Gibt es noch TFP Models oder nur mehr Pay 1,320

#1301
1 week ago
@Mainpics:
Tom, meint in #1250 die Mieder aus dem 19 Jahrhundert....

Nein, ich meine die ganze normale heutige (Unter-)Wäsche.

Wenn ich ein Topless Thema habe, bitte ich das Modell mit einem T Shirt und den damüberliegenden Schichten zu kommen

Und Du erwartest, daß das Model ohne BH im Zug von München nach Hannover fährt? Frauen tragen, falls Du das noch nicht wusstest, BHs nicht nur aus modischen Gründen, sondern ab einer bestimmten Busengröße auch deshalb, weil es unangenehm ist, wenn die "Möpse" die ganze Zeit frei hin und her hüpfen. (Das tut nach einiger Zeit dann nämlich weh...)
Bei Slips ist es nicht viel anders, Verwendung von Unterwäsche ohne starken Gummizug, elastische, weiche Stoffe ohne Nähte.... Wenn das Modell das berücksichtigt, dann gibt es keine Probleme.

Und wenn das Model nicht mit solcher "Labber-Unterwäsche" im Zug von Hannover nach Stuttgart fahren möchte? Oder auch nur im Bus?

Es gibt viele Kleidungsstücke aller Art, die Abdrücke hinterlassen. Und Sitzmöbel tun das auch. Man wundert sich generell immer wieder mal, was alles Abdrücke auf einem Menschen hinterlassen kann.

Das ist auch völlig normal, und deshalb gehört es zu einem Foto-Shooting mit nackter Haut dazu, daß man Zeit einplant, in der sich diese Abdrücke wieder verflüchtigen. Klugerweise kümmert man sich sofort nach Ankunft des Models am Shooting-Ort darum. Dort kann das Model nämlich als erstes auf "Bademantel" o.ä. umsteigen, während es dann anschließend den Papierkram mit dem Fotografen erledigt. Und auch gegebenenfalls nötige oder sinnvolle Einstellungs-Tests, Licht-Tests usw. usf. kann man erledigen, während eventuelle Abdrücke noch am verschwinden sind.

(Ganz am Rande: wie deutlich "Abdrücke" sind und wie lange sie sichtbar bleiben hängt auch stark vom "körperlichen Typus" des Models ab. Z.B. von der Festigkeit des Bindesgewebes.)
#1302Report
1 week ago
@Matthias Langer:
Ich halte die Unterscheidung zwischen guten und schlechten Fotos nicht für sinnvoll.

Einen solchen Satz im Forum einer WWW-Fotografie-Community zu lesen ist schon...

... bemerkenswert.

Kann aber vielleicht auch vieles erklären.
#1303Report
1 week ago
@artist de identité inconnue

Ich greife mal das Thema "ebayKleinanzeigern" und "Hochzeiten" auf. Da werden täglich etliche Anzeigen geschaltet, "suchen Hochzeitsfotograf, Taufen, Kommunion etc"..
Die Fotografen sollen dann 3-4 Std oder noch mehr alles möglich fotografieren und schön festhalten. Dann die Nachbearbeitung und ggf noch große Abzüge. Das Buget dafür ist manchmal nicht einmal 100€ selten das es mal mehr als 300€ sind. Gern gesehen "Hobbyfotografen"... ja und die machen es dann für 100€.
Und genau damit machen diese Hobbyfotografen diesen Markt kaputt!

ad 1: ein Fotograf, der gegen Bezahlung fotografiert, ist kein "Hobbyfotograf", sondern selbständiger Gewerbetreibender oder Freiberufler. Und dafür ist es völlig unerheblich, ob er 100 € für das mehrstündige Fotografieren einer Hochzeit kassiert, oder 100.000€.
ad 2: in diesem Zusammenhang gibt es keinen Markt, der kaputt gemacht werden könnte.

Gäbe es diese "100-Euro-Hochzeitsfotografen" nicht - die Brautpaare würden sich auf die SmartPhone-Aufnahmen des Freundes- und Verwandenkreises verlassen, oder auf den Kumpel mit der DSLR, der das gratis macht.

