Warum fotografieren wir Portraits 155

@ Marcus Sawyer

Deine Überlegungen finde ich nach wie vor sehr spannend! Aber in der Praxis fürs Hotel oder Studio 24mm und 50mm. Wenns nach draußen geht kommt ein 70-200mm dazu.

Draußen auch gerne mit 35mm, je nach Örtlichkeit. Im Hotelzimmer sind 24 und 50 mm meist die richtige Entscheidung !
An diesem Beispiel sieht man allerdings, daß Ganzkörperfotografie auch ohne Gesicht möglich ist, wobei man dann eher Torsofotografie sagen müßte :



Jetzt sind es 51 Stimmen geworden und es besteht sogar Gleichstand in der Bereitschaft zu Männerportraits ..
#101Report
2 weeks ago
Ein schönes Beispiel für Ganzkörperfotografie!

Lesen wir uns nochmal deine These durch
#92
Im Rahmen eines Payshootings entstehen Gesichtsportraits als Nebenprodukt zur vorrangigen Ganzkörperfotografie

See, wo entsteht denn hier ein Gesichtsportrait als Nebenprodukt?
Kannst Du ein Gesicht erkennen? Eben!
Somit hast Du gerade deine eigene These selbst widerlegt.
Ganzkörperfotografie heißt nicht Ganzkörperportrait.

Der Koffer ist ein witziger Sichtschutz.
#102Report
@ Marcus Sawyer
Das wird jetzt genauso spitzfindig wie die Trennung von Fashion und Lifestyle ...
Richtig : Ganzkörperfotografie heißt nicht Ganzkörperportrait
Allerdings ist der Anonymitätserhalt des Models beim Shooting eine hier in der MK eher seltene Erscheinung, weil eine Model-SC auf dieser Basis gar nicht möglich ist. Das eigentliche Thema hier sind Fotos vom Gesicht und der Grund meiner Frage war, ob es wiederum Shootings gibt, bei denen zu 100 % nur das Gesicht Motiv ist und der Körper nicht mitfotografiert wird.
Du und ich - wir haben junge Frauen mit ihren ganzen Körpern im Payshooting fotografiert. Hier wollte ich nun die Gegenseite kennenlernen - eben Portraitfotografen, die eher Geld nehmen als es auszugeben, die das Model als Persönlichkeit zeigen usw. Aber sowohl textlich als auch bei der Abstimmung hatte ich in einigem andere Resultate erwartet. Besonders überrascht war ich von der geringen Bedeutung des persönlichen Kontakts - wo doch die Vorwürfe in anderen Forumsthemen genau dergestalt waren, daß man ständig junge Frauen zur Fleischbeschau hole und dann ohne eingehende mentale Wahrnehmung wieder verabschiede.
Und dann lese ich hier, daß Schönheit und Styling fünffach wichtiger seien ! Dabei geht es hier doch eben nicht um die längsten Beine, den knackigsten Po und die drallste Oberweite ..
#103Report
2 weeks ago
Es geht nicht um Spitzfindigkeiten, See. Du hast den Begriff Ganzkörperfotografie gebraucht.
Einmal in einer deiner Thesen und jetzt beim Zeitungsbild.

Und hast damit eine These entwickelt, die sich als falsch herausgestellt hat. Du hast dich selbst widerlegt.
''Ganzkörperfotografie heißt nicht Ganzkörperportrait'' Genau, See. Wenn Du ordentlicher und genauer gearbeitet hättest., hättest Du deine These so nicht aufgestellt und wir hätten uns eine Menge Zeit sparen können.

Ich zitiere mich selbst #94
. Bei einem Ganzkörperportrait entsteht zwangsläufig auch immer ein Gesichtsportrait


Ich habe die ganze Zeit von Ganzkörperportrait gesprochen. Du siehst, ich war nicht ,,spitzfinding''. Ganz im Gegenteil. Ich dachte, der See schreibt das, meint aber was anderes. Passt schon. Bitte arbeite in Zukunft sorgfältiger.


