Corona 2,353

1 month ago
@pam.meier
Vor Kurzem hast du hier geschrieben, dass dir im Februar klar war, dass eine Pandemiewelle auf Deutschland zurollt und hast der Politik vorgeworfen, zu spät gehandelt zu haben. Jetzt war dir bereits im März klar, dass das Virus kein Problem ist. Warum hast du dann Wochen nach deiner Erkenntnis hier Gegenteiliges im Forum geschrieben und die Politik angeklagt?

"Kein Killervirus" aus dem Mund von Drosten heisst: Weniger gefährlich als Ebola, Marburg-Fieber und Konsorten. Wir werden also nicht alle sterben. Dies wurde gesagt um Panikreaktionen zu vermeiden.
Aber auch ein nicht-Killervirus kann das Gesundheitssystem überlasten, wie in mehreren Ländern gesehen. Wir drehen uns da aber argumentativ im Kreis, da wir das alles schon vor Wochen hatten.
#1941Report
1 month ago
@aspan #1909
Deinen philosophischen Ausführungen aus Abschnitt 1 hab ich nie widersprochen. Amen!
Ansonsten unterstellst du mir eine ganze Reihe Dinge, die schlicht nur in deinem Kopf existieren und die zeigen, wie wenig du selber deinen eigenen Ansprüchen genügst.
Du stellst mich als unkritischen Konsumenten von ÖR-Medien hin, der alternative Quellen aus Prinzip ablehnt. Beide Behauptungen sind Quatsch. Ich habe mich längere Zeit mit verschiedenen alternativen Medien beschäftigt, habe hier z.B. auch geschrieben, dass Rubikon auch schon meiner Meinung nach gute Artikel veröffentlicht hat. Trotzdem halte ich diese Seite nicht ansatzweise für vertrauenswürdig, da sie in der aktuellen Situation, die ich aus eigener Erfahrung und Sachkenntnis beurteilen kann, grobe Falschinformationen und Scheinargumente verbreitet und zwar ohne Not. Ebenso Ken FM. Mit deinen Kritikpunkten an KenFM gehe ich übrigens voll mit, möchte aber noch folgendes Ergänzen: Das Auftreten gewisser Personen wäre mir vollkommen egal, wenn sie eben keine Fehlinformationen verbreiten würden. Es werden aber schlicht Lügen verbreitet. Ich kann es nicht anders nennen.
Ich kann sicher auch nicht mit allen Beiträgen des ÖR mitgehen - manche gebrachten Beiträge waren mindestens streitbar und unausgewogen (Ich habe vor Kurzem auch eine Beschwerdemail an eine Redaktion geschickt) - es wurden aber keine klaren Lügen verbreitet.
Wo der Mehrwert von notorischen Lügnern in einer Diskussion liegt, ist mir schleierhaft. Das müsstest du mir noch einmal näher erklären.

Deine Ausführungen zum R-Wert halte ich für an den Haaren herbeigezogen. Du kannst unmöglich die Diskussionen um die R-Darstellung im ÖR verfolgt haben. Du hast vielleicht in alternativen Medien drüber gelesen. Drosten, RKI und andere Formate haben auf Probleme bei den Daten - inkl. R - hingewiesen, von der Abhängigkeit von der Erkrankungsaktivität bis zu diversen Problemen bei der Datenerhebung und -verarbeitung. Einen Schwachsinnsartikel mit diversen Fehlinformationen und glatten Lügen (oder gröbsten Unkenntnissen) wie das Multipolar-Geschwurbel braucht es da ganz sicher nicht.

Deine argumentativen Kapriolen zur Verteidigung Putins sind beeindruckend, für mich aber eher verräterisch als überzeugend. Längere Amtszeiten eines deutschen Bundeskanzlers sind aufgrund der deutlich geringeren Machtfülle gegenüber dem russischen Präsidentenamt für mich auch entsprechend deutlich weniger problematisch - mal als Beispiel. Die restlichen Unterschiede insbesondere in der Praxis der Pressefreiheit schenke ich dir. Geh einfach nach Russland, sage dass, was du hier gegen die "Staatsmedien" gesagt hast dort gegen die dortigen und erfahre den Unterschied am eigenen Leib. Mir als verblendetem Lemming würdest du es ja ohnehin nicht glauben. Ich finde deine Vergleiche irgendetwas zwischen lächerlich und menschenverachtend. Auf jeden Fall aber realitätsfern.

Deine Kritik an Strukturen und "Unterwanderungen" des ÖR ist teilweise berechtigt, in der vorgetragenen absolutistischen Form jedoch sicher schwer haltbar. Insgesamt scheint mir, dass ich "alternative Medien" wesentlich differenzierter betrachte als du den ÖR-Rundfunk!
#1942Report
1 month ago
wenn nun einerseits thüringen alle beschränkungen aufhebt, weil es dort so wenige postiv getestete fälle gibt (so habe ich es verstanden)
andererseits in anderen bundesländern in einem lokal und in einer kirchengemeinde eine vielzahl von neufällen gibt

kommt die öffnung dann zu früh????????
#1943Report
1 month ago
@Andreas von Speyer
Ja,
Laden zu: Umsatz = 0% (Deutschland)
Laden nicht zu: Umsatz >= 0% (Schweden)
Was ist daran so schwer?

