Autodidaktik – die beste Fotoschule? Oder die schlechteste? 74

4 days ago
Weiß ja nicht, wie es den vielen Kamera-den hier geht, aber ich bin da ziemlich hin- und hergerissen!

Bezeichne mich selbst als Autodidakt... würde darunter aber nur Leute verstehen, die sich mehr als drei Fotobücher zugelegt haben, Fotoausstellungen besuchen, durch Fachzeitschriften blättern oder regelmäßig einige der teils hervorragenden YouTube-Kanäle zum Thema besuchen.

Dann gibt es andere, die bereits mehrere Workshops und Kurse besucht haben. (Hab ich noch nie gemacht, kommt am Ende noch.) Respekt dafür.

Und dann sehr, sehr viele hier, die mit dem Überfliegen der Gebrauchsanweisung anfangen und danach nichts, rein gar nichts dazulernen. Bezeichnen sich auch gerne als 'Autodidakten'. Lernerfolg: unsichtbar. Kann man machen... aber wohl bleibt denn da der Spaß?

(Im Sinne von: Ich kauf mir ein Klavier und kann dann bis zum Ende meiner Tage nur den Flohwalzer klimpern??)
4 days ago
Meine Erfahrungen sind vielschichtig *). Darum denke ich, dass eben das ein Weg ist, für zumindest "immer mal wieder" überdurchnittliche Fotoarbeiten.
*) Vater Amateurfotograf mit Dunkelkammer,
viele Stunden Gespräche mit einem Fotohändler/-grafen der "alten Schule",
Fotostudium bei Umbo,
viele Fachbücher, als Jugendlicher hauptsächlich von A. Feininger,
seit meiner Jugend einen Vergrösserer & Fotochemie "neben dem Bett",
Fotoausstellungen, Besprechungen,
ein Konzept für Aktfotografie, ...
4 days ago
Ja, hatte ich ganz vergessen: mit 60+ hab ich (natürlich) auch meine analoge Vergangenheit. Mit DURST in der dunklen Kammer. Und ILFOSPEED. Und danach viele, viele 10er-Packungen Fuji 100, mein Leib- und Magen-Diafilm. ;-)
Aber ich mutmaße, dass viele hier erst mit der digitalen Fotografie eingestiegen sind. Und gefährlich schnell "Erfolgserlebnisse" bekamen.
Geht es um das jetzt und heute bzw. rückblickend die letzten 15 Jahre und speziell um Modelshootings ... oder um die ersten Schritte vor vielleicht 50 Jahren und die Themen und Motive, die einem 15-Jährigen offenstehen ? Autodidaktik oder ein erster Dunkelkammerlehrgang mit selbst entwickelten Schwarzweißabbzüge - also quasi dem Vorläufer eines Bildbearbeitungsworkshops ? Genau daran denken wir #1 bis #4 ..
Das erste Payshooting mit einem Model, dessen Stundenlohn irgendwo zwischen 50 und 100 € liegt - oder das Portraitieren eines Kollegen oder Sportsfreunds auf tfp ? Oder könnte die Vorbereitung darauf etwa dieselbe sein ?
4 days ago
Nicht jeder ist in der Lage, autodidaktisch zu lernen. Von daher kann die Eingangsfrage nur Radio Eriwan erschöpfend beantworten: "Im Prinzip ja, aber ..."
Ich denke, das mit dem Klavierspeilen kann man so nicht vergleichen.
Fotos kann man sehr einfach machen. Ganz egal welche Kamera dazu verwendet. Das entwickeln von analogem Film hingegen ist dann schon etwas kniffliger.
Was das eigentliche Fotografieren betrifft, kommt es dann immer darauf an, wofür die Fotos sind.
Einfaches Hobby; Dazu braucht es keine Ausbildung, Bücher oder Tutorials etc!
Professionell; Kommt dann immer noch auf das Einsatzgebiet an. Produkt, Mode, Architektur usw... Da kommt man ja um eine Ausbildung (heute schon fast ein irres Studium) nicht herum!

