Nur noch überzogene Honorarvorstellungen 319

1 week ago
PanTau88 Passieren kann natürlich immer alles, es ist allerdings auch eine Frage ob man es darauf anlegt. ;)
#201Report
1 week ago
@ PanTau88 zu #199 :
Vielen Dank, Du hast es treffend formuliert !

@ eckisfotos
Natürlich ist es so, wenn wie in Deinem Beispiel Zwillingsschwestern dasselbe bieten und beide gleichermaßen dieselben Aufnahmebereiche bieten, wird die um 30 € teurere leer ausgehen.
Gewinnen kann die 90€-Schwester nur dann, wenn sie vielleicht dasselbe Hobby mit dem Fotografen teilt und z.B. bei einem outdoor-Schachfeld tolle Spielzüge aufstellt, sich dann selbst als "Dame" positioniert und den Turm schlägt, Schach sagt usw.
Die von Schach null Dust habende Zwillingsschwester würde sich ins "garde" stellen .. und dann wäre das Schachbild nur plausibel, wenn sie dann mit trauriger Miene den Schachplatz verließe.
Von "böse" und "charakterlich besser" schriebst Du ..

@ Lichtsieb
Also ... ich schaffe es nicht "gerade noch sabbernd den Auslöser zu drücken", sondern selbstverständlich sind perfekte oder jedenfalls nach eigenen Vorgaben wunschgemäße Bilder mein Hauptziel ! Meine Programmwahl steht auf M und ich verwende zumeist manuelle Festbrennweiten, wähle die passende Blende und fokussiere manuell auf den gewünschten Punkt - manchmal dann auch "voll auf die 12". Das ist dann auch der oder den Person(en) vor der Kamera bewußt und wird mehr oder weniger so auch von diesen seelisch unterstützt, zumindest aber im Hinblick auf den Gelderwerb toleriert - und Kopf und Herz sind da ganz bestimmt vorrangig involviert !
In #201 hast Du es nun doch noch erkannt - es ist nicht von vornherein beabsichtigt, sondern kann (!!) sich eben plötzlich so ergeben.

Und ich hatte auch ein supertolles Shooting mit einem Mann, weil er für mich eine konkrete Verkörperung im Sinne eines heutigen Fidel Castro oder Che Guevara darstellte - so wie andere vielleicht ein Model genau wie Marilyn Monroe, Claudia Cardinale oder Brigitte Bardot vor der Kamera haben wollen.
#202Report
1 week ago
Manchmal will man einige Details, die hier Preis gegeben werden, eigentlich gar nicht wissen. Mir geht es jedenfalls so.

Froh und dankbar bin ich, dass es Fakultäten wie der Medizin gibt, bei denen die handelnden Personen bestimmt keine Probleme in ähnlicher Richtung haben. Vor allem was dabei den Umgang mit weiblichen Wesen anbelangt. Gut zu wissen und beruhigend zugleich ist vor allem, dass auf diesem medizinischen Sektor auch keine Hobbyisten auftreten dürfen.

Dass es glücklicherweise aber auch bei Fotografen anders aussehen kann, ergibt sich geradezu wohltuend aus #183, letzter Satz, des Kollegen Martin Walltree (@chilloutfotografie).

Ob das alles dann aber doch lediglich ein Problem von Amateuren hinter der Kamera der Fall sein könnte, das überlasse ich dann lieber wieder anderen.
#203Report
1 week ago
Tom Rohwer
Das was Du da schreibst ist einerseits völlig richtig - aber andererseits ist der Vergleich zwischen den Modellen aus unterschiedlichen Ländern auch sehr gewagt.

Bedenken sollte man die Reisekosten, die für ukrainische Modelle und Modelle, die aus Ganzweitweg kommen viel höher als für ein Modell aus der Nähe, welches sich auch andere Formen des Leerlaufs leisten kann. Und wenn ukrainische Modelle, sich dauerhaft in D aufhalten, dann haben sie auch wieder ganz andere Kosten als in der Ukraine. Und dann ist natürlich die Nachfrage zu bedenken. Die ist in Deutschland beispielsweise viel größer als in der kleinen Schweiz, wo die Honorare - so habe ich mir sagen lassen - noch viel höher sind als in D. Das gilt natürlich auch für die Kosten. Das alles trägt dazu bei, dass sich Modelle überhaupt noch in Deutschland anbieten - und zwar so intensiv wie in anderen Jammerthreads beschrieben. Und viele deuten dann ja auch an, das Honorar herabzusetzen. Ich lasse mich ungern darauf ein, ein Modell "herunterzuhandeln". Das ist aber nicht so, weil ich ein besonders guter Mensch bin, sondern weil ich kein mit dem Honorar unzufriedenes Modell vor der Kamera haben möchte.

