'Out of Cam' – die überflüssigste Bildbeschreibung von allen? 143
2 weeks ago
Das Duell ist eröffnet. Out of Cam gegen 5 Minuten Retusche, wer gewinnt?
#2Report
2 weeks ago
Wer in Fotografenkreisen ''out of cam'' dazu schreibt, will als Handwerker verstanden werden und nicht als Bildermacher.
#3Report
2 weeks ago
Ich sag ja immer: Kommunikation ist, wenn man trotzdem was versteht!
Lichtermeer. 5 Minuten gewinnt immer!
Marcello Rubini. Den Widerspruch zwischen beiden Positionen verstehe ich jedoch nicht...
Jeder "Bildermacher" muss zuerst mal sein Handwerk beherrschen, nicht?
Lichtermeer. 5 Minuten gewinnt immer!
Marcello Rubini. Den Widerspruch zwischen beiden Positionen verstehe ich jedoch nicht...
Jeder "Bildermacher" muss zuerst mal sein Handwerk beherrschen, nicht?
#4Report
2 weeks ago
Für mich bedeutet "out of cam":
analog: negativ nach Standard entwickelt ==> positiv ohne irgendwas zu verändern, erstellen
digital: RAW ohne etwas zu ändern nach jpg / png / tif ... umzuwandeln
Schlichtweg so wie ich es mit der Kamera festgehalten habe.
analog: negativ nach Standard entwickelt ==> positiv ohne irgendwas zu verändern, erstellen
digital: RAW ohne etwas zu ändern nach jpg / png / tif ... umzuwandeln
Schlichtweg so wie ich es mit der Kamera festgehalten habe.
#5Report
2 weeks ago
Dann melde ich mich mal gleich als SEE-Fotoklempner, der sehr froh ist, wenn es nach dem handwerklichen 'out-of-cam'-Drücken des Auslösers vor dem Hochladen nur noch das Skalieren gäbe.
Denn meist schiebe ich tatsächlich noch bei Kontrast, Sättigung und Farbtemperatur an den Reglern hin und her. So wie Peter binnen 2 Min. die Pickelchen zu beseitigen, das schaffe ich eben nicht - ich wäre schon damit 20 Min. beschäftigt. Wie das Wegstempeln beim Webmuster eines karierten Kleids oder Schottenrocks funktionieren soll, hatte ich schon detailliert hinterfragt. Daher möchte ich erst mal wissen, mit welchen Zauberclicks das verknickte Streifenkleid wieder chic und adrett werden soll ...
Die maximale Optimierung bis zum Moment der Auslösung ist daher weiterhin auch meine Devise, jedoch setze ich da auf Kosten-Nutzen-Relation und wenn ich dank KI die Burgzinnen hinter das 'Burgfräulein' oder die Hawker Hurricane hinter die 'RAF-Pilotin' zaubern kann, dann werde ich das tun. Denn ich bin vornehmlich Knipser, und eher werde ich wieder Fotolaborant, als daß ich mich mausschiebend mit teuren Softwaretools auseinandersetze. Hugh und helau !
Denn meist schiebe ich tatsächlich noch bei Kontrast, Sättigung und Farbtemperatur an den Reglern hin und her. So wie Peter binnen 2 Min. die Pickelchen zu beseitigen, das schaffe ich eben nicht - ich wäre schon damit 20 Min. beschäftigt. Wie das Wegstempeln beim Webmuster eines karierten Kleids oder Schottenrocks funktionieren soll, hatte ich schon detailliert hinterfragt. Daher möchte ich erst mal wissen, mit welchen Zauberclicks das verknickte Streifenkleid wieder chic und adrett werden soll ...