Die meisten Toturials auf YT und anderen Plattformen, kann man eh in die Tonne kloppen, weil da ein "Möchtegern-Teacher" die Falschaussagen des anderen nachplappert! (Siehe nur Cropfaktor) ;-)
Bücher helfen immer, denn Lesen bildet auch heute noch. Aber nicht jedes Buch ist auch gut! In Zeiten von Selfpublishing kann so ziemlich jeder ein Buch herausbringen und "NAMEN" machen ein Buch oder Tutorial nicht gleich gut oder richtig!
Reine Fotobücher sind KEIN Lehrmittel! Sie zeigen nur das was der entsprechende Fotograf für einen Stil und Geschmack hat!!
...
3 days ago
Ich vermute, dies ist eine Plattform für Autodidakten und die Frage ist, so gestellt, darum eher müßig.

Ich fände eher spannend, wohin jeder Autodidakt hier seine Selbstausbildung steuert. Geht es in erster Linie um die Beherrschung formal-technischer Herausforderungen an sich oder geht es darum, ein attraktives Portfolio zuwege zu bringen, für das man sich die handwerklichen Kompetenzen dann zusammensucht. Für ersteres braucht man ja eher keine Bücher interessanter Fotografen sondern Bedienungsanleitungen aller Art und aller medialer Vefügbarkeit, für zweiteres zuvörderst ein kulturelles Leitinteresse.
Meistens wird ja eine Mischform behauptet, zu der die Lust am Machen hinzutritt. Aber ich habe da Zweifel, denn die Lust an Auseinandersetzung mit fotografischen Positionen ist in den Diskussionen deutlich weniger ausgeprägt als die Lust, über handwerkliche Praxis zu plaudern oder zu streiten. Jedenfalls hier im Forum.
#8
3 days ago
@Marcello Rubini:
Ich vermute, dies ist eine Plattform für Autodidakten und die Frage ist, so gestellt, darum eher müßig.

Ich finde sie eher spannend als müßig. Selbsreflektion ist immer von Vorteil.

Ich fände eher spannend, wohin jeder Autodidakt hier seine Selbstausbildung steuert.

Jede Form der Ausbildung - autodidaktisch oder nicht - hat das Ziel, irgendetwas bestimmtes zu erlernen.
Der Vorteil von didaktischer Ausbildung -

(ich erfinde die Formulierung jetzt mal als Gegensatz zur autodidaktischen Ausbildung, wissend, daß beide Formulierungen irgendwie sachlich-sprachlich leicht schräg sind...)

- ist, daß man von Ausbildern oder Lehrern auf Dinge gestoßen werden kann, auf die man selbst nie käme. Weil einem nun mal die Wissensvoraussetzungen fehlen, was alles wofür wichtig sein kann.

Geht es in erster Linie um die Beherrschung formal-technischer Herausforderungen an sich oder geht es darum, ein attraktives Portfolio zuwege zu bringen, für das man sich die handwerklichen Kompetenzen dann zusammensucht.

Ich glaube, den allermeisten Menschen, die sich etwas intensiver mit dem Medium Fotografie beschäftigen, geht es darum, möglichst gute Fotos zu machen. Und dabei erkennen sie, wenn sie denn erkenntnisfähig sind, daß es bessere und schlechtere Fotos gibt. Und dann sehen sie ein Foto irgendeines Motivs, das sie gut finden, sehen ihr eigenes Fotos desselben Motivs, und das finden sie... nicht so gut. Und dann fragen sie sich: wie kann ich hier ein besseres Foto machen?

Und dann geht es los.

- Man kann, aber das ist mühsam, versuchen, das Licht eines Fotos zu analysieren. Und sich fragen: wieso sieht das hier so und so aus? Wie kommt dieser Effekt zustande?

- Man kann auch das Pferd von der anderen Seite aufzäumen und sich damit beschäftigen und lernen, wie man Licht setzt. Wie bekomme ich diesen oder jenen Lichteffekt zustande? Das ist dann einfacher, ein fremdes Bild in dieser Hinsicht zu analysieren.

In der Praxis wird es meistens eine Mischung aus beidem sein.

Für ersteres braucht man ja eher keine Bücher interessanter Fotografen sondern Bedienungsanleitungen aller Art und aller medialer Vefügbarkeit

Mit Bedienungsanleitungen für Fotogeräte kann man genausowenig fotografieren lernen wie man durch das Auswendiglernen eines Französisch-Lexikons die französische Sprache erlernen kann...