Off Topic: Es gibt einen minimalen Unterschied zwischen bedingten Vorsatz und bewusster Fahrlässigkeit, aber mit beachtlichen Folgen. Von daher, ob nun Ganzkörperportrait oder Ganzkörperfotografie, von dir vertauscht wird? Die Folgen sind dann eher Kindergeburtstag. Gibt sicher noch andere Beispiele...
#104Report
1 week ago
Ich kenne aus der Kunstgeschichte den Begriff Ganzfigur bzw. Ganzfiguriges Porträt, also ein Bildnis, das eine Person vollständig von Kopf bis Fuß abbildet.
#105Report
1 week ago
Marcus Sawyer
Mit so ein wenig zeitlichem Abstand: Was auch immer Du gestern konsumiert hast, lass es lieber. Ich hoffe, dass es Dir inzwischen wieder gut geht und Du selbst darüber lachen kannst, dass Du gestern einmal wieder gegen alles argumentiert hast und - völlig egal, wie oft Du Deine Meinung gewechselt hast und wie oft Du Dir selbst widersprochen hast. Ich mache mir ehrlich Sorgen.
#106Report
1 week ago
...Ich mache mir ehrlich Sorgen.

eckisfotos

Auch wenn Du dir Sorgen machst, das ändert nichts an der Tatsache, dass See eine seiner zwei Thesen in #92 (bewusst oder unbewusst) selbst widerlegt hat.
See hat erkannt, dass ''Ganzkörperfotografie'' nicht dasselbe wie ''Ganzkörperportrait'' bedeutet.
Für mich ist die Messe gelesen.

Ich schätze See weiterhin als feinen und tiefgründigen Kollegen.
#107Report
Danke Euch, und ohne sich noch mehr in Definitionen zu ergehen, jetzt mit 60 Stimmen ein "protokollierter" Zwischenstand :
Nun doch je (1) für "nur" Portraits bzw. "nur" Ganzkörper, (5) kombiniert mit Dessous/Akt und (6) mit Fashion. Dann (6) auch Männer und (7) nur Frauen; mit (18) bleiben Mimik und Ausdrucksstärke das Wichtigste, gefolgt (12) von Schönheit und Styling - und nun (4) für Portraits durch persönlichen Kontakt.
#108Report
Und was soll diese "Statistik" nun aussagen?
Es waren doch Mehrfachantworten möglich?
Dann sind es nicht 60 Stimmen, sondern bloß 60 Kreuzchen.
#109Report
@ Bazi
Ja, es waren nur 60 Kreuzchen und somit vielleicht nur 7 Teilnehmer, und mein bisheriges Fazit schrieb ich in #92.
#110Report
1 week ago
SEE - anarchisch, autonom, autark !?
Es waren mindestens 18 Teilnehmer, da eine Auswahlmöglichkeit 18 Stimmen bekommen hat.

Ansonsten: Ob der Begriff "Stimmen" nun für die Anzahl der Teilnehmer oder die Anzahl der Kreuzchen steht, können wir nun auch noch haarspalterisch ausdiskutieren. Das ist bestimmt wichtiger zu wissen als die Definition von Portrait zu kennen. :-)
#111Report
@ eckisfotos
Oh ja - klar, vielen Dank - mindestens 18 !
#112Report
1 week ago
Zur Frage was ein Portrait ist und insbesondere ob eine Ganzkörperaufnahme ein Portrait sein kann habe ich mir den Spass gemacht und in verschiedene Bücher über Portraitfotografie geschaut.
Und siehe da - in jedem der Bücher waren auch Ganzkörperaufnahmen. Mal mehr und mal weniger. Je nach dem, wie der Autor für sich Portraitfotografie definiert hat und wo seine eigenen Schwerpunkte lagen.

Wenn ich selber eine Ganzkörperaufnahme von einem bekleideten Model mache, dann ist es mir wichtiger ein Bild zu machen, das dem Model und mir gefällt. Ob das nun korrekt ein Portrait, Fashion oder Lifestyle ist, ist dem Model und mir in dem Moment egal und hinterher auch.
#113Report
@ FrankZa

Und siehe da - in jedem der Bücher waren auch Ganzkörperaufnahmen. Mal mehr und mal weniger. Je nach dem, wie der Autor für sich Portraitfotografie definiert hat und wo seine eigenen Schwerpunkte lagen.

