Frauenbild, MeToo und die medienverabeitende Zunft 523

1 week ago
... aber gelernt ...
#461Report
1 week ago
Woraus genau? Das ist mir noch nicht ganz klar.
Daraus das alle freiwilligen Entscheidungen Konsequenzen haben und Fotografen die diese dreisterweise nicht abfedern ganz doll blöd sind?

Geht es jetzt um Frauenbild oder um das Männerbild mancher Frauen?
#462Report
1 week ago
@Carsten Weiss
Aus Deinen letzten beiden Beiträgen von gestern geht eindeutig hervor, dass Du sowohl Männer als auch Frauen verachtest. Du kannst austeilen - aber nicht einstecken. Du bist der einzige hier, der keinen Respekt verdient - auch dann, wenn ich Dein "bizarr" gern unterschreiben möchte.
#463Report
#464
#465
1 week ago
@Ecki:
ich würde hier nicht auf Carsten rumhacken, für mich hat er in der Sache Recht, ob er das dann noch sozialverträglich verklausuliert, ist dann Geschmacksache.

@Heinz:
das mit der Reichweite der MK stimmt natürlich. Aber auch in einem kleinen Parallelmikrokosmos wie der MK könnte man sehr schön eine kleine Studie machen, wenn man an Daten käme wie Alter, Geschlecht von Fotografen und Models und sich dann mal über längere Zeit anzugucken, welche Bilder hier eingestellt werden.
#466Report
Ich denke das die MK grade weil sie nicht als Lautsprecher fungiert bzw. hier Leute noch freier ihre Bilder einstellen können auch Aussagekraft hat und nebenbei sehe ich die MK als Anlaufstelle für Menschen die ohne großen Aufwand vor die Kamera wollen, die kriegen hier dann auch ein bestimmtes Bild vermittelt das sich auswirkt und weitergetragen wird.
Und wie schon erwähnt: die Leute hier zeigen ihre Bilder auch woanders, also geht es finde ich nicht nur um die MK.
#467Report
#468
Bei diesem Thread geht es, zumindest dem Titel nach, um die medienverarbeitende Zunft, wobei der Begriff ein wenig ungewöhnlich ist. Gemeint ist wahrscheinlich, was die Medien verbreiten und damit das Frauenbild beeinflussen.
...

Gemeint ist hier ein jeder der digitale oder nicht digitale Medien verarbeitet und verbreitet. Das ist mindestens jeder, der hier oder anderswo im Internet Bilder veröffentlicht. Die Zeiten von "nur Medienhäuser und Fernsehsender verbreiten Meinungen" ist vorbei. Hier wird nicht mehr zugeliefert. Jeder sendet, ob er will oder nicht. Und jeder gibt ein Statement ab damit, ob er will oder nicht.
Dabei ist die Reichweite unerheblich.
#469Report
#470
1 week ago
"Heinz" schrieb: die MK als Model-Source wahrscheinlich nicht vorrangig brauchen: junge, attraktive und charmante Fotografen und Profifotografen


Ich habe mal wieder zwei Modelle in meiner Gegend angeschrieben (beide hier aktiv), eine Woche lang keine Antwort. Ich muss wohl stärker an meinem Charme arbeiten, bin ja schließlich nicht in Wien geboren ;) Oder ich nehme eins meiner Modelbilder als Profilbild, ha, was andere tun, kann ich auch.
#471Report
#472
1 week ago
Habe erst mal zum Trost ein tschechisches Blümchen für ein Pragshoot mit Ibo gebucht ;)
Wien ist schöner später im Jahr, rede ich mir ein. Da brauchen wir ein bisschen Vorlauf und etwas mehr Zeit als beim letzten Mal.
#473Report
...
Allerdings ist die Reichweite einer einzelnen Privatperson doch sehr gering, selbst mit privater Homepage, um nicht zu sagen unbedeutend, wenn nicht Trägermedien wie etwa MK oder facebook oder instagram benutzt werden.

Reichweite sehe ich hier als nicht relevant an, sondern Masse. Denn egal wo man hinschaut, JEDER bedient diese Stereotypen. (wie schon gesagt auch ich). Selbst wenn nur ein einziger meine Homepage oder Bilder sieht denkt er oder sie vielleich: "Ach, sogar der auch. Dann muss ja was dran sein."

Man sollte sich nicht darauf rausreden: "Ich hab keine Reichweite, das sieht ja keiner." (warum dann übrigens überhaupt posten?)
#474Report
#475
1 week ago
Wow...hier wurde ja wieder echt viel gepostet.

Ich glaube , alles was auf meinen letzten Post geantwortet wurde,bekomme ich nicht mehr zusammen und ich werde mich mal kürzer fassen (auch wenn den TO meine langen Texte scheinbar nicht stören, danke dafür!).

Ich finde es schwierig , überhaupt zu verallgemeinern. Charismas Schilderungen sind nicht so dumm oder abwegig, wir von einigen Fotografen behauptet. Es gibt Frauen, die sich leicht zu etwas überreden lassen - oft vielleicht nichtmal nur aus Erregung , sondern auch aus mangelndem Selbstwert. Und ja den kann man auch als Model habe - oder gerade oft Models haben kein bombenfestes Selbstbewusstsein.
Aber natürlich ist das keine Ausrede. Wenn man für später aus solchen Situationen lernt, ist das doch zumindest etwas Gutes?!
Und ja auch Schallkoerper stimme ich zu, es gibt durchaus Frauen, die sich gerne zeigen und das alles aus Spaß an der Freude machen und die Fotos auch gerne veröffentlichen wollen.

