"Workshop"-Flut 119
[gone] Kajus
31.12.2008
Grundsätzlich sind Workshops ein probates Mittel, sein Wissen auszubauen. Habe ich selbst auch schon genutzt. Dagegen wird ja niemand etwas haben. Pete wundert sich über den qualitätiven Wildwuchs. Mag sein.
Aber wenn, dann muss man sich doch über die Blindheit der Nachwuchsfotografen wundern. Man kann sich die Bilder des Referenten ja vorher begutachten. Und es ist unwahrscheinlich, dass die WS-Resultate auch nur ansatzweise die Güte der Arbeiten Leiters überbieten werden.
Angebot und Nachfrage regeln sich doch an der Stelle selbst. Wenn niemand bucht bleibt der Möchte-Gern-Anbieter auf seinen Vorbereitungsmühen sitzen und alles wird gut.
Vielleicht ist die Masche mit den Pseudo-WS für naive Fotoanfänger das Pendant zu den Quasi-Agenturen für Nachwuchsmodells? Am Ende ist außer Spesen nix gewesen...
Was mich allerdings sehr wundert: Offenbar gibt es genug Nachfrage nach Workshops. Denn sonst gäbe es keinen Wildwuchs. Warum springen also nicht noch mehr von den "guten" Fotografen auf den Zug auf und starten selbst was? (Wie zum Beispiel Peter Nickel)
Aber wenn, dann muss man sich doch über die Blindheit der Nachwuchsfotografen wundern. Man kann sich die Bilder des Referenten ja vorher begutachten. Und es ist unwahrscheinlich, dass die WS-Resultate auch nur ansatzweise die Güte der Arbeiten Leiters überbieten werden.
Angebot und Nachfrage regeln sich doch an der Stelle selbst. Wenn niemand bucht bleibt der Möchte-Gern-Anbieter auf seinen Vorbereitungsmühen sitzen und alles wird gut.
Vielleicht ist die Masche mit den Pseudo-WS für naive Fotoanfänger das Pendant zu den Quasi-Agenturen für Nachwuchsmodells? Am Ende ist außer Spesen nix gewesen...
Was mich allerdings sehr wundert: Offenbar gibt es genug Nachfrage nach Workshops. Denn sonst gäbe es keinen Wildwuchs. Warum springen also nicht noch mehr von den "guten" Fotografen auf den Zug auf und starten selbst was? (Wie zum Beispiel Peter Nickel)
#22Report
31.12.2008
Original von Kajus
Was mich allerdings sehr wundert: Offenbar gibt es genug Nachfrage nach Workshops. Denn sonst gäbe es keinen Wildwuchs. Warum springen also nicht noch mehr von den "guten" Fotografen auf den Zug auf und starten selbst was? (Wie zum Beispiel Peter Nickel)
Warum sollen sich die richtig Guten ihre Konkurrenz selbst ranzüchten? Wer von der Fotografie auch so leben kann, wird sich auch nicht hinstellen und für die paar Ocken Workshops anbieten, oder dann halt in dem Riesenmassstab wie Hüttenhain und Co. Da hat man ganz sicher keinen Gruppe von 5 Leuten.
Edit: Und nach meinem Gefühl geht es bei workshops eh nur um Aktrudelknipserei.
#23Report
31.12.2008
Na ja ...
Ausserdem ... ich denke, die richtig guten werden keine Konkurenz fürchten ...
Original von Margaux *rutscht mir doch alle den Buckel runter*nur durch das einfache Besuchenvon Workshops wird man keinen Star von seinem Treppchen stoßen können ...
Warum sollen sich die richtig Guten ihre Konkurrenz selbst ranzüchten???
Ausserdem ... ich denke, die richtig guten werden keine Konkurenz fürchten ...
#24Report
31.12.2008
Original von Pete67
Geht es nur mir so oder wundert ihr euch auch was so alles an WS angeboten wird-und v.a. von wem?
Da wird ein toller Auto-Mädel-Wiese-WS angeboten-im und um einen Originalkäfer-uiuiui.
Ein Shooting in einer Kneipe, die man eigentlich nur noch warm sanieren kann..
Ein Bondageshooting, wo der "Bondagekünstler" sowas anscheinend zum ersten Mal macht-meine Oma kann das besser-viel Übung durch die Sonntagsrouladen.
