Fotograf Anton Corbijn über KI, Schönheit und Topmodels 73
1 month ago
Die zwei ersten Fragen, welche die Zeit stellt, kommen zu KI. Sorry da wollte ich gleich abschalten. Sie hat einen Fotografen solchen Kalibers vor sich und das ist ihre höchstes Anliegen...Also habe ich die dritte Frage abgewartet und sie fragt ernsthaft über den Einfluss von Smartphones? Da war bei mir aus....
#2Report
1 month ago
Nun an seiner Körpersprache hat man im Verlauf gemerkt, dass ihm manche Fragen etwas fremd waren. Dennoch finde ich seine Äußerungen zum Unperfekten sehr beruhigend (für mich) und ich mag auch seine grundsätzliche Einstellung zu den Menschen, die er fotografiert.
Ich denke, viele Fotos auch hier der MK werden gemacht, da spielt die Person so gut wie keine Rolle mehr - Hauptsache der Fotograf hat seine Inszenierung, vielleicht sein Blitz-Setup und besonders seine Anweisungen an das Model durchgesetzt, mal etwas überspitzt ausgedrückt.
Ich denke, viele Fotos auch hier der MK werden gemacht, da spielt die Person so gut wie keine Rolle mehr - Hauptsache der Fotograf hat seine Inszenierung, vielleicht sein Blitz-Setup und besonders seine Anweisungen an das Model durchgesetzt, mal etwas überspitzt ausgedrückt.
#3Report
1 month ago
Hallo Chris, danke für den Link.
Im zweiten Absatz deiner Replik leider das gewohnte Blabla. Dass 'die Person keine Rolle spielt', WO siehst du das denn bitte?
Mein Problem hier ist : bei so manchen spielt die SORGFALT keine Rolle. Bilder schlampig gecroppt, Horizont kippt, Klamotten verknittert, alles fein bis auf einen entgleisten Gesichtsausdruck, störende Sachen im Hintergrund usw. etc. pp.
So – und jetzt lad ich den Anton gleich mal hoch. Bin meinem Idol dreimal begegnet, konnte auch ein paar Takte mit ihm reden. Foto entstand 2011 in Schirmer Model Showroom, 2011.
Im zweiten Absatz deiner Replik leider das gewohnte Blabla. Dass 'die Person keine Rolle spielt', WO siehst du das denn bitte?
Mein Problem hier ist : bei so manchen spielt die SORGFALT keine Rolle. Bilder schlampig gecroppt, Horizont kippt, Klamotten verknittert, alles fein bis auf einen entgleisten Gesichtsausdruck, störende Sachen im Hintergrund usw. etc. pp.
So – und jetzt lad ich den Anton gleich mal hoch. Bin meinem Idol dreimal begegnet, konnte auch ein paar Takte mit ihm reden. Foto entstand 2011 in Schirmer Model Showroom, 2011.
#4Report
1 month ago
Ich hatte das zufällige Glück, letztes Jahr im "Fotografiska" in Stockholm seine Ausstellung zu sehen. Schwerst beeindruckend. (Wie überhaupt das "Fotografiska" ein Tip für jeden Fotografie-Interessierten ist, der durch Stockholm durchkommt.)
#5Report
1 month ago
PetersPhotos schrieb
Sorry, aber genau das was du als Sorgfalt beschreibst ist doch das übliche Fotografen-Latein: Schlampig gecroppt, Horizont kippt, Klamotten verknittert ...
Anton Corbijn sagt im Interview, dass das Besondere an seinen Fotos ja die Unvollkommenheit und der menschliche Faktor sei und dass immer etwas passiert dass es nicht perfekt wird. Er bezeichnet seine Unvollkommenheit als sein Verständnis von Perfektion.
Mein Problem hier ist : bei so manchen spielt die SORGFALT keine Rolle. Bilder schlampig gecroppt, Horizont kippt, Klamotten verknittert, alles fein bis auf einen entgleisten Gesichtsausdruck, störende Sachen im Hintergrund usw. etc. pp.
Sorry, aber genau das was du als Sorgfalt beschreibst ist doch das übliche Fotografen-Latein: Schlampig gecroppt, Horizont kippt, Klamotten verknittert ...
