TFCD Verträge 72

[gone] Jürgen Josting / www.jjosting.de
18.09.2007
pay-shots wo der fotograf geld bekommt sind ja immer eine feine sache. aber auch dann stellt sich die frage der bildnutzung. bei solchen bezahlten shots (ausser es ist für "total privat", wie öfters bei aktsachen für den freund/mann/lover) mache ich auch immer einen release der mir die nutzung zumindest für meine eigenwerbung erlaubt. und üblicherweise kann auch das model die fotos nur für eigenwerbung etc nutzen.

hatte schon den fall das ich ein pay-shoot (model hat mich bezahlt, für sedcard-fotos) gemacht habe und dann zwei monate später im web gesehen habe das mit einem foto eine cd beworben wurde.... also nachgefragt, neue rechnung wegen kommerzieller nutzung erstellt und dann wegen "nichteinsehung" des models/ihres "managements" noch einen anwalt bemüht.

was kostenlose shoots angeht gibts halt die möglichkeit der einschränkung der nutzung auf zb eigenwerbung usw... oder man arbeitet mit einer wie auch immer gearteteten beteiligung an honoraren. alles hat sein für und wider.
das beide parteien die fotos in gleicher weise nutzen können ist nur sinnvoll wenn die nutzung beschränkt ist auf eigenwerbung. bei einer freien (evtl auch kommerziellen) nutzung durch beide parteien könnte es trotz genauer formulierung im vertrag dazu kommen das einer meint er sei mit der veröffentlichung so nicht einverstanden bzw es gäbe zu wenig honorar. das kommt im einzelfall auch immer auf den professionellen hintergrund der beteiligten personen an.

blickt noch einer durch was ich sagen will?
Hmmm,

also, wenn ich ein super Bild gemacht habe und für das Bild schon nach dem Shooting Kohle gesehen habe, dann gibts doch nichts besseres für mich, als daß das Bild Erfolg hat. Ich geh mal davon aus, daß mein Name im Bildnachweis genannt wird und daß dann weitere Aufträge reinkommen.

Man muß sich halt einschätzen können, wieviel man für Shootings von den Mädels oder den Auftraggebern verlangt, und dann is gut. So genau zwischen kommerzieller und privater Nutzung zu unterscheiden habe ich wieder aufgegeben.

Oder meinst Du, ich würd meinem Baßlehrer noch nachträglich die Gage für den Privatunterricht erhöhen, nur weil ich eine Super Solostelle in einem sehr guten Orchester bekommen hab????


MlG, Klaus
[gone] Jürgen Josting / www.jjosting.de
18.09.2007
bass spielen... habe ich doch auch früher intensiv gemacht.... allerdings e-bass :-)

ich denke, das es schon einen unterschied macht ob ich fotos für ne sedcard mache oder für eine werbung und ein cd-cover. ohne namensnennung war das auch... ist wie bei den viel zitierten bewerbungsfotos die oft auch von firmen für die website des unternehmens genutzt werden. habe eine bekannte in deren portraitstudio fast jede woche so ein fall auftaucht, bzw im kundengespräch rauszuhören ist was der kunde damit vorhat. das ist rechtlich nicht erlaubt und bedeutet ja für fotografen einen einnahmeverlust.

aber es ist wirklich schwierig bis unmöglich einen für model und fotograf gleichemaßen gerechten tfcd-vertrag zu machen. wenn sich alle vertragen tun ist es leicht aber im falle von streitigkeiten....
18.09.2007
Original von Alice vom See [be loud, be proud, be a KinKat]
Jaja, Pisa läßt grüßen. Ist denn keiner mehr Fähig Gehirn V.1.0 zu gebrauchen? Wenn man nix passendes findet, dann formuliert man sich seine Sachen eben selber.

Nun ja...

Wenn ich mir so anschaue, wie schon die Formulierungen ganz normaler Sätze, ohne größere juristische Inhalte, häufig so sind, dann möchte ich lieber gar nicht erst wissen, wie da die "Vertragsformulierungen" aussehen mögen...