Wenn ich selber eine Ganzkörperaufnahme von einem bekleideten Model mache, dann ist es mir wichtiger ein Bild zu machen, das dem Model und mir gefällt. Ob das nun korrekt ein Portrait, Fashion oder Lifestyle ist, ist dem Model und mir in dem Moment egal und hinterher auch.


Ob Gesichtsportrait oder Ganzkörperportrait - das ist eine Frage der Perspektive und des Bildschnitts. Je nachdem, wie man das Model z.B. in einer Espressobar fotografiert, wird ihr bekleideter Körper schon ab Brusthöhe, ab Taille oder vielleicht erst ab den Oberschenkeln nicht zu sehen sein, vielleicht auch weil schon die Lichtverhältnisse hüftabwärts bereits alles ins Dunkle tauchen. Ob dann nur das Gesicht wichtig ist oder weitere Körperteile mitbetont werden, wird je nach Szene und Bildstil unterschiedlich sein.

Eben, dem Model kommt es dabei meist darauf an, daß sie so zu sehen ist, wie sie auch vor die Tür, in die Öffentlichkeit ginge - und da wäre sie dann auch von Kopf bis Fuß sichtbar, aber eben in der von ihr gewählten Kleidung. Daß die Kleidung beim Shooting dann eleganter, chicer, vielleicht auch erotischer wirkt als beim Lebensmitteleinkauf im Discounter, macht die Sache nicht suspekt, denn zum Theaterabend, zur Disco oder zum Rendezvous käme sie auch nicht im Joggingdress. Ob und wie intensiv, dabei dosiert attraktiv, bezaubernd und sexy ihr Styling und ihre Pose und Mimik dann wirken, wird ihr schon bewußt sein ...

Eine direkte Frage nach dem Glamourportrait einerseits und dem natürlichen Portrait andererseits wäre wohl angebracht gewesen, wurde mit 12:18 aber auch so ersichtlich (und bei "natürlich" wäre es auch Definitionssache).
#114Report
1 week ago
Zitat FrankZa:
" ... dann ist es mir wichtiger ein Bild zu machen, das dem Model und mir gefällt. Ob das nun korrekt ein Portrait, Fashion oder Lifestyle ist, ist dem Model und mir in dem Moment egal und hinterher auch."

Ich glaube, dass es der Normalfall bei den Fotos hier ist, dass sie entweder dem Modell oder dem Fotografen oder beiden gefallen. Die Form von Fotografie, die dem Designer der Kleidung gefallen soll - wo es also um die Präsentation der Kleidung geht und das Modell austauschbar ist, dürfte hier hingegen recht selten sein.

Und nun hat uns auch noch Marcus Sawyer "gelehrt", dass man eine Formulierung wie "Wenn Portrait, dann auch Fashion" - immerhin von 6 Personen gewählt - auf zwei verschiedene Arten "interpretieren" kann.
Ich fühle mich dabei in einer Mehrheit zu sein, die es so versteht, dass bei einem Shooting zu x % Portraits entstehen und zu y % Fashionfotos (für Mathematiker: x+y
#115Report
@ eckisfotos
Ja, das Ganzkörperportrait (um es möglich genau zu sagen) ist wohl die wichtigste Kombination - klar, schon weil das Model schließlich mit ihrem gesamten Körper vor der Kamera erscheint. Am Tisch sitzend wird es aber bei frontaler Perspektive schwierig sein, irgendetwas hüftabwärts aufs Bild zu bekommen. Dazu eine kleine Anekdote aus der Schulzeit : Ein Mitschüler mit sehr konservativem Vater kam in Jeans und Cowboystiefeln, aber mit Hemd, Krawatte und Jackett. Als 15-jähriger Jugendlicher wäre er natürlich auch lieber mit Blouson, Lederjacke oder Windjacke und Polohemd oder T-Shirt gekommen, doch die Einigung mit seinem Vater bestand darin, daß der Vater entweder die obere oder die untere Hälfte der Kleidung seines Sohnes bestimmen dürfe. Klar, warum der Vater die obere Hälfte bestimmte ? : Die Hose und Schuhe blieben unter der Schulbank eher unauffällig, während der Oberkörper ständig im Blick des Lehrers wäre.
#116Report
1 week ago
#115
Und nun hat uns auch noch Marcus Sawyer gelehrt, dass man eine Formulierung wie Wenn Portrait, dann auch Fashion - immerhin von 6 Personen gewählt - auf zwei verschiedene Arten interpretieren kann.
Ich fühle mich dabei in einer Mehrheit zu sein, die es so versteht, dass bei einem Shooting zu x % Portraits entstehen und zu y % Fashionfotos (für Mathematiker: x+y