"Demnächst möchtest Du vermutlich noch eine neue Front aufmachen in dem Du fragst ob "sales of apparel" Unterwäsche beinhaltet oder nicht..."

Nö,
aber auch hier geht nicht eindeutig hervor, ob der Versandhandel mit in die Betrachtung eingeschlossen ist.
Oder kannst Du das beantworten?
#1944Report
1 month ago
@perfekt(?)ion(!)
Das Rückfahren der Maßnahmen ausserhalb von Thürigen war nötig und sinnvoll. Man geht nach einer Studie, an der u.a. das IFOR-Institut mitgearbeitet hat, davon aus, dass es wirtschaftlich am besten wäre, wenn R bei ca 0,7-0,8 gehalten wird. Ein paar Neuinfektionen können wir uns also durchaus leisten. Sie müssen aber durch die Gesundheitsämter trackbar bleiben.
In Thüringen muss man jetzt abwarten. Bei früheren Epidemien haben sich Erreger, die zunächst nur in Hotspots aufgetreten sind, nach einem Lockdown gleichmäßiger im Land verteilt. Schaun wir mal, wie weit es "unser" Virus bisher geschafft hat. Gestern hatte Thüringen allerdings bundesweit die dritthöchste 7-Tage Infektionsaktivität bundesweit. Hmm...
Wenn die Thüriger jetzt kein freiwilliges Social Distancing mehr betreiben, würde ich mal einen Tipp abgeben, wo innerhalb eines Monats ein Hotspot entsteht. Wieviel Schwede steckt wohl in einem Thüringer? :-)
Wieviel Angst die thüringische Regierung vor Rechten hat, wissen wir auf jeden Fall einmal mehr.
#1945Report
1 month ago
@Plentilux
War das jetzt ironisch gemeint?
"Wieviel Angst die thüringische Regierung vor Rechten hat, wissen wir auf jeden Fall einmal mehr."
#1946Report
1 month ago
da die thüringische regierung eine minderheitsregierung ist, geht es ja nur, wenn andere fraktionen zustimmen
#1947Report
1 month ago
Erst im dritten Wahlgang erreichte er die einfache Mehrheit der Stimmen des Landtags, jetzt muss er sich halt auch wichtig machen.........................
https://www.merkur.de/welt/corona-thueringen-ramelow-merkel-lockerungen-regeln-faelle-beschraenkungen-sachsen-deutschland-bayern-zr-13773761.html
#1948Report
1 month ago
Die Entscheidung in Thüringen halte ich ehr für eine Entscheidung der Vernunft denn klar ist, der Lock Down lässt sich nicht durchhalten bis ein Impfstoff gefunden ist. Die Schutzwirkung der Masken ist umstritten da sie gerade in den Sommermonaten schnell selbst zum Infektionsrisiko werden. Wer also meint die Thüringer Lockerungen sind zum jetzigen Zeitpunkt zu früh muss auch dazu sagen auf was man denn genau warten soll bis gelockert werden kann.
Hier dürfte der wahre Grund des Ärgers wohl ehr sein das es diesmal nicht Herr Söder oder Herr Laschet waren die die Initiative ergriffen haben sondern ein linker Ministerpräsident.

Hier die offiziellen thüringer Zahlen, interessant dabei die Zahlen der schweren Verläufe.

https://corona.thueringen.de/bulletin
#1949Report
1 month ago
https://www.mdr.de/nachrichten/politik/inland/corona-ramelow-beschraenkungen-aufheben-100.html

Und nun googelt mal was unsere Qualitätsmedien aus dieser Aussage gemacht haben.
#1950Report
1 month ago
@Lichtermeer
In dem initialen Interview hat sich Herr Ramelow unkonkret geäussert: „Ab 6. Juni möchte ich den allgemeinen Lockdown aufheben und durch ein Maßnahmenpaket ersetzen, bei dem die lokalen Ermächtigungen im Vordergrund stehen“. In dem verlinkten Interview ist er wieder etwas zurückgerudert. Wenn du die Medien angreifen möchtest, solltest du auch das Zeitungsinterview aus der Thüriger Allgemeinen verlinken, auf das sich die Reaktionen bezogen haben. Sonst ist das etwas unehrlich, nicht wahr?

