Corona 2,309

1 month ago
@perfekt(?)ion(!)
wieviele wahlgänge gab es noch in sachsen???????????????

?, ich komme aus Bayern und hier ist die Welt noch in Ordnung ;-))
#1961Report
1 month ago
Mal wieder undifferenzierte Propaganda der gleichgeschalteten Staatsmedien zum Thema Corona-Demos:
https://www.youtube.com/watch?v=IRApN0wsWcM

Hier wird auch klar, dass ein Organisator bürgerrechtlich betonter Demos glaubt, das Virus besser zu verstehen als die Fachleute. Wo der wohl seine Infos her hat?
Irgendwelche ähnlich ausführliche Darstellungen von alternativen Medien? Bitte um Links.
#1962Report
1 month ago
@aspan
Da du Kritik an KenFM haben möchtest: Hier mal ein Beispiel für einen riesengroßen Haufen Bullshit in dem der liebe Ken seinen eigenen Quellen widerspricht, klare Lügen verbreitet, logische Fehlschlüsse anhäuft und in Verschwörungstheorien abgleitet. Zum Schluss driftet er vollkommen ab. Ehrlich gesagt tippe ich auf Kokain.
Das ganze etwas lässig aber sehr treffend kommentiert:

https://www.youtube.com/watch?v=5SF6Ve_odI8

Wenn du immer noch glaubst, dass KenFM eine auch nur ansatzweise vertrauenswürdige Quelle ist, kann ich dir auch nicht mehr helfen. Dann wäre unsere Diskussion an dieser Stelle auch schlicht beendet, weil ich mir sowas einfach nicht geben muss.
#1963Report
1 month ago
Zum Rest:
„Da du die "Dinge" nicht benennst … das Schlechtreden am konkreten Beispiel vorbei als argumentative Immunisierungsstategie betrachten, mit Blick auf deine letzten drei Antworten ist das bei dir Methode.“

Die „Dinge“ habe ich im nachfolgenden Text benannt, allen voran deine Vorwürfe an mich, ich würde gewisse Medien unkritisch konsumieren und andere Medien undifferenziert abtun. (Deinen daher unsinnigen Vorwurf der Verwendung gewisser rhetorischer Tricks veranlasst mich zu der Bitte diesbezüglich mal vor deiner eigenen Haustür zu kehren.)
Ich habe als Beispiele für Texte, die ich für absolut kritikwürdig halte, die diversen im Verlaufe dieses Threads verlinkten Beiträge aus verschiedenen „alternativen Medien“ genannt, in denen ich offene Fehlinformation durch Scheinargumente oder sachliche Fehler gezeigt habe. Darin sehe ich nichts Undifferenziertes, da ich die Fehlerhaftigkeit zuvor gezeigt hatte und halte meine negativen Bezeichnungen dementsprechend für sachlich vollkommen gerechtfertigt. Ich halte die Autoren dieser jeweiligen Artikel für unredlich und nicht vertrauenswürdig, unwahrscheinlicherweise wäre auch komplette Ahnungslosigkeit eine mögliche Erklärung.

Ich habe diverse Stunden und Tage auf verschiedenen Seiten „alternativer Medien“ (ja, müsste ich jetzt eigentlich näher definieren, die Liste würde aber lang) verbracht und mir ist so viel Bullshit um die Ohren geflogen – ich rede hier nicht von streitbaren Meinungen, die es immer geben kann – sondern von klar belegbar falschen Darstellungen über wissenschaftliche Zusammenhänge, dass ich bei gewissen Quellen seitdem Vorsicht walten lasse (z.B. Rubikon), manche auch komplett abgeschrieben habe (z.B. EIKE).
Demgegenüber verallgemeinerst du deinen Vorwurf der Propaganda im ÖR, die du in der Berichterstattung von hochkomplexen Konflikten erkannt haben möchtest, auf alle anderen Bereiche. Beispiele für „Propaganda“ wie die Benutzung des Wortes „Rebellen“ für eine heterogene Gruppe von Kämpfern, deren einzige Gemeinsamkeit der Aufstand gegen eine Regierung (allgemein als Rebellion bezeichnet) ist, wirk auf mich nicht überzeugend. Wenn ich dich auf offensichtliche Schwachpunkte deiner Argumentation in Bezug auf Russland hinweise, weichst du unkonkret aus.

