Warum tappen noch so viele in die Schwarz-Weiß-Falle? 192
1 day ago
@ PetersPhotos
Oh, ich mache sehr viele Bilder und poste sie auch - weil deren Bodenkontakt aber durch Reifen erfolgt und nicht durch Beine in Pumps oder Sandaletten, gehören sie aber nicht hierher. Auch da bearbeite ich fast nichts, mache also nur Zuschnitt, korrigiere ggfs. Kontrast und Kelvinwert. Krümmer statt Knie, Zylinderkopf statt Auge - warum soll ich da die Kamera wegsperren ?
Wie auch schon beim "Stempeln" oder beim Nutzen der KI thematisiert :
Machen die vielen Mausklicks wirklich soviel Spaß ? Zwischen Stirn und Kinn im Lupenmodus hin und her, um Bildpunkte zu nivellieren, kleinste Partien abzudunkeln oder aufzuhellen .... mit einer guten Formulierung binnen von Sekunden einen tollen Hintergrund zu erzeugen oder Müll und Kippen vor den Füßen des Models "wegzufegen", ohne die Grashalme dazwischen auch gleich "abzumähen", erscheint mir doch eine sehr gute Perspektive !
Der eine macht keine Bilder (mehr), der andere bearbeitet sie fast nie – darf ich fragen, wo da der Spaß bleibt?
Angenommen, ich hätte eine Wette verloren und dürfte mal einen Monat lange kein einziges Bild bearbeiten / optimieren / putzen / colorgraden – und das beinhaltet den SW-Check von Zeit zu Zeit – dann würde ich meine NIKON in diesem Monat wohl wegsperren!
Oh, ich mache sehr viele Bilder und poste sie auch - weil deren Bodenkontakt aber durch Reifen erfolgt und nicht durch Beine in Pumps oder Sandaletten, gehören sie aber nicht hierher. Auch da bearbeite ich fast nichts, mache also nur Zuschnitt, korrigiere ggfs. Kontrast und Kelvinwert. Krümmer statt Knie, Zylinderkopf statt Auge - warum soll ich da die Kamera wegsperren ?
Wie auch schon beim "Stempeln" oder beim Nutzen der KI thematisiert :
Machen die vielen Mausklicks wirklich soviel Spaß ? Zwischen Stirn und Kinn im Lupenmodus hin und her, um Bildpunkte zu nivellieren, kleinste Partien abzudunkeln oder aufzuhellen .... mit einer guten Formulierung binnen von Sekunden einen tollen Hintergrund zu erzeugen oder Müll und Kippen vor den Füßen des Models "wegzufegen", ohne die Grashalme dazwischen auch gleich "abzumähen", erscheint mir doch eine sehr gute Perspektive !
#182Report
1 day ago
SEE, vielleicht bist du ja einfach im falschen Workflow zugange?
#183Report
1 day ago
@ PetersPhotos
Ok, mit ein paar abgestimmten Presets ist Bildbearbeitung sicherlich angenehmer. Dann werden aber bestimmte Funktionen mit einem Click ausgelöst, wo man sonst 20, 30 oder noch mehr einzelne Bearbeitungsschritte bräuchte. Wird da das Handwerkliche nicht ebenso durch eine Abfolge maschineller Schritte ersetzt, wie sie auch durch einen KI-Prompt ausgelöst würde ?
Ok, mit ein paar abgestimmten Presets ist Bildbearbeitung sicherlich angenehmer. Dann werden aber bestimmte Funktionen mit einem Click ausgelöst, wo man sonst 20, 30 oder noch mehr einzelne Bearbeitungsschritte bräuchte. Wird da das Handwerkliche nicht ebenso durch eine Abfolge maschineller Schritte ersetzt, wie sie auch durch einen KI-Prompt ausgelöst würde ?
#184Report
1 day ago
Marcello Rubini
Ich fürchte, ich kann Dir nicht ganz folgen, was Deine "provokante" These und andere Aussagen aus Deinem letzten Beitrag angeht.
Also wenn die Beobachtungen stimmen, dass Farbbilder mehr Aufmerksamkeit bekommen als SW-Bilder, dann bedeutet das zunächst einmal fast gar nichts (außer der Aussage wie sie da wörtlich steht). Wenn wir aber das jeweils für eine Sedcard betrachten auf der sich sowohl Farb- als auch SW-Bilder befinden, dann wird es enger. Eine Gewissheit werden wir nicht bekommen - nur Wahrscheinlichkeiten: in diesem Fall wahrscheinliche Erklärungen dafür, warum das so ist. Ich bringe das in eine Reihenfolge, wie ich das sehe:
1) Betrachter können mit Farbfotos mehr anfangen.
2) Fotografen gelingen Farbfotos besser.