Mal ganz ehrlich: wer noch nicht mal in der Lage ist, eine Mail mit 10 vollständigen (und korrekten) Sätzen zu formulieren (also ... x % der hier anwesenden...), bei dem halte ich sowas für etwas gewagt.

Wenn nichts wirklich außergewöhnliches an Wünschen zu berücksichtigen ist, die moralisch verwerflich oder sittenwiedrig sind, dann gibts auch keine Probleme.

Wieviele MK-User sind auch nur halbwegs in der Lage, zu erklären, was "sittenwidrig" im juristischen Kontext bedeutet?

Ich behaupte mal von mir, ein kleines bisserl von Gesetzen und ihrer Auslegung und überhaupt von der Juristerei zu verstehen. Und ich könnte Dir aus dem Stegreif mindestens ein halbes Dutzend Punkte nennen, die im Zusammenhang mit Modelverträgen stehen, bei denen ich vorher einen erfahrenen Anwalt fragen würde, was da die aktuelle Rechtsprechung zum Stichwort "wirksam oder nichtig weil sittenwidrig" sagt... ;-]]
18.09.2007
öhm, selbst wenn in Gesetz so wie so wie in deinem Beispiel geändert würde hat es doch für den Vertrag keine Bedeutung, da gilt doch das beim Abschluß geltende Recht, oder...?

Sonst könnte ja der Autohändler bei dem ich noch mit 16%MwSt ein Auto gekauft habe, auch noch ne Nachzahlung fordern, weil ja jetzt 19% gelten...


Original von Andreas H. Kreis
Die geschichte mit der prüfung ob dann der ganze vertrag nicht mehr gewollt ist ist mir bekannt...

meine Salvatorische klausel zielt auf gesetzesänderungen ab wenn ich heute mit einer 18 jährigen Akt shoote und morgen wird per Gesetz das Alter für Akt auf 65 hochgesetzt das ich dann zumindestens die anderen fotos nutzen darf........ oder ander sachen halt

das die Salvatorische klausel kein allheilmitel gegen schlechte Verträge ist ist mir auch Klar und meinen Models bisher eigentlich auch
Hmmm,


hab grad noch Photos von mir aus TFCD-Shootings entdeckt, ohne jeglichen Hinweis auf mich.

Werd jetzt bei TFCD wohl doch so vorgehen müssen, daß die Mädels nur noch Bilder mit einkopierten Copyright bekommen.....soll doch Reklame für mich sein, wenn ich TFCD mach.

MlG, Klaus
Nö, bei TfCD haben sie das Recht auf Bilder ohne Copyrighthinweiß, die sie auch auf Papier aubelichten können oder daraus ein Poster machen können. Da stört dann so ein Hinweis. Du kannst ja zwei Dateien auf die CD machen, eine große zum ausdrucken und eine kleine mit Copyright für's Internet.

Es heißt ja, für beide gleiche Rechte, also dürfen auch beide die Bilder ohne Einschränkungen verwenden können. Anders würde ich es als Model auch nicht akzeptieren, wenn ich TfP bzw TfCD machen würde. ;-)
19.09.2007
Ahoi,

bei TFCD/P/whatever hat man das Recht, das der Vertrag einem zusichert/zugesteht. Bilder ohne "Namensnennung" sind bei mir z.B. nicht drin (gilt natuerlich fuer beide Seiten, gleiches Recht und so).
Nichts desto, es gibt keine Vorschrift (wie oft wurde das eigentlich schon gesagt?) was in einem TFP/CD/Whatever Vertrag zu stehen hat, man orientiert sich i.d.R. an den "geflogenheiten" und gut. Ausserdem muss ja niemand Shooten wenn der Vertrag ihm nicht zusagt.

So long,
Darkman
Tja und so kann man sich wieder streiten, was dann bei de Parteien davon haben, wenn eine Seite in der Nutzung sichtlich eingeschränkt wird. ;-)
19.09.2007
Wo ist denn bitte die Einschraenkung? BEIDE Seiten sind zur Namensnennung angehalten, so what?
19.09.2007
Naja, es gibt die gepflogenheit dass in verträgen steht "Der Fotograf ist immer zu benennen" und "Namensnennung des Models liegt im Ermessen des Fotografen" - das ist zwar hier üblich, aber besser wirds dadurch nicht!