Die maximale Optimierung bis zum Moment der Auslösung ist daher weiterhin auch meine Devise, jedoch setze ich da auf Kosten-Nutzen-Relation und wenn ich dank KI die Burgzinnen hinter das 'Burgfräulein' oder die Hawker Hurricane hinter die 'RAF-Pilotin' zaubern kann, dann werde ich das tun. Denn ich bin vornehmlich Knipser, und eher werde ich wieder Fotolaborant, als daß ich mich mausschiebend mit teuren Softwaretools auseinandersetze. Hugh und helau !
#6Report
2 weeks ago
PetersPhotos '' Den Widerspruch zwischen beiden Positionen verstehe ich jedoch nicht... '' - Man kann beim Handwerk bleiben und um seiner selbst willen fotografieren. Man kann aber auch interessante Bilder zum Ziel haben und das Handwerk als Mittel zum Zweck einsetzen. Die Ziele sind eigentlich nicht so schwer zu unterscheiden.
#7Report
2 weeks ago
Treffender als Marcello Rubini es (besonders im ersten Beitrag) ausdrückt kann man es vermutlich kaum beschreiben.
Ich selbst schreibe selten etwas unter meine Bilder und stehe auch dazu. Ich käme trotzdem nie auf die Idee, Bildbeschreibungen anderer als überflüssig zu bezeichnen. Das würde ich noch nicht einmal bezüglich dieses Threads tun. Wen es nicht interessiert, der ist nicht gezwungen, es zu lesen (sowohl das eine als auch das andere).
Für mich heißt out of cam genau das, was die wörtliche Übersetzung sagt: Das ist streng genommen ein Foto, so wie es aus der Kamera gekommen ist. Warum man da bestimmte Kameraeinstellungen fordern oder verbieten sollte, ist mir schleierhaft. Und wenn man ein wenig großzügig ist und ausreichend gesunden Menschenverstand hat, dann gestattet man eine Transformation für die MK (z.B. im Hinblick auf die Größe).
Ich selbst schreibe selten etwas unter meine Bilder und stehe auch dazu. Ich käme trotzdem nie auf die Idee, Bildbeschreibungen anderer als überflüssig zu bezeichnen. Das würde ich noch nicht einmal bezüglich dieses Threads tun. Wen es nicht interessiert, der ist nicht gezwungen, es zu lesen (sowohl das eine als auch das andere).
Für mich heißt out of cam genau das, was die wörtliche Übersetzung sagt: Das ist streng genommen ein Foto, so wie es aus der Kamera gekommen ist. Warum man da bestimmte Kameraeinstellungen fordern oder verbieten sollte, ist mir schleierhaft. Und wenn man ein wenig großzügig ist und ausreichend gesunden Menschenverstand hat, dann gestattet man eine Transformation für die MK (z.B. im Hinblick auf die Größe).
#8Report
2 weeks ago
Danke, Leute – was "Out of Cam" bedeutet, weiß ich ja! Aber bevor hier die große Verwirrung im Raum steht:
Der Fotograf legt in der MK ein Foto vor. Ein Endprodukt, also nicht mehr "Work in Progress". Dazu schreibt man manchmal noch ein, zwei technische Infos dazu. Entweder, weil es die Fotografenehre fordert, ein "Composing" zu benennen. Oder weil man bei den ISO immer noch "Alles mit 100"-Fetischist" ist. Oder sich freut, das das sauteure Glas f 1,2 bringt ... Kann man mal machen, hab ich auch schon, bezüglich Brennweite.
Schreibt man nun "Out of Cam" dazu, sehe ich da keine Info, sondern nur eine seltsame Attitüde: "Schaut mal, ich krieg das ganz ohne jede Bearbeitung hin!" Na und?? Ist das Bild nun gut – oder noch nicht? Das werde ich doch nun nicht anders beurteilen, oder? Kommt aber immer als so ein gewollter "Bonus" rüber – finde ich.