Afterworkshootingworkshops marke "Putzfrau posiert vor Verbandskastenrettungsdecke" im Licht einer 100w-Birne.
Das Ganze dann für 80-100-180€ mit mindestens 8 Teilnehmern in 2h.
Bin ich zu anspruchsvoll weil ich das als Versuch interpretiere abzuzocken?.
Äh... hast Du die Workshops alle persönlich besucht?
#25Report
31.12.2008
Original von Tobias Vossnur durch das einfache Besuchenvon Workshops wird man keinen Star von seinem Treppchen stoßen können ...
Na ja ...[quote]Original von Margaux *rutscht mir doch alle den Buckel runter*
Warum sollen sich die richtig Guten ihre Konkurrenz selbst ranzüchten???
Ausserdem ... ich denke, die richtig guten werden keine Konkurenz fürchten ...[/quote]
Das nicht. Dennoch spielt das sicherlich eine Rolle, denn Fotografei ist auf beiden Seiten der Kamera ehr durch Eitelkeit und auch Neid geprägt. Diese Commuity ist doch oft bestes beispiel dafür
#26Report
31.12.2008
Muß ich das?
Ich schau mir die Bilder der Referenten an, dividiere 2h durch 8 Teilnehmer..
Ich muß mir nicht mit dem Hammer auf den Daumen schlagen um zu wissen das das weh tut.
Falls da Zweifel bestehen würde ich da nen WS anbieten-Hammer wird gestellt, Pflaster auch-max Teilnehmerzahl 25, Dauer-so ~2sec/Schlag
Äh... hast Du die Workshops alle persönlich besucht?[/quote]
Ich schau mir die Bilder der Referenten an, dividiere 2h durch 8 Teilnehmer..
Ich muß mir nicht mit dem Hammer auf den Daumen schlagen um zu wissen das das weh tut.
Falls da Zweifel bestehen würde ich da nen WS anbieten-Hammer wird gestellt, Pflaster auch-max Teilnehmerzahl 25, Dauer-so ~2sec/Schlag
Original von TomRohwer
[quote]Original von Pete67
Geht es nur mir so oder wundert ihr euch auch was so alles an WS angeboten wird-und v.a. von wem?
Da wird ein toller Auto-Mädel-Wiese-WS angeboten-im und um einen Originalkäfer-uiuiui.
Ein Shooting in einer Kneipe, die man eigentlich nur noch warm sanieren kann..
Ein Bondageshooting, wo der "Bondagekünstler" sowas anscheinend zum ersten Mal macht-meine Oma kann das besser-viel Übung durch die Sonntagsrouladen.
Afterworkshootingworkshops marke "Putzfrau posiert vor Verbandskastenrettungsdecke" im Licht einer 100w-Birne.
Das Ganze dann für 80-100-180€ mit mindestens 8 Teilnehmern in 2h.
Bin ich zu anspruchsvoll weil ich das als Versuch interpretiere abzuzocken?.
Äh... hast Du die Workshops alle persönlich besucht?[/quote]
#27Report
[gone] Kajus
31.12.2008
Original von Margaux *rutscht mir doch alle den Buckel runter*
Warum sollen sich die richtig Guten ihre Konkurrenz selbst ranzüchten? Wer von der Fotografie auch so leben kann, wird sich auch nicht hinstellen und für die paar Ocken Workshops anbieten, oder dann halt in dem Riesenmassstab wie Hüttenhain und Co. Da hat man ganz sicher keinen Gruppe von 5 Leuten.
Edit: Und nach meinem Gefühl geht es bei workshops eh nur um Aktrudelknipserei.
Stimmt so pauschal nicht. Es gibt immer wieder sehr gute WS-Angebote. Man muss nur viiiiel Spreu vom Weizen trennen. Und man muss in Kauf nehmen, ein paar Euro mehr zu bezahlen. Aber das Ergebnis rechtfertigt die Kosten in jedem Fall.
#28Report
[gone] Gert Trumpold
31.12.2008
Jeder hat doch mal angefangen. Ein Portrait-Model findet man problemlos. Bei Akt ist das schwieriger, wenn der eigene Partner keine Lust dazu hat. Mit guten eigenen Bilder zum Vorzeigen hat man deutlich bessere Chancen. Also geht man am Anfang zum Rudelschießen. Selbst wenn der WS-Leiter gar nichts erklärt lernt man dazu.
