Corona 2,425

1 month ago
Bin kein Freund von SAT1-Nachrichten, aber hier äussert sich mal jemand, der anscheinend einen schweren intensivmedizinschen CoVid-19-Verlauf überlebt hat. Die Bewegungsunfähigkeit, die er beschreibt, wird als "Critical Illness Polyneuropathie/-myopathie" bezeichnet, bei der die starke Entzündungsreaktion Muskeln und Nerven schädigt. Sie ist nicht CoVid-spezifisch, sondern tritt häufig bei schwersten Verläufen auf.
Sie ist ein Grund, weshalb hochbetagte Menschen nicht von "großer Intensivmedizin" profitieren, da sie nicht die Kräfte haben, sich anschließend wieder zu erholen und zu trainieren und ein Grund, weshalb ich soetwas meinem ärgsten Feind nicht wünsche.

https://www.sat1regional.de/60-jaehriger-hamburger-fast-an-covid-19-gestorben-so-geht-es-ihm-heute/

Die UKE-Lobhudelei denken wir uns mal weg ;-)
#1861Report
1 month ago
Zitat: Westhafen Images ...

Tja, in den Jahren 1600 - 1640 mussten sich Leugner des geozentrischen
Weltbildes vor der heiligen Inquisition verantworten.

Aber ich finde es trotzdem gut, dass es solche Zweifler an den "Fakten"
immer wieder gab, sonst hätten wir vermutlich nichtmal Wettersatelliten,
und könnten den (überwiegend natürlichen) Wetterwandel nicht so gut
beobachten.

Die Lage hat sich nach 400 Jahren - durch das Zeitalter der Aufklärung -
umgekehrt: Die "Inquisition" besteht heutzutage nur aus Aluhutträgern,
Verschwörungstheoretikern und anderen Verwirrten, welche etwas gegen
eine moderne Wissenschaft als maßgebend einzuwenden haben.

Die Übergriffe einer jeden "Inquisiton" entstehen nicht etwa durch die
unterschiedlichen Meinunungen oder Erkenntnisse, sondern dadurch,
dass jede Fraktion ihre eigenen Thesen für richtig hält, darauf beharrt
und sie unbedingt durchsetzen will, selbst wenn sie falsch sind.

Daher meine Meinung für "die Zeit nach Corona":

Es muss unbedingt mehr Zeit und Geld in das Bildungssystem investiert
werden, denn zu viele Menschen tragen noch immer einen einen Aluhut
und gehören den sogenannten "bildungsfernen Schichten" an. Die "pro
Corona Demonstrationen" an diesem Wochenende zeigen es sehr gut ...
#1862Report
1 month ago
Hallo...Echo...!


Ich hab ein Leben jenseits des Bildschirms.

Du greifst viele große Themenkomplexe auf. Leider ist das Thema weit OT (auch wenn in dieses Forum jeder jederzeit reinrotzt, was ihm durch den Kopf schießt), und ich kann es nicht so eingehend diskutieren, wie es angemessen wäre - man muss das Thema Medienkritik historisch aufwickeln, und das sind Vorträge, nicht forentauglich. Worauf ich hinweisen wollte, war, dass mir Verschwörungstheoretiker, die für alles mögliche (auch Blödsinn) aufgeschlossen sind, lieber sind als angepasste Kriechkiefern, die es sich mit den vernünftig daherschwätzenden Tagesmedien in ihrem Oberstübchen bequem gemacht haben und für ausgeschlossen halten, dass sie in ihrer hach wie gereiften Meinung gelenkt und unfrei sind.

