Discussion: Quo vadis Model-Fotografie 191

1 week ago
SEE - anarchisch, autonom, autark !?
Wir haben schon wieder das Problem mit der verschrobenen Begriffswelt in der MK. Wenn viele der Kollegen hier von Portrait sprechen, dann meinen sie eben nicht nur das Gesichtsportrait. Portrait ist eben jener Teil der Modellfotografie, wo es auf die Person ankommt, die fotografiert wird - und nicht auf die Kleidung. Das ist sozusagen auch bei "Akt" der Fall.

Und nach meiner Meinung muss es keineswegs so sein, dass die fotografierte Person beim Shooting ganz sie selbst ist - sie kann auch schauspielern und etwas darstellen, was sie eigentlich gar nicht ist. Und mir persönlich genügt auch pure Ästhetik. Wir finden "Nur-Ästhetik" bei Landschaftsaufnahmen mit und ohne Sonnenuntergängen - aber auch bei Körperlandschaften. Natürlich kann man erkennbare Körperspannung beispielsweise als Stärke deuten o.ä. Zumindest letzteres - aber auch das andere bekommt eine KI über kurz oder lang auch hin. Und die Frage, ob es einen Unterschied zwischen Analogfotografie und Digitalfotografie bezüglich dieser Kriterien gibt, empfinde ich inzwischen sowieso aus der Zeit gefallen. Gerade wenn man sich auf Stimmungen/Aussagen des Modells beruft, sollte der gesunde Menschenverstand sagen, dass die Aufnahmetechnik nicht entscheidend sein kann, wenn Gefühle ausgedrückt werden sollen.

Für mich ist die Frage:
Wie werden die Fotos aussehen, die in den nächsten Jahren gemacht und ausgestellt werden?
#121Report
1 week ago
Das Thema hat viele Facetten. Ich glaube, dass emotionale Bilder auch zukünftig da sein werden. Selfies sind gespeicherte Erinnerungen an Momente, Situationen, Orte, etc. Bilder von mir und meiner Familie erzeuge ich auch nicht per KI, Urlaubsschnappis ebenso wenig.

Den ganze Trivial-Kram, der nur für die Fotografen/Kunden-Seite einen Wert hat, wird die KI früher oder später fressen, wenn. es nicht schon geschehen ist: Produktbilder, Anwendungsfotos, Fashion, Werbung, Bodyparts & Nacktbildchen. Gleiches gilt für die idealisierte Selbstdarstellung. Parship, Tinder & Co gehen wahrscheinlich jetzt schon am Stock.

Im Hobbyknipser-Universum wird das noch eine Weile dauern, weil das Erlebnis, eine nackte Frau vor der Kamera zu haben, keine KI ersetzen kann. Noch nicht…

Würde ich beruflich fotografieren, würde ich mich intensivst mit KI und Prompting auseinandersetzen und in der Peoplefotografie ein Konzept überlegen, das Shootings zu einem Erlebnis für die fotografierte Person macht, das diese nicht vergisst.
#122Report
1 week ago
#122: Irgendwie geht es jetzt auch um ''Erlebniswelten''. In der Werbung zwar eine gängige Zielvorstellung, hier aber doch nicht so oft erwähnt und ein interessanter Gedanke, wenn er auf wenn er auf ernst zu nehmende Fotografieorientierung gerichtet wird.
Der Kommerz hat ja schon alle möglichen Varianten durchgespielt, wenn auch nicht selten in platter Weise, Tourismus in besonderem Maße (dass jeder Hansel nun schon alles überall erlebt hat).
Für Literatur und Film ist's die Grundlage.
Erlebniswelt Fotografie - hach, darüber muss ich noch nachdenken.
#123Report
1 week ago
Zitat Werner R.
"Im Hobbyknipser-Universum wird das noch eine Weile dauern, weil das Erlebnis, eine nackte Frau vor der Kamera zu haben, keine KI ersetzen kann. Noch nicht…"

Es ist irgendwie beunruhigend, wie sehr sich doch solche negativen Gedankengänge in den Köpfen festsetzen. Es geht dann weiter mit "Trivial-Kram" und "Nacktbildchen" ...