Anton Corbijn sagt im Interview, dass das Besondere an seinen Fotos ja die Unvollkommenheit und der menschliche Faktor sei und dass immer etwas passiert dass es nicht perfekt wird. Er bezeichnet seine Unvollkommenheit als sein Verständnis von Perfektion.
#6Report
1 month ago
Stimme voll zu! War 2016 im Fotografiska – u.a. gab es Fotos von Bryan Adams zu sehen. Intensive Porträts!
Und Afrika-Wildlife von Nick Brandt, traumhaft-traurige Bilder in unverwechselbarem SW.
Und Afrika-Wildlife von Nick Brandt, traumhaft-traurige Bilder in unverwechselbarem SW.
#7Report
1 month ago
MAINpics. Gut, bis 1:20 erstmal ein Ultrakurz-Abriss. Immerhin auch ein Hinweis auf seine (4!) Spielfilme.
Natürlich, für die eh nicht breite Zuschauerschaft: der Film mit Clooney wird erwähnt, nicht CONTROL, der näher an seinem fotografischen Werk ist.
Was die Karaokemäßig animierten Untertitel bis dahin sollten... keine Ahnung. Wieder so ein BEKNACKTER Gestalter (Verunstalter eher), der krampfhaft auf sich aufmerksam machen muss. Auf Kosten der Verständlichkeit natürlich.
Und, sorry Anton: ich h a s s e grüne Trainingsanzugjacken. ;-))
Bin nicht sicher, ob ich weiterschaue. Alle meine AC-Bücher sind handsigniert. Und ich kenne auch sein wunderbares Doku-Feature über Hipgnosis, die genialen britischen Covermacher. Bestellen, zahlen, ansehen!
Natürlich, für die eh nicht breite Zuschauerschaft: der Film mit Clooney wird erwähnt, nicht CONTROL, der näher an seinem fotografischen Werk ist.
Was die Karaokemäßig animierten Untertitel bis dahin sollten... keine Ahnung. Wieder so ein BEKNACKTER Gestalter (Verunstalter eher), der krampfhaft auf sich aufmerksam machen muss. Auf Kosten der Verständlichkeit natürlich.
Und, sorry Anton: ich h a s s e grüne Trainingsanzugjacken. ;-))
Bin nicht sicher, ob ich weiterschaue. Alle meine AC-Bücher sind handsigniert. Und ich kenne auch sein wunderbares Doku-Feature über Hipgnosis, die genialen britischen Covermacher. Bestellen, zahlen, ansehen!
#8Report
1 month ago
#6 diese Philosophie teilen doch auch heute noch viele. In einer Zeit, wo man quasi alle 'Fehlerchen' durch vorhandenes Wissen zu verhindern wüsste, bin ich auch ganz sicher auf seiner Fehler behafteteten Seite. Wer Bilder von ihm kennt, sieht aber sofort, dass ein Meister am Werk ist. Die kleinen Regelverstöße, die jedoch so kleine sind, das sie die meisten nicht einmal erkennen würden, sind sein Salz in der Suppe.
Wer selbst viel portraitiert und weniger statisch vom Stativ fotografiert, sondern gerne aus der Bewegung, der weiß, welche Imperfektionen schnell entstehen. Man konzentriert sich auf die Person und übersieht im Augewinkel etwas. Er ermutigt jeden Fotografen, seine eigene Wahrheit zu finden und das auch obwohl es anderen nicht gefällt. Der Ausdruck steht über den fotografischen Gestaltungsregeln.
Dazu muss man aber auch sagen, dass irgendwann mit steigendem Bekanntheitsgrad alles gefeiert wird, egal wie gut es ist. Und umgekehrt bei fehlendem Bekanntheitsgrad auf allem herumgehackt wird.
Wer selbst viel portraitiert und weniger statisch vom Stativ fotografiert, sondern gerne aus der Bewegung, der weiß, welche Imperfektionen schnell entstehen. Man konzentriert sich auf die Person und übersieht im Augewinkel etwas. Er ermutigt jeden Fotografen, seine eigene Wahrheit zu finden und das auch obwohl es anderen nicht gefällt. Der Ausdruck steht über den fotografischen Gestaltungsregeln.
Dazu muss man aber auch sagen, dass irgendwann mit steigendem Bekanntheitsgrad alles gefeiert wird, egal wie gut es ist. Und umgekehrt bei fehlendem Bekanntheitsgrad auf allem herumgehackt wird.