„Keine wertende Vokabel, die du nicht diensttreu übernimmst, keine Skandalisierung, kein emotionales Bild, dem du dich verweigerst ("Angriff auf Pressefreiheit"), kein Feindbild, das du auslässt (FFF): Nichts deutet darauf hin, dass du die dir gebotenen Informationen in irgendeiner Weise kritisch aufbereitest. Die Wahrheit ist: Du warst nicht dabei, du hast NICHTS gesehen, du kannst weder den Anlass des Vorgangs noch die "Verletzungen" bewerten, aber du weißt schonmal, dass FFF ein Störenfried ist und nennst die in einem Atemzug mit religiösen Fanatikern.“

Hier hast du Einiges missverstanden und es braucht schon eine gewisse Voreingenommenheit oder Boshaftigkeit, um meine Äusserungen so fehlzuinterpretieren.
Es gibt von mehreren Zeugen bestätigte Überfälle auf Reporterteams. Einige Reporter wurden mit Knochenbrüchen in Krankenhäuser gebracht. Möchtest du etwas davon anzweifeln? Die meisten Dinge in den Nachrichten hat man nicht selber gesehen, sonst bräuchte man die Nachrichten nicht.
FFF nenne ich in einem Atemzug mit religiösen Fanatikern um die Beliebigkeit der Argumentation „wenn sich jemand schlecht behandelt fühlt, darf er zuschlagen“ darzulegen. Das geht auch aus dem Text hervor. Die Hetze ist wiedermal nur in deinem Kopf.
Ich möchte zudem mal auf deine epische Wortwahl hinweisen, die ebenfalls ein rhetorisches Scheinargument darstellt.
Zusammengenommen übrigens eine ungünstige Kombination.


Zur Expertise: Ich habe hier mal als Intensivmediziner Einblicke in Behandlungsstrategien gegeben und dazu habe ich auch die nötige Fachkompetenz, da bin ich jetzt einfach mal unbescheiden. Ich habe nie behauptet Statistik-Experte zu sein, ich habe vielmehr auf die Experten und ihre Argumentationen verwiesen. Die R-Zahl ist eine Zahl, die plastisch das Geschehen in einer Epidemie darstellen kann und darum geht es in der Kommunikation. Deshalb wird sie medial zusammen mit der Zahl der Neuinfektionen verwendet. Was empfiehlst du als Alternative?

Zur Tagesschau: Sinn eines solchen Formates ist es, einen groben Überblick über das Tagesgeschehen zu geben, auch für Leute, die mäßiges politisches Interesse haben. Für tiefgreifende Darstellungen gibt es andere Formate. Wenn viele Menschen nur die Tagesschau konsumieren, kann man das schlecht der Sendung vorwerfen, oder? Das die Auswahl und Aufbereitung für ein so knappes Format Probleme bietet, haben TS-Redakteure häufiger eingestanden.
Insgesamt bin ich der Meinung, dass du mit der undifferenzierten Verallgemeinerung teilweise berechtigter Kritik an der Medienwelt das sprichwörtliche Kind mit dem Bade ausschüttest.
Da Medien menschengemacht sind, sind sie fehleranfällig, ok. Aber offensichtlich Schwachsinn verbreitende Medien sind für mich keine Alternative zu teilweise eingefärbter Berichterstattung.
Es gibt kritische Reporternetzwerke, die hinterfragen wie z.B. Korrektiv und das sind wichtige Ergänzungen und Checks zum ÖR.
#1964Report
1 month ago
@Plentilux Die Links in denen sich Fachleute Kritisch zum Corona Management des RKI äußern habe ich meinen Beiträgen bereits beigefügt und genau diese Punkte sind der Grund warum die Leute am den eingeleiteten Maßnahmen zweifeln.
Ich glaube auch nicht das es ein Missverständnis zwischen einem Ministerpräsidenten und seinen Beratern gibt, das die Einen von bundesweiten Zahlen die zum 27.05. zu erwarten wären gesprochen haben und er verstanden hat das er in Thüringen mit 60000 Infizierten rechnen musst. Für mich jedenfalls klingt es durchaus vernünftig das ein Ministerpräsident die Verordnungen an das tatsächliche Geschehen in seinem Bundesland anpasst und das mit der Option das die Maßnahmen sofort wieder verschärft werden sobald sein bestimmter Schwellwert in den einzelnen Landkreisen überschritten wird. Hier von einem Feldversuch an der Bevölkerung zu fabulieren, ist schlichtweg unredlich.
Es bringt aber nichts diese Diskussion weiter zu führen da offenbar der entsprechende Zeitungsartikel von uns beiden nicht mehr einsehbar ist.
#1965Report
1 month ago
@Lichtermeer
Deine Links waren ein Stern-TV-Interview mit Herrn Streeck, der darin schon in den ersten Minuten klar gesagt hat, dass er mit den getroffenen Maßnahmen mitgeht und keine alternativen Managementvorschläge hat. Er kritisiert, dass keine breitere Diskussion in Fachkreisen stattgefunden hat, sprich, dass er nicht gefragt wurde.

