Discussion: Quo vadis Model-Fotografie 191

6 days ago
#160 Ja, der eine oder andere hat es schon mit bekommen, das Du gerne von oben herab sprichst.
Aber hast Du jemals eine Platte oder wenigstens ein Negativ belichtet und entwickelt in der Größe 8x10inch? Hast Du jemals alternative fotografische Verfahren angewendet? Wenn ja, welche.

Oder leg doch mal ein KI erzeugtes Bild ein, von dem Du begeistert bist und erkläre, was daran so besonders ist.
Das bringt die Diskussion evtl weiter als hohle Phrasen und widerlegt einige Aussagen, die bislang getroffen wurden.

Ich bin auch etwas irritiert, dass Du glaubst, dass niemand in der Lage ist, sich vorzustellen, wozu KI in der Lage sein wird. Das nennte man übrigens Vision, manche nennen es Weitsicht. Jeder sollte eine haben und auch eine Meinung zu KI.
Du solltest nicht durch Deine Begrenztheit auf andere projizieren.
Es gibt Authoren, Filmemacher, ja auch Fotografen, die über sehr gute Vorstellungskraft verfügen. Aber lassen wir das.
Ich und evlt auch andere würden sich über eine kleine Einlassung zu KI anhand von einem oder mehreren Beispielen freuen. Ich denke dass sollte, bei entsprechender Markierung im Forum auch erlaubt sein. Oder ein Link ginge ja auch.
#161Report
6 days ago
Tom Rohwer

´Eine physische Verbindung zum Moment´ - was für ein esoterisches Geschwafel...

Sorry Tom, hast du in deinem fotografischen Leben eigentlich nur über Eröffnungen von Supermärkten, Berichterstattungen von Polizei relevanten Ereignissen innerhalb deines unmittelbaren Einzugsgebietes, kommunalpolitischen Zusammenkünften oder was weiß der Teufel auch immer berichten dürfen, oder gar müssen?

Dann hättest du in deinem Leben hinter der Kamera wirklich einiges versäumt. Beispielsweise die Zusammenarbeit mit ganz bestimmten, sorgfältig ausgewählten Menschen. Models beispielsweise. Menschen, jede mit einem eigenen und unverkennbaren, vielleicht sogar einmaligen Charakterzügen, einer ganz bestimmten Lebensphilosophie, eventuell sogar das eine oder andere Schicksal hinter sich gebracht habend und noch vieles, vieles mehr.

Die Dokumentation von Begegnungen mit solchen, ja ich nenne sie Persönlichkeiten, sind das eine, die Erfahrungen, der persönliche Austausch mit ihnen sind das andere. Schön, wenn beide Gegebenheiten sich dabei womöglich auch noch die Waage gehalten haben. Für mich unbezahlbar und erfüllend, das alles in Fotografien festhalten zu dürfen.

Schade, dass du so etwas, zumindest in deinem beruflichen Leben, bisher so offensichtlich nicht erfahren durftest.
#162Report
@ Norbert Hess
Danke, Norbert ! Du hast es perfekt formuliert :

Beispielsweise die Zusammenarbeit mit ganz bestimmten, sorgfältig ausgewählten Menschen. Models beispielsweise. Menschen, jede mit einem eigenen und unverkennbaren, vielleicht sogar einmaligen Charakterzügen, einer ganz bestimmten Lebensphilosophie, eventuell sogar das eine oder andere Schicksal hinter sich gebracht habend und noch vieles, vieles mehr.

Die Dokumentation von Begegnungen mit solchen, ja ich nenne sie Persönlichkeiten, sind das eine, die Erfahrungen, der persönliche Austausch mit ihnen sind das andere. Schön, wenn beide Gegebenheiten sich dabei womöglich auch noch die Waage gehalten haben. Für mich unbezahlbar und erfüllend, das alles in Fotografien festhalten zu dürfen.