Wenn es beim essen gehen nicht geschmeckt hat dauert es laut Statistik 7 Jahre bis der Wirt eine neue Chance erhält. Das ist bei den WS nicht viel anders. Aber es gibt ja genug "neue" Fotografen. Somit können sich auch schlechtere WS-Leiter halten. Jeden Tag steht ein Dummer auf, den muss man nur finden.
So kann man auch überleben.
Natürlich gibt es auch Klasse WS-Leiter bei denen man viel lernen kann, aber wie soll ein Neuling die finden und von den Anderen unterscheiden.
L.G.
Gert
Wenn es beim essen gehen nicht geschmeckt hat dauert es laut Statistik 7 Jahre bis der Wirt eine neue Chance erhält. Das ist bei den WS nicht viel anders. Aber es gibt ja genug "neue" Fotografen. Somit können sich auch schlechtere WS-Leiter halten. Jeden Tag steht ein Dummer auf, den muss man nur finden.
So kann man auch überleben.
Natürlich gibt es auch Klasse WS-Leiter bei denen man viel lernen kann, aber wie soll ein Neuling die finden und von den Anderen unterscheiden.
L.G.
Gert
#29Report
31.12.2008
Was mich allerdings sehr wundert: Offenbar gibt es genug Nachfrage nach Workshops. Denn sonst gäbe es keinen Wildwuchs. Warum springen also nicht noch mehr von den "guten" Fotografen auf den Zug auf und starten selbst was?
Nicht jeder Fotograf ist auch Dozent und dazu in der Lage Wissen zu vermitteln, denn das ist eine besondere Gabe die nicht jedem gegeben ist.
Zudem darf man sich von den Preisen nicht täuschen lassen, den soviel verdient man nicht an einem Workshop.
Wenn das ganze onLocation stattfindet, und diese auch noch besonders ist, dann kannst du schon mal 250 - 500 Euro abziehen.
Ein gutes Model kostet auch nicht gerade wenig!
Dann kommt die Zeit des Fotografen dazu, und das sind nicht nicht nur die 8 Std. Workshop, sondern es kommt ja auch jede Menge Zeit für die Planung zusammen.
Wenn man sich die Tagessätze von Fotografen ansieht und dann mit dem Gewinn aus dem WS vergleicht kommt man schnell zu dem Ergebnis das ein Fotograf der WS anbietet auch ein Idealist ist.
Guten Rutsch, Jens
#30Report
31.12.2008
Original von Margaux *rutscht mir doch alle den Buckel runter*
...
Edit: Und nach meinem Gefühl geht es bei workshops eh nur um Aktrudelknipserei.
seh ich auch so. viele wollen gar nichts lernen, sondern für sie ist ein workshop die einzige möglichkeit, mal von frau/freundin gebilligt ein paar nackte tatsachen vor die linse zu bekommen. und dafür ist offenbar ein markt da, der sich jenseits von qualitätsbewusstsein abspielt ;)
#31Report
[gone] Gert Trumpold
31.12.2008
Zitat Jens Petersen:
Wenn man sich die Tagessätze von Fotografen ansieht und dann mit dem Gewinn aus dem WS vergleicht kommt man schnell zu dem Ergebnis das ein Fotograf der WS anbietet auch ein Idealist ist.
Also ist ein WS-Leiter ein Idealist, oder er hat zu wenig andere Aufträge.
L.G.
Gert
Wenn man sich die Tagessätze von Fotografen ansieht und dann mit dem Gewinn aus dem WS vergleicht kommt man schnell zu dem Ergebnis das ein Fotograf der WS anbietet auch ein Idealist ist.
Also ist ein WS-Leiter ein Idealist, oder er hat zu wenig andere Aufträge.
L.G.
Gert
#32Report
31.12.2008
Also ist ein WS-Leiter ein Idealist, oder er hat zu wenig andere Aufträge.
@Gert
Das kann auch sein :D :D :D
#33Report
31.12.2008
Original von Jens Petersen
[quote]
Wenn man sich die Tagessätze von Fotografen ansieht und dann mit dem Gewinn aus dem WS vergleicht kommt man schnell zu dem Ergebnis das ein Fotograf der WS anbietet auch ein Idealist ist.