Dein zweiter Link war Herr Kekulé, der über eine RETROSPEKTIVE, also rückschauende Datenmodelierung redet, die gezeigt hat, dass der Lockdown buchstäblich in letzter Sekunde beschlossen wurde. Er sagt ganz klar, dass man weiterhin vorsichtig sein muss und redet von Infizierten als "Tretminen". Die derzeitigen Maßnahmen werden NICHT in Frage gestellt. Es wird allerdings gesagt, dass frühere Maßnahmen wie "Corona-Ferien" laut der RETROSPEKTIVEN Studie den Lockdown wohl hätten verhindern können.
Das hätte weitere Infektionsschutzmaßnahmen wie die Einschränkung von Großveranstaltungen und Abstandsregelungen aber trotzdem nötig gemacht. Ebenso wie Einschränkungen im Fernverkehr um Einschleppungen aus dem ja weiterhin stark betroffenen Ausland zu vermeiden. Sonst wäre es trotzdem zu einer Infektionswelle kommen, nur halt später. Siehe "Tretminen". Herr Kekulé sagt auch, dass Deutschland im internationalen Vergleich gut dasteht.

Die aktuell bei "Hygienedemos" und in "alternativen Medien" vorgetragenen Kritikpunkte finden sich hier nicht ansatzweise wieder und die längerfristigen Maßnahmen werden hier nicht in Frage gestellt!
#1966Report
1 month ago
@Plentilux Und wo habe ich nun geschrieben das ich den Lock Down für falsch gehalten habe? Es ging mir von Anfang an um das Krisenmanagement im Vorfeld des Lock Down. Aber Ja, ich finde es auch Merkwürdig das man dem RKI die alleinige Meinungshoheit beim Krisenmanagement überlassen hat, zumal das RKI in der Schweinegrippe bereits ähnlich dramatisierend agiert hatte. Wir erinnern uns an den Impfstoff der daraufhin von der Bundesregierung beschafft wurde und anschließend entsorgt werden musste. Wenn sich Politiker resistent gegen schlechte Erfahrungen aus der Vergangenheit zeigen ist die richtige Frage dann auch meist nicht die nach dem warum sondern wer profitiert davon.
#1967Report
1 month ago
Im Übrigen Plentilux, du lieferst hier zwar Erklärungen für einige der Merkwürdigkeiten beim Corona Management, aber findest du nicht auch deine Erklärung, man habe die Obduktion verstorbener Corona Patienten nicht empfohlen weil man da nicht jeden Pathologen ran lassen könne sehr schwach? Ich bin zwar kein Mediziner, kenne mich aber trotzdem mit den Strategien zur Ursachenanalyse recht gut aus und dazu gehört vor allen, wenn ich wissen will womit ich es zu tun habe muss ich nachschauen und das möglichst schnell wenn es wie in diesem Fall um Steuermilliarde, Menschenleben und wirtschaftliche Existenzen geht. Und lieber Plentilux, einer der Gründe weshalb nicht genügend Test Kapazitäten vorhanden waren dürfte eben auch die lange Verharmlosung der Pandemie Risiken durch das RKI gewesen sein. Da soll mir keiner erzählen die hätten die nicht gekannt noch den Szenen die wir aus China gesehen haben, Auch du bestätigst in deinem Statement das es normal ist das es unter Wissenschaftlern unterschiedliche Meinungen und Sichtweisen gibt, die dann in ihrer Summe zu besseren Entscheidungen führen können als wenn nan sich auf eine Einzelmeinung verlässt. Alles keine Gründe mal kritisch nachzufragen?

Das der Lock Down nötig war bestreitet niemand, nur ob man ihn in dieser schärfe hätte durchsetzen müssen wenn man rechtzeitig reagiert hätte, darüber gibt es meiner Meinung nach durchaus Diskussionsbedarf.
#1968Report
1 month ago
Ähem......
Es gibt eine ganze Menge Leute die den Lockdown nicht haben wollten/möchten.
Die sagen einfach "Ich will mein normales Leben wiederhaben, egal was passiert".
#1969Report
1 month ago
Es gibt eine ganze Menge Leute die den Lockdown nicht haben wollten/möchten.
Die sagen einfach "Ich will mein normales Leben wiederhaben, egal was passiert".

Ihr gutes Recht. Es ist eine Güterabwägung, die immer wieder neu diskutiert werden muss.

Es gibt eigentlich immer nur eine Sichtweise, die definitiv immer falsch ist.