Wichtig ist, dafür aufgeschlossen zu sein, dass es Falschinformation gibt. Nicht von lautstarken Spinnern, wo es verführerisch leicht ist, erwachsen zu tun und sich naserümpfend abzugrenzen, sondern von den Lagern, denen man vertraut - die die Mehrheiten erreichen. Wenn ich das hier

weitgehend totalitäres Regime [...] aktive Verfolgung von kritischen Journalisten und die Einkerkerung von Oppositionellen ohne relevantes Gerichtsverfahren [...] Großteil der Ausweitung des NATO-Einflusses ist auf ausdrücklichen Wunsch der entsprechenden Staaten erfolgt. Erinnerst du dich an die Lage der baltischen Staaten nach dem Zusammenbruch der UDSSR? [...] Vielleicht fragst du dich mal, was in den Medien unterschlagen wird, die Russland als armes NATO-Opfer darstellen?


nur lose als deine mind map aufgreife, bist du von dieser Aufnahmefähigkeit weit entfernt. Das ist die Selektion feiner Pralinés, die man dir gekonnt auf dem Silbertablett präsentiert, und du nimmst sie dankbar auf, hast dich verortet und weisst eine große Mehrheit hinter dir, die die Tagesmedien regelmäßig konsumiert und sich mit ihnen identifiziert; es fehlt nicht nur an echter Unparteilichkeit, sondern an entscheidenden Stellen auch an historischem Wissen, und gegen diese Lücke und das, womit du sie füllst, zu argumentieren, halte ich für einen gewagten Versuch mit unsicherem Ausgang. Du darfst das gerne als Kapitulation oder mangelnde Diskussionsbereitschaft auffassen.

Auch die Diskussion um islamistischen Terror ist hierzulande viel differenzierter erfolgt, als in den USA.


Zum Piepen. Bis heute ist betreffs Syrien immer noch von "Rebellen" die Rede, obwohl die Kämpfer kopfabschneidende Durchgeknallte sind: vom Ausland bezahlte, schlecht ausgebildete, perspektivenlose, arme, religiös aufgestachelte junge Männer voller Wut, denen man schwere Waffen in die Hand gedrückt, Versprechen gemacht und ein gottbeglaubigtes Feindbild vermittelt hat. Das Resultat sind Banden vertierter, mordender Irrer, die mit ihren Traumata und Abstumpfungen nach dem Krieg in keinem System mehr zurechtkommen werden. Wer sich zu deren Wirken auf anderen Quellen nach Bildmaterial und Meinungen umsieht (grober Fingerzeig: such doch mal jenseits der Tagesmedien nach Syrern und deren Eindruck vom Bürgerkrieg), kann sich einen Eindruck von den "Rebellen" und ihren Zielen verschaffen. Da sie sich gegen Assad wenden, wird über diesen Umstand gern hinweggesehen. Paradebeispiel für redaktionelle Wortregelungen und die Frage, wessen Terror wen zum Terroristen macht.

Auch die Darstellung von Assad wurde kritisch beleuchtet.


Unsinn. Niemand hat die Frage seiner legitimen Interessen - oder seinen Nutzen, oder seine Ziele - überhaupt ernsthaft gestellt. Geschweige denn die Frage der Vorannahmen eigener Berichterstattung. Das war keine echte Selbstkritik, sondern ein streberhafter "Faktencheck" der eigenen Aussagen, die ihren suggestiven Bedeutungsspielraum folglich zu keinem Zeitpunkt verlassen haben. Einen Versuch, Assads Bedeutung (und Nutzen) in der Region einzuordnen, gab es nicht. Richtig ist auch, dass solche "Selbstkritik" - egal, von welcher Instanz - restlos untergeht in einem Störfeuer hunderter gegenläufiger boulevardesker Artikel, die Assad über Jahre konsequent als mordlüsternen Barbaren darstellen.

Das ändert aber nichts daran, dass man wohl schwerlich umhinkommt, Assad einige "schwere Fehler" vorzuwerfen, inklusive dem gezielten Bombardement von Krankenhäusern ...