Ich weiß das. Ich habe das nämlich im zarten Alter von ca. 10 oder 11 Jahren mal versucht. Da dachte ich: wenn ich das Langenscheid-Lexikon Deutsch-Englisch/Englisch-Deutsch einfach auswendig lerne, dann kann ich anschließend Englisch reden, lesen und schreiben.

Das war eine sehr erhellende Erfahrung - ich habe nach sehr kurzer Zeit dabei nämlich erstmal begriffen, wie Sprache nicht funktioniert. Kurz danach begann der Englisch-Unterricht in der Schule, und da wurde es mir dann richtig klar.

für zweiteres zuvörderst ein kulturelles Leitinteresse.

»Ich mach einfach nur Fotos.« (Nick Nolte als Fotoreporter Russel Price in Under Fire...)

Meistens wird ja eine Mischform behauptet, zu der die Lust am Machen hinzutritt. Aber ich habe da Zweifel, denn die Lust an Auseinandersetzung mit fotografischen Positionen ist in den Diskussionen deutlich weniger ausgeprägt als die Lust, über handwerkliche Praxis zu plaudern oder zu streiten. Jedenfalls hier im Forum.

Das ist ein Phänomen, das schon in den Fotozeitschriften der 50er bis 80er Jahre zu beobachten war.

»Wenn ich mir nur eine Nikon F2 leisten könnte, dann würde ich genauso tolle Fotos machen wie die Fotografen alle, die eine Nikon F2 benutzen!«

Parallel dazu hörte/las man dann auch manchmal einen Satz wie: »Ach, Du hast eine Nikon F2. Meinst Du, daß Du deshalb bessere Fotos machst?«

Beides beruht auf einer fehlerhaften Analyse, um nicht zu sagen: auf einem kompletten Nichtverstehen der ganzen Materie.

Meine Antwort auf beides war dann immer: »Ein guter Fotograf kann mit einer Nikkormat FTn in 95 Prozent aller Fälle genauso gute Fotos machen wie mit einer Nikon F2. Denn erstmal kommt es auf das Objektiv an und auf den Film. Das, was die Nikkormat kann, kann sie genauso gut wie die F2, beide sind ja von Nikon. Unter die F2 kann ich aber einen Motor hängen, was für Sportaufnahmen ein Vorteil ist. Da kann ich Serien schießen, die mit der Nikkormat nicht gehen. Und persönlich liebe ich die Anzeige von Zeit und Blende im Sucher. Finde ich sehr praktisch. Ist aber Luxus, man kann auch ganz ohne solche Anzeige fotografieren.«

Der nächste Punkt ist dann: Wenn ich viel fotografiere und mir das Fotografieren viel wert ist, dann möchte ich das Werkzeug dafür haben, daß für mich am... bequemsten, besten ist. Die Nikons sind mir bis heute in die Hände konstruiert. Das ist aber Zufall. Und Geschmackssache. Und auch Gewöhnung. Und wer leidenschaftlicher Heimwerker ist und ganz viel im Eigenheim schraubt und macht, der kauft sich irgendwann einen richtig guten Akkuschrauber, weil der Billigmurks von LIDL schnell zu nerven anfängt.

Aber auch da gibt es Ausnahmen. Ich sag immer: wenn ich mal den Eurojackpot knacke, dann mach ich eine Einkaufsliste und fahre damit zu IPS und Calumet. »Machen Sie mir doch mal ein Angebot...« Unterm Strich stehen da dann locker 150.000 Euro. Brauche ich das 400er 1:2.8, und das Fisheye, und die Leica M11 mit dem 1.2/35 wirklich?
Die Frage ist falsch gestellt, und deshalb gibt es auch keine sinnvolle Antwort darauf. Ich würde das 400er 1:2.8 kaufen, und es täte mir um keinen von den 15.000 Euro leid. Auch wenn ich das Objektiv, nachdem ich mich ein Wochenende damit intensiv vergnügt hätte, in den Schrank legen und dann nur vier oder fünf mal im Jahr herausholen würde. Allein das Wissen Wenn ich's benutzen will, kann ich es einfach aus dem Schrank holen! wäre mir 15.000 Euro wert - wenn ich die übrig habe. Ich würde mich aber ärgern, wenn ich dafür 15.000 bezahle, obwohl ich es anderswo zu genau gleichen Bedingungen für 14.500 Euro hätte bekommen können. Dann spende ich die 500 Euro lieber für die Tafel.
Ich käme aber nie auf die Idee, auch nur 1.500 Euro für vergoldete Wasserhähne auszugeben. Was soll ich damit??? Damit kann man weder fotografieren noch schießen noch sonst was machen, was Spaß macht und befriedigend ist...

