Fotograf Anton Corbijn über KI, Schönheit und Topmodels 73
1 month ago
Statt hier mit Füllwörtern zu jonglieren und sinnbefreit zu LaChapelle abzuschweifen, (ähnlich weit weg von Anton wie Annie Leibowitz), könnte man mal ein Wort über Antons VIER Spielfilme verlieren...?
Uuuups: die hat ja mutmaßlich keiner hier gesehen.
Egal: ein letztes Vor-Ort-Bild des kreativen Holländers (aus 2011) ist hochgeladen. Jetzt mach ich mir 'nen Kaffee, setz mich in den Lesesessel am Fenster und greife ganz analog zu seinem Buch STAR TRAK (1996). Und genieße die Lithprints.
Uuuups: die hat ja mutmaßlich keiner hier gesehen.
Egal: ein letztes Vor-Ort-Bild des kreativen Holländers (aus 2011) ist hochgeladen. Jetzt mach ich mir 'nen Kaffee, setz mich in den Lesesessel am Fenster und greife ganz analog zu seinem Buch STAR TRAK (1996). Und genieße die Lithprints.
#62Report
1 month ago
PetersPhotos schrieb: Statt hier mit Füllwörtern zu jonglieren und sinnbefreit zu LaChapelle abzuschweifen, (ähnlich weit weg von Anton wie Annie Leibowitz)
Man kann das Abschweifen zu LaChapelle natürlich als „sinnbefreit“ betiteln. Ist das so? Nicht, wenn man die essayistische Brücke dahinter sieht. Denn LaChapelle ist von Corbijn nicht ähnlich weit weg wie Leibowitz, er ist viel weiter weg. Er ist der quasi der Gegenentwurf. Dass eine Band wie U2 oder eine Ikone wie Andy Warhol dann aber mit genau diesen beiden Extremen zusammenarbeiteten, ist doch eine spannende und eben dann doch schonwieder verbindende Parallele, die das Spektrum der Fotografie perfekt aufzeigt. Und da sind wir beim verbindenden Thema in Bezug auf diese Diskussion: Es ging um die philosophische Sicht dieser gegensätzlichen Fotografen auf die Fotografie – und mir darum, ob ihre Ansichten gerne auch mal als Ausrede missbraucht werden.
Antons vier Spielfilme (von Control bis Life) sind großartiges Kino, keine Frage. Aber Spielfilme sind ja doch recht weit weg vom fotografischen Thema und es gibt vermutlich bessere Orte um sich über Spielfilme auszutauschen.
#63Report
1 month ago
#60….ja, aber Corbijn hat noch seine Entwicklung vor sich,
Lebeck muss “nur noch” die Kontakte sichten,
dieser Vorgang spiegelt sich in der ganzen Ablauf der Session wieder…
beide sind - für mich - Künstler!
Lebeck muss “nur noch” die Kontakte sichten,
dieser Vorgang spiegelt sich in der ganzen Ablauf der Session wieder…
beide sind - für mich - Künstler!
#64Report
1 month ago
Mir fällt da die Verfilmung von "3 Tage in Quiberon" ein wo Robert Lebeck drei Tage als Fotograf des Sterns Gelegenheit hatte Romy Schneider zu fotografieren. Auch hier fuhren Reporter und Fotograf zur Person, nicht wissend wie und in welcher Stimmung sie Romy Schneider antreffen würden.
Das ist das tägliche Brot jedes Bildjournalisten...
Es gab kein Set, es gab das, was vor Ort möglich war
Auch das ist das tägliche Brot jedes Bildjournalisten. Zumindest die Regel, nicht die Ausnahme.
und es gab sicher ein besonderes Verhältnis zwischen Lebeck und Schneider.
Die waren wohl schon ziemlich lange befreundet, und aus einer solchen Freundschaft zweier Kreativer können wunderbare Dinge entstehen.
Aber es gab am Ende eben auch Fotos die für mich genau das widerspiegeln was für mich Fotografie im Grunde ausmacht.
Es ist dicht und intensiv. Also so, wie guter (Bild-)Journalismus immer sein sollte. Aber verständlicherweise nicht immer sein kann, und schon gar nicht in solcher Weise. Für einen leidenschaftlichen Fotografen ein Glücksmoment, in jeder Bedeutung des Wortes.
Beeindruckender noch als "3 Tage in Quiberon" fand ich übrigens einen TV-Bericht über die Eröffnung einer Foto-Ausstellung dazu, bei der Robert Lebeck anwesend war.