Ich hatte eigentlich gehofft, dass wir uns hier einmal auf die Bilder konzentrieren und nicht auf das Austeilen gegen Fotografen. Wer KI (ich wollte hier diese Buchstabenkombination eigentlich gar nicht mehr nutzen) anwendet, um Bilder zu generieren ist ohnehin ein Betrüger und wer noch selbst fotografiert, der will nackte Frauen in seiner Nähe haben. Man kann nichts richtig machen?

Das einzige, wo ich noch mitgehe: Wer seine Urlaubserinnerungen o.ä. per KI generiert, der ist vielleicht ein wenig "merkwürdig" - aber wir sind hier nicht bei Urlaubserinnerungen, sondern bei Modellfotografie. Ebenso klar: Die Fotografie besteht für viele nicht nur aus (guten) Ergebnissen, sondern auch aus Erlebnissen, welche sich aber nicht nur aus der Anwesenheit eines Modells ergeben. Hier gab es schon viele Diskussionen über Tiefenschärfe, Kameravergleiche, usw. (hoffentlich mache ich jetzt keine neuen Fässer auf).
#124Report
1 week ago
Werner_R

"...das Shooting zu einem Erlebnis für die fotografierte Peron macht, das diese nicht vergisst."

So sieht´s aus.

Dazu gehören aber mehr als nur technische Kenntnisse. Ein Zauberwort wäre beispielsweise "Einfühlungsvermögen". Die Notwendigkeit dies zu erkennen bedarf aber wesentlich mehr als ein oberflächlicher Smalltalk. Genau da fangen eben die Feinheiten in ganz speziellen Bereichen der People Fotografie erst an.

Ach ja: um aus einem Shooting ein "Erlebnis" machen zu können, dazu gehört aber nicht nur die Wahl der dafür geeigneten Location, versteht sich. Eine gewisse Persönlichkeit hinter der Kamera dürfte dabei KI und Prompting mühelos aus dem Weg räumen.
#125Report
1 week ago
Persönlichkeit und Einfühlungsvermögen hinter der Kamera?

Die habe ich zwar oft bei Modellsharings gesehen - aber sehr selten bei Profis (zumindest was deren Darstellung in den Medien betrifft).
#126Report
1 week ago
@Marcello Rubini
Du hast mich teils missverstanden. "Stell Dich mal dahin und schau sexy in die Kamera" ist kein Erlebnis. Norbert Hess bringt das mit
[quote} Ein Zauberwort wäre beispielsweise "Einfühlungsvermögen". ... dazu gehört aber nicht nur die Wahl der dafür geeigneten Location ... [/quote]
besser auf einen Punkt. Trotzdem springt mir das noch zu kurz.

Ich sehe das mit der Brille des TFP-Fotografen. Das Spiel heißt zum einen "Geben und Nehmen", zum anderen muss der/die Fotograf/in natürlich auch ein Händchen für Menschen haben. Viele Menschen/Frauen wollen sich präsentieren. Sie wollen Likes, wollen wahrgenommen werden, vielleicht auch eine (erotische) Erinnerung im Alter an ihre Jugend. Wenn das Modell vom Shooting kommt und denkt, "Boah war das geil" hast Du alles richtig gemacht. Egal, was das Shooting-Thema war.

In anderen Threads gab es Beiträge von Modellen, die schon ein paar Hinweise darauf gegeben haben, was vielfach schief läuft (hier und anderswo). Wenn keine Entwicklung zu sehen ist, wenn die Bildideen noch aus einem Land vor unserer Zeit stammen, die Umsetzung (Licht, Perspektive, Bildsprache, ...) eher eindimensional ist, dann ist der Fotograf einfach überflüssig. Einfach mal schauen, was gute Fotografinnen machen, wie Frauen sich selbst darstellen (es gibt begnadete Selfie-Künstlerinnen).

Hier reden mir einfach viel zu viele davon, was Fotografen wollen. Wenn ich aber nur was will und nichts liefere, bin ich im Pay-Bereich und dann ist die Bilderzeugung per KI nicht mehr weit. Die KI ist immer verfügbar, gibt keine Wiederworte, versteht mich und ist unschlagbar billig.

eckisfotos
19.05.2026, 07:19

...Es ist irgendwie beunruhigend, wie sehr sich doch solche negativen Gedankengänge in den Köpfen festsetzen. Es geht dann weiter mit "Trivial-Kram" und "Nacktbildchen" ...