(warum sollte das so sein)
3) Betrachter schauen sich bevorzugt schlechte Fotos an
(da müsste man Likes zählen)
4) Betrachter sind "Kunstbanausen"
(das "Totschlagargument" schlechthin)
Übrigens habe ich auch schon - nicht hier, aber in der fc - zwei Versionen eines Fotos ausgestellt. Es gab immer Kommentare, dass die SW-Version besser sei - aber Likes gab es dann meist mehr für die Farbversion.
Ich fürchte, ich kann Dir nicht ganz folgen, was Deine "provokante" These und andere Aussagen aus Deinem letzten Beitrag angeht.
Also wenn die Beobachtungen stimmen, dass Farbbilder mehr Aufmerksamkeit bekommen als SW-Bilder, dann bedeutet das zunächst einmal fast gar nichts (außer der Aussage wie sie da wörtlich steht). Wenn wir aber das jeweils für eine Sedcard betrachten auf der sich sowohl Farb- als auch SW-Bilder befinden, dann wird es enger. Eine Gewissheit werden wir nicht bekommen - nur Wahrscheinlichkeiten: in diesem Fall wahrscheinliche Erklärungen dafür, warum das so ist. Ich bringe das in eine Reihenfolge, wie ich das sehe:
1) Betrachter können mit Farbfotos mehr anfangen.
2) Fotografen gelingen Farbfotos besser.
(warum sollte das so sein)
3) Betrachter schauen sich bevorzugt schlechte Fotos an
(da müsste man Likes zählen)
4) Betrachter sind "Kunstbanausen"
(das "Totschlagargument" schlechthin)
Übrigens habe ich auch schon - nicht hier, aber in der fc - zwei Versionen eines Fotos ausgestellt. Es gab immer Kommentare, dass die SW-Version besser sei - aber Likes gab es dann meist mehr für die Farbversion.
#185Report
12 hours ago
Irgendwann habe ich festgestellt das ich etwa 90% meiner Fotos zu schwarz weiss umwandle. Das hat mich dazu bewogen eine dieser monochrom kameras gebraucht zu kaufen. Seit 3 Jahren benutze ich jetzt ausschliesslich dieses Teil. Bedeutet das schwarz /weiss ist besser als farbe? Selbstverständlich nicht! Es gibt kein besser oder schlechter. Mir ist Farbe einfach oft zu... bunt, zu schrill, zu laut. Mein Auge empfindet schwarz /weiss einfach àsthetischer, angenehmer.
Was ist künstlerischer? Schwarz /weiss oder Farbe? Auch hier gibt es selbstverständlich keine allgemein gültige Antwort. Alles kann Kunst sein und nichts. Es gibt die Brotlose Kunst und die finanziell erfolgreiche Kunst. Auch hier ist das eine nicht unbedingt besser als das andere. Deshalb meine Schlussfolgerung: Die grösste Kunst an der Kunst ist das finden eines Käufers damit aus Brotlos wertvoll wird.
Was ist künstlerischer? Schwarz /weiss oder Farbe? Auch hier gibt es selbstverständlich keine allgemein gültige Antwort. Alles kann Kunst sein und nichts. Es gibt die Brotlose Kunst und die finanziell erfolgreiche Kunst. Auch hier ist das eine nicht unbedingt besser als das andere. Deshalb meine Schlussfolgerung: Die grösste Kunst an der Kunst ist das finden eines Käufers damit aus Brotlos wertvoll wird.
#186Report
9 hours ago
Farben unterliegen stets nicht nur einem Trend, sondern in gleichem Maße einem Zeitfaktor.
Jedes Jahr kommen schließlich Kollektionen der verschiedensten Modeunternehmen auf den Markt. Egal ob vom internationalen Luxus Label oder deutschen Traditionsunternehmen. Unterschieden stets in Frühjahr/Sommer und Herbst/Winterkollektionen. Dabei von ganz wesentlicher Bedeutung aber neben Form und Textur immer auch die wechselnden Farben!
Gerade deshalb lege ich bei meinen Kompositionen großen Wert darauf diesem steten Wandel nicht zu erliegen.
Modern ist nämlich in aller Regel ebenso schnell unmodern.
Wenn ich in Color fotografiere lege ich daher ausnahmslos großen Wert auf gedeckte Farben. Erdfarben sind bei mir ausnahmslos allererste Wahl.
Zeitlosigkeit heißt bei mir insoweit von jeher das Zauberwort.
Ich unterscheide mich also gerne vom jeweils letzten Schrei, der auch in unserer Branche längst Einzug gehalten hat. Dieses Betätigungsfeld überlasse ich lieber Anderen.
Jedes Jahr kommen schließlich Kollektionen der verschiedensten Modeunternehmen auf den Markt. Egal ob vom internationalen Luxus Label oder deutschen Traditionsunternehmen. Unterschieden stets in Frühjahr/Sommer und Herbst/Winterkollektionen. Dabei von ganz wesentlicher Bedeutung aber neben Form und Textur immer auch die wechselnden Farben!
