Autodidaktik – die beste Fotoschule? Oder die schlechteste? 74
1 day ago
Zum Thema: Sind hier nicht fast alle Fotografen Autodidakten???
Wenn jemand etwas in dem Bereich jahrelang an der Uni studiert und zusätzlich praktische Erfahrungen macht oder wenn jemand in dem Bereich eine berufliche Ausbildung macht, dann wird er vermutlich ein gutes Gerüst mitbringen und erstmal Vorteile haben.
Aber wieviele haben das hier???
Umgekehrt hatte ich als Kunde beruflich mit verschiedenen professionellen Fotografen zu tun, deren Hauptjob es war und deren Ausbildung oder Vorbildung ich nicht kannte und hinterfragt habe. Und von der Ausrüstung, der Herangehensweise und der Qualität der Bilder war ich fast immer nicht überzeugt. Wobei ich vermute, das auch hier die meisten Autodidakten waren.
Ich denke, mal das ein oder andere passende Buch gelesen zu haben und sich Clips angeschaut zu haben schadet natürlich nicht.
Das ein oder andere Shooting mit einem freundlichen, guten und erfahrenen Model bringt einen sehr weiter.
Übung - Übung - Übung ist sicher wichtig, aber entweder in der heutigen Zeit mühsam zu bekommen oder kostspielig. Dann kommt die Frage: Ist neben der teuren Ausrüstung einem sein Hobby das Geld wert.
Weg vom Thema: wie sieht es beim Model aus. So von wegen Autodidaktin ? Ich vermute sehr, das die meisten Fotografen sich weit mehr Gedanken darüber machen, als auf Modelseite. Es gibt auch Bücher oder Fortbildungen für Model - ich vermute, das nutzt nahezu kein Model hier.
Ich vermute weiter, das sich nahezu kein Fotograf hier eine Kamera kauft und dann ohne jeden Hintergrund und ohne jeglichen theoretischen Kentnisse in das Shooting geht.
Und mein Kompliment: Es gibt hier oder gab hier ( damit meine ich die MK) ein paar Fotografen, die sich ihr Wissen autodidaktisch angeeignet haben und die eine ganz ganz hohe Qualität an Bildern machen. Da spielt sicher auch Talent eine Rolle.
Wenn jemand etwas in dem Bereich jahrelang an der Uni studiert und zusätzlich praktische Erfahrungen macht oder wenn jemand in dem Bereich eine berufliche Ausbildung macht, dann wird er vermutlich ein gutes Gerüst mitbringen und erstmal Vorteile haben.
Aber wieviele haben das hier???
Umgekehrt hatte ich als Kunde beruflich mit verschiedenen professionellen Fotografen zu tun, deren Hauptjob es war und deren Ausbildung oder Vorbildung ich nicht kannte und hinterfragt habe. Und von der Ausrüstung, der Herangehensweise und der Qualität der Bilder war ich fast immer nicht überzeugt. Wobei ich vermute, das auch hier die meisten Autodidakten waren.
Ich denke, mal das ein oder andere passende Buch gelesen zu haben und sich Clips angeschaut zu haben schadet natürlich nicht.
Das ein oder andere Shooting mit einem freundlichen, guten und erfahrenen Model bringt einen sehr weiter.
Übung - Übung - Übung ist sicher wichtig, aber entweder in der heutigen Zeit mühsam zu bekommen oder kostspielig. Dann kommt die Frage: Ist neben der teuren Ausrüstung einem sein Hobby das Geld wert.
Weg vom Thema: wie sieht es beim Model aus. So von wegen Autodidaktin ? Ich vermute sehr, das die meisten Fotografen sich weit mehr Gedanken darüber machen, als auf Modelseite. Es gibt auch Bücher oder Fortbildungen für Model - ich vermute, das nutzt nahezu kein Model hier.
Ich vermute weiter, das sich nahezu kein Fotograf hier eine Kamera kauft und dann ohne jeden Hintergrund und ohne jeglichen theoretischen Kentnisse in das Shooting geht.
