Die Wertegemeinschaft der Model Kartei 105

1 week ago
Das kommt auf die Wertegemeinschaft an. In manchen ist es auch quasi Pflicht so etwas zu tun...
1 week ago
Also für diese Software, die automatische Anfragen schreibt, gibt es ja als Gegenmittel die Software, die diese Anfragen mit "kein Interesse" beantwortet :-). Daher besteht in der Wertegemeinschaft keine Notwendigkeit, etwas wie "Ausländer raus" auf die Sedcard zu schreiben.
@ eckisfotos
Tatsächlich habe ich diesen Job auch gelesen, vor 3-4 Wochen - leider ohne den Text zu speichern. Daß osteuropäische Paymodels dabei nicht gefragt seien, stand auch drin - aber "der Ton macht die Musik" und so bräuchte es doch ein exaktes Zitat zu diesem Satz oder Satzteil ..
1 week ago
SEE - anarchisch, autonom, autark !?
Es ist ja hier leider verpönt, Texte aus Jobs und von Sedcards zu zitieren, weil ja niemand gemäß Datenschutz bloßgestellt werden soll (was natürlich Quatsch ist). Für mich ist es völlig ok, wenn jemand keine osteuropäischen Gesichtszüge oder keine dunkle Hautfarbe auf seinen Fotos haben möchte. Dafür kann es ja sogar sachliche Gründe geben. Nicht ok sind aber Schimpfwörter und/oder die Aufforderung das Land zu verlassen.
Jetzt habe ich doch nochmal gesucht - gefunden habe ich einen Job 'auch' für männliche Schwangere und dann noch den Doppelaccount eines 'plus size'-Models ..

@ eckisfotos
Den einen konkreten Satz bräuchte man schon - es ist schließlich ein Unterschied zwischen 'bitte nicht anfragen' und 'verpißt euch' ..
Den einen konkreten Satz bräuchte man schon - es ist schließlich ein Unterschied zwischen 'bitte nicht anfragen' und 'verpißt euch' ..

Dieser verflixte Datenschutz machts aber auch wirklich unnötig schwer, den Wahrheitsgehalt von Verschwörungstheorien zu belegen.
1 week ago
@SEE:
Jetzt habe ich doch nochmal gesucht - gefunden habe ich einen Job 'auch' für männliche Schwangere

Das ist eine politisch korrekte Umschreibung für "zu viel Viszeralfett"... ;-))
1 week ago
Zitat The Artist formerly called Der Bazi von Hetzendorf:
"Dieser verflixte Datenschutz machts aber auch wirklich unnötig schwer, den Wahrheitsgehalt von Verschwörungstheorien zu belegen."

Das ist so nicht korrekt. Erstens ist eine Verschwörungstheorie nun doch eine ganz andere Nummer und zweiten könnte man den betreffenden Job und die dahinter stehende Sedcard schon finden, wenn man sich ein wenig Mühe gibt. Drittens hat der Kollege SEE - anarchisch, autonom, autark !? von mir einen Link erhalten und wird den Sachverhalt bestätigen können.