Ich denke, man muss echt jeden Fall einzeln betrachten und überhaupt erstmal hinterfragen. Im Endeffekt sieht der Betrachter nur das fertige Bild, unabhängig vom Ablauf des Shootings und ohne Wissen über Motivation von Model und Fotograf. Und das ist genau , worüber wir uns bewusst sein sollten: Jeder sendet etwas aus mit dem, was er postet - EGAL WO. So in etwa meint das ja der TO auch.

Und auch martha-ka hat recht: wir tun viele Dinge im Leben nur, weil von kleinauf Rollenbilder injiziert werden in unsere Köpfe, die für uns aber normal sind, da immer da gewesen. Es braucht immer viel Zeit, bis sich solche Konstrukte verändern und diese Veränderung die ganze Gesellschaft erreicht haben dauert es noch länger.

Und ja Jugend und Schönheit waren schon immer ein Wunsch der Menschen und wurden gerne dargestellt, denn ein junger, fester Körper lässt auf gesunden Nachwuchs hoffen - Biologie. Doch wie sich Schönheitsideale in den Jahrhunderte wandelten....wohl eher auch ein psychologisches Phänomen. Aber es artet aus und mein text wird wieder ellenlang xD

Na ja, viel Spaß beim diskutieren noch, ich denke , ich habe mir ein Bild gemacht und mal kräftig über meine eigene Motivation nachgedacht....und einige Änderungen für mich beschlossen :) Also mir hat der Thread schonmal geholfen ;)
#476Report
2 days ago
Zu der ausstellung gab es gestern auf 3 sat auch einen bericht - sie ist sicherlich sehenswert.
Aber ob es "das gegenteil" der hier gezeigten frauenakte ist? Wenn dann denke ich eher sehr umfassend, nicht nur auf die äußerlichkeiten beschränkt.
Die Kuratorin: Dr. Andrea Jahn sagt dazu u.a.:
"Ziel dieses Ausstellungsprojekts ist es, die Werke von Künstlerinnen vorzustellen, die durch ihre Auseinandersetzung mit dem Tabu der eigenen weiblichen Sexualität ausgegrenzt oder ignoriert wurden. Denn feministische Künstlerinnen, die ihren begehrlichen Blick auf den männlichen Körper werfen, brechen gleich mehrere Tabus und kehren die Machtverhältnisse um, die dem traditionellen Bilderkanon eingeschrieben sind. Mit ihren Darstellungen erotischer Männerkörper erheben sie Anspruch auf sexuelle Selbstbestimmung und künstlerische Autorität. Gleichzeitig stellen sie klassische Rollenzuschreibungen in Frage und eröffnen den Diskurs für neue Möglichkeiten sexueller Identität."
#478Report
2 days ago
Das ist doch Unsinn.
Es war nie ein Tabu, ganz im Gegenteil. Mit Machtverhältnissen hat das auch nix zu tun.

Das ist genau das, was mich am westlichen 3rd Wave Feminismus so ärgert. Er wertet vieles bei Männern negativ ab. Machen Frauen aber das gleiche, stellen sie Rollenzuschreibungen in Frage (als gäbe es diese nur für Frauen), erheben Anspruch auf sexuelle Selbstbestimmung (haben sie laut deutschem Gesetz länger als Männer) und eröffnen Diskurse.
Kurz gesagt: Frauen zeigen Stärke, Männer Abwertung.

Man könnte sich ja darauf einigen das auch Männer durch weiblichen Akt Rollenzuschreibungen in Frage stellen und ganz doll progressiv sind usw.... aber das würde nicht gut ankommen. Eben wegen den Rollenzuschreibungen die dieser Feminismus betreibt. Übrigens für beide Geschlechter. Statt Rollenerwartungen einzureißen, wie vor vielen Jahren angekündigt, wurden Rollen nur durch neue ersetzt. Die Moral wurde geändert, mehr nicht.

Schon im alten Rom gab es auch Frauen die künstlerisch tätig waren und Männerakte kreierten. Auf Leinwänden und als Bildhauer. Ein Tabu war es nie.
#479Report
2 days ago
Respekt Sanguis, da spricht der experte für weibliche emanzipation und gesellschaftliche rollen... die natürlich schon immer eigentlich anders waren als die meisten frauen sie erleben.
Wenn es nicht so traurig wäre, wäre deine "einigung" darauf, daß männer die rollenzuschreibung der gesellschaft für frauen (und natürlich auch für männer) durch weibliche akte in frage stellen ein super joke.
Und belegt doch bitte mal deine behauptung und nenn wenigstens drei frauen, die im "alten Rom" (ca. 753 vor bis ca. 330 nach unserer zeitrechnung) als künstlerinnen männliche akte schufen - ich habe leider keine einzige gefunden.
In den augen mancher männer scheinen frauen die eigentlichen herrscherinnen zu sein, die bestimmen, was politisch läuft und wie die gesellschaft sich entwickelt.
Diese entwicklung wurde allerdings auch von frauen bestimmt - durch ihre kämpfe um das recht auf bildung, politische teilhabe, selbstbestimmung über wohnort, arbeit, eigens konto und und und - alles den herrschenden männern abgerungen und lange nachdem männer diese rechte hatten.
#480Report

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