Und mein Kompliment: Es gibt hier oder gab hier ( damit meine ich die MK) ein paar Fotografen, die sich ihr Wissen autodidaktisch angeeignet haben und die eine ganz ganz hohe Qualität an Bildern machen. Da spielt sicher auch Talent eine Rolle.
#62Report
1 day ago
Interessante Entwicklung der Diskussion...
#63Report
1 day ago
FrankZa
10.03.2026, 16:16
Weg vom Thema: wie sieht es beim Model aus. So von wegen Autodidaktin ? Ich vermute sehr, das die meisten Fotografen sich weit mehr Gedanken darüber machen, als auf Modelseite. Es gibt auch Bücher oder Fortbildungen für Model - ich vermute, das nutzt nahezu kein Model hier.
Gewagte These. Ich hatte letzten Sonntag ein Hobbymodel (Insta), das mir noch Posingskizzen gezeigt hat, die sie vor dem Spiegel geübt hatte. Einige Mädels haben eine klassische Ballettausbildung (MK mehrfach), kann hilfreich sein, muss es aber nicht. Ich denke, viele Mädels, die sich für's Modeln interessieren, schauen sich Videos (Posing, Schminktipps) an, stellen Bilder nach, die ihnen gefallen und/oder haben Shootingklamotten, die für den einen oder anderen Zweck geeignet sind. Aber auch hier ist nicht jede talentiert genug, das visualisierte in die Tat umzusetzen. Macht aber nichts, wir Hobbyknipser scheitern ja auch oft genug am eigenen Anspruch.
#64Report
1 day ago
Der TO schaut mal wieder rein und stellt befriedigt fest, dass es nun für diese Diskussion bereits 869 Aufrufe gab!
Und sagt freundlich Hallo zu FrankZa, dessen Eingangsfrage wohl auf ersten Blick bejaht werden muss. Auf den zweiten eben nicht: bei dem Bildmaterial, das ca. 1/4 der MKler hier hochlädt – okay, vielleicht 'nur' 1/5 ! – sehe ich nicht, dass sich der Knipser auch nur ansatzweise mal mit den 'Großen' der jeweiligen Genres befasst hat.
Also sich VOR-BILDER angesehen hat in Akt, Porträt, Fashion etc. ! Einer der 'üblichen Verdächtigen' hier labert davon, was er mit verfügbaren 150.000 € an Equipment kaufen würde. Von Fotobüchern kein Wort. Na klar.
Und sagt freundlich Hallo zu FrankZa, dessen Eingangsfrage wohl auf ersten Blick bejaht werden muss. Auf den zweiten eben nicht: bei dem Bildmaterial, das ca. 1/4 der MKler hier hochlädt – okay, vielleicht 'nur' 1/5 ! – sehe ich nicht, dass sich der Knipser auch nur ansatzweise mal mit den 'Großen' der jeweiligen Genres befasst hat.
Also sich VOR-BILDER angesehen hat in Akt, Porträt, Fashion etc. ! Einer der 'üblichen Verdächtigen' hier labert davon, was er mit verfügbaren 150.000 € an Equipment kaufen würde. Von Fotobüchern kein Wort. Na klar.
#65Report
1 day ago
Oh tatsächlich, der TO hat einmal wieder hereingeschaut - und er beginnt positiv!
Aber dann der "zweite Blick": 20% oder 25% der Sedcardinhaber laden schlechte Bilder hoch (auch wenn es etwas anders formuliert ist). An diesen orientiert er sich offensichtlich - und nicht etwa an den mindestens 75%, die gute Bilder hochladen bzw. die sich laut Formulierung wenigsten ansatzweise mit den 'Großen' beschäftigt haben.
Es ist übrigens ein Widerspruch, von anderen zu fordern, dass sie sich mit 'den Großen' beschäftigen sollen - während man selbst lieber auf die vermeintlich 'Schwachen' schaut - und 'draufhaut'.
Aber dann der "zweite Blick": 20% oder 25% der Sedcardinhaber laden schlechte Bilder hoch (auch wenn es etwas anders formuliert ist). An diesen orientiert er sich offensichtlich - und nicht etwa an den mindestens 75%, die gute Bilder hochladen bzw. die sich laut Formulierung wenigsten ansatzweise mit den 'Großen' beschäftigt haben.