Betriebswirtschaftlich betrachtet muss ein Fotograf, der das als Beruf macht, für das mehrstündige Fotografieren einer Hochzeit mit allem drum und dran eher 2.000 als 1.000€ verlangen, und je nach Umfang der Arbeit ist da nach oben noch viel Luft.

Der Knackpunkt ist nur: es gibt nur extrem wenige Menschen, die sowohl in der Lage als auch bereit sind, das dafür zu bezahlen. Klar gibt es Menschen, die ein Netto-Jahreseinkommen für ihre Hochzeit ausgeben, oder die Hochzeit ihrer Kinder. Sind aber Ausnahmen.

Insofern gibt es da keinen Markt, der kaputt gemacht werden könnte. Sondern nur Leute, die für ein Trinkgeld die Hochzeit anderer Leute fotografieren. Wenn es ihnen Spaß macht... Und wenn das Brautpaar und die Familien damit glücklich werden... Super.
#1304Report
#1305
1 week ago
Noch ein Nachtrag für alle bzgl der Wertschätzung eines Fotografen.

Ich greife mal das Thema "ebayKleinanzeigern" und "Hochzeiten" auf. Da werden täglich etliche Anzeigen geschaltet, "suchen Hochzeitsfotograf, Taufen, Kommunion etc"..
Die Fotografen sollen dann 3-4 Std oder noch mehr alles möglich fotografieren und schön festhalten. Dann die Nachbearbeitung und ggf noch große Abzüge. Das Buget dafür ist manchmal nicht einmal 100€ selten das es mal mehr als 300€ sind. Gern gesehen "Hobbyfotografen"... ja und die machen es dann für 100€.
Und genau damit machen diese Hobbyfotografen diesen Markt kaputt!


Diese Discount Bedürfnisse gibt es nicht nur bei Privatpersonen, ich bekomme solche Anfragen auch immer wieder mal für Firmenevents, Mitarbeiterportraits, Unternehmenskommunikation. Häufig haben dann unwissende Marketing-Mitarbeiter den Auftrag mit einem bestehenden Budget einen utopischen Leistungsumfang anzufragen oder in Auftrag zu geben. Es gibt aber immer dumme Kollegen, die glauben, wenn sie den Kunden einmal kennen, bekommen sie beim möglichen Folgeauftrag ein ernsthaftes Honorar. Sehr viele Portale bieten mittlerweile die Funktionalität von Massenanfragen in einer Region im Myhammer Stil.
#1306Report
#1307
1 week ago
Wenn sich der Profi nicht mehr abhebt, gehört es ihm nicht besser.
Da sind wir bei den Beiträgen auf der vorherigen Seite. Wenn die Auftraggeber nicht mehr zwischen einer guten, durchschnittlichen oder minderwertigen Leistung unterscheiden können, dann erhält den Auftrag der Tiefstbietende und auch die entprechende Leistung. Das sieht man in sehr vielen Sektoren und ganz besonders im Genre der Hochzeitsfotografie. Wobei dort interessanterweise auch für schlechte Leistung teilweise extrem gut bezahlt wird.

Dieser Satz könnte übrigens stellvertretend für alle Handwerke stehen aber gerade innerhalb der Amateurfotografie ist er offensichtlich sehr beliebt.
#1308Report
#1309
2ndPhoto
Wie wäre es denn mit dem Meisterzwang....


Tja das große Problem, welches auch schon die Handwerkskammern festgestellt haben:
Wie haben in der BRD kaum noch Leute, welche die eine klassische Fotografenausbildung absolvieren und noch weniger welche eine Meisterprüfung abnehmen können.

Es muss ja alles in ein Studium umgewandelt werden, wo die Leute NULL praktische Kenntnisse erlangen. Das betrift ja nicht nur die Fotografie.
Heut muss ja selbst ein Bäckerlehrling ein EinserAbi haben um dann Backwissenschaften zu studieren, was Ihn allerdings NICHT dazu befähigt auch nur ein Brot zu backen. Das passiert in den großen Backfabriken wo kaum noch Angestellte sind und das Brot wie Pappe schmeckt.