Unprätentiös und bescheiden bis zum Anschlag. Er fotografierte dabei, mit "kleinem Besteck". Und man sah so deutlich, daß es ihm Freude machte, ein tiefes inneres Bedürfnis war, und das alles ohne jedes "Trara". Da wurde (jedenfalls dem, der ein gewisses Verständnis für die Materie hat) klar, wieso der Mann so geniale, großartige Fotos gemacht hat. (Da möchte man nicht nur Fotos machen können wie Lebeck - da möchte man auch fotografieren können wie Lebeck.)
#65Report
1 month ago
Kleine Fußnote zum Niveau hier: Robert Lebeck verstarb am 14. Juni 2014 in Berlin. Der Film 3 TAGE IN QUIBERON startete 2018.
Corbijn "hat seine Entwicklung noch vor sich"... ?? Er ist jetzt 71. Aber vielleicht kann er sich von deiner Entwicklung noch was abschauen, Reverend ?
Manche Leute scheinen sogar noch davon überfordert, mal bei Wikipedia reinzuschauen.
Corbijn "hat seine Entwicklung noch vor sich"... ?? Er ist jetzt 71. Aber vielleicht kann er sich von deiner Entwicklung noch was abschauen, Reverend ?
Manche Leute scheinen sogar noch davon überfordert, mal bei Wikipedia reinzuschauen.
#66Report
1 month ago
Das hier vorherrschende Niveau ist nun mal ein wirklich spannender Input welcher diese Diskussion in ganz neue künstlerisch-kreative Bahnen lenken könnte!
Es ist für mich immer wieder faszinierend mitzuerleben, auf welch (für mich) grottigem Niveau es einem einzelnen Forumsteilnehmer hier gelingt, gezielt Mitglieder der Community in (so meine Empfindung) unterirdisch primitiver und selbstherrlicher Art und Weise anzupöbeln. Ich empfinde das schon beinahe als eine Art von genialer Kunstfertigkeit.
Könnte eventuell interessant sein, mal darüber zu diskutieren, ob diese Kunstfertigkeit für selbsternannte Fotografen/Kunstschaffende nicht sogar stärker zu gewichten wäre als die Kunst, mit dem Mut zur Unvollkommenheit hervorragende und niveauvolle Fotos zu gestalten. Wieso sonst wird sie denn von jenem einzelnen Forumsteilnehmer - welcher sich selbst als genialer Fotograf sieht - in so konstanter Art ausgelebt?
Findest Du das nicht auch PetersPhotos ?
Es ist für mich immer wieder faszinierend mitzuerleben, auf welch (für mich) grottigem Niveau es einem einzelnen Forumsteilnehmer hier gelingt, gezielt Mitglieder der Community in (so meine Empfindung) unterirdisch primitiver und selbstherrlicher Art und Weise anzupöbeln. Ich empfinde das schon beinahe als eine Art von genialer Kunstfertigkeit.
Könnte eventuell interessant sein, mal darüber zu diskutieren, ob diese Kunstfertigkeit für selbsternannte Fotografen/Kunstschaffende nicht sogar stärker zu gewichten wäre als die Kunst, mit dem Mut zur Unvollkommenheit hervorragende und niveauvolle Fotos zu gestalten. Wieso sonst wird sie denn von jenem einzelnen Forumsteilnehmer - welcher sich selbst als genialer Fotograf sieht - in so konstanter Art ausgelebt?
Findest Du das nicht auch PetersPhotos ?
#67Report
1 month ago
.. und außerdem endet die Suche nach Romy Schneider schon seit 44 Jahren in Boissy-sans-Avoir.
Deshalb waren auch Marie Bäumer und Charly Hübner gar nicht gemeint :
https://photography-now.com/exhibition/129917
https://filminstitut.at/filme/3-tage-in-quiberon
Soviel zu #66 ..
@ fotozuma : Danke !
Deshalb waren auch Marie Bäumer und Charly Hübner gar nicht gemeint :
https://photography-now.com/exhibition/129917
https://filminstitut.at/filme/3-tage-in-quiberon
Soviel zu #66 ..
@ fotozuma : Danke !
#68Report
1 month ago
Hi,
ich habe das was Peter gesagt hat nicht verstanden.
Zur Erinnerung, Lebeck hat “nur auf seine Negative (Entwicklung normal) gewartet”,
Corbijn hat eine andere Belichtung, eine andere Entwicklung!
Er sagte es auch im Video.
und das Wissen darum ist auch entscheidet wie man photographiert.
ich habe das was Peter gesagt hat nicht verstanden.
Zur Erinnerung, Lebeck hat “nur auf seine Negative (Entwicklung normal) gewartet”,
Corbijn hat eine andere Belichtung, eine andere Entwicklung!
Er sagte es auch im Video.
und das Wissen darum ist auch entscheidet wie man photographiert.