Es ist übrigens ein Widerspruch, von anderen zu fordern, dass sie sich mit 'den Großen' beschäftigen sollen - während man selbst lieber auf die vermeintlich 'Schwachen' schaut - und 'draufhaut'.
#66Report
1 day ago
[@@PetersFotos] Eigentlich fehlt mir die Phantasie dafür, das es hier Fotografen gibt, die sich eine Kamera kaufen, ein Model buchen und ohne jede weitere Selbstfortbildung darauf los knipsen und die Werke dann hier hochladen. Am besten noch out of cam.
Aber vermutlich hast Du Recht und es gibt sie doch.
Aber vermutlich hast Du Recht und es gibt sie doch.
#67Report
1 day ago
FrankZa
Ich glaube auch nicht, dass es so läuft - mir fehlt da die gleiche Phantasie. Gerade in der aktuellen Zeit dürfte es so sein, dass man vorher wenigstens mit dem Smartphone schon irgendwelche Fotos gemacht hat - auch von Menschen. Übrigens gibt es ja hier bei der Anmeldung einige Mindestanforderungen, die aber offensichtlich mit den Bewertungskriterien des TO nicht übereinstimmen. Die Frage ist nur, warum er (und viele andere) sich trotzdem daran (an schlechten Fotos) orientieren. Ich weiß, dass ich mich mit dieser Frage wiederhole - ebenso wie ich das folgende immer wieder betone:
Die MK ist keine Kunstausstellung und auch keine Weiterbildungsseite, sondern eine Plattform, wo Shootingpartner zusammenfinden können. Wie sich jemand (egal ob Fotograf oder Fotomodell) präsentiert ist eine persönliche Angelegenheit solange die Regeln eingehalten werden. Jede zusätzliche "Drangsalierung" vergrößert die Gefahr, dass statt eigener unverfälschter "Werke" irgendwelche "Lügen" hochgeladen werden, die dann potentielle Shootingpartner täuschen. Ich kenne auch kein Gesetz, dass verbietet, dass sich ein schlechter Fotograf ein tolles Modell bucht - gerade um - Vorsicht jetzt "on topic" - sich autodidaktisch mit learning by doing weiterzubilden.
Ich glaube auch nicht, dass es so läuft - mir fehlt da die gleiche Phantasie. Gerade in der aktuellen Zeit dürfte es so sein, dass man vorher wenigstens mit dem Smartphone schon irgendwelche Fotos gemacht hat - auch von Menschen. Übrigens gibt es ja hier bei der Anmeldung einige Mindestanforderungen, die aber offensichtlich mit den Bewertungskriterien des TO nicht übereinstimmen. Die Frage ist nur, warum er (und viele andere) sich trotzdem daran (an schlechten Fotos) orientieren. Ich weiß, dass ich mich mit dieser Frage wiederhole - ebenso wie ich das folgende immer wieder betone:
Die MK ist keine Kunstausstellung und auch keine Weiterbildungsseite, sondern eine Plattform, wo Shootingpartner zusammenfinden können. Wie sich jemand (egal ob Fotograf oder Fotomodell) präsentiert ist eine persönliche Angelegenheit solange die Regeln eingehalten werden. Jede zusätzliche "Drangsalierung" vergrößert die Gefahr, dass statt eigener unverfälschter "Werke" irgendwelche "Lügen" hochgeladen werden, die dann potentielle Shootingpartner täuschen. Ich kenne auch kein Gesetz, dass verbietet, dass sich ein schlechter Fotograf ein tolles Modell bucht - gerade um - Vorsicht jetzt "on topic" - sich autodidaktisch mit learning by doing weiterzubilden.
#68Report
22 hours ago
eckisfotos Mindestanforderungen in der MK? Erzähl mir bitte mehr, Meister Ecki!
Habe den Eindruck, dass inzwischen alles geht: KI-Uploads werden immer unverschämter, Pärchen stecken im Foto nicht nur ihre Köpfe zusammen, stark unterbelichtetes Material (KEIN Low Key, nur Ausschuss!) findet man jeden Tag.