Viertens erinnern sich so einige von uns, dass gerade Du selbst das zweite Beispiel für den Verlust der Wertegemeinschaft an dieser Stelle bist, denn auch Du hast osteuropäische Modelle mit einem Begriff belegt, den ich hier - aus Datenschutzgründen :-) - nicht wiederholen möchte. Aber ich habe quasi auf einen Beitrag von Dir in diesem Thread gewartet ...
Was eckisfotos zu #88 schrieb, stimmt - und ich muß meinen #83 revidieren, denn der Job klang thematisch ähnlich, aber es war eine andere SC. Zudem ist, wie von eckisfotos benannt, dieser so doch diskriminierende Text auf der SC vorhanden - übersetzt lautend, daß selbige ein absolutes no-go seien, man diese nicht sehen wolle und sie nachhause zurückgehen sollen. Afrikanische bzw. farbige Models werden aber ausdrücklich willkommen geheißen.
"Niemand darf wegen seiner Herkunft oder Hautfarbe .." so Art. 3 III GG, wobei der Gleichheitsgrundsatz nicht nur äußerlich unabänderliche, sondern auch mentale/seelische Kriterien wie Religion und Weltanschauung umfaßt.
Man könnte auch ein Shooting ablehnen wegen einer radikalen politischen Meinung oder wegen Zugehörigkeit zu einer Sekte - was aber wohl nur bedeutsam wäre, wenn es am Körper sichtbar würde. Denkt man nun z.B. an ein Aktmodell mit Runenschriften und weiteren politisch eindeutigen Tätowierungen, so wäre dies auch schwierig, weil die Tattoos zur "freien Entfaltung der Persönlichkeit" zählen, andererseits aber das Veröffentlichen einer verbotenen Verherrlichung wiederum sanktionierbar wäre.
Zumindest beim Payshooting geht es doch auch darum, daß man ästhetisches Gefallen empfindet an der Person vor der Kamera - und von daher steht ein Shooting irgendwo zwischen Flirt, Rendezvous und Tendenzbetrieb, aber nicht zwischen Wehrpflicht und Bürgergeldbezug. Oder um aktuell abzuschweifen : Wie will man sagen, ob die Auswahl für den Fußball-WM-Kader gerecht und diskriminierungsfrei war ? Aber "Kuno Knips" soll dann sanktioniert werden, weil er Blondinen bevorzugt oder umgekehrt ?
Keine unfreundlichen Formulierungen zu wählen, ist sicherlich angebracht - aber in gemäßigter Form zum Ausdruck zu bringen, was man nicht sucht und nicht möchte, muß auch möglich sein.
1 week ago
Ob die Models mit den unkontrollierten Massenmails sich wohl auch zur MK-Wertegemeinschaft zählen?
(Ich rede also nicht von denen, die auf die Sedcard gehen, lesen und NICHT anschreiben. Das sind durchaus auch einige.) Von den erwähnten Diskriminierungen rede ich auch nicht, das klingt entsetzlich, was ihr da berichtet!
1 week ago
@SEE:
"Niemand darf wegen seiner Herkunft oder Hautfarbe .." so Art. 3 III GG, wobei der Gleichheitsgrundsatz nicht nur äußerlich unabänderliche, sondern auch mentale/seelische Kriterien wie Religion und Weltanschauung umfaßt.
Man könnte auch ein Shooting ablehnen wegen einer radikalen politischen Meinung oder wegen Zugehörigkeit zu einer Sekte - was aber wohl nur bedeutsam wäre, wenn es am Körper sichtbar würde. Denkt man nun z.B. an ein Aktmodell mit Runenschriften und weiteren politisch eindeutigen Tätowierungen, so wäre dies auch schwierig, weil die Tattoos zur "freien Entfaltung der Persönlichkeit" zählen, andererseits aber das Veröffentlichen einer verbotenen Verherrlichung wiederum sanktionierbar wäre.

Was aber zumindest rechtlich völlig unerheblich wäre, weil ein Fotograf einem Model und ein Model einem Fotografen aus jeglichem beliebigen Grund eine Zusammenarbeit verweigern kann. Daran ändert auch das AGG nichts.
1 week ago
Zitat Tom Rohwer: "...aus jeglichem beliebigen Grund..."

Eben nicht !! Ich weiß, was Du meinst, aber Du hast es falsch ausgedrückt. Es gibt eben einige Gründe, die Du denken aber nicht aussprechen oder schreiben darfst.
1 week ago
Marcello Rubini
Zitat: "Ob die Models mit den unkontrollierten Massenmails sich wohl auch zur MK-Wertegemeinschaft zählen?"
Bestimmt tun sie selbst das - ich finde berechtigt. Die Kirche sollte einmal im Dorf bleiben. Fakt ist hier "nur" ein Regelverstoß der MK-Regeln. Es wird ansonsten noch nicht einmal ein deutsches Gesetz missachtet. Das ist vergleichbar damit, wenn Fotografen bei Pay-Modellen nach TFP fragen (hat nicht hier gerade eine behauptet, dass jedes Modell zu TFP zu überreden ist?). Hier werden keine Werte in Gefahr gebracht.
@ Tom Rohwer
Ohne jetzt nochmal die Wirkungsbezüge des GG zu erläutern .. um ein Shooting abzulehnen, genügt es, "nö, null Bock" zu sagen, ebenso wie beim "Abblitzen lassen" in der Disco. Da funktioniert Art. 3 GG auch nicht ..
1 week ago
Zitat SEE - anarchisch, autonom, autark !?:
'um ein Shooting abzulehnen, genügt es, "nö, null Bock" zu sagen" ...'

Was ich schon in #92 schrieb hast Du konsequent zu Ende gedacht. "Null Bock" ist eine der klügsten Absagen, die man sich denken kann, weil keine Gefahr besteht, dass Diskriminierung vorgeworfen werden kann.