#9Report
1 month ago
Offenbar haben sich viele, die hier schreiben, nicht die 22 Minuten Zeit genommen, die das Video dauert. Und offenbar regen sich mehr Menschen hier über die Fragestellungen auf als dass sie die Antworten hören.
#10Report
1 month ago
Nochmal, falls es irgendjemanden INTERESSIERT: Habe ein Porträt von Anton in meiner Hauptgalerie hochgeladen, das ich 2011 bei einer AC-Ausstellung im Schirmer Model Showroom (inzwischen leider geschlossen) geschossen habe. Witzige kleine Story dahinter, erzähl ich gerne bei INTERESSE via PN.
Was MICH interessieren würde: Besitzt denn einer der Diskutanten irgendwelche BÜCHER von AC?
Ich geh mal kurz nachzählen: Es sind 7. Dann noch eine DVD nur mit seinen Videoclips. Alle vier Spielfilme plus die Doku SQUARING THE CIRCLE.
Wie man sieht: ich bin ein großer Fan und kenne sein Werk sehr gut.
Das mit der 'Unvollkommenheit' finde ich eher problematisch. Es ist natürlich ein prima Strohhalm für alle MKler, die es einfach nicht hinkriegen. ;-)
In solchen Statements steckt nicht wenig eitle Bescheidenheit drin – von jemandem, der aus der geschossenen Rolle (immer noch analog bei ihm) immer das für ihn beste veröffentlicht. Seine große Qualität ist doch, dass er diesen LOOK beherrscht: es 'casual' aussehen zu lassen. Obwohl das sehr kalkuliert ist.
Er hat, was so manchen hier komplett fehlt: Geschmack.
Was MICH interessieren würde: Besitzt denn einer der Diskutanten irgendwelche BÜCHER von AC?
Ich geh mal kurz nachzählen: Es sind 7. Dann noch eine DVD nur mit seinen Videoclips. Alle vier Spielfilme plus die Doku SQUARING THE CIRCLE.
Wie man sieht: ich bin ein großer Fan und kenne sein Werk sehr gut.
Das mit der 'Unvollkommenheit' finde ich eher problematisch. Es ist natürlich ein prima Strohhalm für alle MKler, die es einfach nicht hinkriegen. ;-)
In solchen Statements steckt nicht wenig eitle Bescheidenheit drin – von jemandem, der aus der geschossenen Rolle (immer noch analog bei ihm) immer das für ihn beste veröffentlicht. Seine große Qualität ist doch, dass er diesen LOOK beherrscht: es 'casual' aussehen zu lassen. Obwohl das sehr kalkuliert ist.
Er hat, was so manchen hier komplett fehlt: Geschmack.
#11Report
1 month ago
PetersPhotos schrieb
Ich lese aus solchen Sätze leider immer eine gewisse Arroganz, das Bemühen sich über andere erhaben zu fühlen.
Andreas Jorns schrieb, nachdem er einer Podiumsdiskussion mit Corbijn beigewohnt hatte, folgendes:
"Scharf ist bei Corbijn ja irgendwie nichts, die Auflösung der Bilder spottet stellenweise jeder Beschreibung (analoges Kleinbild gibt halt nicht viel her) und „richtige Belichtung“ ist bei Corbijn auch irgendwie relativ. Und Schatten sind bei Corbijn nicht etwas durchgezeichnet, sondern … SCHWARZ. „Enjoy the fucking shadow“ hiess es in der gezeigten Kurz-Doku und ich weiss genau, was er meint.
Was aber haben die Bilder von Corbijn? Sie sind kraftvoll, sie sind stellenweise magisch und sie erzählen fast immer eine Geschichte – und nicht selten verursachen sie eine kleine Gänsehaut. Klinisch Perfektes würde stören – das Leben ist nämlich nicht klinisch perfekt. „Die Perfektion liegt in der Unperfektion“ hat Anton Corbijn mal gesagt und deswegen brauchen wir auch keine Apparaturen, die technisch Perfektes liefern."
Ich denke, das passt sehr gut zu dem im Video von Corbijn selbst gesagten.