Weil unterschlagen wird, dass die "Rebellen" Krankenhäuser und Schulen gezielt nutzen, um sich bei innerstädtischen Kämpfen oder in allgemein schwieriger militärischer Situation hinter Schutzbedürftigen zu verstecken. Das geschieht nicht von Fall zu Fall, sondern ist Methode. Richtig ist, dass das für Putin kein Grund war, das Bombardement abzubrechen, und das ist ohne Zweifel eine relevante Aussage über ihn. Fahrlässig und absichtlich gestreuter Blödsinn war die durch Ausdrücke wie "gezieltes" Bombardement erzeugte Lesart, dass Putin und Assad bevorzugt Krankenhäuser bomben, weil sie eben mordlüsterne Barbaren sind und sie das aufgeilt. Ebensowenig wurde an irgendeiner Stelle erwähnt, dass die Staaten seit 2001 bombardieren was sie wollen, wann sie wollen, wo sie wollen. Inklusive Krankenhäuser, Hochzeiten, Marktplätze, Bergdörfer, Wohnviertel, drei Zelte auf einem Feld; die Opfer sind "Kollateralschäden". Das wird in den Medien nicht unterschlagen, aber auch nicht kontextualisiert und vor allem: nicht an die große Glocke gehängt. Das Scheinwerferlicht ist stets auf die Taten der "Bösen" gerichtet. Hier gibt es Wiederholung und Dauerpräsenz noch und nöcher.

und die gegenläufigen Darstellungen zu Giftgaseinsätzen sind nicht auch nicht widerspruchsfrei oder siehst du das anders?


Reichlich. Für den Anfang interessiere dich für Ian Henderson und das OPCW Panel Statement der Courage Foundation vom 23.10.2019 sowie seine Unterzeichner. Die Echtheit der geleakten Dokumente wurde von der OPCW nicht bestritten. Eine ähnliche Sachlage - und ein ähnlich heftiger Propagandakrieg - findet sich bei vielen Themen, die Kriegsrelevanz haben. Es gibt genug Anlass für ernste Zweifel.

Zu den Hintergründen des Kriegs in Syrien und die Interessen beteiligter Akteure empfiehlt sich für den Anfang Robert Kennedy Jrs Artikel "Why the Arabs don't want...", es gibt im Netz irgendwo sogar eine brauchbare deutsche Übersetzung.

Da das Thema groß und kaum eingehend zu behandeln ist, greife ich kurz drei wichtige Wirkansätze der ÖR (und anderer großer Tagesmedien) auf:

1. Gegenläufige Information wird nach Möglichkeit immer personalisiert, d.h. ihre Glaubwürdigkeit wird an die Integrität einer Persönlichkeit oder Gruppe gekoppelt. Das Aufbauen von Feindbildern (Putin/Assad/China/Maduro/Verschwörungstheoretiker/Linke etc.) verfolgt immer auch den Zweck, beliebige Informationsmengen kategorisch abzuqualifizieren, indem die veräußernde Person als Quelle für untauglich deklariert wird. Ist das einmal erfolgreich umgesetzt, können sich die Medien inhaltliche Auseinandersetzungen ersparen, weil? Weil eine Information eben nunmal von KenFM kommt, oder von Putin, folglich nur falsch sein kann. Das leider ist ein verheerender Irrtum.

2. Die Medien gehen nur in Ausnahmefällen dazu über, Information wirklich zu unterschlagen (seit der Ukrainekrise allerdings immer häufiger). Auf das Image einer freien Informationsgesellschaft wird großen Wert gelegt. Diese grundsätzlich tatsächlich vorhandene Freiheit wird allerdings restlos aufgerieben in einem mächtigen Wirkmechanismus: Was beim Zuschauer/Leser hängenbleibt, wird bedingt von a) Sendezeit (welche Zuschauermengen werden erreicht; das ist sehr gut berechenbar; dem entspricht im Internet die Plattform), von b) Frequenz (d.h. wie konsequent/überdauernd die Information medial abgebildet wird) und c) der schieren Quantität anderslautender Berichte/Artikel im Netz. Wenn einmal, an einem Tag, kritisch hinterfragt wird, was in Syrien tatsächlich geschieht, geht diese Reportage restlos unter in einem Monate und Jahre dauernden Störfeuer täglicher Berichterstattung, die in keinem Detail dem Zufall überlässt, wer der Diktator und wer das mutige Volk ist, das sich auf dem Weg zur Demokratie seinem Schicksal stellt. - Die Medien arbeiten, das muss klar sein, selten mit vorsätzlicher Falschinformation, sondern mit d) Auslassung, e) Dekontextualisierung, f) Halbwahrheit und g) Informationsüberschwemmung. Diese Mechanismen allein sind stark genug, um vorsätzliches Lügen überflüssig zu machen.