Ohne jetzt nochmal mit "Rolle" und "Gage" zu hantieren : Die jeweilige Person vor der Kamera ist eben nicht beliebig austauschbar, und egal, ob die jeweilige Persönlichkeit zu nur 25 oder doch zu 95 % im Bild zum Ausdruck kommt - es ist doch eine so gewollte Begegnung mit hoffentlich genau den ebenso gewollten Bildresultaten !
#163Report
6 days ago
Ich bin da näher bei Tom Rohwer und einem vielleicht alten Fotografenbild. Das sah nämlich wie folgt aus:

Ein Kunde (z.B. jemand der Bewerbungsfotos braucht oder ein Unternehmen, welches Werbefotos braucht) kontaktiert einen Fotografen, um die erforderlichen Bilder erzeugen zu lassen. Frage: Wird der Fotograf den Auftrag ablehnen, wenn ihm der Kunde nicht sympathisch ist? Wird er ablehnen, weil ihm das vom Kunden ausgesuchte Modell nicht gefällt? Kann er aus solchen Gründen den Auftrag vielleicht gar nicht ausführen.

Sollte man als Hobbyist solchen Herausforderungen ausweichen?
#164Report
6 days ago
Wenn man Tom Rohwer ernst nähme, gäbe es nur noch kommerzielle Fotografie (in Marktwirtschaft), die den Gang der Entwicklung bestimmt und die ist in seinem Sinne auch sachlich. Unpersönlich und mit beliebig austauschbaren Modellen.
Das liefe auf Konzeptfotografie hinaus, sehr KI-geeignet. :-)

Und nein, eine Vision interessiert ihn nicht (wahrscheinlich argumentiert er gleich mit Helmut Schmidt) - aber genau darum geht es hier (mir jedenfalls) und ich frage mich, warum er da mitreden will, warum er überhaupt mitliest.
Hier geht es doch nicht um Ja oder Nein, sondern um denkbare Wahrscheinlichkeiten.
Dass das authentischere Machen, auch zwischenmenschlich, wahrscheinlich ein die Entwicklung förderndes Bedürfnis sein wird, bleibt, abgesehen von Herrn Rohwer, hier soweit wohl weitgehend unbestritten. Aber das sieht man ja nicht immer auf dem Foto, wäre aber wesentlich - wie müsste ich mir vorstellen, dass man gerade das betrachtend (mit)erlebt? An ausschließlich Retro glaube ich eher nicht, auch wenn Nostalgie die Gefühle schon mal besser bedient als Unpersönliches. Bildthemen, Machart, Live-Doku, ich versuche eine Vorstellung zu bekommen. Wohl wissend, dass es viele Entwicklungsrichtungen geben wird. Verweisende Beispiele finde ich auch sehr hilfreich.
#165Report
6 days ago
Zitat Marcello Rubini: " ... und ich frage mich, warum er da mitreden will, warum er überhaupt mitliest."
So kenne ich Dich eigentlich gar nicht. Wer eine andere Meinung hat, der soll hier wegbleiben????

Die Thesen, die hier teilweise vertreten werden, kann ich verstehen. Es steht jedem frei, nur mit Modellen zu arbeiten, die dem Fotografen besonders sympathisch sind. Und vor 20 Jahren hat einer gesagt: "Ich kann eigentlich nur richtig gute Fotos machen, wenn ich ein wenig in das Modell verliebt bin." Seine Fotos waren allerdings durchweg gut und sowohl bei ihm als auch bei mir entstanden keine Bilder, wo Fotograf und Modell sich innig umarmen. Der professionelle Umgang blieb immer gewahrt. Und dass Idee X nur mit dem Modell Y umzusetzen wäre oder Idee A nur mit Modell B (aber nicht mit Y) das KANN es durchaus mal geben - ist aber nicht die Regel. Das ist für mich wie in der Schauspielerei: Natürlich werden Romeo und Julia altersgerecht besetzt, aber dennoch gibts für Krankheitsfälle im Theater oft eine Zweitbesetzung. Ja, das ist kommerziell, aber warum sollte gerade das im Hobbybereich anders sein?
#166Report
@ eckisfotos