Ich finde es tatsächlich beunruhigender, wie blind Menschen sein können, die fotografieren (wollen).
#127Report
1 week ago
eckisfotos

´Die habe ich zwar oft bei Modellsharings gesehen - aber sehr selten bei Profis (zumindest was deren Darstellung in den Medien betrifft).´

Vielleicht warst du auch nur bei den falschen Veranstaltungen, oder dieser Personenkreis hat sich bei den entsprechenden Gelegenheiten unvorteilhaft artikuliert.
#128Report
1 week ago
#27: Ja, habe ich missverstanden. Ich dachte, es geht wesentlich um thematische Richtung und (nachgeordnet) die Aktion des Machens im Zuge dessen. Eine solche Vision hätte ich spannend gefunden, so, wie ich auch gerne ins Kino gehe und lese.
Aber zugegeben, authentisches Tun an sich gehört auch zu der allgemeinen Frage des ''Quo Vadis''. Im Vergleich wird in der gesellschftlichen Debatte zu Zukunft mit KI aber sowieso stets aufgezeigt, dass das Handwerk keineswegs untergehen wird. So gesehen bin ich ernüchtert über deinen Beitrag. (Aber der Kick aus dem Missverständnis bleibt.)
#129Report
1 week ago
Das eine schließt das andere ja nicht aus. ;-)
#130Report
1 week ago
Ich bin echt überrascht über die gelungene Diskussion hier! Liegt das evtl. daran, dass sich der bekannte Blockierwart nicht beteiligt? Hoffentlich bleibt das so.......
#131Report
1 week ago
Werner_R
Ja klar, die einen haben Dich missverstanden und die anderen sind sowieso blind. Deine Wortwahl lässt das erwähnte "Einfühlungsvermögen" nicht erahnen.

Die "TFP-Brille" hat aus meiner Sicht keine Bedeutung mehr - oder um "im Bild zu bleiben": Da dürftest Du nicht mehr viel sehen. Also im Gegensatz zu einer anderen Person bin ich NICHT der Meinung, dass Fotografen mit wenig oder gar keinen Shootings hier nichts mehr beitragen können. Fotografieren verlernt man nicht so schnell. Allerdings bei Themen, wo es um "aktuelle Zustände" geht, da wäre doch wenigstens etwas Zurückhaltung manchmal nicht verkehrt, wenn man schon auf der Sedcard verkündet, dass man weitgehend inaktiv ist, was einerseits eine persönliche Entscheidung ist, sich aber andererseits auch zwangsläufig ergibt, wenn man nur TFP macht.

Zitat:
"In anderen Threads gab es Beiträge von Modellen, die schon ein paar Hinweise darauf gegeben haben, was vielfach schief läuft (hier und anderswo). Wenn keine Entwicklung zu sehen ist, wenn die Bildideen noch aus einem Land vor unserer Zeit stammen, die Umsetzung (Licht, Perspektive, Bildsprache, ...) eher eindimensional ist, dann ist der Fotograf einfach überflüssig."

Ich werde sicher gleich bei Dir auf "ignore" gesetzt, damit ich zukünftig nicht mehr Bezug auf Deine Bilder nehmen kann. Natürlich erwarte ich bei solchen Aussagen auf den Sedcards derer, die diese Aussagen machen, wenigstens eine Bildidee, die wirklich neu und gut ist. Und wenn das nicht möglich ist, dann erwarte ich keine Hinweise, was alles schlecht ist, sondern ich erwarte Anregungen für einen neuen Weg. Den sehe ich weder bei Dir noch bei den Modellen, die hier gelegentlich schreiben. Wir wissen auch alle ganz genau, was passiert, wenn tatsächlich einmal eine neue Idee aufkommt: Das Modell wird dem Fotografen schreiben, dass sie nicht mitmacht, weil der Fotograf ja noch keine entsprechenden Beispielbilder auf der Sedcard hat. Hätte er diese, dann wäre es keine neue Idee.