Bestimmte Sachen lassen sich nur mit bestimmten Werkzeug machen. Da ist dieses Werkzeug dann wirklich unerlässlich. Alle anderen Sachen werden eben nur... umständlicher. Unbequemer. Im Endergebnis sieht man das nicht, sofern dieses denn überhaupt erzielbar ist mit der vorhandenen Technik. Ich finde es schön, wenn mir fehlende Technik nicht im Weg steht. Und weiß aber auch, daß zu viel vorhandene Technik auch, buchstäblich, im Weg sein kann. 15kg Equipment mitschleppen ist nicht nur lästig, es verhindert auch das eine oder andere...

Ein Werkzeug ist ein Werkzeug ist ein Werkzeug. Und ich bin überzeugt, daß Rembrandt auch lieber mit einem Pinsel gemalt hat, der nicht dauernd überall Haare verliert... Der hat auch am liebsten mit einem guten Pinsel mit guten Farben auf guter Leinwand gemalt.
Hätte aber mit Filzstift auf einer Papierserviette mit Sicherheit immer noch bessere Zeichnungen hinbekommen als ich mit dem perfekten Rembrandt-Equipment... ;-)

Last but not least: wenn man erstmal ein gewisses handwerkliches Können und Verständnis erreicht hat, dann kann man sich stärker auf das inhaltliche konzentrieren. Vorher scheitert die inhaltliche Umsetzung oft am fehlenden handwerklichen Können und Wissen.
3 days ago
Für mich geht es um zwei Aspekte:
1. Handwerkliche Ausbildung
2. Künstlerische Entwicklung

zu 1.
Auch das möchte ich "fast" noch einmal aufteilen in absolute Grundlagen der Optik und Feinheiten der Fotografie. Man kann gute Fotos machen, wenn man sich eine gute Ausrüstung kauft, die kleinere "Fehler" verzeiht. Man kann auch lernen unter schlechten Bedingungen gute Fotos zu machen. Abhängig davon benötigt man gewisse Grundlagenkenntnisse (nicht zu verwechseln mit Grundkenntnissen) in der Optik oder der Fotografie allgemein. Eigentlich kann man aus Grundlagen sehr viel mit Logik ableiten. Aber: Grundlagenkenntnisse und ein zu intensiver Einstieg können auch verwirren. Man läuft in Gefahr, sich um Dinge zu kümmern, die nicht - oder nicht mehr - relevant sind. Ich nenne mal einen Begriff: "Blitzsynchronisationszeit". Für mich ist dieser Begriff inzwischen nicht mehr relevant - vor mehr als 20 Jahren war er es aber. Ein Workshopleiter von damals kannte ihn nicht und animierte mich, diese Zusammenhänge zu ignorieren. Das wirkte sich dann dramatisch auf die Fotos aus. Ich hatte damit einen Workshopleiter-Test und kann (nur) rückblickend sagen, dass jemand, der an Grundlagen interessiert ist, hier nicht jeden x-beliebigen Workshop buchen konnte. Auch in youtube-Videos wird viel Mist erzählt. Vermutlich sind Bücher auch heute noch die erste Wahl. Ich habe in der Schule bei Optik gut aufgepasst und bis heute (nebenberuflich) mit Optik zu tun - auch außerhalb der Fotografie. Insofern hatte ich viele Grundlagen. Ich habe auf 2 Workshops und bei einem netten Kollegen, dann viel über Lichtsetzung gelernt. Das war sinnvoll und notwendig.