Der Fotograf legt in der MK ein Foto vor. Ein Endprodukt, also nicht mehr "Work in Progress". Dazu schreibt man manchmal noch ein, zwei technische Infos dazu. Entweder, weil es die Fotografenehre fordert, ein "Composing" zu benennen. Oder weil man bei den ISO immer noch "Alles mit 100"-Fetischist" ist. Oder sich freut, das das sauteure Glas f 1,2 bringt ... Kann man mal machen, hab ich auch schon, bezüglich Brennweite.
Schreibt man nun "Out of Cam" dazu, sehe ich da keine Info, sondern nur eine seltsame Attitüde: "Schaut mal, ich krieg das ganz ohne jede Bearbeitung hin!" Na und?? Ist das Bild nun gut – oder noch nicht? Das werde ich doch nun nicht anders beurteilen, oder? Kommt aber immer als so ein gewollter "Bonus" rüber – finde ich.
#9Report
2 weeks ago
"Out of Cam" wäre für mich nur ein Hinweis auf "keine weitere Bildberabeitungen".
Gibt sicherlich Bilder bei denen man das machen kann. Ob man dieses dann dazu schreiben muss - Ausdruck von Freude oder Überraschung vielleicht?
Was jetzt für den Einzelnen hier schon unter "Bildbearbeitung" läuft ist vermutlich ein weites Feld.
Gibt sicherlich Bilder bei denen man das machen kann. Ob man dieses dann dazu schreiben muss - Ausdruck von Freude oder Überraschung vielleicht?
Was jetzt für den Einzelnen hier schon unter "Bildbearbeitung" läuft ist vermutlich ein weites Feld.
#10Report
2 weeks ago
Meine Meinung zur neuen Fragestellung des TO:
1) Ich finde es tatsächlich "bemerkenswert", dass jemand in einem anderen Thread die KI "verteufelt" und dort (nicht unbedingt von ihm selbst) dann nicht nur KI-generierte Bilder, sondern auch jegliche Unterstützung durch KI beim Nachbearbeiten eingeschlossen wird - und hier wird dann das Gegenstück "out of cam" bemängelt. Wohin soll argumentativ die Reise gehen?
2) Ich stimme zu, dass die Angabe total irrelevant ist, wenn man "nur" das Endergebnis beurteilen will bzw. es nur auf ein Endergebnis ankommt (wie beispielsweise in einer Produktwerbung).
3) Wir sind immer noch in der MK, deren offizieller Hauptzweck immer noch ist, dass Fotomodelle und Fotografen zusammenfinden. In diesem Kontext kann man aus "out of cam" eine ganze Menge Infos gewinnen.
Nur ein paar Beispiele:
a) Das Fotomodell sieht wirklich so aus.
b) Der Fotograf kann schnell gute Bildgrundlagen liefern (benötigt keine Zeit zum Nachbearbeiten).
1) Ich finde es tatsächlich "bemerkenswert", dass jemand in einem anderen Thread die KI "verteufelt" und dort (nicht unbedingt von ihm selbst) dann nicht nur KI-generierte Bilder, sondern auch jegliche Unterstützung durch KI beim Nachbearbeiten eingeschlossen wird - und hier wird dann das Gegenstück "out of cam" bemängelt. Wohin soll argumentativ die Reise gehen?
2) Ich stimme zu, dass die Angabe total irrelevant ist, wenn man "nur" das Endergebnis beurteilen will bzw. es nur auf ein Endergebnis ankommt (wie beispielsweise in einer Produktwerbung).
3) Wir sind immer noch in der MK, deren offizieller Hauptzweck immer noch ist, dass Fotomodelle und Fotografen zusammenfinden. In diesem Kontext kann man aus "out of cam" eine ganze Menge Infos gewinnen.
Nur ein paar Beispiele:
a) Das Fotomodell sieht wirklich so aus.
b) Der Fotograf kann schnell gute Bildgrundlagen liefern (benötigt keine Zeit zum Nachbearbeiten).