Abgesehen davon wissen zumindest wir beide, dass in dem von mir geschilderten Fall die Diskriminierung schon stattgefunden hat BEVOR eine Bewerbung überhaupt eingereicht wurde.
Ist es eigentlich politisch korrekt, wenn ich noch einmal erwähne, dass die Diskriminierung durch eine Fotografin (und nicht durch einen Fotografen) erfolgte?
@ eckisfotos
Stimmt, das war eine Fotografin, und ja, es war eine kollektive, pauschale Ablehnung aufgrund der staatlichen oder regionalen Herkunft.
Das 'abblitzen lassen' in der Disco trifft jeweils eine konkrete Person, weil z.B. Bartträger, Brillenträger, Raucher. Hätte er sich rasiert, das Rauchen aufgegeben und Kontaktlinsen verwendet, dann hätte er eine Chance gehabt. Umgekehrt wurde die schlanke Blondine im knackigen Mini umschwärmt, während das übergewichtige Mauerblümchen unbeachtet blieb.
Ein Afrikaner würde ggfs. abblitzen, egal wie er sich verhält - denn er kann seine Hautfarbe nicht ändern. Der akzentfrei perfekt deutsch sprechende und charmant flirtende 28-Jährige ist aber der beste 'Hahn im Korb' und erfolgreichster Womanizer, und solange er sich als Pedro vorstellt, obwohl in seinem moldawischen Paß Pjotr steht, käme er dann wohl auch bei der betreffenden Dame, die eigentlich mit osteuropäischen Menschen nichts zu tun haben wollte, gut an.
Auch die (teils selbsternannten) Enthüllungsjournalisten wissen, daß sie mit dem Diskriminierungstest zwar bei Arbeitsplatz und Wohnungssuche ihre Treffer landen können, aber schon beim Thema 'Katalogbräute' scheitert das. Und mal klar gesagt, Modelsuche ist auch wie nach Katalogdaten, ob das nun den Misogynitätsbekämpferinnen paßt oder nicht ..
1 week ago
Zitat Tom Rohwer: "...aus jeglichem beliebigen Grund..."

Eben nicht !! Ich weiß, was Du meinst, aber Du hast es falsch ausgedrückt. Es gibt eben einige Gründe, die Du denken aber nicht aussprechen oder schreiben darfst.

War unpräzise, das stimmt - es reicht aber, auf §20 AGG zurückzufallen. "Ich mag das Model nicht fotografieren" ist ein ausreichender sachlicher Grund.
1 week ago
@eckisfotos:
Marcello Rubini
Zitat: "Ob die Models mit den unkontrollierten Massenmails sich wohl auch zur MK-Wertegemeinschaft zählen?"
Bestimmt tun sie selbst das - ich finde berechtigt. Die Kirche sollte einmal im Dorf bleiben. Fakt ist hier "nur" ein Regelverstoß der MK-Regeln.

Ich sehe noch nicht mal einen Verstoß gegen die MK-Regeln, denn "Massen-Mails" sind noch lange kein Spamming.

Warum sollte ein Reisemodel, das eine Shooting-Tour plant, nicht ein paar 100 MK-Fotografen anmailen? Das ist notwendig, um zwei oder drei Buchungen zu bekommen. Und es ist dem Model auch nicht zuzumuten, das in "20er Häppchen" über ein Jahr hinweg zu machen, und es wäre auch sachlich unsinnig.

"Spamming" ist an dieser Stelle ein vollkommen unpräziser Begriff, der nur willkürlich ausgelegt werden kann.
1 week ago
P.S.: es wird mir ohnehin immer ein Rätsel bleiben, wie ein Fotograf sich durch eine Mail etc. eines Models belästigt fühlen kann, in der das Model kundtut: "Ich hätte grundsätzlich Lust, für Dich zu modeln!"

Die ganzen Beschwerden entstehen doch immer dann, wenn der Empfänger beleidigt ist, weil das Model sich erdreistet, ein Honorar für's Modeln haben zu wollen, oder ein aus Sicht des Empfängers zu hohes Honorar, oder nicht genügend Kleidungsstücke abzulegen bereit ist.

Da aber sowohl das Honorar als auch die "Aufnahmebereiche" bzw. Inhalte/Themen der Fotos, die bei einem eventuellen Shooting entstehen könnten, immer noch separat von irgendwelchen Sedcard-Angaben oder Kurz-Infos in einer Mail nach einer ersten Kontaktaufnahme erstmal konkret besprochen und ggf. ausgehandelt werden müssen... so what?
1 week ago

P.S.: es wird mir ohnehin immer ein Rätsel bleiben, wie ein Fotograf sich durch eine Mail etc. eines Models belästigt fühlen kann, in der das Model kundtut: "Ich hätte grundsätzlich Lust, für Dich zu modeln!"


Wenn das Model zuvor den Profiltext des Fotografen gelesen hat und sich mit dessen Bildern beschäftigt hat, ist dagegen grundsätzlich nichts einzuwenden.


Die ganzen Beschwerden entstehen doch immer dann, wenn der Empfänger beleidigt ist, weil das Model sich erdreistet, ein Honorar für's Modeln haben zu wollen, oder ein aus Sicht des Empfängers zu hohes Honorar, oder nicht genügend Kleidungsstücke abzulegen bereit ist.


Von Models gibt es massive Beschwerden, weil sie Zuschriften von Fotografen bekommen, welche deren Aufnahmebereiche nicht respektieren. Aber wenn ein Model die Aufnahmebereiche des Fotografen nicht beachtet, soll das ok sein?
#100Report

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