Zum originalen Statement:
Was soll daran vernünftig sein, die allgemeine Maskenpflicht in entsprechenden Situationen (ÖPNV, Geschäfte,...) und die Abstandsregelung nicht flächendeckend für das Bundesland festzulegen? Vollständige Öffnung aller Schulen ermöglichen?? Großveranstaltungen??? Es gibt diverse internationale Untersuchungen, die ein solches Vorgehen schlecht rechtfertigbar erscheinen lassen.
Weitere Lockerungen sollten gestaffelt erfolgen um die Effekte und Entwicklungen sehen zu können. Dabei muss man die lange Inkubationszeit der Erkrankung berücksichtigen. So wie es bisher geschehen ist. Sicher kann man einige Dinge regionalisiert schneller vorantreiben und Krisenstäbe entlasten aber selbst grundlegende Maßnahmen aus der Hand zu geben erscheint angstgetrieben. Mit dieser Einschätzung stehe ich auch nicht alleine.
Für die Leute, die jetzt sagen: "Aber in einigen Landkreisen gibt es keine Infektionen": Ja aber in Nachbarlandkreisen schon und es gibt Autos. Einfach mal über die mögliche blinde Zeit bei Neuinfektionen und z.B. den Verlauf der zweiten Welle der spanischen Grippe informieren. Mag sein, dass erstmal nicht viel passiert aber es kann im Hebst bei großer Verteilung des Virus umso schlimmer kommen.
...sagen Infektiologen...
#1951Report
1 month ago
Danke für Deine lange Antwort in #1906 aber ich bleibe bei meiner Meinung in #1905.
#1952Report
1 month ago
@Plentilux Bist du bitte mal so nett und verlinkst uns den besagten Beitrag aus der TA. Ich finde ihn nämlich nicht. Steht dort was er wortwörtlich gesagt hat? Denn andernfalls müsste man den Redakteuren der anderen Medien vorwerfen das sie einfach ungeprüft von der TA abgeschrieben haben.
So wie ich ihn verstanden habe will er nur nicht das hinter jeder Ecke das Ordnungsamt lauert um die Leute abzukassieren wenn sie keine Maske tragen oder zu viele Leute zusammen stehen, das die Schutzmaßnahmen aufgehoben werden sollen hat er nicht gesagt, nur eben die Verantwortung für ihr Handeln gibt er zurück in die Hände der Bürger und zwar genau so lange bis es in einem Landkreis mehr als 35 Neuinfektionen gibt.
#1953Report
1 month ago
@Lichtermeer
Das originale Interview wird in den Online-Medien nur auszugsweise zitiert. Wenn du den vollen Text lesen möchtest, musst du ihn meiner Kenntnis nach bei der Thüringer Allgemeinen kaufen.
Was ich eigentlich ausdrücken wollte ist, dass du Medien eine Verfälschung von Inhalten vorwirfst, obwohl du die originale Quelle mit ihren Aussagen und Inhalten überhaupt nicht kennst.
Du hast anscheinen einen Reflex in diese Richtung und ich hoffe, du verdeutlichst dir das Problem. Du stößt automatisiert in ein Horn und hast eigentlich gar keine Ahnung worüber gesprochen wird. Hauptsache Medienbashing.
Der Artikel kostet glaube ich weniger als einen Euro. Schau bitte selber auf der Homepage.
#1954Report
1 month ago
ich kann mir nicht vorstellen, dass in einrm zeitungsartikel das gesamte interview zu lesen ist. in der regel wird etwas verkürzt
ich mag mich täuschen
kenne aber auch aus eigener Erfahrung nur gekürzte Versionen
anders ist es wenn ein interview real übertragen wird
#1955Report
1 month ago
"Du hast anscheinen einen Reflex in diese Richtung und ich hoffe,"

Grundlage für mein Statement war ein Interview mit Bodo Ramelow auf NTV welches der Reporter mit den Worten beendet hat "gut das wir noch einmal nachgefragt haben".
Aber du hast schon recht, es gab in der Vergangenheit in der Tat ein paar Anlässe das was uns die Medien verkauft haben kritisch zu hinterfragen und das reicht vom Irak Krieg, über die Kampagne zur Einführung der Riesterrente, der Kampagne zur weiteren Ausdünnung der Flächenversorgung im Gesundheitswesen bis hin zur aktuellen verkürzten Darstellung der Motive hinter den Demonstrationen gegen die Corona Maßnahmen. Eine der Hauptkritikpunkte an den Maßnahmen ist das sie auf Grundlage von Zahlen erfolgt sind, die schlicht nicht wissenschaftlich fundiert sind und diese Kritik kommt nicht von irgendwelchen Aluhutträgern sondern von renommierten Kollegen.
Ramelow bringt es in dem Interview auch auf den Punkt, geweissagt wurden ihm 60000 Infizierte und tatsächlich hat er 250. Dazu kommt das späte reagieren zu Beginn der Pandemie, die merkwürdigen Kriterien wer überhaupt getestet werden soll zu Beginn der Pandemie, die Empfehlung an Corona verstorbene Patienten nicht zu obduzieren. Und wir erinnern uns, es war nicht etwas das RKI das in Hotspots Corona Forschung betrieben hat um belastbare Zahlen zu bekommen sondern es war Herr Prof. Hendrik Streeck.
Wenn das alles für dich keine Gründe sind einmal ein paar kritische Fragen zu stellen ist dir wohl auch nicht mehr zu helfen.

https://www.youtube.com/watch?v=OSpI9Qo9Hsw
#1956Report
1 month ago
Ansonsten unterstellst du mir eine ganze Reihe Dinge, die schlicht nur in deinem Kopf existieren und die zeigen, wie wenig du selber deinen eigenen Ansprüchen genügst.


Da du die "Dinge" nicht benennst, lässt sich das weder bestreiten noch widerlegen. Wie praktisch für dich.
Intellektuelle Redlichkeit geht anders. Du bist groß im pauschalen Aburteilen, hältst dich mit Begründungen aber schön bedeckt. Man kann das Schlechtreden am konkreten Beispiel vorbei als argumentative Immunisierungsstategie betrachten, mit Blick auf deine letzten drei Antworten ist das bei dir Methode.

Du stellst mich als unkritischen Konsumenten von ÖR-Medien hin, der alternative Quellen aus Prinzip ablehnt. Beide Behauptungen sind Quatsch.