#11Report
2 weeks ago
Ja, ich habe einige meiner Bilder mit "ooc" bzw. "out of cam" verschlagwortet, davon gehören 4 zu meinen 100 besten Bildern, und ja - ich betrachte es auch bzgl. des Models als Qualitätsauszeichnung für ihr Schönheit und Eleganz, daß sie so vollkommen authentisch posierte und eben nicht wegen Pickeln etc. retuschiert werden mußte, wie auch, daß sie sich so zu bewegen wußte, daß alles adrett und perfekt wirkte.
Und wenn ich nun den entsprechenden hashtag # nutze, dann sehe ich auch einige Portraits, die mit diesem Stichwort von Models selber hochgeladen wurden - weil sie nämlich so zeigen, daß sie sich selbst perfekt schminken und stylen können, ohne daß manipulativ per EBV der Lidstrich nachgezogen, die Wimpern verlängert oder eben Pickel beseitigt werden.
Daß meine Bilder nicht für Estee Lauder, Lancôme, Revlon und Shiseido ausreichen, ist mir schon klar, aber 2- bis 5-minütiges Herumstempeln genügt dafür auch nicht.
Den Bonus sehe ich dabei vor wie hinter der Kamera : In gemeinsamer Perfektion ist es gelungen, mit der Auslösung das optimale, fertige Ergebnis zu erzielen, das nur noch in Format und Dateigröße skaliert werden muß, um eben so gepostet zu werden. Und vielleicht sollten umgekehrt die ganzen PS/LR-Zaubereien angegeben werden, wenn das sonst halb aus dem Ärmel oder Strumpfsaum herausragende Tattoo künstlich verschwand und die 3 nächsten Fotografen dann nicht wissen, wie das Model nun wirklich aussieht ...
Und wenn ich nun den entsprechenden hashtag # nutze, dann sehe ich auch einige Portraits, die mit diesem Stichwort von Models selber hochgeladen wurden - weil sie nämlich so zeigen, daß sie sich selbst perfekt schminken und stylen können, ohne daß manipulativ per EBV der Lidstrich nachgezogen, die Wimpern verlängert oder eben Pickel beseitigt werden.
Daß meine Bilder nicht für Estee Lauder, Lancôme, Revlon und Shiseido ausreichen, ist mir schon klar, aber 2- bis 5-minütiges Herumstempeln genügt dafür auch nicht.
Den Bonus sehe ich dabei vor wie hinter der Kamera : In gemeinsamer Perfektion ist es gelungen, mit der Auslösung das optimale, fertige Ergebnis zu erzielen, das nur noch in Format und Dateigröße skaliert werden muß, um eben so gepostet zu werden. Und vielleicht sollten umgekehrt die ganzen PS/LR-Zaubereien angegeben werden, wenn das sonst halb aus dem Ärmel oder Strumpfsaum herausragende Tattoo künstlich verschwand und die 3 nächsten Fotografen dann nicht wissen, wie das Model nun wirklich aussieht ...
#12Report
2 weeks ago
Unter 'out of cam' verstehe ich, dass die Bilder mit dem Kamera internen Algo auf JPG gespeichert werden und der Nutzer am Ende diese JPGs ohne weitere Bearbeitung veröffentlicht.
Nicht zu unterschätzen ist seine Suggestion, er beherrsche sein Handwerk bzw. seine Philosophie ist die, den Bearbeitungsprozess zu minimieren.
Es ist ein möglicher Bearbeitungsprozess unter vielen.
Zum Glück ist Vielfalt gewünscht in der Fotografie.
Nicht zu unterschätzen ist seine Suggestion, er beherrsche sein Handwerk bzw. seine Philosophie ist die, den Bearbeitungsprozess zu minimieren.
Es ist ein möglicher Bearbeitungsprozess unter vielen.
Zum Glück ist Vielfalt gewünscht in der Fotografie.