Die Thesen, die hier teilweise vertreten werden, kann ich verstehen. Es steht jedem frei, nur mit Modellen zu arbeiten, die dem Fotografen besonders sympathisch sind. Und vor 20 Jahren hat einer gesagt: "Ich kann eigentlich nur richtig gute Fotos machen, wenn ich ein wenig in das Modell verliebt bin." Seine Fotos waren allerdings durchweg gut und sowohl bei ihm als auch bei mir entstanden keine Bilder, wo Fotograf und Modell sich innig umarmen. Der professionelle Umgang blieb immer gewahrt.

Jetzt hast Du es selbst perfekt formuliert, was ich meinte ! Und als (ggfs. zahlender) Hobbyknipser kann man das auch genau so machen, aber eben kaum im kommerziellen Umfeld, besonders wenn dort die Verpflichtungen nicht nur bilateral, sondern multilateral sind (wie Du es selbst in #164 beschriebst).
Ob ich "Notruf Hafenkante" schaue, weil ich die Verzahnung von Polizei und Klinik interessant finde, oder weil mir Rhea Harder, Gerit Kling oder vielleicht auch die Hamburger Bildeindrücke besonders gut gefallen - der eine Grund ist genauso gut und triftig wie der andere.
Wenn ich dann gerne auch "Wilsberg" schaue, dreht ein Freund von mir da sofort ab, weil er den Herrn Lansing eben nicht mag - und mich kriegst Du nicht dazu, den Münsteraner Tatort zu schauen. Münster als Stadt kennen und mögen wir aber beide ..
Wegen "echt" und "unecht" .. wenn mich von den 3 Darstellerinnen in der Porno-DVD eigentlich nur die Brünette interessiert, aber die vor 9 Jahren gedrehte DVD jetzt nur noch 9,95 € kostet, dann kaufe ich sie eben trotzdem. Aber wenn das Model Nr. 1 nicht kommen kann, dann haue ich die 300 € nicht für die "nächstbeste" raus .. sofern nicht schon der Hubschrauber gebucht und das Goldkleid entliehen wäre. Wäre das also der Moment, nun eine Schaufensterpuppe und dann die KI ins Spiel zu bringen ? Wenn, dann doch umgekehrt : Wenn das Model wieder einsatzfähig ist, hätte man sich vor 3 Jahren noch einen ausrangierten Schalensitz und ein umgebasteltes Spielkonsolenlenkrad besorgt, um die Hubschrauberatmosphäre zu simulieren und dies dann ins Stockfoto einzufügen. Die KI erspart also nicht das Model, sondern die Bastelei mit dem Flohmarktgedöns ..
#167Report
5 days ago
@MAINPics:
#160 Ja, der eine oder andere hat es schon mit bekommen, das Du gerne von oben herab sprichst.
Aber hast Du jemals eine Platte oder wenigstens ein Negativ belichtet und entwickelt in der Größe 8x10inch? Hast Du jemals alternative fotografische Verfahren angewendet? Wenn ja, welche.

Ich habe über 30 Jahre lang analog fotografiert, mit dem kompletten Duka-Prozess, in S/W und teilweise auch in Farbe...
Darunter auch Mittelformat, 8x10" nicht, aber das spielt für die "physische Verbindung zum Moment" auch keine Rolle. Ich habe den Prozess der Herstellung von Vergrößerungen in der Duka immer als faszinierend empfunden, aber eine "physische Verbinung zum Moment" hat es da nie gegeben. Es ist auch nicht wirklich klar, was das eigentlich sein soll - außer bombastischem Wortgeklingel.

Oder leg doch mal ein KI erzeugtes Bild ein, von dem Du begeistert bist und erkläre, was daran so besonders ist.