3. Die ÖR im Besonderen vermitteln den Eindruck, die Meinung einer öffentlichen Mehrheit zu repräsentieren, die hinter ihnen steht. Insbesondere auf die Deutschen, die sich nach an einer starken Führung sehnen, hat diese gefühlte Präsenz einer öffentlichen Meinungsmacht eine verhängnisvolle Wirkung: Man schließt sich einer Auffassung an, weil man meint, die schlaueren Anderen seien auch alle dieser Meinung. Dazu braucht es nichts als den staatstragenden Unterton eines gemittelten, gesunden Menschenverstandes aus bürgerlicher Distanziertheit, den die ÖR meisterhaft beherrschen.

Es wäre aber tragisch, wenn sich die Leute, die das wahrnehmen, in die Arme derer flüchten, die hinter genau diesen Einflussnahmen stecken. Genau das passiert aber grade.


Kapier ich nicht.

Wie gesagt: Wichtig ist am Anfang überhaupt die Bereitschaft, sich auf das einzulassen, was die ÖR und die anderen Tagesmedien als gegnerische "Propaganda" abqualifizieren. Von dort ist es nur ein kleiner Schritt zum Verständnis, was Formate wie Bellingcat oder "factfinder" wirklich sind.

Man muss nach andere Quellen suchen. Reine Wahrheitsliebe gibt es nicht, jeder hat eine Agenda, aber es gibt glaubwürdigere und unglaubwürdigere Quellen; die Finanzierung ist ein starkes Indiz, aber nicht ausschlaggebend. Man muss suchen. Weltbild und politische Ausrichtung ("Ideologien") sind irrelevant, kluge Ansätze und berechtigte Kritik kommen von links wie rechts; ebenfalls irrelevant sind Plattform und Auftreten. Das nur als Denkansatz.
#1863Report
1 month ago
@aspan
Klar können wir nicht alles hier ausdiskutieren. Wie du schon sagtest, das wären Vortrage, wenn nicht Bücher und davon bräuchte man dann wieder mehrere mit verschiedenen Sichtweisen und selbst dann würde jeder menschliche Rezipient die großen Informationsmengen immer noch nach seinen gelernten Mustern sortieren und hätte nicht die totale, meiner Ansicht nach ohnehin allenfalls theoretische "Wahrheit" erfahren. So weit, so banal.
Ich habe mit den Beispielen wie dem der baltischen Staaten versucht, möglichst wenig strittige Situationen als Beispiele aufzugreifen.
Ebenso mit der Selbstermächtigung Putins ein möglichst unstrittiges Beispiel für die im Ggs zu D sehr deutlich eingeschränktere Pressefreiheit in Russland.
Zu islamistischen Terror: Es wird bezüglich des Syrienkonfliktes in D allenfalls in der 15min. Tagesschau von "Rebellen" gesprochen. Eine Differenzierung erfolgte durchaus, auch wiederholt und in diversen Medien und ich würde glauben, dass die meisten Menschen zumindest mit den größeren Gruppen wie seinerzeits der Al-Nusra-Front auch etwas anfangen können. Mit der Diskussion des islamistischen Terrors meinte ich im Übrigen auch eher die Entstehung der heutigen Situation, z.B. durch die "Züchtung" von Mudschaheddin-Gruppen im russisch besetzten Afghanistan durch die CIA - als ein Beispiel.
Ich würde es mal bezüglich der Konflikte dabei belassen, da werden wir halt nicht zusammenkommen.

Widersprechen muss ich dir allerdings weitgehend bei der Beurteilung von Medien und Ideologien. Theoretisch sind deine Ausführungen von mir aus richtig, aber meiner Meinung nach sehr praxisfern.