#13Report
2 weeks ago
@ MAINpics
Genau so ist meine Kameraeinstellung : JPEG superfein, Größe L - die maximal mögliche JPG-Qualität
Für Internetpostings muß ich dann natürlich herunterskalieren - und wie Du schreibst, es zählt die Vielfalt ! Wobei ich zugeben muß, daß ich eben versuche, die Nachbearbeitung am PC aufs Minimum zu reduzieren.
Wer so wie der TO Spaß am Bearbeiten hat, soll dies gerne tun - auf dessen Antwort zur Optimierung des verknitterten Kleids durch Stempeln warte ich allerdings immer noch.
@ eckisfotos
Danke, wir kamen ja zum selben Ergebnis; während ich schrieb, hast Du es eine Minute vor mir mit a) schon auf den Punkt gebracht, und b) hätte ich zwar gar nicht für mich beansprucht, stimmt aber auch.
Genau so ist meine Kameraeinstellung : JPEG superfein, Größe L - die maximal mögliche JPG-Qualität
Für Internetpostings muß ich dann natürlich herunterskalieren - und wie Du schreibst, es zählt die Vielfalt ! Wobei ich zugeben muß, daß ich eben versuche, die Nachbearbeitung am PC aufs Minimum zu reduzieren.
Wer so wie der TO Spaß am Bearbeiten hat, soll dies gerne tun - auf dessen Antwort zur Optimierung des verknitterten Kleids durch Stempeln warte ich allerdings immer noch.
@ eckisfotos
Danke, wir kamen ja zum selben Ergebnis; während ich schrieb, hast Du es eine Minute vor mir mit a) schon auf den Punkt gebracht, und b) hätte ich zwar gar nicht für mich beansprucht, stimmt aber auch.
#14Report
2 weeks ago
@Marcello Rubini:
Wer in Fotografenkreisen ''out of cam'' dazu schreibt, will als Handwerker verstanden werden und nicht als Bildermacher.
Umgekehrt. Wer "out of cam" dazu schreibt, will damit sagen, daß er kein Bildbearbeitungs-Handwerker ist, sondern einfach Fotos macht. Also "Bildermacher" ist - und kein Bildbearbeiter.
#15Report
2 weeks ago
ür mich bedeutet "out of cam"
Für mich bedeutet "out of cam" das, was es heißt: "straight out of the cellar"... ;-)
Die Bilddatei wird so genommen und genutzt, wie sie aus der Kamera kommt. Mit den jeweiligen Einstellungen der Kamera.
Das Dateiformat ist dabei völlig unerheblich, denn man kann weder eine JPEG-Datei noch eine RAW-Datei "sehen". Für beides braucht man eine Anzeige-Software und Anzeige-Hardware.
Digitalkameras haben "Standard-Einstellungen", das ist der Status, in dem sie vom Hersteller ausgeliefert werden. Bei Kameras, die auf den Amateur-Bereich zielen, sind das häufig (?) Einstellungen, die die Bilder "gefällig" machen. Ein bißchen geschärft, sRGB (weil das die Browser mögen), ein bißchen bunt, ein bißchen knackig.
Ich erinnere mich, daß ich bei meiner ersten Nikon DSLR erstmal alles "abgeschaltet" habe, sozusagen "auf Null" gestellt, und dann Stück für Stück ausprobiert habe, was das eigentlich für Auswirkungen hat, wenn man die Kamera dieses oder jenes machen lässt, anstatt es selbst zu bestimmen. "Out of the cam" war aber letztlich schon zu Analog-Zeiten ein Irrglaube. "Out of the cam" kommt ein belichteter Film. In dem Moment, wo man den entwickelt, um überhaupt etwas damit anfangen zu können, beginnt die Bearbeitung. Ob man den Tri-X oder den FP4 oder wat auch immer mit... Ultrafin, D-76, HC-110, Rodinal, Neofin, Emofin, Microphen, Perceptol... entwickelt, bekommt man erheblich unterschiedliche Negative. Unterschiedliche Körnung, unterschiedliche Kontraste, Tonwerte, Schärfe, etc.pp. Sogar die Entwickler-Temperatur hat gewisse Auswirkungen auf das Endergebnis Negativ.