Ich sage eben wegen der Vertragssachen immer wieder, auch ganz gute TfP Anfragen ab (wenn es eben keine Aussicht auf Einigung gibt)!

Beispiele für Verträge die mir zu Einseitig sind:

°Namensnennung wie oben beschrieben
°Fotograf darf ALLES, Model darf fast nix außer hier uploaden
°Fehlende Frist für Bilderlieferung
°wenn meine Klausel dass mein realer Name auf keinen Fall genannt werden darf (inkl Vertragsstrafe) und stattdessen der Künstlername zu verwenden ist, nicht akzeptiert wird.
19.09.2007
Find ich legitime Gruende. Wie gesagt, Namensnennung ist fuer mich fuer beide Seiten verpflichtend bei TfP. Und welcher Name genannt wird, dafuer gibts ein entsprechendes Feld im Vertrag, steht da was drin, wird dieser und nur dieser Name auf Bildern etc. erscheinen.
Original von Darkman
Wo ist denn bitte die Einschraenkung? BEIDE Seiten sind zur Namensnennung angehalten, so what?


Die Einschränkung ist dann, wenn die Bilder NUR mit Copyrighthinweiß auf den Bildern ausgeliefert werden. Damit kann das Model für sich nix mehr anfangen. Oder willst Du ein Poster von dir zuhause aufhängen wo ein faustgroßes, buntes Logo eines Fotografen prangt?



Mich kotzt diese egoistische Haltung vieler Fotografen echt langsam an, die für sich alles haben wollen und anderen nix lassen. Das bringt unseren Stand in ein schlechteres Licht, als es sein müßte. Dann bezahlt euren Models was, wenn ihr alles haben wollt. Egoistisches Pack!
19.09.2007
Ahoi,

fuer solche Faelle reicht ein Schriftzug, Bravo macht das auch so, wenn ich kein Copyright will, kann ich das Bild "befreien" (Geld soll da helfen).
Auf meinem Poster ist dann ja auch Ihr Name drauf (is eh Praktisch, da fast alle "Modelle" hier unbekannt sind, spart man sich die Antwort auf die Frage "Wer isn das?" - steht ja drauf ;)

So long,
Darkman
Das ist aber nicht das, was ein TfP eigentlich sein sollte.
19.09.2007
Sagst Du :)

Wie gesagt, fuer TfP gibt es keine in Stein gemeisselten Regeln. Wem "meine" Regeln nicht gefallen, der Shootet mit jemand anderem (oder man einigt sich gemeinsam, sollte jetzt nicht so das Problem sein).

So long,
Darkman
Es gibt keine in Stein gemeißelten Regeln, aber es gibt eine ursprüngliche Idee, ein Gedanke, ein Ziel, der hinter etwas steht, das leider von Heuschrecken missbraucht wird.
[gone] Martin Wennerhold aka Z1
19.09.2007
Wenn man sich das hier so alles durch gelesen hat ...

Ich kann als einigermaßen normal denkender Mensch gar nicht nachvollziehen, wie man sich wegen einem lächerlichen TFP/TFCD-Vertrag solche Probleme schafft.

Es ist schon erstaunlich, dass sich Hobbieknipser, die vermutlich niemals irgendwelche ihrer Werke ausser auf solchen Seiten wie dieser, oder ihrer eigenen Internetpräsenz veröffentlichen werden, so einen Wirbel um eine eigentlich ganz einfache Sache machen.

Alice vom See trifft es genau auf den Punkt: Es gab mal eine ursprüngliche Idee, woraus TFP-Shootings entstanden sind.

Der Punkt kommerzielle Nutzung ist eigentlich in einem TFP Vertrag vollkommen fehl am Platze, denn es geht von vornherein nicht um Kommerz.

Nun wird sicher der ein oder andere Erbsenzähler wieder aufheulen, dass, wenn ein Fotograf die entstandenen Fotos zur Eigenwerbung nutzen darf, dies ja durchaus mit kommerziellem (weil für Ihn Werbung) Hintergedanken geschieht. Aber die fotografierte Person darf diese Fotos ja im gleichen Umfang nutzen, darf sie veröffentlichen falls sie diese für ihre Eigenpräsentation nutzen möchte, darf sie ausdrucken usw.