Die Sichtweise, die von sich behauptet, sie sei "alternativlos".
#1970Report
1 month ago
@Lichtermeer
Zur Schweinegrippe fehlen dir vielleicht ein paar Hintergrundinformationen. Ich würde dir als kurze Zusammenfassung den Drosten-Podcast Nr. 42 empfehlen. Die Wirklichkeit ist einfach manchmal komplexer und du kannst die Arbeit des RKI im Alltag sehr offensichtlich nicht beurteilen. Die Vehemenz deiner Verurteilung finde ich daher nicht gerechtfertigt.
Es ist einfach etwas anderes ob man sich in der Akutsituation befindet oder Monate später mit diversen retrospektiven Analysen alles besser weiß. Wenn man jetzt sagt, "Corona-Ferien" wären ausreichend gewesen, dann war das im Februar oder März keinesfalls sicher. Wenn dann Leute sagen "Das habe ich damals doch vorgeschlagen" ist das ok. Du solltest aber auch wahrnehmen, dass Herr Kekulé über diesen Punkt in seinem Podcast recht schnell hinweggeht und sich nicht auf die Hinterbeine stellt. Ihm sind diese Tatsachen nämlich bewusst.
Auf einer solchen rationalen Basis kann man dann eine Fehleranalyse sinnvoll durchführen und aus der ersten Lockdownsituation des Landes seine Lehren ziehen. Das wird sicherlich gemacht. Zu sagen "alles Scheiße" oder "da steckt bestimmt eine Verschwörung hinter" ist weder hilfreich noch gerechtfertigt. Wie schon mehrfach gesagt: Im Vergleich zu anderen Ländern steht D trotz wirtschaftlich und geografisch exponierter Lage ganz gut da.

Das RKI sitzt nicht in einem Elfenbeinturm sondern es gibt eine international vernetzte Forschercommunity, die sich austauscht und deshalb haben viele Länder ähnlich reagiert. Die nationale Struktur, dass es ein zentrales Institut gibt, ist der Tatsache geschuldet, dass man in Krisensituationen gewisse Abläufe zügig sicherstellen muss und im Notfall nur eingeschränkt diskutieren kann. Diese Einsicht hat sich international durchgesetzt und vergleichbare Strukturen gibt es praktisch überall. Im Kleinen wird jedes Flugzeugcockpit und jeder Shockraum nach analogen Prinzipien organisiert. Auch hier wäre es sehr sinnvoll sich über die Geschichte des RKI und die internationale Entwicklung der Pandemie-/Katastrophenmedizinforschung zu informieren, bevor man lautstark Anklagen erhebt.

Die Testknappheit in D war sehr kurzfristig und war bei einer neuen, sich international ausbreitenden Erkrankung schwerlich zu vermeiden. Testkits müssen produziert werden und Labore im ganzen Land müssen diese Tests implementieren. Das hat eigentlich ganz gut geklappt. Ein Beispiel für eine schlecht gelaufene Testbereitstellung mit Pannen siehst du in den USA.

Zu den Obduktionen: Ich habe in den letzten Monaten sehr viele schlechte Fachartikel zu Corona gesehen. Jeder will etwas veröffentlichen, dabei sein. Das führt zu einer schlechten Datenqualität und man lernt nichts, weil die vielen Artikel keine Aussagekraft haben. Das ist absolut kontraproduktiv. Mit einzelnen Autopsieberichten wäre das genauso, nur das hier noch zusätzliche Infektionsgefahren entstehen. Es wäre also doppelt schlecht. Es braucht schlicht größere Studien für gesicherte Erkenntnisse. Solche Studien hat es in Deutschland gegeben und das RKI hat die Durchführung dieser Studien auch nie kritisiert.
#1971Report
@plenti..
"Zu den Obduktionen:"
kann man denn die studien so zusammenfassen, dass man sagt: blutverdünner können helfen
#1972Report
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"ich komme aus Bayern und hier ist die Welt noch in Ordnung"
#
mal sehen ob söder kanzler wird
#1973Report
1 month ago
aus airliners.de
" Reisewarnungen für 31 Länder sollen aufgehoben werden
26. Mai 2020, 16:38 Uhr

Die Reisewarnungen der Bundesregierung soll ab dem 15. Juni für 31 Länder wieder aufgehoben werden. Neben den 26 EU-Ländern soll das auch für Großbritannien, Island, Norwegen, die Schweiz und Liechtenstein gelten. Das steht nach Angaben der Deutschen Presseagentur im Entwurf für ein Eckpunktepapier mit dem Titel "Kriterien zur Ermöglichung des innereuropäischen Tourismus", der Mittwoch im Kabinett beschlossen werden soll. "
#1974Report
1 month ago
@Plentilux Die Diskussion bringt an dieser Stelle nichts mehr denn genau so wie man hinterher alles besser weiß, womit du sicherlich Recht hast, kann man eben auch hinterher für alles eine Erklärung nachschieben.