Sicher?

"nicht ansatzweise vertrauenswürdig", "Fehlinformationen", "schlicht Lügen verbreitet", "notorische Lügner", "Schwachsinnsartikel mit diversen Fehlinformationen und glatten Lügen", "gröbste Unkenntnisse", "Geschwurbel", "Möchtegern-Aussage des Artikels", "das Papier, bzw die Elektronen nicht wert"

Dafür brauchst du mich nicht, das tust du ganz allein.

Aber richtig, ich sehe nichts Gegenteiliges. Lüge, Lüge, alles Lüge, das ist dein Mantra. Für mich ist das ein primitiver Abwehrmechanismus, "Scheuklappen" in geläufiger Sprache, ein unterwürfiges Sichanbiedern an Autoritäten.

Und ich stelle dich nicht als "unkritischen" Konsumenten des ÖR, sondern als restlos ÖR-vereinnahmt, "verblödet" würde meine Schwester sagen. Du reproduzierst willig die Wortwahl, den Tonfall und, leider, die Diffamierungs- und Skandalisierungsmechanismen der großen Medien wie ein Papagei.

Angriff [...] Angreifer vermummt [...] tätlicher Angriff auf Reporterteams [...] Mit deiner Argumentation können FFF - die ja ihre Zukunft bedroht sehen und über die es auch schon satirische Beiträge gab - genauso auf Reporter eindreschen wie fundamentalistische Religiöse oder sonst wer


Ein geistiger Klon, der Unterschied zu den entsprechenden Artikeln ist kaum noch auszumachen. Keine wertende Vokabel, die du nicht diensttreu übernimmst, keine Skandalisierung, kein emotionales Bild, dem du dich verweigerst ("Angriff auf Pressefreiheit"), kein Feindbild, das du auslässt (FFF): Nichts deutet darauf hin, dass du die dir gebotenen Informationen in irgendeiner Weise kritisch aufbereitest. Die Wahrheit ist: Du warst nicht dabei, du hast NICHTS gesehen, du kannst weder den Anlass des Vorgangs noch die "Verletzungen" bewerten, aber du weißt schonmal, dass FFF ein Störenfried ist und nennst die in einem Atemzug mit religiösen Fanatikern.

Hetze, nichts weiter.

Also ja, ich stimme dir zu, du bist ein Medienkonsument im erwünschten Sinne: Unbeirrbar eingenommen vom öffentlichen Narrativ, kadavertreu auf Seiten derjenigen, die sich als Garant der Freiheit und der öffentlichen Ordnung ausweisen. Was alle schreiben, muss einfach stimmen.

Dein Weg ist weit.

[...] da sie in der aktuellen Situation, die ich aus eigener Erfahrung und Sachkenntnis beurteilen kann, grobe Falschinformationen und Scheinargumente verbreitet und zwar ohne Not.


Zum Glück kein Beispiel geliefert, das könnte man ja bestreiten.

(Im Übrigen, lieber Plentilux, bist du nicht der ausgewiesene CoViD-Experte des MK-Forums und die medizinische Domäne ist nicht deins allein. Meine Frau ist Ärztin, mein Schwiegervater Oberarzt, zwei meiner besten Freunde sind Ärzte (einer ist seit Jahresanfang im größten CoViD-Brennpunkt Spaniens tätig) und ein Freund der Familie ist ein renommierter deutscher Virologe der Nachkriegszeit, emeritus zwar, aber deshalb nicht weniger gescheit. Es mangelt mir nicht an brauchbaren Einschätzungen von diversen Seiten. Der R-Wert ist eine mediale Sau, die durchs Dorf gejagt wird, du springst dankbar darauf - genieß den Ritt.)

Das Auftreten gewisser Personen wäre mir vollkommen egal, wenn sie eben keine Fehlinformationen verbreiten würden. Es werden aber schlicht Lügen verbreitet. Ich kann es nicht anders nennen.


Korrektur: Du kannst es nicht mal be-nennen, sonst würdest du was zur Diskussion stellen, das aber vermeidest du nach Kräften. Es bleibt bei pauschalem Schlechtreden. Sachlich ist das nicht.

es wurden aber keine klaren Lügen verbreitet.


Ist das Zufall, dass du so auf "klare Lügen" bedacht bist und von nichts anderem sprechen möchtest?

Ich habe dargelegt, warum schlichtes Lügen - das vorsätzliche Behaupten der Unwahrheit - in den Medien wenig bis gar nicht vorkommt (Ausnahmen liefern in der Regel kriegsrelevante Informationen; dort wird vorsätzlich gelogen). Es reicht, Informationen schlicht nicht zu erwähnen, die Gedanken der Menschen von einer Sache wegzuführen, umzuordnen und zu gewichten und die Leute mit neuen, rasch wechselnden Inhalten zu bombardieren, vorsätzliche Lüge wird dadurch überflüssig. Darauf gehst du - zufällig natürlich - mit keinem Wort ein, was ich zufällig bedauerlich finde.

Wo der Mehrwert von notorischen Lügnern in einer Diskussion liegt, ist mir schleierhaft. Das müsstest du mir noch einmal näher erklären.


