Warum tappen noch so viele in die Schwarz-Weiß-Falle? 191

1 week ago
#20: Ich finde es angemessen, Menschen beim Namen zu nennen und nicht wie etc-PP zu formalisieren. Auch nicht als Pseudo-Fachsprech. Gerade Monsieur Cartier-Bresson war ein würdevoller Typ.
1 week ago
Ach, Signore Nicht- Mastroianni... der Klassiker halt: vor ein bisschen Kritik sofort aufs Nebengleis abbiegen.
Ergo...
1 week ago
Die Eingangsfrage solltest Du vielleicht denen diekt stellen, von denen Du meinst, sie würden in die vermeintlich Falle tappen. Alles andere ist Kaffeesatzleserei.

Andererseits, wenn alles, was hier hochgeladen wird, künstlerisch wertvoll sein müsste, würde uns viel Leid erspart bleiben. Allerdings wäre der Laden hier dann auch komplett tot.
1 week ago
Wollte noch (m)eine Deutung für den SW-Purismus von HCB und AA hier 'ausbreiten':

Ersterer arbeitete ja nun zuerst mal als Reporter, u.a. für MAGNUM. Neben Europa auch Indien, China, USA.
In den 40ern und 50ern war Farbe noch gar kein Illustrierten-Thema – und auch in den 60ern hatten Magazine wie LIFE erstmal nur 'Farbstrecken'. Ebenso Modemagazine wie VOGUE und HARPER'S BAZAAR. Farbig drucken war noch teuer. Komplett farbig wurde es erst Mitte der 80er.

Und in einer 'privaten' Dunkelkammer war Farbe schwer zu beherrschen. (Genaue Entwickler-Temperatur!) Warum sollte Adams, ebenso wie Minor White und Edward Weston seine Kunst da mit Farbexperimenten verwässern?
Außerdem wollten sie verkaufen!
1 week ago
Werner_R. Soll ich jeden direkt anschreiben? Kaffeesatzleserei? Da wär ich nicht draufgekommen... bisschen abseitig, gell?
Aber du bist ja nicht der Einzige, der in der MK Probleme mit den Konzepten 'Forum' und 'Diskussion' hat.
1 week ago
Peter, würdest Du jeden einzeln anschreiben, könnte uns auch viel Leid erspart bleiben :-)) Zumindest wärst Du aufgeräumt und hättest keine Zeit für provokante Threads.

Im Grunde geht es Dir ja nicht um die Beantwortung der Frage, auch nicht um Diskurs, sondern eher (mMn) um ein ein bischen Selbsterhöhung, ein bischen Lästerei, ein bischen Aufmerksamkeit.
1 week ago
Werner_R. Danke für die Bestätigung: Kannst halt mit Kritik und Diskurs nix anfangen... aber auf ein bisschen Beteiligung magst du auch nicht verzichten, hm? Mit deinem 'Leid' bist du hier ja eher allein, der Austausch läuft doch ganz angeregt.

Mach doch einfach einen Bogen ums Forum! Oder eröffne ein eigenes Thema. Bin gespannt. Sehr!
1 week ago
Gerade im Bereich des freizügigen Akts kann die Reduktion auf eine monochrome Darstellung aber ein passendes Stilmittel sein, so wie auch z.B. Schatten zwecks Verdeckung genutzt wird.
Da gibt es einige Beispiele von Dahmane bis Mapplethorpe, wie aber auch im Spielfilm oftmals Rückblenden in s/w verfilmt sind, um ein zeitlich zurückliegendes Geschehen entsprechend zu verorten. Braut oder Witwe - auch ein Beispiel, wo die Farbe der Kleidung bekannt ist und daher die monochrome Reduktion nicht als Verlust empfunden wird ?
1 week ago
Besten Dank für die beiden Kommentare zu 2 meiner Bildchen. Du schreibst zwar, dass Du denkst, dass die beiden sw Bildchen ein Haufen verpasster Möglichkeiten für ein gutes Bild darstellen. Aber kein Wort, wieso. Es stört mich im Übrigen nicht, dass Du so denkst und diese Meinung hast. Ich denke aber nicht, dass wenn ich die beiden Bildchen in Farbe einstellen würde, Dir diese gefallen würden. Du bist auf dem Weg der Bildcherschmiede an einem so anderen Punkt am suchen, dass meine Suchen halt nicht passen. Wichtig, ist Du dich weiterhin wohlfühlen kannst - und ich mich wegen solcher Kritik nicht gräme.
1 week ago
Ich fühle mich eigentlich ganz wohl in meiner Schwarz-Weiß-Falle.