Ich sehe es auch so, dass viele Ideologien bedenkenswerte Ansätze oder Einwände haben, in ihren Reinformen verstehe ich sie aber eher als vereinfachte Modelle mit klaren Grenzen (z.B. Liberalismus) oder sie sind schlicht widerlegt (z.B. Rassismus). In den wirklich strittigen Fragen erwarte ich von einem klassischen Rassisten keine wirklich wertvollen Eingebungen. Überzeuge mich gerne mit einem Gegenbeispiel.

Mal wieder etwas mehr zum Corona-Thema und Fehlinformationen:
Bezüglich der Medien gibt es einfach klare Unterschiede.
In einem idealen Nachrichtensystem gäbe es mehrere konkurrierende Korrespondenten in jedem Winkel der Welt. Diese würden unabhängig arbeiten und hätten eine gegenseitige Crosscheck-Funktion. In Krisengebieten bräuchte es noch zusätzlich Kriegsreporter, die möglichst direkt "von der Front" recherchieren. Nur so können unabhängig Sachlagen beurteilt werden.
Dieses Konstrukt kann natürlich korrumpiert werden und es ist keine Garantie für gute Nachrichten aber es ist die Voraussetzung dafür.
Die großen Medien können so ein Konstrukt - wenn auch in den letzten Jahren sehr stark reduziert - bieten. Die hier so hoch angepriesenen "alternativen Medien" können das aber nicht. Sie sind weitgehend auf die Sekundärverwertung erschienener Artikel und auf Gerüchte (im Notfall selbstgemacht) angewiesen. Von mir aus hat Ken-FM noch einige Kontakte aus RBB-Zeiten, das dürfte aber nicht vergleichbar sein. Zudem sind viele Betreiber "alternativer Medien" journalistisch nicht ausgebildet und es fehlen oft Sachverständige, die wertvollen Input liefern könnten.
Wir haben hier im Chat mehrere Artikel aus "alternativen Medien" wie Rubikon oder Multipolar gesehen, die das Papier, bzw die Elektronen nicht wert waren, mit denen sie übermittelt wurden. Wir reden hier nicht von kleinen Ungenauigkeiten sondern von groben sachlichen Fehlern, die die Möchtegern-Aussage des Artikels erst ermöglichten. Vorgabe nicht zutreffender Umstände oder schlichte Fehlinformationen.
Wenn die ÖR soetwas liefern würden, würden sie - zurecht - in der Luft zerrissen.
Wenn auch theoretisch aus diesen Medien sinnvolle Artikel kommen können - wie auch schon geschehen - sind die Raten an groben Fehlinformationen doch um Größenordnungen höher als in den Mainstream-Medien, daher sehe ich "alternative Medien" sehr kritisch.
Zu behaupten, dass eine den ÖR vorgeworfene "Einfärbung" bei den "alternativen Medien" nicht vorhanden sei, finde ich auch absolut lächerlich. Mag sein, dass manchen die "Färberichtung" besser gefällt, dass heißt aber nicht, dass sie näher an der Wahrheit liegt.
#1864Report
1 month ago
Vorschlag zwischendurch:

Leute, hört einfach mal auf, soviel Angst zu haben - und geht wieder fotografieren.

Mit Models, ohne Models. Bäume, Landschaften, Menschen, Corona-Demos. Im Studio, outdoor, im Wohnzimmerstudio.