Und noch was, ich würde dein Foto von Corbijn vielleicht sogar gerne sehen, dazu müsstest du mich aber erst mal "entblocken". Aber das drängt auch nicht wirklich :-)
Das mit der 'Unvollkommenheit' finde ich eher problematisch. Es ist natürlich ein prima Strohhalm für alle MKler, die es einfach nicht hinkriegen. ;-)
Ich lese aus solchen Sätze leider immer eine gewisse Arroganz, das Bemühen sich über andere erhaben zu fühlen.
Andreas Jorns schrieb, nachdem er einer Podiumsdiskussion mit Corbijn beigewohnt hatte, folgendes:
"Scharf ist bei Corbijn ja irgendwie nichts, die Auflösung der Bilder spottet stellenweise jeder Beschreibung (analoges Kleinbild gibt halt nicht viel her) und „richtige Belichtung“ ist bei Corbijn auch irgendwie relativ. Und Schatten sind bei Corbijn nicht etwas durchgezeichnet, sondern … SCHWARZ. „Enjoy the fucking shadow“ hiess es in der gezeigten Kurz-Doku und ich weiss genau, was er meint.
Was aber haben die Bilder von Corbijn? Sie sind kraftvoll, sie sind stellenweise magisch und sie erzählen fast immer eine Geschichte – und nicht selten verursachen sie eine kleine Gänsehaut. Klinisch Perfektes würde stören – das Leben ist nämlich nicht klinisch perfekt. „Die Perfektion liegt in der Unperfektion“ hat Anton Corbijn mal gesagt und deswegen brauchen wir auch keine Apparaturen, die technisch Perfektes liefern."
Ich denke, das passt sehr gut zu dem im Video von Corbijn selbst gesagten.
Und noch was, ich würde dein Foto von Corbijn vielleicht sogar gerne sehen, dazu müsstest du mich aber erst mal "entblocken". Aber das drängt auch nicht wirklich :-)
#12Report
1 month ago
Jemand kluges sagte mal:
** Ein gutes Foto, ist ein gutes Foto. **
Letzendes ist das alles rein subjektiv. Es gibt 100000 Fotografen und 100000 Meinungen zu einem Foto.
** Ein gutes Foto, ist ein gutes Foto. **
Letzendes ist das alles rein subjektiv. Es gibt 100000 Fotografen und 100000 Meinungen zu einem Foto.
#13Report
1 month ago
Sich gegenseitig Arroganz vorzuwerfen, das ist hier in der MK ja ein beliebter Sport. Dabei finde ich
"Das mit der 'Unvollkommenheit' finde ich eher problematisch. Es ist natürlich ein prima Strohhalm für alle MKler, die es einfach nicht hinkriegen. ;-)"
gar nicht einmal so fürchterlich arrogant.
Eindeutig allerdings aus meiner Sicht:
"Er hat, was so manchen hier komplett fehlt: Geschmack."
Das ist mehr als arrogant, denn es ist eine deutlichere Wertung. Was manchen fehlt ist aus meiner Sicht die Fähigkeit zwischen handwerklichen Aspekten und künstlerischen Aspekten zu unterscheiden. Über die Gewichtung mag jeder für sich selbst entscheiden. Insofern bin ich zumindest "geschmacklich" bei artist de identité inconnue.
Vielleicht sollte ich auch nicht so hart über Menschen urteilen, die in einem Video vereinzelt unglaublich dumme Sätze sagen. Also damit meine ich beispielsweise die Behauptung, dass der Vorteil der "analogen" Fotografie darin liegt, dass man die Ergebnisse nicht sofort sehen kann.
"Das mit der 'Unvollkommenheit' finde ich eher problematisch. Es ist natürlich ein prima Strohhalm für alle MKler, die es einfach nicht hinkriegen. ;-)"
gar nicht einmal so fürchterlich arrogant.
Eindeutig allerdings aus meiner Sicht:
"Er hat, was so manchen hier komplett fehlt: Geschmack."
Das ist mehr als arrogant, denn es ist eine deutlichere Wertung. Was manchen fehlt ist aus meiner Sicht die Fähigkeit zwischen handwerklichen Aspekten und künstlerischen Aspekten zu unterscheiden. Über die Gewichtung mag jeder für sich selbst entscheiden. Insofern bin ich zumindest "geschmacklich" bei artist de identité inconnue.