Gerade deshalb lege ich bei meinen Kompositionen großen Wert darauf diesem steten Wandel nicht zu erliegen.
Modern ist nämlich in aller Regel ebenso schnell unmodern.
Wenn ich in Color fotografiere lege ich daher ausnahmslos großen Wert auf gedeckte Farben. Erdfarben sind bei mir ausnahmslos allererste Wahl.
Zeitlosigkeit heißt bei mir insoweit von jeher das Zauberwort.
Ich unterscheide mich also gerne vom jeweils letzten Schrei, der auch in unserer Branche längst Einzug gehalten hat. Dieses Betätigungsfeld überlasse ich lieber Anderen.
#187Report
7 hours ago
@ Norbert Hess
Aber Hawaiihemd, Cowboystiefel und "psychedelische" Tapeten haben doch auch ein Zeitkolorit, das man nun retrospektiv betrachtet jedenfalls als erinnerungswürdig betrachten kann, vielleicht aber sogar als epochal - je nach eigenem Standpunkt und Geschmack.
Mode nur für eine Saison - stimmt, dies gab es schon vor einem halben Jahrhundert, und sicherlich ist nicht jeder "letzte Schrei" es wert, ihm zu folgen. Das zeigt sich ja auch im Buch-Thema hinsichtlich der Relevanz des "neuen".
Aber zumindest ein Drittel bis sogar die Hälfte dieser einstigen Kreationen hat es doch erneut auf den Laufsteg und in die Läden geschafft : Den Minirock gibt es seit 6 Jahrzehnten, und war er seither je ganz weg ? Oder das Pepita-Muster, das doch auch zu den Evergreens der Mode gehört.
Aber Hawaiihemd, Cowboystiefel und "psychedelische" Tapeten haben doch auch ein Zeitkolorit, das man nun retrospektiv betrachtet jedenfalls als erinnerungswürdig betrachten kann, vielleicht aber sogar als epochal - je nach eigenem Standpunkt und Geschmack.
Mode nur für eine Saison - stimmt, dies gab es schon vor einem halben Jahrhundert, und sicherlich ist nicht jeder "letzte Schrei" es wert, ihm zu folgen. Das zeigt sich ja auch im Buch-Thema hinsichtlich der Relevanz des "neuen".
Aber zumindest ein Drittel bis sogar die Hälfte dieser einstigen Kreationen hat es doch erneut auf den Laufsteg und in die Läden geschafft : Den Minirock gibt es seit 6 Jahrzehnten, und war er seither je ganz weg ? Oder das Pepita-Muster, das doch auch zu den Evergreens der Mode gehört.
#188Report
7 hours ago
Norbert Hess. Ach, Norbert – 'dem Wandel erliegen' klingt ja arg dramatisch. Ein gutes Modefoto bleibt eins, auch, wenn der Trend weitergezogen ist! Es zeigt halt etwas besser als der klassische, zeitlose und dadurch auch etwas austauschbare Akt, WANN in etwa das Bild entstanden ist. Auch in SW.
Wenn du Outfits in deinen Fotos mitspielen lässt, setzt du ja meist auf das sichere Schwarz oder Weiß der Klamotten – mit Klasse Ergebnissen, wie ich finde.
Die Zeiten eines echten Modediktats sind übrigens längst vorbei – wie allgemein bekannt, wenn man sich für das Sujet interessiert. Eine 'Muss-Farbe' wie das Orange der frühen Siebziger gibt es längst nicht mehr.
Und ein Ralph Lauren wird auf seine alten Tage nicht mehr anfangen, seine edlen Modelgeschöpfe plötzlich in Quietschgrün und Schockpink zu stecken.
Wenn du Outfits in deinen Fotos mitspielen lässt, setzt du ja meist auf das sichere Schwarz oder Weiß der Klamotten – mit Klasse Ergebnissen, wie ich finde.
Die Zeiten eines echten Modediktats sind übrigens längst vorbei – wie allgemein bekannt, wenn man sich für das Sujet interessiert. Eine 'Muss-Farbe' wie das Orange der frühen Siebziger gibt es längst nicht mehr.
Und ein Ralph Lauren wird auf seine alten Tage nicht mehr anfangen, seine edlen Modelgeschöpfe plötzlich in Quietschgrün und Schockpink zu stecken.
#189Report
7 hours ago
SEE Knipsbildner Na klar war der Minirock mal ganz weg! Dito das Hahnentrittmuster.
Wieviele Modenschauen auf YT guckst du denn so im Jahr? Wieviele Modedesigner er/kennst du? (wenn der Name fehlt?).
