Discussion: Quo vadis Model-Fotografie 191

1 week ago
@Werner R:
Im Hobbyknipser-Universum wird das noch eine Weile dauern, weil das Erlebnis, eine nackte Frau vor der Kamera zu haben, keine KI ersetzen kann. Noch nicht…

Da stimme ich sofort uneingeschränkt zu - das bedeutet aber dann auch, daß es dem "Hobbyknipser" gar nicht um die Fotos geht, die er macht, sondern um das Erlebnis, eine echte nackte Frau vor sich zu haben und fotografieren zu können.

Das wäre dann ziemlich genau das, was manchmal (von Models, aber auch anderen) den "Knipsern" vorgeworfen wird. Will man nicht recht viele Absagen von Models bekommen, sollte man dieses (wahre) Motiv möglichst nicht zu deutlich raushängen (sic!) lassen. Denn ich glaube schon, daß die klare Mehrheit der Aktmodels sich nicht als Peepshow-Darstellerinnen sieht, die sich für Geld nackt beglotzen lassen...
#141Report
1 week ago
@Marcello Rubini #122:
Erlebniswelt Fotografie - hach, darüber muss ich noch nachdenken.

Ich bin seit jeher der Ansicht, daß "das Fotografieren an sich" für Fotografen durchaus ein wichtiger Teil ihres Tuns ist. Für Profis, die's vor allem für Geld machen, weniger, für Fotografen, die es "aus Leidenschaft" machen, eher mehr.
Das gilt im übrigen für alle fotografischen Bereiche. Mit der Kamera durch die Welt zu laufen und zu versuchen, Bilder zu sehen, ist für mich mindestens gleich wichtig wie die Endprodukte "Bilder". Oder wie ich es gern beschreibe, wenn ich den Unterschied (für mich!) zwischen "Reisen" und "Urlaub" zu erklären versuche: "Urlaub ist es, anderthalb Stunden um einen Baum herumzulaufen und dann festzustellen: 'Nee - das ist doch kein Bild!'..."

Dann fehlt einem zwar das Erfolgserlebnis, ein (mehr oder minder) gutes Bild gemacht zu haben, aber der Weg der Erkenntnis dahin kann trotzdem durchaus befriedigend sein. Und sei es, weil man das eigene Sehen wieder ein bißchen geschärft und verbessert hat.
#142Report
1 week ago
@SEE:
@ Tom Rohwer
Du sagst es ja auch : Vor 50 Jahren waren die Fälschungen das Privileg einer kleinen Elite, erstellt durch bestens versierten Handwerks, sei es politisch, medial oder kulturell gewollt. Dann kamen Internet und Photoshop mit Tausenden von Fälschern - und jetzt, wo KI dies Millionen ermöglicht, kommen die Sanktionen ..
Kujau wurde bestraft und eingesperrt - weil naive Medien und deren so erzeugte öffentliche Meinung glaubten, daß Zitronenfalter Zitronen falten ..

Allerdings wird es einer KI bis auf weiteres unmöglich sein, etwas wie "Hitler-Tagebücher" zu fälschen. Weil die eben "körperlich" sind, und die KI dazu nicht nur den Inhalt und das Schriftbild faken müsste (das dürfte einfach sein), sondern auch altes Papier, alten Karton für den Einband, alte Tinte...
Also eigentlich genau alles das, anhand dessen man sofort hätte erkennen können, daß die "Hitler-Tagebücher" eine Fälschung waren - wenn man denn nur ein bißchen hingeguckt hätte. Und als einer dann etwas genauer guckte und das Papier untersuchte, war die Sache ja auch sofort aufgeflogen.

Eine KI könnte zweifellos die Reproduktion eines Rembrand-Gemäldes fälschen und die Welt damit zu foppen versuchen, daß 1650 ein Ratspensionär in Amsterdam portraitiert wurde, der genau die Gesichtszüge und Frisur von Donald Trump hat.

Sie wird es aber nicht schaffen, ein "körperliches" Ölgemälde mit Leinwand und Ölfarben zu erschaffen, die 375 Jahre alt sind, und bei einer entsprechenden Untersuchung dann als "stammt zumindest tatsächlich aus jener Zeit" durchgeht. Die "KI" ist virtuell - etwas, das in der aktuellen Diskussion gern übersehen wird.
#143Report
1 week ago
wenn die Arbeit der Fotografen deren Antwort auf KI war, dann bin ich persönlich enttäuscht.