Vielleicht sollte ich auch nicht so hart über Menschen urteilen, die in einem Video vereinzelt unglaublich dumme Sätze sagen. Also damit meine ich beispielsweise die Behauptung, dass der Vorteil der "analogen" Fotografie darin liegt, dass man die Ergebnisse nicht sofort sehen kann.
#14Report
1 month ago
Ich verstehe das mit dem Unperfekten als "je ne sais quoi" und nicht als Fehler im eigentlichen Sinne.
#15Report
1 month ago
Eine meiner wichtigsten Erkenntnisse aus meiner Fotografie ist es einfach zu seiner Arbeit zu stehen, egal was andere denken und kritisieren. Wenn mir jemand sagt, du "kriegst es einfach nicht hin", du hast einfach "keinen Geschmack" oder kritisiert dass meine Fotos falsch gecroppt sind, der Horizont schief ist, die Belichtung nicht stimmt oder die Schatten abgesoffen sind - dann geht mir das alles mittlerweile ziemlich am Popo vorbei.
Wenn ich aber in Gegenzug ein Interview mit einem "Starfotografen" sehe der viele meiner Überzeugungen auch sagt, der von Unvollkommenheit und dem menschlichen Faktor spricht, dann fühle ich eine gewisse Ermunterung und Bestätigung, dass ich vielleicht doch nicht so falsch liege - mehr aber auch nicht.
Anton Corbijn hat auch beschrieben, dass er die Spannung mag, die zwischen dem Zeitpunkt der Aufnahme und dem späteren Herausfinden was daraus geworden ist liegt.
Auch hier fühle mich angesprochen. Ich fotografiere in der Regel schnell und kurz. Ich schaue mir oft die Fotos auch nicht mehr im Display an, ich vertraue darauf, dass meine Kamera das eigentlich alles richtig macht. Ist das Shooting beendet weiß ich, dass ich auf der Speicherkarte eine große Anzahl mir "unbekannter" Fotos habe. Daher habe ich eine ähnliche Spannung, wenn ich die Fotos später in LR lade und sie das erste mal wirklich wahrnehme.
Und das Schöne an der heutigen Welt ist doch, dass ich RAW Dateien, die ich vor vielleicht zehn Jahren aufgenommen habe auch heute noch so bearbeiten kann als hätte ich sie gerade gestern fotografiert.
Wenn ich aber in Gegenzug ein Interview mit einem "Starfotografen" sehe der viele meiner Überzeugungen auch sagt, der von Unvollkommenheit und dem menschlichen Faktor spricht, dann fühle ich eine gewisse Ermunterung und Bestätigung, dass ich vielleicht doch nicht so falsch liege - mehr aber auch nicht.
Anton Corbijn hat auch beschrieben, dass er die Spannung mag, die zwischen dem Zeitpunkt der Aufnahme und dem späteren Herausfinden was daraus geworden ist liegt.
Auch hier fühle mich angesprochen. Ich fotografiere in der Regel schnell und kurz. Ich schaue mir oft die Fotos auch nicht mehr im Display an, ich vertraue darauf, dass meine Kamera das eigentlich alles richtig macht. Ist das Shooting beendet weiß ich, dass ich auf der Speicherkarte eine große Anzahl mir "unbekannter" Fotos habe. Daher habe ich eine ähnliche Spannung, wenn ich die Fotos später in LR lade und sie das erste mal wirklich wahrnehme.
Und das Schöne an der heutigen Welt ist doch, dass ich RAW Dateien, die ich vor vielleicht zehn Jahren aufgenommen habe auch heute noch so bearbeiten kann als hätte ich sie gerade gestern fotografiert.
#16Report
1 month ago
Ob man diesen Kollegen nun mag oder auch nicht, ist bei einer persönlichen Beurteilung doch völlig sekundär. Der Mann hat Erfolg und allein schon das spricht für seine Arbeit und deren Inhalt. Somit auch für eine gewisse Qualität.
Aussagen in seinem Video wie "ein Gefühl der Zeitlosigkeit", "Individualismus ist die größte Kostbarkeit", oder die Erläuterung des Begriffes von "Unvollkommenheit" spricht doch dafür, wie intensiv er sich mit diesen Thematiken bei der Umsetzung seiner Arbeitsweise stets auseinandersetzt.