Ein Bild ist ein Bild ist ein Bild. Ich habe vieles mittelmäßiges und manches schlechte im Analog-Prozess gesehen (und fabriziert), und manches super gutes im digitalen Prozess. So what? Viele meiner handgefertigten S/W-Vergrößerungen (gern auf die letzte Minute trockengefönt oder sogar auf dem Auto-Gebläse liegend in die Redaktion gefahren) wurden im Trommelscanner digitalisiert, davor sogar noch mit Raster-Film zu Druckvorlagen gemacht. So what?
Ich bin auch etwas irritiert, dass Du glaubst, dass niemand in der Lage ist, sich vorzustellen, wozu KI in der Lage sein wird.

Doch, das ist so. Niemand kann die Zukunft komplett erahnen, und ein Blick in die Geschichte des PC und der dazugehörigen Software zeigt, daß sich noch um 1980 niemand ansatzweise vorstellen konnte, wohin die Reise gehen kann. Ich erinnere nur an den Klassiker, den IBM-Manager, der nach den Möglichkeiten der Nutzung eines "Personal Computers" gefragt antwortete, da werde in der Zukunft die Hausfrau vielleicht ihre Kochrezepte drauf speichern.

Eine Verwendung für den PC, die sich eher als exotisch herausgestellt hat, wohingegen E-Mail und Internet etc. seinerzeit das Vorstellungsvermögen aller weit überstieg.

Das nennte man übrigens Vision, manche nennen es Weitsicht. Jeder sollte eine haben und auch eine Meinung zu KI.

Ich habe sogar so viel Weitsicht, daß mir klar ist, daß heute niemand auch nur erahnen kann, wohin die Reise mit der "KI" in der Zukunft noch gehen wird. Du kannst das übrigens auch nicht.
Du solltest nicht durch Deine Begrenztheit auf andere projizieren.

Begrenzt bist ja eher Du, wenn Du Dir einbildest, Du könntest Dir das heute alles schon vorstellen.
Es gibt Authoren, Filmemacher, ja auch Fotografen, die über sehr gute Vorstellungskraft verfügen.

Und keiner von denen kann sich auch nur Ansatzweise vorstellen, wohin die Reise mit der "KI" noch hinführen wird.
Könnte er es, könnte er auch die Lottozahlen vorhersagen...

So oder so werden wir aber in den nächsten ein, zwei, drei Jahren jede Menge KI-generierter Fotos hier in der MK zu sehen bekommen, und bei vielen davon wird niemand von uns erkennen, daß das KI-Produkte sind. Wenn es uns der Uploader nicht selbst verrät, und das wird nicht jeder machen.

Ich könnte noch weiter gehen und spekulieren: spätestens 2028 wird es die ersten KI-generierten User-Accounts geben, von denen hier keiner merkt, daß sie KI-generiert sind. Wetten?
#168Report
5 days ago
@SEE:
Die jeweilige Person vor der Kamera ist eben nicht beliebig austauschbar, und egal, ob die jeweilige Persönlichkeit zu nur 25 oder doch zu 95 % im Bild zum Ausdruck kommt

Selbstverständlich ist die Person vor der Kamera nicht beliebig austauschbar (außer in absehbarer Zeit durch "KI"). Aber das hat nichts mit "physischer Verbindung zu Moment" zu tun - davon abgesehen ist ein "Moment" ja auch nicht physisches, sondern etwas virtuelles, nämlich ein bestimmtes "Zeitfenster".
#169Report
5 days ago
@Marcello Rubini:
Und nein, eine Vision interessiert ihn nicht (wahrscheinlich argumentiert er gleich mit Helmut Schmidt) - aber genau darum geht es hier (mir jedenfalls) und ich frage mich, warum er da mitreden will, warum er überhaupt mitliest.

Doch - die Vision interessiert mich sogar sehr. Wie ich es ja schon ausführlich beschrieb, ist es eine Vision von "KI", die genau wie Kamera, Objektiv, Film, Fotolabor, Chip, Rechner, Software, Blitz, Licht, Stativ, Reflektor etc.pp. ein Werkzeug zur Erzeugung von Fotos ist.