zu 2.
Man kann sich aus allen möglichen Quellen (Bücher, Workshops, Videos) gut inspirieren lassen. Man kann sich aber auch einfach Fotos von Kollegen anschauen und sich denken, dass man bestimmte Elemente gerne übernehmen würde und bestimmte Elemente eben nicht. Man kann auch versuchen, den Stile eines Workshopleiters komplett zu übernehmen, wenn man sich damit zufrieden geben möchte. Wer aber einen eigenen Stil entwickeln möchte, der sollte möglicherweise dies auch rein autodidaktisch versuchen - und damit meine ich in diesem Zusammenhang, dass Einflüsse von außen durch Medien sehr beschränkt werden sollten. So gesehen würde ich behaupten, dass das Forum nicht zwingend ein Ort für Autodidakten ist.
Im übrigen bin ich immer noch Hobbyfotograf - wie vermutlich die meisten von uns. Daher sehe ich keinen Zwang, sich weiter zu entwickeln, sobald die Fotos so aussehen wie man sie sich selber wünscht. Wer will, kann seinen Stil immer wieder ändern und/oder sich einem vermeintlichen Zeitgeist anpassen und sich von Aufforderungen wie "Du solltest jetzt aus Deiner Komfortzone herauskommen" verrückt machen lassen. Aber man kann sich auch treu bleiben - auch wenn das in diesem Jahrzehnt schwierig ist.

In diesem Zusammenhang plaudere ich einmal kurz aus meinem Beruf (nach alter Tradition hier :-)):
Animiert durch eine Unternehmensberaterin, die einen für die Branche untypischen Spruch brachte, nämlich: "Man muss auch nicht jeden Hype mitmachen." bin ich auf einem Meeting damit aufgefallen, dass ich mich gegen ein "Herauskommen aus der Komfortzone" ausgesprochen habe. Das brachte mir dann ein Gespräch mit einem Vorstandsmitglied des Unternehmens ein (ich zwei Ebenen darunter). Er hat sich überraschend viel Zeit genommen und sich erklären lassen, warum ich es für gut halte, dass ich genau die Arbeit weiter mache, die ich bisher gemacht habe und warum es effektiv ist, wenn ich sie auch in der Form weiter so ausführe wie bisher - zumindest bis zu meinem Ruhestand. Ich konnte überzeugen und wir vollzogen dann doch einen Wechsel: von "Sie" auf "Du". Ohne einen direkten Zusammenhang herstellen zu wollen: Das Unternehmen entschied kurz danach, den Umgang mit langjährigen Mitarbeitern zu überdenken und mehr auf Erfahrungen zu setzen (das kann aber auch an der geringen Zahl von jungen Bewerbern für offene Stellen liegen).

Zurück zu Kunst: Viele Künstler haben ihren Stil im Laufe ihrer Schaffenszeit nur wenig verändert.
3 days ago
...es gibt doch nur 1 Rezept: fotografieren, fotografieren, fotografieren...
3 days ago
Der TO stellt, teils amüsiert, teils mit heftigem Kopfschütteln fest, wie der fast endlose Wortschwall von Tom und Ecki frontal mit ihrer in der MK gezeigten 'Kunst' kollidiert. Das ist ja (Danke!) mit viel Engagement formuliert – aber man sollte die Inhalte doch auch in den Bildern wiederfinden! Totale Fehlanzeige.

Tom zeigt immer noch dieselben 41 Bilder wie vor 1 Jahr. Autodidaktische Lernkurve kann ich nicht erkennen. Weder zu den Bildern hin, noch seit meinem letzten Besuch. So viel Zeit für so viele Zeilen – und so wenig für den Upload von Fotos, die über Knipserei hinausgehen? Wie kommt's?

Danke, Ecki, du hast im Gegensatz zu Tom immerhin wenig Unappetitliches im Portfolio. (Ausnahme: Titel 08, der blutverschmierte Mörder im Wald) Aber du schaffst es, sogar von der wunderbaren Anna Grabowska ein arg suboptimales Bild abzuliefern. (A 8612). Ein anderes hab ich geliked (A 8747), geht doch! Mit den Kontrasten scheinst du, wie viele Pics zeigen, immer noch arg auf Kriegsfuß zu stehen. Trotzdem: für mich zwei Levels über Tom, dem Theoretiker mit der außerirdischen Bildausbeute.

So, das musste mal raus. Zwei Vielschreibern musste ich hier ein paar Zeilen entgegensetzen!

Das Schöne an der MK: jeder kann sich durch Sedcard-Besuch sein eigenes Urteil bilden. Auch ich stelle mich. Sehr gerne!