Es ist aber mein Fehler, auf so etwas einzugehen. Die Bewunderung alter Meister (Fotografen und Maler) ist ja ungebrochen und zeigt, dass viele Elemente zeitlos sind. Und zur Erinnerung: Die These des Eingangsbeitrags war ja, dass sich etwas verschlechtert. Nun, das ist ja eine Entwicklung, aber nicht in die Richtung, die viele hier wollen - natürlich auch ohne konkrete Angaben, in welche Richtung es denn gehen soll. Unterschwellig ging es ja um Zensur (auch wenn das nicht ausgesprochen wurde).
#132Report
@ Tom Rohwer
Du sagst es ja auch : Vor 50 Jahren waren die Fälschungen das Privileg einer kleinen Elite, erstellt durch bestens versierten Handwerks, sei es politisch, medial oder kulturell gewollt. Dann kamen Internet und Photoshop mit Tausenden von Fälschern - und jetzt, wo KI dies Millionen ermöglicht, kommen die Sanktionen ..
Kujau wurde bestraft und eingesperrt - weil naive Medien und deren so erzeugte öffentliche Meinung glaubten, daß Zitronenfalter Zitronen falten ..
#133Report
1 week ago
Norbert Hess
Ja, ich will vorsichtig sein, daher schrieb ich etwas von "Darstellung in den Medien". Damit meine ich einerseits diverse Berichterstattungen über Fehlverhalten von Fotografen (meist in Form von Grenzüberschreitungen) - andererseits aber auch die Darstellungen im Unterhaltungsbereich, wo ich den Eindruck gewinne, dass Fotografen, die Modelle fotografieren, immer zu bösen Seite gehören. Ganz konkret würde ich auf GNTM verweisen - ich weiß, das sieht niemand - wo es zwar nette Fotografen wie Christian Schuller gibt, aber eben auch richtige Kotzbrocken mit Starallüren. In der Sendung müssen meist ohnehin die Modelle die guten Ideen haben. Würde man sich das zum Vorbild nehmen, dann könnten wir Fotografen uns entspannt zurücklehnen und die Schuld an schlechten Bildern auf die Modelle abwälzen.
#134Report
1 week ago
eckisfotos

GNTM kenne ich, was den aktuellen Inhalt anbelangt, nicht wirklich. Somit kann ich mich dazu auch nicht konkret äußern.
#135Report
@ Werner R

Hier reden mir einfach viel zu viele davon, was Fotografen wollen. Wenn ich aber nur was will und nichts liefere, bin ich im Pay-Bereich und dann ist die Bilderzeugung per KI nicht mehr weit. Die KI ist immer verfügbar, gibt keine Wiederworte, versteht mich und ist unschlagbar billig.

Dann könnte man sich auch die "Real Doll" als Partnerin wünschen ..
Wenn es nur um die auf Knopfdruck verfügbare, aber zugleich möglichst kostensparende voyeuristische Befriedigung ginge, dann gibt es dafür schon reichlich Videostreams, DVDs, VHS-Cassetten und sogar noch ein paar Super-8-Filme (um es mal rückwärts aufzuzählen)
Im Gegensatz zur Real Doll und zum KI-Wunschbild sind da noch authentische Personen, Menschen, die wirklich mal genau so aussahen und genau das taten, was das im Film zu sehen ist. Wie eine nackte Frau aussieht, erfahre ich mittlerweile sogar auf Wikipedia, da brauche ich auch nicht mehr ins Biologiebuch schauen, das mir vor einem halben Jahrhundert nur eine Skizze bot. Eine echte authentische Frau und ein echter authentischer Mann waren da damals nämlich nicht abgebildet.
Wenn ein halber Tag mit einer freizügigen Frau als Fotomotiv dann eben 300 oder 400 € kostet, dann ist das so, und dann ist das die echte, ausgewählte Person, mit der man diese Zeit verbringen und diese Bilder auch so erstellen will ! Letztlich dann doch so wie auf tfp, nur daß die Ideen und das Drehbuch eher einseitig sein könnten.
#136Report
@ eckisfotos
Die Begriffswahl geht hier kreuz und quer .. Portrait, Charakterstudie, Peoplefotografie ..

Und nach meiner Meinung muss es keineswegs so sein, dass die fotografierte Person beim Shooting ganz sie selbst ist - sie kann auch schauspielern und etwas darstellen, was sie eigentlich gar nicht ist. Und mir persönlich genügt auch pure Ästhetik. Wir finden Nur-Ästhetik bei Landschaftsaufnahmen mit und ohne Sonnenuntergängen - aber auch bei Körperlandschaften.