Da studieren Leute "Mediendesign" nehmen dann eine hochmoderne Kamera in die Hand und schimpfen sich Fotografen. Was dabei heraus kommt ist ja nur zu genüge zu sehen. Und eben viele von dehnen verbreiten dann noch YT-Videos mit gefährlichem Halbwissen und Nonsens ....

Ein bis zwei gezielte Fragen und....

Aber nun schweifen wir hier endgültig von Thema ab.
#1310Report
#1311
1 week ago
wer zahlt schafft an! ich habe keine Ahnung, was Du damit sagen willst?

Was ich nicht wirklich nachvollziehen kann ist, das aus vielem was man hier erklärt und beschreibt, von einigen Jammerei abgeleitet wird...Was hilft es, alles in diese Schublade zu packen? Sieht so eine differenzierte Betrachtung eines Themas aus. Vielleicht erhoffe ich mir da auch zu viel.
Wird das ernsthaft bestritten, das es junge talentierte Fotografen gibt, die frisch aus der Ausbildung kommen, von einer Akademie oder ein Fotografie nahen Studiengang absolviert haben etc und gute Arbeit machen? Dann gibt es renommierte Fotografen, die aus völliger Frustration oder welchen Gründen auch immer nur noch lieblosen Datenmüll produzieren. Und da gibt ganz viele, die einfach nur ihre Arbeit machen ohne viel Aufhebens.

Trotz der Wichtigkeit von Netzwerken wird sich m.E. langfristig doch in vielen Fällen das Ergebnis und die Wirkung die es auf den Betrachter entfaltet sowie die erbrachte Dienstleistung durchsetzen. Und dazu gilt auch die analoge Fotografie, die immer wieder mal gefragt ist.
#1312Report
1 week ago
Der Meisterzwang bei Hobbyfotografen - grandios und sicher zum Zwecke der Ironie vorgetragen ...

Wenn es Kunst sein soll: Das lässt sich nicht erlernen - allerdings Handwerk schon.

Ein Künstler wird versuchen, jedes Foto anders aussehen zu lassen. Ein "Handwerker" wird für Kunden genau das produzieren, was die wollen. Da werden Passfotos, Bewerbungsfotos und Hochzeitsbilder jeweils gleich aussehen - nur mit wechselnden Modellen.

Jeder soll beide Wege gehen dürfen und auch Mittelwege, aber bei einer Diskussion über Qualität muss man das auch auseinanderhalten können. Weder langweilige Bilder noch Kunst (die vielleicht nur wenige verstehen) sollte man leichtfertig als Datenmüll bezeichnen.
#1313Report
#1314
1 week ago
Wenn man sich den Tagesupload im Überblick anschaut, dann sind das alles kleine Vorschaubilder ... dann suche ich mir davon die 3 oder auch 5 oder 10 für mich schönsten und interessantesten aus ... und das Beste wie eben auch Überdenkenswerteste daran ist doch, wenn eines dieser Bilder von jemand stammt, mit dem man hier wochenlang kontrovers diskutiert hat ! Mehr aufeinander zugehen statt gegeneinander aufdrehen ...
#1315Report
1 week ago
@A59:
Ich bin ein Verfechter von «gerechter» Entschädigung für erbrachte Leistungen. Dies ohne Wenn und Aber.

Das bin ich auch. Und "gerecht" ist die Bezahlung, die sich aus Angebot und Nachfrage ergibt. Das kann dazu führen, daß die Bezahlung "Null" ist - weil es keine Nachfrage für eine Leistung gibt, oder genauer gesagt: weil eine bestimmte Leistung nur nachgefragt wird, wenn sie kostenlos ist.