Dass auf YouTube-Videos zu ALLEN Aspekten der Fotografie viel Mist erzählt wird, kann ich nicht feststellen. Wohlfeiler Rundumschlag, der wohl von der eigenen Unfähigkeit ablenken soll, sich die guten Kanäle rauszupicken.
3 days ago
PetersPhotos #12 Du hättest dazu schreiben sollen, dass jede Äußerung zu deiner Eingangsfrage mit dem Portfolio des Betreffenden zu illustrieren ist. Und dass du dein Thema eher zum Anlass nimmst, auf deine eigene Genialität in Wort und Bild hinzuweisen als auf Gedanken zur (recht unausgegorenen) Fragestellung einzugehen.

Deine durchscheinend bis offen herablassende Art, auf gedanklich ausführliche Beiträge zu reagieren, stellen dein Engagement, hier was Konstruktives, einen ideell interessanten Gedankenaustausch, in den Raum zu stellen, leider sehr infrage. Für ein absterbendes Forum ist das eine sehr bedauerliche Haltung. Man kann nur hoffen, dass nachfolgende Beiträge diese Position ignorieren.
3 days ago
Marcello Rubini. Fast vergessen: Du darfst dich auch angesprochen fühlen. Meine die Hälfte deiner Bilder.
Ja, mit Kritik können viele, auch du, offensichtlich schwer umgehen. Was wäre falsch daran, Äußerungen von MK-Kamera-den mal mit ihren Werken abzugleichen? Am Ende zählt die vorgezeigte Praxis, nicht?

'Absterbendes Forum'?? Sehe ich nicht. Und eröffne immer mal wieder ein Thema. Zur DISKUSSION, nicht zur Lobhudelei. Sehe ich von Tom, Ecki und dir leider nicht. Macht doch auch mal ein Thema auf, hm? Why not?
Wenn du meine Bilder 'genial' findest: super! So hoch würde ich es nicht hängen ;-))
Ich versuche, ein konstantes Level an Qualität zu zeigen. Ohne Kreativität mit der Brechstange, Herr Kollege.
3 days ago
Ich habe mir Ecki's und Rohwer's Texte durchgelesen. Wenn mir was nicht passt, würde ich das schon schreiben. Aber Nichts gefunden. Größtenteils bin ich sogar d'accord. Auch die anderen Beiträge, fand ich auch okay.

Damit hat es sich. Man muss nicht auf Teufel komm raus eine gegenteilige Meinung suchen.
@ PetersPhotos
@ eckisfotos
Mir gefallen die beiden Bilder A 8612 und A 8747 gleich gut, und zudem sind sie nicht vergleichbar. Wären es 2 Portraits, so könnte ich das bessere vom schlechteren unterscheiden, auch wenn meine Wertung in schlechter und besser dennoch subjektiv bliebe. Ebenso könnte ich 2 Aktszenen vergleichen, oder auch Ganzkörperszenen, vielleicht im Bikini mit dem in Dessous.
Aber wenn ich den Kopf als Körperteil nehme, dann ist das 1/10 der gesamten Erscheinung. Natürlich sind Portraits ein bedeutsameres Thema als Knie oder Ellenbogen, weil dem Gesicht im menschlichen Miteinander eine besondere Bedeutung zukommt. Auch aufnahmetechnisch ist dies unvergleichbar, da Distanz oder Brennweite, Perspektive und Lichtsetzung differieren. Ob sich ein Modell besonders gut als Aktmodell oder aber als Portraitmodell eignet, wäre letztendlich auch eine subjektive Einschätzung.
3 days ago
I SEE!
Erklärungsversuche, warum das eine Bild brauchbar, das andere eher grottig ist, gehen hier wohl komplett daneben. Aber sag bitte, SEEmann: Wieviele Bilder von Anna G. hast du hier schon geSEEhen? Und wo rangiert dann dieses 'Meisterwerk' mit den ziemlich toten, weil lichtlosen Augen?
(Das man ja in einer Nachbearbeitung – was ist denn das? – verbessern könnte! Wenn man sich, siehe Autodidaktik, hier ein paar Grundlagen beigebracht hätte...)
3 days ago
Es gibt Fotos, die mir gefallen, und andere, die mir nicht gefallen. Mir ist latte, welche Ausbildung der Fotograf hat.
3 days ago
Meiner Meinung nach bringt es nur die Mischung aus allen Informationsquellen, deren man habhaft werden kann: Bücher, Bedienungsanleitungen, Lehrvideos, und Workshops bei verschiedenen(!) Workshopleitern. Inspiriert von vom theoretischen Wissen und den Bildern von Fotografen, die man selbst schätzt, bleibt danach nur das Shooten auf eigene Faust und vor allem das Zuhören, wenn man danach mit Kritik an den Bildergebnissen konfrontiert wird. Sie ist meiner Erfahrung nach in den meisten Fällen gerechtfertigt.
3 days ago
PetersPhotos
Ich habe doch eingeräumt, dass ich keine Lust habe, meinen Stil zu verändern? Was willst Du mehr? Ansonsten danke ich dafür, dass Du mich trotz des hohen Alters meiner Fotos auf meiner Sedcard noch mehrere Levels oberhalb einiger anderer siehst. Ich bin gerne "oben" und stagnierend konstant, während andere sich vielleicht weiterentwickeln - aber trotzdem noch nicht "oben" sind. :-)