Die abstrakte Körperlandschaft - das wäre wohl durch KI ersetzbar, aber da spielt das Handwerkliche doch noch eine wesentliche Rolle. Denn dabei sollen Perspektive, Licht und Farbe oder monochrome Tonalität in Anpassung auf die gezeigte Körperhaltung zum gewünschten Ergebnis führen. Dabei das Handwerkszeug durch ein Wortdiktat zu ersetzen, widerspricht wohl dem eigenen Anspruch und auch dem eigenen Erleben. Wer selber den Mont Blanc besteigen will, wird sich das nicht durch eine VR-Brille ersetzen, sofern man zum echten Erleben live gesundheitlich imstande wäre.
Deinen Hinweis zu GNTM kann ich aus einem Erlebnis vor nun 20 Jahren bejahen - einem Portrait-Tutorial auf der photokina.
#137Report
1 week ago
SEE - anarchisch, autonom, autark !?
19.05.2026, 12:42
...
Wenn ein halber Tag mit einer freizügigen Frau als Fotomotiv dann eben 300 oder 400 € kostet, dann ist das so, und dann ist das die echte, ausgewählte Person, mit der man diese Zeit verbringen und diese Bilder auch so erstellen will ...


Du bestätigst gerade, was Ecki so vehement zu negieren versuchte.

Werner_R
19.05.2026, 00:43
Im Hobbyknipser-Universum wird das noch eine Weile dauern, weil das Erlebnis, eine nackte Frau vor der Kamera zu haben, keine KI ersetzen kann. Noch nicht…


... nichts anderes habe ich hier gemeint. Ich hatte tatsächlich noch einen Nachsatz mit chinesischen Sexpuppen, wollte aber den Ecki nicht noch mehr als nötig triggern ;-)
#138Report
@ Werner R zu #138
Wenn es eben darum ginge, was die Models wollen, käme man wohl zum tfp. Wenn aber der Fotograf das Drehbuch vorgibt, dann gibt es Gage für das Model - sie wird bezahlt, um seine Wünsche zu erfüllen. Dazu schriebst Du aber, daß es vom Payshooting zur KI-Bilderzeugung nur ein Katzensprung sei.

Und eckisfotos schrieb :

Die Fotografie besteht für viele nicht nur aus (guten) Ergebnissen, sondern auch aus Erlebnissen, welche sich aber nicht nur aus der Anwesenheit eines Modells ergeben. Hier gab es schon viele Diskussionen über Tiefenschärfe, Kameravergleiche, usw.

Das deckt sich wieder mit der Körperlandschaft - wenn da das Model zwar als Medium dient, aber die eigene minutiöse Regie samt der Handhabung von Perspektive, Licht und Schatten das erstebte Schaffenserlebnis hervorruft.
So oder so - ob es um das schöpferische Gestalten oder den erträumten Moment geht - in beiden Fällen ist es authentisches Handeln und Erleben. Und diese Authentizität kann keine KI bewirken !
Bzgl. Tinder und Parship meintest Du wohl deren Probleme, jetzt noch mehr auf Fake-Jagd zu gehen, um deren Plattform "sauber" zu halten. Denn wem es ehrlich um das persönliche Kennenlernen geht, wird wohl nicht mit KI-Bildern operieren ..
#139Report
Ich denke, es ist schon interessant GNTM unter den Gesichtspunkt der Shootings zu sehen - und wenn die Arbeit der Fotografen deren Antwort auf KI war, dann bin ich persönlich enttäuscht.

Ganz schlimm Teresa Ciocia die beim Sedcard Shooting neben der Kamera stand und hin und wieder den Fernauslöser drückte, das hätte auch eine Timelapse machen können.
Aber auch Rankin und Schuller konnten mich nicht überzeugen. Schuller hat wenigsten noch versucht eine Beziehung zum Model aufzubauen, während Rankin ja eigentlich nur missmutig herum stand und rumpflaumte: Für mich bist du kein Model.
Tatsächlich war es oft auch so, dass die Videoaufnahmen von Shootings weitaus besser waren als die Fotos an sich, gerade beim Regenshooting hat der Fotograf eigentlich schlechte Fotos abgeliefert.
Und die ausgewählten Fotos vom Cover-Shooting für Esquire oder Instyle Sport waren so altbacken, die hätten früher auch auf Quick oder Revue sein können.

Also wenn das alles der neue Trend in der Modelfotografie sein soll - na dann freie Fahrt für KI.
#140Report

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