Nur soviel, wenn ich den Wirkmechanismus des Virus verstehen will hätte ich mir die Obduktionsberichte aus der Fläche zuschicken lassen und anschließend Auffälligkeiten von einem Spezialisten Team überprüfen lassen. So hätte ich es gemacht. Es ist auch merkwürdig das selbst die Börsen bereits auf Tauchstation gegangen sind als das RIK noch keine akute Gefahr für Deutschland gesehen hat. Denn eines haben die Spekulanten und das RIK gemeinsam, sie sind bestens vernetzt.
#1975Report
1 month ago
@jackinthegreen (Kommentar:gern!)
"ich komme aus Bayern und hier ist die Welt noch in Ordnung"
#
mal sehen ob söder kanzler wird

:-) ich hoffe doch sehr das er uns in Bayern erhalten bleibt, war am Anfang auch skeptisch mit Ihm aber er macht einen, aus meiner Sicht, guten Job
#1976Report
1 month ago
Ich habe schon mehrfach erwähnt, dass ich die aktuellen politischen Verhältnisse nicht unkritisch sehe


Das lese ich aus deinen Gedanken einfach nicht heraus. Eher das Gegenteil. Kritisch zu sein heißt für mich, grundsätzlich zu hinterfragen, und das heißt, die verwendeten Begriffe aufzuschlüsseln, als sie einfach zu übernehmen. Jede Nachricht, jede kleine Agenturmeldung hat einen spin, eine Richtung, in die sie die Meinung des Lesers lenkt, und von dieser Tendenz profitiert jemand. Wenn eine Meldung erscheint, die besagt - wobei sie sich zweifellos auf ein reales Geschehen bezieht! - dass Journalisten angegriffen wurden, um bei diesem Beispiel zu bleiben, nutzen bestimmte Kräfte diesen Vorgang, um sich zu profilieren. Das kann die politische Spitze sein, die als Repräsentanten öffentlicher Ordnung und der freiheitlichen Grundrechte Zustimmung erfahren, Journalisten, die die Opferrolle benutzen, um ihr Monopol zu stärken, öffentliche Vorgänge bedingungslos abbilden zu dürfen; linke Bürgerrechtler, die die Gelegenheit nutzen, um sich von Gewaltbereiten abzugrenzen, weil ihnen das von den Medien gerne untergeschoben wird, etc. etc.: viele reiten auf diesem Ereignis, um für sich Zustimmung und moralische Hoheit daraus abzuzweigen. Was wirklich passiert ist, ist womöglich streitbar. Man liest von einem "Angriff", von "Vermummten" und von "krankenhausreif". Das ist weniger eine Berichterstattung als eine fertige Ausdeutung des Vorgangs, und sie geht so: Harmlose Journalisten, die nur ihre Arbeit machen, wurden grundlos von aggressiven Vermummten geschlagen. Punkt. - Vielleicht lautet eine andere Fassung, dass die Journalisten Leute gefilmt/fotografiert haben, die sehr klar zum Ausdruck gebracht haben, dass sie keinen Bock darauf haben - und ersichtlich mit ihrem Gehabe demonstriert haben, dass sie drauflosschlagen, wenn es nicht sofort aufhört, Sachen wie "Lügenpresse" geschrien und solcherlei. Keineswegs undenkbar ist, dass die Journalisten diese Provokation gefüttert haben, zumindest zu einem Zeitpunkt, wo sie noch glaubten, das Geschehen kontrollieren zu können. Zum Beispiel weil ein bisschen Sensation die Reportage aufpeppt. Zum Beispiel, weil sie sich im Bewusstsein ihrer Deutungshoheit gegenüber einer Bande Anonymer ohne Sender und Rundfunklizenz etwas zu sicher waren. Zum Beispiel, weil beide Seiten erregt waren und das Ganze schnell persönlich, d.i. irrational wurde und keiner dem anderen nachgeben wollte. Das ist nichts als eine Möglichkeit, aber alles andere als unwahrscheinlich, denn so sind Menschen. Und vielleicht wäre der Punkt des Nachhakens würdig, ob es nicht klüger gewesen wäre, nachzugeben (auch wenn mit dieser Pippibagatelle zweifellos die gesamte freie Gesellschaft und sämtliche zivilisatorischen Errungenschaften auf der Kippe standen). Hochheilige Pressefreiheit hin und her, der Spaß hört auf, wenn es wehtut, und wenn man die Dinge so steuern kann, dass beide Seiten schadlos aus der Sache rauskommen, sollte man das vielleicht tun. Richtig ist und bleibt: Gefilmt zu werden, ist kein Grund, Gewalt anzuwenden, und wer das tut, zieht die Schuld auf sich. Aber die in den Nachrichten angedeutete Anlasslosigkeit der Aggression, das "einfach so", bezweifle ich massiv, und ich verfolge aufmerksam, wer diese Geschichte nutzt, um sein Profil damit zu schärfen. Zu einem Streit gehören zwei. Die Geschichte hier lautet: Dazu gehört nur einer - gewaltbereite Vermummte! Das ist mir zu platt. Sicher ist: Der Anlass, warum diese "Vermummten" auf die Straße gegangen sind, spielt keine Rolle mehr.

