Religiöse Themen in der Fotografie 77

[gone] Hans K
24.08.2007
Original von Manfred -mache Tfp, denn es tut nicht weh!
Dennoch muß man auf die religiösen Gefühle anderer Menschen Rücksicht nehmen.
Das tut nicht mal, wer sie hegt.

Christen leugnen regelmäßig alle anderen Götter, die doch nicht wahrer oder falscher sind als die eigenen. Und als ich während meiner spirituellen Phase begann, öffentlich das fliegende Spaghettimonster zu verehren, lachten sie sogar darüber. Nicht den geringsten Respekt vor religiösen Gefühlen haben diese Glauber!

Mir konnten sie natürlich nichts anhaben; das fliegende Spaghettimonster ist über ihren Irrsinn erhaben. Mich könnte nicht mal verletzen, wer in einer Nudel-Kartei Bilder von gekreuzigten Spaghetti ausstellen würde.

Wer sich von ein paar Fotos irritieren läßt, dem fehlt einfach das rechte Gottvertrauen, der feste Glauben. Dessen Problem sind nicht die Fotos, sondern seine eigenen Zweifel. Nach meiner Erfahrung sind viele Christen, durch Spott gestählt, inzwischen so weit, ihn gelassen zu ertragen.

Davon unabhängig macht ein religiöses Motiv noch kein gutes Bild.
24.08.2007
Original von Kuki (lacht viel)
Ist dies der richtige Umgang?
Oder sollte man eher versuchen, provokant mit der Thematik umzugehen?
Gibt es in dem Thema eine moralische Grenze? Wenn ja, wo liegt sie?

Gibst Du jetzt den halb-amtlichen Saubermann der MK? Der nacheinander alle kontroversen Moral-Themen durchgeht?

- Tiere benutzen auf Fotos?
- Religiöse Symbole benutzen auf Fotos?

... nackte Frauen zeigen auf Fotos?
Original von Kuki (lacht viel)
Hallo,

ich habe da mal wieder eine Frage ;-) :

Wie steht Ihr allgemein zu dem Umgang mit religiösen Themen in der Fotografie bzw. Kunst allgemein?

Wie steht Ihr zu der kritischen bzw. erotischen Darstellung von Religion?


wer zb. nackte tanten (am besten noch die fetten, die in ihrer not
zu nichts außer "gothic" taugen) auf grabsteinen nackt ablichtet,
am besten noch mit fixfocus bei 11 grad auf dem gemeindefriedhof tegel,
hat ebenso ein kindheitsproblem zu bewältigen wie diejenigen,
die sich dienstbeflissen vor und hinter der kamera rosenkränze
und kruzifixe vorne und hinten reinschieben.

man muß nicht gläubig sein um zu erkennen:
das sind ganz arme, kranke leute.

my 2 cents
24.08.2007
Original von Alice vom See [sucht dringendst Balletttänzerin]
Die Götter verhöhnen und verspotten uns. Warum sollten wir also nicht auch die Götter in Bildern miteinbeziehen? Mit Ausname der Götter ausdem nahen Osten, hat eigentlich keiner der Götter was dagegen.


So ist es. Und genau deshalb sollten die Götter aus dem Nahen Osten besonders viel spöttische Aufmerksamkeit bekommen. ;-]
ps: ganz abgesehen von den strafbewehrten StGB-beständen
wie grabschändung und störung der totenruhe,
die in meinen augen viel regelmäßiger der fiskalen verfolgung
anheimzulegen wären.

ich selber war so frei, im angesicht schwindeliger machwerke
derartigen kolorits, dieselben sorgsam auszudrucken und schon zweimal
damit zu den gendarmen meines wohnortes zu laufen.
man ist ja ein treuer staatsbürger.

denn ich wäre äußerst unerfreut, wenn sich ein 80 kilo pottwal
mit ner rasierklinge, notdürftig mit schwarzer aldi-schminke vollgemalter fratze
und ihren nackten schwabbelmöpsen nachts auf das
grab meiner lieben uroma läge, nur um das eigene schlechte leben bei hartz 4
zu kompensieren.
[gone] Alter Schwede(macht Schluß...)
24.08.2007
Original von Kuki (lacht viel)
Ist dies der richtige Umgang?
Oder sollte man eher versuchen, provokant mit der Thematik umzugehen?
Gibt es in dem Thema eine moralische Grenze? Wenn ja, wo liegt sie?
Original von Tom Rohwer
Gibst Du jetzt den halb-amtlichen Saubermann der MK? Der nacheinander alle kontroversen Moral-Themen durchgeht?