Und: nein, ich konzentriere mich NICHT nur auf die schlechten Bilder, ich kommentiere ca. 75% begeistert und 25% kritisch. Kommentierst du auch?
Habe den Eindruck, dass inzwischen alles geht: KI-Uploads werden immer unverschämter, Pärchen stecken im Foto nicht nur ihre Köpfe zusammen, stark unterbelichtetes Material (KEIN Low Key, nur Ausschuss!) findet man jeden Tag.
Und: nein, ich konzentriere mich NICHT nur auf die schlechten Bilder, ich kommentiere ca. 75% begeistert und 25% kritisch. Kommentierst du auch?
#69Report
17 hours ago
Autodidakt oder Fotografenmeister, völlig egal. "Raketen" gab und gibt es auf beiden Seiten. Nicht gerade wenige Koryphäen sahen womöglich eine Dunkelkammer seinerzeit von innen, wenn überhaupt, auch nur sporadisch.
In meinem ersten Leben war ich beispielsweise in leitender Position in der Rechtsabteilung eines der größten Versicherungskonzerne überhaupt unterwegs. Zu meinen Mitarbeitern zählten u.a. auch 3 Volljuristen. Eine(r) davon sogar mit Prädikatsexamen. Deren Qualitätsleistungen in der Praxis dürften dann auch ein nicht ganz unwesentlicher Grund meiner beruflichen Neuausrichtung gewesen sein.
Doch zum eigentlichen Thema:
Erst einmal finde ich gut, wie Peter über seinen Werdegang berichtet. Wohlgemerkt bis ins analoge Zeitalter reichend.
Natürlich gehörten zu meiner theoretischen Grundausbildung beispielsweise Fachliteratur bis hin zu der zum Fotografenmeister. Warum sollte ich mir aber antun, noch mit Mitte Dreißig erneut die Schulbank zu drücken? Ergebnis davon schließlich nur "ein Titel ohne Mittel". Wesentlich war und ist dagegen noch immer die abgelieferte Qualität einer Arbeit. Besuche von Fotoausstellungen, egal ob beispielsweise im Burda Museum (Fotos von Gunter Sachs), oder Ausstellungen ambitionierter Fotoclubs, egal wo auch immer im gesamten südwestdeutschen Raum, gehörten dabei ebenso zum Repertoire, wie das Studium von Fotofachzeitschriften (speziell in den 80-ern) in einem regelrechten Überangebot. Ich hatte darüber hinaus das große Glück auch Kollegen über die Schulter schauen zu dürfen, die in der internationalen Modewelt unterwegs waren. Sicherlich auch einer der Gründe, weshalb ich später dann in der "Modelwelt" gelandet bin.
Der stete Austausch mit den Entscheidern von Werbeagenturen und Unternehmen der freien Wirtschaft waren für mich immer wichtige Kriterien meiner fotografischen Weiterentwicklung. Wer sich nämlich dem Wissen, aber auch der Weltanschauung anderer verschließt hat schon verloren. Das gilt übrigens bis heute.
Noch ein Wort zu Fotolehrbüchern, Angeboten im Internet etc. : davon halte ich nicht allzu viel. Oder sagt mir dort allen Ernstes jemand, was ich in der Praxis falsch mache? Der Besuch von Workshops dürfte den einzelnen weiter bringen. Vorausgesetzt man sucht die dafür jeweils geeigneten Anbieter. Danach von jedem "das Beste" auszusuchen und in seinen eigenen Arbeiten einfließen zu lassen empfehle ich noch heute jedem ambitionierten Fotografen.
Gerade bei Amateuren besteht übrigens oftmals der Ehrgeiz fotografisch alle möglichen Bereiche abzudecken. Von der People-, und Reise-, über die Tier-, der Architektur-, bis hin zur Sportfotografie, um nur mal die gängigsten zu nennen. Der wohl größte Fehler, den man begehen kann. Gibt es etwa einen, der im Fußball, Eishockey, Tennis oder noch anderen Sportarten gleichzeitig in der Weltspitze unterwegs sein kann? Dass sich diese These problemlos auf nahezu alle anderen Berufszweige übertragen lässt versteht sich demnach wohl von selbst. Jedenfalls für mich.