Worin liegt das Problem mit einer Namensnennung? Auch da stimme ich Alice zu; kann man nicht mehr nachdenken? Es ist doch wirklich sehr einfach. Wenn ein Fotograf ein Model knipst und beide wissen, dass der jeweilige Vertragspartner die Fotos im Internet präsentiert, wo ist das Problem, wenn beide den Namen unter das Bild schreibseln?

Vollkommen unsinnig ist hingegen, dass der Herr Fotograf nur Fotos herausgibt, wo ein "Copyright" im Bild ist. Wozu dann ein TFP/TFCD-Shoot?

Und; wie schon zweimal hat Alice erneut Recht: Der fotografierten Person ist es nicht zumutbar, sich eins der Fotos als Poster für Zuhause entwickeln zu lassen und dann ständig irgendein albernes "Copyright" ansehen zu müssen.

Und; es gibt durchaus recht einfach gestaltete TFP/TFCD-Verträge, die ohne Jurastudium nachvollziehbar und gültig sind...
19.09.2007
Ahoi,
Original von Martin We.
Worin liegt das Problem mit einer Namensnennung? Auch da stimme ich Alice zu; kann man nicht mehr nachdenken? Es ist doch wirklich sehr einfach. Wenn ein Fotograf ein Model knipst und beide wissen, dass der jeweilige Vertragspartner die Fotos im Internet präsentiert, wo ist das Problem, wenn beide den Namen unter das Bild schreibseln?

Vollkommen unsinnig ist hingegen, dass der Herr Fotograf nur Fotos herausgibt, wo ein "Copyright" im Bild ist. Wozu dann ein TFP/TFCD-Shoot?

Und; wie schon zweimal hat Alice erneut Recht: Der fotografierten Person ist es nicht zumutbar, sich eins der Fotos als Poster für Zuhause entwickeln zu lassen und dann ständig irgendein albernes "Copyright" ansehen zu müssen.

Also, Namensnennung nur dann, wenn ichs ins Internet setze? Warum? Wo ist das Problem wenn beide Seiten sich jeweils benennen? Wie gesagt, es geht nicht darum einfach immer ein fettes Copyright irgendwo draufzuzimmern sondern das beide die jeweilige Gegenseite benennen. Ich kann ja auch einfach nen huebschen Rahmen drummachen und da mein Namen draufpinseln, das Bild ist dann "unversehrt".

Und wenn ich garkein Copyright will, kauf ich entweder oder einige mich vorher mit der Gegenpartei, auch kein wirkliches Problem.

So long,
Darkman
Original von Alice vom See [be loud, be proud, be a KinKat]
Nö, bei TfCD haben sie das Recht auf Bilder ohne Copyrighthinweiß, die sie auch auf Papier aubelichten können oder daraus ein Poster machen können. Da stört dann so ein Hinweis. Du kannst ja zwei Dateien auf die CD machen, eine große zum ausdrucken und eine kleine mit Copyright für's Internet.

Es heißt ja, für beide gleiche Rechte, also dürfen auch beide die Bilder ohne Einschränkungen verwenden können. Anders würde ich es als Model auch nicht akzeptieren, wenn ich TfP bzw TfCD machen würde. ;-)



Hi Alice,


hab grad erst wieder mitgelesen, war mitten im (Pay)Shooting...

Die Idee mit den doppelten Dateien ist nicht schlecht, aber eigentlich hatte ich darauf vertraut, daß die Models das auch selbst mit den "normalen" Dateien schon so hinbekommen, daß der Name des Photographen wenigstens in einer Anmerkung zum Bild genannt wird.
Ich hab das in 100 % meiner TFCD-Verträge drinstehen und nur ca. 50 % der Mädels halten sich dran...
Dann gibts halt bei TFCD bei mir künftig doppelte Dateien für vor/hinter der Kamera und im Vertrag wird eine saftige Vertragsstrafe vereinbart, wenn die Namensnennung durch egal wen vergessen wird.


MlG, Klaus

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