- Tiere benutzen auf Fotos?
- Religiöse Symbole benutzen auf Fotos?

... nackte Frauen zeigen auf Fotos?



@ Tom rohwer
er ist(das Kuki) der Messias !
@Hans K.
...es gibt kein Spaghettimonster,wohl aber ein Makaronimonster!
So!
25.08.2007
Original von Kuki (hat auch Respekt vor Dummheit)
Fundamentalisten und Extremistens sind allgemein recht schwierig zu handhaben. Auch mir platzt da oftmals der Kragen....egal, in welchen Bereichen sie anzutreffen sind.

Religiös Gläubige (aller Religionen) haben die sehr unangenehme Eigenschaft, einerseits selber höchst empfindlich auf jede Kritik oder gar Verspottung ihrer Religion zu reagieren, gleichzeitig aber keinerlei Rücksicht auf die Werte Andersdenkender zu nehmen, die sie regelmäßig begeistert mit Füßen treten.

Denn mal ehrlich: da regt sich die ganze islamische Welt über ein paar Mohammed-Karikaturen auf und bläst zum "heiligen Krieg", findet aber überhaupt nichts dabei, seit Jahrzehnten ständig öffentlich die US-Flagge zu verbrennen - die einem aufrechten patriotischen Amerikaner mindestens genaus heilig ist wie dem Moslem sein Koran...

Da zählt's dann plötzlich nicht mehr, die Sache mit den "höchsten Werten".

Wer mir was von der "Heiligkeit höchster Werte" erzählt, der gerät bei mir erstmal in Generalverdacht, die Werte anderer Leute mit Füßen treten zu wollen.

Im übrigen: weder das Kreuz noch der Koran noch irgendwas sonst steht unter dem "Exklusiv-Recht" von irgendjemandem.

Religionsfreiheit bedeutet auch, daß jedermann eine neue Religion gründen kann, und wenn deren zentraler Ritus daran besteht, den Koran in Schweinfleisch einzubetten oder jeden Montag den Lattensepp (Jesus am Kreuz) unter Absingen religiöser Gesänge gemeinsam anzupinkeln - dann ist das so, und kann denselben Schutz beanspruchen wie jede andere Form der Religion.

Auch der Satanismus steht schließlich als Glaubensrichtung unter dem Schutz des Grundgesetzes, auch wenn manche CDU- und CSU-Politiker Probleme damit haben, das zu begreifen.

Ist denn Fundamentalismus in der Kunst überhaupt möglich?

Gegenfrage: ist Kunst ohne Fundamentalismus überhaupt möglich?

Ich glaube: nein.
25.08.2007
Original von verleihnix
wer zb. nackte tanten (am besten noch die fetten, die in ihrer not
zu nichts außer "gothic" taugen) auf grabsteinen nackt ablichtet,
am besten noch mit fixfocus bei 11 grad auf dem gemeindefriedhof tegel,
hat ebenso ein kindheitsproblem zu bewältigen

Der hat höchstens ein Phantasie- und Kreativitätsproblem... Von Ausnahmen mal abgesehen.
25.08.2007
Original von verleihnix
ps: ganz abgesehen von den strafbewehrten StGB-beständen
wie grabschändung und störung der totenruhe,
die in meinen augen viel regelmäßiger der fiskalen verfolgung
anheimzulegen wären.

ich selber war so frei, im angesicht schwindeliger machwerke
derartigen kolorits, dieselben sorgsam auszudrucken und schon zweimal
damit zu den gendarmen meines wohnortes zu laufen.
man ist ja ein treuer staatsbürger.

Der größte Lump im ganzen Land ist und bleibt der Denunziant... Oder wie war das noch gleich?