Ich denke, es ist kein Wunder, dass Fashion hier in der MK eher ein Stiefkind ist. Man muss einfach deutlich mehr investieren als "Du kannst dich jetzt ausziehen!" ;-))
Wieviele Modenschauen auf YT guckst du denn so im Jahr? Wieviele Modedesigner er/kennst du? (wenn der Name fehlt?).
Ich denke, es ist kein Wunder, dass Fashion hier in der MK eher ein Stiefkind ist. Man muss einfach deutlich mehr investieren als "Du kannst dich jetzt ausziehen!" ;-))
#190Report
5 hours ago
@ PetersPhotos
Da brauche ich die Clubs und Discos erst gar nicht erwähnen, denn ob in der U-Bahn oder auf der Leopoldstraße, ob Studentinnen vor der Uni oder zwischen den 5 Höfen und der Maximilianstraße - da verging kein Tag, an dem der Aufnahmebereich 'Fashion' sich nicht in der Streetfotografie symbiotisch verwirklicht hätte. Sogar wenn ich die 70er Jahre mal weglasse, waren es von 1980 bis Covid-19 genau 40 Sommer, und auch wenn ich jetzt keinen Bezug zu den Labels der Haute Couture herstellen kann, so verging in diesen 40 Sommern kein sonniger Tag, an dem nicht mindestens eine Frau auf der Straße ganz fotogen und chic zu sehen war. Wir können nun natürlich streiten, ob der Rocksaum 20 cm über dem Knie auch schon als 'Mini' gilt oder ob es 25 cm sein müssen - aber der kurze Rock war (und ist doch immer noch) Alltag hierzulande !
Da brauche ich die Clubs und Discos erst gar nicht erwähnen, denn ob in der U-Bahn oder auf der Leopoldstraße, ob Studentinnen vor der Uni oder zwischen den 5 Höfen und der Maximilianstraße - da verging kein Tag, an dem der Aufnahmebereich 'Fashion' sich nicht in der Streetfotografie symbiotisch verwirklicht hätte. Sogar wenn ich die 70er Jahre mal weglasse, waren es von 1980 bis Covid-19 genau 40 Sommer, und auch wenn ich jetzt keinen Bezug zu den Labels der Haute Couture herstellen kann, so verging in diesen 40 Sommern kein sonniger Tag, an dem nicht mindestens eine Frau auf der Straße ganz fotogen und chic zu sehen war. Wir können nun natürlich streiten, ob der Rocksaum 20 cm über dem Knie auch schon als 'Mini' gilt oder ob es 25 cm sein müssen - aber der kurze Rock war (und ist doch immer noch) Alltag hierzulande !
#191Report
1 hour ago
Ich muss gerade ein wenig schmunzeln. Mir scheint es gerade, dass Fotografen mit dem Spezialgebiet "Akt" sich über vergängliche Modetrends unterhalten.
Wieso glaube ich, dass ein Modedesigner nicht erfreut sein wird, wenn ihm ein angeheuerter Fotograf seine Werke in SW vorlegt?
Wieso glaube ich, dass ein Modedesigner nicht erfreut sein wird, wenn ihm ein angeheuerter Fotograf seine Werke in SW vorlegt?
#192Report
Topic has been closed







Ich formuliere meine Texte, aber sicher nicht meine Fotos. Die schieße ich. Das hat oft wirklich was von Pfeil und Bogen. Mal ein Schnellschuss, mal bleibt die Sehne für zehn Sekunden gespannt, bevor der 'Fotopfeil' abfliegen und treffen darf.
Der eine macht keine Bilder (mehr), der andere bearbeitet sie fast nie – darf ich fragen, wo da der Spaß bleibt?
Angenommen, ich hätte eine Wette verloren und dürfte mal einen Monat lange kein einziges Bild bearbeiten / optimieren / putzen / colorgraden – und das beinhaltet den SW-Check von Zeit zu Zeit – dann würde ich meine NIKON in diesem Monat wohl wegsperren!
Meine 'abweichende' Frage nach SW-Spielfilmen, die optisch begeistern und vielleicht das Auge schulen könnten, ging, bis auf 2 Ausnahmen, natürlich ins Leere. Alles viel zu konkret – da dreht man doch lieber Locken auf der Glatze der Fototheorien. Manche waren am Ende auch schon 20 Jahre nicht mehr im Kino...? 30? Wo sollen da Titel herkommen?
Was die inzwischen bald 3.000 Aufrufer umtreibt, ist mir auch ein Rätsel: Es scheint den allermeisten einfach keinen Spaß zu machen, mal eine (Gegen-) Meinung ins Forum zu werfen. Geht natürlich nur, wenn man sich eine leistet.
Am Ende sind wir für euch passive Patrone sowas wie DAS DSCHUNGELCAMP DER NACKTMODELSHOOTER?
Ach, sehr gerne. DIE Challenge nehmen wir locker an ;-)))