Wir können es aber eigentlich kurz zusammenfassen (und ich weiß, dass wir beide uns da einig sind):
Jedes Modell wird versuchen, sich so teuer wie möglich zu verkaufen. Jeder Fotograf wird versuchen, Modelle so günstig wie möglich zu bekommen. Es geht allein um Angebot und Nachfrage - und nicht darum, wie teuer alles andere ist. Die Nachfrage nach Modellen wird natürlich vom finanziellem Spielraum des Auftraggebers gesteuert. Kaum jemand wird mit einem Modell zusammenkommen, wenn nach dem Shooting die Hälfte der Rente ausgegeben wäre.
#204Report
1 week ago
Norbert Hess
18.09.2026, 14:51
Froh und dankbar bin ich, dass es Fakultäten wie der Medizin gibt, bei denen die handelnden Personen bestimmt keine Probleme in ähnlicher Richtung haben. Vor allem was dabei den Umgang mit weiblichen Wesen anbelangt. Gut zu wissen und beruhigend zugleich ist vor allem, dass auf diesem medizinischen Sektor auch keine Hobbyisten auftreten dürfen.

Du darfst selbstständig nach "übergriff gynäkologe" googlen, kann lustig werden

Ob das alles dann aber doch lediglich ein Problem von Amateuren hinter der Kamera der Fall sein könnte, das überlasse ich dann lieber wieder anderen.

Guter Plan, sonst würde mir sofort "Terry Richardson" in den Sinn kommen ...
#205Report
1 week ago
Die letzten 3 Antworten von Lichtsieb hätten auch meine sein können. So ist es.
Gespannt war ich ob Norbert Hess etwas dazu schreibt. Danke Norbert, das Du dazu etwas geschrieben hast. Die Sicht eines Profis sozusagen. Auch hier: Genau so ist es und das Norbert Hess es so sieht war mir vorher klar.
Interessant wäre jetzt noch die ein oder andere Sichtweise von weiblichen Models zu dem Thema …

Zum eigentlichen Thema: Man kann hier lesen und lesen und lesen und weiß immer noch nicht, wann eine Hornorarvorstellung von einem Model überzogen ist.
Bei meinen wenigen Pay Shootings hatte ich nur Models mir viel Erfahrung und habe für Portrait bis Dessous oder Bikini zwischen 50 bis 65 EUR pro Stunde bezahlt, hatte dabei nur positive Erfahrungen und die Bilder, die ich mir vorher vorgestellt habe. Diese Preise waren aus meiner Sicht für diese Models ( aus meiner Sicht hohe Qualität) nicht überzogen.
#206Report
eckisfotos

Aufgestoßen ist mir die Geiz ist geil Mentalität. Das wird hier ja als Totschlagsargument benutzt, um ernsthafte Gedanken abzuqualifizieren - und damit eigentlich die Kollegen- Wobei der Begriff Kollege natürlich eine reine Heuchelei ist: Es müsste Konkurrent verwendet werden.


Müsste für Konkurrenz nicht fotografisch etwas von Dir kommen? Gemäß deiner Shootingvorgaben hast Du ja auch keine Gewinnerzielungsabsicht. Also Du bist Hobbyist, wie die meisten anderen. Ich sehe Dich nicht als Konkurrenten. Und das meine ich nicht böse oder weil Du im Grunde ja eh nicht mehr aktiv mit Fotos konkurrierst. Ich sehe glaube ich gar keinen als Konkurrenten.

Man vergleicht sich natürlich. Aber Konkurrenz ist etwas anderes und für viele andere gehört z. B. auch das Teilen von Wissen zur Freude und zum Spaß am Thema aber unbedingt dazu. Warum sollte es Heuchelei sein, die gemeinsame Sache grundsätzlich in den Vordergrund zu stellen, auch wenn man mal unterschiedlicher Meinung ist oder einen etwas stört?

Norbert Hess
Dass es glücklicherweise aber auch bei Fotografen anders aussehen kann, ergibt sich geradezu wohltuend aus #183, letzter Satz, des Kollegen Martin Walltree (@chilloutfotografie).


Danke für die Blumen. Allerdings hat man da wohl auch ggf. Glück gehabt. Es ist ja nicht nur eine freie Entscheidung, wann, ob und wo die Hormone in Wallung geraten... Ich gehe einmal davon aus, dass es mindestens zwei grobe Richtungen gibt, die beim Fotografieren weiblicher Models aufeinandertreffen, vor allem wenn es um Akt aufwärts geht. Die einen treibt maßgeblich die Ästhetik und ein gewisser Drang die Bewunderung für die besondere weibliche Erscheinung/Schönheit und Form im Bild darzustellen. Die anderen kommen eher über die wahrgenommene, grobe sexuelle Anziehungskraft davon und erfahren die dann natürlich auch während und nach einem Shooting. Models werden wohl auch nicht so naiv und weltfremd sein, sich darüber nicht im klaren zu sein.