Oh, Verleihnix - Du bist ein Held...
[gone] Kuki [ ist kein Freund von Zensur in der MK ]
25.08.2007
Original von holmsohn
Original von Kuki (lacht viel)
Ist dies der richtige Umgang?
Oder sollte man eher versuchen, provokant mit der Thematik umzugehen?
Gibt es in dem Thema eine moralische Grenze? Wenn ja, wo liegt sie?
Original von Tom Rohwer
Gibst Du jetzt den halb-amtlichen Saubermann der MK? Der nacheinander alle kontroversen Moral-Themen durchgeht?

- Tiere benutzen auf Fotos?
- Religiöse Symbole benutzen auf Fotos?

... nackte Frauen zeigen auf Fotos?



@ Tom rohwer
er ist(das Kuki) der Messias !
@Hans K
...es gibtr kein Spaghettimonster,wohl aber ein Makaronimonster!
So!



@ Tom Rohwer und holmsohn:

So lange IHR angezogen bleibt, bin ich zufrieden ;-))

So gilt man also hier in der MK schon als "Saubermann", weil man Fragen stellt?!
Vielleicht liegt es auch daran, das sich einige Leute nicht gerne mit gewissen Themen auseinandersetzen!?
Nachdenke soll ja echt mühselig sein und einige echt überfordern. ;-)

Ich frage, weil es mich interessiert, wie andere über gewisse Themen denken. Wenn man aufmerksam liest....und vor Allem ohne Vorurteile, wird man feststellen, daß ich nicht versuche irgendeine religiöse Meinung unter das Volk zu bringen, sondern lediglich nach Meinungen frage.

Naja....dazu muss man halt lesen.....und nachdenken....aber das erwähnte ich eben ja schon.

Wenn Ihr etwas gegen die Themen habt, nach denen ich frage und Euch damit nicht beschäftigen wollt, dann könnt Ihr ja über andere Dinge in anderen Forum-Threads reden. Wenn Ihr hier seid, dann solltet Ihr nicht den Frager wegen seiner Frage verurteilen. Ihr wisst ja sicher : ES GIBT KEINE DUMMEN FRAGEN......NUR DUMME ANTWORTEN!!

@ Tom Rohwer:

Ich denke schon, dass Kunst auch ohne Fundamentalismus möglich ist....ausser Kunst selber wird als fundamental hingestellt und der Künstler somit automatisch als Fundamentalist.
Dann müsste aber der Begriff "Kunst" als erstes einheitlich definiert werden, damit man von der Abstraktion der Begriffe wegkommt und eine einheitliche Linie findet. Ansonsten ist "Fundamentalismus" auch nur ein weiteres leeres Schlagwort.

LG
Kuki
Original von TomRohwer
Religiös Gläubige (aller Religionen) haben die sehr unangenehme Eigenschaft, einerseits selber höchst empfindlich auf jede Kritik oder gar Verspottung ihrer Religion zu reagieren, gleichzeitig aber keinerlei Rücksicht auf die Werte Andersdenkender zu nehmen, die sie regelmäßig begeistert mit Füßen treten.


Manchmal wünsche ich mir, die Römer wären damals gründlicher vorgegangen. Dann hätten wir diesen Schlamassel heute nicht.


Auch der Satanismus steht schließlich als Glaubensrichtung unter dem Schutz des Grundgesetzes, auch wenn manche CDU- und CSU-Politiker Probleme damit haben, das zu begreifen.


Hinter dem Satanismus steht ein menschenverachtender Sozialdarwinismus, der von einer kleinen Gruppe machtbesessener Spinner angeführt wird. Deren Anhänger sind nur Lakeien, die glauben sie seien die "Auserwählten", etwas besonderes, statt dessen sind sie nur die Handlanger einiger weniger. Satanismus lebt davon, andere Menschen zu quälen und zu erniedrigen, damit sich deren Anhänger, selbst im wahren Leben Jammerlappen, als überlegen fühlen können. Diese Pseudoreligion ist in nahezu allen Ländern dieser Welt Verfassungsfeindlich und kriminell, weil sie nach heutiger Ethik (aller Religionen) eine kriminelle Vereinigung ist.