Und dann geht das Spiel weiter - verschiedene Fotopapiere, mit unterschiedlicher Gradation (0-5), unterschiedliche Positiv-Entwickler...
Eigentlich waren S/W-Negativ-Filme sogar weniger "out of the cam" als das, was heute aus Digitalkameras herauskommt.
Ist aber letztlich alles egal - es kommt ausschließlich auf das an, was am Ende herauskommt, und das wiederum hängt sehr stark davon ab, für was es denn eigentlich benutzt werden soll.
Was die Nikons betrifft, so habe ich die Erfahrung gemacht: zwischen der D2x und D200 und der D3 und D300 hat es einen Break gegeben. Was aus einer D2X oder einer D200 mit Standard-Einstellungen herauskam, war in vielen Fällen ohne anschließende EBV suboptimal. Mit den vorhandenen Einstellungs-("Manipulations-")-Möglichkeiten der beiden ersteren konnte man noch einiges auffangen.
Was aus einer D3 oder D300 (die benutzte ich für vieles heute noch...) herauskommt, kann zu 85 Prozent direkt in die Agentur gehen, da wird höchstens mal ein Fussel weggestempelt oder der Horizont geradegestellt. (Oder, aber das hat nichts mit der Kamera-Qualität zu tun, ein stürzendes Gebäude geradegerückt. Oder eine Ausschnittsvergrößerung gemacht.) Nur selten wird ein Foto durch EBV dann noch wirklich besser, eigentlich braucht man das nur dann, wenn man unter Lichtverhältnissen fotografiert hat/fotografieren musste, die beschissen waren. Die Kameras liefern einen Top-Standard - und EBV ist dann ggf. die Sache der Druckvorstufe, und dafür muss man die Parameter des Druckverfahrens, des Papiers usw. kennen und damit umgehen können. Für eine Online-Veröffentlichung braucht man eigentlich gar nix machen, genau darauf scheinen mir alle Digi-Cams optimiert zu sein (es lebe der Zeitgeist!). Und wer seine Digitalfotos zum Printer trägt... der macht eh, was er will, und bügelt alles auf "gefälliges 08/!5". (Nein, du Socke - das ist kein "Farbstich", das soll so!)
#16Report
2 weeks ago
@eckisfotos:
Ich selbst schreibe selten etwas unter meine Bilder und stehe auch dazu.
Ich bin ja nun schon "Senior", und habe die Diskussionen zu den "Bild-Informationen" in den Fotozeitschriften der 70er und 80er Jahre miterlebt (und die aus den 50er und 60er Jahren in den Sammlungen von Fotozeitschriften später nachlesen können).
Da schrieb mal jemand: "Es wird immer nach den technischen Daten gefragt: Kamera, Objektiv, Blende, Zeit, Film... Teilweise wird das, bei Ausstellungen* oder von Fotozeitschriften sogar obligatorisch verlangt. Ich habe schon oft irgendwelche Angaben erfunden, weil ich doch Wochen oder Monate später nicht mehr weiß, ob ich das mit Blende 5,6 und 1/250 oder Blende 4 und 1/500 fotografiert habe."
Ich lösche konsequent alle EXIF-Daten aus Digitalfotos, die ich irgendwo hochlade. (Ausnahme: Fotos für Bildagenturen. Die kriegen eine IPTC-Beschriftung und behalten die EXIFs.) Das hat den charmanten Vorteil, daß ich der einzige bin, der im Streitfall "Wer hat dieses Foto gemacht?" die ganze Serie samt EXIF-Daten habe, das lässt sich schlecht fälschen. Das war ein paar mal bei Bilderklau im Internet ganz hilfreich. Und warum sollte ich dazu schreiben "Out of the cam" oder "bearbeitet so und so"? Es gibt immer ein bestimmtes Endprodukt, das ich für irgendeinen bestimmten Zweck in die Welt hinauslasse. Deswegen kriegt (Ausnahme wieder: Agenturen) niemand etwas, das nicht so ist, wie ich es eben in die Welt hinauslassen mag.