Natürlich muss man mit dieser, seiner Einschätzung nicht einer Meinung sein. Aber macht nicht gerade dieser Umstand wiederum, wie alles in unserem Leben, so vielfältig und gleichzeitig auch interessant?
Noch in den Sechzigern liefen die Chinesen im einheitlichen "blauen Anton" durch die Gegend. Und heute? Oftmals lernt man aus der Konfrontation mit anderem mehr als man sich jemals vorstellen konnte. Ein Nachteil?
Sein eingangs schon erwähnter Erfolg spricht allein schon für sich. Meine fotografische Welt ist es auch nicht. Ist das wichtig? Trotzdem gebührt ihm großer Respekt. Eine Eigenschaft, die der eine oder andere hier noch lernen und in seiner Beurteilung vielleicht mit einfließen lassen sollte.
Aussagen in seinem Video wie "ein Gefühl der Zeitlosigkeit", "Individualismus ist die größte Kostbarkeit", oder die Erläuterung des Begriffes von "Unvollkommenheit" spricht doch dafür, wie intensiv er sich mit diesen Thematiken bei der Umsetzung seiner Arbeitsweise stets auseinandersetzt.
Natürlich muss man mit dieser, seiner Einschätzung nicht einer Meinung sein. Aber macht nicht gerade dieser Umstand wiederum, wie alles in unserem Leben, so vielfältig und gleichzeitig auch interessant?
Noch in den Sechzigern liefen die Chinesen im einheitlichen "blauen Anton" durch die Gegend. Und heute? Oftmals lernt man aus der Konfrontation mit anderem mehr als man sich jemals vorstellen konnte. Ein Nachteil?
Sein eingangs schon erwähnter Erfolg spricht allein schon für sich. Meine fotografische Welt ist es auch nicht. Ist das wichtig? Trotzdem gebührt ihm großer Respekt. Eine Eigenschaft, die der eine oder andere hier noch lernen und in seiner Beurteilung vielleicht mit einfließen lassen sollte.
#17Report
1 month ago
Auf meine Frage, ob sich denn jemand hier schon mal ein Buch von Mijnheer Corbijn geleistet hat: natürlich keine Antwort. (Sowas kostet ja GELD!)
Norbert hat Recht: AC hat sich sehr erfolgreich zu einer 'Marke' gemacht und – Lithprint mit den reinschwarzen Schatten – einen unverwechselbaren Look kreiert. Ein FOTOKÜNSTLER.
Was ich auch sehr an ihm bewundere: Ausgehend von seinen Videoclips (u.a. für Depeche Mode und U2) hat er eine Zweitkarriere als Spielfilmregisseur gestartet. Hat denn jemand hier einen seiner 4 Kinofilme gesehen?
Ach, ich frag ja bloß...
Norbert hat Recht: AC hat sich sehr erfolgreich zu einer 'Marke' gemacht und – Lithprint mit den reinschwarzen Schatten – einen unverwechselbaren Look kreiert. Ein FOTOKÜNSTLER.
Was ich auch sehr an ihm bewundere: Ausgehend von seinen Videoclips (u.a. für Depeche Mode und U2) hat er eine Zweitkarriere als Spielfilmregisseur gestartet. Hat denn jemand hier einen seiner 4 Kinofilme gesehen?
Ach, ich frag ja bloß...
#18Report
1 month ago
#18 warum sollte ich mich mit jemandem in einen Dialog begeben, der mich blockiert? Wer so ausdrücklich und wiederholt seine Negativität zum Ausdruck gibt, sollte die Diskussion mit sich selbst oder seinen Jüngern führen. Halte ruhig weiter das Geodreieck an die Bilder und zähle Pixel.
#19Report
1 month ago
Anmerkung zu #5:
Fotografiska gibt es jetzt auch in Berlin und die haben noch bis September die Corbijn Ausstellung (Bücher kann man auch kaufen)
Das AJ Zitat über AC hier im Thread kann man da gut nachvollziehen.
Fotografiska gibt es jetzt auch in Berlin und die haben noch bis September die Corbijn Ausstellung (Bücher kann man auch kaufen)
Das AJ Zitat über AC hier im Thread kann man da gut nachvollziehen.
#20Report
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Untertitel einschalten, der Ton ist nicht gerade optimal