Ausserdem ist Satan eine Erfindung der Christen und genau genommen ist der Teufel sogar dieser importierte Gott aus dem nahen Osten selbst (steht irgendwo in deren Buch). Also ist das auch keine eigene Religion, kann keine sein ;-)
[gone] Hans K
25.08.2007
Original von Alice vom See [sucht dringendst Balletttänzerin]
Ausserdem ist Satan eine Erfindung der Christen ...
Richtig. Und JP2 hat ihn gründlich rehabilitiert.

Der Satanismus ist, sozusagen, gemäßigtes Christentum.
Er beschränkt sich auf die Verehrung des populärsten Engels.

Wer darüberhinaus beispielsweise die zynischen katholischen Rituale zelebriert, den sollten ein paar harmlose Bilder nicht schrecken, selbst wenn sie religiöse Motive enthalten.

Original von Kuki (hat auch Respekt vor Umnwissenheit)
Nachdenken soll ja echt mühselig sein und einige echt überfordern.
Den meisten gelingt es auch ohne Deine Fragen ganz gut.
Die denken dann eben nach, ohne das vorher bei Dir anzumelden.
25.08.2007
Bevor ich in diese Diskussion einsteige, stelle ich einmal fest, dass meiner Überzeugung nach Gott von den Menschen erschaffen wurde und diese erdachte und zurevhtgebogene höchste Instanz sofort zur Rechtfertigung von grausigsten Verbrechen missbraucht wurde.
So gesehen hätte KEINE Religion Rücksichtnahme verdient. Fakt ist schließlich dass religiöse Eiferer kaum Duldung oder Toleranz für Andersgläubige, Agnostiker oder gar Atheisten als richtig empfinden.
Da religiöse Menschen aber durchaus manchmal wertvolle Glieder der Gesellschaft sind, bin ich persönlich sehr zurückhaltend.
Später mehr (falls gewünscht).

Old Georg
[gone] Alter Schwede(macht Schluß...)
25.08.2007
Original von Kuki :@ Tom Rohwer und holmsohn:

So lange IHR angezogen bleibt, bin ich zufrieden ;-))

So gilt man also hier in der MK schon als "Saubermann", weil man Fragen stellt?!

@Kuki
...muß man neuerdings als äußerst professionell arbeitender Fotograf beim Fotografieren was anziehen?



Satire:

Ist es nicht das Höchste und Größte für einen gottesfürchtigen und gläubigen Menschen
alles für den Glauben zu geben?
Also auch das eigene Leben?

Erarbeite gerade eine Fotostrecke für ein kleines etabliertes Unternehmen das sich im Nahen Osten einen neuen Markt mit innovativen Produkten erschließen möchte.
Nennen wir es mal "Waffen und Geschenke Schmidtchen".Produktfotos auch von "Sprengstoffgürteln" für die Glaubenskrieger.Ja der Moslem als solcher ist nicht so verweichlicht wie wir Westeuropäer und tut was für seinen Glauben!

...kommt Kuki von Kukident? Ist das nicht Schleichwerbung?

Eine Frage sei gestellt. Ist es überhaupt möglich Personen oder Daseinsformen zu beleidigen die es objektiv garnicht gibt.
Ist es desweiteren deshalb ziemlich obszön im Namen eines oder mehrerer Götter,je nach Belieben, Dinge zu tun die durch diese Bezugnahme fragwürdig sind?
Kann ich Gott mit Satan und entsprechende Symbolik oder umgekehrt beleidigen wenn es beide nicht gibt?

Ist es überhaupt sinnvoll Bilder zum Thema Glauben zu gestallten und wäre es nicht sinnreicher Bilder zum Thema "Gläubige" zu gestallten?
Und wenn es einen Gott gibt,wäre es dann nicht eine ziemliche Unverschämtheit ihm sämtliche menschlichen Prototypen,all den Mist, all die Zustände zuzuschreiben und in seinen Verantwortungsbereich zu geben?

Denkt da mal drüber naaaach
oder macht einfach nur gute Bilder.
Versucht es !