Ganz schlimm Teresa Ciocia die beim Sedcard Shooting neben der Kamera stand und hin und wieder den Fernauslöser drückte, das hätte auch eine Timelapse machen können.
Aber auch Rankin und Schuller konnten mich nicht überzeugen.

Vielleicht haben die sich auch einfach nur gesagt: ich bin hier für gutes Geld als Fotografendarsteller engagiert worden - wieso sollte ich mir irgendeine Mühe geben, tatsächlich gute Fotos zu machen. Die interessieren hier doch eh keine Sau...
Und die ausgewählten Fotos vom Cover-Shooting für Esquire oder Instyle Sport waren so altbacken, die hätten früher auch auf Quick oder Revue sein können.

Das wäre ja immerhin noch ein gewisses Qualitätskriterium, denn "Schrott" hat es damals nicht auf die Titelseiten geschafft. Die Titelseiten hatten eine ganz bestimmte Aufgabe, und nur wer diese Anforderungen gut erfüllte, landete bei "Quick" oder "Neue Revue" auf dem Cover.

(Und auch wenn sich kaum noch einer daran erinnert: "Quick" war mal ein Teil der "Big 3" - "Stern", "Bunte", "Quick". Auflage in dieser Reihenfolge, alle über 1 Million, "Stern" sogar leicht über 2 Millionen. Jeder der drei Zeitschriften-Titel ein bißchen versetzt im Panorama, der "Stern" am politischten und zeitgeistigsten, die "Bunte" am familientauglichsten und am ehesten "gemütliche Yellow-Press", Burda halt, und die "Quick" am knalligsten von den dreien. 1992 ging sie den Weg alles irdischen, immerhin nun auch schon 34 Jahre her. Und wenn Henri Nannen die heutige Auflagenzahl des "Stern" sehen würde - ca. 260.000 Stück -... oh.mein.Gott. Der würde nicht im Grab rotieren, der würde sich noch tiefer einzugraben versuchen...)
#144Report
1 week ago
Chris W. Braunschweiger
Danke, dass Du mutig genug bist, zu schreiben, dass Du es auch gesehen hast. Noch besser, dass Du meine Eindrücke bestätigst.
Für alle anderen habe ich zwei "Highlights" der letzten Folge:
1. Männliches Modell kommt ans Set und schlägt vor, über das dort aufgestellte Sofa zu springen, was meiner Meinung zum vorgegebenen Thema gut passte. Heidi Klum, ein Kunde und der Fotograf sind nicht begeistert. Das Shooting plätschert so vor sich hin und am Ende meint der Fotograf, das das Modell doch einmal über das Sofa springen könnte. Es folgt ein super gelungener Sprung und der Fotograf drückt im richtigen Moment ab (so wird es jedenfalls dargestellt). Es entsteht ein entsprechend gutes Foto, welches auch als das beste ausgewählt wird.
2. Die weibliche Favoritin sahnt (wieder einmal) zwei Jobs ab (wird komischerweise als einer gezählt) und kommt fröhlich lachend an das Set. Nach den ersten Fotos wird das Lachen kritisiert. Danach lacht sie nicht mehr - auch wieder falsch. Lächeln kann sie aber auch. Beim Walk bekommt sie dann mit Abstand das schwerste Outfit, was bei der Kritik zwar kurz erwähnt wird, ober sonst bewertungstechnisch keine Rolle zu spielen scheint. Die junge Frau ist am Ende so verunsichert, dass sie glaubt ausscheiden zu müssen. Angeblich hat sie DER Job gerettet. Tatsächlich "konnte" sie gar nicht ausscheiden, weil dann zu wenige weibliche Modelle für das "Halbfinale" gewesen wären.

Übrigens ist GNTM rassistisch. Sowohl bei den Männern als auch bei den Frauen sind jeweils zwei Modelle weiß und zwei dunkelhäutig. Das entspricht nicht der Zusammensetzung der Bevölkerung. Ich sehe bei GNTM keine Weiterentwicklung in die positive Richtung - außer vielleicht, dass fast keine Zickenkriege mehr inszeniert werden.