Ihr könnt genauso fotografieren wie "vor Corona". Und es bringt weder Euch noch der Fotografie etwas, wenn Ihr jetzt irgendwie versucht, die "TfP vs. Pay"-Diskussionsorgien durch "Corona-Diskussionsorgien" zu ersetzen...
#1865Report
1 month ago
@aspan
Hab noch eins vergessen: Die Präsentation der Inhalte. In den hier zitierten "alternativen Medien" ist von einer sachlichen Darstellung nichts zu bemerken. Sie wird quasi gemieden als sei sie toxisch (was sie vermutlich sogar wäre, da sie den Inhalten mehr Raum geben würde, den diese aber nicht ausfüllen könnten). Ken-FM als Beispiel. Von Gittern als Einleitung eines Beitrages bis zu den "betone, dass du anders bist" Fragen in den Interviews sind Ken-FM-Beiträge ein Schatzkästchen an unsachlichen Nebenargumenten und Scheininformationen. Da dieser Mann ausgebildeter Journalist ist, wird er diese stilistischen Mittel bewusst einsetzen nicht per Zufall.
Ein weiteres Beispiel wäre diese Rubikon-Liste, die hier mal gepostet wurde "Aussagen von XXX Fachleuten zu Corona" mit einer zusammenhangslosen Liste von teilweise von der Wahrheit überholten Zitaten aus nicht immer fachlich berufenem Mund. Das Wort "Fachleute" wurde da schon sehr freigiebeig gehandhabt. Das sind klassische Scheinargumente und haben mit gutem Journalismus NICHTS zu tun! Das ist schon von der Aufmachung her allenfalls BILD- oder MoPo-Niveau.
Wenn jemand diesen Formaten mehr Glauben schenkt, als den klassischen Medien, dann lediglich, weil es ihm besser in den Kram passt.
Eine bessere Informationsbeschaffung oder -aufarbeitung kann ich nicht im Ansatz erkennen. Es ist vielmehr die Bemängelung des Splitter im Auge des Gegenübers unter kompletter Leugnung des eigenen Balken vorm Kopfes.
Dann sind wir aber eben im postfaktischen Zeitalter angekommen. Da will ich aber nicht hin!
#1866Report
1 month ago
...die Wahrheit steht eh nur in der Prawda...
#1867Report
1 month ago
@aspan (1810) "Wenn sie bestehende Positionen nur verhärten und die Teilnehmer kognitiv fixieren, sind (Diskussionen) unproduktiv bis zersetzend. Debatten sind ebensowenig ein Wert an sich wie Meinungsfreiheit, das Resultat entscheidet darüber."

Das heißt also, das Resultat entscheidet über die Werthaftigkeit von Debatten und
Meinungsfreiheit. Fragt sich nur, wer darüber entscheidet, was ein angemessenes
Resultat wäre. Anders gesagt: Wie es keine absoluten Werte gibt, gibt es auch keine
absoluten Resultate. Aber auch das weißt Du sicherlich wieder viel besser.

Als alter "Konkret"-Leser hab ich etliche Minuten gegen die Versuchung angekämpft,
noch eine Bemerkung zu dem Wort "zersetzend" zu machen. Den Kampf hab
ich wohl verloren. So wird man auch von der linken Presse verdorben.
#1868Report
1 month ago
https://www.youtube.com/watch?v=ezzO8kWYFs4

Der Beitrag fasst die Situation meiner Meinung nach recht gut zusammen. Falsch war nicht etwa der Lock Down sondern der Zeitpunkt zu dem er gekommen ist. Mitte Februar sind beispielsweise die Börsen auf Tauchstation gegangen, ein Zeitpunkt an dem hierzulande noch entspannt Karneval gefeiert wurde, gestützt vom Robert Koch Institut die zu diesem Zeitpunkt den Ausbruch einer Pandemie für unwahrscheinlich gehalten haben. Dann die merkwürdigen Empfehlungen bezüglich Tests, bei denen zunächst selbst Personen mit typischen Symptomen sowie Krankenhaus und Pflegepersonal nicht getestet wurden wenn nicht die extrem engen Vorgaben des Robert Koch Institutes erfüllt waren. Wir erinnern uns, getestet wurde zunächst nur wer direkt aus einen der Corona Hotspots kam und typische Symptome hatte oder direkt mit einer infizierten Person die diese Kriterien erfüllt hatte in Kontakt war. Da fragt man sich dann schon, sind Börsianer die besseren Virologen?