Hallo Kuki,
mann kommt ja ohne größeren Aufwand auf deine Ignore-Liste!
Fein!
Was wäre für Dich die zu fassende Breite des "Religionsbegriffes"?
Was ist also alles Religion außer Verherrlichung oder etwas milder das Verehren von Göttern.
Ist es auch die Art wie wir uns ernähren.
Ist oder kann Essen auch Religion bedeuten?
was hieltest Du von Bilder die sich direkt mit Bibel -oder Korantexten befassen und konkrete
Inhalte oder Passagen zum bildnerischen Gegenstand machen?

Sonnigen Gruß!!!
[gone] Kuki [ ist kein Freund von Zensur in der MK ]
25.08.2007
[quote]Original von holmsohn

@Kuki
...muß man neuerdings als äußerst professionell arbeitender Fotograf beim Fotografieren was anziehen?
+Versteckt sich hinter Deiner Bemerkung der typische "Schwanzneid" ?
Doppelgrins!


...kommt Kuki von Kukident? Ist das nicht Schleichwerbung?


@ holmsohn:

Du hast in deinem Eitrag eigentlich ganz gute Fragen gestellt, auf die ich im Normalfall auch eingegangen wäre.
Allerdings hast Du die mit Deinen persönlich beleidigenden Äusserung einfach nur zerstört und damit es mir sehr schwer gemacht, Dich in irgend einer Weise ernst zu nehmen.

Schade!


@ Georg Gasz:

Ich hatte in der Schule mal einen Naturwissenschaftler, der Religion unterrichtete.
Wir alle in der Klasse meinten, dies wäre ein Widerspruch in sich.
Als wir ihn danach fragten, warum er als Naturwissenschaftler an Gott glauben würde, antwortete er sinngemäß:
"Wer die absolute Logik in der Natur sieht und diese begreift, kann nicht im Ernst daran glauben, dass dies alles Zufall sein soll."

Dies soll von meiner Sicht aus nicht "Pro oder Contra Religion" ausdrücken, aber der Denkansatz, der dahinter steht, hat mich mein ganzes Leben beschäftigt.

LG
Kuki
27.08.2007
Statt mich zum Spannungsfeld Naturwissenschaft und Religion zu äußern, muss ich noch meinen Senf zur Abgrenzung der Überschrift „religiöse Themen in der Fotografie“ beitragen.

Nicht etwa „religiöse Symbole“ oder „Nutzung von Stätten mit religiöser Zuordnung“ heißt es.

Schrecklich, was mir zu „religiöse Themen“ einfällt! Gut, dass das hier niemand in Bilder umsetzt, denn unappetitliche Blutbäder ließen sich nicht vermeiden. „Judith und Holofernes“, „Schächtung von Opfertieren“ „Raubtier greift Christin im johlenden Kolosseum an“ nenne ich als abschreckende Beispiele, die bei mir ad hoc Empfindungen des Angewidertseins hervorrufen.
Ein Bezug zur Model-Kartei ließe sich in den meisten Fällen nur an den Haaren herbeiziehen, ich möchte jedenfalls keine „Steinigung der Sünderin“ hier sehen, ebenso wenig eine Inszenierung der Opferung von gefangenen Kriegern durch keltische Priesterinnen, die angeblich die Blutstrahlen für Weissagungen benötigten.

Da Religionen aber meiner Überzeugung nach rein menschliches Machwerk sind, lässt sich eine Beschränkung von religiösen Themen in der Fotografie nur durch geltende Gesetze rechtfertigen, obwohl auch letztere diesbezüglich zu hinterfragen sind.
[gone] Kuki [ ist kein Freund von Zensur in der MK ]
27.08.2007
Georg,

Du hast als Erster meine Fragestellung richtig interpretiert.

Allerdings kann man die religiösen Symbole aus dieser Frage nicht ausklammern, da auch sie ein "religiöses Thema" sind.
Wenn ich ein Kreuz auf den Kopf stelle, ist dies Symbolik und Thema.

