Warum tappen noch so viele in die Schwarz-Weiß-Falle? 129

SEE Knipsbildner schrieb:
Dieses Thema begann am Freitagmittag - daher habe ich jetzt die Bilder vom Donnerstag 20.8.2026 angeschaut und wenn ich nichts übersehen habe, gab es an diesem Tag etwa 60 Schwarzweißbilder. Im Eingangsbeitrag heißt es, daß die Hälfte davon technisch/gestalterisch minderwertig sei - das wären dann immerhin 30 Bilder von diesem Tag. Tatsächlich waren es allenfalls 3, die ich jetzt nicht so überzeugend fand - statt 50% also gerade mal 5% !


Für den 20.8. würde ich Dir nach Durchsicht zustimmen. Ich komme tatsächlich auch auf 3, die ich wirklich unnötig und als so richtig nichtssagend empfinde. Aber ich bin an sich auch eher gnädig und möchte beim Liken und kommentieren auch jedem immer auf seinem Niveau begegnen, solange ich das Gefühl habe, dass sich da jemand Mühe gibt. Es wäre ja blöd, wenn ich nur ab Newton-Niveau aufwärts like oder mal lobend kommentiere. Es gibt eben viele, die - wie ich - nicht Newton sind aber trotzdem ein tolles Foto gemacht haben. Vielleicht mit Schwächen aber dafür trotzdem toll.

Aber Geschmäcker sind bekanntlich ja auch noch verschieden und so mögen andere das anders sehen. Vermutlich wächst die Genervtheit bei so einem Thema mit der Zeit und dann reicht an einem Tag das eine Foto, das das Fass zum Überlaufen bringt. Dabei ist es die große Ausnahme und für sich diese Meinungseruption nicht wert. Aber am Ende ist das Forum dadurch nicht ganz tot und es ist ja auch wahrlich nicht der schlechteste und böseste Thread der letzten Wochen geworden. ;-)
#121Report
9 hours ago
@ Martin Walltree
Danke, und ja - zumindest teilweise war dieses Thema doch erhellend, wobei mir gerade in Betrachtung der uploads vom 20.8.2026 auffiel, daß der goldene Schnitt doch in etwa zur Anwendung kommt. Übrigens sehr gut auch Dein gerade gestartetes Thema zu Bildbänden, wobei meine Personenfotobücher zumeist schon etwa 10 Jahre und älter sind.
#122Report
4 hours ago
Die Frage, warum so viele in eine Falle tappen, ist eigentlich recht einfach zu beantworten. Das kann man auch an diesem Thread sehen: Viele Menschen betrachten einen Sachverhalt nur aus einem - oft rein emotionalen -Blickwinkel und plappern nach, was andere vorgeben. Glücklicherweise entwickelt sich vieles weiter, denn sonst würden wir uns mit Pferdekutschen fortbewegen und Höhlenzeichnungen anfertigen (natürlich SW). Ja, man kann Spaß an Dampfzügen haben und gerne Reiten gehen und sich auch mit Begeisterung an einfachen Dingen wie Lagerfeuerromantik erfreuen. Mit der oft überzogen gepriesenen Weiterentwicklung hat es nichts zu tun.
#123Report
3 hours ago
Technische Weiterentwicklung in der Kunst, verdrängt alte Techniken eigentlich nicht, sondern erweitert nur die Möglichkeiten nach oben.
Würden neue Techniken die alten Techniken verdrängen, würde ja längst niemand mehr Bilder malen oder Skulpturen aus Stein meißeln, sondern nur noch fotografieren oder 3d-drucken.
Ich persönlich hab deshalb auch nicht so große Befürchtungen was KI anbelangt (bezogen auf die Kunst).
#124Report
2 hours ago
@ Lichtsieb

Würden neue Techniken die alten Techniken verdrängen, würde ja längst niemand mehr Bilder malen oder Skulpturen aus Stein meißeln, sondern nur noch fotografieren oder 3d-drucken.

Dazu sah ich gestern noch einen kurzen Fernsehbericht über eine junge Frau, die früher als Influencerin "Fast Fashion" bewarb ... und jetzt strickt sie ihre Pullover selber. Interessant, weil da eben z.B. die Großelterngeneration wieder zum Vorbild genommen wird, wenn auch junge Männer Opas Traktor wieder herrichten. Was vor 30 Jahren war, reizt nicht - umso mehr aber, was vor 60 Jahren war.
#125Report
2 hours ago
Da spielt es sicherlich auch eine Rolle, dass je seltener eine Technik noch angewandt wird, um so besser und leichter hebt man sich natürlich auch von der Masse ab, wenn man sie wieder nutzt.
#126Report
1 hour ago
Ich persönlich hab deshalb auch nicht so große Befürchtungen was KI anbelangt (bezogen auf die Kunst).

Wobei das aber nicht heissen muss, dass da nicht doch was geht: https://www.instagram.com/davidszauder/ allerdings ist KI hier auch "nur" das Werkzeug.
#127Report
1 hour ago
Ja, genau! KI ist eigentlich nur eine Farbe mehr im Tuschkasten der Kunst. :)
#128Report
5 minutes ago
Lichtsieb

´Fotografie hat keinen Anspruch auf Wahrheit, sie bietet aber die fantastische Möglichkeit Träume, Fantasien und Emotionen sichtbar zu machen.´

Klasse und so zutreffend dieser von dir auf deiner SC gewählte Leitsatz.

Jetzt schreibst du aber ´KI ist eigentlich nur eine Farbe mehr im Tuschkasten der Kunst.´

Mit dieser Einschätzung tue ich mich dagegen unglaublich schwer. KI als Kunst zu bezeichnen, also ich weiß nicht.

Fehlt dabei denn nicht ein ganz wichtiger Baustein eines wirklich guten Fotos? Ich meine diese Kreativität eines Fotografen. Diese Einmaligkeit die doch jeden von uns auszeichnet. Übrigens egal ob vor oder hinter der Kamera. Was eigentlich auch Aufgabe des erst Genannten sein sollte, diese nach Möglichkeit heraus zu kitzeln.

Wenn ich alles wesentliche einer Fotografie in seiner Gesamtheit dabei aber aus der Hand gebe, mich auf ´Künstliche Intelligenz´ verlasse, da fehlt für mich das ganz entscheidende: die persönliche HANDSCHRIFT eines Fotografen.
#129Report

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