Anders als bei Erdgas, Wohnraum und einigen anderen Produkten oder Dienstleistungen ist "fotografische Leistung" etwas, auf das die allermeisten Menschen in den allermeisten Fällen auch verzichten können. Und das bedeutet dann eben: "Für umsonst nehm ich es, wenn ich dafür bezahlen soll - nein, danke!"
#1316Report
1 week ago
@MAINPics:
Da sind wir bei den Beiträgen auf der vorherigen Seite. Wenn die Auftraggeber nicht mehr zwischen einer guten, durchschnittlichen oder minderwertigen Leistung unterscheiden können, dann erhält den Auftrag der Tiefstbietende und auch die entprechende Leistung.


Der Knackpunkt ist doch: die meisten Privatkunden haben völlig andere Vorstellungen davon, was eine "gute fotografische Leistung" ist. Und die meisten erkennen den Unterschied zwischen einer foto-handwerklich erstklassigen und einer foto-handwerklich durchschnittlichen Arbeit überhaupt nicht. Selbst wenn man versucht ihnen den Unterschied zu zeigen - sie sehen keinen Mehrwert für sich darin.

Und für etliche Gewerbekunden gilt dasselbe - da kann der Azubi mit dem iPhone hervorragend die Mitarbeiter-Fotos für die Unternehmenswebsite machen. Warum sollte das Unternehmen ein paar 100 oder gar ein paar 1000 Euro für einen Fotografen bezahlen? Selbst wenn dessen Fotos besser sind (was noch zu beweisen wäre) - der Kunde ist mit den "Azubi-Fotos" völlig zufrieden.

Kosten reduzieren ist ja auch nicht unmoralisch, sondern betriebswirtschaftlich sinnvoll, ja zwingend notwendig. Wenn der Mercedes-Kleinbus 65.000 Euro kostet, und der Ford Tourneo oder Hyundai irgendwas 42.000 Euro, dann fragt der Controller: ist der Mercedes soviel haltbarer, soviel leistungsfähiger als der Ford oder Hyundai, daß sich der Mehrpreis amortisiert? Und wenn das nicht der Fall ist (meistens ist es nicht der Fall), dann wird kein Mercedes gekauft. Und wenn jemand, der sein Betriebswirtschaftshandwerk versteht, ausrechnet, daß ein Dacia Logan eine völlig ausreichende Leistung für den Kaufpreis erbringt, dieser aber exorbitant niederiger ist als der eines anderen Herstellers... dann fährt den Mitarbeiter künftig in Billigplastik-Environment.

Ein Gardena-Gartenschlauch-Brausekopf (einfaches Modell) kostet ungefähr ~14,00 Euro. Die Billigmarke aus dem Baumarkt oder Restposten-Markt mit gleichen "Features" kostet 4,99 Euro.

Sobald das Gardena-Teil dreimal so lange hält wie das Billig-Teil, amortisiert sich das.

Tut es aber nicht. Das Billig-Teil hält 2 Jahre, das Gardena-Teil 3 Jahre. Also lieber jedes Jahr einen neuen, unverkalkten von der Billigmarke.
#1317Report
#1318
1 week ago
Hach ja, die ausgebildeten Meister-Fotografen, deren Arbeit nicht gewertschätzt wird, mal wieder gegen die ahnungslose Hobby-Fraktion. Die Fotografenausbildung (und Studium) mag einem ein ordentliches Handwerk beigebracht haben, das ist ehrenwert und meist auch geeignet irgendwann ein Passbildstudio oder eine Photo-Dose-Filiale zu führen, ansonsten aber zählt mal durch wie viele der "Top"-Fotografen Ausbildung oder Studium voweisen können, die meisten sind Autodidakten die sich nur "Fotodesigner" nennen durften. Sorry, aber eine handwerkliche Ausbildung hat echt nichts mit herausragenden Bildern zu tun, lediglich mit technisch korrekt, zum "Pixelpeepen". Der hoffentlich ironische Vorschlag des "Meisterzwangs" würde den Kreativlevel wahrscheinlich nur noch weiter nach unten drücken.
#1319Report
#1320

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