Doch viel interessanter ist die Frage, wie provokant man überhaupt religiöse Themen darstellen kann, muss, sollte und / oder darf.
Ich habe in der MK einige Fotos gefunden, die sich mit Religion beschäftigen. So werden Models (meist leicht bekleidet oder nackt) in Kreuzigungshaltung dargestellt, zum Teil auch mit Kreuz, es werden Priester dargestellt, die versuchen beichtende Frauen zu verführen....oder es auch wirklich tun usw..

...und was "unappetitliche Bilder" sind, liegt letztlich im Auge des Betrachters!

Auch dies sind durchaus religiöse Themen, die nicht gleich das Blut aus dem Bildschirm triefen lassen.

Religion ist allerdings eine rein menschliche Erfindung....da stimme ich Dir 100%ig zu.....und nicht immer hat Religion etwas mit dem Glauben an einen oder mehrere Götter zu tun. Allerdings wirft dies die Frage auf, WAS überhaupt Religion ist.

Doch das wäre eigentlich eine andere Diskussion ;-)

LG
Kuki
Götter sind für Dinge oder Ereignisse entstanden, die der Mensch noch nicht erklären konte.
Einen Donnergott etc. gibt es heute nicht mehr, weil man weiß, wie ein Gewitter entsteht.
Die meisten oder alle Religionen sind in ihrer Grausamkeit oder Brutalität nicht zu überbieten, wenn es bei einigen auch schon hunderte Jahre her ist, so gibt es heute noch religiöse Fanatiker, die zu allem bereit sind, weil man es ihnen bereits als kleines Kind so eingetrichtert hat.
Wenn das etwas mit Gott zu tun hat, dann denke ich dabei eher an den Teufel, denn ein Gott ist kein Menschenschlächter.
Gruß
Manfred
[gone] Kuki [ ist kein Freund von Zensur in der MK ]
27.08.2007
@ Manfred:

Man sollte Religionen nicht mit dem verwechseln, was der Mensch daraus gemacht hat.
Im Grunde gibt es KEINE wirklich grausame oder brutale Religion. Eher im Gegenteil! Religion predigen eigentlich ALLE die Gewaltfreiheit.

Nur leider dürstet es dem Menschen nach Macht und Kontrolle über anderen Menschen. Und Religionen sind ein sehr gutes Mittel zur Kontrolle der Massen.

Fanatismus ist IMMER falsch...egal in welcher Form und in welchem Zusammenhang!

Fehlgeleitete Menschen wir es immer geben und ebenso wird es immer Menschen geben, die der Meinung sind, sie hätten das Recht, ihre Meinung mit Gewalt durchzusetzen.

Aber das hat mit Religion (dem Glauben an Gott oder Götter) nichts zu tun.

LG
Kuki
[gone] Hans K
27.08.2007
Original von Kuki (HURRA!!! Über 10000 Besucher auf der SC)
Religion predigen eigentlich ALLE die Gewaltfreiheit.
Das neue Testament läßt seinen Helden explizit erklären, daß er nicht gekommen sei, den Frieden zu bringen, sondern das Schwert, und daß er auf heftigste Zerwürfnisse sogar innerhalb der Familien hoffe. Die katholischen Anhänger dieser Religion pflegen den in der Bibel geforderten Kannibalismus noch heute und betreiben außerdem einen Marienkult, der so über jedes menschenmögliche Maß hinaus brutal ist, daß ich die Details hier nicht ausbreiten möchte.

Religionen predigen Gewalt.

Sie sind so überflüssig wie Hepatitis B und haben auch sonst einiges mit ihr gemein: Sie verbreiten sich über enge soziale Kontakte, gern sexuell, und sind geeignet, die Lebensqualität erheblich zu verringern.

Zurück zum Thema:
Wie steht Ihr zu der kritischen bzw. erotischen Darstellung von Religion?
Ungefähr so wie zur kritischen oder erotischen Darstellung von Hepatitis B.

Selbstverständlich befürworte ich eine kritische Darstellung ebenso wie Hinweise auf die Verbreitungswege und gezielte Aufklärung über Schutz und Vorbeugung. Was daran erotisch sein könnte, erschließt sich mir nicht, aber wenn es jemandem gelingt, erotische Aspekte darzustellen, hilft es vielleicht, die Infizierten aufzumuntern.

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