#69Report
1 month ago
am Rande angemerkt: PetersPhotos: Ich habe Verständnis dafür, wenn jemand auch in fortgeschrittenem Alter Fan eines Künstlers ist und da entsprechend nix drauf kommen läßt. Umso besser und bereichernder, wenn dann kleine und nette und unterhaltsame persönliche Anekdoten und auch Tipps angeknüpft werden.
Aber jetzt haben wir's verstanden mit der Leidenschaft und das Gespräch darf ohne stets begleitende Herablassung und Provokation weiter gehen, oder?
Aber jetzt haben wir's verstanden mit der Leidenschaft und das Gespräch darf ohne stets begleitende Herablassung und Provokation weiter gehen, oder?
#70Report
1 month ago
PetersPhotos
"[...]könnte man mal ein Wort über Antons VIER Spielfilme verlieren...?"
Ich beginne mal mit ZWEI Spielfilmen. ;-)
Während ich "The American" für einen eher durchschnittlichen und klischeebeladen Film halte, spielt "A Most Wanted Man" für mich in einer gänzlich anderen Liga - nicht zuletzt aufgrund des hervorragend spielenden Philip Seymour Hoffman (...und Willem Dafoe geht sowieso auch immer...). Die tolle Drehbuchadaption der le Carré Vorlage weiß Corbijn standesgemäß und stimmungsvoll zu inszenieren, während er mit dem eher schwachen Drehbuch von "The American" nichts anzufangen weiß, um die Durchschnittlichkeit des Drehbuchs aufzuwerten. Sieht halt aus, wie eine zeitgemäße Mid-Budget-Produktion aussehen muß.
"A Most wanted Man" ist von beiden der eindeutig elegantere, gehaltvollere Film, der im internationalen Vergleich schon recht weit oben im Thriller-Genre mitspielt. Einfach deutlich erwachsener und vollständiger.
"[...]könnte man mal ein Wort über Antons VIER Spielfilme verlieren...?"
Ich beginne mal mit ZWEI Spielfilmen. ;-)
Während ich "The American" für einen eher durchschnittlichen und klischeebeladen Film halte, spielt "A Most Wanted Man" für mich in einer gänzlich anderen Liga - nicht zuletzt aufgrund des hervorragend spielenden Philip Seymour Hoffman (...und Willem Dafoe geht sowieso auch immer...). Die tolle Drehbuchadaption der le Carré Vorlage weiß Corbijn standesgemäß und stimmungsvoll zu inszenieren, während er mit dem eher schwachen Drehbuch von "The American" nichts anzufangen weiß, um die Durchschnittlichkeit des Drehbuchs aufzuwerten. Sieht halt aus, wie eine zeitgemäße Mid-Budget-Produktion aussehen muß.
"A Most wanted Man" ist von beiden der eindeutig elegantere, gehaltvollere Film, der im internationalen Vergleich schon recht weit oben im Thriller-Genre mitspielt. Einfach deutlich erwachsener und vollständiger.
#71Report
1 month ago
Patrick Michael Weber. MOST WANTED MAN ist der einzige, der ich bisher nur einmal gesehen habe. Nachdem der deutsche DP Martin Ruhe bei CONTROL und THE AMERICAN wunderbar "Antonige" Bilder gedreht hat, ging mir die (damals leider angesagte) Wackelhandkamera von Benoit Delhomme arg auf den Zeiger. Muss ich aber bald nochmal anschauen. Zu LIFE ein Tipp: schaut auch ganz klasse in SW aus.
#72Report
1 month ago
#73Report
Topic has been closed










Ich finde das bei LaChapelle gar nicht weiter verwerflich. Da ist es zumindest sofort klar und solche Entwicklungen empfinde ich durchaus als Weiterentwicklung und Bereicherung. Heute wird ja auch ganz anders gemalt als früher.
Aber ich vermute, den meisten ist nicht klar, wie das einst "teuerste Foto der Welt", Rhein II von Andreas Gursky, entstanden ist. Ich habe es nicht genau nachgezählt. Aber locker 50% des "Fotos" sind Photoshop-Pixel und haben nichts mit der Realität zu tun. Ein ganzes Kraftwerk ist aus dem Foto verschwunden und noch so einiges mehr. Und ich weiß gar nicht, ob er das wenigstens selbst gemacht hat oder da immer ein Assistent/Praktikant am Werk ist.
Aber gut, solche Fotos werden immerhin in Becher-Manier von einer Hebebühne aus aufgenommen. Also der Aufwand beim Fotografieren wird betrieben, wie m an beim Shooting zum jüngsten Tote Hosen Cover an gleicher Stelle sehen durfte. ;-) Es ist dort nicht so offensichtlich, dass es sich nicht um ein Abbild der Realität handelt. LaChapelle erweckt diesen Eindruck gar nicht erst.