Und genau das wird sie in der Zukunft sein, diese "Vorhersage", diese "Vision" wage ich durchaus. Die "KI" wird als Werkzeug in einem erheblichen Umfang die Kamera etc. ersetzen. Und entsprechend angestoßen wird sie in absehbarer Zeit auch das eine oder andere ganz eigenständig erzeugen.

Schon heute gibt es übrigens in unseren Tageszeitungen Artikel, die vollständig KI-produziert sind. Ohne daß das dazu vermerkt wird. Ihr könnt ja mal überlegen und gucken, ob Ihr welche findet. (Ich zeige sie Euch dann, falls Ihr keine Beispiele dafür findet.)
#170Report
5 days ago
(Esoterisches Geschwafel scheint ja heutzutage "in" zu sein. Wer gehofft hatte, daß ein Bäume umarmender bayerischer Ministerpräsident nun wirklich der Endpunkt dieses Gewabers gewesen wäre, sah sich eines schlechteren belehrt, durch einen meckpommeranischen Landwirtschaftsminister, der verkündete, wer jemals in das Auge eines Buckelwals geblickt habe, sei danach für den Rest seines Lebens ein anderer Mensch...

Das einzige, das man daraus ersehen kann ist, daß Herr Backhaus offenbar keinerlei Wissen über die Geschichte des Walfangs hat, denn von den zigtausenden Walfängern vergangener Jahrhunderte ist nichts derartiges überliefert, ebensowenig wie Schlachthofmitarbeiter sich für den Rest ihres Lebens als anderer Mensch fühlen, nachdem sie in das Auge einer Kuh geblickt haben...

Wir haben übrigens gerade brütende Kohlmeisen im Garten, ich habe sie "Theo" und "Tamara" getauft*, und ich beobachte sie gern bei einem Kaffee auf der Terrasse, das sind unglaublich fleißige Kerlchen. Aber wenn ich das Gefühl bekäme, dadurch ein anderer Mensch zu werden, würde ich schleunigst einen Psychiater aufsuchen. Da lag Helmut Schmidt durchaus nicht so völlig falsch...)

_____________________________________________

*) Wenn irgendwelche Bekloppten einen Buckelwal "Timmy" nennen, dann kann ich auch eine Kohlmeise "Tamara" nennen... ;-]]]
(Wer Wildtieren Namen gibt, stellt damit jedenfalls unter Beweis, daß er den Sinn und Zweck von Naturschutz und Tierschutz nicht wirklich begriffen hat...)
#171Report
5 days ago
SEE - anarchisch, autonom, autark !?
Ich danke Dir sehr, dass Du mir zutraust, perfekt zu schreiben, was Du meinst - aber nein: Wir haben offenbar eine leicht unterschiedliche Verwendung der deutschen Sprache.
Wenn ich schreibe, dass jedes Modell ersetzbar ist, dann heißt es natürlich nicht, dass jedes Modell immer durch jedes andere ersetzbar ist. Aber schau Dir doch einfach einmal die heute veröffentlichten Aktfotos (andere Arbeitsbereiche gehen natürlich auch) an. Die meisten Modelle haben eine zumindest ähnliche Figur und könnten untereinander ausgetauscht werden ohne das sich die Bildaussage ändern würde.
#172Report
5 days ago
@ Tom Rohwer
#170: Okay, das liest sich überzeugend, löst aber den Widerspruch zur vorausgegangenen Herabwürdigung der Überlegungen nicht auf.
#171 Hier hat niemand etwas deinen Beispielen Vergleichbares geäußert, deine Esoterik-Unterstellung bleibt sehr anmaßend. Dabei wäre es durchaus denkbar gewesen, dass beim Blick ''ins Auge'' der KI man sich vorstellt, künftig ein ''anderer Fotograf'' zu werden. Nicht einmal das wäre eine esoterische Vermutung.
#173Report
@ eckisfotos
Von der phänotypischen Erscheinung her wirst Du gewiß zumeist ähnliche Models finden können, je nachdem wieviel an äußerlicher Übereinstimmung eingefordert wird. Wir hatten ja hier auch den 'Double-Steilvorlagen'-Thread, der nun durch Abmeldung des dortigen TO nicht mehr fortgesetzt wird :

https://www.model-kartei.de/forum/thread/99932/model-lookalike-uebersicht/?page=3