Du wirfst ja nun relativ offen den Fehdehandschuh hin und forderst zu eigenen Urteilen auf. Vermutlich bin ich nicht gemeint - aber ich nehme es einmal für mich in Anspruch:
In gewisser Weise ist mein erster Satz "falsch", denn ich habe auch schon oft behauptet, keinen Stil zu haben. Das wurde mir erst wieder dadurch klar, wie differenziert Du meine Fotos siehst. Du lässt ja durchblicken, dass Du nicht auf eventuelle handwerkliche Unterschiede zielst, sondern auf "Bildinhalte". Ja, die sind bei mir - und erst recht bei Tom Rohwer - deutlich breiter gefächert als bei Dir. Würde man das werten wollen, dann wäre Deine Sedcard aus meinem Blickwinkel "langweilig". Ich akzeptiere aber diesen einheitlichen Stil bei handwerklicher Solidität. Vermutlich spricht das sogar mehr Modelle an als Sedcards, die Vielseitigkeit zeigen und die damit Modellen suggerieren, sie müssten sich ebenso vielseitig zeigen.
Du gehst also (offenbar) inhaltlich auf drei der Bilder ein: Das Bild "08" ist Dir offenbar zu "unappetitlich". Das kann ich sogar nachvollziehen. Die Botschaft des Bildes sollte ich klarer formulieren. Sie lautet nämlich: Ich bin für viele Arten von "Unsinn" zu haben und ich habe nichts gegen Fremdbearbeitungen. Das Foto ist nämlich entsprechend gekennzeichnet (das sichtbare weibliche Modell hat diese Szene erschaffen - ohne KI und das männliche Modell ist ebenfalls echt). Dass Dir mein Portrait von Anna gut gefällt, das freut mich natürlich und erklärt sich für mich aber daraus, dass es den Bildern auf Deiner Sedcard ähnlich ist. Dass Dir im Gegensatz dazu das A8612 nicht gefällt, könnte sich daraus erklären, dass Du eine grundsätzliche Abneigung gegen Vollakt haben könntest. Leider erklärst Du ja nicht, warum es Dir nicht gefällt. Immerhin finden das Bild 72 Betrachter "großartig" (darunter auch Anna selbst). Kommen wir zu einem Vergleich mit einem Deiner Fotos von Anna: Ich verlinke einmal nicht direkt, aber schreibe den Link hin, da das Bild keinen Titel hat:
http://www.model-kartei.de/fotos/foto/20965215/
Das Bild hat "nur" 46 "großartig" - aber das nur am Rande. Ich empfinde die Körperhaltung als nicht besonders vorteilhaft (Arme nach hinten, Brust rein?). Natürlich ist Dein Bild besser ausgeleuchtet als meines, denn Deines ist highkey und meines lowkey (trotz weißem Hintergrund).
"Lange Rede kurzer Sinn": Vielleicht solltest Du gemäß Deinem Eingangsbeitrag tatsächlich noch dazulernen - nämlich Offenheit gegenüber "anderen" Themen.
Im Gegensatz zu Tom habe ich meine eigene Offenheit hier für die MK übrigens selbst "zensiert". Meine Bilderauswahl ist von der Angst, durch allzu große Offenheit gegenüber allen Themen unangenehm aufzufallen, geprägt. Ich habe hier bei einigen Kollegen den Verdacht, dass sie auf die Ausstellung von Aktfotos auf dieser Plattform verzichten - nur um größeren Erfolg bei Modellen zu haben. So weit werde ich nicht gehen.

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