Eigentlich müsstest du dir das selbst erklären, denn ich habe davon nichts geschrieben. Das halte ich, im Zusammenhang mit anderen Aussagen, die du getätigt hast - z.B. die Aufforderung, dir zu beweisen, wo Rassismus einen relevanten Beitrag zur Diskussion leistet - eher für einen plumpen Versuch, meine Aussagen durch Verdrehungen zu skandalisieren. Das Adjektiv lautet "manipulativ". Ich bin nicht sicher, ob du redlich trennst zwischen dem was ich schreibe und dem was du meinst, und bezweifle, dass du an einem geänderten Verständnis echtes Interesse hast. Auch darin reproduzierst du Mechanismen zur Steuerung von Debatten, die in den großen Medien Verwendung finden.

Deine Ausführungen zum R-Wert halte ich für an den Haaren herbeigezogen.


Solange du nicht darauf eingehst, was du eigentlich für "herbeigezogen" hältst, sollte das keine Rolle spielen.

Aber lustig ist das mit den Ausführungen schon, denn zum R-Wert selbst habe ich ja kaum geschrieben, sondern zur Frage, wie bestimmend er für mein Leben sein und ob mich die mediale Überrepräsentation des blöden R-Werts jucken sollte oder nicht. Weshalb ich den Multipolar-Artikel richtig finde, weil er generell die Bedeutung des R-Werts relativiert. Ich glaube, du löst das Problem der Relevanz weiterhin über das Machtgefälle kompetenter Autoritäten, die sich böswilligen Inkompetenten gegenüber behaupten müssen, weil, hach, unsere Demokratie! und unsere Freiheit! von solchen Spinnern bedroht wird. Und ich sage dir abermals, dass das ein emotional aufgeladenes Bild mit hohem, empirisch vielfach nachgewiesenem Identifikationspotential ist, das dir bewusst suggeriert wird, damit du es mit denjenigen hältst, die für sich behaupten, die Lage unter Kontrolle zu haben.

Drosten, RKI und andere Formate


Herrje, Drosten und das RKI sind doch keine "Formate".

Sondern medial beworbene Autoritäten. Das, wovon du dich beeindrucken und leiten lässt.

Deine argumentativen Kapriolen zur Verteidigung Putins sind beeindruckend


Mich hätte ja interessiert, was du damit meinst, aber ich nehme aus den Erfahrungen deiner letzten Antworten auch nicht mehr an, dass du mal irgendwas, worin du dir verflucht sicher bist, konkretisierst.

[...] für mich aber eher verräterisch als überzeugend.


Ja sicher, das liegt doch in der Natur der Sache: Wer eine eindimensionale Darstellung Russlands kritisiet, argumentiert automatisch für Russland, ist doch logisch. Du weißt schon - Putinversteher und so, bezahlte Trolle. Gut gegen böse.

Längere Amtszeiten eines deutschen Bundeskanzlers sind aufgrund der deutlich geringeren Machtfülle gegenüber dem russischen Präsidentenamt für mich auch entsprechend deutlich weniger problematisch - mal als Beispiel.


Weil du aus deinem Elfenbeintürmchen heraus große und wichtige Unterschiede ausmachen möchtest zwischen Machtanballung durch soft skills wie Manipulation und durch hard skills wie physische Unterdrückung und Mord. Durch beides lässt sich Macht anballen und missbrauchen, der ausgeübte Druck ist im ersten Fall eher innerlich-psychisch und im zweiten eher äußerlich-physisch. Mich interessiert, wie stark verschiedene Gesellschaftsformen - bspw. die deutsche und die russische - aufkommenden Widerstand in seinen Anfängen ersticken, und hier nimmt im genannten Vergleich Deutschland eindeutig eine elaboriertere Stellung ein, gegenüber der die russische wahrscheinlich als plump und grobschlächtig empfunden werden muss. Es ist aber für ein Volk, das unterdrückt wird, sehr viel naheliegender, Widerstand gegen äußeren Zwang wie physische Unterdrückung aufzubauen - denn der ist unmittelbar anschaulich und bedarf keiner komplexen Erklärungen, um als Zwang verstanden zu werden. Medial vermittelte Narrative und Feindbilder und die wirkungsmächtige Psychologisierung der Sprache aufzubrechen, bedarf eines wachen, gebildeten, zur grundsätzlichen Skepsis erzogenen Verstandes.

Ich erwarte nicht, dass du das verstehst. Ich erwarte, dass du das als Lobeshymne auf Putin und Russland begreifst, und als Bejahung von Mord und Unterdrückung als bessere Alternative zu freien Gesellschaften. Offenbare dich. Tu mir den Gefallen.

Die restlichen Unterschiede insbesondere in der Praxis der Pressefreiheit schenke ich dir


Lieb von dir, wenn auch bedauerlich, denn das hieße, ins Thema einzusteigen. Mich interessieren die verschiedenen Arten von Unfreiheit, siehe die Ausführungen im vorigen Absatz.

Ich finde deine Vergleiche irgendetwas zwischen lächerlich und menschenverachtend. Auf jeden Fall aber realitätsfern.


Du musst auch "menschenverachtend" und "realitätsfern" nicht begründen oder sonstwie näher darauf eingehen. Solches Vokabular genügt sich selbst, das weißt du aus vielen Artikeln der Tagesmedien, nicht wahr?