Jetzt habe ich selber beim Jammern mitgemacht. Dumm gelaufen :-)
#145Report
1 week ago
SEE - anarchisch, autonom, autark !?
Ja, gemeinsam - unter Deiner Federführung - habt ihr es geschafft, die Fotografen als Menschen hinzustellen, die es NUR darauf abgesehen haben, ein paar Stunden mit einer nackten Frau zu verbringen. Gegen geschicktes Zitieren und Interpretieren ist kein Kraut gewachsen. Interessant, dass trotzdem viele ansehnliche Fotos von uns allen (bis auf zwei Ausnahmen) produziert werden - auch solche, wo das Modell gar nicht nackt ist.
#146Report
1 week ago
Zum Thema wird hier gerne und schon wieder zwischen Pay und Tfp unterschieden. So oft das vielleicht Sinn macht, hier wohl eher nicht. Es geht um zukünftige Fotografie, nicht um die Haltung zu Kommerz. Mit guten Ideen kann man so oder so fotografieren. Mit authentischem Vorgehen fürs Tun und fürs ''erlebnishafte'' Bildmotiv hat es auch nix zu tun. Und dass das größere Interesse des Modells am Bildergebnis eher bei Tfp zu finden war/ist, ist höchstens förderlich aber keineswegs Voraussetzung.
Mit Nacktheit hat es eigentlich auch nicht zentral zu tun. Ausser vielleicht im Sinne des TO in Form von Schundergebnissen. Aber davon sind wir ja eigentlich weg, oder?
#147Report
1 week ago
Marcello Rubini
Nun ja, wenn man unterstellt, dass Fotografen einen schlechteren Bildgeschmack haben als Modelle, dann und nur dann macht die TFP/PAY-Unterscheidung Sinn. Dann muss man aber auch ausblenden, dass TFP-Modelle schon aufgrund ihrer "Marktmacht" ohnehin bestimmen, wie die Fotos aussehen.
#148Report
1 week ago
Ich glaube nicht, dass sich besonders viel in der Model/People-Fotografie ändern wird.
Es werden sich, wie immer, ein paar gute Fotografen und Models durchsetzen und es wird immer Fotos geben die man feiern wird.
Hinzu kommt, dass sich Menschen gerne mit Menschen vergleichen und nicht mit Maschinen.

Die Tatsache, dass man heute mit fast jedem Handy Fotos machen könnte, die nur sehr schwer von denen von Profi-Kameras zu unterscheiden sind, erhöht ja nur theoretisch die Konkurrenz.
Die Anzahl der geschossenen Fotos geht natürlich durch die Decke, aber die Anzahl der beachteten Bilder hat sich vermutlich weder stark erhöht noch ist sie wesentlich kleiner geworden. Sie ist (nach meiner Wahrnehmung) eher gleich geblieben. Die Chance als Fotograf beachtet zu werden hat sich durch die Anzahl der Kameras also nicht verändert.
Um das zu verdeutlichen...
auch wenn wir uns alle professionelle Skiausrüstungen kaufen, halte ich es für sehr unwahrscheinlich, dass die olympischen Skiabfahrtsläufer beginnen würden zu diskutieren, ob der Abfahrtslauf am Ende ist. ;-)

Was KI anbelangt, da hatten viele ähnliche Befürchtungen bei der Einführung von 3d-Animationen. Tatsächlich ergänzte diese Technik die Produktionen hauptsächlich. Natürlich gab und gibt es auch 100% Animationen.
Aber mal ehrlich...
wer wollte "Die Eiskönigin" heiraten oder sollte es dann doch lieber Brad Pitt oder Angelina Jolie sein? ;-)

Menschen wollen sich mit Menschen vergleichen bzw. identifizieren können.
Kaum einer sagt, beim Zieleinlauf eines Marathons der unter 2 Stunden gelaufen wurde: "Mein Motorrad schafft das aber in 10min!"
Die Hürden stecken nicht in KI oder Handys, die Hürden stecken zu 90% in uns selbst und wir alle sollten uns selbst die größten Konkurrenten sein. Das würde nicht nur uns, sondern auch der Fotografie gut tun.

Zumindest ist das meine Meinung zu diesem Thema :)
#149Report
@ Tom Rohwer

Denn ich glaube schon, daß die klare Mehrheit der Aktmodels sich nicht als Peepshow-Darstellerinnen sieht, die sich für Geld nackt beglotzen lassen...

@ eckisfotos

Ja, gemeinsam - unter Deiner Federführung - habt ihr es geschafft, die Fotografen als Menschen hinzustellen, die es NUR darauf abgesehen haben, ein paar Stunden mit einer nackten Frau zu verbringen.