Spätestens als ich vor vielen Jahren mal auf einem Dampfer Passagiere in der Vielfalt der Fotografie unterrichtete wurde mir bewusst, wo nicht nur meine Neigungen und vielleicht Stärken, sondern auch meine Schwächen lagen.
Im einen oder anderen Beitrag von Kollegen hier werden richtigerweise auch Bereiche wie (Selbst)Kritik, oder die Akzeptanz anders Denkender angesprochen. Auf einem guten Weg dürfte sein, wer nicht nur Talent verkörpert, sondern auch mal Ratschläge von Dritten akzeptiert. Nicht verkehrt dürfte sein, sich davon zu lösen andere in fotografischer Hinsicht beurteilen zu müssen.
Ich bin übrigens mein (fotografisches) Leben lang ein Verfechter der Stiltreue geblieben. Weder ein Rembrandt noch einer der sonstigen Malerfürsten tat etwas anderes. Nur wenn ich keinen Erfolg in meinem bisherigen Tun erkennen kann, sollte ich mein Betätigungsfeld verändern. Auch das gilt bis heute. Ob also eine dieser sogenannten "modernen" Fotografie dann wirklich die Alternative sein kann, das wage ich jedenfalls zu bezweifeln.
Ganz zum Schluss und das schreibe ich wirklich gern: von einigen wenigen "Stolperern" abgesehen endlich mal eine (hoffentlich auch) Ziel führende Diskussion.
In meinem ersten Leben war ich beispielsweise in leitender Position in der Rechtsabteilung eines der größten Versicherungskonzerne überhaupt unterwegs. Zu meinen Mitarbeitern zählten u.a. auch 3 Volljuristen. Eine(r) davon sogar mit Prädikatsexamen. Deren Qualitätsleistungen in der Praxis dürften dann auch ein nicht ganz unwesentlicher Grund meiner beruflichen Neuausrichtung gewesen sein.
Doch zum eigentlichen Thema:
Erst einmal finde ich gut, wie Peter über seinen Werdegang berichtet. Wohlgemerkt bis ins analoge Zeitalter reichend.
Natürlich gehörten zu meiner theoretischen Grundausbildung beispielsweise Fachliteratur bis hin zu der zum Fotografenmeister. Warum sollte ich mir aber antun, noch mit Mitte Dreißig erneut die Schulbank zu drücken? Ergebnis davon schließlich nur "ein Titel ohne Mittel". Wesentlich war und ist dagegen noch immer die abgelieferte Qualität einer Arbeit. Besuche von Fotoausstellungen, egal ob beispielsweise im Burda Museum (Fotos von Gunter Sachs), oder Ausstellungen ambitionierter Fotoclubs, egal wo auch immer im gesamten südwestdeutschen Raum, gehörten dabei ebenso zum Repertoire, wie das Studium von Fotofachzeitschriften (speziell in den 80-ern) in einem regelrechten Überangebot. Ich hatte darüber hinaus das große Glück auch Kollegen über die Schulter schauen zu dürfen, die in der internationalen Modewelt unterwegs waren. Sicherlich auch einer der Gründe, weshalb ich später dann in der "Modelwelt" gelandet bin.
Der stete Austausch mit den Entscheidern von Werbeagenturen und Unternehmen der freien Wirtschaft waren für mich immer wichtige Kriterien meiner fotografischen Weiterentwicklung. Wer sich nämlich dem Wissen, aber auch der Weltanschauung anderer verschließt hat schon verloren. Das gilt übrigens bis heute.
Noch ein Wort zu Fotolehrbüchern, Angeboten im Internet etc. : davon halte ich nicht allzu viel. Oder sagt mir dort allen Ernstes jemand, was ich in der Praxis falsch mache? Der Besuch von Workshops dürfte den einzelnen weiter bringen. Vorausgesetzt man sucht die dafür jeweils geeigneten Anbieter. Danach von jedem "das Beste" auszusuchen und in seinen eigenen Arbeiten einfließen zu lassen empfehle ich noch heute jedem ambitionierten Fotografen.