Wenn dann einer beschneidet (weil die Zeitschriften-Seite oder der Platz auf der Zeitungsseite nun mal eine bestimmte Größe und vor allem ein bestimmtes Seitenverhältnis zwingend nötig machen), dann ist das okay. Normaler Job. ("Bei mir wird NICHT beschnitten! Niemals!" Äh... aber dir ist schon klar, daß weder DIN A4 noch DIN A5 mit dem 2:3-Handtuch des 24x36mm-Formats oder der DSLR-Sensoren übereinstimmt, und 4:3 auch nicht, und 16:9 auch nicht? Oder? "Echte Profis erlauben nicht, daß ihre Fotos beschnitten werden!" Wie oft hab ich den Stuss insbrüstig nachgebetet von Amateurfotografen gehört. Die ich dann immer gefragt habe, ob sie wirklich glauben, daß der STERN oder LIFE ihr Druckformat geändert haben, weil ein Magnum-Fotograf mit der 6x6-Hasselblad fotografiert hat... *LOL* "Nee, stimmt, das kann ja nich gehen..." Ach.
___________________________________________________________________
*) Sich mit Fotos - meist so 24x30 oder 30x40-Vergrößerungen an Fotoausstellungen in aller Welt zu beteiligen, war bis in die 70er Jahre eine beliebte Sache bei "engagierten Amateur-Fotografen" (und auch manchen Profis). Man musste da dann die Vergrößerungen hinschicken, und wenn sie der Jury gefielen, wurden sie in einer Ausstellung in Castrop-Rauxel, Esslingen oder auch Kopenhagen oder Paris gezeigt. Dann gab's meist 'ne Urkunde dafür.
#17Report
2 weeks ago
PS, kurzer Nachtrag bzw. Nachfrage: wer von den MK-Mitgliedern verwendet eigentlich einen kalibrierten Monitor zur Anzeigen und betreibt ein handwerklich sauberes Farbmanagement?
Ich meine nur... ich habe schon in WWW-Fotoforen von Leuten, die sich als Fotografen bezeichnen, Sätze gehört wie: "Ach was, Monitor kalibrieren... Ich habe hier drei kalibrierte Monitore, die zeigen alles was anderes an...!"
Oder der Klassiker: "Die Schatten sind völlig zugelaufen!" Nein, Du Dödel, stell mal Deinen Monitor korrekt ein, die Tonwerte sind sauberst ausdifferenziert, da ist jede Menge Zeichnung in den Schatten. Und auch in den Lichtern... "Das Bild hat einen Rotstich, das Brautkleid ist nicht weiß, sondern rötlich!"
Na, dann geht einfach mal mit der PS-Pipette in das Weiß, und guck Dir die Werte an: R 250, G 250, B 250. Das ist kein kalkiges "Reinweiß", was auch gut so ist, aber einen Farbstich gibbet da nirgendwo. Den macht Dein Monitor, oder Dein sRGB-Browser ohne Farbmanagement zusammen mit Deinem grottig eingestellten Monitor mit altersbedingtem Gelbstich...
Ich meine nur... ich habe schon in WWW-Fotoforen von Leuten, die sich als Fotografen bezeichnen, Sätze gehört wie: "Ach was, Monitor kalibrieren... Ich habe hier drei kalibrierte Monitore, die zeigen alles was anderes an...!"
Oder der Klassiker: "Die Schatten sind völlig zugelaufen!" Nein, Du Dödel, stell mal Deinen Monitor korrekt ein, die Tonwerte sind sauberst ausdifferenziert, da ist jede Menge Zeichnung in den Schatten. Und auch in den Lichtern... "Das Bild hat einen Rotstich, das Brautkleid ist nicht weiß, sondern rötlich!"