Da ist es heimelig, kuschelig und vor allem angenehm farblos. Ich liebe die Reduktion auf Linien, Flächen, Licht und Schatten. Farbe lenkt mich häufig eher ab.

Warum ich trotzdem alle drei Monate gewissenhaft meine Monitore auf Farbe und Kontrast kalibriere, weiß ich selbst nicht so genau. Vermutlich aus beruflich bedingtem Kalibrierzwang.

Und ja: Manche Farbbilder schreien mich schon beim ersten Blick mit gefühlten 100 Prozent Sättigung an.
Meine Reaktion ist dann häufig ebenso spontan: weiterscrollen.

Beim technischen Teil bin ich allerdings völlig bei dir: Ein Klick auf »Schwarz-Weiß« macht noch kein Schwarz-Weiß-Bild. Eher im Gegenteil.

Ich shoote grundsätzlich RAW. Bei der SW-Entwicklung bearbeite ich die einzelnen Farbkanäle gezielt mit individuellen Gradationskurven. Gerade Hauttöne lassen sich damit sehr fein steuern – oder zuverlässig ruinieren.

Dazu kommen lokale Kontraste und bei fast jedem meiner Bilder Dodge & Burn als Teil der eigentlichen Bildgestaltung.

Das Kuriose daran: Meine Schwarz-Weiß-Bilder benötigen deshalb meistens mehr Bearbeitungszeit als meine Farbbilder.

Die Vorstellung, Schwarz-Weiß sei die einfache Lösung für ein farblich misslungenes Bild, finde ich daher immer etwas amüsant. Natürlich kann man ein schlechtes Farbbild durch Entfernen der Farbe in ein schlechtes Schwarz-Weiß-Bild verwandeln. Das geht tatsächlich erstaunlich schnell. Ein gutes Schwarz-Weiß-Bild entsteht dadurch aber noch lange nicht.

Also ja: Ich bleibe freiwillig in meiner Schwarz-Weiß-Falle.
Ich habe sie mir inzwischen ziemlich gemütlich eingerichtet.
1 week ago
TO "Warum tappen noch so viele in die Schwarz-Weiß-Falle ?"

Weil sie bei Profis etwas sehen und nachmachen wollen obwohl sie es nicht können.
1 week ago
PetersPhotos
22.08.2026, 01:23
Werner_R. Danke für die Bestätigung: Kannst halt mit Kritik und Diskurs nix anfangen... aber auf ein bisschen Beteiligung magst du auch nicht verzichten, hm? Mit deinem 'Leid' bist du hier ja eher allein, der Austausch läuft doch ganz angeregt.


Moin, OK, ich habe Wahrnehmungsverschiebung noch vergessen :-)

Du hättest die Frage vielleicht ohne Spitze in der Art formulieren können:

"Mir fallen verstärkt schlechte sw Bilder auf. Welche Tipps habt ihr, um andere zu unterstützen, bessere sw Bilder machen."

Dann würde ich vielleicht auch gerne mit dir diskutieren. ;-)

Bernd Pesch
22.08.2026, 08:28
...
Meine Reaktion ist dann häufig ebenso spontan: weiterscrollen.


Mache ich ebenfalls.
1 week ago
Bernd Pesch. Danke – und, du hast da was überlesen: zur 'Hälfte' der MK-Kollegen, die in die Falle tappen, würde ich dich, nach nochmaligem Besichtigen deiner Sedcard, absolut NICHT zählen. Da ist alles fein gesetzt und gut bearbeitet!
Da es Nachfragen gab: in eine 'SW-Falle' tappen für mich Kamera-den, die glauben, der SW-Modus alleine würde es schon richten. Und die gnadenlos alles Farblose (Kunst!) hochladen, auch, wenn es nicht funktioniert.
1 week ago
Polarlicht. Warum denn so super-empfindlich? Habe einige deiner Bilder geliked, die ich prima finde. Bei den SW-Beispielen, vor allem dem Mädchen auf Kies, sehe ich eher 'Suchbilder'. Der Kopf hebt sich fast gar nicht ab.
1 week ago
@ PetersPhotos

Da es Nachfragen gab: in eine 'SW-Falle' tappen für mich Kamera-den, die glauben, der SW-Modus alleine würde es schon richten. Und die gnadenlos alles Farblose (Kunst!) hochladen, auch, wenn es nicht funktioniert.