Deine Kritik an Strukturen und "Unterwanderungen" des ÖR ist teilweise berechtigt, in der vorgetragenen absolutistischen Form jedoch sicher schwer haltbar.


Absolutistisch ist etwas ganz anderes. 'Absolut' reicht.

Und meine Kritik am ÖR und den großen Medienhäusern ist vor allem von mir im Einzelnen dargelegt. Was man über deine Äußerungen nicht sagen kann.

Insgesamt scheint mir, dass ich "alternative Medien" wesentlich differenzierter betrachte als du den ÖR-Rundfunk!


"nicht ansatzweise vertrauenswürdig", "Fehlinformationen", "schlicht Lügen verbreitet", "notorische Lügner", "Schwachsinnsartikel mit diversen Fehlinformationen und glatten Lügen", "gröbste Unkenntnisse", "Geschwurbel", "Möchtegern-Aussage des Artikels", "das Papier, bzw die Elektronen nicht wert"

Total differenziert.

Lieber plentilux, vielleicht muss man zur Skepsis erzogen werden, um sich in der modernen Informationsgesellschaft unfrei zu fühlen. Ich für meinen Teil erlebe auch viele Menschen ohne relevanten Bildungshintergrund, die sich von den Medien getäuscht fühlen. Eine freie Gesellschaft ist möglich nur durch gründliche Kontrolle der Autoritäten, denn die Zeiten eines wohlwollenden Staates, der vor allem mal seine Bürger schützt und dann an anderes denkt, ist seit der Jahrtausendwende endgültig Geschichte. Was heute die Zügel fest in der Hand hat, ist das neoliberale Umverteilungsprojekt, und was die Nachrichten heute dominiert, ist der Versuch, die Bevölkerung zu jedem Zeitpunkt soweit in Angst zu halten, dass sie Veränderungen zu ihrem Nachteil als unausweichlich akzeptiert. Für diesen Mechanismus bist du leider äußerst empfänglich: Dich bedroht zu fühlen durch alle möglichen bösen inneren und äußeren Kräfte - Putin, Assad,FFF, Verschwörungstheoretiker, was auch immer - und du lieferst die gewünschte Reaktion: Sich den bestehenden Autoritäten anzubiedern und dabei mitzuhelfen, gegen die anderen (bösen) Stimmung zu machen. Die Eingrenzung erlaubter Meinungen, die Feindseligkeit gegenüber Kritikern und die zunehmend auf äußere Feindbilder ausgerichtete Berichterstattung belegt vor allem eines: Risse im System. Um Stabilität zu garantieren, gibt die Administration gewaltige Geldsummen für Berateragenturen aus (viele davon aus Übersee), die ihrerseits dafür sorgen, dass sie im Geschäft bleiben, indem sie sich unabkömmlich machen, es ist längst ein fest etablierter Wirtschaftszweig, mit dem viiiieeeel Geld zu machen ist. Wenn du einen schwachen Fall willst, der öffentlich wurde, interessiere dich für Elisabeth Wehling (und lies ihr manual, damit du einen Eindruck davon bekommst, wie Nachrichten gemacht werden, denn du bist ein ahnungsloser Engel); ohne netzpolitik.org wüsste man nichts davon. Sie ist allerdings nicht einmal die Spitze eine Eisbergs; so etwas passiert laufend, in ganz anderen Größenordnungen, ohne dass je irgendwer davon erfährt.

Ich gebe dir ein Beispiel mit auf den Weg: Unser Gesundheitssystem (und das zahlreicher anderer Staaten in Europa) wird seit über 20 Jahren abgebaut. Als Arzt ist dir das sicher bekannt. Das hätte uns in der gegenwärtigen Krise gewaltig ficken können, hat es aber kaum. Sicher und vorhersehbar ist aber, dass es am Ende der CoViD-Krise eine Debatte um den Abbau des Gesundheitssystem geben wird, und du darfst dir ebenso sicher sein, dass die politische Kaste spätestens seit März daran arbeitet, diese erst später aufkommende Debatte, wenn sie denn dann kommt, so schnell wie möglich zu beerdigen, denn einen Kurswechsel wird es nicht geben. Man wird sie entweder wirkungvoll verhindern oder, falls sie kommt, ein paar vereinzelte Finanzspritzen geben und diese medial aufbauschen: Seht her, wir haben was getan, die Fehler der Vergangenheit sind uns voll bewusst, wir sind verantwortungsvoll und nehmen eure Bedenken ernst - danach wird alles seinen Weg gehen wie bisher. Die Konzepte für den Umgang mit dieser Debatte - welchen Ausdrücke sind hervorzuheben, welche sind zu vermeiden, welche Journalisten kommen infrage für das Lancieren von Initialartikeln - sind längst ausgearbeitet und werden von Zeit zu Zeit modifiziert, um sich den laufenden Entwicklungen anzupassen. Gegenwärtig ist wichtig, wiederholt und ausführlich darauf einzugehen, wie schlecht es in anderen Ländern läuft, um schon jetzt die Relation aufzubauen, wie wahnsinnig gut es uns in Deutschland geht; die Grundlagen für die Relativierung, wer meckert, solle mal "nach Brasilien schauen" u.ä., werden jetzt schon gelegt, um später Kritikern den Wind aus den Segeln zu nehmen, der Duktus wird in bester Schäuble-Manier lauten: Uns ist es doch ganz gut gegangen hier. Mit diesem bullshit wird man begründen, an der Gesundheitspolitik nichts ändern zu müssen. Wenn die Debatte dann beginnt, wird das gleiche passieren, was immer passiert: Alphajournalisten, Intendanten und Redakteure werden aufmerksam die Ohren in den Wind hängen, welche Richtung die Administration wünscht, voneinander ablesen und -schreiben und auf diesen Kurs einschwenken. Denn diese Leute sitzen auf ihren Positionen, weil sie genau das beherrschen. Meinung"ausbrecher" wird es vorwiegend in "alternativen" (chrchr) Medien geben.
#1957Report
1 month ago
@lightbox
"....jetzt muss er sich halt auch wichtig machen..."