Ein Muster das übrigens in vielen westlichen Staaten zu beobachten war, zunächst verharmlosen, die Epidemie voll entfalten lassen und danach ein Lock Down mit drakonischen Maßnahmen. Und nun wundert man sich das Verschwörungstheoretiker und andere Interessierte Gruppen leichtes Spiel haben. Schlicht deshalb weil sowohl Politik als auch Medien konsequent die Aufarbeitung dieser Merkwürdigkeiten die vor dem eigentlichen Ausbruch der Epidemie in Deutschland aufgetreten sind verweigern. Auch jetzt gibt es ja nur 2 Themen in unseren Qualitätsmedien, die Lockerungsmaßnahmen und Fußball.
#1869Report
1 month ago
Es muss unbedingt mehr Zeit und Geld in das Bildungssystem investiert werden, denn zu viele Menschen tragen noch immer einen einen Aluhut und gehören den sogenannten "bildungsfernen Schichten" an. Die "pro Corona Demonstrationen" an diesem Wochenende zeigen es sehr gut ...


Du begehst gleich zwei Denkfehler.

1. Es sind bei weitem nicht alle "Aluhut-Träger" aus "bildungsfernen Schichten".
Esoterik und Verschwörungstheorien sind im Bildungsbürgertum viel weiter verbreitet als in allen anderen Schichten der Bevölkerung...
Geht mit den Anhängern der Homöopathie los und hört bei den "Handy-Strahlung-Fürchtenden" noch lange nicht auf.

2. Auf den Demonstrationen gegen die "Corona-Maßnahmen" finden sich bei weitem nicht nur "Aluhut-Träger" oder Rechts- und Linksextremisten.
Die kriegen nur die meiste Aufmerksamkeit - und zwar ausgerechnet von den sogenannten "Qualitätsmedien"...

Die klare Mehrheit dieser Demonstranten sind ganz normale Bürger, die gegen die unglaubliche Einschränkung oder Aufhebung von Grundrechten demonstrieren, die im Rahmen der "Corona-Maßnahmen" gelaufen ist, und deren Verfassungswidrigkeit ja schon in einigen Urteilen des Bundesverfassungsgerichts und einiger Oberverwaltungsgerichte festgestellt wurde.
#1870Report
1 month ago
Falsch war nicht etwa der Lock Down sondern der Zeitpunkt zu dem er gekommen ist.

Falsch war nicht der Lockdown, sondern seine Dauer. Man hätte maximal zwei Wochen machen dürfen, und in dieser Zeit dann differenzierte Maßnahmen für die verschiedenen Wirtschafts- und Lebensbereiche ausarbeiten müssen.

Aber was soll man sagen... die Schulen werden für 8 Wochen geschlossen, und als nach 8 Wochen dann die ersten Wiederöffnungen anstanden, da hatten weder Kultusministerien noch Schulleitungen noch Lehrer irgendwelche Pläne gemacht, wie man denn bei einer Wiederöffnung sinnvolle Hygienemaßnahmen durchführen könnte...

Stattdessen taten alle Verantwortlichen in dem Bereich 8 Wochen lang gar nix, und starrten dann auf die Situation an wie ein Schwein ins Uhrwerk...
#1871Report
1 month ago
"Stattdessen taten alle Verantwortlichen in dem Bereich 8 Wochen lang gar nix, und starrten dann auf die Situation an wie ein Schwein ins Uhrwerk..."