Ob nackt oder bekleidet - es ist doch wohl klar, daß es immer noch um das Individuum geht, um den Körper und das Aussehen, vielleicht (!!) auch die Persönlichkeit eines bestimmten Menschen. Als Hobbyknipser suche ich doch den Kontakt zu einem konkreten Model - obgleich es vielleicht 100 Alternativen gäbe. Dann ist diese Person eben auch nicht beliebig austauschbar, und somit würde das Shooting schlicht entfallen, falls das Model krank würde oder absagen müßte. Unbedingt ein Ersatzmodel zu engagieren, wäre nur dann der Fall, wenn man mit Anmietung von Studio und Equipment in Vorleistung gegangen wäre und diese nicht verlieren will. Als Hobbyknipser würde man also das Treffen schlicht vertagen - eben weil es doch genau auf diesen einen konkreten Menschen ankommt, den man dafür eingeplant hat.
Und wenn es dann nicht die rehbraunen Augen waren, sondern das echt blonde Schamhaar, weswegen genau diese Person als Model ausersehen war, kann man dies dann als sexistischen Wunsch abtun ...
und wie ich gerade sehe, hast Du es in #147/147 mit Marcello wieder zurechtgerückt, denn Akt ist eben nicht automatisch Schund ..
#150Report
1 week ago
SEE - anarchisch, autonom, autark !?
Versuche doch einfach einmal bitte, Dich nicht "um Kopf und Kragen" zu schreiben.
#151Report
@ eckisfotos
Es ging mir um die unterschiedlichen Vorgehensweisen - PR/Art Director, Workshopveranstalter und eben Hobbyfotograf. Oder vom Model aus betrachtet, könnte das so sein, wie wenn eine Frau chic gestylt unterwegs ist - zum Galaabend, zum Rendezvous oder als Messehostess ? Auch bei gleichem Erscheinungsbild kann der Zweck unterschiedlich sein bzw. wäre es die Frage : Könnte sie durch eine andere Person mit vergleichbarem Aussehen und vergleichbarem Talent ersetzt werden ? Als Messehostess ja, beim Galaabend vielleicht, beim Rendezvous : nein !
Und wenn es beim tfp-Shooting doch erst recht um Charisma, Aura und Charakter ging - wo wäre das dann am Gefragtesten ?
#152Report
1 week ago
@Marcello Rubini:
Zum Thema wird hier gerne und schon wieder zwischen Pay und Tfp unterschieden. So oft das vielleicht Sinn macht, hier wohl eher nicht.

Doch, ich bin überzeugt, daß das auch gerade an dieser Stelle ein wichtiger Punkt ist.
Es geht um zukünftige Fotografie, nicht um die Haltung zu Kommerz.

Die zukünftige Fotografie ist (genau wie die heutige, und die von vor 100 Jahren) überhaupt nicht von der "Haltung zum Kommerz" zu trennen.


Mit guten Ideen kann man so oder so fotografieren. Mit authentischem Vorgehen fürs Tun und fürs ''erlebnishafte'' Bildmotiv hat es auch nix zu tun. Und dass das größere Interesse des Modells am Bildergebnis eher bei Tfp zu finden war/ist, ist höchstens förderlich aber keineswegs Voraussetzung.
Mit Nacktheit hat es eigentlich auch nicht zentral zu tun. Ausser vielleicht im Sinne des TO in Form von Schundergebnissen. Aber davon sind wir ja eigentlich weg, oder?

All das, was Du hier gerade negierst, hat sehr viel mit der zukünftigen Entwicklung der Fotografie zu tun. Und noch mehr mit der zukünftigen Entwicklung der "Model-Fotografie" im Sinne der MK und ähnlicher Zusammenhänge.
#153Report
1 week ago
@SEE:
Ob nackt oder bekleidet - es ist doch wohl klar, daß es immer noch um das Individuum geht, um den Körper und das Aussehen, vielleicht (!!) auch die Persönlichkeit eines bestimmten Menschen. Als Hobbyknipser suche ich doch den Kontakt zu einem konkreten Model - obgleich es vielleicht 100 Alternativen gäbe.

Das möchte ich bezweifeln. Es wird mit Sicherheit eine Menge "Hobbyknipser" geben, denen es auch oder vorrangig darum geht, mit möglichst schönen Fotos zu glänzen, und in einschlägigen Communities damit Anerkennung einzuheimsen.

Dann ist diese Person eben auch nicht beliebig austauschbar, und somit würde das Shooting schlicht entfallen, falls das Model krank würde oder absagen müßte. Unbedingt ein Ersatzmodel zu engagieren, wäre nur dann der Fall, wenn man mit Anmietung von Studio und Equipment in Vorleistung gegangen wäre und diese nicht verlieren will. Als Hobbyknipser würde man also das Treffen schlicht vertagen - eben weil es doch genau auf diesen einen konkreten Menschen ankommt, den man dafür eingeplant hat.