Gerade bei Amateuren besteht übrigens oftmals der Ehrgeiz fotografisch alle möglichen Bereiche abzudecken. Von der People-, und Reise-, über die Tier-, der Architektur-, bis hin zur Sportfotografie, um nur mal die gängigsten zu nennen. Der wohl größte Fehler, den man begehen kann. Gibt es etwa einen, der im Fußball, Eishockey, Tennis oder noch anderen Sportarten gleichzeitig in der Weltspitze unterwegs sein kann? Dass sich diese These problemlos auf nahezu alle anderen Berufszweige übertragen lässt versteht sich demnach wohl von selbst. Jedenfalls für mich.
Spätestens als ich vor vielen Jahren mal auf einem Dampfer Passagiere in der Vielfalt der Fotografie unterrichtete wurde mir bewusst, wo nicht nur meine Neigungen und vielleicht Stärken, sondern auch meine Schwächen lagen.
Im einen oder anderen Beitrag von Kollegen hier werden richtigerweise auch Bereiche wie (Selbst)Kritik, oder die Akzeptanz anders Denkender angesprochen. Auf einem guten Weg dürfte sein, wer nicht nur Talent verkörpert, sondern auch mal Ratschläge von Dritten akzeptiert. Nicht verkehrt dürfte sein, sich davon zu lösen andere in fotografischer Hinsicht beurteilen zu müssen.
Ich bin übrigens mein (fotografisches) Leben lang ein Verfechter der Stiltreue geblieben. Weder ein Rembrandt noch einer der sonstigen Malerfürsten tat etwas anderes. Nur wenn ich keinen Erfolg in meinem bisherigen Tun erkennen kann, sollte ich mein Betätigungsfeld verändern. Auch das gilt bis heute. Ob also eine dieser sogenannten "modernen" Fotografie dann wirklich die Alternative sein kann, das wage ich jedenfalls zu bezweifeln.
Ganz zum Schluss und das schreibe ich wirklich gern: von einigen wenigen "Stolperern" abgesehen endlich mal eine (hoffentlich auch) Ziel führende Diskussion.
#70Report
17 hours ago
PetersPhotos
"Kommentierst Du auch?"
Gute Frage:
Antwort: Wer mich kennt, der weiß, dass ich die Sedcards hier auch als solche sehe und ich halte mich daher zurück, denn sieht jemand auf Werbeplakaten, Sedcardbildern usw. Kritik?
Ich akzeptiere aber Menschen, die das anders sehen und sich mit meinen Bildern beschäftigen und Lobe und Anmerkungen da lassen. Ich statte dann einen Gegenbesuch ab, suche mir dort die besten Bilder heraus und verteile Lobe und positive Anmerkungen (es ist selten, dass ich gar keine guten Bilder finde). Negative Kritik gibt es nur in seltenen Ausnahmefällen.
"Kommentierst Du auch?"
Gute Frage:
Antwort: Wer mich kennt, der weiß, dass ich die Sedcards hier auch als solche sehe und ich halte mich daher zurück, denn sieht jemand auf Werbeplakaten, Sedcardbildern usw. Kritik?
Ich akzeptiere aber Menschen, die das anders sehen und sich mit meinen Bildern beschäftigen und Lobe und Anmerkungen da lassen. Ich statte dann einen Gegenbesuch ab, suche mir dort die besten Bilder heraus und verteile Lobe und positive Anmerkungen (es ist selten, dass ich gar keine guten Bilder finde). Negative Kritik gibt es nur in seltenen Ausnahmefällen.
#71Report
15 hours ago
Norbert Hesszu #70: Etwas widersprüchlich erscheint mir das Vorgehen schon: erst schreibst du, dass du fürs Vorankommen alle Mittel fürs Lernen (Ausstellungen, Bücher etc.) genutzt hast, dann folgerst du "Noch ein Wort zu Fotolehrbüchern, Angeboten im Internet etc. : davon halte ich nicht allzu viel." Der Wechsel der Medien kann doch diese Unlogik nicht begründen.