Das wäre dann mal ein wirklich interessantes Thema für eine der zahllosen Talkshows zum Thema Corona mal zu klären warum uns diese Untätigkeit durch alle Instanzen seit Beginn der Pandemie begleitet. Es gab auch einen Regierungsinternen Krisen Plan für genau das aktuelle Szenario falls irgendwo auf der Welt eine Epidemie ausbricht müssten bestimmte Schutzmaßnahmen abgearbeitet werden, unter Anderem war zu prüfen ob genügend Schutzkleidung lagerhaltig ist. Warum ist das nicht geschehen?
Man kann es nicht gut heißen wenn Kamerateams, die das der Heute Show, die auf solchen Demos auftauchen körperlich angegriffen werden. Man kann es aber zumindest verstehen warum manche Zeitgenossen ausrasten und Fernsehteams angreifen die offensichtlich wider einmal nur ein Ziel haben, Leute die durch diese Lock Down Maßnahmen um ihre Existenz bangen zu verspotten.
#1872Report
1 month ago
Das Beste sind wie immer die Klugscheisser, die in überlegenem Tonfall im Nachhinein darüber dozieren, was man vorher hätte anders machen müssen.
:-)
#1873Report
#1874
1 month ago
@1873 Wenn für dich Alexander Kekulé, auf den ich mich ja in meinen Beiträgen bezogen habe, ein Klugscheißer ist, dann erübrigt sich eigentlich die Frage warum du immer noch im MK Forum darüber sinnierst warum sich hier die Models zurückziehen. Kleiner Tipp die MK kann nichts dafür.
#1875Report
1 month ago
@Lichtermeer:
Eigentlich meinte ich ja wie immer Herrn Prof. Dr. med. Dr. rer. pol. Dr. h. c. mult. Tom Rohwer. Aber wenn du dich schon mal angesprochen fühlst, ..., naja, stimmt schon, ..., irgendwie.
:-)
#1876Report
1 month ago
#1873/#1876 Nunja, man darf nicht übersehen, dass die Vermischung von Meinung und Wissen im Moment große Mode wird. Manche nahmen diesen Trend schon längst vorweg. Die ZEIT nennt das ironisch "starke Meinung". (https://www.zeit.de/2020/21/die-starke-meinung-die-zeit-abschiedsgespraech)
#1877Report
1 month ago
Zitat: Ivanhoe ...

Das Beste sind wie immer die Klugscheisser, die in überlegenem Tonfall
im Nachhinein darüber dozieren, was man vorher hätte anders machen
müssen.

Es ist wie in der Bundesliga: Nach jedem Spiel treten die Besserwisser,
Couchtrainer, Pseudospezialisten und Stammtischredner auf den Plan.

Deren Einsatz ist jedoch verfrüht, denn das Corona Spiel ist nicht mal
in der Halbzeit und die Saison ist noch lange nicht vorbei ...
#1878Report
1 month ago
Eigentlich habe ich nicht nah am Wasser gebaut, aber da kamen mir die Tränen:

https://www.t-online.de/nachrichten/deutschland/id_87906352/corona-demo-rentner-mit-trauriger-liebeserklaerung-an-seine-frau-im-heim.html

Was ich daraus lerne: Nicht alle, die an den Demos teilnehmen, sind Knalltüten. Es ist Aufgabe der Politik und der Gesellschaft - also uns allen! - diese Menschen ernst zu nehmen und so anzusprechen & zu erreichen, dass sie nicht von Verschwörungstheoretikern und politisch Radikalen vereinnahmt werden.
#1879Report
1 month ago
P.Herhold schrieb: nur aus Aluhutträgern, Verschwörungstheoretikern und anderen Verwirrten

Erstmal zum Thema Aluhut:

Den bestaussehendsten Aluhut habe ich gestern gesehen, in diesem Video:
https://www.youtube.com/watch?v=FeU2LpzJjXE

Wenn Aluhüte nun Mode werden, dann werden wir vielleicht irgendwann mal einen Thread eröffnen können, mit Titel: "Das schönste Aluhut Foto meines Vorschreibers :o)"

Aber nun zum Thema Verschwörungstheoretiker:
Ende Januar behaupteten sehr Rechte, ( Öffentliches-Fernsehen-Sprech ) "Der Astma-Anfall für Deutschland und Verschwörungstheoretiker":

*** Die Corona-Epidemie ist weitaus schlimmer, als man Euch glauben machen möchte ! ***

Dieses Video sollte sich jeder irgendwie saven, als Andenken, was Ende Januar 2020 Regierungsmeinung war.
Und auf welche Art die Regierungsmeinung vom Regierungsfernsehen den Zuschauern vermittelt wurde.
Es ist in folgendem Twitter-Post enthalten:
https://twitter.com/fackfellowat/status/1260666714204917760

Ich verlinke Twitter hier nur wegen diesem einen Video-Post und möchte mich vom Rest verschiedener Twitter-URLs distanzieren. Um Twitter-Videos zu geniessen, muss ich immer sofort auf das Lautsprecher -Symbol klicken, vielleicht liegt das aber auch an meinem Browser.
#1880Report

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