Ich kann im legalen Rahmen, auch wenn manches manchem dazu unappetitlich erscheint, da niemandem seine natürliche Veranlagung zum Vorwurf machen, zumal wenn man sich dabei anständig verhält. Dennoch muss ich zugeben, dass mich diese eher triebgesteuerte Motivation doch besorgt. Die meisten haben sich wohl im Griff. OK. Formal gibt es am Ende für alle Beteiligten keinen Unterschied. Es ist nichts schlimmes passiert. Doch von den Fotografen, die keine Gedanken dieser Art haben, wird für Models wohl in keiner Situation eine übergriffige Gefahr ausgehen. Wenn, dann wird es eher mal einer von den anderen sein. Der Gedanke, dass das einem lieb gewonnenen Model einmal zum Verhängnis werden könnte, beschäftigt mich schon ab und an. Und klar, dass dieses Restrisiko irgendwo auch seinen Einfluss auf die Honorare hat. Doch die Praxis zeigt ein Glück, dass in aller Regel sehr wenig passiert (zumindest sagen mir das die Models die ich immer ganz gerne mal dazu befrage, weil es mich einfach interessiert wie es ihnen in ihrer Branche so ergeht). Vermutlich passiert statistisch sogar in deutschen Haushalten mehr übergriffiges als in Fotoshootings.
#207Report
1 week ago
#207 ''Ich sehe glaube ich gar keinen als Konkurrenten. '' Der Gemeinschaftsgedanke ist ja soweit sympathisch. Wirklich.

Aber diese Gemeinschaft hat, mit ihrem Prinzip Nachfrage mit Zahlbereitschaft - Angebot, eine Situation erzeugt, wo ich raus bin. So war sie (und ich darin) ursprünglich nicht angetreten, ideell.
Hobbyfotografie für Wohlhabende.
In der Wirtschaft gibt es sowas wie ''freundliche Übernahme'' - das folgt etwa ähnlichem Denken und Sprachduktus.
Klaro, so sind die Zeiten, aber gut und selbstverständlich finden muss man das nicht zwingend.
#208Report
1 week ago
Schade, wenn wieder ernsthafte Einschätzungen wie KOLLEGEN in KONKURRENTEN umgewandelt werden. Zeigt so etwas in erster Linie lediglich nicht nur von eigenem fehlenden Selbstbewusstsein?

Sollte man sich nicht erst einmal intensiv mit einem anderen Menschen befassen, bevor man diesen in eine negative Schublade steckt?

Kommt dabei insoweit auch nicht gleich wieder dieser Neid Faktor auf, der gerade uns Deutsche so besonders kennzeichnet? Das wiederum dann gefühlt von Jahr zu Jahr auch noch immer mehr? Warum kann man nicht mal die Leistung anderer einfach anerkennen? Vielleicht sogar positive Schlüsse daraus ziehen und im Endeffekt sogar für sich selbst nutzen.

Hobbyfotografie ist bestimmt auch nichts für Wohlhabende. Oftmals fehlt es dem einen oder anderen lediglich daran, sich und seine Person selbst richtig einzuordnen. Zu wissen, was man sich dabei leisten kann und was nicht.

Beispiel: wie viele Oldtimer oder Veteranen Clubs gibt es allein hier zulande? Insoweit Begeisterte gibt es jedenfalls vom Zündapp Fetischisten bis zum stolzen Rolls-Royce Besitzer. Bestimmt sind die auch nicht alle im gleichen Verein, betreiben ihre oftmalige Liebhaberei unter völlig verschiedenen Voraussetzungen, ja sogar Zielsetzungen. Egal ob arm oder reich, jung oder alt, oder was sonst auch immer: sie besitzen allerdings meistens eines: ein Selbstwertgefühl!

Hier, bei diesem Diskussionsformat habe ich stets den Eindruck der Eine gönnt dem anderen nicht mal das Schwarze unter den Fingernägeln.
#209Report
1 week ago
Was sagte doch schon vor Jahrzehnten ein Besucher einer meiner Ausstellungen so treffend zu mir:
Mitleid bekommt man geschenkt, Neid muß man sich hart erarbeiten.
#210Report
Marcello Rubini
#207 ''Ich sehe glaube ich gar keinen als Konkurrenten. '' Der Gemeinschaftsgedanke ist ja soweit sympathisch. Wirklich.