wieviele wahlgänge gab es noch in sachsen???????????????
#1958Report
1 month ago
@Lichtermeer
Die Pressereaktionen, auf die du hingewiesen hast, haben sich zu diesem Zeitpunkt aber NICHT auf das NTV-Video, sondern auf das Zeitungsinterview bezogen, das einen anderen Inhalt hatte. Es wäre also ein falscher Eindruck entstanden.
Wie hier zwischen den Zeilen im Interview heraushörbar, hat auch das Umfeld von Ramelow seine ersten Äusserungen anders verstanden, als er sie jetzt verstanden haben möchte:
https://www.tagesschau.de/inland/ramelow-thueringen-corona-101.html

Desweiteren werden die Infektionszahlen 60.000 und 250 falsch benutzt. In GANZ Deutschland gab es Ende März etwa 60.000 Infizierte, nachzulesen im Archiv des RKI. NIEMAND hat behauptet, es hätte im März 60.000 Infizierte in Thüringen gegeben. Das wäre vielleicht eine mittelfristige Hochrechnung des Verlaufes ohne jegliche Maßnahmen gewesen. Dementsprechend ist auch der Vorwurf der Unwissenschaftlichkeit falsch. (Hier würde mich übrigens mal wieder die Quelle interessieren und welche namhaften Fachleute da zu Worte gekommen sind. Wärst du so nett, die Links und Namen hier einzustellen?)
Richtig ist vielmehr, dass zum Zeitpunkt des Lockdowns die Dynamik der Infektionswelle zu hoch war und die Lage unübersichtlich wurde. NIEMAND hat im März gesagt, er kenne die Zahl der vorhandenen Infektionen, im Gegenteil. Es gab lediglich Schätzungen und Erwartungshorizonte. Wir kennen die genaue Dunkelziffer ja bis heute nicht. Wenn Quellen etwas anderes behaupten, sind sie offensichtlich unehrlich.

Die Kriterien zur Testung (Symptome + Kontakt) waren zunächst begrenzten Testkapazitäten geschuldet. Im weiteren Verlauf sollten alle sympomatischen Personen getestet werden und ggf. Kontaktpersonen, was jetzt nochmals erweitert wurde. Dieses Vorgehen macht durchaus Sinn.
Reihenuntersuchungen von unsymptomatischen Patienten hätten allenfalls zu Beginn der Pandemie in den Hotspots Sinn gemacht, würden jetzt aber aufgrund der eingeschränkten Testaussagen keinen ernsthaften Wert haben (wir reden vom PCR-Test für den direkten Virusnachweis). Reihenuntersuchungen mit Antikörpertests starten, hatten aber mit schlechten Testqualitäten zu kämpfen.
Aktuell würde das größte Problem bei einer weiteren Steigerung der Testzahlen im logistischen Bereich liegen - also ausserhalb der Zuständigkeit des RKI.

Herr Streeck hat seine Forschungsaktivität überaus medienwirksam inszeniert, wurde diesbezüglich sogar professionell begleitet. In Fachkreisen wurde die Studie zwar beachtet aber es ergaben sich (erwartetermaßen) keine revolutionären Erkenntnisse daraus. Die Methodik wurde teilweise kritisiert und seine zunächst getroffenen Aussagen hat Herr Streeck daraufhin auch teilweise revidiert. Ausserdem gibt es weltweit dutzende vergleichbarer Studien, die alle zusammen eine eingeschränkte Aussagekraft haben, da trotz aller Mühen wichtige Fragen schlicht nicht beantwortet werden können. Die Studie war sicher sinnvoll aber nicht überlebenswichtig. Oder hast du irgendwelche Konsequenzen daraus gesehen? Nur weil Herr Streeck mal gesagt hat, diese Studie hätte das RKI machen MÜSSEN, heisst das nicht, dass das die unumstrittene Wahrheit ist. Er sagt im Youtube-Video auch, dass er keine Alternative zum derzeitigen Vorgehen sieht, er wäre lediglich gerne auch um seine Meinung gefragt worden. Herzlichen Glückwunsch!

Wie hier schon einmal geschrieben, ist mir vollkommen klar, auf welcher Basis die Obduktionsempfehlungen des RKI entstanden sind und ich halte es nach wie vor für absolut sinnvoll, dass nicht jeder Pathologe das Messer wetzt und sich einem Infektionsrisiko aussetzt, wenn keine gesicherten Erkenntnisse gewonnen werden können. Dies kann nämlich auf statistisch gesicherter Basis nur im Rahmen von geplanten Studien geschehen. Dies spiegelt sich in der Empfehlung wieder ZURÜCKHALTEND zu obduzieren. Es besteht kein Verbot!
Die bisher größte Obduktionsstudie WELTWEIT, von der ich gehört habe, stammt immerhin aus Deutschland und die hat weltweit für sehr viel Aufmerksamkeit gesorgt.