Das bedeutet nicht, dass Journalisten solche Artikel gezielt lancieren (oder "von oben" den Auftrag erhalten, so etwas zu tun), um Stimmung gegen aggressive Störenfriede zu machen. Richtig ist aber - und dafür fehlt dir, glaube ich, das Verständnis - dass Journalisten ein gutes Gespür dafür haben, welches Ausmaß an Aufsehen sie mit bestimmten Darstellungen erzeugen, was bedeutet, sich durchaus bestimmten Interessen anzubiedern, wenn es die Resonanz und die positive Rückmeldung erhöht.

Viel schwerer wiegt aber, dass die Journalisten in den großen Medien und im ÖR aus der bürgerlichen Mitte (oder höheren, materiell gut abgesicherten Schichten) kommen, die bürgerliche Mitte mit ihren Beiträgen ansprechen und die Werte und Normen dieser Mitte abbilden. Dort regt man sich traditionell über "Krawallmacher" und "Störenfriede" eher auf und nimmt deren Belange eher weniger ernst. Heutiger Journalismus ist eine Retorte, die ihre Mitglieder immer aus dem eigenen Rahmen reproduziert. Das ist aber eine signifikante Verkleinerung und Fokussierung gesellschaftlicher Realität, weil Ansprüche und Interessen jenseits der bürgerlichen Mitte medial kaum mehr abgebildet werden. Die Folge - und nur konsequent! - ist, dass diese Interessen und ihre Träger politisch nach links und rechts "abwandern". Das ist viel mehr eine passive Reaktion als eine aktive: Sie werden medial nachgerade dorthin gedrängt: Wer mehr Sozialstaat fordert, ist ein fauler Linker, der es zu nichts gebracht hat; wer einen Stop des Flüchtlingsstroms fordert, ist ein Rechter, und wir stehen wieder kurz vor 1933, usw., und für linke und rechte Kritik gilt: Die ist gefährlich. Hier nicht weiterdenken, bleibt bei uns, bleibt bei der Mitte, nur wir bieten Schutz und gesellschaftliche Stabilität. - Das ist das alleinige Konzept für das Überleben der politischen Mitte seit über 20 Jahren, namentlich der Union und der SPD (und der Grund, warum man die Tendenz der AFD, das "Bürgerliche" für sich zu vereinnahmen, sehr, sehr ernst nimmt), die beide seit zwei Jahrzehnten unglaublich schlechte Politik für die Menschen machen: Links und rechts lauert Gefahr, alles Antidemokraten, bleibt bei uns, wir versprechen, dass die Dinge so bleiben, wie sie sind.

Schlimm ist, dass dadurch auf Dauer die "Mitte", die sich als Garant von Stabilität ausgibt, selbst zum Radikalen wird: Weil sie jeglicher Kritik außer der eigenen eine dauerhafte Stimme und eine Debatte verwehrt. Ich schrieb bereits von der Methode, inhaltliche Kritik zu personalisieren bzw. mit bestimmten Gruppen zu assoziieren: Was von den "Verschwörungstheoretikern", von den "Linken" und "Rechten" kommt, ist der Debatte nicht wert. Das Schlimme ist eben, dass die Mitte jederzeit selbst definiert (und laufend zu ihrem Vorteil anpasst), was als VT, als links oder rechts zu gelten hat. Das ist das Korsett deiner hochbesungenen "Pressefreiheit".

In der Einschätzung, dass neoliberale Kräfte Dinge voranbringen wollen


Das "voranbringen wollen" ist überholt, sie halten die Zügel fest in der Hand. Was ihnen seit den frühen Zweitausendern meisterhaft gelungen ist, ist, die Sprache für sich zu kapern. Ich empfehle für den Anfang die Lektüre des Schirrmacher-Artikels "Ich beginne zu glauben [...]" von 2011.

[...] die Theorie, dass man uns Angst machen wolle um Einschnitte hinzunehmen. Diese Logik erschließt sich mir nicht.


Kleiner Auszug aus den Google News/Rubrik "Deutschland", 28.05., 9:46 Uhr:

Agiert Hessen in der Corona-Krise langsam und planlos? FAZ
Mutmaßlicher Administrator eines Pädophilie-Forums gefasst. SpON
Das gut gefüllte Waffenversteck des KSK-Soldaten. Welt
Razzien gegen "Reichsbürger". ntv
Pilot stürzt mit Kleinflugzeug in den Tod. t-online
Wehrbeauftragte Högl will sich mit Rechtsextremismus in Truppe befassen. SpOn
Erschütternde Details um Tod des Kita-Kindes in Viersen. Kölner Stadtanzeiger
PMK-Jahresbericht 2019: Die größte Gefahr kommt von rechts. Welt
In Fußgängergruppe gerast: Haftbefehl gegen Fahrer erlassen. AZ München
Corona-Ausbruch in den Niederlanden: 54 infizierte Schlachthofmitarbeiter leben im deutschen Kreis Borken. SpOn
Corona-Ausbruch nach Baptisten-Gottesdienst: Zahl der Infizierten steigt auf über 130. FR
Lkw überrollt Fußgängerin – Fahrer macht Fotos vom Unfallort. BZ
Hund beißt zu und verletzt Rentnerin schwer. MDR
14-Jährige von drei Männern vergewaltigt: Täter müssen in Haft. tag24

Aus der Rubrik "Welt":

Coronavirus in Russland: Verdächtig konstante Neuinfektionszahlen. FAZ
BOTSCHAFTER DROHT: USA bereiten weitere Sanktionen gegen Nord Stream 2 vor. Welt
Corona in Russland: Der widerlegte Putin. Welt
"Inside China" - Was passiert wirklich in China?. ZDF heute
USA streichen Ausnahmeregelung für iranische Atomanlagen. SpOn
Verschweigt China eine zweite Corona-Welle? RTL
Huawei und 5G: Deutschlands Kotau vor China. Welt
Wetterexperten warnen vor Hitze: Sommer 2020 könnte alle Rekorde brechen. MZ
Sommer-Prognose: „Katastrophen-Szenario“ macht selbst Experten Angst - auch wegen Corona. Merkur
Behörden warnen vor Angriffen: Russische Bären unter Hackerverdacht. Tagesschau
Superspreader: Welche Rolle spielen Virenschleudern? ntv
US-Militär wirft Russland versteckten Einsatz von Kampfjets vor. SpOn


Es erschließt sich dir nicht, dass mit Angst gearbeitet wird?...


Du musst ein gewaltiges Brett vor dem Kopf haben, lieber plentilux, wenn du den roten Faden nicht sieht: Wenn du nicht verstehst, welche Länder systematisch mit welchen Attributen belegt werden (wofür sich bedenkenlos auch die hehre Tagesschau hergibt); welche politischen Spektren als bedrohlich ausgegeben werden; wenn du nicht siehst, wie Deutschland als ein unsicherer Ort grauenvoller Kriminalität und Unfälle dargestellt wird - tagtäglich liest man über missbrauchte Kinder, getötete Kinder, vergewaltigte Pubertierende, verstümmelte Rentner, die Betonung liegt gerne auf den schutzbedürftigsten Gruppen. Menschen fahren in Fußgängergruppen, Flugzeuge stürzen ab, das Leben ist gefährlich! - es stellt sich die Frage, welchen erheblichen Mehrwert solche Meldungen für den Leser haben. Auch vor 50 Jahren wurden schon Kinder ermordet, sind schon Flugzeuge abgestürzt und Autos in Passanten gefahren, nur war das damals bestenfalls eine regionale Meldung wert.

Hier wird ein Bild der Nation und der Welt gezeichnet, das der Bevölkerung nahelegt, sich gutzustellen mit einem beschützenden Staat, der als rettender Anker für Sicherheit und Stabilität sorgt - und seine Beschlüsse zu akzeptieren, seien sie sozialer, wirtschaftlicher oder sicherheitspolitischer Art, in Neusprech:

Alternativlos.


- Rest bei Gelegenheit.
#1977Report
1 month ago
@aspan
Vielen Dank für den sachlich geschriebenen Text.
Ich wollte nicht bestreiten, dass in Medien gerne mit Angst gearbeitet wird. Das ist ganz sicher so - schon, weil es Aufmerksamkeit bringt. Wenn ich mir aber anschaue, wo am ausgeprägtesten mit Angst gearbeitet wird, lande ich verkürzt gesagt bei BILD (bzw. Springer im Allgemeinen) und gewissen Teilen der "alternativen Medien", namentlich beispielsweise KenFM (siehe oben verlinktes Video). Gerne auch AfD-Posts in den sozialen Medien. Stichworte "Islamisierung des Abendlandes", "links-grün-versiffte Weltverschwörung" oder aktuell "Bill Gates will die Weltbevölkerung dezimieren". Hier tauchen auch diverse "Untaten" auf, die in den "Staatsmedien" (aus gutem Grund) nicht erwähnt werden, weil sie nämlich entweder zu belanglos für die 15min TS oder schlicht erfunden sind.
Die ruhige Vortragsart der ÖR-Nachrichten ist diesbezüglich wesentlich neutraler - natürlich ist das sicher auch wieder nur ein Deckmantel. ;-)
Von deinen 26 gebrachten Beispielen für Schlagzeilen kommen auch nur drei (!) aus dem ÖR-Bereich, davon einmal der regionale MDR. Springer und RTL-Konzern sind da deutlich häufiger vertreten und beiden würde ich auch allgemein eine deutlich tendentiöse und unehrliche Berichterstattung vorwerfen. Das ist meiner Meinung nach auch kein Zufall, da sie sich als Privatunternehmen finanzieren müssen und Emotionen eben Clicks bedeuten...zusätzlich zu gewissen transatlantischen Einflüssen, die gut dokumentiert sind.
Ich will ÖR nicht in den Himmel loben, es gibt da viele Kritikpunkte, z.B. politisch besetzte Ämter,...
Die Leute, die sich aber aktuell als Alternativen zu den "Staatsmedien" aufdrängen sind für mich keineswegs eine Alternative, da sie von der Informationsbeschaffung über die Aufarbeitung/Interpretation bis zur Präsentation einfach aus journalistischer Sicht sehr oft schlechte Arbeit machen und meiner Meinung nach auch bewusst Unwahrheiten verbreiten.
Die wenigen ernsthaften investigativen Journalistengruppen wie z.B. Correctiv nehme ich da klar aus. Die leisten wichtige Arbeit.