Aber diese Gemeinschaft hat, mit ihrem Prinzip Nachfrage mit Zahlbereitschaft - Angebot, eine Situation erzeugt, wo ich raus bin. So war sie (und ich darin) ursprünglich nicht angetreten, ideell.
Hobbyfotografie für Wohlhabende.


Das überrascht mich. Ich hätte ja gedacht, die "Snobnation" und der snobbische Lifestyle stehen für den gehobenen Ansatz und von irgendwas muss man sich ja schließlich nach oben abheben. ;-) Ich weiß natürlich schon was Du meinst. Aber ich sehe Ursache und Wirkung eigentlich umgekehrt. Keiner hat hier die TfP-Models weggekauft. Das hat andere Gründe. Ich bin froh, dass es die Pay-Angebote gibt und, dass ich sie mir leisten kann. Natürlich. Doch auch wenn das die Kosten natürlich treiben und sich das nicht jeder leisten kann oder will, sehe ich dabei eigentlich gar keinen Unterschied zu anderen Hobbies, für die man auch oft ein wenig Geld ausgeben muss. So ein Hobby ist eben irgendwo auch ein Luxus, den man sich leistet, kein Grundbedarf wie Essen oder Wohnen. Und die Kosten sind bei der Fotografie ja fast noch harmlos.

Eine gute Vollformatkamera mit Portraitlinse gibt es gebraucht für 250-300 Euro. Mehr braucht man nicht zum Loslegen. Und dann muss man eben nach seinen Möglichkeiten gehen, wenn eine Dame vor die Kamera treten soll. Es gibt natürlich keinen Anspruch auf Shootings mit Anastasia aus Dnipro, die 11 von 10, posingsicher und auf Wunsch bereit alles für's Foto zu zeigen... Aber die hätte hier auch nie TfP gemacht. Es wird also durch ihr Pay-Angebot und den zahlenden Nachfrager niemandem wirklich etwas weggenommen, auch wenn das "Gejammer" das gerne so suggeriert. Es wäre hier einfach ziemlich tote Hose.
#211Report
Werner R.

Guter Plan, sonst würde mir sofort Terry Richardson in den Sinn kommen ...


An den Fall musste ich auch direkt denken...

https://www.abendzeitung-muenchen.de/promis/schwere-vorwuerfe-gegen-star-fotograf-terry-richardson-art-230901

Aber da es oft nur dabei bleibt, dass irgendwelche Vorwürfe kleben bleiben (es also kein Urteil gibt), ist immer die Frage, was da wirklich gelaufen ist. Ich habe aber sowieso oft den Eindruck, dass die moralischen Maßstäbe in Promi-Kreisen oft etwas andere sind. Was für Otto-Normal-Bürger anrüchig oder kurios klingt, ist da womöglich usus. Ich würde sicher nie einem Model über den Hintern lecken. Aber wenn die da in der drogenschwangeren und ja auch sonst gerne grenzverletztenden Promi-Szene aus Shootings regelmäßig gleichzeitig eine Koks-Party-Orgie machen, würde es mich nicht wundern, wenn das noch das harmloseste ist, was dort passiert. Mit meinen naiven Maßstäben brauche ich da gar nicht erst anfangen drüber nachzudenken, was dort von wem ausging, für wen mal ok war und erst später vielleicht gegen jemanden verwendet wird, um bei einem finanziellen Engpass schnell an (Schweige)Geld zu kommen, weil ein betuchter Promi eh gerade im Feuer steht und keine weitere schlechte Presse gebrauchen kann... Man weiß es nicht genau.

Aber grundsätzlich bin ich mir auch nicht so sicher, ob sich eine Unterscheidung Profi/Amateur in Sachen Fehlverhalten lohnt. Ich würde vermuten, die Anteile aller möglichen Neigungen und Charaktere sind in allen Bevölkerungsgruppen wohl erst mal annähernd gleich verteilt. Nur im Zweifelsfall würde ich sogar spekulieren wollen, ob unter den privilegierten Profis nicht häufiger jemand in Versuchung gerät, gewissen Gelüsten schlicht aufgrund seiner privilegierten Position und häufiger gebotener Gelegenheit eher mal nachzugehen. Als Hobbyfilmer wäre Harvey Weinstein vielleicht ja sogar noch ein unbescholtener Bürger...
#212Report
1 week ago
Nur damit das klargestellt ist. Konkurrenten sind die Fotografen hier seit vielen Jahren im "Kampf um die TFP-Modelle" - das gilt auch dafür, dass man andere verantwortlich macht, dass es kaum noch welche gibt. Hier in diesem Thread geht es ja auch kaum noch um die Honorare. Bei der Bildqualität kann man vielleicht noch von "Kollegen" sprechen - wenigstens glauben das diejenigen, die vermeintlich konstruktive Kritik unter fremde Bilder schreiben - bei den Fotografen mit Verbesserungsvorschlägen und bei den Modellen mit Lob auch unter den allerschlechtesten Bildern. Ob das bei einigen Modellen zum Größenwahn und überzogenen Honorarforderungen geführt hat, möchte ich gar nicht beurteilen. Ich schreibe das auch nur, um in diesem Beitrag wenigstens einen Satz zum Thema geschrieben zu haben.