Nach welchen Kriterien soll denn beurteilt werden, ob ein Bild in monochromer Ausführung "funktioniert" ? Auch wenn es zweifelhaft erscheint, kann man doch darüber nachdenken, anstatt dogmatisch auf Kopf oder Augen zu verweisen, obwohl 90% der Szene von Figur und Form bestimmt werden. Zudem sollte man sich auch vergewärtigen, wie die Farbwirkung dazu ausgesehen hätte ! Bei der Uferszene hätte m.E. das Künstlerische gelitten, ohne das Erotische zu verbessern. Wer aber Blondinen bevorzugt, könnte eine Farbversion stärker goutieren - und somit wäre man sehr im Subjektiven ! Und was mich nun neugierig macht : Ist nach der gefestigten Meinungsbildung zu "AA" und "HCB" auch solche über "DB" (= Franzose *1959) und "RM" (= Amerikaner, 1946-1989) möglich ?
Komischer Thread...
Obwohl, warte - ein schickes neues Profil gefunden, feine Arbeiten dabei Bernd Pesch :o
So und jetzt gleich mal ans nächste SW-Bild machen, draußen regnet´s wie aus Kübeln :)
1 week ago
SEE Knipsbildner. Danke fürs Quiz! Auf Mapplethorpe hätte ich kommen können... besitze sogar einen Biopic-Spielfilm über ihn in meiner DVD-Sammlung.
Aber von Dahmane hab ich noch nie gehört. (verwendet den Nachnamen nicht!) Hole ich gerade nach:
schöne Entdeckung – feine SW-Erotik!

Dein Beharren darauf, dass es angeblich keine Kriterien gäbe – ist blanker Mumpitz. Vielleicht hast Du keine..?
Ich schon. Sonst würde ich ja blind durch die Fotowelt tapsen. Wer im Lauf seines Lebens keine Kriterien zur Beurteilung von Kultur entwickelt (die ja teils subjektiv sein können), darf dazu gerne ganz gepflegt die Klappe halten.
1 week ago
Ups: sehe gerade: du hast die Namen ja früher erwähnt. Dass man nicht wunderbar in SW erotisch fotografieren kann, war doch nicht mein Thema! Mapplethorpe war ja großartig in seinen Kontrasten. Viele SW-Shooter in der MK liefern dagegen flauen Graumatsch ab.
1 week ago
Man könnte genauso gut bzw. dumm fragen: Warum laufen so viele in die Farbfalle? (Ohne Ahnung von Farbtheorien und -wirkungen zu haben.) Ja, die Frage ist lächerlich.
Spannender und erhellender wäre für mich die, was einen am Einen oder Anderen im Vergleich mehr fasziniert, denn so einfach ist das nicht zu ergründen.
Ich zum Beispiel würde gerne mal Ellen von Unwerth fragen, mit welchen Begründungen sie sich mal für das Eine und mal für das Andere entscheidet. Und würde auch damit rechnen, dass die Antwort banal und lustorientiert ausfiele, weil sie halt beides kann und weder Stil noch Bildaussage völlig verschieden wären. Und dann würde sich sogar der Vergleich relativieren, obwohl das Eine oder das Andere immer noch nicht dasselbe wären. In beiden akzentuiert sie die jeweils möglichen Ästhetiken in ihrem Sinne. Und darauf kommt es wohl letztendlich an.
Im selben Sinne kann sie ja auch Foto und Film gleichermaßsn.
PetersPhotos

Da mangels konkreter Negativbeispiele nicht klar ist, wen du hier aus der MK meinst, aber namentlich konkrete Positivbeispiele genannt werden, liegt der Verdacht für mich nahe, dass sich unter den hiesigen Negativbeispielen unzählige Hobbyfotografen befinden. Und da fängt für mich dann die generelle Bewertungsproblematik an, denn dann würdest du Hobbyisten kritisieren. Natürlich können sich auch Hobbyisten mit diesem Thema befassen und sich entsprechend verbessern, aber sie können es ebenso gut sein lassen. Das sind Freiheiten, die ein Hobby erlaubt.

Ich habe meine Hobbyfotografie auch nie in dem qualitativen Maße betrieben, wie es in beruflichem Kontext nötig gewesen wäre. An meine beruflichen Tätigkeiten dagegen lege ich gänzlich andere qualitative Ansprüche.

Du liegst mit deiner Beobachtung sicherlich nicht verkehrt, aber was führt dich dazu, mehr von Hobbyisten zu erwarten?

Topic has been closed