Und (am Rande) in Sachen Stiltreue der Malerfürsten als Grundsätzlichkeit bist du auch auf dem Holzweg des Klischees. Der größte Malerfürst der Gegenwart, Gerhard Richter, ist ein besonders gutes Gegenbeispiel. Aber auch bei Rembrandt könnte ich dich mit Stilzuschreibung foppen. Also bitte Vorsicht mit den Klischees oder versimpelnden Verallgemeinerungen.
Und (am Rande) in Sachen Stiltreue der Malerfürsten als Grundsätzlichkeit bist du auch auf dem Holzweg des Klischees. Der größte Malerfürst der Gegenwart, Gerhard Richter, ist ein besonders gutes Gegenbeispiel. Aber auch bei Rembrandt könnte ich dich mit Stilzuschreibung foppen. Also bitte Vorsicht mit den Klischees oder versimpelnden Verallgemeinerungen.
#72Report
14 hours ago
Marcello Rubini
Offensichtlich habe ich mich doch nicht klar genug ausgedrückt. Unter "Bücher" meine ich in erster Linie nicht die insoweit auf Technik bezogene Fachliteratur, sondern Bildbände ganz bestimmter Kollegen wie eben Newton, Lindbergh, Uwe Ommer, Sante D´Orazio, Andreas H. Bitesnich u.a., ja selbst von Leuten wie Jan Saudek.
Sorry, dass ich mich insoweit nicht klar genug artikuliert habe.
Im Gegensatz zu dir habe ich nie Kunst studiert. Ich werde den Teufel tun und mich insoweit mit dir anlegen.
Erlaube mir aber bitte folgendes:
Auf dem Gymnasium brachte ich wirklich selten überzeugende Leistungen Zustande. Vielmehr hatte ich nicht selten große Probleme das Klassenziel überhaupt zu erreichen. Allerdings gab es da eine Ausnahme: Bildende Kunst. Leider gingen meine Interessen dann doch in eine andere Richtung. Trotzdem glaube ich einen Van Gogh genauso von einem Picasso, wie einem Monet, oder eben einen Rembrandt von einem Kandinsky unterscheiden zu können. Auch habe ich mich ein ganz klein wenig nicht nur mit derer jeweiliger Geschichte als Persönlichkeit, sondern auch ihrer beruflichen Herangehensweise befasst. Im Sport würde man vielleicht von einem engagierten Amateur im Verhältnis zu einem Profi sprechen.
Offensichtlich habe ich mich doch nicht klar genug ausgedrückt. Unter "Bücher" meine ich in erster Linie nicht die insoweit auf Technik bezogene Fachliteratur, sondern Bildbände ganz bestimmter Kollegen wie eben Newton, Lindbergh, Uwe Ommer, Sante D´Orazio, Andreas H. Bitesnich u.a., ja selbst von Leuten wie Jan Saudek.
Sorry, dass ich mich insoweit nicht klar genug artikuliert habe.
Im Gegensatz zu dir habe ich nie Kunst studiert. Ich werde den Teufel tun und mich insoweit mit dir anlegen.
Erlaube mir aber bitte folgendes:
Auf dem Gymnasium brachte ich wirklich selten überzeugende Leistungen Zustande. Vielmehr hatte ich nicht selten große Probleme das Klassenziel überhaupt zu erreichen. Allerdings gab es da eine Ausnahme: Bildende Kunst. Leider gingen meine Interessen dann doch in eine andere Richtung. Trotzdem glaube ich einen Van Gogh genauso von einem Picasso, wie einem Monet, oder eben einen Rembrandt von einem Kandinsky unterscheiden zu können. Auch habe ich mich ein ganz klein wenig nicht nur mit derer jeweiliger Geschichte als Persönlichkeit, sondern auch ihrer beruflichen Herangehensweise befasst. Im Sport würde man vielleicht von einem engagierten Amateur im Verhältnis zu einem Profi sprechen.
#73Report
1 hour ago
zu #68 da ist der Beitrag von Ecki, welcher mich dann doch wieder mal daran erinnert, ja, die MK ist kein Kunstportal, und jeder kann sich hier verabreden und seine Bilder präsentieren.
