf nennen.

Die Künstler in der MK kann ich an den Fingern meiner Hände abzählen. Sich damit herauszureden, das sei Kunst, wenn man kräftig pimpt, nehme ich nur den allerwenigsten ab. Die allermeisten versuchen ja Bilder, die sie aus der Werbung kennen zu simulieren, ohne wirklich was verkaufen zu wollen. Das ist schon mal keine Kunst. Und wenn die eigenen Kenntnisse nicht ausreichen, muß eben PS herhalten.

Jetzt habe ich einigen nen Kräftigen Brocken an den Kopf geworfen :-)
[gone] Jürgen F Berlin
09.08.2007
Ist die MK eine Plattform für Künstler?, dann bin ich hier verkehrt!

Jürgen
Die MK ist das, was der Name schon sagt ;-)
09.08.2007
Original von Alice vom See [hat nun homepage]
Also, manche versuchen ja mit den irrsinnigsten und idiotischsten Argumenten EBV zu rechtfertigen. Da wird das Schminken als EBV-ähnliche Manipulation gesehen oder S/W-Fotos als nicht natürlich und deswegen Manipulation und was weiß ich noch was für Schwachsinnsargumente. Oh menno... Mit blinden kann man wohl nicht über das Licht sprechen...

Ich finde Korrekturen durchaus legitim, vor allem in der Mode- und Beauty-Fotografie. Da gehts ja garnicht um Realismus. Da geht es nur darum etwas zu verkaufen. Dabei ist nicht das Bild das Ziel, sondern der Verkauf der Marke.

Ich nehme es Künstler auch gerne ab, wenn sie Fotografien in PS verarbeiten. Aber ich nehme nicht jedem den Künstler ab. Da gehört auch eine Biografie dahinter.

Allerdings finde ich diese Zeitgenossen armselig, die fotografische Mängel durch PS-pimpereien zu vertuschen versuchen. Diese Zeitgenossen haben das Wesen der Fotografie nicht begriffen und sollten besser Maler werden und sich nicht Fotograf nennen.

Die Künstler in der MK kann ich an den Fingern meiner Hände abzählen. Sich damit herauszureden, das sei Kunst, wenn man kräftig pimpt, nehme ich nur den allerwenigsten ab. Die allermeisten versuchen ja Bilder, die sie aus der Werbung kennen zu simulieren, ohne wirklich was verkaufen zu wollen. Das ist schon mal keine Kunst. Und wenn die eigenen Kenntnisse nicht ausreichen, muß eben PS herhalten.

Jetzt habe ich einigen nen Kräftigen Brocken an den Kopf geworfen :-)


Schön geschrieben, Alice... :)))

Uwe
[gone] Jürgen F Berlin
09.08.2007
@ Alice

Frage mich nur, warum sich dann die noch so handverlesenen Künstler, oder die sich dafür halten noch hier in der MK zwischen den ganzen Originalbildzerstümmellern aufhalten?

Wenn ich so hohe Ansprüche habe und so gut bin, dann währe ich nicht in der MK, sonder in irgendeiner Künstlerakademie, wo ich unter Gleichgesinnten Künstlern bin und dort auch meine Anerkennung für meine unbearbeiteten Bilder bekomme.

Manche Leute tragen hier die Nase sehr hoch!! sorry, bin eher ein ruhiger Typ aber soviel Hochnäsigkeit ärgert mich nun doch mal!

Jürgen
Jürgen, lies nochmal, was ich geschrieben habe! ;-)
[gone] b l u e p i c s \\ BERLIN
09.08.2007
Für alle Lesemuffel nochmal...

Also rein inhaltlich ist ja den meisten sicher klar, wovon wir beim "pimpen" reden. Im Bereich der digitalen Bildbearbeitung ist es der vollkommen legitime Einsatz von Software zum verändern der Bildmerkmale. Als Beispiel habe ich mal Photoshop genannt, weil es viele kennen.

Und "totpimpen" ist für mich persönlich ersteinmal eine Frage der Quantität und vor allem der Qualität. Was zuviel oder zuwenig tatsächlich ist, wird natürlich immer subjektiv entschieden. Bei abgebildeten Menschen und vor allem hier, wo Models sich einem potentiellen Auftraggeber präsentieren wollen, würde ich sparsam filtern und biegen *g*. Das Entfernen stabiler Persönlichkeitsmermale (wie ich sie gern nenne), z. B. Leberflecke, Muttermale, Narben mag ja sehr verlockend sein, aber am Tag des Shootings sind sie doch real. Gewicht, Pickel oder blaue Flecken sind dagegen zeitlich nicht überdauernd.

Pimpen oder Bildbearbeitung muss also auch im Kontext der Intention des Bearbeiters gesehen werden. Klar kann man einen künstlerischen Zweck verfolgen und auf ein Bild 200 Effekte anwenden, bis Lieschen Müller wie eine Aufnahme der spanischen Mittelmeerküste aussieht, wer es mag.

Ich schrieb aber im Kontext der MK. Und wer es eher verbetriebswirtschaftlichen möchte, auch eine Plattform für Dienstleister und Kunden, Produkte und Konsumenten.

Ein Beispiel habe ich, extra nicht hier, sondern bei den "Nachbarn" in einem Wettbewerb herausgesucht:

http://www.fotocommunity.de/pc/pc/cat/5565/display/4004247

..und das ist ja noch ein milderes Beispiel.
09.08.2007
Original von Alice vom See [hat nun homepage]
Also, manche versuchen ja mit den irrsinnigsten und idiotischsten Argumenten EBV zu rechtfertigen. Da wird das Schminken als EBV-ähnliche Manipulation gesehen....


aber alice, es ist doch nicht NATÜRLICH, einem model stundenlang farbe in's gesicht zu pinseln. der zweck ist doch, einen bestimmten effekt damit zu erreichen. und wenn das selbe mit photoshop erzielt wird, ist es nicht mehr legitim?

und wenn ein david hamilton seine bilder mit was weiss ich für filtern weichgesoftet hat ist es kunst, wer das in ps macht ist ein scharlatan?

die grenze zwischen kunst und krempel muss jeder für sich festlegen. vielleicht sind ja einige der heutigen extrempimper in 100 jahren die künstler des 21. jahrhunderts?
09.08.2007
Ich nehme mal an, daß es die Meisten hier die Grenze zur Realität stört

Wenn ich ein Model schminke oder das Licht speziell aufstelle, dann hab ich mit meiner Kamera immer noch etwas eingefangen, was in der reelen Welt (wenn auch nur kurzzeitig) so ausgesehen hat.

Erreiche ich nun aber GENAU DAS GLEICHE Ergebnis in Photoshop, dann schleicht sich der Gedanke der Verfälschung ein.

Wahrscheinlich kommt da immer das mulmige Gefühl hinzu, daß man ja Dinge in Photoshop machen kann, die in der reelen Welt gar nicht möglich sind.

Ich denke mal, daß Special-Effekts Experten beim Film genau dem gleichen Dilemma gegenüber standen. Da haben sie Jahrelang mit Latexmasken, Schminke und ausgefeiltesten Tricks gearbeitet.....und jetzt kommen plötzlich die Geeks mit ihren Renderfarmen daher und erreichen die gleichen und sogar bessere Tricks im Rechner.
Natürlich ist es schwer, alte Gewohnheiten fallenzulassen. Aber seid mal ehrlich....wer würde heutzutage noch im Kino auf Special Effects a la Herr der Ringe zugunsten einer im Stop Motion Verfahren aufgenommenen Gozilla-Plastilin-Figur verzichten wollen? ;-)

Topic has been closed