Oder will Hobbyfotografen auf ein Niveau bringen, das sie sich trauen sein Studio zu mieten und selbständig zu fotografieren. Da hat dann nicht am WS viel verdient und auch an der Studiomiete wird er sich nicht dumm und dusselig verdienen, aber es ist sicherlich ein nettes Zubrot.
#34Report
31.12.2008
Na ja ...
Original von Jörg N.das funktioniert aber auch nur so lange, bis er sich was eigenes zulegt :-)
Oder will Hobbyfotografen auf ein Niveau bringen, das sie sich trauen sein Studio zu mieten und selbständig zu fotografieren. Da hat dann nicht am WS viel verdient und auch an der Studiomiete wird er sich nicht dumm und dusselig verdienen, aber es ist sicherlich ein nettes Zubrot.
#35Report
[gone] Gert Trumpold
31.12.2008
Vor kurzem habe ich an einem WS teilgenommen da ich dieses Studio für die Umsetzung einer Idee mieten wollte. Im Studio habe ich keine Erfahrung. Ich habe das dem WS-Leiter vorab geschrieben. Ich wäre besser daheim geblieben.
L.G.
Gert
L.G.
Gert
#36Report
#37
[gone] Jürgen F Berlin
31.12.2008
Einige machen es vor, dann springen viele auf den Zug mit auf und versuchen vom Kuchen was ab zu bekommen. Das geht eine Zeit lang so, dann flacht das wieder ab. Übrig bleiben, die die wirklich Qualität bieten.
#38Report
31.12.2008
nun, workshopflut ja oder nein.
ich biete seit jahren regelmäßig WS an. grundsätzlich mit nur noch max. 3 teilnehmern.
ok, den preis den ich dann eigentlich aufrufen müsste, den will keiner bezahlen.
egal, dafür kommen die bisherigen teilnehmer oft mehrfach zu mir.
witzig aber ist schon, dass einige sich schon nach 1-2 workshops berufen fühlen, selbst welche anzubieten und vor allem durchzuführen.
ein WS ist aber mehr als nur ein model zu buch und das licht fertig einzustellen.
manche habens kapiert, andere lernen das nie.
pech für die, die zu den rudelshootings laufen um dort ihre knips- und tittenbildchen zu erhalten.
mehr ist es leider oft nicht.
in diesem sinne
und guten rutsch
ich biete seit jahren regelmäßig WS an. grundsätzlich mit nur noch max. 3 teilnehmern.
ok, den preis den ich dann eigentlich aufrufen müsste, den will keiner bezahlen.
egal, dafür kommen die bisherigen teilnehmer oft mehrfach zu mir.
witzig aber ist schon, dass einige sich schon nach 1-2 workshops berufen fühlen, selbst welche anzubieten und vor allem durchzuführen.
ein WS ist aber mehr als nur ein model zu buch und das licht fertig einzustellen.
manche habens kapiert, andere lernen das nie.
pech für die, die zu den rudelshootings laufen um dort ihre knips- und tittenbildchen zu erhalten.
mehr ist es leider oft nicht.
in diesem sinne
und guten rutsch
#39Report
31.12.2008
Rudelshooten geht in Ordnung, wenn man ein paar durchschnittliche Bilder von einem hübschen Model mitnehmen will, um damit anzugeben und die Sedcard aufzubauen. Habe ich früher auch mal gemacht und ist ein gutes Mittel, um überhaupt einen Einstieg als Anfänger zu bekommen.
Wenn man aber richtig was lernen will, ist sicher ein Einzelcoaching die effektivste (aber auch teuerste Methode). Vorausgestzt, der Leiter ist motiviert, rhetorisch und didaktisch geschult und hat auch das Talent, Wissen dauerhaft und verständlich zu vermitteln.
Nicht Jeder, der gut fotografiert, bzw. bearbeitet ist in der Lage, das auch zu vermitteln.
Wenn man aber richtig was lernen will, ist sicher ein Einzelcoaching die effektivste (aber auch teuerste Methode). Vorausgestzt, der Leiter ist motiviert, rhetorisch und didaktisch geschult und hat auch das Talent, Wissen dauerhaft und verständlich zu vermitteln.
Nicht Jeder, der gut fotografiert, bzw. bearbeitet ist in der Lage, das auch zu vermitteln.
#40Report
Topic has been closed











[/quote][/quote]