Und ich gebe zu, diese Toleranz bringe ich nicht immer auf. Mein persönlicher Anspruch ist da etwas anders.
Zu oft sehe ich hier Bilder die mir ein "Wow" entlocken und mich verweilen lassen.
Und ähnliches möchte ich auch jetzt und in Zukunft auslösen beim Betrachter. Jeden Tag werden hier 500-700 Fotos gezeigt, und viele davon werden von mir weitergescrollt, ohne Wahrnehmung und ohne ein Zucken.
Ich staune gerne über einzelne Werke, und, ist es nicht ein schönes Gefühl, der Gedanke, dass das auch mal mit deinen Bildern passiert ?
Die Frage, die sich mir stellt, erreichen solche Themen im Forum überhaupt Jemanden, und wen ?
sind es dann nicht doch immer wieder diesselben, und solche welche eh schon mehr über sich und die Welt nachdenken ?
Ich untermauere gerne Thesen auch mit Beispielen, dazu noch selbst erlebt:
Zwecks Model-Sharing habe ich hier zu einem anderen Bildererzeuger Kontakt aufgenommen und umfangreichen Meinungsaustausch betrieben. Ok, unsere Aufnahmebereiche sind schon sehr unterschiedlich. Die Idee dann, tolle Locations aufzusuchen oder mal gemeinsam einen Workshop zu besuchen, fanden wenig Interesse bei ihm.
Auch aus dem persönliche Austausch mit ihm, kristalliesiert sich dann sein Ziel:
- Lichtsetzung spielt kaum ne Rolle, eine Lampe gegen die Decke gerichtet, reicht aus
- Spiel mit der Schärfentiefe, nicht vorhanden
- möglichst die Muschi im Fokus, und am liebsten mit was drin
und dann noch der Typ, der gerne seinen Erigierten zeigt,
was willst du da mit Bildaufbau, Lichtsetzung usw, denen geht es um was ganz anderes,
und da bin ich eher bei FrankZa
Und ich gebe zu, diese Toleranz bringe ich nicht immer auf. Mein persönlicher Anspruch ist da etwas anders.
Zu oft sehe ich hier Bilder die mir ein "Wow" entlocken und mich verweilen lassen.
Und ähnliches möchte ich auch jetzt und in Zukunft auslösen beim Betrachter. Jeden Tag werden hier 500-700 Fotos gezeigt, und viele davon werden von mir weitergescrollt, ohne Wahrnehmung und ohne ein Zucken.
Ich staune gerne über einzelne Werke, und, ist es nicht ein schönes Gefühl, der Gedanke, dass das auch mal mit deinen Bildern passiert ?
Die Frage, die sich mir stellt, erreichen solche Themen im Forum überhaupt Jemanden, und wen ?
sind es dann nicht doch immer wieder diesselben, und solche welche eh schon mehr über sich und die Welt nachdenken ?
Ich untermauere gerne Thesen auch mit Beispielen, dazu noch selbst erlebt:
Zwecks Model-Sharing habe ich hier zu einem anderen Bildererzeuger Kontakt aufgenommen und umfangreichen Meinungsaustausch betrieben. Ok, unsere Aufnahmebereiche sind schon sehr unterschiedlich. Die Idee dann, tolle Locations aufzusuchen oder mal gemeinsam einen Workshop zu besuchen, fanden wenig Interesse bei ihm.
Auch aus dem persönliche Austausch mit ihm, kristalliesiert sich dann sein Ziel:
- Lichtsetzung spielt kaum ne Rolle, eine Lampe gegen die Decke gerichtet, reicht aus
- Spiel mit der Schärfentiefe, nicht vorhanden
- möglichst die Muschi im Fokus, und am liebsten mit was drin
und dann noch der Typ, der gerne seinen Erigierten zeigt,
was willst du da mit Bildaufbau, Lichtsetzung usw, denen geht es um was ganz anderes,
und da bin ich eher bei FrankZa
#74Report
Topic has been closed










Bitte erweitern auf: Warum loben wir überhaupt Fotos? ;-)