Manch ein "Hobbyknipser" wird sich stattdessen auch sagen: warum soll ich eigentlich mich auch weiter immer wieder mit der Unzuverlässigkeit (und den Kosten) von lebendigen Models herumärgern?

Statt der Kamera nutze ich die "KI", die ist so weit entwickelt, daß ich ihr beschreiben kann, was ich mir als Bild vorstelle, und dann bastelt die das für mich zusammen. Und dann kann ich sogar noch von dem ersten Ergebnis ausgehend sagen: "Mach mir das doch mal mit schwarzen statt mit blonden Haaren!" - "Bitte Körbchengröße C!" - "Bitte David Hamilton-Style! Und verleg das bitte in eine Provence-Umgebung, liebe KI!"

Das wird mit Sicherheit für nicht wenige Leute interessant sein. Als Ergänzung, als Alternative, oder auch einfach um aus dem echten Foto "Junge Frau an der Uferpromenade" (in Pullover und Jeans) ein KI-generiertes Bild "Dieselbe junge Frau nackt an der Uferpromenade" zu machen...

Für mich ist in diesem Zusammenhang nur eines sicher: keiner von uns kann auch nur ansatzweise erahnen, was für Möglichkeiten (und Risiken und Ärgernisse) in den nächsten Jahren auf uns zukommen werden.

(Ist das eine schöne Zukunftsvision? Nun... wer einmal versucht hat, mit der KI-Bot-basierten Hotlinde von "Vueling Airlines" eine Rückerstattung der Flughafen-Gebühren und eine Bescheinigung über die Netto-Ticketkosten für eine Reiserücktrittskosten-Versicherung zu bekommen... der möchte die ganze "KI" am liebsten in die Luft sprengen. Die "KI"-Telefonhotline sagt: "Mit diesem Problem nutzen Sie bitte unsere Website!" Und die Website sagt: "Für dieses Problem nutzen Sie bitte unsere Telefonhotlinde!" Nur einen realen Menschen kann man bei dieser Airline nirgendwo erreichen, und sie hat noch nicht mal eine Niederlassung in Deutschland...)
#154Report
1 week ago
Kürzlich bin ich auf eine website gelangt und habe folgende Sätze gefunden vom Author Marc Ludwig.

'Um gegen die KI zu bestehen, müssen wir entweder physischer (analog/SW) oder geistiger (konzeptionell) werden.'

und

Sie versuchen gar nicht erst, die KI in Sachen Perfektion zu schlagen. Sie gehen dorthin, wo der Algorithmus nicht folgen kann....
In der Dunkelkammer entsteht etwas, das eine KI niemals replizieren kann: eine physische Verbindung zum Moment.




Es reflektiert auch meinen Ansatz, indem ich erkenne, dass ich langsamer werde, wieder deutlich bewusster und mich mehr auf das zwischenmenschliche konzentriere.
Und damit gegen den Strom?
Gegen einen Ansatz, wo bei einer 2 stündigen Veranstaltung 10k Bilder erstellt werden, die mit Hilfe von KI selektiert werden muss....
#155Report
@ Tom Rohwer

Es wird mit Sicherheit eine Menge "Hobbyknipser" geben, denen es auch oder vorrangig darum geht, mit möglichst schönen Fotos zu glänzen, und in einschlägigen Communities damit Anerkennung einzuheimsen.

KI-Bilder erzeugen, um sie dann als vermeintlich "echt" hochzuladen und dann "ey Leutz, Superstar-001 stand nackt vor meiner Kamera" zu posten .. da muß man schon eine gewaltig spätpubertäre Profilneurose haben ?

Statt der Kamera nutze ich die "KI", die ist so weit entwickelt, daß ich ihr beschreiben kann, was ich mir als Bild vorstelle, und dann bastelt die das für mich zusammen. Und dann kann ich sogar noch von dem ersten Ergebnis ausgehend sagen: "Mach mir das doch mal mit schwarzen statt mit blonden Haaren!" - "Bitte Körbchengröße C!" - "Bitte David Hamilton-Style! Und verleg das bitte in eine Provence-Umgebung, liebe KI!"