Sicher richtig ist, dass die politischen Parteien auf einen gewissen Punkt zustreben, der als "Mitte" bezeichnet wird und in dem z.B. gewisse marktwirtschaftliche Vorgänge unkritisch gesehen werden. Dieses Phänomen ist aber so alt, dass sich vor hundert Jahren die Sozialdemokraten und Kommunisten aufgrund der Marx´schen Schriften schon darüber gestritten haben, wie man damit umgehen sollte.
#1978Report
1 month ago
Einerseits nehme ich "Corona" durchaus ernst, ich war der erste der "Corona" in der MK angesprochen hat. Insofern gefallen mir totale Verharmloser auch nicht. Meine Kritik an "Fakten"checkern wie "CORRECTIV" sollte deshalb nicht als pro-Grippisten ausgelegt werden. Als Grippisten kann man diejenigen bezeichnen, die meinen, Corona ist so ungefährlich wie eine Grippe, Grippist ist meiner Meinung nach ein besserer Begriff als der Universal-Kampfbegriff Verschwörungstheoretiker.

Anderseits muss ich zu von Plentilux gerne gesehenem nichtstaatlichem Medium was sagen, das eben nicht nur im Fall Corona eingesetzt wird sondern als Universalwaffe gegen jeden Andersdenkenden jeglicher Art:
Plentilux schrieb: Die wenigen ernsthaften investigativen Journalistengruppen wie z.B. Correctiv nehme ich da klar aus.

Vorgestern war ein schöner Tag ! Rechtsanwalt Steinhöfel (bzw sein Mandant Tichy) hat Erfolge zu verzeichnen ! Gegen den gegen den " journalistischen Söldner, der durch die Methode des Faktenchecks seine ideologischen Überzeugungen unter Ausnutzung der strukturellen Überlegenheit eines Monopolisten (Facebook) rechtswidrig durchsetzt" ( Zitat Rechtsanwalt Steinhöfel ) und dabei mit Millionen Euro Spenden von Oligarchen und Konzernen ausgestattet wird (zB George Soros’ Open Society Foundation, Google, Facebook).
Hier könnt Ihr es lesen:
https://www.faz.net/aktuell/feuilleton/medien/tichy-siegt-gegen-correctiv-vor-gericht-16789353.html
#1979Report
1 month ago
@Westhafen Images
Dein verlinkter Artikel sagt klar, dass der Faktencheck durch Correctiv nach Einschätzung von zwei Gerichten sachlich richtig war, das also durch den Post von Herrn Tichy Unwahrheiten verbreitet worden sind. Das wollen wir vielleicht erstmal festhalten!
Das Gericht sieht die Schuld für diese Unwahrheiten jedoch beim Verfasser des Briefes, den Herr Tichy geteilt hat, nicht bei Herrn Tichy selbst. Es wird bemängelt, dass der durchschnittliche Facebook-User nicht unterscheiden könne, ob der Stempel "teils falsch" sich auf den Inhalt des Briefes oder auf den Post von Herrn Tichy bezieht. An der Tatsache DASS der gepostete Brief unzutreffend ist, wird nicht gezweifelt.

Schön ist auch die Aussage vom Anwalt, dass er die "Frage, was wahr, falsch, richtig oder unrichtig ist" in einer klar wissenschaftlichen Frage wie dem Klimawandel dem "politischen Diskurs" überlassen möchte. Das ist doch mal ein Geständnis!

Zur Finanzierung von Correctiv siehe Seite 53/54 des Quartalsberichtes: https://download.correctiv.org/correctiv-transparenzbericht%E2%80%8B-quartal-2-2019%E2%80%8B.pdf
#1980Report

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