Wenn eben Reese Witherspoon bekanntermaßen keine Nacktszenen darstellen will, dann wäre eben hier in der MK ein geeignetes Double zu finden - soweit die Handhabung bis 2025. Wie man sich nun 2026 in Hollywood behilft, muß letztlich hier nicht diskutiert werden.
Du selbst schriebst von 'besonders sympathisch', was sich aber gerade nicht im rein Äußerlichen manifestiert. Würde also - warum auch immer - eben doch ein Ersatzmodell angeheuert und stellt sich dieses vielleicht sogar als viel versierter, viel talentierter und insgesamt viel sympathischer heraus, dann könnte es zu einem dauerhaften 'Austausch' kommen - so wie es im Liebesleben auch passiert, daß die bisherige Partnerin durch eine neue Partnerin 'ersetzt' wird. Vielleicht war die bisherige sogar viel hübscher, aber voller Zicken und Allüren .. und wo Menschen so aufeinandertreffen, geht es doch eher subjektiv und weniger objektiv zu !?
Den vor 20 Jahren verliebten Fotograf hast Du erwähnt - ich kann es nicht gewesen sein, denn ich kam erst 4 Jahre später, und wenn tatsächlich eine Rolle als Hubschrauberpilotin zu besetzen gewesen wäre, müßte das Model authentisch in die Zeit passen und die passende Konfektionsgröße für die schon beschaffte Pilotinnenuniform haben.
Ist das Shooting aber wegen eines vorausfahrenden, dann aber defekten oder verunglückten Zugs ausgefallen, sodaß das vorgesehene Model keine Schuld trifft - dann käme es eben auf das Konzept an, wobei die KI das bisher Unmögliche nun möglich machen würde. Ferner kann man sich als Hobbyfotograf auch eine subjektive Sicht erlauben ..
#174Report
5 days ago
Eine hochinteressante Anwendung von "KI" bei der "Model-Fotografie" (also der Fotografie mit "Models") könnte eine automatisierte Altersanpassung werden.

Software, die Personen auf Fotos altern lässt oder auch verjüngt, gibt es ja schon seit Jahren; solche Systeme werden vor allem in der Forensik und Kriminaltechnik eingesetzt. Und sie werden immer besser.

Nun stelle ich mir gerade vor, irgendwer brächte eine "KI"-basierte Software "De-Ager 1.0" auf den Markt. Diese Software analysiert ein beliebiges Personenfoto und erstellt eine inhalts- und gestaltungsgleiche Variante, die das Model einfach 10 oder 20 Jahre jünger zeigt. Eine solche Software könnte man gerade im MK-Kontext wunderbar damit unterstützen, daß man ihrer "KI" Bilder vom selben Model als Referenz gibt, die 10 oder 20 Jahre älter sind.

Die "KI" (genau gesagt: die "KI"-basierte Software "De-Ager 1.0") nimmt dann das Bild von Model Henriette, zum Aufnahmezeitpunkt 40 Jahre alt, das Kuno Knipser gemacht hat, und verändert es so, daß auf dem Bild nun Model Henriette im Aussehen mit 20 Jahren Lebensalter zu sehen ist.

Das würde gewisse persönlichkeitsrechtliche Fragen aufwerfen, die aber problemlos durch entsprechende vertragliche Abmachungen erledigt werden können, wenn eben solche Bearbeitungen zulässig gemacht werden, genau wie andere Bearbeitungen.

Für Kuno Knipser hätte das den charmanten Vorteil, daß er nicht verpassten Gelegenheiten nachtrauen muss ("Ach - hätte ich die Henriette doch bloß 20 Jahre früher fotografieren können! Wie knackig, frisch und jung sieht sie auf 20 Jahre alten Fotos aus."), und der Zahn der Zeit nagt bekanntlich an allen Menschen. (Auch wenn es durchaus Leute gibt, die ich im Alter von ~25 oder 30 attraktiver finde als im Alter von ~18 oder 20. Das ist aber letztlich alles Geschmackssache.)