Manche Menschen wie Norbert Hess merken auch inzwischen gar nicht mehr, auf welche Art sie Kollegen zu Konkurrenten quasi "degradieren". Der vermeintliche Unterschied von Profis und Amateuren hat hier in doppelter Hinsicht "den Vogel abgeschossen". Ihr habt es ja schon herausgefunden.
#213Report
1 week ago
@ Martin Walltree

Ich gehe einmal davon aus, dass es mindestens zwei grobe Richtungen gibt, die beim Fotografieren weiblicher Models aufeinandertreffen, vor allem wenn es um Akt aufwärts geht. Die einen treibt maßgeblich die Ästhetik und ein gewisser Drang die Bewunderung für die besondere weibliche Erscheinung/Schönheit und Form im Bild darzustellen. Die anderen kommen eher über die wahrgenommene, grobe sexuelle Anziehungskraft davon und erfahren die dann natürlich auch während und nach einem Shooting. Models werden wohl auch nicht so naiv und weltfremd sein, sich darüber nicht im klaren zu sein.


Daß die Bewunderung der weiblichen Schönheit etwas anderes sein soll als die Wirksamkeit der sexuellen Anziehungskraft, möchte ich doch mal hinterfragen : Ein hübsches Gesicht, eine tolle Figur, lange Beine .. und dann doch noch weitere Merkmale, die im Alltag durch Kleidung bedeckt sind ? Als sexueller Auslöser funktioniert sicherlich die Oberweite mit Körbchengröße 90DD, aber was, wenn dieselbe Wirkung durch ein bezauberndes Lächeln hervorgerufen wird ? Ist das eine dann korrekt und das andere inakzeptabel ?
Wie Du schriebst, werden die Models das schon richtig einzuschätzen wissen ..


Eine gute Vollformatkamera mit Portraitlinse gibt es gebraucht für 250-300 Euro. Mehr braucht man nicht zum Loslegen. Und dann muss man eben nach seinen Möglichkeiten gehen, wenn eine Dame vor die Kamera treten soll. Es gibt natürlich keinen Anspruch auf Shootings mit Anastasia aus Dnipro, die 11 von 10, posingsicher und auf Wunsch bereit alles für's Foto zu zeigen... Aber die hätte hier auch nie TfP gemacht. Es wird also durch ihr Pay-Angebot und den zahlenden Nachfrager niemandem wirklich etwas weggenommen, auch wenn das "Gejammer" das gerne so suggeriert. Es wäre hier einfach ziemlich tote Hose.


Eben, daß wegen Anastasia aus Dnipro nun Dörte aus Dinslaken und Meike aus Mittweida hier verdrängt würden, ist doch Unfug ! Ganz im Gegenteil : Dörte ist tätowiert und auch intim gepierct, und Meike ist alleinerziehend mit 3 Kindern; außerdem hätte Dörte kein Problem mit Freizügigkeit und Meike könnte das Geld auch gut gebrauchen.
Meike bringt ihre Kinder zur Oma und hat den Tag frei, um mit dem D-Ticket nach Torgau zu fahren - dort hat sie ein dreistündiges Payshooting für 200 €. Sollte sich das Torgauer Shooting kurzfristig von Di auf Do verschieben - kein Problem für Meike, sofern es auch ihrer Mutter paßt.
Für Anastasia katastrophal, denn sie hat schon längst das Ticket für Dienstag gekauft, weil sie danach 2 Berliner Fotografen auf ihrem Tourplan hat.
Und Dörte - sie kann binnen einer Stunde Gelsenkirchen, Essen oder Duisburg erreichen, und ob sie für 50 €/h oder 150 €/h posiert, könnte im Wesentlichen davon abhängen, ob ihre Tattoos und Piercings gerade besonders gefragt sind oder eher nicht. Gut möglich, daß Anastasia da eben sehr konkurrenzfähig wäre und bevorzugt würde - oder eben nicht.
Daß Dörte gerade "Bock zu shooten" hat .. und das auf tfp - na dann hätte Dörte alle Trümpfe in der Hand und wer bekäme dann keine Buchung ?
#214Report
1 week ago
Und schon wieder verspürte ich den Drang, meinem letzten Beitrag etwas hinzuzufügen. Es geht um Profis vs. Amateure:

Was erwarten viele hier von Modellen?
Sie erwarten, dass die Modelle sich für das Hobby der Fotografen möglichst ohne eigene Ansprüche zur Verfügung stellen. Das sind dann die "braven" Modelle, die ein ehrliches Interesse an guten Fotos haben. Die bösen Modelle sind dann die, die kein unbedingtes Interesse an guten Fotos haben, sondern primär Geld zum Leben brauchen. Nun wollen uns die Profis hier einreden, dass das bei Fotografen ganz anders wäre - also genau genommen: umgekehrt. Es sind zunächst einmal die bösen Amateure, die den Profis die Arbeit wegnehmen - ich persönlich nehme das übrigens als Kompliment und gebe gern zu, dass das einfach stimmt. Als ich jung war, da brauchte ich einen Job. Wie alle musste ich dafür so einige Bewerbungen schreiben - mit "Lichtbild". Und die mussten schon vom richtigen Fotografen sein, dem man natürlich das Shooting bezahlte - und mit jeder neuen Bewerbungsmappe, die man erstellte, hatte man auch einen neuen Abzug zu bezahlen - und zwar das zehnfache von dem, was ein Abzug bei einer Drogeriekette kostete. Das Negativ bekam man natürlich nicht. Dann kam das Internet, die MK und ähnliche. Das goldene Zeitalter der Amateurfotografen begann. Junge Frauen, die modeln wollten, mussten für Fotos weder Geld bezahlen noch auf die Besetzungscouch - und in meiner Gegend verschwanden schlagartig 3 von 4 "Fotografen um die Ecke". Sie saßen nicht mehr am "längeren Hebel". Vielleicht haben die Modelle genau das gewollt, was heute die Fotografen von Modellen erhoffen - nämlich dass die Fotografen nicht wegen des Geldes fotografieren, sondern aus Interesse, gute Fotos zu erzeugen. Ja, so herum kann man genau so argumentieren!
#215Report
SEE Knipsbildner
Daß die Bewunderung der weiblichen Schönheit etwas anderes sein soll als die Wirksamkeit der sexuellen Anziehungskraft, möchte ich doch mal hinterfragen : Ein hübsches Gesicht, eine tolle Figur, lange Beine .. und dann doch noch weitere Merkmale, die im Alltag durch Kleidung bedeckt sind ? Als sexueller Auslöser funktioniert sicherlich die Oberweite mit Körbchengröße 90DD, aber was, wenn dieselbe Wirkung durch ein bezauberndes Lächeln hervorgerufen wird ? Ist das eine dann korrekt und das andere inakzeptabel ?


Ich finde die Frage durchaus berechtigt und es fällt mir immer wieder gar nicht so leicht das aus meiner Sicht sinnvoll zu erklären. Also ich werde bestimmt wieder ein paar Worte mehr brauchen, um auf den Punkt zu kommen - oder es zumindest zu versuchen. Wer sich daran stört, scrollt vielleicht besser gleich weiter. ;-) Wenn wir von den beiden Richtungen ausgehen, gibt es anscheinend unterschiedliche Grundmotivationen, mit denen man ins Shooting startet. Es geht dann wohl schlicht um die Fotografie der ästhetischen Faszination vs. die Fotografie der sexuellen Reize.

Von einem optisch tollen Model bin ich zunächst auf eine bestimmte Art ästhetisch begeistert, aber nicht erregt. Ich möchte nicht in erster Linie Reize fotografieren. Ich weiß, dass sie da sind und irgendwie ist das krass. Es ist ja keine normale Situation, dass man eine fremde Frau, oft gerade mal halb so alt wie man selbst, allein mehr oder weniger nackt vor sich stehen hat, womöglich in einem Apartment oder einem entsprechend wirkenden Studio. Jedenfalls ist das in meinem Leben so :-D Und ich habe dafür bisher jedenfalls keine abstumpfende Routine entwickelt. Die 15jährige Version von mir selbst wäre vermutlich aber bei weitem nicht so abgeklärt, was mögliche Reizwahrnehmung angehen würde, nehme ich stark an. Aber das ist ja nun ein paar Jahre her und heute ist es anders. Es geht mir nicht um Objektifizierung und, auch wenn es oft schwer ist, sich davon wirklich zu lösen, weil viele Models es oft so gewohnt sind, auch nicht so sehr um möglichst erotische Darstellungen. Oft würde ich am liebsten sogar nichts dergleichen fotografieren und bin um jedes Reisemodel froh, dass auf Reisen wenigstens eine Jeans dabei hat und statt Verführung in einem Hauch von nichts auch einfach ein paar 'cozy nude' Teilakt-Fotos mit mir machen kann.