Man kann dem RKI sicher Fehler vorwerfen, insbesondere in der Kommunikation (z.B. Masken), man sollte aber nicht aus dem Blick verlieren, dass Deutschland, das mitten in Europa liegt, eine reisefreudige Bevölkerung und als eines der wirtschaftlich stärksten Länder der Erde viele internationale Geschäftskontakte hat, in dieser Pandemie trotz der riesigen Einfallstore für Infektionen sehr gut dasteht!
Diverse andere Länder mussten aufgrund hoher Infektionsaktivitäten längere Closedown-Zeiten mit entsprechend höherem Schaden hinnehmen und haben immer noch eine schlechtere Infektionslage als wir. Andere haben nie richtig gehandelt und schlingern seit Monaten, allen voran die USA. Aktuell fast 100.000 Tote dort und ein vollkommen frei drhender Präsident!
Einige asiatische Länder, die in ihrer letzten Epidemie schon lernen konnten, haben es besser gemacht und der "Wettlauf" mit Schweden, die international einen Sonderweg gegangen sind, ist noch nicht entschieden. Ansonsten stehen wir im internationalen Vergleich hervorragend da und das wird in der Fachwelt auch anerkannt.
Das zeigt, dass hier nicht halb so viel falsch gemacht worden ist, wie manche es gerne hätten!
#1959Report
1 month ago
@aspan

Zunächst einmal zu deinen Ausführungen am Schluss:
Ich habe schon mehrfach erwähnt, dass ich die aktuellen politischen Verhältnisse nicht unkritisch sehe. In der Einschätzung, dass neoliberale Kräfte Dinge voranbringen wollen, die für den sprichwörtlichen Otto Normalverbraucher nachteilig sind, liegen wir auf einer Linie. Das ist aber auch kein Geheimnis und die „niederen“ Player (Bertelsmann-Stiftung als Beispiel) sind bekannt. Es ist auch bekannt, dass die deutsche Medienlandschaft in den Händen Weniger ist und inhaltlich in weiten Teilen eine gewisse Redundanz bietet. Alles keine Geheimnisse.
Wo sich unsere Standpunkte deutlich zu unterscheiden beginnen ist die Theorie, dass man uns Angst machen wolle um Einschnitte hinzunehmen. Diese Logik erschließt sich mir nicht. Ich habe schlicht keine Angst vor Putin, Assad oder FFF und keine der genannten Parteien würde Gründe für Sozialabbau bieten. FFF fordert sogar ausdrücklich MEHR Sozialstaat! Das ergibt für mich keinen Sinn.

Mein persönliches Empfinden ist vielmehr, dass sich unter dem Eindruck von Hartz IV über Bankenkrise bis hin zum Klimawandel so viel Unmut in der Bevölkerung breitgemacht hat, dass dieser immer schwieriger zu kontrollieren ist. Dieses Grundphänomen ist nicht auf Deutschland beschränkt und das finde ich erstmal sehr positiv. Die einzig wirksame Möglichkeit sich gegen multinational agierende Konzerne und Milliardäre zu wehren, liegt nämlich in einer multinationalen (also zumindest europäischen) Antwort. Nationale Alleingänge sind in der aktuellen Weltlage zum Scheitern verurteilt. Ich hoffe, du stimmst mir da zu.
Lustigerweise sind aber im Zuge dieses wachsenden Unmuts überall nationalistische Parteien entstanden. (In den USA ist lediglich eine bereits vorhandene Partei nationalistischer geworden.) Diese nationalistischen Bewegungen ziehen ihre Informationen/Propaganda häufig aus Quellen, die der Alt-Right-Bewegung der USA nahestehen. Das kann man gut zurückverfolgen und „alternative Journalisten“ haben das auch gemacht. Wenn man sich die Geldgeber dieser „Infoquellen“ anschaut, landet man - wiederum lustigerweise – bei libertären Milliardären (u.a. Murdoch, Mercer, Koch), also grade den Leuten, die dem Sozialstaat per se den Kampf angesagt haben.
Auf gut Deutsch: Nicht wenige der Geschichten, die in AfD-nahen Kreisen auftauchen, wo viele zurecht unzufriedene Menschen sind, sind gesponsert von US-Milliardären, inklusive der besonderen AfD-Position, den wissenschaftlich gut belegten Klimawandel zu leugnen. US-Ölindustrie lässt grüßen.
Und grade die neuen, nationalistischen Parteien sind – lustigerweise – gegen eine Einigung Europas. Hmm… ein Schelm, der Böses dabei denkt.
Was den „alternativen Medien“, die im Umfeld von Trump bis AfD aktiv sind, gemeinsam ist, ist die Missachtung klar belegbarer Fakten und das findet sich leider auch in vielen hier zitierten Artikeln wieder. Es wird Stimmung gemacht, um Streit zu sähen mit Behauptungen, die jeder messbaren Evidenz widersprechen.

Zu deinen anderen „Anmerkungen“ und der Rolle der „Mainstream-Medien“ später.
#1960Report

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