Na, dann geht einfach mal mit der PS-Pipette in das Weiß, und guck Dir die Werte an: R 250, G 250, B 250. Das ist kein kalkiges "Reinweiß", was auch gut so ist, aber einen Farbstich gibbet da nirgendwo. Den macht Dein Monitor, oder Dein sRGB-Browser ohne Farbmanagement zusammen mit Deinem grottig eingestellten Monitor mit altersbedingtem Gelbstich...
#18Report
2 weeks ago
artist de identité inconnue, #5: Auch analog konnte man im Labor bei SW-Aufnahmen sehr viel machen, es war bei besseren Fotografen eigentlich Standard. Außerdem gab es "Crosentwicklung" wenn man "künstlerische" Farben wollte. Abzüge aus den Labors wurden als Standardeinstellung "optimiert" - meist auf übertriebene Farbsättigung. "Out-of-cam" war also schon immer relativ.
Heute ist "out-of-cam" einmal wichtig für professionelle Fotografen, denen die Zeit für Bilbearbeitung nicht bezahlt wird. Natürlich ist es auch ein Ausweis handwerklichen Könnens, aber nicht unbeding von Kreativität. Standardbilder bearbeite ich nur geringfügig - mit den wirklich guten setzte ich mich aber oft länger auseinander und perfektioniere sie.
Heute ist "out-of-cam" einmal wichtig für professionelle Fotografen, denen die Zeit für Bilbearbeitung nicht bezahlt wird. Natürlich ist es auch ein Ausweis handwerklichen Könnens, aber nicht unbeding von Kreativität. Standardbilder bearbeite ich nur geringfügig - mit den wirklich guten setzte ich mich aber oft länger auseinander und perfektioniere sie.
#19Report
2 weeks ago
Tom Rohwer: ich verwende einen kalibrierten Monitor. Das war besonders wichtig, wenn ich dunkle Bilder drucken wollte. Ohne war das immer Glückssache. Der wichtigste Kalibrationsparameter ist bei mir die Helligkeit. An den Farbe hat die Kalibration wenig geändert.
#20Report
Topic has been closed











– sollen wir das nun als kleines Wunder betrachten? Ein Klick – und es ist vollbracht!
– ist das sowas wie "Schnitzel ungewürzt Out of Pfanne?"
– was haben die auf ihrer Kamera eingestellt? Bei meiner NIKON erst mal: ST = Standard. Und schon das legt Einstellungen auf das RAW-Bild.
Wirklich "Out of Cam" wäre ja FL = Flat. Da muss / sollte dann alles in der Post passieren. Wird wohl oft in Profivideos eingesetzt, wenn nicht aktuelle Verwendung vorliegt. Schaut dann auch wirklich FLACH aus. Aber es würde stimmen.
– ist das so, als ob Gitarristen "out of kühler Keller" in die Saiten greifen, ohne das herbeigeholte Instrument kurz mal zu stimmen?
– bin ich einer der ganz Wenigen, die die allermeisten Fotos, nach Auswahl der gelungenen (nicht der gerade noch zu rettenden) in maximal ZWEI MINUTEN auf Vordermann bringen können? Inklusive Pickelchen-Retusche?
Ohne ewig an Kurven rumzuziehen, "Kreativ-Schmonzes" drüberzusprühen, jeden Regler zu weit zu schieben und trotzdem den schiefen Horizont scheps lassen?
– muss man die Ergebnisse seiner Faulheit in Sachen Bearbeitung (nicht Verfälschung!) wirklich als Beweise für Authentizität und "echte Fotokunst" verkaufen??
Freue mich auf Senf dazu: OUT OF TASTEN, mit alen Tippfelern!
:-)
P e t e r