Es liegt mir fern, Frauen auf ein Podest zu stellen. Aber Weiblichkeit, weibliche Ausstrahlung und weibliche Formen sind für viele Männer nicht automatisch mit sexuellen Gedanken gekoppelt. Wenn du deine Frau oder Freundin aus der Ferne in einem besonderen Licht beobachtest, wie sie gerade völlig versunken etwas macht, und sie sieht dabei einfach toll aus, wirst du ja auch nicht direkt 'horny'. Du denkst ohne sexuelle Hintergedanken einfach nur: 'Mensch, ist sie nicht wunderbar?' Jedenfalls ist das bei mir so. Natürlich gibt es da draussen im Land auch hunderttausende oder Millionen nicht so tolle Frauen (und Männer). Fragt ihre Ex-Partner :-D Aber in dieser Art der Fotografie geht es vielen genau darum: zu zeigen, wie ausdrucksstark und schön Weiblichkeit, das weibliche Wesen, weibliche Formen, selbstbewusste Weiblichkeit etc. sein kann. Ganz ohne das sexuell zu betrachten - oder zumindest kaum bis weit untergeordnet. Es kann sein, dass manche das ein bisschen bescheuert finden. Gleiches Recht für alle. Ich finde ja umgekehrt die ständige Übersexualisierung und zur Schau gestelltes Mackerverhalten auch nicht so pralle und sicher nicht, weil ich prüde oder ein Lappen wäre.

Wenn das weibliche Wesen in seiner Ausstrahlung, Form und ästhetischen Wirkung darzustellen das persönliche Ziel ist, ist es wahrscheinlich schlicht ein Unterschied im mentalen Fokus zur reizbezogenen Wahrnehmung. Beim Fotografieren schalte ich ansonsten eben eh in einen fokussierten Arbeitsmodus: Es geht um die Nutzung des Raumes, Raumebenen, Lichtsetzung, Bildkomposition, Schärfeebenen, (leider auch immer wieder mal) die Tücken der Technik und nicht zuletzt ja auch die wichtige Kommunikation mit dem Model. Ich möchte, dass ein Model sich gut fühlt, jederzeit eine Ahnung davon hat wie gut das Shooting läuft (also wie die Fotos werden und wie sie drauf wirkt) und es einfach eine angenehme gemeinsame Erfahrung ist, die man bei Gelegenheit gerne mal wiederholen würde. In diesem Zustand nehme ich im Grunde natürlich schon alles wahr was da ist, aber der Kopf ist voll im handwerklichen und kreativen Prozess gebunden. Da ist schlicht kein Raum für sexuelle Gedanken oder Empfindungen, egal woher und wodurch sie in einer anderen Situation, z. B. in einer langen Partynacht auf Partnersuche, womöglich auslösen könnten.
#216Report
1 week ago
@ Martin Walltree
Früher waren die POV-Szenen von Terry Richardson leicht zu finden, jetzt kann ich nur auf "Terryworld" verweisen, und die "making of"-Strandszene zeigt seine Arbeitsweise : Das Model posiert topless und Terry Richardson ist nackt :

https://www.taschen.com/de/limited-editions/photography/01039/terry-richardson-terryworld-art-edition-no-251-500-batman/

.. und vielen Dank zu #216 - da möchte ich nur noch 2 Sätze herausgreifen :

Oft würde ich am liebsten sogar nichts dergleichen fotografieren und bin um jedes Reisemodel froh, dass auf Reisen wenigstens eine Jeans dabei hat und statt Verführung in einem Hauch von nichts auch einfach ein paar 'cozy nude' Teilakt-Fotos mit mir machen kann.

Bei den Reisemodels gibt es da wohl einen Unterschied, ob die Anfahrt im eigenen Auto oder mit dem ÖPNV erfolgt : Fährt sie selbst, so wechselt sie nur noch von Turnschuhen auf High Heels und trägt schon "Fashion"-Shootingoutfit, sodaß der "wow"-Effekt schon beim Aussteigen wirkt. Bei Anreise im Bus oder Zug ist es aber doch so, daß sie eben eine Jeans trägt - und somit auch dieses Kleidungsstück doch verfügbar wäre, weil sie sich "im Hauch von nichts" nicht in öffentliche Verkehrsmittel setzen wird - und wahrscheinlich auch nicht im Minirock, wenn sie dreimal umsteigen muß und dazu insgesamt 4, 6 oder vielleicht sogar 8 Stunden braucht.


Aber Weiblichkeit, weibliche Ausstrahlung und weibliche Formen sind für viele Männer nicht automatisch mit sexuellen Gedanken gekoppelt. Wenn du deine Frau oder Freundin aus der Ferne in einem besonderen Licht beobachtest, wie sie gerade völlig versunken etwas macht, und sie sieht dabei einfach toll aus, wirst du ja auch nicht direkt 'horny'. Du denkst ohne sexuelle Hintergedanken einfach nur: 'Mensch, ist sie nicht wunderbar?' Jedenfalls ist das bei mir so.