Ich fand es schon toll, wie die EBV mit Photoshop & Co. hinsichtlich von Retuschen, Korrekturen und Montagen das fotografische Leben gegenüber der Analog-Zeit vereinfacht hat. Kein Gepütscher mehr in der Dunkelkammer, keine Retuschen und Korrekturen mehr mit Eiweiß-Lasur-Farben. (Habe ich auch mal gemacht - ein arger Pfriemelkram.) Oder das ganze Abwendeln und Nachbelichten usw.

Der nächste Schritt, vom benutzer-gesteuerten Photoshop zur "KI"-gesteuerten EBV, wird die Möglichkeiten exponentiell vervielfachen. Völlig richtig ist: das wird die Beweiskraft von Fotos (die seit jeher immer schon etwas kleiner war als manchmal angenommen) deutlich verringern. Aber das ist wie mit der Panzer- oder Drohnenabwehr - neue Angriffswaffe führt zu neuer Abwehrwaffe, neue Abwehrwaffe führt zu neuer Angriffswaffe.

Also werden entweder Techniken kommen, die solche Manipulationen ausreichend zuverlässig erkennen können - oder es wird andere Techniken der bildlichen Dokumentation geben, die nur sehr mühsam manipuliert werden können. Bis das Ganze dann wieder von vorne losgeht.
#175Report
5 days ago
P.S.: noch interessanter als eine "De-Aging"-Software wäre eine "De-Tätowierungs"-Software. Nicht mehr mühsam mit Make-up abdecken oder in Photoshop händisch Bild für Bild wegretuschieren. Tattos? Is egal. "De-Tattoo 1.5" erledigt das per Stapelverarbeitung. Blütenreine untätowierte Haut... Mit zusätzlichen "Anti-Cellulite-Filter".

Ich freu mich darauf! :-)
#176Report
5 days ago
Marcello Rubini

Für mich enthielt auch Beitrag #168 sehr wenig Überzeugendes (wohlwollend ausgedrückt). Es ist wie immer, viel Text, wenig Inhalt. Logorrhower.
#177Report
4 days ago
#165
Marcello, ich bin davon überzeugt, dass es in Zukunft nicht die eine Stilrichtung geben wird, die sich durchsetzt sondern das Diversität, die ja zweifelsfrei jetzt schon vorhanden ist, weiter zunimmt. Ob man langsam arbeitet oder schnell wird genauso richtig sein, wie die Art der Medien, die man benutzt. Wir sind in der MK viel zu weit weg vom Geschehen. Die Plattformen wie IG haben das Problem, dass man die Nadel im Heuhaufen nicht findet. Kuratoren kommen mit der Auswertung, Bewertung nicht nach und sind oft in Netzwerken gefangen.

Leider befürchte ich, dass so eine interessante Fragestellung, wenn sie denn nicht auf die MK bezogen ist, im Schwall von Banalitäten und Egozentrikern ertrinkt, wie eigentlich immer. Vielleicht sollten sich Interessierte dazu bilateral austauschen....
#178Report
4 days ago
@Marcello Rubini:
Hier hat niemand etwas deinen Beispielen Vergleichbares geäußert, deine Esoterik-Unterstellung bleibt sehr anmaßend.

Sorry, aber hier wurde ja nun von der "physische Verbindung zum Moment" geschwafelt. Das ist Esoterik.

Mal Butter bei die Fische: was soll diese "physische Verbindung zum Moment" sein?
#179Report
Tayla ist eins dieser neuen Möglichkeiten, Produkt-Kampagnen ohne Set, ohne Fotograf und ohne Model vor Ort durchzuführen.
Aboutyou gibt an, damit über 90% ihrer Kosten gesenkt zu haben.

https://www.trytayla.ai/#case-study
#180Report

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