''Wenn Portrait, dann auch Fashion'' ? eckisfotos Immer mehr denke ich, dass es lange, lange, lange her ist, dass unser Ecki mal geshootet hat.

Wie willlst Du wissen was die ''Mehrheit'' denkt? Glaubst Du allen Ernstes, die ''Mehrheit'' macht sich eine Formel aus zwei Unbekannten mit x+y bevor und während sie shootet?!

Es könnte doch auch so sein, bzw. es ist viel wahrscheinlicher: Für die ''Mehrheit'' war Das zu banal und selbstverständlich um es anzukreuzen (= keiner Rede wert).

Wenn man Fashion shootet, erlaubt das Fashion-Model meistens (ich habs anders sogar noch nie erlebt) ,dass man dabei auch sein Gesicht mitfotografiert. Ja, was soll daran so außergewöhnlich sein?! Die 6 Personen sind eher dem Lager zuzurechen, die gar keine Shootings mehr machen, aber doch an der Umfrage teil nehmen wollen.
#117Report
@ eckisfotos
@ Marcus Sawyer

Wenn man Fashion shootet, erlaubt das Fashion-Model meistens (ich habs anders sogar noch nie erlebt) ,dass man dabei auch sein Gesicht mitfotografiert.

Diese Feststellung ist natürlich zu allermeist richtig. Meine sicherlich komisch klingenden Umfrageauswahlen zielten aber genau darauf ab, ob eben jemand so versessen auf Gesichter ist, daß auch bekleidete Körper dabei gar nicht interessieren - und eine/r hat sich nun tatsächlich dazu bekannt ! Denn "schulterabwärts nein danke" würde ich mal so interpretieren, daß am Abbilden vom Torso samt Extremitäten kein Interesse besteht.
Unter der vorgeschobenen Frage, wieviel von ihrer Physis eine Frau öffentlich zeigen darf, ist nun wieder ein Krieg entbrannt - und das unterstreicht jedenfalls die Wichtigkeit des Sehens eines Gesichts für Millionen Menschen. Wenn das Gesicht schon Symbol für Freiheit und kulturelle Toleranz ist, und damit das "Portraitierendürfen" offenbar doch als kultureller und sozialer Wert gilt, dann finde ich eine konkrete Abfrage dazu nicht unsinnig.
#118Report
1 week ago
Wenn es auf die Mimik des Models ankommt, dann ist es zweitrangig, ob auf dem Ganzkörperportrait das Model nackt oder angezogen ist?? Kann man nicht so sagen.
Aber, wenn man den Gesichtsausdruck zweideutig interpretieren kann, dann kann ein ,,nur'' Gesichtsportrait die Schärfe zumindest rausnehmen.

Der geneigte Leser kann gerne mal auf meine Sedcard gehen, da habe ich bis morgen in der ersten Reihe Portraits. Mimik und Ausdrucksstärke? Okay! Zur Interpretation kommt dann auch noch die Perspektive.
#119Report
1 week ago
Ich verstehe die Uneinigkeit nicht, jedenfalls nicht aus der Perspektive vieler, für die ein Porträt ''Ausdrucksstärke'' abbilden soll. Das kann doch entweder ein Gesicht sein (Mimik) oder ein Ganzkörper (Körpersprache) sein. Oder manchmal sogar beides. Und für Beauty im weitesten Sinne gälte das sogar auch.
#120Report

Topic has been closed