Wohl interessant für den Eigengebrauch, wenn es das so nicht zu kaufen gibt. Aber dann bleibt das auf der eigenen Festplatte, wie einst die "Wunschfotomontage" eben auch in der eigenen Schublade blieb ..
Zur selben Zeit wie im Fotolabor hat man sich auch die persönlichen Hits auf MC und dann CD zusammengestellt und dann liefen diese 3 Dutzend Songs tagein, tagaus .. Musik nach Wunsch wie auch Bilder nach Wunsch, aber eben zum eigenen Vergnügen !

Wenn nun dank Internet jeder "auf Sendung gehen" kann, dann sollte man sich eigentlich um selbige Sender, sprich "einschlägigen Communities" kümmern, doch weil die sich ggfs. einer Sanktionierung entziehen, werden legislativ andere Wege beschritten.
#156Report
1 week ago
Also für mich ist es ein sehr großer Unterschied, ob ich ein "Date" will oder (hier) ein Modell zum Fotografieren suche. Und wer da keinen Unterschied sieht, der sollte ernsthaft darüber nachdenken, ob er sich innerhalb der MK richtig verhält. Und natürlich ist das Modell für das Fotografieren austauschbar. Wer den "Markt" kennt, weiß natürlich, dass bei TFP die Austauschbarkeit "mangels Masse" schlecht praktisch möglich ist und dass man als Fotograf auch nur an ein solches Shooting kommt, wenn man genau das macht, was das Modell will. Bei Pay kann man die eigenen Ideen umsetzen und es gibt genug Modelle, die die Kriterien erfüllen, die man sich so vorstellt. Selbst wenn man viele Kriterien hat, dann sind die Modelle immer noch austauschbar.

Natürlich kann das sehr gut Auswirkungen auf Shootingergebnisse haben. Wenn das Modell bei TFP die Bilder prägt und bei Pay der Fotograf, dann wäre zu "untersuchen", was die Bilder unterscheidet und welche besser sind - also thematisch. Findet man nichts, dann ist die Frage TFP oder Pay wirklich egal.

Was mich noch viel mehr nervt ist, dass immer wieder KI und Analogfotografie in die Diskussion eingebracht werden - besonders letztere.
#157Report
1 week ago
eckisfotos
20.05.2026, 16:40
...Wer den "Markt" kennt, weiß natürlich, dass bei TFP die Austauschbarkeit "mangels Masse" schlecht praktisch möglich ist und dass man als Fotograf auch nur an ein solches Shooting kommt, wenn man genau das macht, was das Modell will...


Das mag vielleicht auf Dein persönliches Einzelschicksal zutreffen. Das pauschal zu behaupten, ist völliger Blödsinn.
#158Report
@ eckisfotos

Also für mich ist es ein sehr großer Unterschied, ob ich ein "Date" will oder (hier) ein Modell zum Fotografieren suche. Und wer da keinen Unterschied sieht, der sollte ernsthaft darüber nachdenken, ob er sich innerhalb der MK richtig verhält.

Hier wurde doch z.B. auch schon "ghosting" thematisiert, also das nicht-erscheinen, obwohl Zeit und Ort vereinbart waren : Die wartende Person wird "versetzt" und das Treffen ist "geplatzt" - der Hobbyknipser bzw. Mann trottet unverrichteter Dinge nachhause.
Als Messeveranstalter oder Workshopleiter kann das aber so nicht enden, da muß dann eben Ersatz her. Deshalb wird in diesem Fall die nicht erschienene Frau durch eine andere Frau mit vergleichbaren Eigenschaften ersetzt, um die Rolle als Model bzw. Promoterin zu übernehmen.
Sollte der Messestand schon mit 3 Herren und 2 Damen besetzt sein und es herrscht wenig Andrang - dann wäre das doch auch gut. Wenn man aber doch ein "paritätisch" besetztes Foto möchte, dann müßte man eben nur fürs Foto noch eine dritte Dame hinzuholen - oder eben später per KI einfügen.
So einen "sofortigen Handlungsbedarf" hat man als Hobbyknipser doch wohl nicht ?
#159Report
1 week ago
Sie versuchen gar nicht erst, die KI in Sachen Perfektion zu schlagen. Sie gehen dorthin, wo der Algorithmus nicht folgen kann....
In der Dunkelkammer entsteht etwas, das eine KI niemals replizieren kann: eine physische Verbindung zum Moment.

Das sind, man möge es mir verzeihen, Kalendersprüche...

"Eine physische Verbindung zum Moment" - was für ein esoterisches Geschwafel...
#160Report

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