Da kommt es vielleicht darauf an, wie sehr alltäglich oder häufig dieser Moment ist. In einer Fernbeziehung kann dieser Moment auch jahrelang etwas Besonderes bleiben - mit den entsprechenden Auswirkungen. Bei einem Model könnte auch dies dann ebenso ein besonderer Moment sein .. oder warum sonst fotografiert man mit 10 verschiedenen Models und sucht auch immer wieder nach neuen Models ?
Denn anderenfalls hätte man die 2 oder 3 Models doch schon gefunden und es wäre dann auch gar kein Problem, wenn der Nachwuchs an Newcomerinnen ausbliebe.
#217Report
1 week ago
Hier noch (vielleicht als Schocktherapie) ein interessantes Interview mit einer Frau, die auch als Model posiert :

https://www.eronite.com/kernie-mueller-interview/

Man kann es natürlich auch für 'fake' halten ..
#218Report
1 week ago
#216

Martin, so einfach lasse ich dich jetzt nicht aus der Nummer raus.

für mich kristallisiert sich momentan eine neue Gruppe Fotografen heraus:
- fast authistisch nehmen diese den Frauenkörper als geometrische Figur wahr und möchten ihn so abbilden.
also ich bezeichne diese Fotografen jetzt einfach mal als die "Reinen"

dann bekenne ich mich zu den Unreinen, lebe in einer unreinen Welt, weil ich diese so erlebe.
der ganze Planet existiert mit seinem Leben nur, weil er auf diesem Prinzip beruht.
Es ist die Anziehungskraft der verschiedenen Geschlechter und deren Resultate daraus.

sobald aber der Begriff "Sex" ins Spiel kommt, passieren die unglaublichsten Dinge in den Gehirnen.
würde man aber stattdessen die Anziehungskraft öfter als Begriff wählen, käme es weniger zu diesen Ausuferungen in den Gedankenströmen so mancher hier Schreibenden.

Ich bringe gerne das Beispiel des Paartanzes, weil ich da eben Erfahrungen gesammelt habe. Und gerade die lateinamerikanischen Tänze zeigen das, die Südamerikaner gehen da viel lockerer damit um. Die wissen das, der Paartanz ist ein Spiel der unterschiedlichen Energien, somit auch der Geschlechter. Ein Werben und Umgarnen, präsentieren des weiblichen Schönheit.
Und selten sieht man gleichgeschlechtliche Paare tanzen.

Kommen wir wieder zur Fotografie, und nehme ich die Reinen mal wieder raus.

- warum werden so wenig Bäume fotografiert, sind doch ästhetisch
- warum werden so wenig Männer abgelichtet, gerade in der MK, sind doch ästhetisch
- warum werden so wenig alte Menschen, ob nackt oder nicht, gezeigt, sind sie nicht das Leben

also Martin, deine aufwendige Beschreibung deiner Motivation und der Sicht beruhen sehr wahrscheinlich auch auf der Anziehungskraft die der weibliche Körper auf deinen männlichen Fotografenkörper ausübt.

nun noch was zu mir: gäbe es die Aktfotografie nicht, wäre ich kein bisschen traurig.
eigentlich mache ich viel lieber Fashion, allerdings meine ich damit nicht "angezogen sein" Fotografie.
ich liebe ausgefallene Designer Kleidung, leider hat das kein Model im Koffer. Somit ist es sehr schwierig, und wenn ich nicht selbst Outfits besorge, geht gar nichts.
würde ich in den Metropolen wohnen, könnte ich mir eine Zusammenarbeit mit Mode-Designern sehr gut vorstellen und würde mich glücklich machen.
und noch was, mit Kleidung kann man oft besser "sexyness" darstellen, ist für mich viel spannender sich vorzustellen was darunter wohl ist, als gleich das Nackte zu sehen, bin halt unrein.
#219Report
1 week ago

Nur damit das klargestellt ist. Konkurrenten sind die Fotografen hier seit vielen Jahren im "Kampf um die TFP-Modelle" - das gilt auch dafür, dass man andere verantwortlich macht, dass es kaum noch welche gibt.


In der MK gibt es kaum noch TFP-Models. Wenn man sich jedoch nicht nur in der MK-Welt bewegt, schaut die Situation anders aus. Ich hatte in diesem Jahr diverse TFP-Shootings. Keines der Models habe ich über die MK gefunden. Bezahlt habe ich in diesem Jahr noch gar kein Model.
#220Report

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